New York/Pennsylvania (USA) - Nach einem explosiven Zwischenfall bei einer Demonstration in New York hat das FBI zwei junge Männer ins Visier genommen. Spezialkräfte durchsuchten am Sonntag mehrere Wohnungen im US-Bundesstaat Pennsylvania. Die Verdächtigen sollen selbst gebaute Sprengkörper auf Demonstranten geworfen haben.
Der Vorfall ereignete sich am Wochenende nahe Gracie Mansion, der offiziellen Residenz des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani (34), wie die New York Post berichtet.
Dort waren Anhänger eines rechtsgerichteten Aktivisten und pro-muslimische Gegendemonstranten aufeinandergetroffen.
Die Situation eskalierte, als plötzlich mehrere selbst gebaute Sprengkörper in Richtung der Demonstrierenden geworfen wurden. Glücklicherweise detonierten die Geräte nicht. Die Polizei konnte sie rechtzeitig sichern und entschärfen.
Kurz darauf griffen Bundesbehörden ein. Ermittler des FBI durchsuchten Wohnungen im Ort Langhorne im Bundesstaat Pennsylvania.
Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit den Festnahmen zweier junger Männer im Alter von 18 und 19 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, die improvisierten Sprengsätze während der Demonstration geworfen zu haben.
Die Ermittler sprechen von einem hochgefährlichen Sprengstoff
Nach Angaben der Ermittler handelte es sich bei den geworfenen Objekten um sogenannte improvisierte Sprengsätze.
Die Geräte sollen mit dem hochgefährlichen Sprengstoff TATP gefüllt gewesen sein, der unter Extremisten als "Mother of Satan" bekannt ist.
Der Stoff gilt als extrem instabil und wurde bereits bei mehreren internationalen Terroranschlägen eingesetzt.
Experten warnen, dass er sich relativ leicht aus frei verfügbaren Materialien herstellen lässt. Dass die Bomben nicht explodierten, bezeichnen Ermittler als großes Glück.
Das FBI und die New Yorker Polizei werten derzeit Videoaufnahmen aus, befragen Zeugen und verfolgen weitere Spuren.
Es soll geklärt werden, ob die beiden Verdächtigen alleine handelten oder Teil eines größeren Netzwerks sind. Zum Motiv der Tat machten die Ermittler zunächst keine abschließenden Angaben.