Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz bleibt unter 5

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 17.021 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 3,7 (Stand: 20. Juni, alle Daten vom RKI).

Chemnitz im EM-Fieber: Mini-Public Viewing in den Gastro-Betrieben in der Inneren Klosterstraße.
Chemnitz im EM-Fieber: Mini-Public Viewing in den Gastro-Betrieben in der Inneren Klosterstraße.  © Harry Härtel

Aufgrund der gesunkenen Inzidenz, die an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter der kritischen Marke von 100 lag, tritt nun ab dem 21. Mai in Chemnitz die bundesweite Corona-Notbremse außer Kraft.

Statt des Infektionsschutzgesetzes tritt nun wieder die sächsische Corona-Schutzverordnung in Kraft.

Damit können sich die Menschen in Chemnitz endlich über Lockerungen freuen. Das heißt jedoch nicht, dass alle Corona-Regeln aufgehoben werden.

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Coronavirus Corona in Baden-Württemberg: Rückgang der Neuinfektionen hat sich verlangsamt

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 20. Juni, 10.30 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen weiter einstellig

Die Corona-Inzidenz bewegt sich in Sachsen in allen 13 Regionen weiter im einstelligen Bereich. Für den gesamten Freistaat bezifferte das Robert Koch-Institut (RKI) die Inzidenz am Sonntag wie schon am Samstag mit 5,2. Der Wert gibt an, wie viele Ansteckungen es je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gegeben hat. Bundesweit lag er am Sonntag bei 8,8.

Von den zehn Landkreisen und drei kreisfreien Städten wies der Landkreis Meißen mit 2,5 den niedrigsten Wert aus. Den höchsten hatte das Erzgebirge mit 9,3. Auch die beiden Großstädte Leipzig und Dresden bewegten sich mit 6,6 und 6,5 über dem sächsischen Durchschnitt.

Nach Angaben des RKI wurde ein neuer Todesfall gemeldet. Damit sind seit Beginn der Pandemie 10.018 Menschen in Sachsen an oder mit Corona gestorben.

Update, 20. Juni, 7.44 Uhr: Reha-Anträge wegen Covid-19 bei Rentenversicherung nehmen zu

Bei Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland steigt der Bedarf an medizinischer Rehabilitation in Reha-Kliniken nach Covid-19-Erkrankungen.

In diesem Jahr wurden in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt von Januar bis Ende Mai 493 bereits stationäre Rehabilitationsaufenthalte für Erwachsene wegen der Hauptdiagnose Coronavirus-Infektion bewilligt, wie eine Sprecherin des Rentenversicherers der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Im gesamten Jahr 2020 waren es noch 59, wobei hier erst seit Ende April Reha-Anträge wegen Covid-19 erfasst wurden.

Insgesamt ging die Zahl der bewilligten Aufenthalte in Reha-Kliniken im ersten Jahr der Pandemie in den drei Bundesländern im Durchschnitt um 9,2 Prozent oder 4463 Reha-Maßnahmen im Vergleich zu 2019 zurück. Zurückzuführen sei dies auf eine allgemeine Unsicherheit bei den Versicherten durch die Corona-Pandemie, was sich in einem Rückgang bei Anträgen niedergeschlagen habe.

Update, 20. Juni, 6.51 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag (Stand 3.23 Uhr) für Chemnitz einen neuen Corona-Fall. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 17.025 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 3,7 (Vortag: 4,9).

Es wurde keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 536 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 19. Juni, 10.54 Uhr: Corona-Inzidenz in allen sächsischen Regionen einstellig

Die Corona-Inzidenz ist inzwischen in allen 13 sächsischen Regionen einstellig. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert für den gesamten Freistaat am Samstag mit 5,2 ein. Das war ein erneuter Rückgang im Vergleich zum Freitag (6,1). Auch bundesweit sank die Inzidenz mit 9,3 erstmals seit September wieder in den einstelligen Bereich.

Von den zehn Landkreisen und drei kreisfreien Städten hat das Vogtland mit 2,2 die niedrigste Inzidenz. Den höchsten Wert von 9,9 weist das Erzgebirge aus. Er gibt an, wie viele Ansteckungen mit dem Virus es je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gegeben hat.

