Coronavirus in Chemnitz: Neue Regelungen für Reiserückkehrer und Einreisende

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 232 Corona-Fälle (Stand: 7. August). Die meisten der Erkrankten sind jedoch bereits wieder geheilt.

Mit der "Night of Light" sollte auf die schwierige Lage der deutschen Event-Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden.
Mit der "Night of Light" sollte auf die schwierige Lage der deutschen Event-Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden.  © Harry Härtel

So langsam kehrt das Leben in Sachsen zur Normalität zurück. Geschäfte, Restaurants und Hotels sind wieder offen - alles unter Einhaltung der strengen Hygiene-Maßnahmen.

Maskenpflicht und Abstandsregeln müssen nach wie vor eingehalten werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Die neue Verordnung ab 18. Juli enthält weitere Lockerungen: Neben Familienfeiern mit bis zu 100 Personen sind ab 18. Juli nun auch Betriebs- und Vereinsfeiern bis zu 50 Personen erlaubt. 

Ferienlager mit entsprechenden Hygienekonzepten sind möglich. 

Jahrmärkte und Volksfeste mit genehmigtem Hygienekonzept mit maximal 1.000 Besuchern können stattfinden. Ab 1. September auch mit über 1.000 Personen, sofern eine Kontaktverfolgung möglich ist. 

In Theatern, Kinos, Opern, Kongresszentren, Kirchen, Musikclubs und Zirkussen kann der Mindestabstand verringert werden, wenn es eine verpflichtende Kontaktverfolgung und ein genehmigtes Hygienekonzept gibt. Organisierte Tanzveranstaltungen von Tanzschulen und –vereinen sind wieder möglich. 

In Reisebussen muss ein Mund- und Nasenschutz nur dann getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. 

Ab 18. Juli sind auch Sportwettkämpfe mit Publikum bis 1000 Personen wieder zulässig – mit genehmigten Hygienekonzept. Wettkämpfe im Breiten- und Vereinssport mit bis zu 50 Besuchern benötigen kein genehmigtes Hygienekonzept. 

Ab 1. September dürfen Groß- und Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern stattfinden, wenn eine Kontaktverfolgung möglich ist und die Hygieneregeln eingehalten werden. 

Alle anderen Großveranstaltungen sind bis 31. Oktober untersagt.

>>>Hier findet Ihr die neue Corona-Schutzverordnung, die ab 18. Juli bis 31. August gilt.

>>>Hier findet Ihr den Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Verordnung.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden. 

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 7. August, 15.22 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadt mitteilt, gibt es in Chemnitz weiterhin 232 Corona-Fälle, so viele wie am Donnerstag.

Update, 7. August, 12.50 Uhr: Sachsen Corona-Hilfsprogramm für Entwicklungsländer ausgeschöpft

Sachsens Hilfsprogramm zur Eindämmung der Corona- Pandemie in Entwicklungsländern ist ausgeschöpft. Nach Angaben der Staatskanzlei vom Freitag werden zwölf Projekte in zehn Staaten mit 200.000 Euro unterstützt. 

"Unser Ziel war es, mit dem Sonderprogramm ein Zeichen der Solidarität gegenüber den ärmsten Ländern der Welt zu setzen und Unterstützung gegen die Ausbreitung von Covid-19 zu leisten", erklärte Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU). Dank des Engagements der in Sachsen ansässigen Nichtregierungsorganisationen und ihrer Partner vor Ort habe man schnell eine beachtliche Zahl an Projekten unterstützen können.

Die Vorhaben betreffen unter anderem die Errichtung von Toiletten in einer Grundschule in Iringa (Tansania). Als wesentliche Infektionsquelle gelten dort unzureichende sanitäre Anlagen, hieß es. Die 400 Schülerinnen und Schüler hätten künftig nun ordentliche Toiletten und könnten sich an Waschstationen die Hände reinigen. Ein weiteres Projekt wird in der Region Salima in Malawi finanziert. Dort sollen unter anderem Schutzausrüstungen und ein Beatmungsgerät angeschafft werden. In Adjumani (Uganda) geht es um den Erwerb von Schutzausrüstungen und Sanitäranlagen. Dort leben zahlreiche Flüchtlinge aus dem Südsudan.

