Coronavirus in Frankfurt und ganz Hessen: Archivierte Meldungen aus unserem Liveticker

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland. In diesem Artikel findest Du zurückliegende archivierte Meldungen. Hier geht's zum aktuellen Liveticker.

Update, 30. Juni, 19.34 Uhr: Hessens Landtag verabschiedet Corona-Kommunalpaket

Hessen greift seinen Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Corona-Kommunalpaket unter die Arme. Ein entsprechendes Gesetz wurde am Dienstagabend im Landtag in Wiesbaden mit den Stimmen von CDU, Grünen und SPD verabschiedet. Das Hilfspaket soll unter anderem die Zahlungsfähigkeit der Kommunen in der Pandemie erhalten helfen, teilte Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) mit. Die Politik vor Ort solle planbarer und bürokratieärmer werden. Die noch unter dem "Kommunalen Schutzschirm" stehenden Kommunen werden aus diesem Landesprogramm und den damit verbundenen strikten Auflagen zur Haushaltsführung entlassen.

Außerdem sollen die Laufzeiten der kommunalen Investitionsprogramme KIP und "KIP macht Schule" um ein Jahr verlängert werden. "Das Coronavirus kann auch Baustellen zum Stillstand bringen", erläuterte Boddenberg. "Stillstand jetzt, Boom und hohe Auslastung der Baubranche zuvor: Diese besondere Situation führt dazu, dass unsere Kommunen die geförderten Baumaßnahmen nicht immer vollständig innerhalb der vorgesehenen Fristen der beiden Kommunalinvestitionsprogramme umsetzen können." Hier wolle das Land schnell Abhilfe schaffen.

Außerdem würden durch eine pauschale Auszahlung der bislang noch nicht abgerufenen Landesmittel allen Kommunen und Krankenhausträgern zusätzlich 330 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Kommunen, die am Entschuldungsprogramm «Hessenkasse» mitmachen, erhalten eine Ratenpause.

Update, 30. Juni, 16.23 Uhr: Opposition kämpft weiter gegen Pläne zu Corona-Hilfspaket

Hessens Landtagsopposition kämpft wenige Tage vor der abschließenden Abstimmung über das milliardenschwere Corona-Hilfspaket des Landes weiter gegen das geplante Sondervermögen von Schwarz-Grün. Im Wiesbadener Landtag wiederholten die Redner der Oppositionsfraktionen am Dienstag ihre Kritik am Vorhaben und die Abschaffung der Zweidrittelmehrheit zur Aussetzung der Schuldenbremse. Stattdessen wurden Nachtragshaushalte des Landes zur Bekämpfung der Corona-Krise gefordert.

Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) verteidigte dagegen den Weg der Landesregierung. Das geplante kreditfinanzierte Sondervermögen soll ein Volumen von zwölf Milliarden Euro haben. Schwarz-Grün begründet das Vorhaben mit längerfristiger Planungssicherheit. Bei einer Sondersitzung des Landtags am kommenden Samstag (4. Juli) ist die dritte abschließende Abstimmung vorgesehen.

Update, 30. Juni, 15.10 Uhr: Hessen hat auch während Corona-Lockdown Jura-Prüfungen abgenommen

Hessen hat nach den Worten von Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) als einziges Bundesland die staatlichen juristischen Prüfungen auch während des Corona-Lockdowns komplett weiter abgenommen. Damit seien mögliche Lücken bei Nachwuchskräften etwa für Richter- oder Staatsanwaltsstellen vermieden worden, sagte sie am Dienstag in Wiesbaden. 

Derzeit sei der Andrang von Jura-Absolventen auf eine Stelle beim Staat relativ hoch. "Wir profitieren von der Krisensituation in der Wirtschaft", sagte die Ministerin.

Pro Jahr nehme das Land bei etwa 1000 Absolventen das erste Staatsexamen und bei etwa 1200 Kandidaten das zweite Staatsexamen ab, erläuterte der Präsident des Justizprüfungsamtes, Helmut Vogt. Von ihrem Sonderrücktrittsrecht wegen Corona hätten nur recht wenige Prüflinge Gebrauch gemacht, sagte er. "Die meisten waren sehr dankbar, die Prüfung ablegen zu können."

Die Corona-Krise habe der hessischen Justiz insgesamt zu einem digitalen Schub verholfen, betonte Kühne-Hörmann. Das betreffe beispielsweise Verfahren im Betreuungsrecht, bei der Anhörungen per Videoschalte möglich geworden seien. 

Auch die Bereitschaft, mit elektronischen Akten zu arbeiten, habe beispielsweise in der Richterschaft enorm an Akzeptanz gewonnen.

Update, 30. Juni, 11.15 Uhr: Weitere Jugendherbergen öffnen zum 1. Juli nach Corona-Zwangspause

Weitere Jugendherbergen in Hessen öffnen zum 1. Juli (Symbolbild).
Weitere Jugendherbergen in Hessen öffnen zum 1. Juli (Symbolbild).  © Friso Gentsch/dpa

Nach der coronabedingten Schließung öffnen zum 1. Juli weitere Jugendherbergen in Hessen.

Zwölf weitere Häuser sind wieder bereit, Gäste zu empfangen. Damit sind dann 21 der 30 eigenen Einrichtungen offen, wie das Jugendherbergswerks am Dienstag in Frankfurt berichtete. Zudem sind zwei Häuser in jeweils eigener Trägerschaft wieder offen. Auf den erweiterten Neustart bereiteten sich die Häuser mit Hygiene-Konzepten, einfachen Umbauten, Einbahnstraßen-Regelungen, angepassten Essensausgaben und Mitarbeiterschulungen vor.

Wieder verfügbar seien die Häuser in Kassel, Willingen, Rotenburg, Biedenkopf, Lauterbach, Gersfeld, Wetzlar, Büdingen, Oberreifenberg, Bad Homburg, Darmstadt und Erbach. Die Jugendherberge Wiesbaden plane die Wiederöffnung am 1. August.

Die Herbergen werden aber nicht pauschal wieder für jede Anreise offen sein. Die Gäste müssen sich wegen des Hygiene-Konzeptes vor der Anreise bei der Wunschherberge melden, um die Übernachtung abzustimmen. Auch kleine Gruppen können sich nun wieder einmieten. Größere Gruppe können in Teilgruppen dividiert werden, wie ein Sprecher sagte.

Das Jugendherbergswerk wies erneut auf die angespannte Finanzlage hin. Die Vorbuchungszahlen für die kommenden Monate seien schlecht. Die Corona-Krise habe in den hessischen Jugendherbergen dazu geführt, dass in diesem Jahr rund 500.000 Übernachtungen storniert beziehungsweise gar nicht gebucht worden sein.

Die Prognose sehe einen Umsatzverlust von bis zu 80 Prozent im Wert von 20 Millionen Euro vor.

Update, 30. Juni, 5.58 Uhr: Kultusminister stellt Leitlinien für Schulen nach Sommerferien vor

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) wird am heutigen Dienstag in Wiesbaden (12 Uhr) in den Corona-Leitlinien vorstellen, wie Hessens Schulen nach den Sommerferien ins neue Schuljahr starten sollen.

Das Konzept haben Experten des Ministeriums zusammen mit den Schulleitern aller Schulformen und aus allen Regionen im Land erarbeitet. Mit am Tisch saßen auch Vertreter der Eltern und Schüler.

Erklärtes Ziel der Landesregierung ist es, dass möglichst alle Schüler in Hessen wieder an fünf Tagen in der Woche in die Schule gehen können.

Update, 29. Juni, 18.33 Uhr: Hessen lehnt Vorstoß zu Corona-Tests für jedermann ab

 Bayerns Vorstoß zu Corona-Tests für jedermann auch ohne Symptome ist in Hessen auf Ablehnung gestoßen. "Hessen teilt die Auffassung von Bundesgesundheitsminister (Jens) Spahn (CDU), testen ohne systematisches Vorgehen sei nicht zielführend", teilte das Sozialministerium am Montag auf Anfrage mit. Anlasslose Reihentestungen seien mit erheblichem Aufwand verbunden, würden aber keine neuen Informationen erbringen. Es würde vielmehr ein falsches Sicherheitsgefühl vermittelt. Die Aussagekraft der Tests sei zeitlich sehr eng begrenzt. Das Risiko für falsch-positive Testergebnisse würde erhöht.

Bayern hatte am Sonntag angekündigt, Tests für alle zu ermöglichen - auf Wunsch auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko.

Update, 29. Juni, 17.22 Uhr: Limburger Landgericht verhandelt wegen Corona in Zeltbau

Angesichts coronabedingter Platzprobleme nutzt das Landgericht Limburg künftig eine Zeltkonstruktion aus Kunststoff als Sitzungssaal für größere Strafprozesse. Es handele sich um eine spezielle Lösung für das Limburger Gericht und sei in dieser Form einmalig in Hessen, sagte ein Sprecher. Der jetzt fertiggestellte Zeltbau soll demnach die Durchführung von Großverfahren ermöglichen, die wegen der Beschränkungen in der Corona-Pandemie nicht in den vorhandenen Räumen im Gerichtsgebäude verhandelt werden können.

"Die Zeltkonstruktion in Limburg ist ein guter und kreativer Lösungsvorschlag des Landgerichts, um die Gerichtsverfahren trotz der pandemiebedingten Einschränkungen fortzusetzen", sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU). «Sofern sich dieser Pilotversuch bewährt, ist die Nutzung unter entsprechenden Voraussetzungen auch an anderen Gerichtsstandorten denkbar.»

Der Zeltbau wurde auf einem umzäunten und überwachten Gelände in einem Industriegebiet errichtet. Der Ausweich-Saal bietet Platz für bis zu 8 Angeklagte und 28 Zuschauer. Das ermögliche, «Prozesse wieder einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen», hatte der Gerichtssprecher bei der Bekanntgabe der Pläne mitgeteilt. Im größten Saal des Hauptgebäudes stünden aktuell nur 13 Zuschauerplätze zur Verfügung.

Für Zivilverfahren können Limburger Richter demnach bereits ein Bürgerhaus nutzen. Auch andere hessische Gerichte sind schon auf externe Räumlichkeiten ausgewichen - das Landgericht Wiesbaden etwa verhandelte einen Mordprozess in einem Saal des "Hauses der Vereine".

Dem Limburger Landgericht zufolge war es aus Kosten- und Sicherheitsgründen nicht möglich, ein vorhandenes Gebäude für die größeren Strafprozesse zu nutzen oder ein Kongresszentrum anzumieten. Der Sprecher bezifferte die Aufbau- und monatlichen Kosten für den externen Sitzungssaal auf jeweils etwa 15.000 Euro.

Update, 29. Juni, 17.19 Uhr: Schwarz-Grün verteidigt Pläne zur Durchsetzung von Coronafonds

Die schwarz-grüne Landesregierung hat eine geplante Gesetzesänderung verteidigt, mit der sie ihre Pläne für ein milliardenschweres Corona-Sondervermögen durchsetzen will. Damit werde die Möglichkeit der Opposition beendet, diese Finanzhilfen zu blockieren, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Mathias Wagner am Montag in Wiesbaden. Schließlich sähen die Regelungen zur Schuldenbremse kein "dauerhaftes Mitregieren" der Opposition vor.

Um das Sondervermögen in Höhe von zwölf Milliarden Euro zu verabschieden, muss der Landtag eine Ausnahme von der Schuldenbremse beschließen. Dafür ist bislang eine Zweidrittelmehrheit nötig - also auch Stimmen aus der Opposition, die dies jedoch verweigert. 

Die Landesregierung will nun mit ihrer einfachen Mehrheit den entsprechenden Passus im Ausführungsgesetz zur Schuldenbremse lockern. Dann wäre sie nicht mehr auf Stimmen aus der Opposition angewiesen.

Update, 29. Juni, 13.30 Uhr: Deutlich mehr Unternehmensinsolvenzen in Hessen im April

131 hessische Unternehmen haben im April ein Insolvenzverfahren beantragt. Das entspricht nach Angaben des Statistischen Landesamtes von Montag in Wiesbaden einem Anstieg von fast 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Nach den Anträgen seien 84 Verfahren eröffnet und 47 mangels Masse abgewiesen worden. Die Summe der voraussichtlichen Forderungen belaufe sich auf insgesamt 1,6 Milliarden Euro.

Der April gilt als erster Monat, der vollständig durch die Corona-Pandemie geprägt war.

Update, 29. Juni, 12.18 Uhr: Erstes Corona-"Walk-In-Testcenter" am Flughafen Frankfurt eröffnet

Vor dem Einsteigen aufgrund der Corona-Krise noch schnell ein Test, um eine Quarantäne am Zielort vermeiden zu können: Das ist nun für Reisende am Frankfurter Flughafen möglich. Voraussichtlich bis Ende Juli 2021 können abfliegende und auch ankommende Passagiere das "Walk-In-Testcenter" in der Nähe des Terminalgebäudes und des Fernbahnhofs aufsuchen und einen Coronatest an sich durchführen lassen.

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Zu Demonstrationszwecken entnimmt eine Mitarbeiterin der Firma Centogene einer Kollegin einen Rachenabstrich.
Zu Demonstrationszwecken entnimmt eine Mitarbeiterin der Firma Centogene einer Kollegin einen Rachenabstrich.  © Boris Roessler/dpa

Update, 29. Juni, 10.15 Uhr: Hessen von Corona-Kurzarbeit weniger getroffen

Ein Mann geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei.
Ein Mann geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Der Arbeitsmarkt in Hessen ist von der Corona-Krise weniger stark getroffen worden als in anderen Regionen.

Darmstadt, Wiesbaden oder auch der Hochtaunuskreis gehören laut einer Auswertung der gewerkschaftlichen Böckler-Stiftung bundesweit zu den Regionen mit den geringsten Kurzarbeitsanmeldungen. Auch der direkte Anstieg der Arbeitslosigkeit erreichte in Hessen keine Spitzenwerte.

Insbesondere deutschen Städte und Kreise mit starker Autobranche wiesen hohe Quoten bei der angezeigten Kurzarbeit auf, heißt es in der Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Böckler-Stiftung. So seien im März und April an den VW-Standorten Emden (56,0 Prozent) und Wolfsburg (52,2 Prozent) für mehr als die Hälfte aller dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt worden. Kassel hatte mit 43,2 Prozent den höchsten Wert in Hessen. Der bundesweite Durchschnitt habe im April gut 31 Prozent betragen.

Überdurchschnittlich viel Kurzarbeit sei auch in Tourismusregionen angemeldet worden. So wiesen die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald (41,4 Prozent), Oberallgäu (40,4 Prozent) und Garmisch-Partenkirchen (35,1 Prozent) hohe Quoten auf. An der Nord- und Ostseeküste treffe dies unter anderem auf Wittmund (35,6 Prozent), Ostholstein (34,7 Prozent) und Vorpommern-Rügen (35,5 Prozent) zu.

Die Forscher hatten Regionaldaten der Bundesagentur für Arbeit zur angemeldeten Kurzarbeit ausgewertet. Diese Zahlen dürften deutlich höher sein als die der tatsächlich kurzarbeitenden Beschäftigten. Die Unternehmen hätten oft vorsorglich für größere Gruppen Kurzarbeit angemeldet. Regionale Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit würden erst in einigen Monaten vorliegen.

Trotz des massenhaften Einsatzes der Kurzarbeit sei aber auch die Arbeitslosigkeit gestiegen. Besonders starke coronabedingte Zuwächse der Arbeitslosenquoten hatten nach WSI-Berechnungen Vorpommern-Rügen (3,2 Prozentpunkte) und Wittmund in Ostfriesland (2,6 Prozentpunkte) zu verkraften. In Hessen waren die Städte Offenbach (2,1 Prozentpunkte) und Frankfurt (2,0 Prozentpunkte) am stärksten betroffen. Im Vorgelsbergkreis (0,3 Prozentpunkte) wurden hingegen bundesweit die geringsten Effekte registriert.

Update, 29. Juni, 5.43 Uhr: Corona-Klagen halten Verwaltungsgerichte in Hessen auf Trab

Die Justiz in Hessen hatte durch die Corona-Krise einiges zu tun (Symbolbild).
Die Justiz in Hessen hatte durch die Corona-Krise einiges zu tun (Symbolbild).  © Silas Stein/dpa

Die Corona-Krise hat den Verwaltungsgerichten Zusatz-Arbeit verschafft. Besonders Hessens oberste Verwaltungsrichter sahen und sehen sich einer Flut an Fällen ausgesetzt.

"Auf uns ist eine hohe Welle von Verfahrenseingängen zugekommen, insbesondere bei den zügig zu bearbeitenden Eilverfahren", sagte ein VGH-Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Mehr als 100 Corona-Verfahren seien bei den verschiedenen Senaten eingegangen. Mehr als die Hälfte davon seien noch nicht entschieden worden. Von den mehr als 100 Fällen seien 55 sogenannte Eilverfahren gewesen, die eine besonders schnelle Bearbeitung erfordern.

Ein VGH-Sprecher sagte: "Der Höhepunkt der Eingänge dürfte erreicht sein. Die Zahlen sind nunmehr deutlich zurückgegangen." Schwerpunktmäßig ging es bei den Verfahren etwa um die Bestimmungen zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes zur Abwehr des Virus. Zudem ging es um die Nutzung von Freizeitanlagen (Golf, Kart, Tennis, Fitnessstudio), Ladenöffnungen (Möbelmarkt, Warenhaus), Gastronomie und Bordelle. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten gewesen.

An den fünf untergeordneten Verwaltungsgerichten kamen jeweils weniger Verfahren zusammen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Verhältnismäßig viele Fälle hatte noch das Verwaltungsgericht Frankfurt. Dort wurden seit Mitte März 39 Verfahren erledigt, neun Klagen und ein Eilverfahren seien noch anhängig.

Update, 26. Juni, 12.30 Uhr: Hessen erlässt Beherbergungs-Verbot für Gäste aus Corona-Risikogebiet

In Hessen gilt ab Samstag ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Regionen mit erhöhtem Corona-Infektionsrisiko. Das teilten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Freitag in Wiesbaden mit.

Als Gebiete mit erhöhten Infektions-Gefahren gelten Regionen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind.

Dies betrifft laut Robert-Koch-Institut derzeit in Deutschland nur den Kreis Gütersloh. Die Daten werden auf den Internet-Seiten des RKI und des Hessischen Sozialministeriums aufgelistet.

Das Beherbergungs-Verbot gilt in Hessen nicht für Menschen, die einen ärztlich attestierten negativen Corona-Test vorlegen können.

"Dieser darf nicht älter als zwei Tage sein", teilte die Staatskanzlei mit. Ausnahmen gibt es unter anderem auch für Gäste, deren Aufenthalt zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst ist. Auch Besuche eines engen Familien-Angehörigen oder Lebenspartners bleiben erlaubt.

Update, 26. Juni, 7.36 Uhr: Keine Zwischenfälle seit Öffnung der Grundschulen

Die erste Woche seit der Rückkehr der Grundschüler geht ohne große Zwischenfälle zu Ende. 

Nach Angaben des hessischen Kultusministeriums gab es bislang keine Infektionsfälle an einer der 1159 hessischen Grundschulen. Seit Montag wird der überwiegende Teil der 216 000 hessischen Grundschüler wieder gemeinsam im Klassenverband unterrichtet.

Auch in der nächsten Woche gehen die Grundschüler noch zur Schule - dann beginnen die Ferien.

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Seit Anfang der Woche werden die hessischen Grundschüler wieder regulär in ihren Klassen unterrichtet.
Seit Anfang der Woche werden die hessischen Grundschüler wieder regulär in ihren Klassen unterrichtet.  © dpa/Boris Rössler

Update, 25. Juni, 18.46 Uhr: Aktionäre stimmen Staatseinstieg bei der Lufthansa zu

Die durch die Corona-Krise stark gebeutelte Lufthansa kann mit deutscher Staatshilfe weiterfliegen. Die Aktionäre des MDax-Konzerns stimmten am Donnerstag einer 20-prozentigen Kapitalbeteiligung der Bundesrepublik mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit zu und haben damit die Voraussetzung für das 9 Milliarden Euro schwere Hilfspaket geschaffen.

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Flugzeuge der Lufthansa stehen auf dem Vorfeld am Flughafen München.
Flugzeuge der Lufthansa stehen auf dem Vorfeld am Flughafen München.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 25. Juni, 18.10 Uhr: 3,8 Millionen für Künstler und Kulturschaffende in Hessen

Fast einen Monat nach der Einführung eines Unterstützungsprogramms für hessische Kulturschaffende sind 3,8 Millionen Euro ausgezahlt worden.

