Hebamme trennt Finger von Baby beim Nabelschnur-Durchschneiden ab

Huai'an (China) - Der Moment, der von vielen Eltern nach der Geburt zelebriert wird, endete in einem chinesischen Krankenhaus in einem Albtraum: Beim Durchtrennen der Nabelschnur wurde einem Neugeborenen versehentlich der Finger abgeschnitten. Die Klinik spielte den Vorfall zunächst herunter.

Das Baby verlor durch einen schweren Behandlungsfehler seinen linken Mittelfinger. (Symbolfoto)  © 123RF/samuiarzt

Das Baby wurde Ende 2025 in einem Krankenhaus in Huai'an in Ostchina per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Während die Geburt selbst komplikationsfrei vonstattenging, unterlief einer Hebamme in der Nachbehandlung dann der schreckliche Fehler.

Vater Sheng Zhe Wei Wang erinnert sich gegenüber lokalen Medien, dass sie erst nach Stunden über den Vorfall informiert wurden. Zu diesem Zeitpunkt versicherte man den frischgebackenen Eltern zunächst noch, dass es sich nur um eine leichte Verletzung an der Hand des Kindes handeln würde.

"Erst als ich es selbst sah, bemerkte ich, dass der Finger des Babys bereits abgetrennt war und nur noch ein Stück Haut daran hing", so Vater Sheng laut "Need To Know".

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Daraufhin wurde das Neugeborene in ein Fachkrankenhaus in Wuxi verlegt, wo Chirurgen feststellten, dass die Hebamme die Sehnen durchtrennt und den Fingerknochen des Jungen gebrochen hatte. Bei einer Operation "setzten sie Stahlstifte ein und verbanden die Blutgefäße wieder", so Sheng. Die Nerven konnten allerdings nicht gerettet werden.

Erst nach fast einer Woche wurde der Junge aus dem Krankenhaus entlassen.

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Beim Durchschneiden der Nabelschnur trennte eine Hebamme den Finger des Kindes ab. (Symbolfoto)  © 123RF/peopleimages12

Der wütende Vater stellte daraufhin die Hebamme in der Klinik in Huai'an zur Rede, die sich nur stotternd rechtfertigen konnte. "Bis heute hat das Krankenhaus nicht erklärt, was genau im Kreißsaal passiert ist oder warum ein so einfacher Eingriff wie das Durchtrennen der Nabelschnur dazu führen konnte, dass meinem Kind ein Finger abgetrennt wurde." Auch die Aufnahmen der Überwachungskamera brachte sie nicht weiter, da sich der Vorfall in einem toten Winkel abgespielt hatte.

Die betroffene Hebamme wäre laut Sheng nur für ein paar Tage nach Hause geschickt worden, um "nachzudenken". Mittlerweile sah das Krankenhaus aber ein, dass es sich um einen "schweren Behandlungsfehler" handelt, und suspendierte die Angestellte. Man verspreche, die "volle Verantwortung für die Behandlung und Rehabilitation des Kindes" zu übernehmen.

Für die Eltern sei das nur ein kleiner Trost. Sie berichten, dass ihr Baby Schwierigkeiten hätte, die Hand zu heben, und nachts weinend vor Schmerz aufwachen würde. Zudem mache sich Vater Sheng Sorgen, wie sich die Verletzung auf die Zukunft des Jungen auswirken könnte. "Wird er sich minderwertig fühlen? Wird er von seinen Mitschülern gehänselt werden?"

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Er und seine Frau seien "wütend, untröstlich und zutiefst besorgt".

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