Coronavirus in Chemnitz: Corona-Inzidenz in Sachsen stagniert auf hohem Niveau

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 14.769 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 274,0 (Stand: 23. April, alle Daten vom RKI).

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie sind weiterhin keine Öffnungen für die Gastronomiebetriebe in Sicht.
Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie sind weiterhin keine Öffnungen für die Gastronomiebetriebe in Sicht.  © Kristin Schmidt

Der Freistaat befindet sich weiterhin im Lockdown, der zunächst bis mindestens 9. Mai dauern wird.

Damit bleiben Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen bestehen, Hotels und Gastronomie geschlossen - Schulen und Kitas dürfen unter Auflagen öffnen.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 23. April, 10.27 Uhr: Verwirrung in den Baumärkten: Wie geht es mit der Corona-Notbremse in Sachsen weiter

Wie geht's weiter bei den Baumärkten in Sachsen? Müssen sie durch die neue Corona-Notbremse nun schließen, bleiben sie offen oder bleibt wenigstens Click & Collect möglich?

Mehr Infos zum Thema gibt es >>>hier.

Update, 23. April, 10.15 Uhr: Kassenärzte-Chef Heckemann für Aufhebung der Impfpriorisierung

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Sachsen befürwortet eine generelle Aufhebung der Impfpriorisierung und mehr Entscheidungsbefugnisse für die Ärzte. Mit der neu aufgemachten Prioritätengruppe 3 hätten viele Menschen Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung, sagte Klaus Heckemann in Dresden auf Anfrage. So lange der Impfstoff aber knapp sei, müssten die Ärzte in den Praxen ohnehin entscheiden, wer geimpft werden könne - etwa nach Alter und Vorerkrankungen. "Wenn die Ärzte innerhalb der Prioritätengruppe entscheiden, kann man die Priorisierung auch gleich aufheben." Heckemann sprach sich dafür aus, den Ärzten mehr Vertrauen für ihre Entscheidungen entgegenzubringen.

Anfang der Woche hatte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) die Impfpriorisierung für AstraZeneca in den Praxen bereits komplett aufgehoben. Laut Ministerium soll damit vermieden werden, dass übrig gebliebene Impfdosen entsorgt werden müssen. Praxen hätten gemeldet, dass es bei Bürgern teils Vorbehalte gegenüber AstraZeneca gebe, hieß es auf Anfrage. Laut Ministerium gibt es vor allem in den mehr als 300 Modellpraxen - etwa im Vogtland und in Grenzregionen - derzeit noch tausende verfügbare Impfdosen von AstraZeneca.

Nach Einschätzung von Heckemann hingegen läuft die Aufhebung der Impfpriorisierung für AstraZeneca in Sachsen weitgehend ins Leere. "Es gibt viele Anfragen in den Praxen, aber nicht genügend Impfstoff." So hat etwa der Bund angekündigt, dass Arztpraxen in der Woche ab dem 26. April ausschließlich Biontech und kein AstraZeneca wie zunächst geplant erhalten. Für die Ärzte in den Praxen sei es ein großer Aufwand, den Impfstoff zu bestellen und immer wieder auf aktuelle Situationen zu reagieren, so Heckemann.

Wie viel und welcher Impfstoff in die Praxen komme, bestimmen laut sächsischem Gesundheitsministerium der Bund sowie die Ärzte mit ihrer jeweiligen Bestellung. "Hier gibt es immer wieder auch kurzfristige Änderungen", hieß es.

Update, 23. April, 10 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen wieder gestiegen

Der Wochenwert der Corona-Neuinfektionen ist in Sachsen wieder leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Freitag die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 209,3 an, am Donnerstag waren es 201,8. Sachsen bleibt damit hinter Thüringen (223,2) das am stärksten betroffene Bundesland. Bundesweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag 164.

Innerhalb Sachsens liegen zwei Regionen weiter über der 300er Marke: der Erzgebirgskreis (346,6) und der Landkreis Zwickau (316,5). Die Landkreise Mittelsachsen (277,2), Chemnitz (274,0), Bautzen (238,5), Vogtland (230,5) sowie Görlitz (224,4) befinden sich oberhalb der Schwelle von 200. Den geringsten Wert verzeichneten die Großstädte Leipzig mit 121,9 und Dresden (129,5).

Nach RKI-Angaben erhöhte sich die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen am Donnerstag binnen 24 Stunden um 1902 auf insgesamt 252.173. Zudem wurden weitere 33 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Damit sind in Sachsen seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr 8863 Menschen an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Update, 23. April, 5.51 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag (Stand 3.09 Uhr) für Chemnitz 264 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 14.769 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 274,0.

Zudem wurden zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 439 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 22. April, 17.25 Uhr: Corona-Notbremse - Schul- und Kitaschließungen vielerorts in Sachsen

Nach der Entscheidung über die bundesweit einheitliche Corona-Notbremse müssen sich Eltern und Kinder vielerorts in Sachsen ab Montag auf geschlossene Kitas und Schulen einstellen. Das teilte das Kultusministerium am Donnerstag mit. Mit dem erweiterten Infektionsschutzgesetz wird ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Wechselunterricht Pflicht - das gilt für alle Schularten. Steigt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche auf 165, muss der Präsenzunterricht ab dem übernächsten Tag ausgesetzt werden. Unter dieser kritischen Marke dürfen Kitas im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet bleiben.

