Coronavirus in Dresden: Mehrere Neuinfektionen festgestellt, Stadt korrigiert Zahlen

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 1285 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 20. Oktober, 12 Uhr), viele von ihnen sind bereits wieder genesen.

Auf einer digitalen Anzeigetafel in der Dresdner Innenstadt steht "Corona kann tödlich sein - mindestens 1,50 Meter Abstand". Im Hintergrund ist das Rathaus zu sehen.
Auf einer digitalen Anzeigetafel in der Dresdner Innenstadt steht "Corona kann tödlich sein - mindestens 1,50 Meter Abstand". Im Hintergrund ist das Rathaus zu sehen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Während im Sommer Normalität in Sachsen einzukehren schien, spitzte sich die Corona-Lage zuletzt wieder zu.

Weiterhin gilt deshalb die Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Sollte eine Inzidenz (Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner) von 35 überschritten werden (Corona-Ampel auf Orange), muss der Mundschutz auch im öffentlichen Raum getragen werden.

Großveranstaltungen bleiben weiter verboten. Nur, wenn die Inzidenz unter 20 liegt und die Kontaktdaten der Besucher erhoben werden, dürfen sie unter strengen Auflagen stattfinden.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden. 

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findest Du hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt in unserem +++ Corona-Liveticker +++

Update, 20. Oktober, 16.50 Uhr: Landkreis Bautzen überschreitet Grenzwert für Corona-Risikogebiete

Der Landkreis Bautzen hat nach eigenen Angaben den Grenzwert für die Einstufung als Corona-Risikogebiet überschritten. Mit 162 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen liege der 7-Tages-Inzidenzwert über 50, teilte der Landkreis auf seiner Homepage mit. Da die letzte Verschärfung erst am 17. Oktober in Kraft getreten war, wäre es nicht zweckmäßig innerhalb nur weniger Tage eine erneute Verordnung zu erlassen, hieß es weiter.

Vielmehr werde erwartet, dass der Freistaat Sachsen innerhalb der kommenden Tage konkrete Vorgaben für jene Landkreise erlässt, die die Grenzen von 35 oder 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner überschreiten. Diese Vorgaben würden dann in einer Allgemeinverfügung des Landkreises Bautzen Anwendung finden. Der Landkreis ist nach dem Erzgebirgskreis, dem Landkreis Görlitz und der Stadt Chemnitz das vierte Risikogebiet in Sachsen.

Update, 20. Oktober, 16.00 Uhr: Mehr als 10.650 Coronafälle in Sachsen

In Sachsen sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.650 Corona-Infektionen registriert worden. Laut der aktuellen Statistik des sächsischen Gesundheitsministeriums erhöhte sich die Zahl der laborbestätigten Corona-Fälle von Montag auf Dienstag um 212 auf nun 10.652. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner - liegt landesweit bei 43, am Sonntag lag sie noch bei 31,7. Etwa 7530 Menschen gelten als genesen.

Derzeit gelten in Sachsen der Erzgebirgskreis, der Landkreis Görlitz und die Stadt Chemnitz als Risikogebiete, weil sie den Inzidenz-Grenzwert von 50 überschritten hatten. Am Dienstag blieben der Landkreis Bautzen (45,4) und der Landkreis Zwickau (48,3) noch knapp darunter. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hatte am Dienstag zwar einen Inzidenzwert von 55, sieht sich selbst aber nicht als Risikogebiet.

Update, 20. Oktober, 13.50 Uhr: 420.000 Euro Ausgleich wegen Corona für Pfarreien

Die 37 Pfarreien im bis nach Sachsen-Anhalt reichenden Bistum Dresden-Meißen bekommen finanzielle Unterstützung wegen der Corona-Pandemie. Das Bischöfliche Ordinariat gewährt ihnen nach Angaben vom Dienstag einen einmaligen Sonderzuschuss von insgesamt 420.000 Euro, um besondere Belastungen auszugleichen. Damit sollen das Gemeindeleben stabilisiert und Spielräume eröffnet werden.

Die katholischen Dekanate hatten um Hilfe gebeten, weil ihre Haushalte auch durch wegfallende Kollekteneinnahmen unter besonderem Druck stünden. In den nächsten Wochen erhalten die Pfarreien, die zwischen 516 und 8950 Mitglieder haben, pauschal je drei Euro pro Gläubigem.

Im Zuge des Corona-Shutdowns haben sie laut Ordinariat seit Mitte März weniger Gottesdienstbesucher und spürbare Einnahmeausfälle wegen Klingelbeutel-Verzichts. Sie investierten in Alternativen wie Livestreams, telefonische Seelsorge oder auch Einkaufsdienste für Risikogruppen sowie Infektionsschutz.

