Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz sinkt weiter

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 16.005 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 203,0 (Stand: 6. Mai, alle Daten vom RKI).

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie sind weiterhin keine Öffnungen für die Gastronomiebetriebe in Sicht.
Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie sind weiterhin keine Öffnungen für die Gastronomiebetriebe in Sicht.  © Kristin Schmidt

In Sachsen gilt seit dem 24. April die Corona-Notbremse mit verschärften Maßnahmen.

Neu ist die Ausgangssperre. Sie gilt von 22 bis 5 Uhr früh, und zwar in Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100. Bis Mitternacht sind Spaziergänge, Joggen und der notwendige Gang mit dem Hund allein weiter möglich.

Bei Schule und Kita gilt: Home-Schooling oder Notbetreuung (Hort und Kita) gilt ab einer Inzidenz von 165.

Kontaktbeschränkungen: Ein Hausstand plus eine Person plus Kinder bis 14 Jahre

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 6. Mai, 5.51 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag (Stand 3.09 Uhr) für Chemnitz 83 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 16.005 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 203,0.

Es wurden sieben weitere Todesfäelw im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 471 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 5. Mai, 16.33 Uhr: Kretschmer: Chance auf freien und fröhlichen Sommer 2021

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat Hoffnungen auf Lockerungen für Gastronomie, Tourismus und Kultur geschürt: "Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels und das wird deutlicher und heller", sagte er am Mittwoch bei einem Besuch in Zwickau.

Es sei wichtig, in den nächsten Wochen weiter konsequent und klug zu handeln. "Wir werden eine realistische Chance haben, dass der Sommer 2021 genauso frei, dynamisch, fröhlich wird für den Tourismus, für die Kultur, für die Gastronomie wie das im vergangenen Jahr gewesen ist."

Schon zu Pfingsten halte er Lockerungen in der Gastronomie für möglich.

Update, 5. Mai, 14.28 Uhr: Erleichterung für Geimpfte: Handelsverband drängt auf klare Regeln

Der Handelsverband Sachsen drängt nach der Ankündigung von Erleichterungen für Corona-Geimpfte und Genesene auf klare Regelungen. Es sei richtig, diese künftig mit negativ Getesteten gleichzusetzen, sagte Hauptgeschäftsführer René Glaser am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings stelle sich für den Einzelhandel nun die Frage nach der Kontrolle. "Wenn das nicht eindeutig geklärt wird, drohen dem Personal Konflikte und Diskussionen an den Ladentüren." Es müsse klar und deutlich geregelt werden, unter welchen Voraussetzungen die Einzelhändler Kunden in die Geschäfte lassen dürfen.

Der Verband forderte digitale Nachweismöglichkeiten für Genesene und Geimpfte. "Wir müssen so viel Zettelwirtschaft wie möglich vermeiden", so Glaser. Dennoch müsse es für Menschen ohne Smartphones eine Papierlösung geben. Die Politik dürfe die Branche nicht mit den schon lange bekannten Herausforderungen alleine lassen.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte am Dienstag nach der Kabinettssitzung angekündigt, dass vollständig gegen Corona geimpfte Menschen sowie Genesene mit der neuen Landesverordnung ab dem 10. Mai mehr Freiheiten erhalten: Sie sollen wie negativ Getestete behandelt werden. Als erstes Bundesland will Sachsen dafür den rechtssicheren Einsatz der Corona-Warn-App zur digitalen Kontaktnachverfolgung ermöglichen.

Update, 5. Mai, 11.32 Uhr: Corona-Krise bremst Konjunkturaufschwung im ostsächsischen Handwerk

Die Corona-Krise und die wirtschaftlichen Folgen drücken die Stimmung im ostsächsischen Handwerk. "Der sonst in dieser Jahreszeit übliche Aufschwung bleibt in diesem Frühjahr aus", sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden, Andreas Brzezinski, am Mittwoch bei der Vorstellung der aktuellen Konjunkturanalyse.

Betriebsschließungen, Auftrags- und Umsatzrückgänge sowie Materialengpässe führten demnach quer durch alle Branchen zu einer Eintrübung des Geschäftsklimas. Mit 115 Punkten liegt der Index unter dem Wert der Vorjahre.

Von den Auswirkungen der Corona-Krise sind demnach vor allem Friseure, Kosmetiker und Kunsthandwerker betroffen. Insgesamt bewerteten 46 Prozent der Handwerksbetriebe in Ostsachsen ihre Lage als gut - bei der vorangegangenen Befragung waren es noch etwa zwei Drittel. Für die Konjunkturanalyse wurden 3866 Mitgliedsbetriebe befragt, 20 Prozent antworteten.