Sachsen unterstützt seit 2017 entwicklungspolitische Initiativen. 2019 standen dafür 550.000 Euro bereit, für 2020 waren bisher 700.000 Euro eingeplant. Mit dem Corona-Sonderprogramm sind es nun 900.000 Euro.

Update, 6. August, 13.33 Uhr: Drei neue Corona-Fälle in Chemnitz

In Chemnitz gibt es am Donnerstag 232 bestätigte Fälle, das sind drei mehr als am Mittwoch.

Bei den drei neuen Fällen handelt es sich um Kontaktpersonen aus dem privaten bzw. familiären Umfeld der beiden am Mittwoch gemeldeten Fälle (Eine 28-jährige Frau ließ sich aufgrund von Krankheitssymptomen testen und eine 19-jährige Frau, die nach einem Aufenthalt in einem Nichtrisikogebiet erkrankt ist und positiv getestet wurde.)

Update, 6. August, 13.10 Uhr: Neue Regelungen für Reiserückkehrer und Einreisende

Ab Montag gibt es für Reiserückkehrer und Einreisende in Chemnitz neue Möglichkeiten, sich auf das neue Corona-Virus testen zu lassen.

Folgende Regelungen gelten:

  • Reiserückkehrer und Einreisende, die aus einem Risikogebiet kommen, müssen spätestens 72 Stunden nach ihrer Rückkehr einen Test durchführen lassen. (Die aktuellen Risikogebiete sind hier aufgelistet: www.rki.de) Optional ist ein zweiter Test möglich.
  • Alle Einreisenden aus Risikogebieten sind verpflichtet, sich unverzüglich beim Gesundheitsamt zu melden.
  • Für Einreisende und Reiserückkehrer aus Nichtrisikogebieten ist der Test freiwillig.
  • Die Kosten dafür übernehmen die Krankenkassen.

Alle Personen, die sich in Chemnitz testen lassen müssen oder wollen, melden sich bitte vorher telefonisch an:

  • Montag bis Freitag von 8 bis16 Uhr unter 0371 488 5302
  • Am Wochenende unter der 116 117

Sie erhalten einen Termin und erfahren, welche Unterlagen mitgebracht werden müssen. Um rechtzeitig einen Termin zu erhalten, sollten Reisende diesen bereits vor oder während der Reise vereinbaren.

Update, 6. August, 7.08 Uhr: Nach Corona-Fall in Pflegeheim: Testergebnisse bisher allesamt negativ

Eine Infektion wurde bei einer Person aus einem Pflegeheim im Landkreis Zwickau festgestellt. Die Testung des Personals und der Bewohner des Pflegeheimes am Dienstag hat allesamt negative Ergebnisse gebracht - es gibt keinen weiteren Infizierten.

"Der überwiegende Anteil der neu hinzugekommenen Quarantänefälle hat seinen Ursprung im Pflegeheim. Es gibt aber auch vereinzelt andere Fälle, wie aufgrund von Kontakten mit Infizierten außerhalb des Landkreises oder aufgrund von Einreise aus Risikogebieten", teilte das Landratsamt am Mittwoch mit.

Das zweite positive Testergebnis wurde bei einer einreisenden Person aus einem Risikogebiet festgestellt.

Update, 5. August, 15.08 Uhr: Neue Corona-Fälle in Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz heute 229 bestätigte Fälle, zwei mehr als am Dienstag.

"Im einen Fall handelt es sich um eine 28-jährige Frau, die sich aufgrund von Krankheitssymptomen testen ließ. Im anderen um eine 19-jährige Frau, die nach einem Aufenthalt in einem Nichtrisikogebiet erkrankt ist und positiv getestet wurde", heißt es weiter.