Laut Kultusministerium ist damit ab nächster Woche nur noch in Dresden, Leipzig sowie in den Landkreisen Leipziger Land und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Schulunterricht im Wechselmodell möglich. In den anderen Regionen müssen Schulen und Kitas schließen. Ausnahmen sind laut Ministerium nur für die Abschlussklassen vorgesehen. Dazu zählen auch die vierten Klassen an der Grundschule. Die Schüler dürfen auch bei einer Inzidenz über der 165er Marke die Schule besuchen.

Am Donnerstag passierte das Infektionsschutzgesetz den Bundesrat und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete es. Eine Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt stand zunächst noch aus.

Update, 22. April, 15 Uhr: Weitere Corona-Todesfälle in Sachsen

Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministeriums erhöhte sich die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen am Donnerstag binnen 24 Stunden um 1563 auf insgesamt 251.821.

Zudem wurden weitere 23 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert.

Damit sind in Sachsen seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr 8848 Menschen an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Die Zahl der Genesenen wird auf 223.350 geschätzt.

Update, 22. April, 14.30 Uhr: Kretschmer spricht mit Putin über Impfstoff, Ukraine und Nawalny

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat während seiner Moskau-Reise mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. In dem Gespräch sei es unter anderem um die Bekämpfung der Corona-Pandemie gegangen, teilte der Kreml am Donnerstag mit. Putin habe die Bereitschaft der russischen Seite bekräftigt, mit deutschen Partnern bei Impfstofflieferungen und -herstellung zusammenzuarbeiten, hieß es.

Es seien auch der Ukraine-Konflikt und die Situation des im Straflager inhaftierten Oppositionellen Alexej Nawalny zur Sprache gekommen. Die beiden Punkte zählen zu den zahlreichen politischen Konflikten, wegen derer die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland auf einem Tiefpunkt sind.

Kretschmer hatte zuvor nach einem Gespräch mit dem russischen Gesundheitsminister Michail Muraschko gesagt, dass Deutschland 30 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V erwerben wolle. Voraussetzung sei aber die Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde.

Update, 22. April, 12.57 Uhr: Sächsische Brauereien verkaufen in der Corona-Krise weniger Bier

Sachsens Brauereien kämpfen in der Corona-Krise mit Absatzverlusten. Wie der Sächsische Brauerbund am Donnerstag mitteilte, stellten sich die Zahlen zu Beginn des Jahres 2021 "dramatisch schlechter" dar als noch im Vorjahr. So lag die Menge des verkauften Bieres im Januar 27 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, im Februar waren es 16 Prozent. Besonders kleinere Brauereien, die ihr Fassbier an die Gastronomie verkaufen, seien zunehmend von dem anhaltenden Lockdown betroffen. Kneipen, Restaurants und Clubs gehören für die Brauereien zu den wichtigsten Abnehmern.

Im gesamten vergangenen Jahr verbuchten die sächsischen Brauereien vier Prozent weniger Absatz als im Jahr zuvor. Das Minus fiel laut Geschäftsführerin Barbara Sarx-Lohse geringer aus als in anderen Bundesländern. Die Brauereien seien damit verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen. "Aufgrund des guten Wetters lief die Außengastronomie gut und es gab einen Anstieg des Flaschenbierverkaufes", so Sarx-Lohse.

Die Brauereien stünden nun in den Startlöchern für die Nach-Corona-Zeit, hieß es. Zwar müssten die Biergärten zum Tag des Bieres am 23. April noch geschlossen bleiben, aber die Hoffnung auf ein "kühles Bier im sommerlichen Biergarten" bleibe.

Update, 22. April, 10.11 Uhr: Impfportal in Sachsen wegen Ansturms überlastet

Wer sich in Sachsen aktuell im Serviceportal zur Impfung gegen das Coronavirus registrieren möchte, braucht vor allem eins: Geduld!

Momentan sind für die Terminbuchung weder das Online-Portal noch die telefonische Buchungshotline erreichbar beziehungsweise, man fliegt bei beiden nach ein paar Sekunden wieder raus.

Mehr dazu in unserem >>> Bericht.

Update, 22. April, 9.48 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen stagniert auf hohem Niveau

Der Wochenwert der Corona-Neuinfektionen in Sachsen stagniert. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Donnerstag die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 201,8 angab, am Mittwoch waren es 200,8. Sachsen bleibt damit hinter Thüringen (232,2) das am stärksten betroffene Bundesland. Bundesweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag 161,1. Den geringsten Wert hat Schleswig-Holstein mit 70,9.

Innerhalb Sachsens liegen zwei Regionen weiter über der 300er-Marke: der Landkreis Zwickau (310,8) und der Erzgebirgskreis (309,3). Die Landkreise Mittelsachsen (289,1), Vogtland (249,6), Görlitz (220,8) und Bautzen (211,5) sowie die Stadt Chemnitz (201,8) befinden sich oberhalb der Schwelle von 200. Den geringsten Wert verzeichnet die Stadt Leipzig mit 122,9.

In absoluten Zahlen wies das RKI am Donnerstag für Sachsen eine Zunahme von 2199 Neuinfektionen auf nunmehr 250.271 seit Beginn der Pandemie aus. Die Zahl der Todesfälle wurde mit 8830 angegeben, 39 mehr als am Tag zuvor. Das sächsische Gesundheitsminister stellt am Nachmittag aktuelle Zahlen vor.

Titelfoto: Maik Börner, Kateryna Kon/123RF

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