Über 13.000 Anträge gingen ein, der Großteil davon konnte bereits bewilligt werden, wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte. Die Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) zeigte sich zufrieden mit dem Start des Projekts.

Mit der finanziellen Hilfe des Landes soll es Festivals und Künstlerinnen sowie Künstlern ermöglicht werden, die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen zu überstehen und den Neubeginn zu meistern. Die hessische Landesregierung hat insgesamt 50-Millionen-Euro eingeplant.

Unterstützung können etwa Festivals für Einnahmeausfälle beantragen, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen mussten.

Für freie Künstler ist es nach Angaben der Ministerin möglich, Arbeitsstipendien von je 2000 Euro zu erhalten.

Bis 15. September können Anträge auf solche Stipendien gestellt werden. Anträge für das Festivalprogramm sind bis zum 30. November möglich.

Update, 25. Juni, 16 Uhr: Lufthansa-Führung warnt vor Insolvenz in wenigen Tagen

Im Ringen um die Zustimmung zum staatlichen Rettungspaket versucht die Lufthansa-Führung den Druck auf die Aktionäre zu erhöhen.

"Wir haben kein Geld mehr", sagte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley am Donnerstag bei der außerordentlichen Hauptversammlung des Konzerns, die wegen der Corona-Pandemie als Online-Veranstaltung stattfindet. Ohne das Unterstützungspaket, für das eine Zweidrittelmehrheit notwendig ist, drohe der Airline in den nächsten Tagen die Insolvenz.

Eine Insolvenz oder ein abgeschwächtes Schutzschirmverfahren sei "kein Drohszenario, sondern eine reale Gefahr", sagte Personal- und Rechtsvorstand Michael Niggemann. Diese wäre nach seinen Worten im Fall einer Ablehnung des Staatseinstiegs durch die Hauptversammlung nur noch abzuwenden, wenn sich eine andere Finanzierungslösung finde, "was sich nicht abzeichnet".

Bei einem Insolvenz- oder Schutzschirmverfahren würden die Anteile der Aktionäre ihren Wert "nahezu vollständig verlieren", warnte Niggemann.

Beobachter der Hauptversammlung gingen davon aus, dass die Entscheidung zum staatlichen Rettungspaket nicht vor 18 Uhr fällt.

Update, 25. Juni, 6.52 Uhr: Lufthansa und Flugbegleiter-Gewerkschaft einigen sich auf Krisen-Paket

Unmittelbar vor der wichtigen Hauptversammlung der Lufthansa haben sich das Unternehmen und die Gewerkschaft Ufo auf ein Krisen-Paket für die Flugbegleiter mit Einsparungen von mehr als einer halben Milliarde Euro verständigt.

Das teilten Lufthansa und Kabinengewerkschaft Ufo in der Nacht zum Donnerstag mit. Das Paket umfasst laut UFO einen vierjährigen Kündigungsschutz sowie ein Einsparvolumen von über einer halben Milliarde Euro bis Ende 2023.

Die Lufthansa teilte mit, unter anderem würden Vergütungs-Anhebungen ausgesetzt sowie die Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung zeitweise reduziert.

Die Lufthansa steht an diesem Donnerstag an einer Wegscheide. Die Aktionäre des Unternehmens entscheiden bei der außerordentlichen Hauptversammlung (Beginn 12.00 Uhr) darüber, ob sie den Staat für rund 300 Millionen Euro als Anteilseigner einsteigen lassen wollen oder nicht.

Damit fest verbunden ist das neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket, das in den Wochen zuvor mühsam zwischen Frankfurt, Berlin und Brüssel ausgehandelt worden war. Platzt der Staatseinstieg ins Grundkapital, ist auch das übrige Rettungspaket aus stiller Beteiligung und KfW-Kredit erst einmal hinfällig.

Update, 24. Juni, 18.05 Uhr: Keine rechtlichen Schritte nach Corona-Ausbruch nach Gottesdienst

Frankfurt am Main - Nachdem sich im Mai im Zusammenhang mit einem Gottesdienst einer Freikirche in Frankfurt mehr als 200 Menschen mit dem Coronavirus infiziert hatten, verzichtet die Stadt auf rechtliche Schritte. "Die nachweislichen Verstöße gegen Empfehlungen des Landes Hessen im Gottesdienst der Baptistengemeinde waren nicht justiziabel", erklärte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) am Mittwoch. Verstöße gegen die Anordnung des Landes Hessen waren juristisch nicht eindeutig nachweisbar." 

Nach dem Gottesdienst in der Baptisten-Gemeinde am 10. Mai im Stadtteil Rödelheim hatten sich mehr als 200 Menschen mit dem Virus infiziert. Das Gesundheitsdezernat betonte, dass die Gemeinde sehr eng kooperiert habe - sowohl bei der Eingrenzung der Infektionen als auch bei der Analyse des Infektionsgeschehens. "Die Kooperation stand allerdings in keinem ursächlichen Zusammenhang mit der Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens", betonte Majer.

Ein Sprecher der Gemeinde hatte kurz nach dem Gottesdienst erklärt, es seien alle Auflagen für Gottesdienste eingehalten worden. Später räumte die Gemeinde in einem Schreiben Versäumnisse ein: "Im Nachhinein betrachtet wäre es für uns angebracht, beim Gottesdienst Mund-Nasen-Schutz-Bedeckungen zu tragen und auf den gemeinsamen Gesang zu verzichten."

Update, 24. Juni, 16.15 Uhr: Weiterhin keine Einigung zu Stellenabbau bei Lufthansa wegen Corona-Krise

Wegen der Corona-Krise stillgelegte Passagiermaschinen der Lufthansa stehen auf dem Vorfeld des Flughafen Frankfurt.
Wegen der Corona-Krise stillgelegte Passagiermaschinen der Lufthansa stehen auf dem Vorfeld des Flughafen Frankfurt.  © Boris Roessler/dpa

Unmittelbar vor der wichtigen Hauptversammlung der Lufthansa steht eine Einigung zu möglichen Sparbeiträgen des Personals weiterhin aus. Bis Mittwochmittag gab es keine gemeinsam unterschriebene Erklärung des Unternehmen und der beteiligten Gewerkschaften Ufo für die Flugbegleiter sowie die Vereinigung Cockpit für die Piloten, erklärten Sprecher in Frankfurt. Für das Bodenpersonal will Verdi ohnehin erst am Freitag weiter verhandeln.

Die Kabinengewerkschaft Ufo hatte am Dienstag von einem guten Verhandlungsstand berichtet, der noch schriftlich fixiert werden müsse. Ziel der Gewerkschaft ist ein Beschäftigungsschutz über vier Jahre. Um Personalkosten abzubauen, wurde über Abfindungen, Vorruhestand und kollektive Einsparungen bei den Flugbegleitern gesprochen. Ufo-Geschäftsführer Nicoley Baublies bezifferte den angebotenen Sparbeitrag der Flugbegleiter auf rund 700 Millionen Euro innerhalb von vier Jahren. Cockpit hatte nach eigenen Angaben 350 Millionen Euro angeboten.

Auf der Hauptversammlung entscheiden die Aktionäre am Donnerstag über eine Kapitalbeteiligung des Bundes und damit indirekt auch über das damit verbundene Rettungspaket von 9 Milliarden Euro. Der größte Lufthansa-Aktionär, der Milliardär und Industrielle Heinz Hermann Thiele, kann allein mit seinen Anteilen den Staatseinstieg blockieren. Lufthansa hat für diesen Fall angekündigt, möglichst schnell ein Schutzschirmverfahren zu beantragen.

Der von der Corona-Krise hart getroffene Konzern hat wegen der dauerhaft geringeren Nachfrage den weltweiten Personalüberhang auf 22.000 Stellen beziffert. Davon entfallen rund 11.000 Stellen auf Deutschland.

Bei den Verhandlungen sollen nun Maßnahmen vereinbart werden, um möglichst viele Mitarbeiter an Bord zu halten. Das sind zum Beispiel ausgeweitete Teilzeitmodelle sowie der Verzicht auf Gehaltssteigerungen und Zulagen.

Update, 24. Juni, 13.06 Uhr: Starke Umsatzeinbrüche in der hessischen Industrie

Die hessische Industrie hat im April deutlich unter den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelitten. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte, sank der Umsatz im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 24 Prozent auf knapp 7,4 Milliarden Euro. Mit einem Minus von 85 Prozent verzeichnete die Automobilbranche den stärksten Umsatzeinbruch.

Der Wiesbadener Behörde zufolge verschlechterte sich die Auftragslage in der Industrie im April 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat ebenfalls deutlich: Die Nachfrage aus dem In- und Ausland brach gleichermaßen um knapp ein Viertel (23 Prozent) ein.

Zudem sank die Zahl der Beschäftigten in der hessischen Industrie im April um 2,5 Prozent auf 362.000. Nach Angaben des Landesamtes ist schon seit Juni 2019 eine Abnahme der Beschäftigtenzahl zu beobachten, jedoch sei das Niveau seither in keinem Monat so stark gesunken wie in diesem April. Alle Werte beziehen sich auf Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten.

Update, 24. Juni, 13.04 Uhr: Regelstudienzeit wird wegen Corona-Pandemie verlängert

Hessen verlängert für alle im Sommersemester 2020 an den Hochschulen im Land immatrikulierten Studenten die Regelstudienzeit um ein Semester. Damit solle erreicht werden, dass den Studierenden wegen der Corona-Beschränkungen keine Nachteile beim BaföG entstehen, erklärte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden.

Grundlage dafür ist eine gesetzliche Regelung, die am Vortag im hessischen Landtag beschlossen wurde. Danach bekommen die Hochschulen die Möglichkeit, bei Problemen mit Prüfungsfristen oder etwa der Anrechnung von Prüfungsleistungen flexible und rechtssichere Regelungen zu finden. Diese Ermächtigung ist bis Ende 2021 befristet und soll durch Rechtsverordnungen vor Ort umgesetzt werden können.

Der eingeschränkte Betrieb an den Hochschulen habe viele Studierende vor große Herausforderungen gestellt, betonte die Ministerin. Video-Vorlesungen und Online-Seminare könnten nicht alle Aspekte der Lehre ersetzen. Dorn verteidigte jedoch die Digitalisierung an Hessens Hochschulen am Mittwoch gegen Kritik der Opposition in der Debatte im Parlament. Die Digitalisierung sei kein Selbstzweck, sondern ein wesentlicher Beitrag zur Öffnung der Hochschulen. Teile der Opposition hatten dabei mehr Initiative des Landes gefordert.

Eine Frau spiegelt sich in einer Gebäude-Fassade mit dem Portaits des Dichters auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Eine Frau spiegelt sich in einer Gebäude-Fassade mit dem Portaits des Dichters auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.  © dpa/Andreas Arnold

Update, 24. Juni, 13.02 Uhr: Baubranche trotz Corona mit mehr Umsatz und mehr Aufträgen

Die Baubranche in Hessen hat im April gegen den allgemeinen Trend in der Corona-Krise ein Umsatz- und Auftragsplus verzeichnet. Auch die Zahl der Beschäftigen im Bauhauptgewerbe legte zu, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte. Die Branche in Hessen zählt demnach knapp 35 400 Beschäftigte und damit knapp vier Prozent mehr als im April 2019.

Die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um sechs Prozent auf 458 Millionen Euro. Dabei stiegen die Erlöse im gewerblichen und industriellen Bau sowie im Verkehrsbau. Einen Umsatzrückgang gab es nach Angaben der Wiesbadener Behörde lediglich im Wohnungsbau - und zwar um fünf Prozent auf 104 Millionen Euro.

Viele Betriebe in der Branche haben weiterhin gut gefüllte Auftragsbücher. Mit 23 Prozent war das Plus bei den Bestellungen im April besonders hoch. Die Aufträge summieren sich auf ein Volumen von 523 Millionen Euro. Positive Impulse kamen vor allem aus dem Hochbau, wo die Nachfrage zum Vorjahresmonat um 48 Prozent zulegte.

Update, 24. Juni, 12.54 Uhr: Corona wirbelt Spielplan der Oper Frankfurt durcheinander

Die Einschränkungen durch die Corona-Krise wirbeln den Spielplan der Oper Frankfurt durcheinander. Stücke mit großer Besetzung müssen verschoben werden. Wegen der begrenzten Zuschauerzahl soll es zwei Vorstellungen an einem Tag geben. Wegen der Unwägbarkeiten kann auch der Vorverkauf, der am 6. Juli starten sollte, vorerst nicht beginnen.

Intendant Bernd Loebe hofft, dass bis zum Spätsommer wieder mehr Plätze angeboten werden können. "Für uns kommt auf keinen Fall in Frage, auch in der kommenden Saison nur vor 250 Menschen zu spielen, zumal es den momentan geltenden Abstandsregeln zufolge in der Realität nur knapp über 140 Plätze sind", teilte er am Mittwoch mit.

Die neue Spielzeit sollte am 13. September mit György Ligetis "Le Grand Macabre" eröffnet werden. Das Stück in die Spielzeit 2023/24 verschoben. Stattdessen wird eine kleinere Produktion gezeigt: Gian Carlo Menottis "The Medium". Das Stück werde kombiniert "mit kurzen Orchester- und Chorwerken, um den Kollektiven die Chance zu geben, sich endlich wieder prominenter vor Publikum präsentieren zu können".

Auch die ab 27. September geplante Wiederaufnahme von Dmitri Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" kann wegen großer Besetzung nicht gezeigt werden. Stattdessen wird Jules Massenets "Werther" vorgezogen, ein kleiner besetztes Werk, das erst für Mai 2021 geplant war. "Was die zahlreichen Sonder- und Foyer-Veranstaltungen betrifft, wird an einem Konzept gearbeitet, um wenigstens einen Teil davon präsentieren zu können", hieß es.

Das Schauspiel Frankfurt.
Das Schauspiel Frankfurt.  © 123RF/philipus

Update, 23. Juni, 14.40 Uhr: Keine Einigung im Streit um Corona-Finanzhilfen

Im Streit um die milliardenschweren Finanzhilfen gegen die Corona-Krise sind die Gespräche zwischen der hessischen Landesregierung und der Opposition gescheitert. 

Die Regierungsfraktionen von CDU und Grünen kündigten als Konsequenz daraus am Dienstag in Wiesbaden an, mit einer Gesetzesänderung ohne die Stimmen der Opposition die Möglichkeit für ein kreditfinanziertes Sondervermögen in Milliardenhöhe schaffen zu wollen. 

Ein entsprechender Gesetzesantrag sollte noch am (heutigen) Dienstag in den Landtag eingebracht werden.

Update, 23. Juni, 13.57 Uhr: Einzelhandel leidet in Corona-Krise, Online-Geschäft boomt

Der hessische Einzelhandel hat stark unter der Corona-Krise gelitten. Im April fielen die Umsätze um 5,3 Prozent gemessen am Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Rückgänge gab es in fast allen Bereichen, besonders kräftig aber bei Elektrogeräten mit einem Minus von fast 40 Prozent. Auch Bekleidung und Schuhe waren viel weniger gefragt als vor einem Jahr.

Der Online-Handel verzeichnete dagegen einen Umsatzsprung von mehr als 42 Prozent. Supermärkte und Kaufhäuser konnten mit knapp sechs Prozent mehr Umsatz ebenfalls zulegen.

Wegen der Corona-Krise mussten zahlreiche Geschäfte in Hessen schließen und konnten erst Mitte April unter strengen Auflagen wie Maskenpflicht und begrenzten Kundenzahlen in den Verkaufsräumen wieder öffnen. Deshalb und aus Furcht vor einer Infektion bestellten viele Menschen in Zeiten der Pandemie online.

Auf die Beschäftigung im Handel hatte die Corona-Krise im April noch keine großen Auswirkungen. Die Zahl der Mitarbeiter sank in dem Monat um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Statistiker weiter erklärten. Vor allem die Zahl der Vollzeitbeschäftigten fiel, während es etwas mehr Teilzeitkräfte gab.

Update, 23. Juni, 12.49 Uhr: Chemie-Arbeitgeber wollen trotz Corona-Krise weiter ausbilden

Die hessischen Chemie-Arbeitgeber wollen trotz der Corona-Krise weiter junge Menschen ausbilden. Das zeigt eine Umfrage des Arbeitgeberverbands HessenChemie unter 37 Branchenunternehmen, die für mehr als die Hälfte des Lehrstellenangebots stehen. Demnach wollen 67 Prozent der Firmen die Zahl ihrer Ausbildungsplätze in diesem Jahr beibehalten. Knapp ein Viertel (23 Prozent) wollen das Angebot erhöhen und nur 10 Prozent der Firmen weniger junge Leute ausbilden. Hintergrund sei, dass die meisten Lehrverträge vor der Corona-Krise abgeschlossen wurden.

Die Umfrage zeige auch, dass noch etwa 15 Prozent der Lehrstellen unbesetzt seien, erklärte Dirk Meyer, Hauptgeschäftsführer von HessenChemie. Besonders gefragt seien Auszubildende für Elektroniker, Industriemechaniker, Mechatroniker, Chemikanten und Pharmakanten. "Damit die Corona-Krise nicht zur Fachkräftekrise wird, muss auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an der Ausbildung festgehalten werden", appellierte Meyer an die Firmen. "Darüber hinaus ist es sinnvoll dem Nachwuchs, wenn immer möglich, auch nach der erfolgreichen Ausbildung eine Perspektive zu geben."

Der Arbeitgeberverband vertritt 310 Mitgliedsfirmen mit 105.000 Beschäftigten aus der Chemie- und Pharmabranche, der kunststoffverarbeitenden Industrie sowie Servicefirmen.

Update, 23. Juni, 11.19 Uhr: Messe Frankfurt will 2023 Vor-Corona-Niveau erreichen

Die Frankfurter Messe-Gesellschaft rechnet mit einer schnellen wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise.

"Wir wollen 2023 wieder das Umsatz-Niveau des Geschäftsjahres 2019 erreichen", erklärte Messe-Chef Wolfgang Marzin am Dienstag. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 werde man den Betrieb in Frankfurt sowie bei den Auslands-Veranstaltungen strukturiert wieder hochfahren. Für Oktober ist die Buchmesse geplant, die mit einem besonderen Schutz- und Hygiene-Konzept stattfinden soll.

Das laufende Geschäftsjahr werde die Gesellschaft trotz massiver Mittel-Abflüsse meistern, sagte Marzin. In der Krise habe man das Veranstaltungs-Portfolio erweitert und antizyklisch in den Standort investiert. Unter anderem wurde die Modemesse Fashion Week an den Main geholt, die im kommenden Jahr erstmals stattfinden soll.

Der Messe-Chef kündigte weitere Kredit-Aufnahmen und ein Sparprogramm an. Nach Darstellung des Aufsichtsratschefs und Frankfurter OB Peter Feldmann hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 zusätzliche Rückstellungen von 20 Millionen Euro gebildet. Der Gewinn betrug nach endgültigen Zahlen 48 Millionen Euro bei einem Umsatz von 736 Millionen Euro.

Update, 23. Juni, 9.11 Uhr: Frankfurter Flughafen kommt ein Stück aus dem Tief

Das Ende der Reisewarnung für viele Länder hat den Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen vergangene Woche etwas belebt.

Vom 15. bis 21. Juni zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport 161.482 Fluggäste und damit 89,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der MDax-Konzern am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Das waren fast anderthalb Mal so viele Fluggäste wie in der Vorwoche, als der Rückgang im Jahresvergleich 92,8 Prozent betragen hatte.

Das Aufkommen an Fracht und Luftpost sank im Vergleich zur entsprechenden Woche des Vorjahres nun um 16,8 Prozent auf 33.889 Tonnen. Die Zahl der Flugbewegungen ging um 78,1 Prozent auf 2333 Starts und Landungen zurück. Im gesamten Mai war die Zahl der Passagiere im Jahresvergleich noch um 95,6 Prozent gesunken, im April hatte sich der Rückgang sogar auf 97 Prozent belaufen.

Viele Fluggesellschaften bieten seit Juni wieder mehr Flüge an, nachdem der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen in der Corona-Krise seit Ende März weitgehend zusammengebrochen war.

