Coronavirus in Chemnitz: Corona-Inzidenz geht in Sachsen weiter zurück

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 14.451 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 265,5 (Stand: 21. April, alle Daten vom RKI).

Viele Geschäfte in der Galerie Roter Turm in Chemnitz sind dicht. Nur Läden, die Produkte des täglichen Bedarfs anbieten, haben aktuell geöffnet.
Viele Geschäfte in der Galerie Roter Turm in Chemnitz sind dicht. Nur Läden, die Produkte des täglichen Bedarfs anbieten, haben aktuell geöffnet.  © Uwe Meinhold

Der Freistaat befindet sich weiterhin im Lockdown, der zunächst bis mindestens 9. Mai dauern wird.

Damit bleiben Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen bestehen, Hotels und Gastronomie geschlossen - Schulen und Kitas dürfen unter Auflagen öffnen.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 21. April, 10.55 Uhr: Corona-Inzidenz geht in Sachsen weiter zurück

Die Rate der Neuansteckungen mit dem Coronavirus ist in Sachsen weiter zurückgegangen. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte die Sieben-Tages-Inzidenz am Mittwoch auf 200,8. Am Dienstag hatte der Wert noch bei 220,9 gelegen. Der Inzidenzwert gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern sich binnen sieben Tagen mit Coronavirus angesteckt haben. Bundesweit sank die Inzidenz leicht auf 160,1.

Zwei Landkreise in Sachsen liegen weiter über der 300er-Marke: der Erzgebirgskreis (322,1) und der Landkreis Zwickau (303,5). Die niedrigsten Inzidenzen haben die beiden Großstädte Dresden (118,5) und Leipzig (124,1). Seit Beginn der Pandemie sind in Sachsen 8791 Corona-Patienten gestorben.

Update, 21. April, 6.03 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 3.09 Uhr) für Chemnitz 73 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 14.451 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 265,5.

Zudem wurden sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 433 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 20. April, 18 Uhr: Sachsen will Bundes-Notbremse zustimmen - Debatte im Landtag

Sachsen will trotz Kritik den geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes zustimmen. Das stellte Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden klar. "Als Staatsregierung akzeptieren wir das Gesetz und sehen die Notwendigkeit, angesichts der hohen Inzidenzwerte - vor allem steigender Auslastung in Krankenhäuser - zu einem bundeseinheitlichen Handeln zu kommen".

Dennoch sei man mit einigen Einzelregelungen nicht einverstanden. sagte Schenk. Diese wolle Sachsen in einer Protokollnotiz auch festhalten. Als Kritikpunkte nannte er unter anderem die Regelungen zur nächtlichen Ausgangssperre und die Konsequenzen für Schulen und Kitas, wenn die Wocheninzidenz den Wert von 100 übersteigt.

Am Nachmittag debattierte der Landtag auf Antrag der AfD über das Infektionsschutzgesetz. Die AfD wollte erreichen, dass sich Sachsens Regierung im Bundesrat gegen die Bundes-Notbremse stellt. AfD-Partei- und Fraktionschef Jörg Urban sieht in dem Gesetz einen "verfassungsfeindlichen Frontalangriff auf die Grundrechte der Bürger" und auf die föderale Struktur in Deutschland. Während die AfD das Gesetz grundsätzlich ablehnt, äußerten Vertreter der anderen Fraktionen genau wie Schenk Kritik zu einzelnen Punkten.

Anstatt "populistisch den Untergang des Föderalismus an die Wand zu malen", werde Sachsen seine Position im dafür vorgesehenen demokratischen Verfahren deutlich machen und sich einbringen, sagte Schenk und verwies auf Bundestag und Bundesrat. Der Antrag der AfD mit dem Titel "Föderalismus erhalten - Nein zum Verlust der Länderkompetenz durch das Infektionsschutzgesetz" fand keine Mehrheit. Die AfD hatte auf einer namentlichen Abstimmung bestanden.