Laut RKI wurden sechs neue Todesfälle gemeldet. Damit sind seit Beginn der Pandemie 10.017 Corona-Patienten in Sachsen gestorben.

Update, 19. Juni, 9.07 Uhr: Deutlicher Anstieg bei Privatinsolvenzen in Sachsen

In Sachsen haben deutlich mehr Schuldner in den ersten vier Monaten des Jahres Privatinsolvenz angemeldet. Wie das Statistische Landesamt in Kamenz auf Anfrage mitteilte, stieg die Zahl der Verfahren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 926 auf 1459. Das entspricht einem Plus von mehr als 57 Prozent.

In welchem Umfang die Steigerung durch die Corona-Pandemie verursacht wurde, ist nicht bekannt. Experten zufolge ist die Entwicklung vor allem auf das seit Oktober 2020 geltende neue Insolvenzrecht zurückzuführen. "Wesentlich hierbei ist die Verkürzung des Verfahrens zur Restschuldbefreiung von bislang sechs auf drei Jahre", sagte der Leiter des Beratungszentrums Leipzig der Verbraucherzentrale Sachsen, Thomas Griebel. Die Betroffenen hätten in der Regel das neue Gesetz abgewartet und ihre Verfahren ins Frühjahr verschoben. Wegen des so entstandenen Staus könne es bei der Beratung zu Wartezeiten kommen.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 2156 Privatinsolvenzen, deutlich weniger als noch 2019 mit knapp 3200 Verfahren. 2018 wurden 3383 Privatinsolvenzen registriert. "Derzeit ergibt sich noch kein klares Bild zur Auswirkung der Corona-Pandemie auf die Überschuldungssituation", sagte Griebel. Der oft vorher gesagte rasante Anstieg der Überschuldungen sei bisher ausgeblieben.

Update, 19. Juni, 7.20 Uhr: Viele Kinder wegen Corona ohne Radfahrausbildung

Der Corona-Lockdown hat die Radfahrausbildung von Schulkindern nach Einschätzung der Landesverkehrswacht stark beeinträchtigt. Sowohl im ersten Lockdown 2020 als auch während der Schließungen seit November hätten jeweils Hunderte Viertklässler die praktische Ausbildung verpasst, sagte Kati Walther, Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht Sachsen. Erst jetzt gehe alles langsam wieder los.

Die versäumte Ausbildung lasse sich auch nicht mehr nachholen, sagte Walther. Kurzfristige Termine ließen sich nicht ansetzen, weil die Polizei, die die Kurse gemeinsam mit der Verkehrswacht gestaltet, übers Jahr immer "voll ausgebucht" sei. Sie könne leider nicht mehr Termine anbieten. Spätere Nachholtermine in den fünften Klassen seien unmöglich, weil sich die Schülerinnen und Schüler auf die verschiedensten Schulen verstreuten.

Die Landesverkehrswacht habe erwogen, die Ferien für die Radfahrausbildung zu nutzen, sagte Walther. Aber das sei schwieriger als gedacht gewesen, weil sich in Ferienzeiten andere Versicherungsfragen als in der Schulzeit stellten. "Das wäre ein Aufwand gewesen, den wir nicht stemmen können", sagte Walther.

Erst mit der Entspannung der Corona-Lage gingen die Verkehrserziehungsprojekte langsam wieder los. Sie seien wichtig, weil schon in der Kita Grundlagen gelegt würden, damit sich Kinder sicher im Straßenverkehr bewegen könnten. Die Radfahrausbildung habe zudem ein besonderes Gewicht gewonnen, weil während der Pandemie der Radverkehr zugenommen habe.

Die Radfahrausbildung für Schülerinnen und Schüler ist in Sachsen Bestandteil des Lehrplans im Sachkundeunterricht. In den vierten Klassen steht auf Fahrradparcours die praktische Ausbildung an. Eigens geschulte Polizisten gestalten die Stunden, die Verkehrswacht stellt das technische Equipment.

Update, 19. Juni, 6.55 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag (Stand 3.12 Uhr) für Chemnitz drei neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 17.024 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 4,9 (Vortag: 5,3).

