Coronavirus in Dresden: Fast 50 Infektionen in Nieskyer Altenheim!

Dresden - Die Corona-Krise hat auch Dresden im Griff. In der Stadt gibt es derzeit 436 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 4. April, 12 Uhr)

Ansammlungen von mehr als zwei Personen sind in Dresden momentan untersagt. Die Polizei kontrolliert.
Ansammlungen von mehr als zwei Personen sind in Dresden momentan untersagt. Die Polizei kontrolliert.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Dennoch hält man sich von Seiten des Freistaates an die Zusage, Italien und inzwischen auch Frankreich bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen. 

Inzwischen sind mehrere Patienten aus beiden Ländern in Sachsen eingetroffen. Sie wurden unter anderem in die Kliniken nach Dresden und Coswig verlegt. 

Dresden selbst gleicht indes beinahe einer Geisterstadt. Und das soll sich so bald nicht ändern: Denn die vom Freistaat verfügte Ausgangsbeschränkung wurde bis zum 19. April verlängert. 

Die Menschen halten sich zum Großteil an die verhängte Ausgangssperre. Straßen, Parks und Plätze sind bedeutend leerer.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden. 

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt in unserem +++ Corona-Liveticker +++

Update, 4. April, 19.08 Uhr: Fast 50 Infizierte in Nieskyer Altenpflegeheim

Der Landkreis Görlitz gab am Samstagabend Details zu dem dritten Todesfall bekannt: Wie eine Kreissprecherin mitteilte, soll eine 91-jährige Frau mit Vorerkrankungen demnach bereits am Donnerstag in einer Pflegeeinrichtung in Niesky gestorben sein.

Zugleich soll die Anzahl an bestätigten Infektionen im Landkreis um 65 Fälle auf 161 gestiegen sein. Allein 49 Infizierte seien demnach zu dem Altenpflegeheim "Abendfrieden" zurückzuführen, in dem die 91-Jährige zuletzt lebte.

Weitere acht Fälle wurden in Löbau registriert. Sie stehen laut Kreissprecherin in Zusammenhang mit einer Physiotherapie, in der bereits zuvor positive Corona-Tests durchgeführt wurden.

So sieht es nun aktuell in Sachsen aus.
So sieht es nun aktuell in Sachsen aus.  © TAG24
Die Entwicklung in Sachsen verzeichnet nun 211 neue Fälle in den letzten 24 Stunden.
Die Entwicklung in Sachsen verzeichnet nun 211 neue Fälle in den letzten 24 Stunden.  © TAG24
Mehr Neuinfektionen als heute gab es bislang nur zweimal. Die Krise scheint also weiter anzudauern.
Mehr Neuinfektionen als heute gab es bislang nur zweimal. Die Krise scheint also weiter anzudauern.  © TAG24

Update, 4. April, 16.40 Uhr: Der aktuelle Stand in Sachsen

Acht neue Fälle wurden im Landkreis Zwickau bekannt. Dort gibt es somit 491 registrierte Infektionen.

In Sachsen gibt es nun 2.888 Corona-Fälle.
In Sachsen gibt es nun 2.888 Corona-Fälle.  © TAG24

Update, 4. April, 15.11 Uhr: Sachsen nimmt weitere Coronavirus-Patienten aus Frankreich auf

Sachsen hat drei weitere Corona-Patienten aus Frankreich aufgenommen. Am Samstag landete zunächst ein Ambulanzflugzeug der "Luxembourg Air Rescue" aus Saint-Dizier mit einer Person auf dem Flughafen in Dresden. Zwei weitere Patienten wurden anschließend mit einem Hubschrauber aus Bourscheid in der Region Grand Est eingeflogen.

Nach Angaben des Universitätsklinikums Dresden, das für die Koordinierung zuständig ist, werden die drei Patienten auf die Uniklinik, das Fachkrankenhaus Coswig und das Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt aufgeteilt. 

Über die Identität der drei Personen wurde nichts bekannt. Eine Sprecherin des Uniklinikums erklärte lediglich, dass es sich um Intensivpatienten handele. 

Bereits am Donnerstag hatten die drei Krankenhäuser in Dresden und Coswig jeweils einen mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten Franzosen aufgenommen. Zuvor hatte Sachsen in den vergangenen Tagen bereits acht Patienten aus Italien aufgenommen. Einer von ihnen war in der Nacht zum Mittwoch in Leipzig gestorben

Der Patient kam aus Frankreich eingeflogen.
Der Patient kam aus Frankreich eingeflogen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Rettungskräfte bringen den Patienten aus der Maschine.
Rettungskräfte bringen den Patienten aus der Maschine.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Daumen hoch zeigt der Pilot Eric Wagner von der "Luxembourg Air Rescue" nach seiner Landung eines Ambulanzflugzeugs der "Luxembourg Air Rescue" vom Typ Learjet 45.
Daumen hoch zeigt der Pilot Eric Wagner von der "Luxembourg Air Rescue" nach seiner Landung eines Ambulanzflugzeugs der "Luxembourg Air Rescue" vom Typ Learjet 45.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Zwei weitere Patienten wurden per Hubschrauber eingeflogen.
Zwei weitere Patienten wurden per Hubschrauber eingeflogen.  © Tino Plunert

Update, 4. April, 14.34 Uhr: Neue Infizierte in Sachsen

Am Samstag sind in Sachsen 155 neue Corona-Infizierte dazugekommen. Außerdem gab es vier weitere Todesfälle.

