Opfer von "Essensrassismus": Paar erhält Entschädigung im sechsstelligen Bereich

Colorado (USA) - Was mit einem aufgewärmten Mittagessen begann, entwickelte sich zu einem Rechtsstreit mit Wirkung. Nachdem zwei indische Studenten ihre Universität auf "Essensrassismus" verklagt hatten, erhielten sie einen beachtlichen Schadensersatz.

Die Studentin Urmi Bhattacheryya (35) und ihr Verlobter Aditya Prakash setzten ein Zeichen gegen Alltagsrassismus - und das mit Erfolg.  © Fotomontage/Screenshoots/Facebook/Urmi Bhattacheryya

Der Vorfall ereignete sich im September 2023 an der "University of Colorado Boulder", berichtete BBC.

Der Doktorand Aditya Prakash wollte sich gerade sein selbst gekochtes Gericht Palak Paneer erhitzen, als sich ein Mitarbeiter des Bildungszentrums über den "stechenden Geruch" des Essens beschwerte, erklärte das Paar.

Was folgte, empfanden Aditya und seine Verlobte Urmi Bhattacheryya (35) nicht als eine einmalige Bemerkung - es war der Beginn von "Mikroaggressionen und Vergeltungsmaßnahmen".

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Als die Schikanen nicht aufhörten, gingen die Studenten im Mai 2025 rechtlich gegen die Universität vor.

Der Vorwurf: Das Paar sei wegen ihrer Herkunft und Religion unfair behandelt worden. Für die Studierenden war das ein klares Zeichen von kultureller Benachteiligung.

Nun endete das Gerichtsurteil. Urmi und Aditya erhielten Zuspruch - und nicht nur das. Die Studenten beendeten den Streit mit 200.000 US-Dollar (ca. 171.000 Euro) mehr in der Tasche.

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Als Aditya Prakash an der "University of Colorado Boulder" anfragte, welche Gerichte denn erlaubt seien, listeten sie Speisen wie "Sandwiches" auf. (Symbolfoto)  © 123rf/arvydas73

Für das Paar stand Geld niemals im Vordergrund: "Es ging darum, ein Zeichen zu setzen"

Aditya Prakash und Urmi Bhattacheryya (35) berichteten, dass sie nicht die einzigen Studenten gewesen seien, die mit "Essensrassismus" in Kontakt kamen.  © Screenshoots/Facebook/Urmi Bhattacheryya

Für Prakash stand nach eigenen Worten nie das Geld im Vordergrund. "Es ging darum, ein Zeichen zu setzen", sagte er.

Diskriminierung wegen der eigenen kulturellen Identität dürfe keine folgenlose Alltagserfahrung bleiben, betonte der Student deutlich.

Die Universität selbst wies jegliche Schuld zurück: "Als diese Vorwürfe im Jahr 2023 aufkamen, nahmen wir sie ernst und hielten uns an etablierte und strenge Verfahren, um ihnen nachzugehen, wie wir es bei allen Diskriminierungs- und Belästigungsvorwürfen tun".

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Aus rechtlichen Gründen könne man keine Details nennen, erklärte das Bildungszentrum BBC schriftlich. Der Vergleich sei geschlossen worden, ohne ein Fehlverhalten einzugestehen.

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