Seit 15. Juni hat das Auswärtige Amt die Reisewarnungen für die meisten EU-Mitgliedsstaaten, den Schengen-Raum und Großbritannien aufgehoben. Für andere Länder gilt sie vorerst bis Ende August.

Branchenvertreter erwarten jedoch, dass der Passagier-Verkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau aus der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie erreicht.

Ganz langsam steigen am Flughafen Frankfurt wieder die Messe Frankfurt will 2023 Vor-Corona-Niveau erreichenFluggast-Zahlen (Archivbild).
Ganz langsam steigen am Flughafen Frankfurt wieder die Messe Frankfurt will 2023 Vor-Corona-Niveau erreichenFluggast-Zahlen (Archivbild).  © dpa/Uli Deck

Update, 22. Juni, 18.52 Uhr: Im Streit um Corona-Finanzhilfen keine Einigung in Sicht

Im Streit zwischen der hessischen Landesregierung und der Landtagsopposition um die geplanten Finanzmittel zur Bewältigung der Corona-Krise ist weiter keine Einigung in Sicht. Eine Gesprächsrunde am Montag endete nach Informationen aus Verhandlungskreisen ohne Annäherung. Die schwarz-grüne Regierungskoalition will ein umfassendes kreditfinanziertes Sondervermögen in Höhe von zwölf Milliarden Euro für die Corona-Kosten einsetzen.

Die Opposition ist dagegen der Meinung, weitere Nachtragshaushalte sollten dafür genutzt werden. SPD und FDP wollen am Dienstag einen Änderungsantrag ins Parlament einbringen, wie aus Kreisen zu erfahren war. Der von der Opposition vorgeschlagene Nachtragshaushalt soll demnach ein Volumen von 4,5 Milliarden Euro umfassen und Schwerpunkte bei der Ausbildung und kommunalen Investitionsförderung beinhalten. Über ein Sondervermögen soll erst nach der nächsten Steuerschätzung im Herbst gesprochen werden.

Der Landtag wird sich am kommenden Mittwoch in zweiter Lesung mit dem Gesetzespaket der Landesregierung befassen. Abschließend in dritter Lesung sollen die Corona-Hilfen nach bisheriger Planung noch vor der parlamentarischen Sommerpause in einer Sondersitzung des Landtags am 30. Juni beschlossen werden.

Update, 22. Juni, 16.41 Uhr: Nur wenige Eltern schicken Kind aus Angst vor Corona nicht zur Schule

Am ersten Tag der Wiedereröffnung von Hessens Grundschulen für alle sind nach Regierungsangaben nur wenige Schüler aus Angst vor einer Coronavirus-Infektion nicht im Unterricht gewesen. Die Zahl bewege sich hessenweit im "mittleren einstelligen Prozentbereich", sagte ein Sprecher des Kultusministeriums am Montag in Wiesbaden. 

Auffällig seien die regionalen Unterschiede. Dort, wo es Infektionsfälle gebe, sei die Verunsicherung wohl größer. "In diesen Region ließen mehr Eltern die Kinder zuhause als anderswo." Die Schulbesuchspflicht in Hessen ist derzeit aufgehoben. Kinder dürfen auch von zuhause aus lernen.

Nach den Worten des Ministeriumssprechers waren am Montag zwei Grundschulen in Kassel und eine in Frankfurt im Zusammenhang mit Corona geschlossen. Diese Infektionen seien jedoch in der Zeit vor der Wiedereröffnung bekannt geworden. Eine der Kasseler Schulen solle schon am Dienstag wieder öffnen, sagte er. 

Die Lehrerversorgung an den Grundschulen sei hessenweit sichergestellt. Teilweise gebe es Abordnungen von anderen Schulen oder es würden angestellte Lehrer eingesetzt.

Update, 22. Juni, 12 Uhr: Hessen liegt bei Kurzarbeit laut einer Studie bundesweit im Mittelfeld

Hessen liegt bei der Kurzarbeit in der Corona-Krise bundesweit etwa im Mittelfeld. Im Mai waren im Land gut 552.000 Menschen in Kurzarbeit, wie das Münchner Ifo-Institut errechnet hat. Das entspricht 21 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.

An der Spitze des am Montag veröffentlichten Bundesländer-Rankings steht Bayern mit rund 1,47 Millionen Männern und Frauen in Kurzarbeit (26 Prozent).

"Gerade in den Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie wird besonders viel Kurzarbeit gefahren", erklärte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Auf Bayern folgen das bevölkerungsreiche Nordrhein-Westfalen mit 1,46 Millionen Kurzarbeitern (21 Prozent) sowie Baden-Württemberg mit 1,09 Millionen (23 Prozent), wo die Autoindustrie ebenfalls stark vertreten ist. Am Ende der Liste stehen in absoluten wie prozentualen Zahlen einige ostdeutsche Bundesländer sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Ökonomen der Frankfurter Goethe-Universität betonten zuletzt, dass Kurzarbeit in Hessen ungleich verteilt sei und stark von der regionalen Verankerung von Branchen abhänge.

Während Kurzarbeit im Frühjahr im Gastgewerbe, der Logistik und Industrie stark verbreitet war, seien Verwaltung sowie Finanz- und Versicherungsdienstleister kaum betroffen gewesen, stellte das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität fest.

Im Rhein-Main-Gebiet setzen unter anderen die großen Arbeitgeber Lufthansa und Fraport stark auf Kurzarbeit.

Update, 22. Juni, 5.48 Uhr: Corona-Lockerungen für Handel, Schulen und Pflege treten in Kraft

An den Grundschulen in Hessen beginnt am Montag wieder der reguläre Unterricht für alle Kinder (Symbolbild).
An den Grundschulen in Hessen beginnt am Montag wieder der reguläre Unterricht für alle Kinder (Symbolbild).  © Marcel Kusch/dpa

Angesichts niedriger Infektionszahlen lockert Hessen seine Corona-Regeln weiter.

Vom heutigen Montag an soll der reguläre Unterricht an den Grundschulen für alle Kinder an fünf Tagen die Woche wieder starten. Bewohner von hessischen Alten- und Pflegeheimen können künftig drei Mal in der Woche besucht werden. Menschen mit Behinderung, die stationär betreut werden, sollen jeden Tag eine Person empfangen dürfen.

Auch beim Einzelhandel werden die Corona-Zügel gelockert: Künftig darf ein Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche in die Geschäfte - statt wie bisher ein Kunde pro 20 Quadratmeter. Es müssen aber weiterhin eine Alltagsmaske getragen und ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Außerdem müssen Veranstaltungen wie Theatervorstellungen, Konzerte und Feste mit bis zu 250 Teilnehmern nicht mehr extra genehmigt und überwacht werden. Voraussetzung bleibt ein Hygienekonzept. Bislang galt eine Obergrenze von 100 Teilnehmern.

Die neuen Regelungen gelten nach Angaben der Landesregierung in Hessen zunächst bis zum 16. August.

Update, 21. Juni, 17.42 Uhr: Corona-Infektion bei Grundschulkind: Stadt Kassel schließt Schule

Nach dem Nachweis des Coronavirus bei einem Grundschulkind schließt die Stadt Kassel bis auf Weiteres vorsorglich die Königstorschule im Westen der nordhessischen Kommune. Auch die Eltern des Kindes seien an Covid-19 erkrankt, teilte die Stadt am Sonntag mit. 

"Da nicht abschließend geklärt ist, mit wie vielen weiteren Personen das infizierte Kind in Kontakt war, hat die Stadt Kassel in enger Abstimmung mit der Schulleitung entschieden, dass die Königstorschule ab Montag, 22. Juni, als Vorsichtsmaßnahme vorerst geschlossen wird." Ebenso werde der Hort Kreuzkirche geschlossen, in dem Kinder der Grundschule betreut werden.

Wie lange die Einrichtungen geschlossen bleiben, sei noch nicht festgelegt, sagte ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage. Über das weitere Vorgehen werde entschieden, sobald Ergebnisse von weiteren Tests vorlägen.

Die Stadt erklärte, die am Wochenende hinzugekommenen bestätigten Infektionen in Stadt und Landkreis Kassel stünden nach derzeitigen Erkenntnissen nicht in Verbindung mit Fällen in einem Flüchtlingsheim im Stadtteil Bettenhausen. Dort sind nach letzten Angaben 20 Corona-Infektionen nachgewiesen.

Update, 21. Juni, 14.23 Uhr: Kunstinstallation in Limburg als "Mahnmal" der Corona-Krise

Kunstinstallation in Limburg: Rund 100 Schaufensterpuppen stehen vor dem Dom.
Kunstinstallation in Limburg: Rund 100 Schaufensterpuppen stehen vor dem Dom.  © Andreas Arnold/dpa

Mehr als 100 mit rotem Flatterband umwickelte Schaufensterpuppen sollen am Sonntag in Limburg auf die Corona-Krise und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen aufmerksam machen. 

"Es ist ein Mahnmal inspiriert durch die Corona-Krise", sagte der Künstler Dennis Josef Meseg zu seiner Installation. "Vor allem soll es zu mehr Achtsamkeit der Menschen führen."

Bereits am Sonntagmorgen baute Mesegs Team die Installation mit dem Titel "It is like it is" (deutsch: "Es ist, wie es ist") auf der Lahnbrücke auf. Zwei Stunden später zogen die 111 Puppen auf den Domplatz. "Durch das Herumstehen der Schaufensterpuppen wird auch der Stillstand der Gesellschaft deutlich", sagte Meseg.

Die ausgestellten Schaufensterpuppen seien zu Beginn des Jahres noch in den Auslagen der Geschäfte zu sehen gewesen. Viele Geschäfte mussten jedoch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie eine Zeit lang schließen, teilte die Stadt Limburg mit. Fehlende Gliedmaße der Puppen stünden symbolisch für die Beschneidung der Grundrechte während der Pandemie.

Die ersten Reaktionen in Limburg seien "durch die Bank positiv", sagte Meseg am Sonntagvormittag. In anderen Städten hätte er auch schon andere Reaktionen erlebt, einmal seien die Puppen umgestoßen worden.

Die Installation war nach Angaben der Stadt Limburg bereits unter anderem in Berlin, Köln, Hamburg, Stuttgart und Wolfsburg zu sehen.

Update, 21. Juni, 6.48 Uhr: Hotels und Gaststätten blicken in ungewisse Zukunft

Zahlreiche Gaststätten in Hessen konnten inzwischen wieder öffnen (Symbolbild).
Zahlreiche Gaststätten in Hessen konnten inzwischen wieder öffnen (Symbolbild).  © Clara Margais/dpa

Die Schließung von Gaststätten, Schulen, Kitas, Fitnessstudios und Friseursalons, dazu die rigorose Begrenzung persönlicher Kontakte – ab Mitte März verhängte die Politik in Bund und Ländern nach und nach beispiellose Einschränkungen für Unternehmen und Bevölkerung.

Drei Monate später sind die Folgen der Corona-Maßnahmen unübersehbar. So blicken Hotels und Gaststätten in Hessen in eine ungewisse Zukunft.

"Die Bilanz ist ernüchternd bis prekär", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Hessen, Julius Wagner, der Deutschen Presse-Agentur.

Seit 1. März mussten die Hotels und Gaststätten in Hessen einer Umfrage zufolge Umsatzeinbußen von 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verkraften, sagte Wagner. Für das gesamte Jahr werde das Minus auf 58 Prozent geschätzt.

Ein Großteil der Gaststätten habe inzwischen wieder geöffnet. "Wir sind aus der totalen Depression heraus und schnuppern Morgenluft, aber es gibt noch vielen Verunsicherungen", sagte Wagner. Im Außenbereich seien die Plätze besetzt, Voraussetzung sei aber schönes Wetter. Innen sei die Auslastung "nicht annähernd wie früher". Erschwerend wirke das Abstandsgebot, das gerade verlängert wurde.

Da Clubs und Diskotheken weiter geschlossen bleiben müssten, stehe hier "das dickste rote Fragezeichen", sagte Wagner. Die Überbrückungshilfen seien sehr wichtig, um Insolvenzen zu vermeiden, ebenso das Kurzarbeitergeld und die abgesenkte Mehrwertsteuer.

Es gebe keine Messen, keine Kongresse, und bei Familienfeiern und Hochzeiten noch viel Unklarheit, wie sich diese organisieren ließen.

Update, 20. Juni, 13.46 Uhr: Saisonabbruch im hessischen Amateurfußball

Die Saison des hessischen Amateurfußballs wird vorzeitig abgebrochen (Symbolbild).
Die Saison des hessischen Amateurfußballs wird vorzeitig abgebrochen (Symbolbild).  © 123RF/Thanarak Worakandecha

Der Hessische Fußballverband (HFV) hat den vorzeitigen Abbruch der Saison in allen Amateurspielklassen zum 30. Juni beschlossen.

Das teilte der HFV am Samstag nach dem außerordentlichen Verbandstag mit. Die Wertung der Tabelle in allen Ligen wird mit Hilfe der Quotienten-Regelung vorgenommen. Es wird keine Absteiger geben. Die Aufsteiger werden gemäß des Spielgeschehens der Saison 2019/20 ermittelt. Der Aufstieg der Teilnehmer von Relegations- und Aufstiegsspielen erfolgt ebenfalls nach der Quotientenregel.

"Die Entscheidung, die Saison der hessischen Amateurligen aufgrund der bekannten Einschränkungen durch die Verbreitung des Coronavirus vorzeitig zu beenden, ist – diskutiert und vorbereitet in den Kreisen und Regionen – auf unserer höchsten demokratischen Ebene gefallen", sagte HFV-Präsident Stefan Reuß. 

Die Entscheidung war von der überwiegenden Zahl der Mitglieder begrüßt worden. 287 Delegierte hatten sich virtuell an der Veranstaltung beteiligt.

Update, 19. Juni, 17.09 Uhr: Fahrgastzahlen beim RMV steigen langsam wieder an

Wieder mehr Menschen nutzen die S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet. "Im S-Bahn-Netz sind im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten derzeit rund 50 Prozent der Fahrgäste unterwegs", teilte die Sprecherin des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), Vanessa Rehermann, mit.

Im April, auf dem Höhepunkt der Corona-Beschränkungen, seien im Schnitt nur 10 bis 20 Prozent der sonst üblichen Fahrgäste mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs gewesen.

Seit Mai steige die Nachfrage im gesamten RMV-Gebiet langsam, aber kontinuierlich wieder an. Trotz der noch geringeren Nachfrage werde der Fahrplan eingehalten - um den Fahrgästen ein möglichst großes Platzangebot zu bieten.

Fahrgäste mit Mundschutz in einer Frankfurter U-Bahn.
Fahrgäste mit Mundschutz in einer Frankfurter U-Bahn.  © dpa/Boris Rössler

Update, 19. Juni, 15.22 Uhr: Extra-Schichten zum Müllsammeln in Corona-Pandemie

Mit Extra-Schichten geht Frankfurt gegen zusätzlichen Abfall vor, der seit Beginn der Corona-Pandemie in der Stadt, den Parks und am Mainufer liegen bleibt.

"Unsere Stadt ist vermüllt wie nie", erklärte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Freitag. Zur Beseitigung gebe es mehr Reinigungen an den Wochenenden und den Feiertagen.

Die Stadt will auch wieder am "World Cleanup Day" teilnehmen. Vergangenes Jahr hätten rund 1000 Teilnehmer rund vier Tonnen Müll zusammengetragen. Anmeldungen für die diesjährige Sammelaktion am 18. und 19. September seien ab Mitte Juli möglich. Auch Schulen, Kitas und Unternehmen können dabei sein.

Update, 19. Juni, 14.57 Uhr: Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen wächst wieder stärker

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in Hessen so stark gestiegen wie seit einigen Tagen nicht mehr. Jüngst kamen wieder 63 neue Fälle hinzu, wie das Hessische Sozialministerium am Freitag mitteilte.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden 10.503 nachweislich infizierte Menschen gezählt. Die Summe der Todesfälle in Hessen, die mit der Erkrankung Covid-19 in Verbindung gebracht werden, erhöhte sich um einen auf 499.

Vom Schwellenwert für eine Verschärfung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens sind alle Städte und Kreise weit entfernt. Dieser liegt bei 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen.

Den höchsten Wert hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit 17. Dahinter folgen der Werra-Meißner-Kreis mit 12 und die Stadt Kassel mit 11. In allen anderen Landkreisen und Städten lag der Wert zwischen null und sieben.

Der ärztliche Leiter Matthias Bollinger zeigt in einem zum mobilen Testzentrum umgebauten Linienbus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein Corona-Testkit.
Der ärztliche Leiter Matthias Bollinger zeigt in einem zum mobilen Testzentrum umgebauten Linienbus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein Corona-Testkit.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Update, 19. Juni, 14.05 Uhr: Hessen plant Corona-Teststudie in Pflege- und Altenheimen

Hessen plant eine repräsentative Corona-Studie in Pflege- und Altenheimen. In 50 ausgewählten Einrichtungen seien dabei Tests auf mögliche Infektionen vorgesehen, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Freitag in Wiesbaden.

Start der Studie soll im Frühherbst sei, die Dauer werde etwa sechs bis acht Wochen dauern, erläuterte Professorin Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt.

"Wir wollen etwas lernen über die Infektions-Verläufe", sagte der Minister zum Ziel des Vorhabens. Erkenntnisse werden aber auch über geeignete Test-Methoden erwartet.

Gerade die Bewohner der Alten- und Pflegeheime seien besonders durch einen Ausbruch des Coronavirus gefährdet. Bekannt sei, dass das Risiko für eine Ansteckung in diesen Einrichtungen vor allem von den Personen ausgeht, die von außen in diese Strukturen neu oder wiederholt hineinkommen, erklärte Klose.

Bei der Teststudie seien deswegen vor allem die Personen im Fokus, die neu in die Alten- und Pflegeheime aufgenommen werden, sowie das Personal.

Das gelte sowohl für die Pflegenden als auch Beschäftigte, die dort als Reinigungskräfte oder in den Kantinen und Speisesälen arbeiten, kündigte der Minister an. Diese Personen sollen bei dem Pilotprojekt regelmäßig getestet werden.

Update, 19. Juni, 13.03 Uhr: Lehrergewerkschaft: Öffnung der Grundschulen ist "verantwortungslos"

Die Lehrergewerkschaft GEW sieht die geplante Wiedereröffnung von Hessens Grundschulen am Montag nach wie vor kritisch. Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Birgit Koch, nannte es "verantwortungslos", dass wieder alle Grundschüler zum Präsenzunterricht kommen sollen. "Bis zum Schulhaus haben wir die Corona-Pandemie - und innen soll sie nicht mehr sein?", sagte sie. Für Freitagnachmittag ist in Frankfurt eine Kundgebung der GEW gegen die Schulöffnungen geplant.

Die Gewerkschaft bekommt nach den Worten von Koch regelmäßig E-Mails von Eltern mit dem Tenor, Grundschulen seien keine Versuchslabore im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie. Viele Mütter und Väter kündigten an, ihre Kinder nicht zum Unterricht zu schicken, sagte sie. Die GEW rechne damit, dass nach wie vor 10 bis 15 Prozent der Lehrkräfte nicht für den Präsenzunterricht zur Verfügung stehen, weil sie einer Risikogruppe angehören.

Mit Blick auf die geplante Rückkehr zum weitgehend regulären Schulbetrieb für alle Schüler nach den Sommerferien mahnte die Gewerkschaft, die digitale Ausstattung von Schulen und Schülern zügig voranzutreiben. In Hessen müssten "dringend die notwendigen Voraussetzungen für eine gelingende Kombination aus Präsenzlernen und dem Lernen auf Distanz geschaffen werden".

Update, 18. Juni, 15.38 Uhr: Bouffier warnt vor zu früher Lockerung der Hygieneregeln

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat davor gewarnt, zu früh die Hygiene- und Abstandsregeln in der Corona-Krise zu lockern.

Es gebe keinen Anlass, die Grundlinie nicht weiter zu verfolgen, betonte der Regierungschef am Donnerstag in Wiesbaden. Es bleibe beim hessischen Weg, besonnen vorzugehen.

Deshalb blieben Großveranstaltungen, bei denen die Hygiene-Regeln schwer umzusetzen sind, noch bis mindestens Ende Oktober in Hessen verboten.

Update, 18. Juni, 13.50 Uhr: Lockerungen auch für Einzelhandel und Veranstaltungen

Hessen lockert die coronabedingten Beschränkungen für den Einzelhandel und Veranstaltungen.

