Frau lässt sich künstlich befruchten: Als sie Baby bei Geburt sieht, verlangt sie sofort einen DNA-Test

Orlando (USA) - In den USA hat eine Frau das Baby eines fremden Paares zur Welt gebracht - ungewollt. Die schreckliche Verwechslung kam heraus, als man nach der Geburt einen DNA-Test machte, der zeigte, dass das Neugeborene mit keinem der Elternteile biologisch verwandt ist.

Das Paar hatte sich im vergangenen Jahr für eine künstliche Befruchtung entschlossen, die direkt erfolgreich verlief. (Symbolbild)  © 123RF/bezikus

Die Frau und ihr Ehemann reichten Anfang Januar Klage beim Gericht Palm Beach County in Florida ein.

Alles begann damit, dass sich das Paar im März 2025 zu einer künstlichen Befruchtung in einer Kinderwunschklinik in Orlando entschloss. Bei der IVF-Behandlung hatte man der Frau ihre Eizelle, die zuvor außerhalb ihres Körpers mit dem Sperma ihres Partners befruchtet worden war, eingesetzt - das nahm die US-Amerikanerin zumindest an.

Dass der Klinik dabei ein schrecklicher Fehler unterlaufen sein muss, wurde den Eltern erst bei der Geburt ihrer Tochter im vergangenen Dezember klar. Beim ersten Blick auf den Säugling stellte das Paar fest, dass das Mädchen "das Aussehen eines nicht-kaukasischen Kindes" hatte, heißt es in einer Stellungnahme, die PEOPLE über den Anwalt der Kläger erhielt.

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Da die Frau, die den Embryo ausgetragen hatte, aber kaukasisch war, ließ man einen DNA-Test durchführen, der die Befürchtungen der Eltern schließlich Realität werden ließ: Das Baby war mit keinem der beiden Elternteile genetisch verwandt.

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Kinderwunschklinik soll Gentest für andere Patientinnen anbieten

Als im Dezember ihre Tochter auf die Welt kam, waren die Eltern von ihrem Äußeren geschockt und verlangten einen DNA-Test. (Symbolbild)  © 123rf/maru123rf

Doch der Horror geht noch weiter: Die Kläger haben nun Angst, dass einer oder gar mehrere ihrer Embryonen längst einer anderen Frau eingesetzt wurde und diese Person bereits schwanger ist oder sogar schon eines ihrer Kinder zur Welt gebracht hat.

Das betroffene Paar erklärt sich zwar dafür bereit, den Säugling in seiner Obhut zu behalten, er solle aber "rechtlich und moralisch mit seinen genetischen Eltern vereint werden, solange diese geeignet, fähig und bereit sind, es aufzunehmen", heißt es in der Anklageschrift.

Die Kläger fordern, dass indessen alle Patientinnen der Kinderwunschklinik, die ihre Embryonen vor der Einpflanzung der US-Amerikanerin dort einlagern ließen, über den Vorfall informiert werden müssen. Zudem solle die Einrichtung allen Kunden und dort entstandenen Babys der letzten fünf Jahre einen kostenlosen Gentest anbieten.

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In einer Stellungnahme erklärt die betroffene Klinik in Florida, dass man aktiv mit den Ermittlern zusammenarbeiten würde, um die fatale Verwechslung aufzuklären. Man arbeite "mit Hochdruck daran, den Zeitpunkt und den Ort des Fehlers zu ermitteln". Man wolle das Paar auch bei ihren weiteren Schritten in jeder erdenklichen Form unterstützen.

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