Vermisster Vater aus Horror-Urlaub gerettet: Sohn kämpft um Heimreise im Kriegs-Chaos

Kambodscha - Ein Sohn machte sich in Kambodscha auf die Suche nach seinem vermissten polnischen Vater - mit Erfolg. Seitdem sitzen beide jedoch aufgrund des Krieges im Nahen Osten fest.

Adam Mielcarek (59) wurde am 21. Januar zuletzt gesehen und galt seitdem als vermisst.  © GoFundMe/Screenshot/Covering Medical Costs and Repatriation from Cambodia

Wie Mirror berichtet, war der Pole Adam Mielcarek (59) nach Kambodscha gereist und wollte am 21. Januar in die Hauptstadt Phnom Penh ziehen, als er spurlos verschwand.

Seine Familie meldete ihn daraufhin als vermisst und fürchtete, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte oder er sich selbst in Gefahr gebracht haben könnte.

Daraufhin machte sich sein Sohn, Adam Jr., auf den Weg nach Kambodscha, um seinen Vater zu suchen.

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Mithilfe internationaler Behörden, sozialer Medien, hilfsbereiter Einheimischer und eines von der Familie engagierten Privatdetektivs konnte Mielcarek schließlich am 6. Februar 2026 gefunden werden.

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Der Vater wurde stark geschwächt und ohne seine Habseligkeiten gefunden

Adam Mielcarek (59) wurde in einer Privatklinik behandelt.  © Bildmontage: GoFundMe/Screenshot/Covering Medical Costs and Repatriation from Cambodia

Laut der eingerichteten GoFundMe-Spendenseite war der 59-Jährige stark geschwächt, schwer unterernährt und hatte ein schweres Trauma erlitten.

Zudem litt er unter psychischen Problemen und hatte all seine Habseligkeiten, einschließlich seiner Ausweispapiere, verloren. Nach der Rettung wurde er in eine Privatklinik gebracht.

Adam Jr. erklärte gegenüber der britischen Tageszeitung, sein Vater habe bisher nicht über die genauen Umstände seines Verschwindens gesprochen, betonte jedoch, dass "ganz klar etwas Ernstes passiert" sei.

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Die Behandlungskosten der Klinik lagen bei über 350 US-Dollar (rund 301 Euro) pro Tag. Da die Reiseversicherung die Kosten nicht übernahm, sieht sich die Familie nun mit einer hohen Rechnung konfrontiert und bittet um Unterstützung in Form von Spenden.

Da der 59-Jährige zudem kein Reisedokument mehr besaß, musste Adam Jr. schließlich bürokratische Hürden überwinden und ein Notfallreisedokument bei der Botschaft beantragen, das nur eine Woche lang für eine bestimmte Flugstrecke gültig war.

Ihr Rückflug wurde durch den Krieg annulliert

Ein Rückflug nach Polen ist nun für Freitag geplant. (Archivbild)  © Boris Roessler/dpa

Doch ihr geplanter Rückflug wurde durch den Krieg im Nahen Osten annulliert, und eine Änderung der Reiseroute war nicht einfach möglich, da jede Anpassung eine erneute Beantragung erforderte.

"Diese Verzögerung treibt die ohnehin schon beträchtlichen Kosten weiter in die Höhe", berichtete Adam Jr. auf der GoFundMe-Seite.

Er ergänzt: "Obwohl wir alles tun, um sicher nach Europa zurückzukehren, bedeuten die Einschränkungen durch den Gesundheitszustand meines Vaters und seine Notfallreisedokumente, dass wir mit vielen anderen gestrandeten Reisenden um die wenigen verfügbaren Flüge nach Europa konkurrieren."

Mittlerweile hat sich Adams Vater körperlich so weit erholt, dass er die Klinik verlassen konnte. Beide warten nun in einem Hotel auf ihre Rückreise nach Europa.

Adam Jr. betonte, dass sein Vater weiterhin Suizidgedanken habe und sorgfältig beobachtet werden müsse: "Dieser Mann muss so schnell wie möglich nach Hause und braucht dringend Zeit in einer Klinik."

Ein Rückflug nach Polen ist inzwischen für Freitag geplant.

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