"Wir sind noch im Tunnel und müssen das Licht suchen", sagte Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich. Eine Corona-Sonderumfrage von Anfang April habe gezeigt, dass die Krise in jeder Branche des ostsächsischen Handwerks angekommen sei. 84 Prozent der befragten Betriebe gaben an, mit wirtschaftlichen Krisenfolgen zu kämpfen. 53 Prozent berichten von Umsatzeinbrüchen - mehr als doppelt so viele wie noch Anfang Januar in der ersten Corona-Sonderumfrage.

Update, 5. Mai, 9.19 Uhr: Corona-Wochenwert geht in Sachsen deutlich nach unten

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche ist am Mittwoch in Sachsen deutlich nach unten gegangen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 177,3 an. Am Dienstag hatte dieser Wert noch bei 204,2 und am Montag bei 215,5 gelegen.

Noch immer trägt Thüringen unter den Bundesländern mit 209,7 die rote Laterne. Bundesweit sank die Inzidenz leicht auf 132,8.

Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie labortechnisch nachgewiesenen Coronainfektionen in Sachsen gab das RKI mit 267.040 an, 1170 mehr als am Dienstag. An oder mit Covid-19 starben 9179 Menschen im Land. Corona-Hotspots in Sachsen sind der Erzgebirgskreis mit einer Inzidenz von 299,4 (am Dienstag: 335,6) und der Landkreis Mittelsachsen 260,8 (332,5). Den niedrigsten Wert in Sachsen verzeichnet jetzt die Stadt Dresden mit einer Inzidenz von 106,1, dicht gefolgt von Leipzig mit einem Wert von 106,4.

Update, 5. Mai, 5.56 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 3.10 Uhr) für Chemnitz 54 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 15.922 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 231,4.

Es wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 464 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 4. Mai, 17 Uhr: Sachsen stellt Lockerungen in Aussicht - bei Inzidenz unter 100

Sachsens Regierung stellt im Fall weiter sinkender Corona-Infektionszahlen mehr Freiheiten in Aussicht. Diese werden in der neuen Corona-Schutzverordnung geregelt, die Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden nach einer Kabinettssitzung vorgestellt hat.

Die Landesverordnung gilt vom 10. bis zum 30. Mai und sieht zahlreiche Lockerungen vor, wenn die 7-Tage-Inzidenz in einer Region an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt - etwa bei Kontaktbeschränkungen, für Außengastronomie, Kultur und Tourismus. Zudem sollen vollständig gegen Corona geimpfte Menschen sowie Genesene in vielen Punkten mit negativ Getesteten gleichgestellt werden.

Noch müsse man vorsichtig sein, betonte Köpping. Zwar gehe auch in Sachsen die Zahl der Neuinfektionen zurück, der Freistaat bleibe aber bundesweit mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 204 das Land mit der zweithöchsten Ansteckungsquote. Nach aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums sind derzeit die Werte in Leipzig (111,6) und Dresden (116,2) am niedrigsten. Bei Infektionszahlen über der kritischen Marke von 100 in einer Region greift weiterhin die Bundes-Notbremse. Das sind die wichtigsten neuen Regeln:

GENESENE UND GEIMPFTE: Wer eine zweite Impfung erhalten hat, die mindestens 14 Tage zurückliegt, gilt als vollständig geimpft. Für diese Menschen sowie für Genesene (Nachweis durch einen mindestens 28 Tage alten PCR-Test) soll künftig die Testpflicht entfallen, die in vielen Situationen und Bereichen gilt. Sie werden mit negativ Getesteten gleichgestellt.

IMPFZENTREN BLEIBEN BIS ENDE JULI: Alle Impfzentren in Sachsen bleiben anders als zunächst geplant bis Ende Juli geöffnet, die drei großen Impfzentren in Dresden, Leipzig und Chemnitz bis Ende August. Damit soll es mit dem Impfen weiter vorangehen. Eigentlich wollte der Freistaat die Zentren außerhalb der Großstädte Ende Juni schließen. Die Idee stieß allerdings auf Kritik. Allein in der vergangenen Woche wurden in den Impfzentren in Sachsen rund 100 000 Menschen geimpft.

GARTENCENTER IN BAUMÄRKTEN: Anders als bisher dürfen in Sachsen Gartenabteilungen in Baumärkten nun auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 150 öffnen. Man habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil es in den vergangenen Tagen viele Diskussionen gegeben habe, so Köpping. Sachsen hatte die Bundes-Notbremse in diesem Bereich strenger ausgelegt als andere Bundesländer.

