Corona in Bayern: Erneut mehr als 8200 Neuinfektionen, Österreich wieder Corona-Hochrisikogebiet

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker für Bayern erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat.

Markus Söder (55, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (55, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
In Bayern wurden 1.426.579* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 20.177 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, 1.296.610 gelten inzwischen als genesen. (Stand: 14. Januar)

Die Impfquote in Bayern liegt aktuell bei 71,3 Prozent. In den letzten sieben Tagen gab es im Freistaat insgesamt 351 hospitalisierte Fälle. 443 Intensivbetten sind derzeit durch bestätigte Covid-19-Fälle belegt. (Stand: 14. Januar)

In München wurden 2360 neue Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt somit auf nunmehr 161.104* an. Enthalten in dieser Zahl sind 141.814 Personen, die inzwischen als genesen gelten und 1660 Todesfälle. (Stand: 14. Januar)

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 859,7 (RKI, Stand: 17. Januar).

Coronavirus in NRW: Angst vor Omikron, neue Quarantäneregeln gelten ab sofort
Coronavirus Coronavirus in NRW: Angst vor Omikron, neue Quarantäneregeln gelten ab sofort

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 17. Januar, 7.55 Uhr: Mehr als 8200 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Die Neuinfektionen in Bayern steigen weiter an, doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinkt weiter. (Symbolbild)
Die Neuinfektionen in Bayern steigen weiter an, doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinkt weiter. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Die Gesundheitsämter in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages mehr als 8200 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Die Inzidenz im Freistaat lag damit am Montag bei 551,5 nach 527,4 am Sonntag. Damit haben sich in den vergangenen sieben Tagen etwa 551 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte das RKI am Montag auf seinem Dashboard mit (Stand: 3.19 Uhr).

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um 7 auf 20.177.

Ungeimpften Beschäftigten in Arztpraxen droht Kündigung
Coronavirus Ungeimpften Beschäftigten in Arztpraxen droht Kündigung

Montags sind die Zahlen in der Regel niedriger, weil über das Wochenende weniger getestet und gemeldet wird.

Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den zurückliegenden sieben Tagen in Ingolstadt gemeldet: Die Inzidenz erreichte dort am Montag den Wert von 866.

Es folgen die Stadt München (859,7) und der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (828,3). Am niedrigsten waren die Inzidenzen in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz (175,3) und Coburg (180,2).

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter.

Das Divi-Intensivregister meldete am Montag (Stand 7.05 Uhr) 405 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 3 weniger als noch am Sonntag. 245 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Update 16. Januar, 13.52 Uhr: Platzverweise auf dem Münchner Stachus

Etwa 150 junge Menschen feierten am Samstagabend am Karlsplatz (Stachus).

Da von den Feierenden am Stachus in der Vergangenheit wiederholt Straftaten ausgegangen und keine Corona-Regeln eingehalten worden seien, stellten die Beamten Platzverweise aus.

Einzelne Gruppen seien der Aufforderung, den Platz zu verlassen, nur zögerlich nachgekommen.

Ein 22-Jähriger wurde in Gewahrsam genommen, er konnte die Wache am Abend wieder verlassen, wie es weiter hieß.

Update 16. Januar, 13.43 Uhr: Polizei löst Partys wegen Verstößen gegen Corona-Regeln auf

In mehreren Städten in Bayern musste die Polizei wegen Partys ausrücken, auf denen gegen die Corona-Regeln verstoßen wurde. (Symbolbild)
In mehreren Städten in Bayern musste die Polizei wegen Partys ausrücken, auf denen gegen die Corona-Regeln verstoßen wurde. (Symbolbild)  © Carsten Rehder/dpa

Die Polizei hat am Wochenende wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln mehrere private Feiern aufgelöst.

Im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen beendeten die Beamten eine Party von 30 Jugendlichen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Private Treffen seien derzeit für Geimpfte und Genesene auf maximal zehn Menschen begrenzt. Beim Eintreffen eines Streifenwagens in Gachenbach seien in der Nacht zum Samstag einige der Feiernden geflüchtet.

Von 20 Menschen nahm die Polizei die Personalien auf. Laut den Beamten müssen die Gäste mit einer Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen.

In Weiden in der Oberpfalz lösten die Beamten eine Party in einer Wohnung auf. Von den 14 Teilnehmern seien keinerlei Coronavorschriften eingehalten worden, teilte die Polizei mit. Auch sie erwarteten Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

In München feierten in der Nacht zum Sonntag Jugendliche mit lauter Musik, bevor die Polizei die Party beendete.

