SOS-Signal läuft aus dem Ruder: Schiffbrüchiger löst großflächigen Waldbrand aus
Santa Rosa Island - Ein knapp 7000 Hektar großer Waldbrand auf der Santa Rosa Island vor der Küste Kaliforniens hält die Feuerwehrkräfte in Atem. Der Auslöser war tagelang unklar. Nun entdeckte die US-Küstenwache einen gestrandeten Seefahrer, der für das Feuer verantwortlich sein soll.
Wie CBS auf Berufung von Informationen der kalifornischen Feuerwehr berichtet, war der Brand bereits vergangenen Freitagnachmittag (Ortszeit) auf der Insel im Channel-Islands-Nationalpark entdeckt worden. Seitdem hatten sich die Flammen auf über 7000 Hektar ausgebreitet und gut ein Drittel der Fläche verschlungen.
Laut der US-Küstenwache soll ein verunglückter Schiffsfahrer den Waldbrand verursacht haben. Ebenfalls am Freitag war der 67-Jährige mit seinem Segelboot gegen die Felsen der Insel geprallt.
Um Rettungskräfte oder andere Boote auf sich aufmerksam zu machen, hatte der Schiffbrüchige versucht, mit Leuchtfackeln ein SOS-Signal abzugeben. Diese könnten die trockene Vegetation in Flammen gesetzt haben.
Die Air Station Ventura der US-Küstenwache veröffentlichte ein Bild, das den Mann neben einem SOS-Zeichen zeigt. Um ihn herum ist nichts als verkohlte Fläche zu sehen.
67-jähriger Seefahrer nach Rettungsaktion wieder an Land gebracht
Die Ermittlungen zur genauen Brandursache sind noch immer im vollen Gange. Der 67-Jährige wurde allerdings inzwischen aus seiner Not befreit und per Hubschrauber wieder an Land gebracht. Der Mann blieb infolge des Schiffbruchs unverletzt.
Derweil arbeiten die Feuerwehr und der Nationalpark eng zusammen, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Bereits weite Teile des einzigartigen Naturgebiets sowie unbewohnte historische Gebäude wurden von den Flammen zerstört.
Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/uscg_airstation_ventura