Blick in die Basilika "Heilig Kreuz" während des Ostergottesdienstes. Die Andacht vom Bistum Dresden-Meißen wurde im Radio und per Video übertragen.
Blick in die Basilika "Heilig Kreuz" während des Ostergottesdienstes. Die Andacht vom Bistum Dresden-Meißen wurde im Radio und per Video übertragen.  © dpa/Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild

Update, 20. Oktober, 12.40 Uhr: Stadt korrigiert Zahlen und gibt 18 Neuinfektionen bekannt

Am heutigen Dienstag meldete die Stadt Dresden 18 neue Infektionen mit dem Coronavirus (insgesamt 1283). Wie auch in den vergangenen Tagen, wurden Fall-Zahlen der Vortage nach oben korrigiert. Am gestrigen Montag soll es laut Stadtverwaltung neun Fälle mehr gegeben haben, als erst erfasst wurden (1265 statt 1246). 

In den letzten sieben Tagen haben sich 31,4 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert. Die Corona-Ampel steht somit weiterhin im gelben Bereich.

Im Krankenhaus mussten bislang 112 Corona-Patienten behandelt werden, das sind fünf mehr als noch am gestrigen Montag. Von ihrer Infektion erholt haben sich 33 Personen in den vergangenen 24 Stunden (insgesamt 925). Somit sind derzeit noch 345 Dresdner mit dem Coronavirus infiziert.

Die Corona-Kurve geht wieder steil nach oben in der sächsischen Landeshauptstadt.
Die Corona-Kurve geht wieder steil nach oben in der sächsischen Landeshauptstadt.  © Screenshot/Stadtverwaltung Dresden

Update, 20. Oktober, 7.10 Uhr: Corona bremst Azubi-Gewinnung im Gastgewerbe - Dehoga wirbt

Der coronabedingte Lockdown im Frühjahr hat den Fachkräftemangel in Hotellerie und Gaststätten in Sachsen verschärft. "Die im März und April sonst beginnende Nachwuchssuche war unmöglich, weil Schulen und Lehrbetriebe geschlossen blieben", sagte Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Sachsen, der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die Orientierungsphase für aktuelle Schulabgänger und die Kontakte zu Ausbildungsbetrieben mit Blick auf die Zukunft fehlten. "Wir beginnen ja immer ein Jahr im Voraus mit der Sondierung."

Ende September waren den Angaben nach 1037 Ausbildungsverträge für Köche, Restaurant- und Hotelfachleute abgeschlossen und damit 120 oder ein Zehntel weniger. Im Vergleich zu 2018 bedeutet das gar ein Minus von 17 Prozent, sagte Klein. 

Die Corona-Krise hat Auswirkungen auf die duale Berufsausbildung insgesamt, wie Torsten Köhler von der IHK Dresden erklärte. Auch der Handel mit Ausnahme der Supermärkte, Industrie, Tourismusbranche und der Eventbereich mit Kongressen und Tagungen seien besonders betroffen.

Klein hofft, dass möglichst viele der noch offenen Lehrstellen in der von der Pandemie stark gebeutelten Gastronomie besetzt werden. "Es gibt viele Chancen." Aber auch starke Konkurrenz, etwa durch den aus Steuermitteln finanzierten öffentlichen Sektor. Bei Polizei oder Zoll lockten Beamtenstatus und mehr Gehalt. Aber auch Gastronomie und Hotellerie könnten mit Pfunden wie höherer Ausbildungsvergütung oder Aufstiegschancen wuchern.

Eine Mitarbeiterin eines Restaurants in der Münzgasse reinigt die Tische, die mit Plexiglasscheiben getrennt sind, mit Desinfektionsmittel.
Eine Mitarbeiterin eines Restaurants in der Münzgasse reinigt die Tische, die mit Plexiglasscheiben getrennt sind, mit Desinfektionsmittel.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 20. Oktober, 6.45 Uhr: Sachsen hat zu wenig Grippe-Impfdosen

Die diesjährige Grippeschutzimpfung ist wegen der Corona-Pandemie besonders wichtig. Sie schützt vor der gefährlichen Influenza und hilft gegen eine mögliche Überlastung der Krankenhäuser. Auch Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) fordert die Sachsen zur Impfung auf. Doch jetzt gibt es schon erste Engpässe bei Allgemeinärzten und Apotheken.

In Sachsen wurden in der vergangenen Saison 20.641 Influenza-Erkrankungen gemeldet, darunter 59 Todesfälle.Das war die dritthöchste Fallzahl, die es jemals im Freistaat gab.

Vor dem diesjährigen Corona-Hintergrund appellierte Ministerin Köpping: "Wir alle haben gerade in diesem Jahr eine besondere Verantwortung. Nehmen wir sie wahr und lassen uns impfen!"

Wo und wie das in diesem Jahr geht, erfahrt Ihr >>> hier.

Wegen der erhöhten Nachfrage gibt es erste Lieferengpässe bei der Grippe-Schutzimpfung.
Wegen der erhöhten Nachfrage gibt es erste Lieferengpässe bei der Grippe-Schutzimpfung.  © dpa/Sebastian Gollnow

Update, 19. Oktober, 15.38 Uhr: Maskenpflicht-Kontrolle - Polizei registriert kaum Verstöße

In Dresden hat die Polizei stichprobenartig die Einhaltung der Maskenpflicht in Straßenbahnen kontrolliert. Dafür waren am Montagmorgen mehrere Teams aus Polizei und Ordnungsamt-Mitarbeitern für eine größer angelegte Aktion unterwegs. 