Die Zahl der Infizierten stieg auf 2880.
Die Zahl der Infizierten stieg auf 2880.  © TAG24

Update, 4. April, 14.11 Uhr: Dynamo Dresden nicht in Insolvenzgefahr

Die Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden und FC Erzgebirge Aue schweben trotz der Einnahmeausfälle wegen des ruhenden Spielbetriebs nicht in Insolvenzgefahr. "Die Zahlungsfähigkeit der SG Dynamo Dresden ist für das laufende Geschäftsjahr nicht gefährdet. Wir haben in den vergangenen Jahren mit kaufmännischer Vorsicht gewirtschaftet und uns ein Polster an Liquidität zurückgelegt, welches uns in der jetzigen Situation vorübergehend hilft", sagte Dresdens kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born auf Anfrage.

Auch für Aues Präsident Helge Leonhardt zahle sich das solide Wirtschaften in der Krise aus, sagte Leonhardt dem MDR. So habe der Verein das noch fällige TV-Geld nicht an Dritte verpfändet oder in ähnliche Transaktionen gesteckt. Beide Vereins-Funktionäre sehen aber mit Skepsis in die Zukunft. 

"Kein Verein sollte sich in dieser Situation allerdings sicher sein, weil der Ausgang derzeit völlig offen ist, wann wieder Fußball gespielt werden kann", sagte Born.

Leonhardt sieht zudem noch "eine ganz harte Zeit auch auf die Veilchen" zukommen. Deshalb habe man eine sofortige Restrukturierung eingeleitet: "Wir können durchkommen, alle müssen ihren Beitrag leisten. Es sind notwendige Einschnitte, die auf alle im Verein, auch Spieler und Trainer, zukommen. Das A und O sind Disziplin und die Einsicht in die Notwendigkeit."

Für 13 der 36 Mannschaften sieht die Zukunft allerdings wirklich nicht gut aus. Mehr dazu lest Ihr >> hier.

Blick in das leere Rudolf-Harbig-Stadion.
Blick in das leere Rudolf-Harbig-Stadion.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 4. April, 13.23 Uhr: Neue Infizierte in Dresden

In Dresden gibt es aktuell 436 Infizierte, das teilte die Stadt heute mit.

Die aktuellen Fallzahlen aus Dresden
Die aktuellen Fallzahlen aus Dresden  © TAG24

Update, 4. April, 12.12 Uhr: Polizei rechnet mit weniger Osterverkehr - Appell an Vernunft

Sachsens Polizei rechnet wegen der Einschränkungen in der Corona-Krise mit weniger Straßenverkehr zu Ostern. "Der sonst übliche Osterverkehr ist im Moment nicht zu erwarten, da der Besuch von Familienangehörigen nur zulässig ist, wenn sie den gleichen Haupt- oder Nebenwohnsitz haben", sagte Jan Meinel, Sprecher des Innenministeriums, der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die meisten Menschen würden sich an die Regeln halten.

Ein Schwerpunkt der Polizei zu Ostern werde die Durchsetzung der bestehenden Verbote sein, betonte Meinel: "Wo genau in Sachsen entsprechende Kontrollen stattfinden, orientiert sich an der jeweiligen Lagebewertung der zuständigen Polizeidienststellen." Die Polizeidirektionen würden dabei von der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Bei Verstößen gegen das Kontaktverbot droht Betroffenen ein Bußgeld von 150 Euro. Sollte der Verstoß fahrlässig geschehen sein, können es die Beamten auch bei einem Verwarngeld belassen. Hier gelten als Orientierung 50 Euro. Verstöße gegen die Einhaltung der Quarantäne fallen unter das Infektionsschutzgesetz und können in der Regel mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von zwei Jahren geahndet werden.

Update, 4. April, 11.20 Uhr: Bund liefert rund 1,7 Millionen Schutzmasken an Sachsen

Sachsen hat im Zuge der Coronavirus-Krise vom Bund rund 1,7 Millionen Schutzmasken für medizinische Zwecke erhalten. Das geht aus einer Auflistung des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß am Samstag veröffentlichte. 

Danach wurden an den Freistaat 1,251 Millionen OP-Masken sowie rund 430 000 Masken mit den höheren Schutzklassen FFP2 und FFP3 geliefert. Zudem gingen an Sachsen 1,1 Millionen Handschuhe.

Die Lieferungen seien für Krankenhäuser, Arztpraxen und die Altenpflege gedacht, sagte CDU-Gesundheitspolitiker Krauß. "Für die Verteilung ist der Freistaat zuständig", fügte er an.