Einige Feiernde seien bei der Ankunft der Polizei geflüchtet. Von etwa 30 Jugendlichen seien die Personalien aufgenommen worden. Auch hier geht es um das Infektionsschutzgesetz.

Update 16. Januar, 13.33 Uhr: Österreich will Corona-Impfpflicht wie geplant im Februar einführen

Die in Österreich startende Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren greifen. (Symbolbild)
Die in Österreich startende Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren greifen. (Symbolbild)  © Christophe Gateau/dpa

In Österreich soll die Impfpflicht gegen das Coronavirus wie geplant Anfang Februar in Kraft treten.

So steht es in dem Gesetzentwurf, den die Regierung am Sonntag vorstellte. Die Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren gelten. Kontrollen sollen Mitte März beginnen, darunter im Straßenverkehr, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte.

Für Impfverweigerer gilt ein Strafrahmen von 600 und 3600 Euro, wenn sie einer Impfaufforderung nicht nachkommen und einen gesetzten Impftermin verstreichen lassen.

Das Gesetz gilt für alle Menschen mit Wohnsitz in Österreich. Ausnahmen sind für Schwangere und Menschen vorgesehen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Genesene sollten für 180 Tage ausgenommen sein.

Das Parlament soll das Gesetz am Donnerstag (20. Januar) beschließen. Das gilt als Formsache, weil die Regierungskoalition aus der konservativen ÖVP und den Grünen über die nötige einfache Mehrheit verfügt.

Von den Oppositionsparteien lehnt nur die von 2017 bis 2019 mitregierende rechte FPÖ eine Impfpflicht kategorisch ab. Gegner des Gesetzes kritisieren unter anderem, dass Impfungen vorgeschrieben werden, die die Weitergabe des Virus nur unzureichend verhindern.

"Es geht nicht um einen Kampf Geimpfte gegen Ungeimpfte", sagte Bundeskanzler Karl Nehammer. Vielmehr gehe es darum, dass die ganze Gesellschaft wieder in Freiheit leben könne.

Er wurde im Januar selbst positiv getestet. Er habe aber dank seiner Impfung immer die Zuversicht gehabt, nicht ins Krankenhaus zu müssen, sagte er. Nehammer erholte sich nach eigenen Angaben schnell.

Update 16. Januar, 9.50 Uhr: Wieder mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Auch wenn die Infektionszahlen steigen: Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter.
Auch wenn die Infektionszahlen steigen: Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Die Gesundheitsämter in Bayern haben am Samstag und Sonntag jeweils mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen registriert.

Die Inzidenz im Freistaat liegt nun bei 527,4 nach 500,8 am Samstag. Damit haben sich in den vergangenen sieben Tagen etwa 527 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt.

Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntag auf seinem Dashboard mit (Stand: 3.22 Uhr).

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um 4 auf 20.170.

Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den zurückliegenden sieben Tagen in München gemeldet: Die Inzidenz erreichte dort am Sonntag den Wert von 829,4.

Es folgen die Stadt Ingolstadt (820,7) und der Landkreis Lindau (796,7). Am niedrigsten war der Wert in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz (159,7) und Coburg (173,3).

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter. Das Divi-Intensivregister meldete am Sonntag (Stand 9.05 Uhr) 408 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 19 weniger als noch am Samstag.

246 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Update 16. Januar, 7.43 Uhr: Österreich wieder Corona-Hochrisikogebiet

Österreich-Trip mit Folgen: Bei der Einreise nach Deutschland könnten Quarantäne-Regeln greifen. (Symbolbild)
Österreich-Trip mit Folgen: Bei der Einreise nach Deutschland könnten Quarantäne-Regeln greifen. (Symbolbild)  © Armin Weigel/dpa

Die Bundesregierung stuft Österreich erneut als Corona-Hochrisikogebiet ein.

Die Regelung gilt seit Mitternacht und hat konkrete Folgen: Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht mindestens den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Impfung hat oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne.

Frühestens nach fünf Tagen kann man sich mit einem negativen Test davon befreien.

Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Quarantäne fünf Tage nach der Einreise automatisch.

Mehr hier zu der >>> Hochrisiko-Situation aller neun Nachbarländer und die Folgen.

Update 15. Januar, 18.03 Uhr: Lach- und Schießgesellschaft kritisiert Corona-Auflagen

Der neue Geschäftsführer der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, Stefan Hanitzsch, kann die harten Corona-Regeln für Theater nicht nachvollziehen.

