Mann soll eigenes Haus gesprengt haben: Ehefrau kämpft ums Überleben
Comstock Park (Michigan/USA) - Ein dramatischer Vorfall erschüttert derzeit den US-Bundesstaat Michigan: Nach einer gewaltigen Explosion ist ein Mann tot, seine Ehefrau wurde lebensgefährlich verletzt. Jetzt vermuten Ermittler, dass der Ehemann die Katastrophe absichtlich ausgelöst hat.
Die Explosion ereignete sich am frühen Dienstagmorgen gegen 4 Uhr im Ort Comstock Park, wie WWMT berichtet.
Laut Polizei gingen rund 50 Notrufe ein, nachdem ein Einfamilienhaus plötzlich in einer gewaltigen Feuerball-Explosion zerstört worden war. Als Einsatzkräfte am Ort eintrafen, war das Gebäude bereits vollständig eingestürzt.
Zwei Nachbarn rannten sofort in das brennende Haus und konnten die schwer verletzte Frau retten. Einer der Helfer schilderte, die Frau habe verzweifelt um Hilfe geschrien.
"Ich musste da rein und sie rausholen", erklärte der Nachbar später gegenüber WOOD-TV.
Die Frau, Lucy Preston, erlitt schwerste Verbrennungen am ganzen Körper und wird derzeit auf der Intensivstation künstlich beatmet. Ihr Zustand sei kritisch.
Außerdem habe sie durch das Feuer ihr gesamtes Zuhause verloren, wie es auf einer für sie eingerichteten GoFundMe-Seite heißt. Mittlerweile sind dort bereits mehr als 12.000 Dollar an Spenden zusammengekommen.
Der Ehemann soll die Explosion absichtlich verursacht haben
Noch schockierender sind jedoch die neuen Erkenntnisse der Ermittler: Nach ersten Untersuchungen soll absichtlich Gas im Keller des Hauses freigesetzt worden sein.
Hinweise aus Textnachrichten sowie Aussagen der verletzten Frau deuten laut Polizei darauf hin, dass die Explosion bewusst herbeigeführt wurde.
Die Leiche eines Mannes - vermutlich der Ehemann - wurde Stunden später in den Trümmern entdeckt. Offiziell identifiziert wurde der Tote bislang noch nicht. Offenbar befand sich das Paar mitten in einer Scheidung.
Die Ermittlungen laufen weiter. Die Polizei erklärte jedoch bereits, dass derzeit keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe.
Gleichzeitig baten die Behörden Anwohner darum, private Überwachungskameras auszuwerten, um mögliche Hinweise auf den Ablauf der Tat zu finden.
Es ist noch nicht vollständig klar, ob es sich hierbei um einen (erweiterten) Suizid handelte. Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.
Titelfoto: Screenshot/Facebook/Kent County Sheriff's Office

