Colorado Springs (USA) - Zwischen Anstrengung und Glück: Eine Frau, ihr Partner und ihre sechs Kinder wohnen im US-Bundesstaat Colorado - vier von ihnen wurden mit einer Behinderung geboren. Wie schafft es die Familie ihren Alltag bestmöglich zu meistern?
Als die 37-jährige Emily Wallace vor einigen Jahren in der 20. Schwangerschaftswoche war, wurde ihr 18 Monate alter Sohn Griffin mit dem Angelman-Syndrom diagnostiziert.
"Seine Diagnose hat uns völlig aus der Bahn geworfen und da wir wissen, dass er lebenslange Pflege benötigt – er wird nie studieren, er wird nie Auto fahren – werden wir ihn auf ewig betreuen", erzählte die sechsfache Mama gegenüber People.
Es handelt sich dabei um eine seltene genetische Erkrankung des Nervensystems, bei dem die Betroffenen an Entwicklungsverzögerungen und einem Sprachverlust leiden.
Während Emily und ihr Mann William (40) sich mit der Diagnose auseinandersetzten, wurde bei Sawyer, Griffins Zwilling, Autismus festgestellt.
Ihre zwei jüngsten Kinder Posey (8) und Lindy (7) haben zudem eine Lese- und Rechtschreibstörung. Lindy leide zusätzlich an Apraxie - eine neurologische Erkrankung, die das Ausführen von Aufgaben und Bewegungen erschwert.
Bei der 12-jährigen Wyn stellten die Ärzte CRMO (chronisch rekurrierende multifokale Osteomyelitis) fest, eine Entzündung der Knochen. Die Krankheit kann zu Schmerzen und Schwellungen über dem Knochen führen.
Trotz der vielen Schicksalsschläge versucht die Familie den Kopf nicht hängen zu lassen und mit einem Lächeln ihren Alltag zu bewältigen.
Emily und William Wallace sind Vollzeitpfleger für Sohn Griffin
Emily, William und ihre Kinder lebten anfangs in New York. Dass die meisten Orte nicht ausreichend barrierefrei sind, war der Familie schnell klar.
Sie beschlossen daher nach Colorado Springs, einer Stadt im US-Bundesstaat Colorado, zu ziehen. Vor allem durch Griffins Diagnose mussten sie vieles in ihrem Alltag umstrukturieren und gleichzeitig den Bedürfnissen der anderen Kinder nachkommen.
In Colorado gibt es eine Bandbreite an Unterstützungen, was es zu "einem der besten Orte in den Staaten für Menschen mit schweren Behinderungen" mache.
Emily und ihr Mann wurden zu Vollzeitpflegern für ihren Sohn - das sei ihre Haupteinnahmequelle. Zusätzlich verdient sich die 37-Jährige noch ein wenig unter anderem mit Social Media dazu. Bestimmte Therapie-Stunden geben dem Paar eine kleine Auszeit.
"Und meine Kinder verdienen trotz ihrer Behinderungen ein gutes Leben. Sie verdienen Urlaub; sie verdienen alles. Sie sind anders, aber genauso wie wir. Und ich wollte einfach, dass die Leute sehen, dass wir trotz all dieser Schwierigkeiten alles haben können", erzählte Emily.