Coronavirus in Chemnitz: Hotels und Gastronomiebetriebe fürchten um Existenz

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 236 Corona-Fälle (Stand: 13. August). Die meisten der Erkrankten sind jedoch bereits wieder geheilt.

Mit der "Night of Light" sollte auf die schwierige Lage der deutschen Event-Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden.
Mit der "Night of Light" sollte auf die schwierige Lage der deutschen Event-Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden.  © Harry Härtel

So langsam kehrt das Leben in Sachsen zur Normalität zurück. Geschäfte, Restaurants und Hotels sind wieder offen - alles unter Einhaltung der strengen Hygiene-Maßnahmen.

Maskenpflicht und Abstandsregeln müssen nach wie vor eingehalten werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Die neue Verordnung ab 18. Juli enthält weitere Lockerungen: Neben Familienfeiern mit bis zu 100 Personen sind ab 18. Juli nun auch Betriebs- und Vereinsfeiern bis zu 50 Personen erlaubt. 

Ferienlager mit entsprechenden Hygienekonzepten sind möglich. 

Jahrmärkte und Volksfeste mit genehmigtem Hygienekonzept mit maximal 1.000 Besuchern können stattfinden. Ab 1. September auch mit über 1.000 Personen, sofern eine Kontaktverfolgung möglich ist. 

In Theatern, Kinos, Opern, Kongresszentren, Kirchen, Musikclubs und Zirkussen kann der Mindestabstand verringert werden, wenn es eine verpflichtende Kontaktverfolgung und ein genehmigtes Hygienekonzept gibt. Organisierte Tanzveranstaltungen von Tanzschulen und –vereinen sind wieder möglich. 

In Reisebussen muss ein Mund- und Nasenschutz nur dann getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. 

Ab 18. Juli sind auch Sportwettkämpfe mit Publikum bis 1000 Personen wieder zulässig – mit genehmigten Hygienekonzept. Wettkämpfe im Breiten- und Vereinssport mit bis zu 50 Besuchern benötigen kein genehmigtes Hygienekonzept. 

Ab 1. September dürfen Groß- und Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern stattfinden, wenn eine Kontaktverfolgung möglich ist und die Hygieneregeln eingehalten werden. 

Alle anderen Großveranstaltungen sind bis 31. Oktober untersagt.

>>>Hier findet Ihr die neue Corona-Schutzverordnung, die ab 18. Juli bis 31. August gilt.

>>>Hier findet Ihr den Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Verordnung.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden. 

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 13. August, 14.12 Uhr: Dehoga: Viele Hotels und Gastronomiebetriebe fürchten um Existenz

Viele Hotels und Gastronomiebetriebe in Sachsen bangen angesichts der Corona-Krise um ihre Zukunft. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). Demnach sehen sich in Sachsen fast 50 Prozent der Betriebe in ihrer Existenz gefährdet, teilte Dehoga Sachsen am Donnerstag in Dresden mit.

Dass Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder Gäste bewirten und Hotels Übernachtungen anbieten dürften, ändere bisher nicht viel an den Löchern in den Bilanzen, teilte der Verband weiter mit. Zum Schutz der Betriebe und deren Arbeitsplätze müsste etwa das Kurzarbeitergeld und die Mehrwertsteuersenkung mit Einbeziehung der Getränke verlängert werden.

Von Januar bis Juli beklagen die sächsischen Betriebe laut der Umfrage durchschnittliche Umsatzverluste in Höhe von 54 Prozent. Bezogen auf das Gesamtjahr rechnen die Betriebe mit einem Umsatzrückgang im Schnitt von mindestens 41 Prozent. Dieser Wert liegt den Angaben zufolge zwar zehn Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt, sei aber dennoch höchst besorgniserregend.