So darf vom kommenden Montag (22.6.) an künftig ein Kunde pro 10 statt wie bisher pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche eingelassen werden, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden.

Es müssten aber weiterhin eine Alltagsmaske getragen und ein Mindestabstand von 1,5 Metern gehalten werden. Die bisherige Möglichkeit für Geschäfte, sonntags zwischen 13 und 18 Uhr zu öffnen, entfällt ab nächster Woche.

Außerdem müssen Veranstaltungen mit bis zu 250 Teilnehmern nicht mehr extra genehmigt und überwacht werden, Voraussetzung bleibt aber ein Hygiene-Konzept. Bislang galt dafür eine Obergrenze von 100 Teilnehmern. Die neuen Regelungen gelten nach Angaben der Landesregierung zunächst bis zum 16. August.

Update, 18. Juni, 13.40 Uhr: Hessen lockert Besuchsregeln für Altenheime

Hessens lockert weiter die Besuchsregeln für Altenheime und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Ab dem 22. Juni sollen Bewohner von Alten- und Pflegeheimen drei Mal in der Woche besucht werden können, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden. Menschen mit Behinderung, die stationär betreut werden, könnten jeden Tag eine Person empfangen.

Update, 18. Juni, 13.20 Uhr: Mehrheit der Hessen geht von zweiter Corona-Welle aus

Kommt es zu einer zweiten Corona-Welle? Eine Mehrheit der Hessen glaubt dies (Symbolbild).
Kommt es zu einer zweiten Corona-Welle? Eine Mehrheit der Hessen glaubt dies (Symbolbild).  © Andreas Arnold/dpa

Die Mehrheit der Hessen rechnet einer Umfrage zufolge mit einer zweiten Welle der Corona-Pandemie in Deutschland. Das sagten 63 Prozent der Befragten, wie aus der von der Krankenkasse AOK Hessen in Auftrag gegebenen repräsentativen Erhebung hervorgeht.

18 Prozent waren der Ansicht, dass es bei der ersten Welle bleiben wird. Und die ist für einen großen Teil der Menschen bereits so gut wie vorbei: Auf die Frage, ob sie das aktuelle Infektionsgeschehen für weitestgehend überstanden halten, antwortete mit 51 Prozent gut die Hälfte mit "Ja", 33 Prozent glaubten das dagegen nicht, wie die AOK am Donnerstag in Bad Homburg weiter mitteilte.

Für viele Hessen waren oder sind die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie demnach eine Belastung: "Die Einschränkungen der sozialen Kontakte empfinden 19 Prozent – vor allem Frauen – als sehr belastend, weitere 38 Prozent als eher belastend", hieß es. "Mit zunehmendem Alter wird diese Phase aber als weniger schwierig empfunden."

Gefragt wurde auch nach der finanziellen Situation in der Corona-Krise. Während elf Prozent der Befragten die Lage als sehr und 16 Prozent als eher belastet empfanden, gab mehr als ein Drittel (36 Prozent) an, nicht von finanziellen Einschränkungen betroffen zu sein.

Das Meinungsforschungsinstitut Insa Consulere interviewte für die Telefon-Umfrage zwischen dem 18. und 29. Mai 1000 Personen in Hessen ab 18 Jahre.

Update, 18. Juni, 12.58: Bauarbeiten für neues Terminal am Flughafen Frankfurt verzögern sich

Die Corona-Krise wirbelt die Pläne für das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen durcheinander. Die Fertigstellung des Hauptterminals und der Flugsteige H bis J werde sich nach jetzigem Stand um ein Jahr auf 2024 verschieben, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Donnerstag.

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Flugreisende stehen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens vor einem Check-in-Schalter in einer Schlange (Symbolbild).
Flugreisende stehen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens vor einem Check-in-Schalter in einer Schlange (Symbolbild).  © DPA/Arne Dedert

Update, 18. Juni, 11.15 Uhr: Regulärer Schulbetrieb in Hessen nach den Sommerferien geplant

Der Ministerpräsident von Hessen, Volker Bouffier (CDU), kündigte an, dass die Schulen in Hessen nach den Ferien wieder regulären Unterricht anbieten sollen.
Der Ministerpräsident von Hessen, Volker Bouffier (CDU), kündigte an, dass die Schulen in Hessen nach den Ferien wieder regulären Unterricht anbieten sollen.  © Andreas Arnold/dpa

In Hessen sollen die Schulen nach den Sommerferien Mitte August wieder regulären Unterricht anbieten.

Eine Garantie dafür könne es aber nicht geben, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag beim Besuch der Martin-Niemöller-Schule im südhessischen Riedstadt.

Schüler werden derzeit nur wechselweise in Gruppen und nicht in der ganzen Klasse unterrichtet. "Wir sind sehr bemüht, nach den Sommerferien in den normalen Unterricht zurück zu kommen", sagte Bouffier. Dies stehe allerdings unter Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie.

Die Grundschulen in Hessen bieten bereits von diesem Montag (22.6.) an wieder regulären Unterricht wie vor Beginn der Corona-Pandemie an, für die Kinder gilt dann kein Abstandsgebot mehr.

Allerdings können die Eltern entscheiden, ob ihr Kind zur Schule geht oder den Unterrichtsstoff zuhause lernt.

Die Sommerferien in Hessen beginnen am 6. Juli, der erste Schultag im neuen Schuljahr ist der 17. August.

Update, 18. Juni, 5.58 Uhr: Kommt es zu Corona-Lockerungen in Pflegeheimen?

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) wollen am heutigen Donnerstag (13.30 Uhr) über neue Regeln in der Corona-Pandemie informieren.

Wie aus der Einladung der Staatskanzlei hervorgeht, sind bei dem Termin auch Vertreter der Liga der freien Wohlfahrtspflege sowie des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste dabei. Dies lässt darauf schließen, dass die geplanten Lockerungen die Pflegeheime betreffen könnten.

Besuche in Pflegeheimen sind nach wie vor nur stark eingeschränkt möglich: Pro Woche darf eine Person für eine Stunde unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Bewohner kommen. Es gelten strenge Hygienemaßnahmen. 

Die Einrichtungsleitung kann nur im Einzelfall für engste Familienangehörige Ausnahmen zulassen.

Update, 17. Juni, 14.15 Uhr: Viele Patienten meiden Arztpraxen aus Angst vor Corona-Ansteckung

Aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus meiden derzeit viele Patienten den Besuch beim Arzt oder schieben sogar Behandlungen im Krankenhaus auf.

In den ersten drei Monaten des Jahres verzeichneten die niedergelassenen Ärzte in Hessen Rückgänge bei den Fallzahlen zwischen 25 und 30 Prozent, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Hessen am Mittwoch in Frankfurt. Erste Angaben aus dem zweiten Quartal zeigten einen ähnlichen Trend. Das gelte auch für die Krankenhäuser, erklärte die Hessische Krankenhausgesellschaft.

Mit einer Kampagne wollen die beiden Verbände gegensteuern. Die Aufklärungsaktion steht unter der Überschrift "Sicher für Sie da – Ihre Arztpraxen und Krankenhäuser in Hessen" und soll Ende Juni unter anderem mit großen Plakaten beginnen.

Es sei höchste Zeit, "mit allen notwendigen Hygiene- und Abstandsgeboten die Regelversorgung wieder aufzunehmen", erklärten die Verbände. Schirmherr der Kampagne ist Gesundheits- und Sozialminister Kai Klose (Grüne).

Update, 17. Juni, 12.58 Uhr: IG Metall bereitet sich wegen Kurzarbeitern auf flächendeckende Arbeitskämpfe vor

Die Zahl der Kurzarbeiter im Bezirk Mitte der IG Metall ist nochmals gestiegen. Im Mai und Juni führten nach Angaben der Gewerkschaft vom Mittwoch weitere Betriebe Kurzarbeit ein.

Im Gewerkschaftsbezirk Mitte, der die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen umfasst, sind einer Umfrage der IG Metall zufolge inzwischen mehr als 70 Prozent der Unternehmen betroffen. In über 40 Prozent der Betriebe trifft es der Auswertung zufolge fast die komplette Belegschaft.

In der Erhebung gaben 655 von 934 Betrieben an, aktuell das Instrument Kurzarbeit zu nutzen. Den weitaus größten Anteil weise dabei das Saarland aus, wo für 87 Prozent der Betriebe aus dem Organisationsbereich der IG Metall Kurzarbeit vereinbart wurde. Aktuelle Zahlen, wie viele Beschäftigte insgesamt betroffen sind, nannte die Gewerkschaft nicht. Im April hatte die IG Metall von etwa 289 000 Kurzarbeitern im Bezirk Mitte berichtet.

"Die Metall- und Elektroindustrie ist weit von Normalität entfernt. Sie steckt in einer tiefen Rezession", bilanzierte Bezirkschef Jörg Köhlinger. Die Gewerkschaft stelle sich darauf ein, dass es schon bald "flächendeckend zu massiven Auseinandersetzungen um Beschäftigung, Standorte, Entgelte und Arbeitsbedingungen" kommen werde.

Update, 17. Juni, 11.28: Hessens Kommunen begrüßen Pläne für milliardenschweres Corona-Hilfspaket

Die Landesregierung plant ein Corona-Sondervermögen in Höhe von zwölf Milliarden Euro (Symbolbild).
Die Landesregierung plant ein Corona-Sondervermögen in Höhe von zwölf Milliarden Euro (Symbolbild).  © Daniel Reinhardt/dpa

Hessens Kommunen haben die Pläne der Landesregierung für ein milliardenschweres Corona-Hilfspaket begrüßt. Die Städte, Kreise und Gemeinden dürften in der wirtschaftlichen Krise nicht als Investoren etwa in Kitas oder in den Breitbandausbau ausfallen, sagte der Vizepräsident des hessischen Landkreistages, Wolfgang Schuster (SPD), am Mittwoch bei einer Anhörung im Landtag.

In die Diskussion, ob die Hilfe über ein Sondervermögen oder einen Nachtragshaushalt organisiert werden sollte, wollten sich die Kommunen nicht einmischen, erklärte Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises.

Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie plant die Landesregierung ein kreditfinanziertes Sondervermögen in Höhe von zwölf Milliarden Euro. Aus diesem Coronafonds sollen gebündelt bis Ende 2023 vor allem Steuerverluste des Landes und der Kommunen ausgeglichen werden. Vertreter der Opposition im Landtag sind dagegen und plädieren dafür, die Konjunkturhilfen in einem Nachtragshaushalt zu verankern.

Auch Karsten Nowak vom Landesrechnungshof sagte in der Anhörung des Haushaltsausschusses des Landtags: "Wir sehen die Konstruktion eines Sondervermögens kritisch."

Zudem gab er zu Bedenken, dass der vom Land geplante Tilgungszeitraum von 30 Jahren sehr weit gefasst sei. Der Rechnungshof empfehle, in konjunkturell starken Jahren den Schuldenberg mit Sondertilgungen abzutragen.

Update, 16. Juni, 17.38 Uhr: Trotz Corona müssen Berufsschülerinnen zum Unterricht

Zwei Schülerinnen einer Berufsschule im Wetteraukreis müssen nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Gießen auch in der Corona-Pandemie am Präsenz-Unterricht teilnehmen.

Das Gericht lehnte laut einer Mitteilung vom Dienstag einen Eilantrag ab, mit dem die Frauen bis zu den Sommerferien davon befreit werden wollten. Die Schülerinnen argumentierten demnach, die Teilnahme an dem seit Ende Mai einmal wöchentlich stattfindenden Unterricht vor Ort sei ihnen nicht zumutbar und verletze ihr Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Als Auszubildende zu medizinischen Fachangestellten hätten sie zudem bereits außerhalb der Berufsschule ein erhöhtes Risiko, mit Corona-Infizierten in Kontakt zu kommen.

Sie befürchteten auch, "dass die von der Schulleitung selbst gerügte mangelhafte Disziplin anderer Schüler dazu führe, dass die Hygiene-Regeln nicht eingehalten werden könnten".

Die Richter teilten die Auffassung der Klägerinnen nicht. Diese gehören dem Gericht zufolge nicht zum Kreis derer, die laut der entsprechenden Corona-Verordnung des Landes von der Präsenz-Pflicht in der Schule ausgenommen sind. Die vorgesehenen Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung hielt das Gericht zudem für ausreichend.

Mit Blick auf die aktuellen Infektions-Zahlen im Wetteraukreis sahen die Richter auch keine Anhaltspunkte dafür, dass die Teilnahme am Präsenz-Unterricht ein unzumutbares Gesundheitsrisiko bedeute.

Da die Klägerinnen angehende medizinische Fachangestellte seien, könne man zudem davon ausgehen, dass diese "durch ihre Praxis-Erfahrung besonders verantwortungsvoll im Umgang mit Hygiene-Regelung agieren könnten". Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig, eine Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel ist möglich.

Update, 16. Juni, 16.27 Uhr: Reiselaune der Bundesbürger kehrt zurück

Die Reisebranche schöpft nach dem Ende der Corona-Zwangspause in Europa wieder Hoffnung: Das verzögerte Sommergeschäft läuft nach der Aufhebung der Reisewarnungen für 27 europäische Länder an.

Der weltgrößte Tourismuskonzern Tui und Deutschlands Branchenzweiter DER Touristik berichteten am Dienstag von steigenden Buchungen. Unterschiedlich beurteilten die Unternehmen die Preisentwicklung.

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Die Reise-Branche schöpft nach dem Ende der Corona-Zwangspause in Europa wieder Hoffnung (Symbolbild).
Die Reise-Branche schöpft nach dem Ende der Corona-Zwangspause in Europa wieder Hoffnung (Symbolbild).  © dpa/Julian Stratenschulte

Update, 16. Juni, 13.25 Uhr: Quarantäne in Flüchtlingsunterkunft, Großteil der Bewohner getestet

Nach dem Auftreten von zwei Covid-19-Fällen in einer nordhessischen Flüchtlingsunterkunft werden sämtliche Bewohner der Einrichtung auf das Coronavirus getestet.

"Von einem Großteil wurden bereits Abstriche genommen", sagte der Erste Kreisbeigeordnete Rainer Wallmann (SPD) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Mit ersten Ergebnissen der Untersuchung werde Ende der Woche gerechnet.

Die Einrichtung in Eschwege (Werra-Meißner-Kreis) war am Montag vorsichtshalber unter Quarantäne gestellt worden, nachdem zwei ihrer Bewohner positiv getestet wurden (TAG24 berichtete).

Insgesamt betroffen sind den Angaben zufolge 119 Menschen.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden Ende der Woche erwartet (Symbolbild).
Die Ergebnisse der Untersuchung werden Ende der Woche erwartet (Symbolbild).  © dpa/Daniel Bockwoldt

Update, 16. Juni, 9.13 Uhr: Frankfurter Flughafen verzeichnet weiter geringe Passagierzahlen

Ein Mann steht in Terminal 1 des Frankfurter Flughafens in der Abflughalle vor einer großen Anzeigentafel.
Ein Mann steht in Terminal 1 des Frankfurter Flughafens in der Abflughalle vor einer großen Anzeigentafel.  © Arne Dedert/dpa

Am Frankfurter Flughafen sind die Passagierzahlen und Flugbewegungen in der vergangenen Woche trotz der ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen auf sehr niedrigem Niveau geblieben. Auch der Frachtverkehr verzeichnete auf Jahressicht erneut einen zweistelligen Rückgang.

Die Zahl der an Deutschlands größtem Flughafen abgefertigten Passagiere sei in der Woche vom 8. bis 14. Juni im Vergleich zum Vorjahr um 92,8 Prozent auf 109.376 gefallen, teilte Fraport am Dienstag in Frankfurt mit. Damit fiel der prozentuale Rückgang etwas höher aus als in der Vorwoche und auch die Passagierzahl ging im Wochenvergleich etwas zurück.

Das Aufkommen an Fracht und Luftpost sank in den sieben Tagen bis zum 14. Juni um 12,3 Prozent auf 34.043 Tonnen. Die Zahl der Flugbewegungen ging um 81 Prozent auf 2043 Starts und Landungen zurück. Damit fielen diese beiden Werte in der vergangenen Woche in etwa so aus wie in der ersten Juni-Woche.

Viele Fluggesellschaften bieten seit Juni wieder mehr Flüge an, nachdem der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen seit Ende März weitgehend zusammengebrochen war. Branchenvertreter erwarten, dass es noch mehrere Jahre braucht, bis der Passagierverkehr wieder das Niveau aus der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie erreicht.

Update, 16. Juni, 5.55 Uhr: Landtag berät bei Sondersitzung über milliardenschwere Coronahilfen

Die Landesregierung von Hessen will ein Corona-Sondervermögen von zwölf Milliarden Euro auf den Weg bringen (Symbolbild).
Die Landesregierung von Hessen will ein Corona-Sondervermögen von zwölf Milliarden Euro auf den Weg bringen (Symbolbild).  © Monika Skolimowska/ZB/dpa

Bei einer Sondersitzung des hessischen Landtags will die schwarz-grüne Landesregierung die Weichen für weitere milliardenschwere Hilfen in der Corona-Krise stellen. Bei der eintägigen Sitzung am heutigen Dienstag (14 Uhr) in Wiesbaden geht es um einen zweiten Nachtragshaushalt sowie das "Gute-Zukunft-Sicherungsgesetz".

Das Gesetz ist die Grundlage für ein kreditfinanziertes Sondervermögen in Höhe von zwölf Milliarden Euro. Aus diesem Coronafonds sollen gebündelt bis Ende 2023 vor allem Steuerverluste des Landes und der Kommunen ausgeglichen werden. Mit einer Verabschiedung der Vorhaben ist nicht am Dienstag, aber noch vor der Sommerpause im Parlament zu rechnen.

Die Abgeordneten werden sich bei der Sondersitzung außerdem abschließend in dritter Lesung mit den Änderungen des Schulgesetzes befassen. Wegen der Coronapandemie sind zahlreiche Sonderregelungen und Öffnungsklauseln notwendig.

Bei den Maßnahmen handelt es sich etwa um den Verzicht auf Sitzenbleiben, Vorgaben für Prüfungen und das Lernen zuhause.

Update, 15. Juni, 21.06 Uhr: Überkapazität von etwa 11.000 Stellen bei Lufthansa

Die angeschlagene Lufthansa hat vor allem im Flugbetrieb zu viele Stellen an Bord. Dort gibt es einen rechnerischen Überhang von knapp 5000 Stellen, wie Lufthansa am Montag in Frankfurt mitteilte.

Davon entfallen 2600 auf Flugbegleiter, 1500 auf Bodenmitarbeiter und 600 auf Piloten. Insgesamt bezifferte das Unternehmen den rechnerischen Überhang bereits vergangene Woche auf 22 000 Vollzeitstellen in der Gruppe. Die Hälfte entfällt davon auf Deutschland, wie Lufthansa mitteilte.

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Trotz der Krise will die angeschlagene Lufthansa "möglichst viele Mitarbeiter an Bord halten" (Archivbild).
Trotz der Krise will die angeschlagene Lufthansa "möglichst viele Mitarbeiter an Bord halten" (Archivbild).  © dpa/Boris Rössler

Update, 15. Juni, 20.25 Uhr: Komplette Flüchtlingsunterkunft nach Covid-Fällen unter Quarantäne

Nach Covid-19-Fällen in einer nordhessischen Flüchtlingsunterkunft ist die komplette Einrichtung unter Quarantäne gestellt worden.

"Insgesamt sind von der Maßnahme 119 Bewohnerinnen und Bewohner betroffen", sagte ein Sprecher des Werra-Meißner-Kreises am Montag.

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Update, 15. Juni, 16.50 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen unklar

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen war am Montag unklar. Am Sonntag seien "aufgrund technischer Probleme" keine Daten aus Hessen an das Robert-Koch-Institut übermittelt worden, teilte das Hessische Sozialministerium am Montagnachmittag mit.

In der Länder-Tabelle des Robert-Koch-Instituts waren daher seit Montagmorgen null Neuinfektionen für Hessen verzeichnet.

Der Grund war aber nicht der erfolgreiche Kampf des Bundeslandes gegen die Ausbreitung des Virus - die Zahlen waren dieselben wie am Vortag. Das galt auch für das tägliche Bulletin, das laut Ministerium am Montag "keine validen Zahlen für Hessen" enthielt.

