Sprengung von drei Weltkriegs-Bomben am Samstag: 1800 Einsatzkräfte bereiten sich vor

Göttingen - Bereits im November vergangenen Jahres stand fest, dass in Göttingen (Niedersachsen) am kommenden Samstag mehrere Bomben entschärft oder gesprengt werden müssen. Jetzt bereiten sich die ersten Einsatzkräfte darauf vor.

Die Sparkassen-Arena ist im Umfeld der gefundenen Bomben bereits seit Januar gesperrt. (Archivbild)
Die Sparkassen-Arena ist im Umfeld der gefundenen Bomben bereits seit Januar gesperrt. (Archivbild)  © Swen Pförtner/dpa

Über 1800 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, THW, Rettungsdiensten und weiteren Hilfsorganisationen sollen am Samstag im Einsatz sein.

Rund 10.000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Um die Bomben herum soll ein Sperrgebiet mit einem Radius von 1000 Metern gelten.

Weil dadurch auch belebte Straßen gesperrt werden, muss mit starken Einschränkungen im Stadtverkehr gerechnet werden.

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Schon am Freitagabend werden hunderte Polizeikräfte aus Lüneburg, Hannover, Braunschweig, Hildesheim und Northeim in Göttingen erwartet. Sie sollen beim Überwachen des Sperrgebiets helfen.

Da auch das Polizeidienstgebäude in der Groner Landstraße von der Evakuierung betroffen ist, müssen Mitarbeiter ihre Arbeit in das Dienstgebäude in der Otto-Hahn-Straße verlegen. Dadurch werden auch alle Telefonate in das Ersatz-Dienstgebäude umgeleitet.

Kein Verständnis für Personen mit uneinsichtigem Verhalten

Polizeioberrat Thomas Reuter appelliert an die Vernunft der Einwohner, das Sperrgebiet freiwillig zu verlassen.
Polizeioberrat Thomas Reuter appelliert an die Vernunft der Einwohner, das Sperrgebiet freiwillig zu verlassen.  © Polizeiinspektion Göttingen

Laut der Polizei gibt es erfahrungsgemäß trotz der brisanten Situation immer wieder Bürger, die nicht freiwillig ihr Haus oder ihre Wohnung verlassen wollen. Deshalb appelliert die Einsatzleitung an deren Vernunft.

"Bitte verlassen Sie den vorgeschriebenen Evakuierungsradius zeitgerecht und unterstützen sie damit die schwierige und gefährliche Arbeit der Sprengmeister. Wir alle haben Verständnis dafür, dass man nicht gern sein Zuhause verlässt. Das ist menschlich nachvollziehbar. Kein Verständnis hingegen haben wir für Personen, die durch ihr uneinsichtiges Verhalten die zwingend notwendigen und deshalb unaufschiebbaren Arbeiten an den Verdachtspunkten völlig unnötig nach hinten verschieben", sagte Polizeioberrat Thomas Reuter.

Sollten Personen noch nach 6 Uhr am Samstagmorgen im Sperrgebiet angetroffen werden, müssen sie mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

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Die Stadt Göttingen wird den ganzen Tag über in einem Liveblog über die Lage informieren. Zusätzlich wurde eine Hotline für alle betroffenen Bürger eingerichtet. Sie ist unter der Telefonnummer 0551/4005050 zu erreichen.

Die Polizei Göttingen wird außerdem den ganzen Tag lang über soziale Netzwerke wie Instagram, Twitter und Facebook Updates zur aktuellen Situation geben.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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