Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz weiter unter 5

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 17.029 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 3,7 (Stand: 24. Juni, alle Daten vom RKI).

Chemnitz im EM-Fieber: Mini-Public Viewing in den Gastro-Betrieben in der Inneren Klosterstraße.
Chemnitz im EM-Fieber: Mini-Public Viewing in den Gastro-Betrieben in der Inneren Klosterstraße.  © Harry Härtel

Aufgrund der gesunkenen Inzidenz, die an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter der kritischen Marke von 100 lag, tritt nun ab dem 21. Mai in Chemnitz die bundesweite Corona-Notbremse außer Kraft.

Statt des Infektionsschutzgesetzes tritt nun wieder die sächsische Corona-Schutzverordnung in Kraft.

Damit können sich die Menschen in Chemnitz endlich über Lockerungen freuen. Das heißt jedoch nicht, dass alle Corona-Regeln aufgehoben werden.

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Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 24. Juni, 17.11 Uhr: Schüler können ausgefallenen Schwimmunterricht im Sommer nachholen

Nach der Corona-Pandemie soll Sport und Bewegung an Kitas und Schulen stärker gefördert werden. "Bewegung macht Kindern und Jugendlichen nicht nur Spaß, sie ist auch unverzichtbar für ihre Entwicklung", sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Donnerstag im Landtag in Dresden. Zuvor stimmte der Landtag einem Antrag der schwarz-grün-roten Regierungsfraktionen zu. Demnach soll nicht nur die aktuelle Situation in Kitas und Schulen geprüft, sondern auch etwa Konzepte erarbeitet werden, um künftig im eingeschränkten Regelbetrieb mehr Bewegung zu ermöglichen und Sportangebote stärker in Ganztagsangeboten zu verankern.

Um den coronabedingt ausgefallenen Schwimmunterricht nachzuholen, soll es in den Sommerferien Kurs-Angebote geben, erklärte Piwarz. Die Teilnahme ist freiwillig. Laut Grünen im Landtag bedürfe es dazu verstärkte Kooperationen mit außerschulischen Partnern - etwa zur Nutzung von weiteren Wasserflächen. Zudem fordern die Grünen mehr Möglichkeiten in höheren Jahrgangsstufen, um das Schwimmen zu festigen. Bisher ist es Bestandteil des Unterrichts in der zweiten Klasse.

"Monatelanger Ausfall des Sportunterrichts, fehlende körperliche Aktivität durch Kontaktbeschränkungen, geschlossene Sportstätten und Schwimmhallen – die Pandemie hat Kinder und Jugendliche im wahrsten Sinne des Wortes ausgebremst", so die Grünen-Abgeordnete Christin Melcher.

Update, 24. Juni, 13.32 Uhr: Highfield-Festival am Störmthaler See bei Leipzig erneut abgesagt

Das Highfield-Festival am Störmthaler See bei Leipzig fällt auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus.

"Trotz sinkender Inzidenzen waren wir letztlich erneut zu einer Verschiebung gezwungen, da die Situation unter anderem wegen der Delta-Variante nach wie vor unvorhersehbar ist", sagte Veranstalter Stephan Thanscheidt von FKP Scorpio am Donnerstag. Zum Schutz der Gesundheit der Gäste und der Teams sei dieser Schritt notwendig.

Ursprünglich war das Festival vom 13. bis 15. August geplant. Im kommenden Jahr soll es vom 19. bis 21. August 2022 stattfinden, alle Tickets behalten nach Angaben des Veranstalters ihre Gültigkeit.

Update, 24. Juni, 9.09 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen weiter unter dem Bundesdurchschnitt

Die Corona-Inzidenz ist in Sachsen erneut leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte den Wert am Donnerstag mit 4,0. Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 4,1 gelegen. Sachsen liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt, den das RKI am Donnerstag mit 6,6 angab.

