Großeinsatz beendet: Bombe in Köln-Niehl entschärft
Köln - Die bei Bauarbeiten entdeckte Weltkriegsbombe in Köln-Niehl ist am Dienstagabend erfolgreich entschärft worden. Gegen 19.45 Uhr gab der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland Entwarnung.
Der Ein-Zentner-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, der auf einem Privatgrundstück an der Amsterdamer Straße gefunden worden war, konnte ohne Probleme unschädlich gemacht werden. Jetzt wird die Bombe abtransportiert, die Sperrungen werden nach und nach aufgehoben.
Für die rund 2500 betroffenen Anwohner bedeutet das: Sie dürfen endlich zurück in ihre Wohnungen. Rund 160 Menschen hatten während der Evakuierung in der Turnhalle des Erich-Kästner-Gymnasiums ausgeharrt.
Auch einige besondere Fälle gab es: 25 Personen mussten per Krankentransport aus dem Sperrbereich gebracht und nach der Entschärfung wieder zurückgefahren werden.
Trotz der angespannten Lage verlief der Einsatz erstaunlich ruhig. Nach ersten Erkenntnissen gab es keine besonderen Zwischenfälle, auch niemand widersetzte sich der Evakuierung.
Im Einsatz waren zahlreiche Kräfte: Das Ordnungsamt rückte mit 129 Mitarbeitenden an, die Feuerwehr mit fünf, Hilfsorganisationen mit 31, die Polizei mit 16 und die KVB mit zwei Kräften.
Mit der Entschärfung normalisiert sich nun auch der Verkehr wieder. Die KVB-Linie 16 fährt wieder ohne Einschränkungen, auch die Straßensperren werden Stück für Stück aufgehoben. Trotzdem kann es noch zu Verzögerungen kommen.
Erstmeldung: 28. April, 12.40 Uhr; zuletzt aktualisiert: 28. April, 20.41 Uhr
Titelfoto: Stadt Köln/Tim Walther
