Block-Prozess: Wie entscheidet die Kammer über die noch offenen Beweisanträge?

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Hamburg - Verhandlungstag 79 im Kindesentführungsprozess gegen Christina Block (53) - TAG24 ist auch am Donnerstag vor Ort und berichtet im Liveblog.

Seit mehr als einem Jahr muss sich Steakhouse-Erbin Christina Block (53) wegen der mutmaßlichen Entführung ihrer Kinder vor Gericht verantworten.
Seit mehr als einem Jahr muss sich Steakhouse-Erbin Christina Block (53) wegen der mutmaßlichen Entführung ihrer Kinder vor Gericht verantworten.  © Marcus Brandt/dpa Pool/dpa

9.25 Uhr: Erneut wenig Andrang im Zuschauerraum

Wie bereits an den Vortagen hält sich das öffentliche Interesse auch am heutigen Verhandlungstag in Grenzen.

Wenige Minuten vor Beginn ist der Zuschauerraum in Saal 237 äußerst spärlich gefüllt.

9 Uhr: So geht es am Donnerstag weiter

Laut Ankündigung des Gerichts soll es auch am Donnerstag hauptsächlich um die noch offenen Beweisanträge gehen. Demnach will die Kammer verkünden, wie sie über diese entscheidet.

Zudem kündigten einige Verfahrensbeteiligte noch Stellungnahmen zu der gestrigen Einlassung von Gerhard Delling an.

Gerhard Delling (67), der mitangeklagte Lebensgefährte der Steakhouse-Erbin, gab am Mittwoch eine umfassende Einlassung ab.
Gerhard Delling (67), der mitangeklagte Lebensgefährte der Steakhouse-Erbin, gab am Mittwoch eine umfassende Einlassung ab.  © Marcus Brandt/dpa Pool/dpa

8.45 Uhr: Recap vom 78. Verhandlungstag

Am 78. Verhandlungstag stellte Dr. Marko Voß, der Verteidiger des mitangeklagten Familienanwalts Andreas C., Stephan Hensel an den Pranger. Dieser habe das Leid der Kinder "instrumentalisiert" und medial ausgeschlachtet, argumentierte der Jurist. Dafür erntete Voß vereinzelt Applaus aus dem Publikum, was die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt mit scharfen Worten rügte.

Abgesehen davon gab Gerhard Delling, der mitangeklagte Lebensgefährte der Steakhouse-Erbin, eine ergänzende Einlassung ab. In dieser widersprach der ehemalige Sportmoderator mit Nachdruck der Darstellung, dass Block den Kindern gegenüber gewalttätig gewesen sei.

Zudem kritisierte er die Ungleichbehandlung der beiden Seiten. Er argumentierte, dass sich Hensel durch die Einbehaltung der Kinder 2021 rechtswidrig verhalten habe - und trotzdem nur die Block-Seite die Konsequenzen tragen müsse. "Das war und ist für mich unfassbar", unterstrich Delling.

Weder seine Lebensgefährtin noch er hätten vorab von der Entführung gewusst, bekräftigte der 67-Jährige erneut. "Ich hoffe sehr, dass dieser Albtraum nun endlich zu einem Ende kommt", verdeutlichte Delling.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa Pool/dpa

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