Vor allem die 25 Prozent Auslastungsgrenze für den Kulturbereich kritisierte er im "Münchner Merkur" (Samstag): "Das rentiert sich überhaupt nicht. Je kleiner ein Theater ist, desto unrentabler wird diese Idee."

Ebenfalls unverständlich seien die laxeren Regeln in der Gastronomie, wo wegen der 2G-Regel nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben. In Theatern, Konzertsälen, Kinos und Museen dagegen müssen Besucher auch noch einen negativen Corona-Test vorlegen und obendrein eine FFP2-Maske tragen. Er verstehe auch nicht, "warum eine Bühne mit Lokal nur 25 Prozent Auslastung haben darf, ein Lokal ohne Bühne aber 100 Prozent. Das verstehe, wer will", sagte Hanitzsch der Zeitung.

Der Journalist ist seit vergangenem Herbst geschäftsführender Gesellschafter der renommierten Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Pandemiebedingt wird in dem Kabaretttheater derzeit nicht vor Publikum gespielt, Vorstellungen sollen aber online zu sehen sein.

Update 15. Januar, 15.27 Uhr: Lockerungen bei Corona-Quarantäne

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) verkündet Lockerungen der Quarantäne-Regeln unter speziellen Umständen.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) verkündet Lockerungen der Quarantäne-Regeln unter speziellen Umständen.  © Tobias Hase/dpa

Bayern hat die Quarantäneregeln für bestimmte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten gelockert.

"Auch als Kontaktperson zu Omikron-Fällen müssen frisch Geimpfte (drei Monate), frisch Genesene (drei Monate) und Geboosterte (unbegrenzt) nun nicht mehr in Quarantäne", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag in München. "Damit gibt es für die verschiedenen Virusvarianten keine unterschiedlichen Regelungen mehr."

Bisher galt für Kontaktpersonen einer mit der Omikron-Variante infizierten Person eine Quarantäne von 14 Tagen, ohne die Chance zum Freitesten.

Der Bundesrat hatte am Freitag den Weg für eine Verordnung frei gemacht, die grundsätzliche Ausnahmen von einer Quarantäne regelt.

Mehr hier zu der >>> Lockerung der Quarantäne-Regeln.

Update 15. Januar, 10.39 Uhr: Deutliche Übersterblichkeit in Bayern während Delta-Welle

Der Wert der Übersterblichkeit durch Corona in Bayern lag teilweise bei 1000 Menschen pro Woche. (Symbolbild)
Der Wert der Übersterblichkeit durch Corona in Bayern lag teilweise bei 1000 Menschen pro Woche. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Während der vierten Corona-Welle sind in Bayern Tausende Menschen mehr gestorben als üblich.

Ende November, Anfang Dezember waren es teils über 1000 Todesfälle pro Woche mehr als im Mittelwert (Median) der vier Jahre davor, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht.

Ab Oktober ist in diesen Zahlen ein deutlicher Anstieg der Sterbefälle pro Woche zu sehen. Für die Zeit von Anfang November bis Mitte Dezember meldet die Behörde durchweg Todeszahlen, die um mehrere hundert über den Werten aus den vier vorangegangenen Jahren liegen.

Die höchste Differenz gab es dabei in der Kalenderwoche 48 mit insgesamt 3699 Todesfällen - 1094 mehr als der Medianwert.

Mehr hier zu der >>> Übersterblichkeit in Bayern.

Update 15. Januar, 10.36 Uhr: Mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Die Zahl der positiv auf Corona getesteten Personen ist binnen eines Tages um über 10.300 gestiegen. (Symbolbild)
Die Zahl der positiv auf Corona getesteten Personen ist binnen eines Tages um über 10.300 gestiegen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Nach mehr als 10.300 registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages ist die Inzidenz in Bayern auf 500,8 geklettert.

Damit haben sich in den vergangenen sieben Tagen mehr als 500 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt.

Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag auf seinem Dashboard mit (Stand: 3.20 Uhr).

Am Freitag hatte das RKI die Inzidenz noch mit 473,1 angegeben. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um 33 auf 20.166.

Die meisten Neuinfektionen wurden in den zurückliegenden sieben Tagen im Landkreis Lindau gemeldet: Die Inzidenz erreichte dort am Samstag 810,1. Es folgen die Städte Ingolstadt (774) und München (761,9). Am niedrigsten war der Wert in den Landkreisen Coburg (171) und Neumarkt in der Oberpfalz (181,9).

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter.

Das Divi-Intensivregister meldete am Samstagmorgen (Stand 9.05 Uhr) 427 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 8 weniger als noch am Freitag. 261 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Titelfoto: Frank Molter/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: