Coronavirus in Chemnitz: Corona-Inzidenz in Sachsen stagniert auf hohem Niveau

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 14.505 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 201,8 (Stand: 22. April, alle Daten vom RKI).

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie sind weiterhin keine Öffnungen für die Gastronomiebetriebe in Sicht.
Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie sind weiterhin keine Öffnungen für die Gastronomiebetriebe in Sicht.  © Kristin Schmidt

Der Freistaat befindet sich weiterhin im Lockdown, der zunächst bis mindestens 9. Mai dauern wird.

Damit bleiben Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen bestehen, Hotels und Gastronomie geschlossen - Schulen und Kitas dürfen unter Auflagen öffnen.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 22. April, 17.25 Uhr: Corona-Notbremse - Schul- und Kitaschließungen vielerorts in Sachsen

Nach der Entscheidung über die bundesweit einheitliche Corona-Notbremse müssen sich Eltern und Kinder vielerorts in Sachsen ab Montag auf geschlossene Kitas und Schulen einstellen. Das teilte das Kultusministerium am Donnerstag mit. Mit dem erweiterten Infektionsschutzgesetz wird ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Wechselunterricht Pflicht - das gilt für alle Schularten. Steigt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche auf 165, muss der Präsenzunterricht ab dem übernächsten Tag ausgesetzt werden. Unter dieser kritischen Marke dürfen Kitas im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet bleiben.

Laut Kultusministerium ist damit ab nächster Woche nur noch in Dresden, Leipzig sowie in den Landkreisen Leipziger Land und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Schulunterricht im Wechselmodell möglich. In den anderen Regionen müssen Schulen und Kitas schließen. Ausnahmen sind laut Ministerium nur für die Abschlussklassen vorgesehen. Dazu zählen auch die vierten Klassen an der Grundschule. Die Schüler dürfen auch bei einer Inzidenz über der 165er Marke die Schule besuchen.

Am Donnerstag passierte das Infektionsschutzgesetz den Bundesrat und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete es. Eine Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt stand zunächst noch aus.

Update, 22. April, 15 Uhr: Weitere Corona-Todesfälle in Sachsen

Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministeriums erhöhte sich die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen am Donnerstag binnen 24 Stunden um 1563 auf insgesamt 251.821.

Zudem wurden weitere 23 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert.

Damit sind in Sachsen seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr 8848 Menschen an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Die Zahl der Genesenen wird auf 223.350 geschätzt.

Update, 22. April, 14.30 Uhr: Kretschmer spricht mit Putin über Impfstoff, Ukraine und Nawalny

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat während seiner Moskau-Reise mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. In dem Gespräch sei es unter anderem um die Bekämpfung der Corona-Pandemie gegangen, teilte der Kreml am Donnerstag mit. Putin habe die Bereitschaft der russischen Seite bekräftigt, mit deutschen Partnern bei Impfstofflieferungen und -herstellung zusammenzuarbeiten, hieß es.

Es seien auch der Ukraine-Konflikt und die Situation des im Straflager inhaftierten Oppositionellen Alexej Nawalny zur Sprache gekommen. Die beiden Punkte zählen zu den zahlreichen politischen Konflikten, wegen derer die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland auf einem Tiefpunkt sind.

Kretschmer hatte zuvor nach einem Gespräch mit dem russischen Gesundheitsminister Michail Muraschko gesagt, dass Deutschland 30 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V erwerben wolle. Voraussetzung sei aber die Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde.

Update, 22. April, 12.57 Uhr: Sächsische Brauereien verkaufen in der Corona-Krise weniger Bier

Sachsens Brauereien kämpfen in der Corona-Krise mit Absatzverlusten. Wie der Sächsische Brauerbund am Donnerstag mitteilte, stellten sich die Zahlen zu Beginn des Jahres 2021 "dramatisch schlechter" dar als noch im Vorjahr. So lag die Menge des verkauften Bieres im Januar 27 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, im Februar waren es 16 Prozent. Besonders kleinere Brauereien, die ihr Fassbier an die Gastronomie verkaufen, seien zunehmend von dem anhaltenden Lockdown betroffen. Kneipen, Restaurants und Clubs gehören für die Brauereien zu den wichtigsten Abnehmern.

Im gesamten vergangenen Jahr verbuchten die sächsischen Brauereien vier Prozent weniger Absatz als im Jahr zuvor. Das Minus fiel laut Geschäftsführerin Barbara Sarx-Lohse geringer aus als in anderen Bundesländern. Die Brauereien seien damit verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen. "Aufgrund des guten Wetters lief die Außengastronomie gut und es gab einen Anstieg des Flaschenbierverkaufes", so Sarx-Lohse.

Die Brauereien stünden nun in den Startlöchern für die Nach-Corona-Zeit, hieß es. Zwar müssten die Biergärten zum Tag des Bieres am 23. April noch geschlossen bleiben, aber die Hoffnung auf ein "kühles Bier im sommerlichen Biergarten" bleibe.

