US-Handelsminister Howard Lutnick war auf Epsteins Missbrauchs-Insel zum "Mittagessen"
Washington D.C. (USA) - Der US-Handelsminister Howard Lutnick (64) hat zugegeben, sich gemeinsam mit Jeffrey Epstein auf dessen Missbrauchs-Insel in der Karibik getroffen zu haben.
Lutnick war im Zuge der veröffentlichten "Epstein-Files" unter Druck geraten, da er deutlich engeren Kontakt zum Sexualstraftäter Epstein gepflegt haben soll als er zunächst behauptete - auch lange nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008.
Selbst aus den eigenen Reihen wurde deshalb bereits der Rücktritt des Republikaners gefordert.
Im Zuge einer Anhörung im US-Senat gab Lutnick am Dienstag zu, gemeinsam mit Epstein im Jahr 2012 auf dessen Insel "Little Saint James" zu Mittag gegessen zu haben.
Lutnick erklärte: "Ich habe mit ihm zu Mittag gegessen, als ich mit einer Familie auf einem Boot im Zuge eines Urlaubs daran vorbeigefahren bin. Meine Frau war dabei, ebenso wie meine vier Kinder und die Kindermädchen. Auch ein anderes Pärchen war mit ihren Kindern dabei. Das ist wahr. Nach einer Stunde haben wir die Insel alle zusammen wieder verlassen."
Lutnick betonte, dass er im Zuge seines Aufenthalts auf der Insel nichts "Unangemessenes" beobachtet habe. Er habe lediglich Personal gesehen, das für Epstein dort gearbeitet habe.
Epstein hatte die Insel im Jahr 1998 gekauft und anschließend in "Little St. Jeff" umbenannt. Auf der Insel sollen sich dabei schreckliche Szenen des Kindesmissbrauchs abgespielt haben. 2016 erwarb Epstein zudem die größere Nachbarinsel.
Titelfoto: Evan Vucci/AP/dpa