Update, 20. April, 15.25 Uhr: Mit Test, aber ohne Maske: Abitur-Prüfungen unter Corona-Bedingungen

Für die Abiturprüfungen in Sachsen gelten in diesem Jahr Hygienevorgaben und Abstandsregeln. Wie das Kultusministerium am Dienstag mitteilte, müssen sich die Schülerinnen und Schüler vorab testen. Während der Prüfungen müssten jedoch keine Masken getragen werden. Gegebenenfalls würden die Schüler auf mehrere Räume verteilt, um den Anforderungen des Infektionsschutzes zu genügen. Laut Ministerium legen in diesem Jahr 10 667 Abiturienten die Prüfungen ab. Sie beginnen an diesem Freitag (23.4.) im Fach Religion - später folgen Fächer wie Deutsch (30.4.) und Mathematik (4.5.).

"Die Prüfungssituation in diesem Jahr ist ohne Zweifel eine besondere Herausforderung für die Schüler. Wir haben alles dafür getan, dass die Abiturienten einen gleichwertigen Abschluss unter fairen Bedingungen bekommen", sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Um Nachteile auszugleichen, sieht das Ministerium unter anderem 30 Minuten mehr Zeit für sämtliche Prüfungen sowie das mögliche Ausweichen auf einen Zweittermin vor. Die Zweit- und Drittkorrekturen finden an der jeweiligen Schule statt. Das soll eine faire Benotung sichern, falls Inhalte coronabedingt nicht ausreichend behandelt werden konnten.

Nach Einschätzung des Landesschülerrates waren die Vorbereitungen in den vergangenen Monaten nicht einfach: "Wir mussten uns zum Großteil selber kümmern", sagte Vorsitzende Joanna Kesicka. Im Dezember seien die Abiturienten mehrere Wochen zu Hause gewesen, auch danach hätten viele wegen Quarantäne am heimischen Schreibtisch lernen müssen. "Das ist gerade für Prüflinge und Abiturienten tragisch."

Update, 20. April, 14.16 Uhr: Ab sofort: Impfen mit AstraZeneca in Arztpraxen für alle! - Kitas und Schulen vielerorts bald wieder zu

Gute Neuigkeiten an der Impffront. Ab sofort ist AstraZeneca für alle frei. Ab Montag müssen vielerorts wieder die Schulen schließen. >>>Hier gibt's den kompletten Beitrag.

Update, 20. April, 13.32 Uhr: Infektionsschutz: Piwarz warnt vor Einschnitten für Schulbetrieb

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hat mit Blick auf die geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes vor erheblichen Einschnitten im Schulbetrieb gewarnt. Die sächsische Regierung habe vehement dafür gestritten, "dass die Bildungshoheit der Länder geachtet wird und wir unseren sächsischen Weg unabhängig der Inzidenzzahlen, aber mit lokaler Bewertung des Infektionsgeschehens und mit einem strengen Hygiene- und Testregime fortsetzen können", schrieb Piwarz am Dienstag in einem Brief an die Schulleitungen: "Diese Möglichkeit wird uns nun aus der Hand geschlagen."

Piwarz zufolge würde ein Verbot von Präsenzunterricht ab einer Inzidenz von über 165 an drei aufeinander folgenden Tagen bedeuten, dass nach jetzigem Stand in allen Landkreisen und in der Stadt Chemnitz die Schulen wieder komplett in die häusliche Lernzeit wechseln müssten.

In der Zeitung "Die Welt" (Dienstag) wurde Piwarz noch deutlicher: "Es entsetzt, dass das Recht der Kinder auf Bildung und Teilhabe keine Gültigkeit mehr haben soll. Ich dachte, wir wären schon weiter gewesen." Wenn man die 165-er-Inzidenz zum Maßstab erhebe, dann drohe, dass Schulen bis zum Sommer nicht mehr öffnen können: "Ein so fatales Signal an Kinder und Eltern können die Abgeordneten nicht ernsthaft senden wollen."

Update, 20. April, 12.44 Uhr: Landrat fordert Impffreigabe für alle Einwohner im Kreis Zwickau

Angesichts der hohen Infektionszahlen im Landkreis Zwickau hat Landrat Christoph Scheurer (CDU) gefordert, die Impfung gegen das Coronavirus für alle Bewohner sofort freizugeben. "Jeder Geimpfte trägt zur Entspannung der Situation bei", betonte er am Dienstag in einer Mitteilung. Dabei verwies er auf den Vogtlandkreis, wo sich schon länger alle Erwachsenen impfen lassen können. Die Entscheidung für die Freigabe liege jedoch beim Gesundheitsministerium, betonte Scheurer.