Update, 22. April, 10.11 Uhr: Impfportal in Sachsen wegen Ansturms überlastet

Wer sich in Sachsen aktuell im Serviceportal zur Impfung gegen das Coronavirus registrieren möchte, braucht vor allem eins: Geduld!

Momentan sind für die Terminbuchung weder das Online-Portal noch die telefonische Buchungshotline erreichbar beziehungsweise, man fliegt bei beiden nach ein paar Sekunden wieder raus.

Mehr dazu in unserem >>> Bericht.

Update, 22. April, 9.48 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen stagniert auf hohem Niveau

Der Wochenwert der Corona-Neuinfektionen in Sachsen stagniert. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Donnerstag die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 201,8 angab, am Mittwoch waren es 200,8. Sachsen bleibt damit hinter Thüringen (232,2) das am stärksten betroffene Bundesland. Bundesweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag 161,1. Den geringsten Wert hat Schleswig-Holstein mit 70,9.

Innerhalb Sachsens liegen zwei Regionen weiter über der 300er-Marke: der Landkreis Zwickau (310,8) und der Erzgebirgskreis (309,3). Die Landkreise Mittelsachsen (289,1), Vogtland (249,6), Görlitz (220,8) und Bautzen (211,5) sowie die Stadt Chemnitz (201,8) befinden sich oberhalb der Schwelle von 200. Den geringsten Wert verzeichnet die Stadt Leipzig mit 122,9.

In absoluten Zahlen wies das RKI am Donnerstag für Sachsen eine Zunahme von 2199 Neuinfektionen auf nunmehr 250.271 seit Beginn der Pandemie aus. Die Zahl der Todesfälle wurde mit 8830 angegeben, 39 mehr als am Tag zuvor. Das sächsische Gesundheitsminister stellt am Nachmittag aktuelle Zahlen vor.

Update, 22. April, 6.05 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag (Stand 3.09 Uhr) für Chemnitz 54 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 14.505 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 201,8.

Zudem wurden vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 437 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 21. April, 10.55 Uhr: Corona-Inzidenz geht in Sachsen weiter zurück

Die Rate der Neuansteckungen mit dem Coronavirus ist in Sachsen weiter zurückgegangen. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte die Sieben-Tages-Inzidenz am Mittwoch auf 200,8. Am Dienstag hatte der Wert noch bei 220,9 gelegen. Der Inzidenzwert gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern sich binnen sieben Tagen mit Coronavirus angesteckt haben. Bundesweit sank die Inzidenz leicht auf 160,1.

Zwei Landkreise in Sachsen liegen weiter über der 300er-Marke: der Erzgebirgskreis (322,1) und der Landkreis Zwickau (303,5). Die niedrigsten Inzidenzen haben die beiden Großstädte Dresden (118,5) und Leipzig (124,1). Seit Beginn der Pandemie sind in Sachsen 8791 Corona-Patienten gestorben.

Update, 21. April, 6.03 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 3.09 Uhr) für Chemnitz 73 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 14.451 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 265,5.

Zudem wurden sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 433 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 20. April, 18 Uhr: Sachsen will Bundes-Notbremse zustimmen - Debatte im Landtag

Sachsen will trotz Kritik den geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes zustimmen. Das stellte Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden klar. "Als Staatsregierung akzeptieren wir das Gesetz und sehen die Notwendigkeit, angesichts der hohen Inzidenzwerte - vor allem steigender Auslastung in Krankenhäuser - zu einem bundeseinheitlichen Handeln zu kommen".

Dennoch sei man mit einigen Einzelregelungen nicht einverstanden. sagte Schenk. Diese wolle Sachsen in einer Protokollnotiz auch festhalten. Als Kritikpunkte nannte er unter anderem die Regelungen zur nächtlichen Ausgangssperre und die Konsequenzen für Schulen und Kitas, wenn die Wocheninzidenz den Wert von 100 übersteigt.

Am Nachmittag debattierte der Landtag auf Antrag der AfD über das Infektionsschutzgesetz. Die AfD wollte erreichen, dass sich Sachsens Regierung im Bundesrat gegen die Bundes-Notbremse stellt. AfD-Partei- und Fraktionschef Jörg Urban sieht in dem Gesetz einen "verfassungsfeindlichen Frontalangriff auf die Grundrechte der Bürger" und auf die föderale Struktur in Deutschland. Während die AfD das Gesetz grundsätzlich ablehnt, äußerten Vertreter der anderen Fraktionen genau wie Schenk Kritik zu einzelnen Punkten.

Anstatt "populistisch den Untergang des Föderalismus an die Wand zu malen", werde Sachsen seine Position im dafür vorgesehenen demokratischen Verfahren deutlich machen und sich einbringen, sagte Schenk und verwies auf Bundestag und Bundesrat. Der Antrag der AfD mit dem Titel "Föderalismus erhalten - Nein zum Verlust der Länderkompetenz durch das Infektionsschutzgesetz" fand keine Mehrheit. Die AfD hatte auf einer namentlichen Abstimmung bestanden.

Titelfoto: Maik Börner, Kateryna Kon/123RF

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