Blindgänger legt A59 in Köln lahm: Weltkriegs-Bombe erfolgreich gesprengt
Köln - Bei Sondierungsarbeiten an der A59 zwischen den Anschlussstellen Spich und Lind in Fahrtrichtung Köln wurde am Montag ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
Wie die Stadt Köln mitteilt, wurde die Fliegerbombe gegen 15.30 Uhr erfolgreich gesprengt.
Die Autobahn wurde anschließend gereinigt und ist seit 17 Uhr zwischen Köln-Wahn und Spich wieder für den Verkehr freigegeben.
Auch die Sperrungen im übrigen Evakuierungsbereich wurden wieder aufgehoben.
Zuvor wurde die Autobahn aus Sicherheitsgründen in beide Fahrtrichtungen vollständig abgesperrt.
Für die kontrollierte Sprengung waren umfangreiche Vorbereitungen nötig: Drei große Lkw lieferten rund 60 Tonnen Sand an, um die Wucht der Explosion abzufedern. Die Stadt nannte dies eine "wirkungsdämpfende Maßnahme".
Neben dem Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) war auch das Ordnungsamt der Rheinmetropole Köln vor Ort. Anwohnende waren von den Evakuierungsmaßnahmen nicht betroffen, wohl aber zwei ortsansässige Unternehmen.
Die Stadt Troisdorf wurde ebenfalls über den Bombenfund informiert, um entsprechende Vorbereitungen zu treffen.
Bombenfund auch in Ratingen
Auch in der Innenstadt von Ratingen wurde am selben Tag ein Bombenblindgänger entdeckt, der noch am späten Montagabend erfolgreich entschärft wurde. In diesem Fall handelte es sich um eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit Kopf- und Heck-Zünder, wie die NRW-Stadt mitteilte.
"Alle Personen, die innerhalb der Räumungszone wohnen, können ab sofort in ihre Wohnungen zurückkehren", teilte die Stadt im Anschluss mit.
Auch alle Straßensperren seien aufgehoben. Zuvor fand eine Evakuierung im Radius von 300 Metern um den Fundort statt. Rund 2300 Anwohner waren davon betroffen.
Erstmeldung am 26. Januar um 12.11 Uhr, Update um 19.27 Uhr.
Titelfoto: Tim Walther, Stadt Köln
