Rätselhafter FBI-Bericht aufgetaucht: Zeuge berichtet von Nazi-UFO

Washington D.C. - Die Zeugenaussage eines ehemaligen Kriegsgefangenen in den jüngst von der US-Regierung veröffentlichten UFO-Akten bringt eine der bedeutsamsten Sichtungen in der Geschichte mit Nazi-Deutschland in Verbindung.

Am 7. November 1957 befragte das FBI einen ehemaligen Kriegsgefangenen der Nazis zu einem mysteriösen Objekt.  © U.S. Department of War

Zwischen dem 2. und 3. November 1957 beobachteten mehrere Bewohner der texanischen Kleinstadt Levelland ungewöhnliche Lichter sowie ein "Ei-förmiges Objekt", das für den Ausfall von Auto- und Traktormotoren in seiner Nähe verantwortlich gewesen sein soll.

Eine offizielle Untersuchung durch die US-Luftwaffe kam damals zu dem Schluss, dass wohl ein schweres Gewitter für den Motorenausfall verantwortlich gewesen sein muss. Aufgrund einer Vielzahl von Zeugen, darunter der Sheriff der Stadt, erregt der Vorfall unter UFO-Enthusiasten jedoch bis heute großes Aufsehen.

Die auf Anordnung von Präsident Donald Trump (79) frisch veröffentlichten UFO-Akten der US-Regierung werfen nun ein neues Licht auf die mysteriöse Sichtung im Norden von Texas - und ein Bericht des FBI bringt den Vorfall mit Nazi-Deutschland in Verbindung.

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Daraus geht hervor, dass sich aufgrund der damaligen Berichterstattung über den Vorfall drei Tage später, am 6. November 1957, ein Mann namens Wladyslaw Krasuski mit den folgenden Worten bei der US-Regierung meldete: "Ich habe vielleicht einige Informationen bezüglich der Rakete in Texas. {...} Ich würde gerne wissen, an wen ich mich wenden soll."

Der zuständige Beamte leitete die Nachricht ans FBI weiter und schrieb: "Befragen Sie Krasuski unverzüglich zu allen Informationen, über die er womöglich verfügt." Dies geschah einen Tag später, am 7. November 1957.

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Kriegsgefangener berichtet von "hohem Pfeifton": Dann ging sein Traktor aus

Dieses Gekritzel wurde vom FBI-Beamten im Zuge der Befragung angefertigt. Es zeigt unter anderem eine (sehr) grobe Skizze des Objekts, sowie eine Ortsbeschreibung, von wo aus der Zeuge das UFO beobachtet haben will.  © U.S. Department of War

Laut dem FBI-Dokument handelte es sich Krasuski um einen Mann aus Polen, der 1942 von den Nazis im Zuge des Zweiten Weltkriegs gefangen genommen und in die Gemeinde Altgolßen, rund 30 Kilometer südöstlich von Berlin, verschleppt wurde. Nach Ende des Kriegs wanderte Krasuski im Jahr 1951 in die USA aus, wo er fortan in einer Brauerei in Detroit (Michigan) arbeitete.

Aus der Befragung des ehemaligen Kriegsgefangenen geht dabei hervor, dass Krasuski wegen der Meldungen über die ausgefallenen Motoren hellhörig geworden war. Einen ähnlichen Vorfall habe er demnach im Jahr 1944 während seiner Zwangsarbeit auf einem Acker erlebt.

Krasuski berichtete zunächst von einem "hohen Pfeifton", den er gehört habe, als er mit einem Traktor und einem deutschen Fahrer auf dem Weg zu einem Feld gewesen sei. Daraufhin sei der Motor seines Nutzfahrzeugs ausgegangen. Zu diesem Zeitpunkt habe sich in der Nähe jedoch keine weitere Maschine aufgehalten, die einen solchen Ton hätte verursachen können.

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Laut Schilderung des Mannes sei zwischenzeitlich ein Mitglied der Waffen-SS auf den liegengebliebenen Traktor zugekommen und habe mit dem Fahrer gesprochen. Als der schrille Ton endlich aufgehört habe, sei der Trecker wieder angesprungen.

Anschließend wird es spannend.

FBI-Bericht: Zeuge machte keine Anzeichen von "abnormalen Verhalten"

In diesem FBI-Dokument wurde festgehalten, dass Wladyslaw Krasuski im Zuge seiner Befragung kein ungewöhnliches Verhalten aufwies.  © U.S. Department of War

Drei Stunden später, gemeinsam mit weiteren Zwangsarbeitern bei der Heuernte, habe Krasuski heimlich beobachten können, wie SS-Wachmänner in der Ferne eine "kreisförmige Anlage" hinter einer riesigen Plane vor neugierigen Blicken zu schützen versucht haben.

Das runde Objekt habe einen Durchmesser von mindestens 70 Metern gehabt, sei etwa vier Meter hoch gewesen und habe aus mehreren "stationären Ober- und Unterteilen" bestanden. Der Mittelteil des Geräts habe sich dabei schnell gedreht und eine "kontinuierliche Unschärfe" erzeugt, die ihn an einen sich drehenden Flugzeugpropeller erinnert habe.

Krasuksi habe weiter beobachten können, wie die mysteriöse Maschine hinter der Plane in die Luft aufstieg und dann in Richtung eines Waldgebiets flog, wo sie verschwand.

Der dabei erzeugte Ton legte erneut den Motor des Traktors lahm. Diesmal habe der deutsche Traktorfahrer jedoch keine Versuche unternommen, das Gefährt wieder zu starten.

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs habe Krasuski selbige Stelle noch einmal aufgesucht. Von dem UFO sei dabei nichts mehr zu sehen gewesen, die Nazi-Anlage habe unter Wasser gestanden.

In dem FBI-Bericht wurde vermerkt, dass bei Krasuski während seiner Befragung keine Anzeichen von "irrationalem oder anderweitig abnormalen Verhalten" zu sehen waren.

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