112-Kilo-Bombe in Nürnberg: Siemens-Mitarbeiter nach Hause geschickt
Von Jule Meck, Friederike Hauer
Nürnberg - Nach dem Fund einer Fliegerbombe auf einem Firmengelände in Nürnberg mussten Betroffenen im Radius von 400 Metern evakuiert werden.
Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Montagvormittag im Stadtteil Gibitzenhof auf dem Gelände von Siemens Energy gefunden.
Evakuiert wurden demnach ausschließlich Firmengebäude. Allein bei Siemens Energy seien von der Evakuierung rund 800 Mitarbeitende betroffen, hieß es. Hinzu kämen "viele Hundert" Beschäftigte anderer Firmen.
Die Beschäftigten seien von ihren Arbeitgebern gebeten worden, die Gebäude zu verlassen. Die Produktion bei Siemens wurde gestoppt und die Frühschicht gegen 10.30 Uhr nach Hause geschickt.
Es handelte sich um einen 112 Kilogramm schweren Blindgänger, der 56 Kilogramm Sprengstoff enthält. Weil die Evakuierung schneller ablief, als gedacht, konnte die Entschärfung kurz nach 14 Uhr beginnen. Rund eine Stunde später galt die Bombe als entschärft.
Siemens betonte indessen, dass der zwischenzeitliche Produktionsstopp keine Auswirkungen auf die Lieferfähigkeit hat, erklärte die Stadt. Die Stadt Nürnberg informiert auf ihrer Internetseite über neue Erkenntnisse.
Erstmeldung 13 Uhr, zuletzt aktualisiert 15.07 Uhr
Titelfoto: NEWS5 / Lars Haubner
