Menschen von Rhein-Strömung mitgerissen: Frau in Lebensgefahr, Mann vermisst!

Düsseldorf - Mehrere Menschen sind am Sonntag im Rhein in Düsseldorf von der Strömung mitgerissen worden - eine Frau ist dabei lebensgefährlich verletzt worden, ihr Mann wird vermisst.

Aus einem Hubschrauber und vom Ufer aus suchen Einsatzkräfte nach einem verschollenen Schwimmer im Rhein.
Aus einem Hubschrauber und vom Ufer aus suchen Einsatzkräfte nach einem verschollenen Schwimmer im Rhein.  © Justin Brosch/Justin Brosch/dpa

Die Frau war am Sonntagnachmittag zum Baden in den Fluss gegangen, wie die Feuerwehr am Abend mitteilte. Sie sei von der starken Strömung überrascht worden.

Ihr Ehemann und ein weiterer Angehöriger sprangen ebenfalls ins Wasser, um die hilflose Frau zu retten. Auch sie gerieten dabei in die Strömung.

Einer der Helfer konnte sich im letzten Moment unverletzt aus dem Wasser retten. Die Frau wurde später von Rettungskräften scheinbar leblos aus dem Wasser gezogen.

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Notfallsanitäter und Notarzt leiteten umfangreiche Wiederbelebungsmaßnahmen ein und brachten die lebensgefährlich Verletzte in ein Krankenhaus. Ihr zu Hilfe geeilter Mann blieb verschollen.

Rettungskräfte brachen die umfangreiche Suche nach dem Mann ab, seine Überlebenschance sei gering, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr am frühen Montagmorgen. Die Kinder des Ehepaares wurden am Rheinufer von Notfallseelsorgern betreut.

Feuerwehr warnt eindringlich: "Baden im Rhein ist lebensgefährlich!"

Während der Suche sichteten Einsatzkräfte aus dem Hubschrauber einen weiteren Menschen, der offenbar im Rhein in Not geraten war und sich an einem Gegenstand im Wasser festhielt. Er blieb unverletzt.

"Baden im Rhein ist lebensgefährlich", warnt die Feuerwehr. "Beispielsweise an sogenannten Kribben oder Buhnen - ins Wasser ragende Kiesflächen - bilden sich oft gefährliche Strudel und Strömungen. Starke Strömung herrscht auch in der Fahrrinne."

Auch geübte Schwimmer kämen teilweise weit unterhalb der Stelle heraus, an der sie ins Wasser gestiegen waren.

Titelfoto: Justin Brosch/Justin Brosch/dpa

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