Es wurde keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 536 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 18. Juni, 17.11 Uhr: Köpping schlägt Alarm - Fast 7000 Impftermine nicht wahrgenommen

Angesichts Tausender nicht wahrgenommener Impftermine hat Sachsen Gesundheitsministerin Petra Köpping an die Impfbereitschaft der Sachsen appelliert. "Das hochsommerliche Wetter und die gesunkenen Infektionszahlen dürfen uns nicht täuschen oder gar zu Leichtsinn verleiten", erklärte die SPD-Politikerin am Freitag. Hintergrund ist eine Stichprobe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vom 8. bis zum 15. Juni in den sächsischen Impfzentren.

In dieser Zeit wurden von mehr als 60.000 geplanten Zweitimpfungen nur gut 53.000 durchgeführt. Fast 7000 Termine fielen demnach aus. In rund 3300 Fällen sind die Personen trotz gebuchten Termins nicht zu ihrer Impfung erschienen. Daher habe nicht die Möglichkeit bestanden, die Termine an andere Impfwillige zu vergeben. Die anderen Termine wurden über das System storniert.

Es gebe zahlreiche Gründe, einen Impftermin nicht wahrzunehmen, sagte Köpping. Wer aber einen Impftermin beim Haus- oder Betriebsarzt oder an einem anderen Ort bekomme, sollte den Termin im Impfzentrum rechtzeitig stornieren, mahnte Köpping. Zudem wies sie angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante darauf hin, dass nur doppelter Impfschutz helfe. "Wer denkt, er kann sich seine zweite Impfung im Herbst holen, wenn es nötig ist, der täuscht sich", sagte Köpping. Bis dahin sei man vor allem gegen eine Infektion mit der zuerst in Indien nachgewiesenen Delta-Variante relativ ungeschützt. Bereits jetzt warnen Fachleute vor einer vierten Welle im Herbst.

"Deshalb appelliere ich eindringlich, sich im vorgegebenen Abstand unbedingt die zweite Impfung geben zu lassen. Wir dürfen keine Termine ausfallen lassen", sagte Köpping.

Update, 18. Juni, 11.25 Uhr: Stadtbibliothek kehrt zum Normalbetrieb zurück

Ab dem 21. Juni kehrt die Chemnitzer Stadtbibliothek zum Normalbetrieb zurück. Die Nutzung der Bibo als Aufenthalts-, Arbeits- und Lernort ist wieder möglich, Einzelarbeits- und Internetplätze stehen wieder zur Verfügung und auch die Beratungstheken sind wieder geöffnet. In der Bibliothek muss aber weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Aktuelle Öffnungszeiten ab 21. Juni 2021:

  • Zentralbibliothek im TIETZ: Mo 9 bis 19 Uhr, Di/Do/Fr 10 bis 19 Uhr, Mi 14 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr
  • Stadtteilbibliothek Vita-Center: Mo 10 bis 18 Uhr, Do 10 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr
  • Stadtteilbibliothek Yorck-Center: Di, Fr 10 bis 18 Uhr, Do 10 bis 16 Uhr
  • Stadtteilbibliothek Einsiedel: Di 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr
  • Stadtteilbibliothek Wittgensdorf: Fr 10 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr
  • Ausleihstelle Röhrsdorf: Do 12 bis 16.45 Uhr
  • Ausleihstelle Klaffenbach: Mo (1. und 3. im Monat) 17 bis 19 Uhr

Update, 18. Juni, 11.15 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen geht weiter zurück

Die Corona-Inzidenz in Sachsen geht auf niedrigem Niveau noch weiter zurück. Das Robert Koch-Institut bezifferte die Sieben-Tages-Inzidenz am Freitag auf 6,1. Am Vortag hatte der Wert bei 7,1 gelegen. Er gibt an, wie viele Ansteckungen es je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gegeben hat.

Bundesweit lag die Inzidenz bei 10,3. Laut RKI wurden 13 neue Todesfälle gemeldet. Damit hat die Zahl der gestorbenen Corona-Patienten in Sachsen die Schwelle von 10.000 überschritten. Das RKI registrierte seit Beginn der Pandemie 10.011 Todesfälle.

Titelfoto: Kateryna Kon/123RF, Kristin Schmidt

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