Reaktion auf Alien-Sensation: Wissenschaftler aktualisieren ihre Richtlinien für den Fall der Fälle

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Paris - Wissenschaftler haben nach längerer Zeit ihre Richtlinien aktualisiert, die greifen, wenn Beweise für außerirdische Intelligenz ans Tageslicht kommen sollten. Der bereits geltende Grundsatz, auf ein Signal aus dem All keine Antwort zu senden, bleibt dagegen bestehen.

Wissenschaftler haben sich darauf geeinigt, mögliche Beweise für Aliens mit größter wissenschaftlicher Sorgfalt zu überprüfen und erst danach die Öffentlichkeit über die Sensation zu informieren. (Symbolbild)
Wissenschaftler haben sich darauf geeinigt, mögliche Beweise für Aliens mit größter wissenschaftlicher Sorgfalt zu überprüfen und erst danach die Öffentlichkeit über die Sensation zu informieren. (Symbolbild)  © 123RF/phonlamaiphoto

Das sogenannte SETI-Komitee der Internationalen Akademie für Raumfahrt (IAA) befasst sich mit den wissenschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Aspekten bei der Suche nach intelligentem außerirdischen Leben.

Anfang Juni hat das angesehene Experten-Gremium erstmals seit 15 Jahren ihre Protokolle für den Umgang mit Beweisen für Aliens überarbeitet. Sie legen dar, wie Wissenschaftler der globalen Öffentlichkeit die Hiobsbotschaft im Fall der Fälle mitteilten sollten.

"In der Anerkennung, dass jede glaubwürdige Erkennung außerirdischer Technologie ein transformatives Ereignis für die Menschheit wäre, schafft die neue Erklärung einen strengen Rahmen für Überprüfung, Transparenz und globale Risikokommunikation", schreibt die IAA in ihrer Mitteilung.

Pentagon veröffentlicht brisantes Material: Verfolgt ein Kampfjet hier ein UFO?
Außerirdische und Ufos Pentagon veröffentlicht brisantes Material: Verfolgt ein Kampfjet hier ein UFO?

Im Mittelpunkt der Überarbeitung steht dabei die wissenschaftliche Methode zur Überprüfung der angeblichen Beweise. Die Verkündung einer Alien-Sensation soll demnach erst nach mehrfacher Überprüfung von verschiedenen unabhängigen Organisationen und mit unterschiedlichen Methoden erfolgen. Das Motto: "Außergewöhnliche Behauptungen benötigen außergewöhnliche Beweise."

"Die wissenschaftliche Methode verlangt, dass wir überprüfen, noch einmal prüfen und dann andere bitten, zu überprüfen. Erst wenn wir einen Konsens erzielt haben, dass ein Signal glaubwürdig ist, bringen wir es in die Welt", erklärt der Leiter des SETI-Komitees, Professor Michael Garrett von der Universität Manchester.

Wie reagieren, wenn Außerirdische uns ein Signal schicken?

Die IAA hält an dem Grundsatz fest, auf eine Nachricht aus dem All erstmal nicht zu antworten. (Symbolbild)
Die IAA hält an dem Grundsatz fest, auf eine Nachricht aus dem All erstmal nicht zu antworten. (Symbolbild)  © 123RF/sergiophotone

Das Gremium begründet ihre Aktualisierung der Alien-Protokolle dabei mit einer steigenden Komplexität des "Informationsumfeldes", insbesondere durch Künstliche Intelligenz und soziale Medien.

"In einer Zeit von Deepfakes, automatisierten Fehlinformationen und sofortiger globaler Konnektivität kann eine einzige unverifizierte Behauptung Verwirrung oder Panik auslösen. Diese neuen Protokolle stellen sicher, dass Wissenschaftler die höchsten Beweisstandards einhalten, bevor sie der Welt Ankündigungen machen", führt Garett aus.

Ein Punkt aus der originalen Erklärung von 1989 bleibt jedoch von der Überarbeitung unberührt: Sollte die Menschheit ein Signal von Außerirdischen erhalten, wird erstmal nicht darauf geantwortet.

Brisantes Video: Feuert hier eine US-Drohne auf ein UFO?
Außerirdische und Ufos Brisantes Video: Feuert hier eine US-Drohne auf ein UFO?

"Die Entscheidung, auf den bestätigten Nachweis außerirdischer Intelligenz zu reagieren, obliegt der gesamten Menschheit. Sie besagt, dass keine Antwort übermittelt werden sollte, bevor angemessene internationale Konsultationen – insbesondere im Rahmen eines breit repräsentativen Gremiums wie den Vereinten Nationen – stattgefunden haben, und dass sich die in der SETI-Forschung Tätigen an diesen Konsultationen beteiligen sollten", heißt es in der Mitteilung der IAA.

Die überarbeitete IAA-Erklärung für den Umgang mit Alien-Beweisen wird nun unter anderem den Vereinten Nationen (UN) überreicht.

Titelfoto: Bildmontage: 123rf/phonlamaiphoto, 123rf/sergiophotone

Mehr zum Thema Außerirdische und Ufos: