Wunder in Laos: Fünf Goldsucher befreien sich selbst, doch von zweien fehlt weiter jede Spur

Von Carola Frentzen und Karolin Wiltgrupp

Vientiane - Großartige Neuigkeiten aus Laos: Nachdem einer bereits am Freitag gerettet werden konnte, sind nun auch die restlichen vier Goldsucher, die zehn Tage in einer überfluteten Höhle im Bezirk Long Cheng eingeschlossen waren, frei!

Die Helfer ruhen sich nach dem erfolgreichen Einsatz auf einer Rettungsdecke aus.  © Uncredited/Association Of Volunteers For Lao People/AP/dpa

Wie der australische Höhlentaucher Josh Richards gegenüber der Deutschen Presseagentur bestätigte, hätten es die Vier am Samstagnachmittag (Ortszeit) aus eigener Kraft geschafft, die Höhle zu verlassen. Auch der US-Sender CNN bestätigte die Angaben.

"Sie haben es ganz alleine gemacht - wir waren gerade Wasser Abpumpen und vor der Höhle", so Richards. "Ich wollte gerade wieder in die Höhle hineingehen, als sie da plötzlich herauskamen."

Fünf der insgesamt sieben Eingeschlossenen wurden schon am Mittwoch lebend gefunden. Die Bergungsarbeiten dauerten jedoch und gestalteten sich aufgrund der Wassermassen äußerst schwierig.

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Retter mussten regelmäßig Wasser abpumpen, um die Männer in der Höhle überhaupt erreichen zu können. Der erste der fünf Goldsucher konnte am Freitagabend befreit werden. Auf einem von CNN verbreiteten Video war zu sehen, wie der mit Schlamm bedeckte Mann langsam und gestützt aus dem Berg stieg.

Nun sind auch die übrigen vier Laoten in Sicherheit. Doch von zwei anderen Männern fehlt weiter jede Spur. Die Hoffnung, diese noch lebend zu finden, geht gen Null. Retter haben den größten Teil der Höhle abgesucht.

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Die Aufnahme eines am Freitagabend veröffentlichten Videos zeigt die Rettungsaktion des ersten von fünf Goldsuchern (M.).  © Metta Tham Rescue Kalasin/dpa
Die Retter sind nach dem Einsatz völlig erschöpft.  © Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
Der australische Höhlentaucher Josh Richards (r.) mit seinem Team kurz vor dem Rettungseinsatz.  © Josh Richards/dpa

Rettungseinheit MTK wolle niemanden zurücklassen

Die Helfer begeben sich für die Goldsucher regelmäßig selbst in Gefahr.  © Uncredited/Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP/dpa

Ob weitere Rettungsversuche unternommen werden, um die anderen beiden Vermissten zu finden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

Schon am Freitag sprach Richards von einem echten Wunder, den ersten Goldsucher bergen zu können. Das Risiko für weitere Einsätze sei für die Helfer aufgrund der schwierigen Gegebenheiten zu hoch. Viele besäßen zudem keine Taucherfahrung.

Die thailändische Rettungseinheit MTK bekräftigte jedoch erneut in sozialen Netzwerken: "Wir werden niemanden zurücklassen."

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Am 20. Mai war die zehnköpfige Gruppe zu der Höhle in der Provinz Xaysomboun aufgebrochen, um Gold zu suchen. Wegen starker Regenfälle war die Höhle geflutet worden, auch einen Erdrutsch gab es. Drei konnten sich rechtzeitig retten und Hilfe holen, die übrigen sieben blieben tagelang eingeschlossen.

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