Nach Kritik an Kanzler Merz: USA ziehen Tausende Soldaten aus Deutschland ab

Von Franziska Spiecker, Jan Christoph Freybott

Washington, D.C. (USA) - Die USA wollen Ernst machen! Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) hat den Abzug von etwa 5000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) verkündete den Abzug von Tausenden Soldaten aus Deutschland.  © Andrew Leyden/ZUMA Press Wire/dpa

Ein entsprechender Vorgang solle entsprechend innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate schon abgeschlossen sein, teilte ein Sprecher des Pentagons der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Diese Entscheidung folge einer gründlichen Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa. Sie trage den Anforderungen der Einsatzgebiete sowie den Bedingungen vor Ort Rechnung, hieß es. 

Aktuell sind rund 39.000 Soldaten in Deutschland stationiert.

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US-Präsident Donald Trump (79) hatte jüngst bereits angekündigt, diesen Schritt zu prüfen. Zuvor hatte er Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) geübt, weil dieser sich kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte.

Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) mit einer Reduzierung des Truppenkontingents in Deutschland gedroht. Damals hatte er kurz vor seinem Abschied aus dem Weißen Haus angekündigt, er wolle 12.000 der damals rund 35.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen. Sein Nachfolger Joe Biden (83) stoppte die Pläne.

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Dem entstehenden Eindruck, sein Verhältnis zu Trump sei an einem neuen Tiefpunkt angelangt, trat der Kanzler am Mittwoch entgegen: "Das persönliche Verhältnis zwischen dem amerikanischen Präsidenten und mir ist - jedenfalls aus meiner Sicht - unverändert gut", sagte er. "Wir sind nach wie vor in guten Gesprächen miteinander."

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