Schutzmasken werden dringend in Kliniken gebraucht.
Schutzmasken werden dringend in Kliniken gebraucht.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. April, 21.10 Uhr: Bürgschaftsbank Sachsen vergibt 100 Express-Bürgschaften

Innerhalb von nur zwei Wochen vergab die Bürgschaftsbank Sachsen (BBS) insgesamt 100 Ausfallbürgschaften im Eilverfahren. Damit sicherte die BBS schon jetzt einer beachtlichen Zahl von kleinen und mittelständischen Unternehmen in Sachsen den Zugang zu großzügigen Krediten, um die ökonomischen Folgen der Corona-Krise abzumildern und Arbeitsplätze zu erhalten. 

Zuvor hatte die BBS in Abstimmung mit Landesregierung, Hausbanken und Kammern kurzfristig die Rahmenbedingungen für rasche und unbürokratische Liquiditätshilfen geschaffen. Kürzlich wurden die Konditionen erneut verbessert und die maximale Höhe der Bürgschaft, wie sie staatlich rückverbürgt wird, auf 90 Prozent des Kreditvolumens angehoben.

Update, 3. April, 19.50 Uhr: Dresdner haben genäht: Staatsschauspiel leitet Masken an Städtische Kliniken weiter

"Heute Morgen haben wir die ersten Nasen-Mundschutz-Masken, welche in den vergangenen Tagen von euch fleißig genäht und bei uns im Schauspielhaus abgegeben wurden, an die Städtischen Kliniken weitergeleitet", informierte das Staatsschauspiel Dresden auf Facebook.

Weil es zu viele Masken waren, um sie einzeln zu sehen, gab es die Angabe in Litern: "40 Liter Masken in einer Woche! Der Bedarf ist groß. Macht weiter so!"

Tagelang nähten die Menschen in Dresden Mund-Masken selbst, gesammelt wurden sie vom Staatsschauspiel. Am Freitag leiteten die Mitarbeiter die Masken an die Städtischen Kliniken weiter.
Tagelang nähten die Menschen in Dresden Mund-Masken selbst, gesammelt wurden sie vom Staatsschauspiel. Am Freitag leiteten die Mitarbeiter die Masken an die Städtischen Kliniken weiter.  © Screenshot Facebook/Staatsschauspiel Dresden

Update, 3. April, 19.30 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen für Sachsen

Bis Freitagabend ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Sachsen weiter angestiegen und liegt jetzt bei 2725. Die meisten Erkrankten gibt es derzeit in Zwickau, gefolgt von Dresden und Leipzig.

Die aktuellen Zahlen für Sachsen.
Die aktuellen Zahlen für Sachsen.  © TAG24
Die Entwicklung der Fallzahlen für Sachsen.
Die Entwicklung der Fallzahlen für Sachsen.  © TAG24
Bestätigte Fälle in Sachsen pro Tag.
Bestätigte Fälle in Sachsen pro Tag.  © TAG24

Update, 3. April, 17.47 Uhr: Sachsen hebt Sonntagsfahrverbot für LKW auf

Sachsen hebt das Fahrverbot für Lastwagen an Sonn- und Feiertagen bis Ende Mai auf. In der Corona-Pandemie sei es wichtig, dass der Waren- und Güterverkehr reibungslos funktioniere, erklärte Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) am Freitag. Um der Logistikbranche in dieser Krisensituation zu helfen, habe er die Aufhebung des Sonntagsfahrverbots angeordnet. 

"Mit den international bedeutenden Transitautobahnen A4 nach Polen und A17 nach Prag sichern wir durch die Freigabe an Sonn- und Feiertagen einen zuverlässigen Transport durch Sachsen ab", erklärte Dulig.

Das Sonntagsfahrverbot für LKW durch Sachsen wird vorübergehend ausgesetzt.
Das Sonntagsfahrverbot für LKW durch Sachsen wird vorübergehend ausgesetzt.  © Ove Landgraf

Update, 3. April, 17.37 Uhr: Finanzminister zu Beteiligung des Staates an Firmen

Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) hält den Staat in der Corona-Krise nicht für stille Beteiligungen an Firmen prädestiniert. Man sollte mit "Eskalationsszenarien im Bereich der Rettungsanstrengungen" vorsichtig sein, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Dresden. 

Er reagierte damit auf einen Vorschlag des sächsischen Arbeitgeberverbandes. Dessen Präsident Jörg Brückner hatte am Donnerstag gesagt: "Wir schlagen vor, gegebenenfalls die stille Beteiligung des Staates bei Firmen ab 100 Arbeitnehmern zu ermöglichen, denn wir können nicht nur Großkonzerne retten."

Vorjohann ging davon aus, dass Brückner damit auf Eigenkapital des Staates für entsprechende Firmen abhob. "Ich glaube auch nicht, dass es so viele Unternehmer gibt, die uns so gerne als Teilhaber hätten", sagte er. Die Unternehmen würden es wahrscheinlich nicht gut finden, wenn in den morgendlichen Runden Kollegen aus dem Finanzministerium oder aus dem Wirtschaftsministerin über wirtschaftliche Entscheidungen mitreden wollten. Er glaube, dass Unternehmer keine stille Beteiligung des Staates über die Steuerpflicht hinaus wollen.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findest Du >> hier.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0