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle im Bundesland liegt demnach weiterhin bei 10.324, die Zahl der Todesfälle bei 491. Von Samstag auf Sonntag waren hessenweit drei bestätigte Neuinfektionen dazugekommen.

Update, 15. Juni, 16.24 Uhr: Verdi klagt gegen Sonder-Genehmigung für Sonntags-Öffnung

Die Gewerkschaft Verdi will gerichtlich durchsetzen lassen, dass Geschäfte trotz der Corona-Pandemie sonntags nicht mehr öffnen dürfen.

Am Montag reichte die Interessens-Vertretung nach eigenen Angaben beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eine entsprechende Klage gegen das Land Hessen ein.

Die derzeit noch bis zum 16. August bestehende Ausnahmegenehmigung gefährde den grundgesetzlichen Sonntagsschutz, begründete die Dienstleistungsgewerkschaft ihren Vorstoß.

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Update, 15. Juni, 13.58 Uhr: Frankfurt rüstet Busse wegen Coronavirus mit Trennscheiben nach

Frankfurter Busfahrer dürfen bald wieder Fahrkarten verkaufen. Die Stadtbusse sollen dafür mit Trennscheiben im Fahrerbereich ausgestattet werden. "Sie dienen dem Schutz der Passagiere und Fahrer vor Infektionen mit dem Corona-Virus", teilte die Stadt am Montag mit.

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Bisher wurden die Fahrer-Bereiche in den Bussen mit Bändern abgesperrt.
Bisher wurden die Fahrer-Bereiche in den Bussen mit Bändern abgesperrt.  © Arne Dedert/dpa

Update, 15. Juni, 13.50 Uhr: Tourismus bricht wegen Corona im April in Hessen fast völlig ein

Der hessische Tourismus ist wegen der Corona-Krise im April fast vollständig zum Erliegen gekommen. Die Zahl der Gäste in den Beherbergungsbetrieben mit zehn oder mehr Betten ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 92 Prozent auf 96.500 zurück, wie das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Bei der Zahl der Übernachtungen habe es einen Einbruch um 84 Prozent auf 456.000 gegeben. Grund für den Negativtrend waren die starken Reisebeschränkungen, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern.

Fast die Hälfte der hessischen Beherbergungsbetriebe hatte nach Angaben der Statistiker im gesamten April geschlossen. Entsprechend reduzierte sich auch das Bettenangebot. Die noch zur Verfügung stehenden Übernachtungsmöglichkeiten hätten vor allem aus Deutschland angereiste Gäste genutzt.

Nur jeder achte Gast sei aus dem Ausland nach Hessen angereist. Die Übernachtungszahl der ausländischen Gäste habe mit 62.900 um 90 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats gelegen. Von den Besuchern aus dem Ausland seien die meisten Personen aus den USA gekommen. Bei der Zahl der Übernachtungen lagen Gäste aus Polen an der Spitze.

Wegen der Corona-Krise haben laut Landesamt nicht alle hessischen Beherbergungsbetriebe Auskunft über ihre Gästezahlen gegeben. Die Angaben für mehr als zehn Prozent der Betriebe, von denen keine Informationen vorlagen, seien geschätzt worden. Damit seien die vorliegenden vorläufigen Ergebnisse trotz aller Einschränkungen in hohem Maß repräsentativ.

Update, 15. Juni, 8.49 Uhr: Passagierzahl an Flughafen Frankfurt auch im Mai eingebrochen

Das Archivbild zeigt Flugzeuge am Flughafen Frankfurt.
Das Archivbild zeigt Flugzeuge am Flughafen Frankfurt.  © Silas Stein/dpa

Der Flughafenbetreiber Fraport hat auch im Mai stark rückläufige Geschäfte verbucht – der Einbruch bei den Passagierzahlen durch die Corona-Krise fiel teils aber etwas geringer aus. So wurden in Frankfurt, dem größten Airport Deutschlands, wieder mehr Passagiere abgefertigt als noch im April – und auch am Beteiligungsflughafen im chinesischen Xi'an belebte sich das Passagieraufkommen.

In Frankfurt sank die Zahl der Passagiere im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 95,6 Prozent auf knapp 273.000, wie der im MDax notierte Konzern am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Zahl ist keine große Überraschung mehr, da der Konzern seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie die Verkehrszahlen für den Frankfurter Flughafen wöchentlich ausweist. Im April war die Zahl der Passagiere um fast 97 Prozent auf rund 188.000 gesunken.

Am Flughafen in Xi'an, an dem Fraport 24,5 Prozent hält, sank die Passagierzahl im Mai nur noch um 44 Prozent auf rund 2,2 Millionen – nach einem 64-prozentigen Minus im April. An den anderen Standorten des Konzerns zum Beispiel in Brasilien, Bulgarien, Griechenland oder der Türkei ging das Passagieraufkommen weiter kräftig zurück.

Im Juni sollte sich die Lage des Flughafenbetreibers dank vieler Lockerungen bei den Reisebestimmungen weiter aufhellen.

Update, 15. Juni, 5.57 Uhr: Schwimmbäder in Hessen dürfen heute wieder öffnen

Die Schwimmbäder in Frankfurt und Hessen dürfen vom heutigen Montag an wieder öffnen (Symbolbild).
Die Schwimmbäder in Frankfurt und Hessen dürfen vom heutigen Montag an wieder öffnen (Symbolbild).  © 123RF/Vadim Guzhva

In Hessen gibt es vom heutigen Montag an wieder mehr Freizeitmöglichkeiten. Im Wasser planschen, am Badesee liegen oder in der Sauna schwitzen geht jetzt wieder. Allerdings gilt nach wie vor auch im Wasser: Abstand halten. 

Volle Liegewiesen und Pools wird es nicht geben. Zwischen Badegästen muss außerhalb und im Wasser ein Sicherheitsabstand von 1,5 Meter gewährleistet sein. Es darf sich nur eine bestimmte Zahl von Menschen gleichzeitig auf Liegewiesen oder in Schwimmbecken befinden. Warteschlangen sollen vermieden werden, das gilt zum Beispiel für den Eingang und auch für Kioske. Und nicht nur zu Hause gibt es nun wieder mehr Möglichkeiten. Auch in den Urlaub kann geflogen werden, allerdings nicht überall hin.

In Frankfurt oder in Darmstadt müssen die Eintrittskarten online gebucht werden, um Warteschlangen zu verhindern. Die Betreiber der Bäder dürfen der Verordnung zufolge nur öffnen, wenn sie "ein anlagenbezogenes Infektionsschutz- und Zugangskonzept" vorlegen. Bei manchen Kommunen könne das noch dauern, heißt es beim Hessischen Städte- und Gemeindebund, schließlich seien die Gegebenheiten vor Ort sehr unterschiedlich. Mitglieder von Schwimmvereinen in Hessen durften bereits seit dem 1. Juni wieder ins Wasser, auch Schwimmkurse waren seitdem wieder möglich.

Und auch Reisen in viele europäische Länder sind möglich. Der Frankfurter Flughafen sieht sich da gut gerüstet. Es seien in den vergangenen Wochen zahlreiche Vorkehrungen zum Schutz der Gesundheit von Passagieren und Beschäftigten getroffen worden, sagte Thomas Kirner vom Flughafenbetreiber Fraport. Zum Beispiel sollen Bodenmarkierungen auf die Abstandsregelungen hinweisen, genauso wie Lautsprecherdurchsagen.

Update, 18.09 Uhr: Kaum Verstöße gegen Corona-Regeln am Sonntag

Bei größtenteils regnerischem oder trübem Wetter in Hessen haben sich am Sonntag die meisten Menschen laut Polizei weithin an die Corona-Beschränkungen gehalten.

Auf Nachfrage hieß es aus den Präsidien, Beamte hätten kaum einschreiten müssen, weil etwa Abstands-Regeln nicht eingehalten wurden.

Mit Blick auf Demonstrationen beziehungsweise Mahnwachen in den Innenstädten war es demnach am Sonntag in der Städten ebenfalls ruhig. Wie die Polizei in Frankfurt mitteilte, gab es lediglich wenige kleinere Veranstaltungen, die aber allesamt friedlich geblieben seien.

In Darmstadt gingen etwa 60 Menschen friedlich auf die Straße, um an das Schengener Abkommen von 1995 zu erinnern. Damals wurden in sieben europäischen Staaten die Grenzkontrollen abgeschafft.

Update, 14. Juni, 8.42 Uhr: Frankfurter Flughafen sieht sich gut vorbereitet

Es darf wieder in den Urlaub geflogen werden - ab dem 15. Juni ist Reisen in viele europäische Länder möglich. Der Frankfurter Flughafen sieht sich gut gerüstet: "Wir haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Vorkehrungen zum Schutz der Gesundheit von Passagieren und Beschäftigten getroffen", sagte Thomas Kirner vom Flughafenbetreiber Fraport.

Update, 14. Juni, 7.16 Uhr: Beschäftigte appellieren bei der Bäder-Öffnung an Eigenverantwortung

Am Montag dürfen in Hessen Schwimmbäder unter Auflagen wieder öffnen. Unter anderem gelten Abstandsregeln und Zugangsbeschränkungen. Die Beschäftigten blicken "gespannt" auf die kommende Woche, wie Michaela Fisseler-Weinrich sagt, die Vorsitzende des Landesverbands Hessen im Bundesverband Deutscher Schwimmmeister. Der Verband vertritt in Hessen rund 250 Mitglieder. Sie appelliert an die Besucher, eigenverantwortlich zu handeln.

Fisseler-Weinrich schätzt, dass etwa nur maximal die Hälfte der Bäder in Hessen gleich am Montag aufmachen wird. "Rund die Hälfte sagt: Wir haben einen Hygieneplan, die Regeln kriegen wir umgesetzt, wir machen auf. Die andere Hälfte hält das für schwierig." Großbetriebe hätten es tendenziell leichter als kleinere Bäder mit wenigen Angestellten. Etwa 20 Prozent der hessischen Bäder werden diesen Sommer nicht öffnen, schätzt Fisseler-Weinrich.

Die Schwimmmeister wären gern früher über die bevorstehende Öffnung der Bäder und die genauen Anforderungen der Verordnung informiert worden, sagte Fisseler-Weinrich. Stattdessen müssten die Hygienepläne nun mit dem jeweiligen Gesundheitsamt abgesprochen werden. "Dadurch herrscht bei manchen Kollegen Unsicherheit." 

Der Verband wünscht sich eine "Leitschnur" für alle Bäder, auch wenn die Gegebenheiten vor Ort sehr verschieden seien. "Wie gut die Umsetzung der Hygieneregeln gelingt, hängt von der Größe des Bades, der Klientel, den baulichen Gegebenheiten ab. Das kann sehr unterschiedlich sein."

Dass die Schwimmmeister hinter jedem Gast herlaufen, der keine Maske trägt, oder Gruppen von planschenden Jugendlichen trennt, sei nicht das Ziel: "Niemand ist in der Lage, das zu kontrollieren. Das liegt auch in der persönlichen Verantwortung des Gastes. In einer Pandemie zählt Eigenverantwortung: Jeder muss darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden. Das ist im Bad ja nicht anders als im Park oder in einem Geschäft", sagte Fisseler-Weinrich.

Update, 13. Juni, 16.40 Uhr: Hessen halten sich weitgehend an Corona-Regeln

Trotz guten Grill-Wetters haben sich die Menschen in Hessen am Samstag der Polizei zufolge weitgehend an die Corona-Regeln gehalten.

In Frankfurt wiesen die Behörden bei einer Demonstration die Teilnehmer nach eigenen Angaben darauf hin, die Auflagen zu beachten. Verstöße seien zunächst nicht registriert worden, hieß es.

In Fulda gab es der Polizei zufolge drei kleinere Veranstaltungen. Verstöße gegen die Auflagen seien jedoch nicht zu vermelden: "Es gibt keinen Grund zur Klage."

In Bad Nauheim kamen rund 200 Menschen zusammen, "aber das war unproblematisch, alle haben sich auflagenkonform verhalten», sagte ein Polizei-Sprecher.

Trotz bestem Grill-Wetter haben sich die Hessen auch am Samstag weitgehend an die Corona-Regeln gehalten (Symbolbild).
Trotz bestem Grill-Wetter haben sich die Hessen auch am Samstag weitgehend an die Corona-Regeln gehalten (Symbolbild).  © dpa/Boris Rössler

Update, 13. Juni, 15.59 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Hessen steigt um acht Fälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen ist am Samstag im Vergleich zum Vortag um acht gestiegen.

Damit sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 10.321 Fälle im Bundesland registriert worden, wie das Sozialministerium in Wiesbaden am Samstag mitteilte. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, stieg in Hessen um zwei auf 491.

Die meisten bestätigten Fälle verzeichnete Frankfurt am Main (1665) vor dem Main-Kinzig-Kreis (764) und dem Landkreis Offenbach (638). Am Ende der Liste stand der Vogelsbergkreis (121 bestätigte Fälle).

Update, 12. Juni, 15.49 Uhr: Gewerkschaft fordert wöchentliche Corona-Tests für Pädagogen

Erzieher und Lehrer an hessischen Bildungsstätten sollen sich laut einer Gewerkschafts-Forderung jede Woche freiwillig auf Corona testen lassen können.

"Damit kann hoffentlich einer zweiten Welle vorgebeugt werden, weil Infektionen schneller erkannt und nachvollzogen werden können", teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen in Frankfurt am Freitag mit.

In Einrichtungen wie Kitas, Schulen und Universitäten träfen viele Menschen aufeinander, ein Mindestabstand lasse sich nur schwer einhalten.

Update, 12. Juni, 14.19 Uhr: Lufthansa will Corona-Tests vor Abflug anbieten

Das Foto zeigt Passagiermaschinen der Lufthansa auf dem Vorfeld des Flughafen Frankfurt.
Das Foto zeigt Passagiermaschinen der Lufthansa auf dem Vorfeld des Flughafen Frankfurt.  © Boris Roessler/dpa

Die Lufthansa will Passagieren vor Abflug in der Coronakrise die Möglichkeit von Tests auf das Virus anbieten. 

Nach Informationen des Magazins "Spiegel" will das Unternehmen noch im Juni oder spätestens Anfang Juli an den Flughäfen in Frankfurt und München zusammen mit Partnern Testcenter betreiben, in denen sich Passagiere auf das Virus untersuchen lassen können. Das Ergebnis liege binnen vier Stunden vor.

Nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers richtet sich das Angebot vor allem an Reisende, die in Länder fliegen, die bei der Einreise einen Corona-Test verlangen.

Sollte bei Economy-Kunden auf Langstreckenverbindungen verstärkt der Wunsch nach einem freien Mittelsitz aufkommen, erwägt auch die Lufthansa, diese Dienstleistung nach dem Vorbild ihrer Tochter Eurowings einzuführen, allerdings gegen Aufpreis. "Billig wird das nicht", zitierte der "Spiegel" Lufthansa-Vorstandsmitglied Christina Foerster.

Update, 11. Juni, 17.19 Uhr: Bischof Bätzing verteidigt Handeln der Kirche in Corona-Krise

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat das Handeln der Kirche in der Corona-Krise verteidigt. In seiner Fronleichnamspredigt am Donnerstag sagte er, er könne sich der Forderung mancher nicht anschließen, dass die Kirche auch während der Corona-Krise hätte Messen feiern sollen. "Als Kirche sind wir Teil dieser Gesellschaft. Wir gehen sicher nicht einfach in ihr auf, eher wollen und sollen wir Vorbild an Fürsorge und solidarischem Weitblick sein. Und das haben wir in der Krisenzeit deutlich gezeigt", sagte Bätzing laut einer Mitteilung.

Außerdem wundere er sich über die Behauptung, die Kirche habe sich in der Krisenzeit zurückgezogen. "Das Gegenteil ist der Fall", sagte der Bischof von Limburg. "Als nichts zu machen war, wurde unglaublich viel Hilfreiches getan. So war die Kirche in der Krise präsent. Wir konnten weniger Eigenleben führen wie gewohnt, dafür sind wir treibende Kraft des solidarischen Miteinanders." Als Beispiel nannte Bätzing die Mitarbeiter der Caritas in den pflegerischen und sozialen Berufen, die Erzieher in der Notbetreuung sowie die Seelsorger.

Bätzing feierte den Fronleichnam-Gottesdienst in der Kapelle des Limburger Bischofshauses ohne Gemeinde. Der Gottesdienst wurde live im Internet übertragen. Aufgrund der Corona-Krise musste auch auf die festliche Fronleichnam-Prozession verzichtet werden.

Update, 10. Juni, 15.09 Uhr: Kulturdezernentin fordert auch Lockerungen im Kulturbetrieb

Die von der Landesregierung beschlossenen Lockerungen in der Corona-Pandemie gehen Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig nicht weit genug. "Leider fanden die Kultur und ihre Einrichtungen hierbei bisher keine Berücksichtigung bei den neusten Entwicklungen des Landes", sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch in Frankfurt. Es sei erfreulich, dass Grundschulen und Kitas zum Präsenzbetrieb zurückkehren und Schwimmbäder wieder öffnen dürften, der Zugang zur kulturellen Bildung müsse jedoch "ebenso schnellstmöglich wieder gewährleistet und die pandemiebezogenen Beschränkungen hierfür angepasst werden", kritisierte sie.

Hessen hat am Mittwoch die geltenden Beschränkungen weiter gelockert: Am 22. Juni beginnt danach für alle Kinder der gemeinsame Präsenzunterricht. Auch die Kindertagesstätten sollen vom 6. Juli an wieder vollständig öffnen. Ab Montag dürfen zudem Schwimmbäder, Saunen und Badeseen wieder aufmachen. Allerdings gelten dort weiterhin strenge Abstandsregeln.

Update, 10. Juni, 12.36 Uhr: Zoo Frankfurt öffnet ab kommender Woche mehrere Tierhäuser

Mal wieder bei den Löwen reinschauen: Vom kommenden Montag an sind im Frankfurter Zoo wieder einige Tierhäuser geöffnet. Sie waren bisher als Schutzmaßnahme gegen die Corona-Pandemie geschlossen gewesen. Vom 15. Juni an sind unter anderem Katzendschungel und Giraffenhaus wieder geöffnet, kündigte der Zoo am Mittwoch an. Menschenaffenhaus, Exotarium und Grzimekhaus bleiben allerdings geschlossen und einige Areale, etwa rund um die Affenhäuser, sind weiterhin gesperrt. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, gibt es zudem bis auf weiteres keine Schaufütterungen. In den Innenräumen müssen Mund und Nase bedeckt gehalten werden.

Besucher müssen ihre Tickets weiterhin online und mit verpflichtenden Zeitfenstern buchen. 

Dabei gelten von Montag an wieder die regulären Eintrittspreise. Dafür wurden die Zeitslots verlängert - von Montag an kann der Zoo von jeweils bis zu 600 Menschen gleichzeitig zwischen 9 Uhr und 14 Uhr sowie von 14.30 Uhr bis 19 Uhr besucht werden.

Bis zu 600 Personen gleichzeitig dürfen in den Zoo.
Bis zu 600 Personen gleichzeitig dürfen in den Zoo.  © Arne Dedert/dpa

Update, 10. Juni, 12.30 Uhr: Gewerkschaft empört über Corona-Regeln: Vertrauen erneut erschüttert

Mit massiver Kritik hat die Gewerkschaft GEW auf neue Lockerungen der Corona-Regeln in Hessens Schulen reagiert. Die hessische Landesvorsitzende des Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft lehnt die Rückkehr zum Regelbetrieb an den Grundschulen für die letzten zwei Wochen vor den Sommerferien ab. Das sagte die Landesvorsitzende der GEW Hessen, Birgit Koch, am Mittwoch nach den Ankündigen der Landesregierung in Wiesbaden.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hatte erklärt, die Abstandsregeln von 1,50 Meter durch ein Konzept ersetzen zu wollen, wonach konstante (Lern-)Gruppen gebildet und durch deren Trennung Durchmischungen vermieden werden sollen. Die GEW kritisierte: "Ob im Restaurant, beim Einkaufen oder beim Training im Sportverein: überall gelten Abstandsregelungen zum Schutz vor einer Infektion. Es ist absurd, dies jetzt mit neuen Regeln, zum Beispiel bezüglich der Gruppenbildung, Pausenregelungen, Abstand, Masken, Raumpläne, für zehn Unterrichtstage wieder über den Haufen zu werfen, zumal erneut wieder nur wenige Tage für die Umsetzung zur Verfügung stehen werden." Allein der Aufwand, alle Eltern zu erreichen, sei enorm.

