Santa Cruz (Kalifornien/USA) - Tragisches Unglück an der US-Westküste: Zwei junge Frauen sind ums Leben gekommen, nachdem sie offenbar im Schlaf von plötzlich auflaufenden Wellen ins Meer gerissen wurden. Der Vorfall ereignete sich am Panther Beach bei Santa Cruz, wo zuletzt gefährliche Meeresbedingungen herrschten.
Nach Angaben der Behörden hatten die beiden Frauen am Nachmittag des 10. Juni am Strand geschlafen, als die Flut unerwartet schnell anstieg.
Rettungskräfte wurden gegen 17 Uhr alarmiert und starteten eine groß angelegte Such- und Rettungsaktion mit mehreren Einsatzkräften und Rettungsschwimmern.
Die Opfer wurden später als die 21-jährige Harshita Nair und die 20-jährige Mahial Sran aus Fremont identifiziert, wie People berichtet.
Eine der Frauen wurde nahe Panther Beach aus dem Wasser geborgen, die andere an einem benachbarten Strandabschnitt gefunden. Beide wurden in Krankenhäuser gebracht, überlebten jedoch nicht.
Besonders gefährlich ist laut Feuerwehr ein Bereich namens "Keyhole“, ein Zugang unter einer Felsformation. Dort würden Besucher immer wieder von schnell ansteigenden Gezeiten überrascht. In diesem Fall seien die beiden Frauen offenbar direkt in diesem Bereich eingeschlafen, erklärte Feuerwehrsprecher Kyle Breton.
Für die Rettung kam sogar ein Hubschrauber zum Einsatz. Eine Frau wurde aus der Luft abtransportiert, die zweite mithilfe einer speziellen Rettungstrage aus dem schwer zugänglichen Küstengebiet gebracht.
Die Rettungskräfte warnen vor lebensgefährlichen Wellen
Die Behörden warnen seit Tagen vor gefährlichen Bedingungen an Kaliforniens Stränden. Hohe Wellen, starke Strömungen und sogenannte "Sneaker Waves" - unerwartet auftretende Monsterwellen, die weit auf den Strand vordringen - können selbst erfahrene Strandbesucher überraschen.
Nach Angaben der Feuerwehr handelte es sich bereits um die fünfte Rettungsaktion innerhalb eines Monats auf dem nur rund 1,6 Kilometer langen Küstenabschnitt bei Santa Cruz.