Corona in Bayern: Vermehrt Delta-Variante, Post-Covid-Forschung wird gefördert

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bislang 646.586* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 22. Juni, 8 Uhr). Davon sind inzwischen 627.460 wieder genesen, 15.201 Menschen sind gestorben.

In München wurden 7 neue Fälle gemeldet (Stand: 22. Juni, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 73.325* an. Enthalten in dieser Zahl sind 71.646 Personen, die inzwischen wieder genesen sind sowie 1256 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 9,8 (RKI, Stand: 22. Juni).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

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Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 22. Juni, 15 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 22. Juni, 14.30 Uhr: Freistaat fördert Post-Covid-Forschung mit fünf Millionen Euro

Mit fünf Millionen Euro stärkt Bayern die Versorgungsforschung zum sogenannten Post-Covid-Syndrom.

Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Gefördert werden sollen insbesondere innovative multidisziplinäre Versorgungskonzepte für Long-Covid-Patienten, also Menschen, die mit Spätfolgen einer Corona-Erkrankung zu kämpfen haben. Immer mehr Corona-Erkrankte leiden unter Spät- und Langzeitfolgen von Covid-19-Erkrankungen.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) betonte, dass Bayern sich bei der Forschung bewusst von den Programmen des Bundes abgrenze, "weil wir in Bayern da wirklich einen Schwerpunkt auf die unmittelbare Versorgung mit legen wollen". Mögliche Bereiche seien Rehabilitation, Kinder und Jugendliche.

Als Post-Covid-Syndrom werden Symptome bezeichnet, die sich während oder nach einer Covid-19-Erkrankung entwickeln, länger als zwölf Wochen andauern und nicht durch eine alternative Diagnose erklärt werden können. Zu den Symptomen können unter anderem Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung und psychische Beschwerden, aber auch Atembeschwerden und Herz-Kreislauf-Beschwerden gehören.

Experten gehen davon aus, dass etwa zehn Prozent der Erkrankten mit Spätfolgen zu kämpfen haben. In Bayern entspräche das derzeit rund 65.000 Betroffenen. Gleichwohl ist die Forschungslage bislang noch unzureichend. Erfahrungen in Deutschland basieren überwiegend auf Einzelfallbeobachtungen.

Aussagekräftige Studien zu Verläufen sowie zu Dauer, Frequenz und Inhalten einer Rehabilitation gibt es kaum.

Update 22. Juni, 13.55 Uhr: Mit Abstand und Hygiene - Bayerns Schüler dürfen Abschlüsse feiern

Gute Nachrichten für Bayerns Abschlussklassen: Trotz der Corona-Krise wird es in diesem Jahr an den Schulen Abschlussfeiern und auch Zeugnisverleihungen geben.

Es gebe auch bereits eine Reihe von Schulen, die dies vorbereiteten, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag in München.

Er betonte aber, dass auf den Feiern auf Infektionsschutzmaßnahmen geachtet werden müsse. Das bedeute etwa, dass es kein Catering mit Verpflegung geben könne und auch die Abstandsregeln eingehalten werden müssten.

"Ein enges Zusammenstehen wollen wir nicht", sagte Piazolo. Aber Feiern mit Abstand und Sitzplätzen seien möglich.

Update 22. Juni, 12.55 Uhr: Delta-Variante greift auch in Bayern Raum

Inwieweit die verschiedenen Impfstoffe gegen die Delta-Variante wirken, wird noch untersucht. (Symbolbild)
Inwieweit die verschiedenen Impfstoffe gegen die Delta-Variante wirken, wird noch untersucht. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Die Zahl der bestätigten Corona-Ansteckungen mit der gefährlicheren Delta-Variante des Virus hat sich in Bayern im Verlauf einer Woche fast verdoppelt.

Bisher seien bayernweit 229 Fälle der zunächst in Indien bekanntgewordenen Variante bestätigt worden, in der vergangenen Woche waren es noch 132, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. In einzelnen Laboren betrage der Anteil der Deltavariante inzwischen fast ein Viertel, sagte Herrmann.

Schon allein deswegen müsse das Prinzip der Vorsicht weiter gelten, sagte er. "Deshalb heute auch keine großen Lockerungsschritte." Die Deltavariante sei problematisch und produziere Sorgenfalten, auch mit Blick auf andere Länder, etwa Großbritannien, Israel oder Portugal.

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Insgesamt habe sich die Corona-Variante aber erfreulich entwickelt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag erstmals seit Monaten unter 10. Auch die Belegung der Intensivbetten entwickele sich positiv, sagte Herrmann.