Unzumutbar sei das Vorhaben laut der GEW gerade auch für die Schulleitungen. Sie müssten für die vierten Klasse nun zum vierten Mal innerhalb von gut sechs Wochen komplett neue Pläne für den Personaleinsatz, die Gruppeneinteilung und die Raum- und Pausenpläne entwerfen. Die GEW warf Lorz vor, Symbolpolitik auf dem Rücken von Schülern und Pädagogen zu betreiben. "Schulleitungen und Lehrkräfte an den Grundschulen fühlten sich nicht ernst genommen. "Wir sehen keine Möglichkeit, wie der Gesundheitsschutz gewährleistet werden soll, wenn mehr als 25 Kinder ohne Abstand in schlecht gelüfteten Räumen unterrichtet werden sollen", hieß es von der GEW.

Update, 10. Juni, 10.24 Uhr: Kitas öffnen am 6. Juli wieder vollständig

Die Kindertagesstätten in Hessen sollen vom 6. Juli an wieder vollständig öffnen. Darauf hätten sich Land und kommunale Spitzenverbände verständigt.

Update, 10. Juni, 10.23 Uhr: Maskenpflicht auch innerhalb der Bahnhöfe

Die Maskenpflicht gilt nun auch innerhalb der Bahnhöfe. Zuvor musste nur in den öffentlichen Verkehrsmitteln selbst eine Maske getragen werden.

Update, 10. Juni, 10.20 Uhr: Hessens Grundschulen beginnen wieder mit Präsenzunterricht für alle

Hessen Grundschulen beginnen am 22. Juni wieder mit dem gemeinsamen Präsenzunterricht für alle Kinder. Das Abstandsgebot gelte dann nicht mehr, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch.

Update, 10. Juni, 10.16 Uhr: Hessen lockert Corona-Kontaktbeschränkungen

Hessen lockert die wegen der Corona-Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen. Von diesem Donnerstag an können sich nun bis zu zehn Menschen treffen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch. 

Bislang durften nur Angehörige aus zwei Haushalten zusammen unterwegs sein.

Update, 10. Juni, 10.14 Uhr: Schwimmbäder, Badeseen und Saunen dürfen wieder öffnen

In einer Pressekonferenz gab Ministerpräsident Volker Bouffier bekannt, dass ab 15. Juni Schwimmbäder, Badeseen und Saunen wieder öffnen dürfen. Seit dem 1. Juni waren in Schwimmbädern bereits wieder Schwimmkurse und Schwimmtraining von Vereinen möglich gewesen.

Den Schwimmbädern und Badeseen steht es frei ab dem 15. Juni zu öffnen (Symbolfoto).
Den Schwimmbädern und Badeseen steht es frei ab dem 15. Juni zu öffnen (Symbolfoto).  © Emily Wabitsch/dpa

Update, 9. Juni, 18.26 Uhr: Am Frankfurter Flughafen gilt nun Mund-Nase-Maskenpflicht

Das Frankfurter Gesundheitsamt hat am Dienstag eine Mund-Nase-Maskenpflicht innerhalb aller Terminal-Bereiche des Frankfurter Flughafens angeordnet. Sie gelte zunächst für drei Monate, teilte ein Behördensprecher mit.

Die Verpflichtung, Mund und Nase zu bedecken, gilt nicht für Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können. Mitarbeiter des Flughafenbetreibers Fraport müssen keine Maske tragen, wenn es andere Schutzmaßnahmen wie etwa Trenn-Vorrichtungen gibt, hieß es.

Gesundheits-Dezernent Stefan Majer (Grüne) begründete die Einführung der Maskenpflicht mit der Aufhebung der Reisewarnung für EU-Staaten, Großbritannien und Schengen-assoziierte Staaten ab Mitte Juni und die erwartete Zunahme des Flugverkehrs.

"Mit den steigenden Passagierzahlen ist für bestimmte Bereiche des Flughafens ein Mindestabstand nicht einzuhalten, die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, ist deshalb unumgänglich", sagte er.

Die Maskenpflicht sei neben dem Hygienekonzept der Fraport "zum jetzigen Zeitpunkt eine notwendige Maßnahme, um die Infektionszahlen weiterhin auf einem niedrigen Niveau halten zu können", sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk.

Update, 9. Juni, 17.42 Uhr: Mundschutz-Pflicht am Frankfurter Flughafen

Das Frankfurter Gesundheitsamt hat am Dienstag eine Mund-Nase-Maskenpflicht innerhalb aller Terminalbereiche des Frankfurter Flughafens angeordnet. Sie gelte zunächst für drei Monate, teilte ein Behördensprecher mit. Die Verpflichtung, Mund und Nase zu bedecken, gilt nicht für Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können. Mitarbeiter des Flughafenbetreibers Fraport müssen keine Maske tragen, wenn es andere Schutzmaßnahmen wie etwa Trennvorrichtungen gibt, hieß es.

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Update, 9. Juni, 16.21 Uhr: Bouffier reagiert zurückhaltend auf Lockerungen in Thüringen

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat zurückhaltend auf die Entscheidung des Nachbar-Bundeslandes Thüringen reagiert, die wegen der Corona-Pandemie erlassenen Kontakt-Beschränkungen aufzuheben.

"Ob das klug und weise ist, das mag mal dahinstehen", sagte Bouffier am Dienstag in Wiesbaden. Er kritisiere oder lobe aber nicht andere Länder. "Wir werden unsere eigenen Entscheidungen zu treffen haben."

Hessen will an diesem Mittwoch (10. Juni) neue Regelungen zur Corona-Pandemie vorstellen.

In einer neuen Grundverordnung für Thüringen wird ab dem 13. Juni lediglich empfohlen, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen. Diese neue Regelung hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. In Hessen gilt derzeit die Regelung, dass sich Angehörige aus maximal zwei Haushalten treffen dürfen.

Bund und Länder hatten ursprünglich miteinander vereinbart, die Kontakt-Beschränkungen in einer abgemilderten Form noch bis zum 29. Juni zu verlängern. Etliche Bundesländer haben die Regeln bereits gelockert. Eine Maskenpflicht bleibt in Thüringer Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr bestehen.

"Wir werden unsere eigenen Entscheidungen treffen", sagte Hessen Ministerpräsident Volker Bouffier zu den Lockerungen der Corona-Einschränkungen in Thüringen (Archivbild).
"Wir werden unsere eigenen Entscheidungen treffen", sagte Hessen Ministerpräsident Volker Bouffier zu den Lockerungen der Corona-Einschränkungen in Thüringen (Archivbild).  © DPA/Arne Dedert

Update, 9. Juni, 15.21 Uhr: Bordelle bleiben zu, Betreiberin scheitert mit Eilantrag

Die Bordelle in Hessen müssen wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Das geht aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs vom Dienstag hervor.

Die Kasseler Richter lehnten den Eilantrag einer Bordell-Betreiberin aus Offenbach ab, die sich gegen die Pandemie-Beschränkungen des Landes Hessen gewehrt hatte.

Die Schließung seien angesichts des "nach wie vor fragilen epidemiologischen Geschehens" sowie des für Bordelle typischerweise schnell wechselnden Aufenthalts von Personen gerechtfertigt und verhältnismäßig. Der Beschluss ist unanfechtbar.

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Bordelle bleiben in Hessen bis auf weiteres geschlossen (Symbolbild).
Bordelle bleiben in Hessen bis auf weiteres geschlossen (Symbolbild).  © dpa/Andreas Arnold

Update, 9. Juni, 13.58 Uhr: Corona-Fonds soll Hessen mit 12 Milliarden Euro aus Krise helfen

Mit einem Finanzpaket von historischem Ausmaß will Hessen die Folgen der Corona-Pandemie bewältigen. Aus dem geplanten Sondervermögen in Höhe von 12 Milliarden Euro sollen bis Ende 2023 vor allem Steuerverluste des Landes und der Kommunen ausgeglichen werden, teilte die Landesregierung am Dienstag in Wiesbaden mit.

Der Corona-Fonds wird mit geliehenem Geld gespeist. Das Vorhaben ist daher mit einer Kreditermächtigung verknüpft, für die Schwarz-Grün wegen Hessens Schuldenbremse eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Landtag braucht und auf Stimmen aus der Opposition angewiesen ist.

Allein 5 Milliarden Euro sind für den Ausgleich von Steuermindereinnahmen des Landes vorgesehen, teilte die Regierung mit. Weitere 2,5 Milliarden Euro sollen bei den Kommunen unter anderem Ausfälle bei der Gewerbesteuer kompensieren.

Der Corona-Fonds sieht außerdem 1,5 Milliarden Euro für Hessens Wirtschaft vor, etwa eine Beteiligung an Unternehmen über einen Hessenfonds. Das Geld soll zudem unter anderem für den Klimaschutz, ein Nothilfe-Programm für Studenten, den geplanten Bonus für Pflegekräfte und für Schul-Laptops bereit stehen.

Update, 9. Juni, 12.27 Uhr: Hessen plant neue Regelungen für Corona-Pandemie

Hessen plant neue Regelungen für die Corona-Pandemie. Details dazu wollen die Landesregierung und Vertreter kommunaler Spitzenverbände an diesem Mittwoch vorstellen, wie die Staatskanzlei am Dienstag berichtete.

Erwartet wird, dass es dabei auch um Lockerungen für die Frei- und Schwimmbäder gehen wird. Derzeit können dort nur Schwimmkurse oder das Training von Schwimm-Vereinen stattfinden. Zuletzt sind nach und nach die strikten Regeln gelockert worden, die wegen des Coronavirus verhängt worden waren.

Update, 9. Juni, 11.42 Uhr: Hessen gehen in der Corona-Krise trotz Beschwerden weniger zum Arzt

In der Corona-Krise hat beinahe jeder fünfte Hesse trotz Krankheits-Symptomen auf einen Arztbesuch verzichtet. Dies ergab eine repräsentative Umfrage, die die AOK Hessen in Auftrag gegeben hatte.

Nach den am Dienstag veröffentlichten Daten sagten elf Prozent der Befragten, sie hätten in den vergangenen drei Monaten gesundheitliche Probleme gehabt, bei denen sie normalerweise einen Arzt aufgesucht hätten.

Weitere sieben Prozent gaben an, dies sei mehrmals vorgekommen. Bei den fraglichen gesundheitlichen Problemen handelte es sich ausdrücklich nicht um Grippe-, Erkältungs- oder Covid-19-Symptome.

Besonders ausgeprägt war der Verzicht auf einen Arztbesuch laut der Umfrage bei den 18- bis 29-Jährigen. 26 Prozent, also mehr als jeder vierte Hesse in dieser Altersgruppe, gab an, auf mindestens einen Besuch trotz Beschwerden verzichtet zu haben.

Bei den ab 60-Jährigen waren es demnach zwölf Prozent. Insgesamt 80 Prozent der Befragten sagten aber auch, sie seien nicht weniger zum Arzt gegangen als vor der Corona-Krise. 

Update, 9. Juni, 9.15 Uhr: Lorz will Schul-Regelbetrieb vor Sommerferien in Hessen prüfen

Schülerinnen und Schüler einer vierten Klasse in Frankfurt gehen ins Schulgebäude.
Schülerinnen und Schüler einer vierten Klasse in Frankfurt gehen ins Schulgebäude.  © Arne Dedert/dpa

Hessens Kultusminister Alexander Lorz will einen Regelbetrieb an Schulen in den zwei Wochen vor den Sommerferien "ernsthaft prüfen".

"Ich finde diese Idee sehr spannend und denke aktuell darüber nach", sagte der CDU-Politiker der Frankfurter Rundschau. Hintergrund sind Vorschläge von Medizinern, die zwei Wochen vor den Ferien als Testphase zu nutzen, um Erfahrungen zu sammeln und die Ferien als Sicherheitspuffer zu nutzen. Wenn renommierte Mediziner dies für möglich halten, "dann sollten wir das ernsthaft prüfen".

"Allerdings möchte ich betonen, dass auch der erhoffte Regelbetrieb nach den Sommerferien nicht der gleiche sein wird wie vor Corona", sagte Lorz der Zeitung. Wahrscheinlich werde zumindest das erste Schulhalbjahr noch von gewissen Einschränkungen geprägt sein, selbst wenn Abstandsregeln aufgegeben und die Gruppengrößen wieder auf den regulären Stand gebracht würden.

"Wir müssen zum Beispiel sehen, welche Ganztagsangebote es zusätzlich zum Unterricht noch geben kann, denn bei einigen Trägern dieser Angebote fällt ja ebenfalls Personal aus, weil es zu einer Risikogruppe zählt", sagte Lorz. 

Zudem seien im Sport sicherlich Mannschaftssportarten kritisch und im Musikunterricht werde in geschlossenen Räumen sicher weiter auf das Singen verzichtet werden müssen.

Update, 9. Juni, 8.42 Uhr: Deutscher Export bricht um mehr als 30 Prozent ein

Der deutsche Export ist im April in Folge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Der Wert der Warenausfuhren sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

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Das Foto aus dem Januar zeigt einen Container Terminal im Hamburger Hafen.
Das Foto aus dem Januar zeigt einen Container Terminal im Hamburger Hafen.  © Christian Charisius/dpa

Update, 9. Juni, 7.25 Uhr: Passagierzahl am Flughafen Frankfurt erholt sich langsam

Die Passagierzahl am von der Corona-Krise gebeutelten Flughafen Frankfurt hat sich in der Woche ab Pfingsten etwas nach oben bewegt.

Vom 1. bis 7. Juni zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport 111.823 Fluggäste und damit 92,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der MDax-Konzern am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Das waren gut 36.500 Passagiere mehr als in der Woche zuvor, als der Rückgang im Jahresvergleich 94,7 Prozent betragen hatte.

Das Aufkommen an Fracht und Luftpost sank im Vergleich zur entsprechenden Woche des Vorjahres nun um 12,8 Prozent auf 34.616 Tonnen. Die Zahl der Flugbewegungen ging um 81,8 Prozent auf 1926 Starts und Landungen zurück.

Update, 9. Juni, 6.20 Uhr: Wald-Ausflüge in Corona-Zeiten in Hessen sehr beliebt

Wald-Ausflüge sind aktuell in Hessen sehr beliebt (Symbolbild).
Wald-Ausflüge sind aktuell in Hessen sehr beliebt (Symbolbild).  © 123RF/efired

Abstand halten und in Corona-Zeiten gesund bleiben – für viele Menschen in Hessen ist das derzeit mit einem Ausflug in Wälder oder Naturschutzgebiete verbunden.

Gerade in stadtnahen Ausflugsgebieten wie etwa der Schwanheimer Düne bei Frankfurt könne das manchmal zu viel des Guten sein, räumte der Naturschutzexperte des Nabu Hessen, Mark Harthun, ein.

Ausflügler, die die Wege verlassen oder womöglich Abfall hinterließen, können das empfindliche Ökosystem verletzen. Dennoch könnten Natur und Naturschutz von dem neuen Interesse profitieren. "Wir rufen sogar dazu auf, die Naturwälder zu besuchen", sagte Harthun. Mittlerweile gebe es sogar "virtuelles Waldbaden."

"Ich sehe es eher positiv, dass die Leute jetzt in die Wälder gehen", sagte auch Manuel Schweiger, Wildnisexperte der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.

"Denn nur das, was man kennt, will man auch schützen. Deshalb freue ich mich, wenn die Leute die hiesigen Naturwälder entdecken, statt in den Flieger steigen, um zu einem Tropenwald aufzubrechen."

Hessen gehört zu den besonders waldreichen Bundesländern. Doch zu großen Teilen sind diese Wälder von den Menschen geprägt und bewirtschaftet. Immerhin: Zehn Prozent der hessischen Staatswälder sollen sich natürlich entwickeln, etwa am Edersee.

Update, 8. Juni, 22.08 Uhr: Kabinett gibt grünes Licht für Corona-Sondervermögen

Hessens Kabinett hat am Montagabend Pläne für ein milliardenschweres Corona-Sondervermögen verabschiedet. Das teilte ein Sprecher des Finanzministeriums in Wiesbaden nach einer Sitzung in der Staatskanzlei mit. Einzelheiten dazu und zu einem zweiten Nachtragshaushalt sollen am Dienstag bei einer Pressekonferenz um 12.30 Uhr bekannt gegeben werden.

Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) hatte bereits vergangene Woche angekündigt, bis 2023 müsse ein "erheblicher Milliardenbetrag" aufgewendet werden, etwa um die Steuerausfälle beim Land und bei den Kommunen in der Corona-Krise auszugleichen.

Update, 8. Juni, 14.43 Uhr: Pflege- und Altenheime erhalten 10.000 Tablets

Die hessischen Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen erhalten vom Land 10 000 Tablets. Damit will die Regierung dafür sorgen, dass die Bewohner der Heime trotz der geltenden Corona-Beschränkungen mit ihren Familien und Freunden in Kontakt bleiben können. 

Digitalministerin Kristina Sinemus (parteilos) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) übergaben nach Angaben der Staatskanzlei am Montag symbolisch die ersten Geräte. "Mit den digitalen Begleitern erleichtern wir den Alltag für diese Menschen ein wenig und wirken der Vereinsamung und sozialen Isolation entgegen", sagte Klose. 

Laut Sinemus profitieren landesweit mehr als 1000 Einrichtungen mit insgesamt knapp 70.000 Bewohnern von der Aktion. Die Computer kosten den Angaben zufolge pro Stück rund 140 Euro und werden über die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt.

Update, 8. Juni, 14.38 Uhr: Erster regulärer Passagierflug am Dienstag vom Flughafen Hahn aus

Nach einer rund dreimonatigen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie erwartet der Hunsrück-Flughafen Hahn an diesem Dienstagabend (9. Juni) wieder seinen ersten regulären Passagierflug. 

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Update, 8. Juni, 13.15 Uhr: Studenten fühlen sich in Corona-Krise finanziell allein gelassen

Hessische Studenten fühlen sich in der Corona-Krise vom Staat allein gelassen und fordern mehr finanzielle Unterstützung.

Die Pandemie treffe viele besonders hart, da sie ihren Job zur Finanzierung des Studiums verloren hätten, teilten die Allgemeinen Studierendenausschüsse (Landes-ASten-Konferenz Hessen) mit. In Wiesbaden beteiligten sich am Montag rund zwei Dutzend Menschen an bundesweiten Protesten.

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Update, 8. Juni, 12.51 Uhr: Frankfurter Radklassiker wird nicht im Herbst nachgeholt

Der am 1. Mai wegen der Corona-Krise abgesagte Radklassiker Eschborn-Frankfurt wird nicht im Herbst nachgeholt.

Die Organisatoren des WorldTour-Rennens haben sich dazu entschieden, die Traditionsveranstaltung erst wieder 2021 auszutragen. Eine eingehende Prüfung habe ergeben, "dass eine Herbst-Alternative für den Radklassiker in diesem Jahr nicht im bekannten Format umsetzbar ist", teilten die Veranstalter am Montag mit.

"Die jetzige Lage erlaubt keine Planbarkeit für eine Großveranstaltung im Format von Eschborn-Frankfurt nach dem 31. August", begründete Renndirektor Claude Rach die endgültige Absage.

Schon 2015 war das Rennen wegen Terrorgefahr abgesagt worden. Die 59. Auflage geht dennoch als eine Premiere in die Geschichte des Rennens ein. Am 1. Mai hatten sich rund 1500 Teilnehmer aus 25 Ländern an einem virtuellen E-Race beteiligt.

Damit könnte in diesem Jahr kein einziges WorldTour-Rennen in Deutschland stattfinden. Lediglich bei den Cyclassics in Hamburg gibt es noch Hoffnung, bislang ist das Rennen im neustrukturierten Rad-Kalender ab 1. August nicht aufgeführt. Die Deutschland Tour wurde bereits abgesagt.

Update, 8. Juni, 6.55 Uhr: Ist Corona-Kreise ein "großer Katalysator" für die Unis?

