Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz leicht gestiegen

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 14.159 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 277,3 (Stand: 19. April, alle Daten vom RKI).

Viele Geschäfte in der Galerie Roter Turm in Chemnitz sind dicht. Nur Läden, die Produkte des täglichen Bedarfs anbieten, haben aktuell geöffnet.
Viele Geschäfte in der Galerie Roter Turm in Chemnitz sind dicht. Nur Läden, die Produkte des täglichen Bedarfs anbieten, haben aktuell geöffnet.  © Uwe Meinhold

Der Freistaat befindet sich weiterhin im Lockdown, der zunächst bis mindestens 9. Mai dauern wird.

Damit bleiben Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen bestehen, Hotels und Gastronomie geschlossen - Schulen und Kitas dürfen unter Auflagen öffnen.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 19. April, 11.30 Uhr: MP Kretschmer dankt Ärzten

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat den Medizinern für ihren Einsatz in der Corona- Pandemie gedankt. Sie hätten in den vergangenen 14 Monaten Beispielloses geleistet, sagte er am Montag beim Spatenstich für das "Zentrum für seelische Gesundheit" am Universitätsklinikum Dresden. Man wäre nicht so durch diese Zeit gekommen, wenn es nicht die vielen Menschen gegeben hätte, die sich über ihre eigentliche Arbeit hinaus so engagierten. Im letzten Drittel der Pandemie sei es nun am wichtigsten, die Kraft - auch die psychische Kraft - nicht zu verlieren.

Kretschmer erinnerte daran, dass es in der Pandemie auf jeden ankommt. 100 bis 200 Menschen würden ausreichen, um über einen längeren Zeitraum die Intensivstationen an ihre Belastungsgrenze zu bringen: "Kleinste Änderungen im Verhalten der Bevölkerung sorgen für eine Veränderung des Infektionsgeschehens, sorgen dafür, dass eine Situation unter Kontrolle bleibt oder außer Kontrolle gerät."

Es gebe auch Medizinier, die die Regierung gern beraten, aber nicht in der Öffentlichkeit stehen wollen, weil sie im Anschluss Anfeindungen ausgesetzt sind und Angst um ihre Familie haben. "Dafür habe ich alles Verständnis (...). Aber es ist eben so, wir dürfen nicht schweigen, sondern wir müssen die Dinge aussprechen."

Update, 19. April, 10.28 Uhr: Tanzschulen prüfen Klage gegen monatelange Schließung

Nach der monatelangen Schließung prüfen die Tanzschulen in Sachsen jetzt rechtliche Möglichkeiten, um eine Öffnung zumindest für den Einzelunterricht durchzusetzen. "Ab jetzt vergleichen wir uns mit anderen Branchen", sagte Tanzschulinhaber Oliver Thalheim am Montag in Leipzig. In Musikschulen sei ein Individualunterricht erlaubt. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Tanzschulen nicht gleich behandelt würden. Außerdem müsse überprüft werden, warum Tanzunterricht für negativ Getestete oder gar geimpfte Menschen nicht zulässig sein soll.

Thalheim ist einer der Sprecher der neu formierten "Interessengemeinschaft Tanzen in Sachsen". Der Verbund setzt sich für eine Wiederöffnung der seit vorigen November geschlossenen Tanzschulen ein. Eigentlich hatte die Interessengemeinschaft angekündigt, ab 19. April wieder Einzelunterricht anbieten zu wollen. Ein Tanzlehrer gibt Unterricht für ein Tanzpaar, alle sind negativ getestet - so sollte das Szenario aussehen. Im Privaten wäre ein solches Treffen erlaubt, argumentierten die Tanzlehrer.

Auf diese Ankündigung habe das sächsische Sozialministerium reagiert - mit einem Schreiben, das für den Fall einer Öffnung auf die dann fälligen Bußgelder hingewiesen habe. "Diese Antwort aus Dresden war natürlich ernüchternd", sagte Thalheim.

Die Interessengemeinschaft habe auf ein Gesprächsangebot gehofft. Die Tanzschulen wollten nicht als die Kritiker der Corona-Maßnahmen schlechthin auftreten. Aber es sei jetzt an der Zeit, eine Lösung für alle zu finden, sagte Thalheim. Die Interessengemeinschaft vertritt nach eigenen Angaben rund 100 Tanzschulen, Tanzclubs und Vereine des Breitensports in Sachsen.

Update, 19. April, 9.40 Uhr: Wocheninzidenz in Sachsen steigt weiter leicht an

In Sachsen nimmt die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus weiter zu. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche lag am Montagmorgen bei 237. Das geht aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor (Stand: 08.15 Uhr). Am Sonntag lag der Wert noch bei 234. Binnen eines Tagen registrierte das RKI für den Freistaat 756 Neuinfektionen. Am Montag sind die Zahlen allerdings meist geringer, weil am Wochenende weniger getestet und gemeldet wird.

Sachsen zählt bundesweit zu den am stärksten betroffenen Bundesländern, nur in Thüringen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz noch höher (246). Bundesweit lag der Wert bei 165.