Update, 5. August, 12.12 Uhr: Umfrage: Mehrheit würde trotz Corona auf den Weihnachtsmarkt gehen

Die Liebe zum Weihnachtsmarkt wiegt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen laut einer Umfrage schwerer als die Angst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus: Rund 52 Prozent der Sachsen-Anhalter, 54 Prozent der Thüringer und 57 Prozent der Sachsen sagten in einer Befragung für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), dass sie sich trotz der Pandemie vorstellen könnten, am Jahresende einen Weihnachtsmarkt zu besuchen.

Knapp 41 Prozent der Sachsen-Anhalter, 33 Prozent der Thüringer und 32 Prozent der Sachsen können sich das nicht vorstellen, wie das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des MDR bei der Umfrage bis Anfang August unter gut 5000 Menschen erfuhr.

Die Bereitschaft, auf den Weihnachtsmarkt zu verzichten, ist laut MDR bei den Über-65-Jährigen am höchsten. Bei den 40- bis 49-Jährigen können sich dagegen zwei von drei Befragten einen Besuch auf den traditionellen Märkten vorstellen. Nur rund 27 Prozent dieser Altersgruppe schlossen das in der Umfrage aus.

Update, 4. August, 17.15 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen wieder zweistellig

Erstmals seit Mitte Juli sind die nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Sachsen innerhalb von 24 Stunden wieder zweistellig gestiegen - auf weiter niedrigem Niveau. 

Nach der laufend aktualisierten Statistik des Gesundheitsministeriums vom Dienstag kamen seit dem Vortag 13 Fälle dazu. Die Zahl der Corona-Infektionen im Freistaat insgesamt liegt damit nun bei 5556.

Die neuen Fälle wurden aus Leipzig und Chemnitz sowie aus den Landkreisen Nordsachsen, Zwickau, Erzgebirge und Vogtland gemeldet. 224 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind den Angaben zufolge bisher gestorben. 

Etwa 5275 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen gelten als genesen - ein Schätzwert. Der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 4 Prozent.

Am Dienstag kamen in Sachsen 13 Corona-Fälle hinzu (Symbolbild).
Am Dienstag kamen in Sachsen 13 Corona-Fälle hinzu (Symbolbild).  © Sven Hoppe/dpa

Update, 4. August, 15.45 Uhr: Kein neuer Corona-Fall in Chemnitz

Wie die Stadt mitteilt, gibt es in Chemnitz weiterhin 227 Corona-Fälle, so viele wie am Montag.

Update, 4. August, 14.49 Uhr: Sachsen gab insgesamt 126,5 Millionen Euro für Corona-Schutzausrüstung aus

Sachsen hat in der Corona-Krise bisher Schutzausrüstung und -material für 126,5 Millionen Euro gekauft - vornehmlich in China. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag heraus. Das Geld stamme aus dem Corona-Bewältigungsfonds Sachsen. 

Die Task Force Beschaffung habe in der Zeit vom 21. März bis zum 15. Juni täglich etwa 40 bis 50 Angebote erhalten. "Nur etwa jedes zwanzigste Angebot stellte sich als seriös heraus", hieß es.

Nach Angaben der Regierung ist vor allem die aus China gelieferte Schutzausrüstung nicht nach den einschlägigen Normen geprüft und hergestellt worden. Sie sei ursprünglich auch nicht für den deutschen Markt bestimmt gewesen. 

Allerdings sei eine erste Sichtprüfung bereits in China durch den TÜV Nord erfolgt, nach Anlieferung in Sachsen eine weitere durch die Landesdirektion und das Gesundheitsministerium. Die KN95-Atemschutzmasken habe man zusätzlich durch zertifizierte Labore prüfen lassen.

"Lebensnotwendige Produkte wie Medikamente oder Schutzausrüstung müssen wir vorrangig in Deutschland nach den hier geltenden Standards herstellen, um darauf im Notfall schnell Zugriff zu haben", sagte der AfD-Landtagsabgeordnete Frank Schaufel. 

Hinzu komme der wirtschaftliche Aspekt: "Es ist besser, wenn wir für über 100 Millionen Euro in Sachsen oder Deutschland einkaufen und unsere einheimischen Unternehmen damit unterstützen."

Titelfoto: Sven Gleisberg

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