GASTRONOMIE UND TOURISMUS: Übernachtungen auf Campingplätzen und in Ferienwohnungen sind bei einer Inzidenz unter 100 erlaubt - mit Kontakterfassung. Erst bei einem Wert unter 50 sind auch wieder Übernachtungen in Hotels und Pensionen erlaubt - mit Buchung, Test und Kontakterfassung. Auch ein Besuch im Biergarten ist dann wieder möglich: Gastronomiebetriebe dürfen ihre Außenanlagen dann öffnen; mit Terminvergabe und Kontakterfassung sowie Negativtests, wenn mehr als zwei Hausstände an einem Tisch sitzen.

SONSTIGE LOCKERUNGEN: Unter der kritischen 100er-Marke werden die Kontaktbeschränkungen gelockert, dann dürfen sich drin maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, draußen sind es zehn Personen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Bei Eheschließungen dürfen 20 Leute unter Auflagen dabei sein, bei Beerdigungen 30. Open-Air-Veranstaltungen dürfen mit Auflagen ebenfalls stattfinden. Fitnessstudios dürfen für kontaktlosen Sport öffnen. Für den Besuch von Museen, Galerien und Gedenkstätten muss ein Negativtest vorgelegt werden. Bis zu 20 Minderjährige dürfen draußen in einer Gruppe trainieren, mit einem Negativtest ist auch Kontaktsport erlaubt.

CORONA-WARNAPP: Zur Verfolgung der Kontakte kann die Corona-Warn-App benutzt werden. Die Grünen im Landtag begrüßten den Schritt. Sachsen gehe einen mutigen Schritt nach vorn und ermögliche als erstes Bundesland den rechtssicheren Einsatz der Corona-Warn-App zur digitalen Kontaktnachverfolgung, hieß es.

Update, 4. Mai, 13.45 Uhr: Polizeieinsätze aufgrund von Versammlungen

Insgesamt gab es Einsätze auf sieben angezeigten Versammlungen, außerdem auf 14 sogenannten Spaziergängen.

Die Polizei nahm insgesamt drei Strafanzeigen auf und nahm 127 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzauflagen auf.

In Chemnitz waren gegen 19.15 Uhr eine Gruppe von etwa 50 Personen im Bereich Georgstraße/Mühlenstraße unterwegs. Die Personen wurden wiederholt auf die geltenden Corona-Bestimmungen hingewiesen. Die Polizei stellte 13 Verstöße gegen die Infektionsschutzbestimmungen fest.

In Freiberg waren Einsatzkräfte ab 17 Uhr im Innenstadtbereich im Einsatz. Ab 18 Uhr liefen mehrere Personen vom Bebelplatz aus in Richtung Dresdner Straße. Aus den umliegenden Straßen kamen weitere Menschen hinzu, sodass insgesamt 820 Personen gezählt wurden. Zurück am Albertpark verstreuten sich die Personen dann schnell in alle Richtungen.

Im Zwönitz hatten sich am Abend insgesamt etwa 170 Personen am Markt eingefunden. "Trotz persönlicher Ansprachen sowie wiederholter Lautsprecherdurchsagen zur Rechtslage sowie dem Aufzeigen polizeilicher Folgemaßnahmen formierten sich rund 100 der Anwesenden zu einem geschlossenen Aufzug. Dieser erstreckte sich nahezu über die gesamte Straßenbereite.", so die Polizei.

Es wurden auch keine Mindestabstände eingehalten. In der Langen Gasse wurde der Aufzug durch eine Polizeiabsperrung gestoppt und umschlossen.

Es gab Anzeigen gegen 91 Personen, die sich in diesem Aufzug befanden. Ein 40-jähriger Deutscher sowie ein 54-jähriger Deutscher griffen Polizisten an. Die beiden bekamen eine entsprechende Strafanzeige. Der Ältere hatte außerdem die Beamten beleidigt, was ebenso eine Anzeige nach sich zog.

Update, 4. Mai, 9.39 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen sinkt wieder

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche ist am Dienstag in Sachsen wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 204,2 an, nachdem sie am Vortag bei 215,5 gelegen hatte. Negativ-Spitzenreiter unter den Bundesländern ist weiterhin Thüringen mit 217,2. Bundesweit sank die Inzidenz leicht auf 141,4.

Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie labortechnisch nachgewiesenen Coronainfektionen in Sachsen gab das RKI mit 265.870 an. An oder mit Covid-19 starben 9148 Menschen im Land. Corona-Hotspots in Sachsen sind der Erzgebirgskreis (335,6) und der Landkreis Mittelsachsen (332,5). Den niedrigsten Wert verzeichnet in Sachsen weiterhin die Stadt Leipzig mit einer Inzidenz von 111,6.

Update, 4. Mai, 5.55 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag (Stand 3.10 Uhr) für Chemnitz 75 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 15.869 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 253,7.

Es wurden keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 463 Personen an oder mit dem Virus.

Titelfoto: Maik Börner, Kateryna Kon/123RF

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