Coronavirus in Chemnitz: 241 neue Corona-Fälle in der Stadt

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 2453 Corona-Fälle (Stand: 23. November). Die meisten der Erkrankten sind jedoch bereits wieder genesen.

Mit der "Night of Light" sollte auf die schwierige Lage der deutschen Event-Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden.
Mit der "Night of Light" sollte auf die schwierige Lage der deutschen Event-Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden.  © Harry Härtel

Noch im Sommer schien alles zur Normalität zurückzukehren. Doch aktuell spitzt sich die Corona-Lage wieder zu.

Deshalb gilt weiterhin Maskenpflicht beim Einkaufen und auch im öffentlichen Nahverkehr. Auch an Haltestellen, auf Einkaufsboulevards und der Innenstadt muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, muss nun ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro zahlen.

Da diese Maßnahmen bei der Bekämpfung der Pandemie noch nicht ausreichen, haben Bund und Länder einen zweiten Lockdown beschlossen. Restaurants und Kneipen müssen wieder schließen, genauso wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo- und Fitnessstudios oder Kinos.

In der Öffentlichkeit sollen sich nur noch maximal zehn Menschen aus dem eigenen und einem zweiten Hausstand gemeinsam aufhalten dürfen. Veranstaltungen werden gestrichen und Zuschauer in der Bundesliga wieder verboten.

Offen bleiben sollen Schulen, Kindergärten, der Groß- und Einzelhandel und Friseurläden.

Private Zusammenkünfte und Feiern sind auf 10 Personen beschränkt. Feiern, unter anderem Hochzeiten, Geburtstage, Trauerfeiern, in Gaststätten sind auch nur mit bis zu 10 Personen zulässig. Großveranstaltungen bleiben auch weiterhin verboten.

>>>Hier findet Ihr die neue sächsische Corona-Schutzverordnung, die ab 2. November bis 30. November gilt.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 23. November, 15.43 Uhr: 57 neue Corona-Todesfälle seit Freitag

In Sachsen ist die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus weiter gestiegen. Laut Statistik des Gesundheitsministeriums vom Montag wurden seit Freitag 57 neue Todesfälle registriert. Damit starben seit Beginn der Pandemie 678 Menschen im Freistaat an oder mit dem Virus.

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen stieg über das Wochenende um 3453 auf insgesamt 44.717. Die meisten laborbestätigten Fälle kamen im Landkreis Nordsachsen und in der Stadt Leipzig hinzu.

Die Zahl der Neuinfektionen auf jeweils 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt in Sachsen bei 209. Laut Gesundheitsministerium weist der Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge mit 397 den höchsten Inzidenzwert auf, gefolgt vom Landkreis Bautzen (350,3).

Mehr als 1700 Corona-Infizierte müssen sich derzeit in Sachsen im Krankenhaus behandeln lassen, 335 von ihnen auf der Intensivstation. Knapp 27.600 Menschen gelten laut Schätzungen inzwischen als von dem Virus genesen.

Update, 23. November, 14.25 Uhr: Lehrerverband für geöffnete Schulen in der Corona-Pandemie

Der sächsische Landeslehrerverband hat sich in der Corona-Krise erneut für regionale Regelungen statt einer allgemeinen Schulschließung oder Klassenteilung ausgesprochen. Je nach Infektionsgeschehen sollten sowohl ein Normalbetrieb mit Unterricht nach regulärem Stundenplan als auch ein eingeschränkter Regelbetrieb mit Klassen- und Gruppentrennung möglich sein, teilte der Verband am Montag mit. Flächendeckende Einschränkungen des Schulbetriebs seien nicht für jede konkrete Situation vor Ort passgenau, sagte der Vorsitzende Jens Weichelt.

In einer Mitgliederbefragung des Verbandes lehnten es 72 Prozent ab, dass der Unterricht wieder ausschließlich zu Hause stattfinden sollte; 64 Prozent sprachen sich für einen Normalbetrieb unter Pandemiebedingungen aus - wenn es die Infektionszahlen gestatteten; 77 Prozent der Befragten befürworteten einen eingeschränkten Regelbetrieb bei steigenden Infektionszahlen im Umfeld. Der Verband befragte nach eigenen Angaben 2300 Lehrer.

Allerdings hätten sich die Infektionsfälle an einigen Schulen "massiv gehäuft", hieß es. In diesem Fall sei eine Schließung notwendig, um dem Infektionsgeschehen wirksam zu begegnen. Handlungsbedarf sieht der Lehrerverband unter anderem bei der Schülerbeförderung. Er schlug vor, überfüllte Busse und Bahnen durch den Einsatz zusätzlicher Verkehrsmittel oder durch gestaffelten Unterrichtsbeginn zu entzerren.