Der Schriftzug "Johann Wolfgang Goethe-Universität" ist auf dem Frankfurter Campus Westend über dem Eingang zum Hauptgebäude zu lesen.
Der Schriftzug "Johann Wolfgang Goethe-Universität" ist auf dem Frankfurter Campus Westend über dem Eingang zum Hauptgebäude zu lesen.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Die Hochschulen können nach Ansicht der Präsidentin der Frankfurter Goethe-Universität, Birgitta Wolff, aus der Corona-Krise gestärkt hervorgehen. "Corona hat uns dazu gezwungen, kurzfristig ein riesengroßes Experiment durchzuführen", sagte Wolff, die auch Sprecherin der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien ist. "Wir haben viel über Krisenmanagement und -kommunikation gelernt", sagte Wolff der Deutschen Presse-Agentur. "Man wundert sich, was geht, wenn es muss."

"Die Corona-Krise ist ein großer Katalysator", glaubt Wolff. "Es wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass die digitale Infrastruktur genauso wichtig ist für die Gesellschaft wie Straßen, Kanalisation und Wasser." Mit dauerhaften digitalen Angeboten ließe sich das Präsenzstudium deutlich verbessern. Wichtig sei der Austausch mit anderen Hochschulen. "Es muss ja nicht jeder jeden Fehler selber machen."

Nachdem bald erste Präsenzveranstaltungen wieder zugelassen sind, müsse man genau schauen, was in welchem Studiengang Sinn mache und was nicht. Einzelne Fachbereiche hätten bis zu 95 Prozent der Veranstaltungen digital durchgeführt.

"Es gibt aber auch Fachbereiche, in denen das nicht möglich ist, zum Beispiel bei den Sportwissenschaftlern und Zahnmedizinern. Hier arbeiten wir – natürlich abhängig von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens – an passenden Lösungen". Besonders wichtig sei es, das Thema Digitalisierung im Lehramtsstudium intensiver zu verankern. Da das Land über die Inhalte des Staatsexamens entscheide, habe die Hochschule hier aber nur begrenzen Einfluss auf die Studieninhalte. "Aber wir sind da dran."

Mit mehr digitaler Lehre gebe es in Zukunft vielleicht weniger überfüllte Vorlesungen, sagte Wolff. Vielen Studierenden erspare es möglicherweise das Pendeln. Es gehe nicht darum, die Präsenzlehre zu ersetzen. "Es geht darum, Präsenzveranstaltungen digital zu unterstützen. Wenn man das intelligent macht, kann das eine Win-win-win-Situation werden: für die Studies, für die Lehrenden und für die Umwelt."

Update, 8. Juni, 6 Uhr: Erste Bilanz für Masernimpfpflicht fällt angesichts Corona schwer

Drei Monate nach dem Start der Masernimpfpflicht an Kitas fällt nach Angaben des Sozialministeriums eine erste Bilanz angesichts der Corona-Pandemie schwer. Bei den Einrichtungen ständen aktuell die Herausforderungen der Sars-CoV-2-Pandemie im Vordergrund, teilte eine Ministeriumssprecherin in Wiesbaden auf dpa-Anfrage mit.

Das bundesweite Masernschutzgesetz war am 1. März 2020 in Kraft getreten. Es sieht für einen bestimmten Personenkreis die Pflicht vor, eine Impfung oder eine Immunität nachzuweisen. Dies gilt unter anderem für Kita- und Schulkinder sowie für Lehrer und Erzieher.

Neuaufnahmen und -einstellungen in Kitas seien nur mit Nachweis möglich, erläuterte die Ministeriumssprecherin. Die Leitungen der betroffenen Einrichtungen müssten sich zudem die Nachweise für bereits betreute Kinder und bereits Beschäftigte bis zum 31. Juli 2021 vorlegen lassen.

Erst nach diesem Zeitpunkt werden die Gesundheitsämter Meldungen über fehlende Nachweise erhalten und könnten tätig werden.

Update, 7. Juni, 14.50 Uhr: Leichter Anstieg der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen

In Hessen haben sich seit Beginn der Pandemie 10.203 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Infektionen stieg damit am Sonntag um 32 Fälle gegenüber dem Vortag, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte (Stand 14 Uhr). Die Summe der Todesfälle in Hessen, die mit der Erkrankung Covid-19 in Verbindung gebracht werden, erhöhte sich um einen auf 484.

Von der Schwelle für eine Verschärfung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens sind alle Städte und Kreise weit entfernt. Diese liegt bei 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Den höchsten Wert hat hier der Landkreis Fulda mit 13, gefolgt von dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit 9. In allen anderen Landkreisen lag dieser Wert zwischen null und fünf. In der Statistik des Ministeriums werden nur Angaben erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden.

Update, 7. Juni, 9.23 Uhr: Corona-Krise lässt Müllhalden im Wald wachsen

Illegal entsorgter Müll liegt am Rand eines Parkplatzes im hessischen Habichtswald auf dem Waldboden.
Illegal entsorgter Müll liegt am Rand eines Parkplatzes im hessischen Habichtswald auf dem Waldboden.  © Uwe Zucchi/dpa

Hessens Forstämter haben in den zurückliegenden Wochen mehr Müll im Wald registriert als sonst. 

Insbesondere in der Nähe von Städten sei die Zahl illegaler Müllhalden deutlich gewachsen, erklärte der Leiter von Hessen Forst, Michael Gerst, in Kassel auf dpa-Anfrage. "Teilweise wurden ganze Lkw-Ladungen Bauschutt oder Altreifen an Waldwegen abgekippt."

Gerst vermutet als Grund für den Anstieg die Corona-Regeln: "Bürgerinnen und Bürger verbringen wegen der Corona-Pandemie schlicht mehr Zeit zu Hause und sie nutzen die Gelegenheit in Haus und Garten für Ordnung zu sorgen", erläuterte er.

In manchen Fällen scheine auch kriminelle Energie mitzuspielen. Vielerorts sei die Arbeit der Recyclinghöfe wegen der Corona-Regeln eingeschränkt.

Der Abfall beeinträchtigt den Wald nach den Worten des Forstexperten massiv. Dies gelte auch für Grünschnitthaufen. Sie erstickten die natürliche Bodenvegetation und nähmen Bodenlebewesen Luft, Licht und Wärme. Außerdem könne das Einschleppen fremder Arten das Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen.

"Autoreifen, Farbeimer oder Benzinkanister setzen nicht selten giftige Stoffe frei, die den Boden und das Grundwasser verunreinigen", warnte Gerst. "Wir appellieren deswegen nachdrücklich an unsere Mitbürger, die eigenen Mülltonnen zu nutzen, Hausrat und Grünschnitt auf dem eigenen Grundstück zwischenzulagern."

Update, 7. Juni, 8.20 Uhr: Heilbäderverband von Hessen hofft auf Öffnung der Thermen

Der Hessische Heilbäderverband hofft auf eine Öffnung der Thermen Ende Juni. "Es gibt darüber Gespräche", sagte Almut Boller, Geschäftsführerin des Verbands in Wiesbaden, der Deutschen Presse-Agentur.

Mitte des Monats erwarte man weitere Entscheidungen der Landesregierung. Bei einem Ja zur Wiedereröffnung brauchten die Thermalbäder zehn bis 14 Tage zur Vorbereitung. Das volle Angebot werde vermutlich nicht sofort zur Verfügung stehen: "Wir gehen von einer schrittweisen Öffnung aus."

30 Heilbäder und Kurorte gibt es in Hessen. Die dortigen Thermen sind laut dem Verband in kommunaler Hand. Rund 600 direkte Arbeitsplätze hängen daran. Doch seit dem Corona-Lockdown Mitte März sind die Bäder zu – aber nicht komplett außer Betrieb.

"Sie müssen dort einen Grundbetrieb aufrecht erhalten", sagt Boller. Das Wasser müsse fließen, sonst drohten Schäden. Daher laufen die Kosten weiter und summierten sich bis Ende des Monats auf elf Millionen Euro. Hinzukämen Millionenausfälle durch weniger Kurtaxe.

Update, 7. Juni, 7.01 Uhr: Corona-Krise führt bei Drogensüchtigen zu Rückfällen

Eine Drogenabhängige zündet sich in Frankfurt am Main eine Crack-Pfeife an.
Eine Drogenabhängige zündet sich in Frankfurt am Main eine Crack-Pfeife an.  © Boris Roessler/dpa

Die Beschränkungen wegen der Corona-Krise erschweren laut dem Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe im Main-Taunus-Kreis Drogensüchtigen den Weg aus der Abhängigkeit.

"Die höheren Belastungen haben zu mehr Rückfällen geführt", sagte Wolfgang Mazur, Leiter des Zentrums. Die Corona-Pandemie habe bei Abhängigen die Unsicherheit verstärkt und Ängste ausgelöst. Die Krise habe bisher aber nicht zu einer Welle an neuen Klienten geführt, sondern die getroffen, die bereits wegen einer Abhängigkeit von Drogen in Behandlung und Beratung gewesen seien.

Die Corona-Krise hatte in den vergangenen Wochen die Arbeit von Suchthelfern in Hessen deutlich erschwert. So fielen Gruppenangebote aus, bei persönlicher Beratung und Behandlung mussten Hygiene-Vorschriften umgesetzt werden.

Auch die aufsuchende Arbeit an Szene-Treffpunkten war zeitweise kaum möglich, weil Ordnungsbehörden die Abhängigen vertrieben.

Update, 6. Juni, 7.06 Uhr: Bürgermeisterwahlen trotz Corona-Lockerungen erst wieder ab 1. November

Hessens Landesregierung hält trotz gelockerter Corona-Regeln an ihrer Entscheidung fest, Bürgermeisterwahlen erst wieder ab dem 1. November 2020 zuzulassen. Ziel sei nach wie vor der bestmögliche Gesundheitsschutz für alle Bürger, Wahlhelfer und kommunalen Mitarbeiter, teilte ein Sprecher des Innenministeriums auf dpa-Anfrage in Wiesbaden mit.

Die spätere Terminierung ermögliche es, dass Wahlvorschläge mit den Bewerberinnen und Bewerbern noch bis zum 24. August 2020 beim Wahlleiter eingereicht werden können. Die Mitglieder- und Vertreterversammlungen, die über die Kandidaten entscheiden, könnten so nach den Sommerferien für die Aufstellung zusammenkommen, erläuterte der Sprecher. "Diese Zusammenkünfte können somit zu einem Zeitpunkt erfolgen, der unter Gesundheitsaspekten vertretbar ist."

Wegen der Corona-Pandemie werden in Hessen knapp 50 Bürgermeisterwahlen verschoben. Die Abstimmungen waren ursprünglich an Sonntagen zwischen dem 26. April und 25. Oktober geplant gewesen. Der Landtag hatte im März ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.

Update, 5. Juni, 16.5 Uhr: RMV und Polizei wollen Maskenpflicht in ÖPNV durchsetzen

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) will zusammen mit der Polizei dafür sorgen, dass alle Fahrgäste zum Schutz vor einer Corona-Infektion den obligatorischen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Der allergrößte Teil der Kunden verhalte sich verantwortungsvoll, erklärte der RMV am Freitag. "Uns wird jedoch immer wieder von einigen wenigen Fahrgästen berichtet, die sich weigern, Mund und Nase zu bedecken, ohne einen medizinischen Grund dafür zu haben. Das ist unsolidarisch und rücksichtslos gegenüber den Mitfahrenden und ein Verhalten, das wir nicht tolerieren", erklärte Geschäftsführer Knut Ringat.

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Ein Plakat mit der Aufschrift "Bitte mit Maske! Schützen Sie einander und tragen Sie eine Maske. Bleiben Sie gesund!" ist an der Haltestelle Konstabler Wache in einem Bus des Rhein-Main-Verkehrsverbunds angebracht.
Ein Plakat mit der Aufschrift "Bitte mit Maske! Schützen Sie einander und tragen Sie eine Maske. Bleiben Sie gesund!" ist an der Haltestelle Konstabler Wache in einem Bus des Rhein-Main-Verkehrsverbunds angebracht.  © DPA/Arne Dedert

Update, 5. Juni, 16.13 Uhr: Finanzielle Unterstützung für Künstler angelaufen

Zur Unterstützung von hessischen Künstlern in der Corona-Krise sollen in der kommenden Woche die ersten Gelder ausgezahlt werden.

Seit dem Start am Dienstag seien bislang rund 500 Anträge von Freischaffenden eingegangen, teilte das Kunst- und Kulturministerium in Wiesbaden am Freitag mit. Wenn sie genehmigt werden, erhalten die Künstler Arbeits-Stipendien von jeweils 2000 Euro. Mit dem Geld sollen sie an neuen Projekten arbeiten können.

Bis Freitag hätten sieben von der Pandemie betroffene Festival-Veranstalter bei der Hessischen Kulturstiftung finanzielle Unterstützung wegen ihrer Einnahme-Ausfälle beantragt. Insgesamt hat die Landesregierung in Hessen ein 50-Millionen-Euro-Paket geschnürt, um Künstler, Festivals und Kultureinrichtungen zu unterstützen. 

Update, 5. Juni, 14.20 Uhr: Dürfen Bordelle in Hessen schon bald wieder öffnen?

Die Öffnung von Bordellen in der Corona-Krise wird in der kommenden Woche Hessens oberstes Verwaltungsgericht beschäftigen.

Der 8. Senat wolle mindestens ein einstweiliges Rechtsschutzverfahren eines Bordell-Betreibers entscheiden, der sich gegen die Schließung wende, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel am Freitag. Dort sind mehrere solcher Eilanträge anhängig.

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Dürfen die Bordelle in Hessen schon bald wieder öffnen (Symbolbild)?
Dürfen die Bordelle in Hessen schon bald wieder öffnen (Symbolbild)?  © dpa/Boris Roessler

Update, 5. Juni, 12.46 Uhr: Kurzarbeit in Hessen sehr ungleich verteilt

Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur (BA) hat am Mittwoch stark steigende Arbeitslosenzahlen in Hessen gemeldet (Symbolbild).
Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur (BA) hat am Mittwoch stark steigende Arbeitslosenzahlen in Hessen gemeldet (Symbolbild).  © Ole Spata/dpa

Angesichts der hohen Kurzarbeit in Hessen wegen der Corona-Krise weisen Forscher der Frankfurter Goethe-Universität auf große regionale Unterschiede hin.

Firmen hätten von März bis Mai für knapp ein Drittel der Beschäftigten im Land Kurzarbeit angemeldet, stellte das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität fest. Während aber in Darmstadt nur für einen von fünf Beschäftigten Kurzarbeit beantragt worden sei, treffe dies im Kreis Groß-Gerau auf jeden zweiten zu. "Dies liegt daran, dass die einzelnen Wirtschaftszweige in unterschiedlichem Maße von Kurzarbeit betroffen sind", sagte Christa Larsen, Geschäftsführerin des IWAK, am Freitag.

So sei im Gastgewerbe von März bis Mai für 91 Prozent der Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet worden und in der Logistik sowie Industrie je für rund die Hälfte. Kaum ein Thema sei Kurzarbeit in der Verwaltung sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern.

Den Höhepunkt der Anmeldungen für Kurzarbeit sehen die IWAK-Forscher im April. "Im Mai war das wirtschaftliche Geschehen offenbar wieder so weit in Gang gekommen, dass nur noch vier Prozent der Betriebe in Hessen Kurzarbeit angemeldet hatten", schreiben die Autoren. Auch sei die Rekrutierung bei den Betrieben wieder angelaufen. "Wir sehen in den Daten erste Signale, dass immer größere Teile der Wirtschaft in Hessen langsam wieder Fahrt aufnehmen", sagte Larsen.

Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur (BA) hatte am Mittwoch stark steigende Arbeitslosenzahlen in Hessen gemeldet. Von März bis Mai wurden nach BA-Angaben zudem fast 61.000 Anzeigen für Kurzarbeit für knapp 840.000 Menschen erfasst – weit mehr als im Krisenjahr 2009 nach der Finanzkrise.

Update, 5. Juni, 8.58 Uhr: Studie zu Arbeitsausfall wegen Schul- und Kita-Schließung

Corona lässt die Arbeitszeit schrumpfen: Das geht aus einer Studie der Universitäten Frankfurt, Bonn und Mannheim hervor. "Der Wegfall der Kinderbetreuung während der Corona-Krise hat signifikante Effekte auf das Arbeitsangebot", berichtet die Goethe-Universität am Freitag.

Prof. Nicola Fuchs-Schündeln, Professorin für Makroökonomie und Entwicklung an der Goethe-Universität, Prof. Moritz Kuhn (Bonn) und Prof. Michèle Tertilt (Mannheim) haben die Folgen mangelnder Betreuungsangebote für Kinder und deren Auswirkungen auf die Arbeitszeit berufstätiger Eltern untersucht. Das Ergebnis: Der Anteil der Eltern, die von geschlossenen Schulen und Kindergärten betroffen ist, ist doppelt so hoch wie die Gesamtzahl der Arbeitslosen in Deutschland (im April 5,8 Prozent).

Selbst wenn man berücksichtige, dass ältere Geschwister oder ein nicht arbeitender Elternteil die Betreuung übernehme, seien immer noch 21 Prozent der Erwerbstätigen von geschlossenen Schulen und Kitas betroffen. Müsse ein Elternteil zu Hause bleiben, würden den Arbeitgebern rund elf Prozent der Erwerbstätigen fehlen.

Berücksichtige man reduzierte Arbeitszeiten, blieben es immer noch 8,4 Prozent. Das entspreche dem achtfachen kurzarbeiterbedingten Stundenausfall während der Finanzkrise 2009.

Update, 5. Juni, 5.55 Uhr: So viele Anträge auf Corona-Soforthilfe wurden bereits abgelehnt

Mehr als 7000 Anträge auf Corona-Soforthilfe wurden in Hessen bisher abgelehnt (Symbolbild).
Mehr als 7000 Anträge auf Corona-Soforthilfe wurden in Hessen bisher abgelehnt (Symbolbild).  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Über 7800 Anträge auf Gewährung von Corona-Soforthilfen für Unternehmer hat das Land Hessen bisher abgelehnt.

Häufig von Ablehnungen betroffen seien Branchen, die "naturgemäß keine laufenden betrieblichen Kosten haben", sagte ein Sprecher des zuständigen Regierungspräsidiums Kassel.

Dazu gehörten Künstler, freiberufliche Dozenten und Vertreter. Die häufigsten Gründe für Ablehnungen seien Doppelanträge gewesen, der Betrieb des Unternehmens nur als Nebenerwerb oder eine zu späte Gründung des Unternehmens. So musste für einen Anspruch auf Soforthilfe das Gewerbe schon 2019 angemeldet worden sein.

907 Millionen Euro sind laut dem Wirtschaftsministerium bisher an hessische Unternehmer ausgezahlt worden, die wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. 134.500 Anträge wurden gestellt, 117.000 sind bereits abgearbeitet.

Einige Verbände und Unternehmer weisen darauf hin, dass es viele Betriebe und Selbstständige gebe, die keine Chance auf die Soforthilfen hatten.

Update, 4. Juni, 22.30 Uhr: Lufthansa fliegt aus dem Dax

Nach dem Kursabsturz in der Corona-Krise verliert die Lufthansa ihren Platz im Deutschen Aktienindex (Dax).

Deutschlands größte Fluggesellschaft steigt zum 22. Juni in den MDax der mittelgroßen Werte ab, wie die Deutsche Börse am Donnerstagabend mitteilte. Neu im Kreis der 30 Dax-Konzerne ist der Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen.

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Nach fast genau 32 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit muss die Lufthansa ihren Platz im Dax räumen (Archivbild).
Nach fast genau 32 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit muss die Lufthansa ihren Platz im Dax räumen (Archivbild).  © dpa/Boris Roessler

Update, 4. Juni, 20.19 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag von Videokabinen-Betreiber ab

Das Frankfurter Verwaltungsgericht hat den Eilantrag eines Ladenbesitzers aus dem Bahnhofsviertel gegen die Schließung seiner Videokabinen abgelehnt.

In dem Beschluss vom Donnerstag heißt es, bei Kontrollen sei wiederholt festgestellt worden, dass die Kabinen auch als "Ort der Prostitution" genutzt wurden. Für die Einordnung als Prostitutions-Stätte komme es nicht auf die Bezeichnung an, sondern vielmehr auf die "erkennbare Ausrichtung des Geschäftsmodells auf entgeltliche sexuelle Kontakte und das Schaffen von Gelegenheiten", entschied das Gericht.

Der Ladenbesitzer hatte seinen Eilantrag damit begründet, dass es sich bei den Videokabinen nicht um eine Prostitutions-Stätte oder eine ähnliche Einrichtung handele und alle Hygiene-Vorschriften eingehalten würden.