Viele Hotels und Gaststätten bangen um ihre Zukunft. (Symbolbild)
Viele Hotels und Gaststätten bangen um ihre Zukunft. (Symbolbild)  © 123RF/Kamil Macniak

Update, 13. August, 13.56 Uhr: Keine neuen Fälle in Chemnitz

Wie die Stadt Chemnitz am Donnerstag mitteilt, gibt es keine neuen Corona-Fälle in der Stadt. Damit bleibt die Zahl der Personen, die positiv auf das Virus getestet wurden bei 236.

Update, 12. August, 13 Uhr: Keine neuen Corona-Infektionen in Chemnitz

Stand heute gibt es in Chemnitz 236 Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, das sind genau so viele wie am Dienstag.

Update, 12. August, 11 Uhr: Telefone der Corona-Test-Hotline laufen heiß

Die Stadt Chemnitz weist Reiserückkehrer daraufhin, dass es aufgrund der hohen Nachfrage an der Hotline 03714885302 für die Corona-Tests zum "Stau" kommen kann. 

"Jede Terminanfrage wird dort aber entgegengenommen, bitte versuchen Sie es häufiger, wenn Sie nicht sofort durchkommen. Die Kapazitäten dort werden gerade erweitert. Von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr erhalten Sie dort Termine für die Tests", heißt es weiter.

Update, 11. August, 19.02 Uhr: Anstieg von Corona-Neuinfektionen in Sachsen weiter moderat

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter moderat in zweistelligem Umfang zu. Die laufend aktualisierte Statistik des Gesundheitsministeriums wies am Dienstag 22 Fälle mehr als am Vortag auf. Danach sind seit März aktuell 5671 Infektionen im Freistaat bestätigt. 

Die Zahl derer, die mit dem Coronavirus infiziert waren und starben, ist seit Wochen mit 224 unverändert. Etwa 5300 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen gelten als genesen - ein Schätzwert.

Der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl laborbestätigter Infektionsfälle sank von 4 auf 3,9 Prozent.

Update, 11. August, 14.45 Uhr: Sachsen verzichtet auf umfassende Maskenpflicht in Schulen und Kitas

In Sachsen gilt weiterhin keine umfassende Maskenpflicht an Schulen und in Kitas. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) sprach am Dienstag bei der Vorstellung einer entsprechenden Allgemeinverfügung aber auch die Verantwortung an: "Für den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen in Schulen und Kitas ist es entscheidend, dass sich die Gesellschaft verantwortungsbewusst verhält." Die Schulen seien gut gerüstet für den Regelbetrieb.

Wer sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hat, darf Kitas und Schulen nur mit einem negativen Corona-Test betreten. Außerhalb des Unterrichts wird Schülern und Lehrern eine Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen. Schulen können eine Pflicht um Tragen der Maske anordnen. Wer nicht zur Schule gehört, muss sie ohnehin tragen. Das gilt auch für Eltern.

Die Verfügung tritt am 31. August in Kraft und gilt bis 21. Februar - bis zum Ende der Winterferien in Sachsen. "Die lange Wirksamkeitsdauer soll zur Planungssicherheit beitragen. Wir machen damit aber auch deutlich, dass wir keine landesweit gültigen Beschränkungen mehr wollen, es sei denn, die Infektionslage verschärft sich wieder", erklärte Piwarz.

Lehrer, die etwa zur Risikogruppe gehören, können mit Attest vom Präsenzunterricht befreit werden, sagte Piwarz. Sie würden dann anderweitig eingesetzt.

Wer nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert ist oder mindestens ein Symptom dafür hat, darf Schulen und Kindertagesstätten in Sachsen nicht betreten, hieß es weiter. Gleiches gilt für Leute, die in den vergangenen zwei Wochen mit einer infizierten Person direkten Kontakt hatten sowie Menschen, die sich in den betreffenden Zeitraum in einem Risikogebiet aufhielten und keinen negativen Test vorlegen.

