Wegen Nazi-Schmiererei: Zwei Deutsche im Urlaub festgenommen

Miami (USA) - Zwei Männer aus Deutschland wurden in Miami festgenommen, nachdem sie am Montag eine regenbogenfarbene Bank mit einem verfassungswidrigen Symbol und einer NS-Parole beschmiert haben sollen.

Auf der Bank waren die Worte "Adolf was here" sowie ein Hakenkreuz sichtbar.  © Miami Beach Police Department

Wie die amerikanische Tageszeitung Miami Herald berichtet, wurden zwei Urlauber aus Hessen - Gunther J. (63) und Christoph R. (58) - festgenommen, nachdem sie am Montag in Miami Beach eine "LGBTQIA+-Bank" mit den Worten "Adolf was here" ("Adolf war hier") sowie einem Hakenkreuz versehen haben.

Der Vorfall wurde von Überwachungskameras aufgezeichnet, wodurch die beiden Männer schließlich auch überführt werden konnten.

Demnach ist zu sehen, wie Christoph R. die Bank bekritzelte, während Gunther J. die Tat offenbar mit seinem Körper abschirmte. Wenig später wurden sie in einem Hotel festgenommen und wegen Vergehens ersten Grades angeklagt.

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Laut CBS NEWS seien die Männer geständig gewesen. Der 58-Jährige habe gegenüber der Polizei angegeben, dass es sich bei der Botschaft um einen "Witz" gehandelt habe.

Beide wurden später gegen Kaution freigelassen.

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Beide dürfen das Land nur mit richterlicher Genehmigung verlassen

Christoph R. (58, l.) und Gunther J. (63) müssen sich ab dem 28. Mai vor Gericht verantworten.  © Miami-Dade Corrections & Rehabilitation

Gunther J. äußerte sich am Mittwoch gegenüber Local 10 News und sagte: "Es tut mir leid - ich kann nur sagen: Es tut mir leid [...]. Es war nicht in Ordnung [...]. Es war ein großer Fehler [...]. Wir sind auch keine Nazi-Jungs."

Christoph R., der bereits am Dienstagabend freigekommen war, soll vor den Kameras davongerannt sein und keine Fragen von Reportern beantwortet haben.

Der Gerichtstermin ist für den 28. Mai angesetzt. Zudem sollen sie eine richterliche Genehmigung benötigen, um das Land verlassen zu dürfen.

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Der Bürgermeister von Miami Beach, Steven Meiner, verurteilte auf X den Vandalismus als "entsetzlich" und erklärte, es gebe "keinen Platz für Hass, Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus in unserer Stadt".

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