Sachsenweit ist die Inzidenz mit 1,3 im Landkreis Bautzen am niedrigsten. Den höchsten Wert erreicht der Erzgebirgskreis mit 7,8.

Laut RKI wurden in Sachsen am Donnerstag neun neue Todesfälle gemeldet. Damit sind im Freistaat 10.049 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Update, 24. Juni, 8.25 Uhr: Gesundheitsministerium rechnet mit Schließungen von Testzentren

Das Gesundheitsministerium rechnet mit Schließungen von Corona-Testzentren in der nahen Zukunft. Die Anzahl werde sich dem Bedarf anpassen, erklärte das Ministerium auf Anfrage. Mit zunehmenden Lockerungen, sinkenden Infektionszahlen und immer mehr Geimpften sind Tests in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens nicht mehr notwendig. "Damit werden eine ganze Reihe von Testzentren schließen", sagte Ministerin Petra Köpping (SPD). Sie verwies auf nach wie vor zahlreiche Testmöglichkeiten etwa in Apotheken. Falls im Herbst nötig könnten zügig wieder auch Testmöglichkeiten geschaffen werden. Sie jetzt vorzuhalten oder gar zu finanzieren, sei kaum möglich, betonte Köpping.

Noch rund 900 Testzentren sind derzeit auf der Übersichtskarte des Gesundheitsministeriums sachsenweit registriert. Seit Anfang März können sich alle Bürger mehrfach pro Woche kostenlos testen lassen. Der Bund übernimmt die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Bürger und Woche.

Wegen sinkender Nachfrage geht auch der Sächsische Apothekerverband davon aus, dass ein Teil der Apotheken das derzeitige Testangebot einschränkt oder ganz streicht. Wie in den vergangenen Monaten werden die Apotheken aber bei einer möglichen vierten Welle ihren entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten, betonte Sprecherin Kathrin Quellmalz. Dann könnten Testangebote wieder hochgefahren werden.

Update, 24. Juni, 5.55 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag (Stand 3.12 Uhr) für Chemnitz drei neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 17.029 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 3,7 (Vortag: 2,0).

Es wurden keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 536 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 23. Juni, 15.41 Uhr: Freie Termine in allen Impfzentren - Köpping wirbt für Astrazeneca

In allen sächsischen Impfzentren sind laut Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zurzeit Impftermine frei. "Wir sind froh, dass wir endlich in der Situation sind, jeder impfwilligen Bürgerin und jedem impfwilligen Bürger in Sachsen ein Impfangebot in einem der dreizehn sächsischen Impfzentren unterbreiten zu können", hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung des DRK. Die Möglichkeit, sich bei Haus- und Betriebsärzten gegen Corona impfen zu lassen, entlaste die Zentren spürbar. Zugleich gebe es durch die Ausweitung der Serverkapazitäten für das Buchungsportal keine Warteräume mehr. Auch bei der Hotline kommen Impfwillige laut DRK sofort durch.

In den Impfzentren werden laut DRK in der Regel nur mRNA-Impfstoffe angeboten. Menschen über 40, die sich lieber Astrazeneca spritzen lassen wollten, müssten das beim Buchungsprozess angeben.

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) warb am Mittwoch dafür, sich mit Astrazeneca impfen zu lassen. Der Stoff biete einen sehr guten Schutz und sei von der EU zugelassen. "Je umfangreicher wir alle vorhandenen Impfstoffe nutzen, desto schneller kommen wir unserem Ziel entgegen, einen guten Gemeinschaftsschutz zu erreichen", sagte sie angesichts der nachlassenden Akzeptanz für den Impfstoff.

Update, 23. Juni, 11.21 Uhr: Köpping verteidigt Corona-Maßnahmen der Regierung

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat die Corona-Politik des Freistaates verteidigt. Die Maßnahmen würden von der Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch im Landtag. Sie verwies dafür auf die jüngste Studie von des Mercator Forums Migration und Demokratie (MIDEM) der TU Dresden. Sachsen sei nicht das Land der Querdenker und Impfskeptiker. "Es gibt sie, aber nicht überdurchschnittlich."