Nach Angaben des Kultusministeriums findet der Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen statt. Der Schulbesuch ist Pflicht. Schulische Veranstaltungen sind unter Einhaltung allgemeiner Hygienebestimmungen zulässig. Die Klassenzimmer sollen gut durchgelüftet werden. Um Infektionsketten nachvollziehen zu können, muss täglich dokumentiert werden, wenn sich nicht zur Schule gehörenden Personen während des Unterrichtes oder bei einer schulischen Veranstaltung länger als eine Viertelstunde in der Schule aufgehalten haben.

Eltern von Kindern in einer Kita sind verpflichtet, täglich schriftlich zu erklären, dass ihr Kind kein typisches Symptom der Krankheit Covid-19 wie Fieber, Husten, Durchfall, Erbrechen oder allgemeines Krankheitsgefühl aufweist. «Wird die Erklärung nicht vorgelegt, wird das Kind an diesem Tag nicht in Betreuung genommen», teilte das Ministerium mit. Eltern müssen in Kitas und auf dem Gelände eine Schutzmaske tragen.

Für den Hort ist eine schriftliche Erklärung zum Gesundheitszustand des dort betreuten Kindes nicht mehr erforderlich. Fremde müsse aber grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung in einer solchen Einrichtung tragen.

Sachsen hatten die Wiederaufnahme des Regelbetriebes an Schulen von zwei wissenschaftlichen Studien flankieren lassen. Dabei kam heraus, dass Schulen bislang keine Hotspots bei der Verbreitung des Coronavirus waren.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hatte sich dagegen für eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer ausgesprochen. In Nordrhein-Westfalen, wo für rund 2,5 Millionen Schüler das neue Schuljahr beginnt, ist genau das für Schüler ab der fünften Klasse geplant - vorerst bis Ende August.

Update, 11. August, 14.03 Uhr: Weiterer Reiserückkehrer positiv getestet

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, haben sich Stand heute in Chemnitz 236 Personen infiziert, eine mehr als am Montag.

"Beim neuen Fall handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Nicht-Risikogebiet", heißt es weiter.

Das Gesundheitsamt führt weitere Untersuchungen und Kontaktverfolgungen durch und hat bereits notwendige Maßnahmen eingeleitet und Quarantäne angeordnet.

Update, 11. August, 11.18 Uhr: Barmer-Krankschreibungen wegen Corona in Sachsen rückläufig

Bei der Barmer Ersatzkasse Sachsen sind von Mitte Juni bis Mitte Juli weniger junge Versicherte wegen Covid-19 krankgeschrieben worden. Die Fallzahlen gingen nach Angaben vom Dienstag in Dresden um zehn Prozent zurück - von 77 auf 69 Versicherte. 

Das zeige, "dass regionale Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ein sinnvolles Instrument sind", sagte Landesgeschäftsführer Fabian Magerl. 

"Wenn die Abstands- und Hygieneregeln jedoch missachtet werden, kann das Menschenleben gefährden." Vor allem jüngere Menschen müssten sich wieder mehr an die Corona-Regeln halten.

Update, 10. August, 16.50 Uhr: Weiter moderater Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Sachsen erhöht sich weiter zweistellig - auf niedrigem Niveau. Die laufend aktualisierte Statistik des Gesundheitsministeriums wies am Montag 25 Fälle mehr als vor dem Wochenende auf. 

Damit sind aktuell 5649 Infektionen im Freistaat bestätigt. Die Zahl derer, die mit dem Coronavirus infiziert waren und starben, ist mit 224 weiter konstant. Etwa 5295 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen gelten als genesen - ein Schätzwert. 

Der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt unverändert 4 Prozent.

Update, 10. August, 13.40 Uhr: Neue Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadt Chemnitz am Montag mitteilt, hat sich die Zahl der Infizierten in der Stadt auf 235 erhöht. Das sind drei Fälle mehr als vor dem Wochenende. Laut Stadt handelt es sich bei den Erkrankten um Kontaktpersonen des positiv getesteten Reiserückkehrers aus der vergangenen Woche. Das Gesundheitsamt führt weitere Untersuchungen und Kontaktverfolgungen durch.

Titelfoto: 123RF/Kamil Macniak

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0