Der Christdemokrat sprach von einem "dramatischen Infektionsgeschehen" in seinem Landkreis. Die Wocheninzidenz sei dort in jüngster Zeit enorm gestiegen. Grund dafür sei vor allem die Nähe zum Vogtland, erklärte Scheurer. Das Robert Koch-Institut wies am Dienstag mehr als 1000 bestätigte Neuinfektionen innerhalb einer Woche für den Landkreis aus. Die Wocheninzidenz wurde auf 322,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner beziffert.

Aus Sicht Scheurers müssten unbedingt weitere Berufsgruppen wie Busfahrer, Lehrer, Postangestellte und Verkäufer beschleunigt geimpft werden. Sie setzten sich täglich einem erhöhten Ansteckungsrisiko aus. "Ich wünsche mir, dass mobile Impfteams sie an ihren Arbeitsplätzen aufsuchen und auch Hausärzte stärker in die Impfungen eingebunden werden."

Update, 20. April, 11.01 Uhr: Corona-Inzidenz geht in Sachsen zurück

Die Rate der Neuansteckungen mit dem Coronavirus ist in Sachsen zurückgegangen. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte die Sieben-Tages-Inzidenz am Dienstag auf 220,9. Am Montag hatte der Wert noch bei 237 gelegen und am Sonntag bei 234. Er gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern sich binnen sieben Tagen mit Coronavirus angesteckt haben. Bundesweit sank die Inzidenz ebenfalls leicht auf 162,4.

Drei Landkreise in Sachsen liegen weiter über der 300er-Marke: der Erzgebirgskreis (323,6), der Landkreis Zwickau (322,5) und der Landkreis Mittelsachsen (315,4). Die niedrigsten Inzidenzen haben die beiden Großstädte Dresden (121,4) und Leipzig (134,7). Seit Beginn der Pandemie sind in Sachsen 8756 Corona-Patienten gestorben.

Update, 20. April, 6.01 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag (Stand 3.10 Uhr) für Chemnitz 129 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 14.378 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 288,6.

Zudem wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 427 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 19. April, 21 Uhr: Corona-Demos in Chemnitz, Freiberg und Annaberg

Etwa 120 Coronagegner protestieren am Montagabend in Chemnitz gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung.

Polizisten begleiten die Demonstranten. Auch in Annaberg-Buchholz wurde sich auf dem Annaberger Markt versammelt, um gegen Coronamaßnahmen zu protestieren.

Auch in Freiberg wurde wieder zu einem Spaziergang aufgerufen. Die Bereitschaftspolizei war mit dutzenden Beamten vor Ort.

Corona-Demo am Montagabend im Chemnitzer Zentrum.
Corona-Demo am Montagabend im Chemnitzer Zentrum.  © Harry Härtel

Update, 19. April, 18.44 Uhr: Sondersitzung des Sächsischen Landtages zum Infektionsschutzgesetz

Der Sächsische Landtag befasst am Dienstag (15 Uhr) mit den geplanten Änderungen am Infektionsschutzgesetz des Bundes. Die Sondersitzung war von der AfD-Fraktion beantragt worden und steht unter dem Titel "Föderalismus erhalten - Nein zum Verlust der Länderkompetenzen durch das Infektionsschutzgesetz".

AfD-Fraktionschef Jörg Urban hatte der Bundesregierung vorgeworfen, die Länder entmachten zu wollen. Mit dem Antrag wird die sächsische Regierung unter anderem aufgefordert, den Gesetzentwurf ergebnisoffen im Bundesrat zu diskutieren und sich um eine Klärung im Vermittlungsausschuss zu bemühen.

Nach der Geschäftsordnung des Landtages hat der Präsident auf Verlangen eines Viertels der Abgeordneten das Parlament unverzüglich zu einer Sitzung einzuladen. Die AfD hatte in der Corona-Krise wiederholt von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Titelfoto: Maik Börner, Kateryna Kon/123RF

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0