Corona in Bayern: Knappe Mehrheit für Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bislang 646.259* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 19. Juni, 8 Uhr). Davon sind inzwischen 626.300 wieder genesen, 15.185 Menschen sind gestorben.

In München wurden 27 neue Fälle gemeldet (Stand: 19. Juni, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 73.311* an. Enthalten in dieser Zahl sind 71.485 Personen, die inzwischen wieder genesen sind sowie 1254 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 13,2 (RKI, Stand: 19. Juni).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

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Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 21. Juni, 13 Uhr: Studierende der Hochschule Ansbach werden geimpft

Studierende der Hochschule Ansbach können sich am Freitag gegen das Coronavirus impfen lassen.

Möglich macht das eine Impfaktion, die die Fachschaft organisiert hat. Eine Hausarztpraxis werde an dem Tag 150 Dosen des Vakzins von Johnson & Johnson spritzen, teilten die Organisatoren am Montag mit. Die Termine dafür seien innerhalb weniger Minuten übers Internet vergeben gewesen.

"Wir freuen uns sehr, den Studierenden das Angebot machen zu können, da diese Gruppe trotz Aufhebung der Priorisierung nur schwer in den Genuss des Impfschutzes und damit einhergehender Freiheiten kommen kann", sagte die Fachschaftsvorsitzende Antonia Schillinger.

An den Universitäten und Hochschulen dürfen seit Anfang Juni auch Betriebsärzte impfen - und zwar die Beschäftigten. Berlin hat in der vergangenen Woche als erstes Bundesland damit begonnen, auch gezielt Studierende zu impfen.

Impfaktionen gab es auch schon an der Hochschule Karlsruhe und der im sächsischen Mittweida.

Update 21. Juni, 7 Uhr: Knappe Mehrheit laut Umfrage für Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht

Ein Schild vor einer Schule fordert zum Tragen einer Maske auf.
Ein Schild vor einer Schule fordert zum Tragen einer Maske auf.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Eine knappe Mehrheit der Bayern ist einer Umfrage zufolge für eine sofortige Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht.

Bei der von der FDP-Landtagsfraktion beim Marktforschungsunternehmen Civey in Auftrag gegebenen Umfrage stimmten 50,4 Prozent für die sofortige Abschaffung und 39,7 Prozent dagegen. Der Rest hatte keine klare Meinung dazu.

"Angesichts sommerlicher Temperaturen und einstelliger Inzidenzwerte ist die Maskenpflicht im Unterricht nicht mehr verhältnismäßig", bewertete FDP-Fraktionschef Martin Hagen das Ergebnis. Die Staatsregierung solle endlich ein Einsehen mit den Schülern haben, forderte er.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte kurz zuvor allerdings noch betont, dass Corona-Maßnahmen in der Schule seiner Ansicht nach noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden müssen. "Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können", sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein.

Für die Umfrage hatte Civey zwischen dem 15. und 18. Juni 1001 Menschen befragt.

Update 20. Juni, 14.23 Uhr: Wegen Pandemie weniger Autos in Autostädten

In den Autostädten Ingolstadt und München sind im vorigen Jahr weniger Autos unterwegs gewesen.

Während in vielen Städten Pkw-Bestand und -Dichte zunahmen, sanken sie um 1,1 Prozent in München und 3,4 Prozent in Ingolstadt, wie Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer, Chef des Duisburger Center Automotive Research (CAR), mit Daten des Kraftfahrt-Bundesamts und des Statistischen Bundesamts errechnete.

Grund für den Rückgang in den beiden Städten, in denen die Zentralen der Autobauer Audi und BMW sitzen, ist die Pandemie. Laut Dudenhöffer wurden viele Dienstwagen kurzfristig aus dem Verkehr gezogen, weil viele leitende Angestellte aus dem Homeoffice arbeiteten.

"Man kann im Verlauf des Jahres 2021 damit rechnen, dass der Schwund wieder ersetzt wird", sagte Dudenhöffer.

Update 20. Juni, 12.23 Uhr: Söder: Mehr als zehn Millionen Corona-Impfungen in Bayern

In Bayern sind nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) inzwischen mehr als zehn Millionen Menschen gegen das Corona-Virus geimpft worden.

"Heute ist in Bayern die Grenze von 10 Millionen Corona-Impfungen überschritten", twitterte Söder am Sonntag.

"Aber wir müssen noch besser und schneller werden. Jede Impfdose muss sofort verimpft werden. Denn wir sind in einem Wettlauf mit der Zeit gegen die Delta-Variante."

Update 20. Juni, 12.21 Uhr: RKI: Kein Landkreis in Bayern über 50er-Inzidenz

In Bayern liegt kein Landkreis mehr über der kritischen Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag für Schweinfurt eine Inzidenz von 41,2. Zuletzt war die Stadt als einzige unter den 96 Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaats noch über der 50er-Marke gewesen.

In Straubing gab es laut RKI in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Infektionen. Die Inzidenz lag dort bei 0,0. Bayernweit lag sie mit 10,5 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner weiter etwas über dem Bundesdurchschnitt von 8,8.

Sinkende Corona-Inzidenzen sind aus Sicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) allerdings kein Grund für weniger Vorsicht. "Leider dürfen wir uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen. Gerade die hochansteckende Delta-Variante zeigt uns, dass wir weiter wachsam bleiben müssen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München.