Grund zu Beanstandungen gab es allerdings kaum, die meisten Menschen trugen eine Alltagsmaske. "Aufgrund steigender Fallzahlen sieht sich die Polizei in der Pflicht, die bestehenden Regeln auch zu kontrollieren", sagte Polizeisprecher Marko Laske. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bus und Bahn sowie beim Einkaufen ist in Sachsen seit dem 1. September ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro fällig. 

Es gehe nicht darum, möglichst viele Verstöße aufzuzeigen und Bußgelder zu kassieren, betonte Laske. Vielmehr sollten die Menschen sensibilisiert werden. "Und wir möchten uns einen Überblick verschaffen, wie das aktuelle Lagebild ist, ob sich die Bürger daran halten." Bei den Kontrollen in Dresdner Straßenbahnen gab es kaum Verstöße gegen die Maskenpflicht. Lediglich vier Fahrgäste hatten laut Bilanz der Polizei keine Maske auf - sie müssen nun mit einem Bußgeld rechnen. 

In 59 Fällen blieb es demnach bei einer mündlichen Verwarnung, weil die Maske nicht korrekt getragen wurde. Die Reaktionen der Fahrgäste auf die Kontrollen reichten von Zustimmung bis hin zu Unverständnis. "Das macht doch alles keinen Spaß mehr", sagte eine ältere Dresdnerin.

Update, 19. Oktober, 15.31 Uhr: Besorgniserregend: Anstieg der Corona-Infektionen in Sachsen

In Sachsen gibt es nun drei Corona-Risikogebiete. Nach dem der Erzgebirgskreis bereits in der vergangenen Woche als solches eingestuft wurde, kamen am Montag der Landkreis Görlitz und die Stadt Chemnitz hinzu. Der Leiter des Gesundheitsamtes der drittgrößten sächsischen Stadt, Harald Uerlings, bezeichnete die Entwicklung als besorgniserregend.

Die Stadt Chemnitz hat den kritischen Grenzwert für die Einstufung als Corona-Risikogebiet am Wochenende überschritten. In den vergangenen sieben Tagen seien 134 neue positive Fälle aufgetreten, teilte die Stadt am Montag mit. Damit sei der Grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner mit 53,7 deutlich überschritten. Im Landkreis Görlitz wurde ebenfalls eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die bereits seit Montag gilt. 

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hat die Bevölkerung eindringlich zur Vorsicht gemahnt. Am Montag seien 10.440 Infizierte seit Beginn der Pandemie gemeldet worden. 

Zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen verstärkt die Polizei in Sachsen ihre Kontrollen in öffentlichen Verkehrsmitteln. In Dresden waren am Montag mehrere Teams unterwegs, Beanstandungen habe es jedoch kaum gegeben, teilten Polizei und Ordnungsamt der Stadt mit. 

Michael Kretschmer (45 CDU), Ministerpräsident von Sachsen, und Sachsens Sozialministerin, Petra Köpping (62, SPD).
Michael Kretschmer (45 CDU), Ministerpräsident von Sachsen, und Sachsens Sozialministerin, Petra Köpping (62, SPD).  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 19. Oktober, 12 Uhr: Neun Neuinfektionen, Corona-Ampel steht weiterhin auf gelb

Nach dem Wochenende meldete die Stadt Dresden neun neue Infektionen mit dem Coronavirus (1246). In den letzten sieben Tagen haben sich somit 28 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert. Die Corona-Ampel steht weiterhin im gelben Bereich.

Erwartungsgemäß ist die Zahl am Montag etwas niedriger als sonst, da am Wochenende weniger Tests durchgeführt werden. Zwei weitere Personen wurden ins Krankenhaus eingewiesen (107). Jedoch haben sich 20 Menschen von ihrer Infektion wieder erholt (892).

Update, 19. Oktober, 11.44 Uhr: Messe "Winterträume" in Dresden abgesagt - neuer Termin 2021

Die für das kommende Wochenende geplante Messe "Winterträume" in Dresden ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

Die Enttäuschung sei riesig, aber die Sicherheit und Gesundheit von Besuchern und Ausstellern stehe an erster Stelle, teilte der Veranstalter am Montag mit. Gemeinsam mit der Messe Dresden werde nach einem neuen Datum für 2021 gesucht. Besucher, die bereits im Vorverkauf Eintrittskarten erworben haben, erhalten einen Gutschein für die Veranstaltung im nächsten Jahr.

Ursprünglich wollten von Freitag bis Sonntag 65 Aussteller Wohnaccessoires, Kunst, Geschenkideen und neueste Trends für die anstehende Wintersaison präsentieren.

Titelfoto: dpa/Sebastian Kahnert

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