Hamburg - Am Donnerstag wird der Kindesentführungs-Prozess gegen Christina Block (53) mit dem 67. Verhandlungstag fortgesetzt - erneut muss die Öffentlichkeit draußen bleiben.
Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, wird die Gutachtenerstattung durch die forensische jugendpsychiatrische Sachverständige Frau Dr. med. Mareike Schüler-Springorum fortgesetzt.
Dem Vernehmen nach sollen die Prozessbeteiligten am Donnerstag Gelegenheit bekommen, die Expertin zu befragen - diese hatte bereits an den drei vergangenen Verhandlungstagen ihr Gutachten zu den Folgen der mutmaßlichen Entführung für die Kinder vorgetragen.
Die Einschätzung der Sachverständigen könnte dabei großen Einfluss haben: Sollte es zu einer Verurteilung wegen Kindesentziehung kommen - die Staatsanwaltschaft wirft Block vor, die Entführung ihrer Kinder beauftragt zu haben -, könnten die Folgen laut Gericht das Strafmaß beeinflussen.
Mit Beschluss vom 28. Juli hatte die Kammer entschieden, dass die gesamte Gutachtenerstattung, einschließlich der Befragung der Sachverständigen und möglicher Stellungnahmen der Prozessbeteiligten, nicht öffentlich stattfinden wird. So sollen die schutzbedürftigen Interessen der Kinder gewahrt werden.
Ob auch der für den morgigen Freitag angesetzte nächste Verhandlungstermin unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden muss, ist noch unklar.