Bad Schandau - Ein Jahr der Extreme in der Sächsischen Schweiz: Die Bergwacht musste dieses Jahr insgesamt 162-mal ausrücken. So oft wie schon lange nicht mehr. Dafür konnte sie sich nach dem Unwetterschaden an der Hütte allerdings auch über eine Rekordspende freuen.
Auch kleine Verletzungen führen im Gebirge oft zu großen Einsätzen: So musste die Bergwacht am Wochenende in den Niederen Saugrund ausrücken.
Eine Wanderin (62) war umgeknickt, hatte sich offenbar am Sprunggelenk verletzt. Per Rettungshubschrauber kam eine Notärztin, die Bergretter transportierten die Verletzte dann mittels Gebirgstrage zum Rettungswagen.
Es war der letzte Einsatz der Saison, obwohl das immer weniger eine Rolle spielt. "Die Sächsische Schweiz als Ausflugsziel wird immer beliebter", sagt Bergwachtsprecher Kai Kranich (43) gegenüber TAG24.
"Sie wird zum ganzjährigen Ausflugsgebiet." Mehr Touristen bedeuten auch mehr Unfälle. Überlastet sei die Bergwacht trotzdem nicht, da reges Interesse von Ehrenamtlichen bestehe, sich einzubringen.
Bergretter dürfen sich über Spendenfreude freuen
Doch auch darüber hinaus können sich die Bergretter über Rückhalt freuen: Für die beim Sommerunwetter in Rathen stark beschädigte Hütte hat eine über 90-jährige Kletterfreundin der Wacht 200.000 Euro gespendet, von der Radeberger Exportbierbrauerei kamen 55.000 Euro und von der Volksbank Pirna 15.000 Euro.
Zusammen mit weiteren Privatspenden kamen so rund 340.000 Euro zusammen.
"Wir hoffen damit die Hütte im Inneren bis Ostern wieder nutzbar machen zu können", so Kranich.
Für den weiteren Ausbau werden weiterhin Spenden gesammelt: betterplace.org/de/projects/183928-bergwachthuette-rathen-nach-unwetter-mit-euch-sicher-in-die-zukunft