Panzergranate fliegt in die Luft: Blindgänger sorgt für nächtlichen Großeinsatz
Pinzberg - Bei Feldarbeiten wurde am Freitag im Landkreis Forchheim eine Panzergranate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Da der Blindgänger nicht abtransportiert werden konnte, musste er vor Ort kontrolliert gesprengt werden.
Der Finder rief gegen 19.15 Uhr die Polizei, weil er die rund 40 Zentimeter großen Panzergranate gestoßen war.
Einsatzkräfte der Polizei in Forchheim nahmen daraufhin den mutmaßlichen Sprengkörper auf dem Acker bei Pinzberg in Augenschein. Schnell wurde klar, dass es ein Fall für das Sprengkommando war.
Aufgrund eines geschickten Fotos erkannten die Spezialisten gleich, dass die Granate nicht abtransportiert werden sollte. Nur eine kontrollierte Sprengung kam infrage, um die Granate unschädlich zu machen.
So musste also der Umkreis in einem Radius von 200 Metern um die Fundstelle geräumt werden. Laut Polizei mussten 32 Anwohner ihre Häuser verlassen.
13 fanden während des Einsatzes im örtlichen Feuerwehrhaus Unterschlupf, der Rest kam bei Freunden unter oder besuchten kurzerhand das derzeit stattfindende Schützenfest in der Gemeinde, erklärte die Polizei.
Einsatz in Pinzberg: Weltkriegsgranate im Landkreis Forchheim gesprengt
Von der Evakuierung war auch der Bahnverkehr betroffen: Die Linie zwischen Forchheim und Ebermannstadt wurde gesperrt.
Um Mitternacht konnte die Granate gesprengt werden. Die Überreste wurden anschließend fachgerecht entsorgt. Anschließend durften die Anwohner wieder in ihre Häuser zurück und die Bahnstrecke wurde freigegeben.
Titelfoto: NEWS5 / Ferdinand Merzbach (2)