Update, 23. November, 13.25 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen in Chemnitz

Insgesamt gibt es laut Stadtverwaltung zum Stand Sonntag 2453 bestätigte Fälle in Chemnitz. Das sind 241 mehr als noch am Freitag.

Im Krankenhaus liegen derzeit 199 Personen, davon 33 auf der
Intensivstation.

Betroffene Einrichtungen sind derzeit:
  • 9 Pflegeheime
  • 13 Kita/Horte
  • 41 Schulen

Update, 23. November, 12.30 Uhr: Weitere Corona-Studie sieht Schulen nicht als "stille Hotspots"

Eine weitere Studie zur Häufigkeit von Corona-Infektionen sieht Schulen nicht als Hotspots in der Pandemie. In der zweiten Testphase zwischen Mai und Oktober habe es keine unerkannten Infektionen an den untersuchten Schulen gegeben, teilten die Medizinische Fakultät der TU Dresden und das Dresdner Universitätsklinikum am Montag mit. In Auftrag gegeben wurde die Studie von Sachsens Regierung.

Mediziner haben dafür nach Wiedereröffnung der Schulen im Mai sowie vor den Herbstferien mehr als 2000 Blutproben von Schülern im Alter von 15 Jahren sowie von Lehrern an 13 weiterführenden Schulen in Dresden und Ostsachsen untersucht. Im Frühjahr wurden in zwölf Proben Antikörper als Hinweis auf eine überstandene Corona-Infektion nachgewiesen - die Zahl blieb den Angaben zufolge bis zum Herbst konstant. Obwohl etwa die Hälfte der Schüler und 16 Prozent der Lehrer angaben, zwischen den beiden Tests eine Atemwegsinfektion gehabt zu haben, hieß es. In sieben der zwölf Fälle war die Corona-Infektion nicht bekannt gewesen.

Die Daten zeigten, dass der Nachweis von Sars-CoV-2-Antikörpern bei den Jugendlichen zumindest bis zu den Herbstferien sehr gering sei, so Studienleiter Professor Reinhard Berner. "Das ist umso bemerkenswerter, da sich in diesem Zeitraum die Infektionszahlen in Sachsen verdoppelt haben." Weder während der ersten Welle noch in den vier Monaten nach Wiedereröffnung gebe es daher Hinweise, dass sich die Schulen zu "silent hotspots" entwickelt hätten. Abhängig vom Infektionsgeschehen ist eine dritte Untersuchung an den Schulen für Ende 2020 oder Anfang 2021 geplant.

Parallel hatte bereits die Leipziger Universität im Sommer die Häufigkeit von Corona-Infektionen an sächsischen Schulen untersucht und war zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Die Regierung sah sich damit in ihrem Kurs bestätigt, Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zu ermöglichen.

Update, 20. November, 17.51 Uhr: Aktuelle Zahlen in Sachsen

Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.  © TAG24

Update, 20. November, 16.33 Uhr: Demonstranten dürfen nicht laufen

Demonstranten dürfen in Sachsen nicht laufen. Das sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat dieses Verbot nun bestätigt.

Den kompletten Bericht könnt Ihr >>>hier lesen.

Update, 20. November, 14.30 Uhr: Aktuelle Zahlen in Chemnitz

Wie die Stadt Chemnitz am Freitagnachmittag mitteilte, gibt es Stand Donnerstagabend insgesamt 2.212 bestätigte Fälle in Chemnitz.

Der 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt aktuell bei 188.

Verstorben sind bisher 16 Personen.

Im Krankenhaus liegen 179 Personen, davon 26 auf derIntensivstation.

Update, 19. November, 19.11 Uhr: Aktuelle Zahlen in Sachsen

Die aktuellen Corona-Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Corona-Zahlen für Sachsen.  © TAG24

Update, 19. November, 17.48 Uhr: Anstieg der Corona-Infektionen auf knapp 40.000

In Sachsen ist die Zahl laborbestätigter Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie im März auf 39.614 gestiegen.

Nach der aktuellen Statistik des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag kamen innerhalb von 24 Stunden 1272 bestätigte Neuinfektionen hinzu. In den Krankenhäusern müssen derzeit 1572 Sars-CoV-2-Patienten behandelt werden, davon 314 auf der Intensivstation.

Der Sieben-Tages-Wert bei den Neuinfektion pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen mittlerweile bei 190. Am stärksten betroffen sind nach wie vor der Landkreis Bautzen (379,6) und der Erzgebirgskreis (285,4) sowie der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (295,2).

Update, 19. November, 15.05 Uhr: Neue Corona-Fälle in Chemnitz

Wie die Stadt mitteilt, gibt es am Mittwoch 2.051 bestätigte Corona-Fälle, das sind 115 mehr als am Montag. Im Krankenhaus liegen 159 Personen, davon 29 auf der Intensivstation.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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