Der Studie zufolge zeigten sich 42 Prozent der Befragten mit dem Pandemie-Management der Landesregierung unzufrieden. Köpping verwies zudem auf den ehemaligen Corona-Hotspot Vogtland. Dort sei es gelungen, durch eine umfassende Test- und Impfstrategie die Infektionszahlen zu senken. Die jüngste Entwicklung bezeichnete Köpping als "sehr erfreulich".

Dennoch müsse man vorsichtig sein, gerade mit Blick auf die als besonders ansteckend geltende Deltavariante, mahnte Köpping. Diese mache deutschlandweit mittlerweile 20 Prozent der Neuansteckungen aus. In dieser Woche habe es in Sachsen 41 Verdachtsfälle sowie 23 bestätige Fälle dieser zuerst in Indien nachgewiesenen Virusvariante gegeben.

Kritik an der Regierung kam von der AfD-Fraktion. Der Fraktionsvorsitzende Jörg Urban warf der Regierung Fehler und Planlosigkeit vor und forderte eine Aufhebung der Corona-Maßnahmen. Diese griffen empfindlich in die Grundrechte ein. Ab 1. Juli gelten bei einer Inzidenz unter 10 zahlreiche Lockerungen in Sachsen, die Maskenpflicht etwa im Einzelhandel oder im Nahverkehr bleibt aber bestehen.

Update, 23. Juni, 10.29 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen bleibt einstellig

Die Corona-Inzidenz ist in Sachsen erneut leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte den Wert am Mittwoch mit 4,1.

Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 4,7 gelegen. Sachsen liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt, den das RKI am Mittwoch mit 7,2 angab.

Sachsenweit ist die Inzidenz mit 2,0 in Chemnitz am niedrigsten. Den höchsten Wert erreicht der Erzgebirgskreis mit 8,1. Laut RKI wurden in Sachsen am Mittwoch 16 neue Todesfälle gemeldet. Damit sind im Freistaat 10.040 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Update, 23. Juni, 5.52 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 3.12 Uhr) für Chemnitz einen neuen Corona-Fall. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 17.026 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 2,0 (Vortag: 2,0).

Es wurden keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 536 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 22. Juni, 19 Uhr: Corona-Impfung in Chemnitz: Jetzt pikst auch die GGG mit

Corona-Impfung gefällig? Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und Großvermieter GGG piksen in Chemnitz ab nächster Woche im großen Stil.

Mehr dazu in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Der Chemnitzer Großvermieter GGG bietet mit dem DRK 1040 Erstimpfungen an. Zwei Termine finden im Steinhaus (Clausstraße) statt.
Der Chemnitzer Großvermieter GGG bietet mit dem DRK 1040 Erstimpfungen an. Zwei Termine finden im Steinhaus (Clausstraße) statt.  © Uwe Meinhold

Update, 22. Juni, 14.06 Uhr: Sachsen hebt Maskenpflicht im Freien auf

Sachsen hebt bei niedrigen Infektionszahlen die Maskenpflicht im Freien auf. Die Regelung gelte ab 1. Juli und bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 10, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung.

Bisher musste eine Maske auch im Freien getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden konnte. Im Einzelhandel und in Bussen und Bahnen muss hingegen auch weiterhin Maske getragen werden. Die neue Landesverordnung, die ab 1. Juli in Kraft tritt, stellt grundsätzlich für den Sommer gelockerte Corona-Regeln in Aussicht - mit wenigen Ausnahmen.

Unter einer stabilen Inzidenz von 10 soll es etwa keine Begrenzung bei Kontaktbeschränkungen und Personenbegrenzungen mehr geben. Die bisherige Landesverordnung läuft am 30. Juni aus.

Titelfoto: Kateryna Kon/123RF, Kristin Schmidt

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