Dass einzelne Städte und Landkreise es inzwischen schon auf die Marke von 0,0 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen geschafft hätten, sei "eine richtig gute Nachricht", betonte er.

"Der Trend ist positiv, es könnten bald mehr werden. Das zeigt uns, dass unsere Corona-Schutzmaßnahmen greifen und wir die dritte Welle erfolgreich gebrochen haben."

Update 20. Juni, 8.12 Uhr: Dehoga fordert nach Outdoor-Partys wieder offene Discos

Zahlreiche Plastikbecker und Müll sind am Abend in einem übervollen Mülleimer am Gärtnerplatz zu sehen.
Zahlreiche Plastikbecker und Müll sind am Abend in einem übervollen Mülleimer am Gärtnerplatz zu sehen.  © Sven Hoppe/dpa

Angesichts nächtlicher Outdoor-Partys in Bayern fordert der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erneut die Öffnung von Clubs und Diskotheken.

"Die Erfahrungen zeigen doch: Die Menschen treffen sich zum Feiern", sagte der Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. "Die Frage ist doch nur, will ich das irgendwo in einem ungeschützten Raum ohne jegliche Auflage und Nachverfolgbarkeit oder biete ich sichere Bereiche."

Aus seiner Sicht würde die Öffnung von Clubs "sofort Entspannung schaffen und für mehr Sicherheit sorgen und zudem die Akzeptanz anderer Maßnahmen erhöhen".

Update 19. Juni, 20 Uhr: Münchner Biergärten voll - kaum Abstand beim Public Viewing

Die Münchner Biergärten waren während des EM-Spiels Portugal-Deutschland am Samstag gut gefüllt - doch nur wenige hielten sich im Freudentaumel an die Abstandsregeln.

Stattdessen lagen sich nach den Toren der deutschen Nationalmannschaft die Fans in den Armen und waren dicht an dicht gedrängt, wie Reporter berichteten. In vielen Biergärten wurde die Vorrunden-Begegnung der Nationalmannschaft übertragen.

Schon am Nachmittag hatte die Polizei von vielen vollen Gaststätten berichtet.

Im Kampf gegen das Coronavirus gelten in München nach wie vor bestimmte Regeln. So muss etwa in der Außengastronomie zwischen den erlaubten Gruppentreffen weiterhin Abstand gehalten werden.

Die Münchner Biergärten waren während des EM-Spiels Portugal-Deutschland am Samstag gut gefüllt.
Die Münchner Biergärten waren während des EM-Spiels Portugal-Deutschland am Samstag gut gefüllt.  © Sven Hoppe/dpa

Update 19. Juni, 17.20 Uhr: Würzburg plant Outdoor-Tanzfläche für Feiernde

Weil immer mehr Menschen bei sommerlichen Temperaturen und geschlossenen Clubs draußen feiern, plant die Stadt Würzburg eine Outdoor-Tanzfläche.

"Wir müssen den Menschen mal wieder eine Tanzfläche bieten", sagte der Leiter des Fachbereichs Allgemeine Bürgerdienste, Uwe Zimmermann, der Main Post. Ein entsprechendes Konzept, das dem Gesundheitsamt und dem Ministerium zur Genehmigung vorgelegt werden solle, sehe einen Biergarten vor - ergänzt "durch eine Tanzfläche im Freien".

"Organisatorisch soll das als eine Art Schachbrett realisiert werden. Mit aufgesprühter Kreide zeigen wir den Feiernden ihre Tanzfläche, und zwar ein Quadratmeter für eine Person", sagte Zimmermann der Zeitung. "Außerdem haben nur Getestete, vollständig Geimpfte oder Genesene Zutritt."

Update 19. Juni, 17 Uhr: Markus Söder warnt vor Delta-Variante

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt.

Die zuerst in Indien bekannt gewordene und inzwischen etwa in Großbritannien vorherrschende Virusvariante werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte Söder am Samstag auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching. Sie sei acht Mal ansteckender als die Ausgangsvariante.

"Wer zu früh aufsteht in einem Krankheitsfall, der riskiert einen schweren Rückschlag", sagte Söder. Die Wissenschaftler hätten in früheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu größerem Infektionsgeschehen kommen wird.

"Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird", sagte Söder und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie. Wichtig sei es jetzt, das Impftempo - vor allem bei den Zweitimpfungen - zu erhöhen. "Es kommt jetzt auf jeden Tag an", unterstrich Söder.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt.  © Peter Kneffel/dpa

Update 19. Juni, 13.04 Uhr: Zwei Landkreise und eine Stadt mit Inzidenz null

In zwei bayerischen Landkreisen und einer Stadt ist die Corona-Inzidenz auf null gesunken.

Sowohl in Straubing als auch in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Wunsiedel gab es in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Infektionen, wie das Robert Koch-Institut am Samstag meldete.

Die bayernweite Inzidenz lag mit 11,3 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner etwas über dem Bundesdurchschnitt von 9,6.

Doch gibt es derzeit unter den 96 Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaats nur noch eine Kommune mit einer Inzidenz von über 50: Schweinfurt in Unterfranken mit 58,0.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

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