Atlanta (Georgia/USA) - Ein Vorfall am verkehrsreichsten Flughafen der USA sorgt für Aufsehen: Eine Frau aus dem Bundesstaat Georgia behauptet, Sicherheitsbeamte hätten sie gezwungen, durch einen Flughafenscanner zu gehen, obwohl sie zuvor gewarnt hatte, dass sie ein empfindliches Implantat in ihrer Wirbelsäule trägt.
Die Frau, Kerri Thomas, hat am 18. Februar eine Zivilklage gegen die Vereinigten Staaten eingereicht, wie People berichtet.
Der Vorfall soll sich bereits am 21. Mai 2024 am Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport ereignet haben.
Nach Angaben der Klägerin informierte sie die Mitarbeiter der Transportation Security Administration (TSA) am Sicherheitscheckpoint über ihr Wirbelsäulen-Stimulationsimplantat (auch Schmerzschrittmacher genannt).
Diese Geräte senden schwache elektrische Impulse an das Rückenmark, um chronische Schmerzen zu lindern.
Thomas habe sogar eine medizinische Identifikationskarte vorgelegt und darum gebeten, stattdessen per Abtasten kontrolliert zu werden.
Doch laut Klageschrift sollen die Beamten ihre Bitte ignoriert haben. "Der einzige Weg, wie Sie ins Flugzeug kommen, ist, durch die Maschine zu gehen", habe ein Mitarbeiter stattdessen zu ihr gesagt.
Die TSA-Mitarbeiter sollen ihre eigenen Richtlinien missachtet haben
Als sie schließlich durch den Scanner ging, habe sie nach eigenen Angaben "einen Schock und sofortige Schmerzen" verspürt.
Ihrer Darstellung zufolge sei ihr Implantat dabei beschädigt worden. In der Folge habe sie medizinische Behandlung benötigt, einschließlich einer Operation.
Die Klage wirft den Sicherheitsbeamten vor, ihre eigenen Richtlinien missachtet zu haben.
Laut offiziellen TSA-Vorgaben können Passagiere jederzeit eine manuelle Kontrolle verlangen, wenn sie nicht durch die technischen Scanner gehen möchten.
Thomas fordert nun Schadenersatz. Grundlage der Klage ist der sogenannte Federal Tort Claims Act, der es Bürgern erlaubt, die US-Regierung für mutmaßliche Schäden durch Behördenmitarbeiter zu verklagen.