Update 22. Juni, 12.30 Uhr: Maskenpflicht an Grundschulen wird entschärft

Schülerinnen und Schüler an Bayerns Grundschulen sollen im Unterricht keine Masken zum Schutz vor Corona mehr tragen müssen, sofern sie an ihrem Platz sitzen.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Kabinettskreisen.

Update 21. Juni, 17.58 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 21. Juni, 13 Uhr: Studierende der Hochschule Ansbach werden geimpft

Studierende der Hochschule Ansbach können sich am Freitag gegen das Coronavirus impfen lassen.

Möglich macht das eine Impfaktion, die die Fachschaft organisiert hat. Eine Hausarztpraxis werde an dem Tag 150 Dosen des Vakzins von Johnson & Johnson spritzen, teilten die Organisatoren am Montag mit. Die Termine dafür seien innerhalb weniger Minuten übers Internet vergeben gewesen.

"Wir freuen uns sehr, den Studierenden das Angebot machen zu können, da diese Gruppe trotz Aufhebung der Priorisierung nur schwer in den Genuss des Impfschutzes und damit einhergehender Freiheiten kommen kann", sagte die Fachschaftsvorsitzende Antonia Schillinger.

An den Universitäten und Hochschulen dürfen seit Anfang Juni auch Betriebsärzte impfen - und zwar die Beschäftigten. Berlin hat in der vergangenen Woche als erstes Bundesland damit begonnen, auch gezielt Studierende zu impfen.

Impfaktionen gab es auch schon an der Hochschule Karlsruhe und der im sächsischen Mittweida.

Update 21. Juni, 7 Uhr: Knappe Mehrheit laut Umfrage für Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht

Ein Schild vor einer Schule fordert zum Tragen einer Maske auf.
Ein Schild vor einer Schule fordert zum Tragen einer Maske auf.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Eine knappe Mehrheit der Bayern ist einer Umfrage zufolge für eine sofortige Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht.

Bei der von der FDP-Landtagsfraktion beim Marktforschungsunternehmen Civey in Auftrag gegebenen Umfrage stimmten 50,4 Prozent für die sofortige Abschaffung und 39,7 Prozent dagegen. Der Rest hatte keine klare Meinung dazu.

"Angesichts sommerlicher Temperaturen und einstelliger Inzidenzwerte ist die Maskenpflicht im Unterricht nicht mehr verhältnismäßig", bewertete FDP-Fraktionschef Martin Hagen das Ergebnis. Die Staatsregierung solle endlich ein Einsehen mit den Schülern haben, forderte er.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte kurz zuvor allerdings noch betont, dass Corona-Maßnahmen in der Schule seiner Ansicht nach noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden müssen. "Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können", sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein.

Für die Umfrage hatte Civey zwischen dem 15. und 18. Juni 1001 Menschen befragt.

Update 20. Juni, 14.23 Uhr: Wegen Pandemie weniger Autos in Autostädten

In den Autostädten Ingolstadt und München sind im vorigen Jahr weniger Autos unterwegs gewesen.

Während in vielen Städten Pkw-Bestand und -Dichte zunahmen, sanken sie um 1,1 Prozent in München und 3,4 Prozent in Ingolstadt, wie Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer, Chef des Duisburger Center Automotive Research (CAR), mit Daten des Kraftfahrt-Bundesamts und des Statistischen Bundesamts errechnete.

Grund für den Rückgang in den beiden Städten, in denen die Zentralen der Autobauer Audi und BMW sitzen, ist die Pandemie. Laut Dudenhöffer wurden viele Dienstwagen kurzfristig aus dem Verkehr gezogen, weil viele leitende Angestellte aus dem Homeoffice arbeiteten.

"Man kann im Verlauf des Jahres 2021 damit rechnen, dass der Schwund wieder ersetzt wird", sagte Dudenhöffer.

Update 20. Juni, 12.23 Uhr: Söder: Mehr als zehn Millionen Corona-Impfungen in Bayern

In Bayern sind nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) inzwischen mehr als zehn Millionen Menschen gegen das Corona-Virus geimpft worden.

"Heute ist in Bayern die Grenze von 10 Millionen Corona-Impfungen überschritten", twitterte Söder am Sonntag.

"Aber wir müssen noch besser und schneller werden. Jede Impfdose muss sofort verimpft werden. Denn wir sind in einem Wettlauf mit der Zeit gegen die Delta-Variante."

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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