Frau lässt sich bei Geburt PDA geben: Was dann passiert, traumatisiert sie völlig
Kanada - Etwas im Schlaf zu können hat für eine Frau aus Kanada seit April eine ganz neue Bedeutung bekommen: Carolina Moreno brachte vor wenigen Wochen ihr drittes Kind zur Welt - ohne es zu merken. Nach einer Periduralanästhesie gebar sie den Jungen, während sie schlief.
Carolina hatte für die Geburt ihres dritten Kindes ganz besondere Pläne gehabt. So sollte der einzigartige Moment, genau wie die letzten beiden Male, auf Video festgehalten werden.
Als sich die 27-Jährige dann in der 40. Schwangerschaftswoche ins Krankenhaus begab, ahnte sie noch nicht, dass die Geburt ganz anders ablaufen sollte als gedacht.
Im Kreißsaal stellte man zunächst fest, dass das Baby nicht in der richtigen Position lag, was Carolina heftige Schmerzen bereitete. Sie entschloss sich deshalb für eine Periduralanästhesie, kurz PDA, bei der über eine Nadel ein Katheter in den sogenannten Periduralraum gelegt wird und die Patientin sich anschließend per Knopfdruck Schmerzmittel verabreichen kann.
Da das Mittel allerdings nicht die gewünschte Wirkung zeigte, betätigte die Kanadierin die PDA wohl um die dreimal. "Ich bekam auch Lachgas, daher war ich etwas benommen", erklärt sie gegenüber Newsweek. "Ich erinnerte mich auch daran, dass jemand gesagt hatte, das Gerät würde eine Überdosierung verhindern, da man sich nur in bestimmten Zeitabständen selbst eine Dosis verabreichen kann." Carolina hatte deshalb erwartet, dass die Dosierung nicht zu stark werden könnte.
Mutter bringt Kind während Nickerchen auf die Welt
Gegen 4 Uhr morgens schlief die werdende Mutter trotz anhaltender, starker Schmerzen ein und wurde erst kurz vor 7 Uhr von einer Krankenschwester geweckt. Einer der Monitoren hatte Alarm geschlagen, da die Sensoren den Herzschlag des Fötus nicht mehr registrieren konnten.
Noch völlig benommen von ihrem Nickerchen begann sich Carolina Sorgen zu machen: "Ich wollte nicht schwarzmalen, aber ich war mir sicher, dass man mich gleich für einen Notkaiserschnitt wegfahren würde – es war ein sehr beängstigendes Erwachen."
Sie drehte sich schließlich von der Seite auf den Rücken, damit die Schwester sie untersuchen konnte. Diese kommentierte dann, dass sich der Bauch der 27-Jährigen "wirklich seltsam" anfühlen würde. Da spürte Carolina plötzlich etwas auf dem Bett neben ihren Beinen.
Was sie Krankenschwester dann beim Anheben der Decke sah, sollte für alle unvergesslich werden: All die merkwürdigen Untersuchungsergebnisse ergaben nun Sinn, denn Carolina hatte unbemerkt ihr Baby bekommen - während sie schlief! Ihr kleiner Sohn lag zwar etwas zu ruhig unter der Decke, war aber glücklicherweise wohlauf.
Auch wenn am Ende alles gut gegangen war, hat das Erlebnis Carolina laut eigenen Aussagen etwas "traumatisiert". Schließlich habe sie nichts von der Geburt ihres Kindes mitbekommen und fühlt sich um jenen Moment "betrogen".
Kanadierin berichtet von Trauma
"Aber am schlimmsten war der Gedanke, dass ich mein Baby vielleicht nicht mit nach Hause nehmen könnte", so die Kanadierin. "Der Moment, bevor ich ihn fand – als ich glaubte, er hätte keinen Herzschlag – und die unmittelbare Verarbeitung der Situation, als ich das Baby dann entdeckte, waren ziemlich traumatisch."
Sie hofft, dass sie das Erlebte bald verarbeiten kann und nur noch eine verrückte Geschichte zurückbleibt, die sie und ihr Sohn in Zukunft erzählen können.
Titelfoto: Bildmontage/Screenshot/TikTok/Carolina moreno