Update, 19. April, 5.51 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag (Stand 3.09 Uhr) für Chemnitz 90 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 14.249 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 277,3.

Update, 18. April, 14.39 Uhr: "Jeder Verlust wiegt unendlich schwer" - Gedenken an Pandemie-Opfer

Bundesweit und auch in Sachsen wird an diesem Sonntag der Pandemie-Opfer in der Corona-Krise gedacht. Sachens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erinnerte an mehr als 8000 Menschen im Freistaat, die an oder mit Covid-19 verstorben seien. "Jede Zahl steht für einen geliebten Menschen, jeder Verlust wiegt unendlich schwer", erklärte der Regierungschef am Sonntag auf Facebook. Eine gewaltige Naturkatastrophe habe Europa, Deutschland und Sachsen seit über 12 Monaten im Griff. Jeder sei gefordert, Verantwortung zu übernehmen und Ansteckungen zu vermeiden. "Das kostet Kraft, das ist mühsam."

Das Ende der Pandemie sei aus Sicht Kretschmers absehbar. Er rief die Sachsen dazu auf, weiter zusammenzustehen. "Jetzt geht es um die letzten Wochen und vielleicht Monate, bis wir alle ein Impfangebot haben und die warme Jahreszeit uns hilft, die Pandemie zu bekämpfen."

Zahlreiche Kirchen und Kapellen öffnen am Sonntag ihre Türen, um unter dem Motto "Zeit zur Klage - Raum für Hoffnung" den Menschen Gelegenheit zum Gedenken an Verstorbene und zur Fürbitte für Leidtragende zu geben. Geplant sind Gottesdienste, offene Kirchen, Andachten sowie Zeiten der Stille. Kretschmer will mit Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FD) am Nachmittag in der Dresdner Frauenkirche der Pandemie-Opfer gedenken.

In Sachsen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 8730 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Update, 18. April, 12.34 Uhr: Corona-Inzidenzwerte in Sachsen weiter auf hohem Niveau

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen nimmt weiter leicht zu. Nach Statistiken des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag stieg die Zahl neuer Infektionen bezogen auf

100.000 Einwohner innerhalb einer Woche auf 234 (Stand 10.10 Uhr). Am Vortag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz noch 232.

Nur in Thüringen (247) ist die Quote derzeit noch höher. Bundesweit lag die Inzidenz am Samstag bei 162. Am stärksten sind laut RKI die Landkreise Zwickau, das Erzgebirge sowie das Vogtland betroffen mit einer Inzidenz deutlich über 300. Am niedrigsten sind die Zahlen derzeit in Dresden mit einer Inzidenz von 136,7.

Update, 18. April, 6.54 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag (Stand 3.09 Uhr) für Chemnitz 70 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 14.159 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 275,6.

Zudem wurden drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 426 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 17. April, 17.50 Uhr: Gedenken an Pandemie-Opfer in Sachsens Kirchen und Kapellen

In Sachsen wird an diesem Sonntag vielerorts der Pandemie-Opfer in der Corona-Krise gedacht. Zahlreiche Kirchen und Kapellen öffnen ihre Türen, um unter dem Motto "Zeit zur Klage - Raum für Hoffnung" den Menschen Gelegenheit zum Gedenken an Verstorbene und zur Fürbitte für Leidtragende zu geben.

Geplant sind Gottesdienste, offene Kirchen, Andachten sowie Zeiten der Stille.

Update, 17. April, 17.15 Uhr: Chemnitzer Infektiologe: "Brauchen jetzt 28 bis 42 Tage einen extrem harten Lockdown"

Um die Krankenhäuser zu entlasten, müsste ein knallharter Lockdown her, sagt der Chemnitzer Infektiologe Thomas Grünewald (56): "Aus infektiologischer Sicht müssten wir jetzt 28 bis 42 Tage einen extrem harten Lockdown machen." Das wären zwei bis drei Inkubationszeiten.

Mehr dazu in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Thomas Grünewald (56), Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum Chemnitz, warnt vor der Belastungsgrenze der Krankenhäuser. Er spricht sich für einen Knallhart-Lockdown aus.
Thomas Grünewald (56), Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum Chemnitz, warnt vor der Belastungsgrenze der Krankenhäuser. Er spricht sich für einen Knallhart-Lockdown aus.  © Christophe Gateau/dpa, Kristin Schmidt

Update, 17. April, 13.19 Uhr: Corona-Impfung: Sieben Prozent der Sachsen vollständig geimpft

In Sachsen sind rund sieben Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) vom Samstag hervor. Demnach haben knapp 294.000 Menschen bereits eine zweite Impfung erhalten.

Mit einer Quote von 7,1 Prozent liegt der Freistaat damit im bundesweiten Vergleich auf dem dritten Platz. Insgesamt wurden in Sachsen bisher mehr als eine Million Impfdosen verabreicht.

Titelfoto: Maik Börner, Kateryna Kon/123RF

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