Das wertete das Gericht nun anders und gab der Stadt Frankfurt Recht. Diese hatte die Videokabinen Anfang Mai unter Hinweis auf die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie versiegelt, in denen unter anderem die Schließung von Prostitutions-Stätten angeordnet wurde. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Update, 4. Juni, 18.05 Uhr: Schuh-Kette Dielmann beantragt Schutzschirm-Verfahren

Als Folge der Corona-Pandemie hat die Schuh-Handelskette Dielmann mit Sitz in Darmstadt ein Schutzschirm-Verfahren beantragt.

Das Amtsgericht Darmstadt habe dem für die Schuhhaus Dielmann GmbH & Co. KG und die Sporthaus Robert Hübner GmbH stattgegeben, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Es sei die vorläufige Eigenverwaltung über beide Gesellschaften angeordnet worden. Das Amtsgericht war zunächst nicht erreichbar.

Der Geschäftsbetrieb in den bundesweit 48 Filialen sowie des Online-Shops solle aufrecht erhalten bleiben. "Im Zuge der bundesweit für mehrere Wochen angeordneten Kontaktbeschränkungen und flächendeckenden Schließungen von Filialgeschäften, war der Umsatz von Dielmann komplett weggebrochen", erklärte das Unternehmen. In der vergangenen Woche sei zudem ein Kreditantrag für eine Überbrückungs-Finanzierung abgelehnt worden.

Das Unternehmen mit 890 Mitarbeitern solle neu aufgestellt werden, dazu werde es nun von Restrukturierungs-Experten geführt. Zu Dielmann gehören Geschäfte und Märkte in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen.

Update, 4. Juni, 14.48 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Hessen steigt um 49

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist am Donnerstag im Vergleich zum Vortag um 49 gestiegen.

Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, wurden inzwischen insgesamt 10.129 Fälle registriert (Stand 14 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 gebracht werden, liegt bei 482. Das sind zwei Fälle mehr als noch am Mittwoch.

Update, 4. Juni, 13.17 Uhr: Am Frankfurter Flughafen landeten seit März 3,5 Milliarden Masken

Seit März sind rund 3,5 Milliarden Schutzmasken und andere Artikel zum Schutz vor einer Corona-Infektion über den Frankfurter Flughafen nach Deutschland gelangt. Für Flughafenbetreiber Fraport bedeutete der Frachtbereich ein Lichtblick, da die Passagierzahlen dramatisch einbrachen - aber auch neue Herausforderungen. "Früher wurden pro Woche etwa 40.000 Tonnen Fracht umgeschlagen, in den vergangenen Wochen waren es etwa 35.000 Tonnen", sagte Max Philipp Conrady, Leiter der Zentrale Frachtinfrastruktur bei Fraport, am Donnerstag in Frankfurt.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kartons mit Schutzmasken, die jetzt vor allem aus Asien nach Frankfurt geflogen sind, deutlich leichter sind als Zubehörteile etwa für die industrielle Produktion, die vor der Coronakrise zu den typischen Frachtgütern gehörte. Auch sonst haben die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise manches verändert. "Früher hatte die Exportfracht einen Anteil von 60 Prozent, der Import lag bei 40 Prozent - jetzt ist es umgekehrt", sagte Conrady.

Auch logistisch mussten sehr schnell neue Abläufe entwickelt werden, so Claus Wagner, Geschäftsführer von Frankfurt Cargo Services (FCS). Neben der Zusammensetzung der Fracht seien viele neue Akteure in der Lieferkette eine Herausforderung: "Wir haben jetzt mit Partnern zu tun, die bisher immer Schiffsfracht transportiert haben und sich mit den Abläufen am Flughafen gar nicht auskannten."

Update, 3. Juni, 10.05 Uhr: Arbeitslosigkeit steigt mit Corona-Krise sprunghaft

In der Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen sprunghaft gestiegen. Im Mai waren 192.149 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, teilte die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Mittwoch in Frankfurt mit. Das waren 8,8 Prozent mehr als im April und 29 Prozent mehr als im Mai 2019. Die Arbeitslosenquote kletterte gemessen am April um 0,4 Prozentpunkte auf nun 5,6 Prozent.

Schon im April hatten die Folgen der Pandemie die Arbeitslosenzahlen in Hessen nach oben getrieben. Direktionschef Frank Martin erwartet keine schnelle Erholung: "Wir gehen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten noch weiter ansteigen kann. Das Ausmaß wird in erster Linie davon abhängen, in welcher Geschwindigkeit sich die wirtschaftliche Lage wieder normalisiert."

Für den Zeitraum März bis Mai wurden bei den Agenturen für Arbeit im Land nahezu 61.000 Anzeigen für Kurzarbeit erfasst, hieß es. Betroffen seien knapp 840.000 Personen. Diese Zahl zeige das Risiko für die Folgemonate, erklärte Martin.

Update, 2. Juni, 18.57 Uhr: Opel fährt Produktion im Stammwerk Rüsselsheim wieder hoch

Opel fährt nach gut zwei Monaten Pause infolge der Corona-Krise die Produktion im Stammwerk Rüsselsheim wieder hoch. "Es geht am kommenden Montag wieder los, nachdem wir ein sehr umfassendes Sicherheitsprotokoll umgesetzt haben", teilte ein Sprecher des Autobauers am Dienstag mit.

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Der historische Opelturm steht hinter einem Zaun auf dem Werksgelände von Opel in Rüsselsheim.
Der historische Opelturm steht hinter einem Zaun auf dem Werksgelände von Opel in Rüsselsheim.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 2. Juni, 14.50 Uhr: Corona-Regeln missachtet! Polizei schließt Shisha-Bar

Die Polizei hat in Gießen eine Shisha-Bar geschlossen, weil dort die derzeit geltenden Kontakt- und Hygienevorschriften missachtet wurden.

Nach Angaben des zuständigen Präsidiums vom Dienstag saßen insgesamt rund 55 Gäste in der damit völlig überfüllten Bar – teilweise zu sechst an einem Tisch. Zudem trug das Personal nicht den vorgeschriebenen Mundschutz.

Insgesamt stellten die Ermittler in der Nacht zum Montag 41 Verstöße gegen die Corona-Verordnung fest. Gegen den Betreiber, die Gäste sowie die Mitarbeiter wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Die Polizei hat eine Shisha-Bar in Gießen geschlossen (Symbolbild).
Die Polizei hat eine Shisha-Bar in Gießen geschlossen (Symbolbild).  © Montage: Jan Woitas/dpa, Alex Talash/dpa

Update, 2. Juni, 13.25 Uhr: Wird es ein Corona-Sondervermögen geben?

Für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise plant Hessen nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), ein Sondervermögen von zwölf Milliarden Euro zu bilden. Der Betrag ergibt sich nach FAZ-Recherchen zum einen aus Steuerausfällen, die sich nach offiziellen Schätzungen bis zum Jahr 2023 für das Land auf rund 6,4 Milliarden Euro summieren. Hinzu kämen Ausfälle bei den Kommunen von ungefähr 3,5 Milliarden Euro.

Darüber hinaus benötigt das Land noch rund zwei Milliarden Euro für ein weiteres Konjunkturprogramm, das gemeinsam mit dem Bund auf den Weg gebracht werden soll, wie die FAZ schreibt. Hessen wolle die zwölf Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufnehmen und innerhalb von 30 Jahren tilgen. Der Landtag hatte bereits im März angesichts der Corona-Pandemie einen ersten Nachtragshaushalt beschlossen, der unter anderem zwei Milliarden Euro Soforthilfe vorsieht.

Der zweite Nachtragshaushalt soll am 8. Juni vom Kabinett beschlossen und am 16. Juni in einer Sondersitzung des Landtags eingebracht werden, teilte ein Sprecher des Finanzministeriums am Dienstag mit. "Mögliche Zwischenstände oder einzelne Ideen möchten wir einstweilen nicht öffentlich kommentieren." Derzeit werde noch intensiv am Regierungsentwurf gearbeitet.

"Gleichzeitig stehen wir am Beginn vertraulicher Gespräche mit Fraktionen aus dem Hessischen Landtag, auch der Opposition", erläuterte der Ministeriumssprecher. "Unmittelbar nach dem Beschluss des Kabinetts wird der Entwurf vorgestellt."

Update, 2. Juni, 11.48 Uhr: Klose zeigt Verständnis für Kritik von Eltern wegen Kita-Betreuung

Sozialminister Kai Klose (Grüne) hat Verständnis gezeigt für die Kritik an der weiter nur teilweisen Betreuung von Kita-Kindern in Hessen. "Am Ende ist es unser aller Ziel, dass die Kitas mit möglichst vielen Kindern öffnen können", sagte Klose am Dienstag in Offenbach bei einem Besuch der Kita am Sana Klinikum. Der Minister verwies zugleich auf die andauernde Corona-Pandemie und sagte, mit der Situation müsse verantwortungsvoll umgegangen werden.

Ab diesem Dienstag ist der Kreis der betreuten Jungen und Mädchen erweitert worden. Wie dies im Einzelnen geregelt wird, liegt größtenteils bei den Trägern vor Ort, also den Kommunen, Kirchen und freien Einrichtungen.

Klose sagte, die Betreuung von deutlich mehr Kindern sei ein wichtiger Schritt. Weitere sollen folgen, Voraussetzung sei aber, dass sich die Infektionszahlen nicht erhöhten. Bisher fehlten auch gesicherte Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen bei Kindern. Nun solle zunächst beobachtet werden, wie sich die weitergehende Öffnung ab diesem Dienstag auswirke. Dann sei ein erneuter Austausch mit den Kommunen geplant.

Vor Ort äußerten Vertreterinnen der Initiative "Eltern in der Krise" Kritik und überreichten Klose eine Petition mit einer Unterschriftensammlung. Diane Siegloch sagte, drei Monate sei ausreichend Zeit, um die Betreuung aller Kinder zu organisieren. Sie und andere Eltern seien aber weiter ohne Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder und müssten arbeiten gehen.

Update, 1. Juni, 16.30 Uhr: Gut 900 Millionen Euro Soforthilfe an hessische Betriebe ausgezahlt

Gut 900 Millionen Euro sind als Soforthilfe in Hessen ausgezahlt worden (Symbolbild).
Gut 900 Millionen Euro sind als Soforthilfe in Hessen ausgezahlt worden (Symbolbild).  © Daniel Reinhardt/dpa

Rund zwei Monate nach dem Start der staatlichen Soforthilfen in der Corona-Krise für kleinere Betriebe mit Finanznot haben rund 99.300 Unternehmer in Hessen die Unterstützung erhalten.

Rund 905 Millionen Euro aus dem Soforthilfeprogramm seien geflossen, teilten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Finanzminister Michael Boddenberg und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) am Montag in Wiesbaden mit. Rund 134.500 Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten hätten seit dem Start des Programms am 30. März einen Antrag gestellt. 116.000 Anträge seien bereits abschließend bearbeitet worden.

"Mit der Soforthilfe haben wir denjenigen helfen können, die vom plötzlichen Lockdown Mitte März betroffen waren. Viele hatten von einem auf den anderen Tag keinerlei Einnahmen mehr", sagte Al-Wazir. Die meisten Anträge stammten von gastronomischen Betrieben, aus dem Dienstleistungssektor, dem Handel, der Baubranche, dem Gesundheitssektor, dem Tourismus und der Kreativwirtschaft.

In der Gastronomie, im Tourismus und in der Veranstaltungsbranche sei die Situation weiterhin ernst. Die Abstands- und Hygienevorschriften, schränkten den Betrieb trotz Lockerungen ein. "Darum warten wir gespannt auf die vom Bund angekündigten Folgeprogramme, damit wir diese in Hessen umsetzen oder auch, wo nötig und sinnvoll, erneut ergänzen", sagte er. Am Sonntag seien die letzten 1200 Anträge für Zuschüsse der Corona-Soforthilfe gestellt worden.

"Die Soforthilfe endet, die Krise nicht", teilte der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) am Montag mit. Für viele hessische Betriebe gehe es noch immer darum, ihre Existenz zu sichern. Weitere direkte Hilfen sollten unterstützend nur dort zum Einsatz kommen, wo ein Wirtschaften auf absehbare Zeit nicht möglich sei: "Die öffentlichen Haushalte dürfen nicht durch direkte Förder- und Hilfsansprüche überfordert werden", teilte der HIHK mit.

Die hessischen IHK forderten unter anderem einen Hessen-Fonds, mit dem das Land vorübergehend und aushilfsweise Unternehmen eine Eigenkapitalhilfe stellen kann, um Know-how und Arbeitsplätze in Hessen zu halten. Auf Steuererhöhungen und Sonderabgaben müsse verzichtet werden, hieß es.

Update, 1. Juni, 15.18 Uhr: Sozialministerium bestätigt Corona-Zahlen des RKI

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen um 14 gestiegen. Wie das Sozialministerium am Montag mitteilte, wurden inzwischen 10.047 Fälle registriert (Stand 14 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 gebracht werden, liegt bei 480, was einen Anstieg von drei Fällen gegenüber dem Vortag bedeutet.

Das Sozialministerium bestätigte damit die Corona-Zahlen, welche das Robert Koch-Institut (RKI) in der Nacht zu Montag für Hessen herausgab.

In der Statistik des Ministeriums werden lediglich Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine Datenbank eingegeben wurden. Die Angaben können nachträglich nach unten oder nach oben korrigiert werden, etwa wenn Fälle nachgemeldet werden.

Update, 1. Juni, 15 Uhr: Erinnerungen an die Corona-Zeit werden gesammelt

Das Tragen von Atemschutz-Masken ist ohne Zweifel für viele eine bleibende Erinnerung an die Corona-Zeit.
Das Tragen von Atemschutz-Masken ist ohne Zweifel für viele eine bleibende Erinnerung an die Corona-Zeit.  © Arne Dedert/dpa

Mehr als 200 Frankfurter Bürger sind bereits dem Aufruf des Historischen Museums nachgekommen und haben Eindrücke von ihrem Leben mit der Corona-Pandemie eingereicht. "Wegen der Kontaktbeschränkungen konnten sie uns zunächst nicht persönlich die Dinge übergeben, sondern haben Fotos eingeschickt", sagte Kuratorin Dorothee Linnemann. Zu den Objekten gehörten Zeichnungen, Tagebucheinträge, selbst gemachte Masken oder ein als Coronavirus gestaltetes Osterei.

Hinzu kommen laut dem Museum Fotos aus dem öffentlichen Raum. Von Geschäften und Gaststätten, Aushängen und Plakate – und auch von einem Flyer an einem Laternenpfahl, auf dem "Liebe bedeutet Abstand" steht.

Das Museum hatte vor knapp zwei Monaten um die Zusendung von Bildern, Texten, Audiostücken, Videos, Fotos, Objekten und Geschichten gebeten. "Wie werden wir uns in Frankfurt an die Corona-Pandemie erinnern? Was ist uns in Frankfurt wichtig gewesen in dieser Situation?", hieß es damals in einem Aufruf.

"Uns ist es erst einmal wichtig, diese entscheidende Zeit der Frankfurter Gegenwart auch in unserer Sammlung abzubilden", sagte Linnemann. Wann und in welcher Form die Eindrücke der Öffentlichkeit präsentiert werden könnten, sei noch unklar. Idealerweise sollten dann auch die Bürger, die die Erinnerungen eingereicht haben, mit eingebunden werden.

Auch in Mittelhessen werden Erinnerungen an das Leben in der Coronavirus-Pandemie gesammelt. Hunderte Dokumente, Fotos oder Videos für ein Online-Archiv sind bereits eingegangen. Bislang habe man mehr als 1900 Einträge, "deren Zahl aber beinahe täglich wächst", berichtete Benjamin Roers, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Gießen und einer der Initiatoren des Projektes. "Unsere Archivalien sind in Form und Inhalt sehr verschieden. An Formaten ist so ziemlich alles dabei, was digital möglich ist: Bilder, Cartoons, Videos, Songs, Texte aller Art et cetera."

Das "Coronarchiv" getaufte Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Unis von Hamburg, Bochum und Gießen und ging Ende März online. Damit sollen Erinnerungen an die Corona-Zeit für später bewahrt werden. Wer will, kann auf dem offenen Archivportal seine Eindrücke in Form von Fotos oder Videos teilen. Es gibt auch die Möglichkeit, Materialien für einzelne Regionen und Städte – Hanau und Darmstadt zum Beispiel – hochzuladen.

Der Fokus der eingereichten Materialien hat sich nach Erfahrung von Roers und seinen Kollegen im Lauf der Zeit geändert: "Die anfangs oft hochgeladenen Bilder von leeren Regalen und Toilettenpapier sind mittlerweile viel weniger geworden". Nach Einführung der Maskenpflicht seien dann entsprechend viele Dateien zu diesem Aspekt eingegangen.

Update, 1. Juni, 10.02 Uhr: Polizei meldet nur wenige Verstöße am Pfingstwochenende

Trotz eines Pfingstwochenendes mit viel Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen haben sich die Menschen in Hessen weitgehend an die geltenden Abstandsregelungen gehalten. Wie eine Sprecherin des Lagezentrums der Polizei am Montag in Wiesbaden sagte, seien "keine gravierenden Verstöße" gegen die Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie registriert worden. In Frankfurt ermahnte die Polizei nach eigenen Angaben Menschen, die sich zu dicht auf den zentralen Plätzen aufhielten. Zwischenfälle gab es jedoch keine. "Bei dem Wetter zieht es die Leute einfach auf die Straße", sagte ein Sprecher.

Update, 31. Mai, 18.23 Uhr: Tourismusbranche kämpft weiter mit Umsatzeinbußen

Hessens Tourismusbranche blickt nach den Corona-Lockerungen wieder optimistischer in die Zukunft. Zwei Drittel der befragten Betriebe meldeten bei der fortlaufenden Online-Umfrage wieder Buchungen, teilte die Hessen Agentur in Wiesbaden mit. Die Nachfrage sei zwar teilweise noch verhalten, aber die Stornierungen würden deutlich zurückgehen.

Die Umsatzeinbußen für das zweite Quartal seien jedoch weiter beträchtlich und lägen bei der Mehrheit der Betriebe zwischen fünfzig bis hundert Prozent im Vergleich zu den ursprünglich angestrebten Geschäftszielen. Dabei zeige sich, dass der Freizeitreisebereich deutlich stärker von der Corona-Krise betroffen sei als das Feld der Geschäftsreisen.

Die Online-Umfrage hatte die Hessen Agentur zusammen mit dem Tourismusverband sowie dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga im Land gestartet. Fast 1800 Betriebe aus allen hessischen Tourismusregionen beteiligen sich mittlerweile daran.

Update, 31. Mai, 15.40 Uhr: Sozialministerium von Hessen bestätigt Corona-Zahlen des RKI

Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das Coronavirus hat sich in Hessen um 30 erhöht. Wie das Sozialministerium am Sonntag mitteilte, wurden 10.033 Fälle registriert (Stand 14 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 gebracht werden, liegt nun bei 477, was einen Anstieg von einem Fall bedeutet.

das Sozialministerium von Hessen bestätigte damit die Corona-Zahlen, die auch das Robert Koch-Institut (RKI) in der Nacht zu Sonntag für Hessen angab.

In der Statistik des Ministeriums werden nur Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine Datenbank eingegeben wurden. Die Angaben können nachträglich nach unten oder nach oben korrigiert werden, etwa wenn Fälle nachgemeldet werden.

Update, 31. Mai, 11.35 Uhr: Bischof Bätzing kritisiert "krude Thesen" zu Corona-Einschränkungen

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat in der Corona-Krise dazu aufgerufen, eine vernünftige Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zu finden. Die Mehrheit der Bürger sei mit der zeitweisen Einschränkung der Freiheit einverstanden, und die Maßnahmen seien erfolgreich, sagte Bätzing laut vorab verbreitetem Redetext in seiner Pfingstpredigt am Sonntag im Limburger Dom. Nun, da die Gesellschaft allmählich wieder aufwache, wagten sich jedoch viele mit Kritik hervor, fröhlich Unbesorgte genauso wie tief Besorgte "und leider auch die extrem Ausgerichteten".

"Seltsame Koalitionen von völlig berechtigten Anliegen mit solchen von Esoterikern und Verschwörungstheoretikern, von rechten und linken Demonstranten wollen diesen öffentlichen Raum als erste besetzen. Mit teils kruden Thesen und Forderungen, die leider sogar in hohen kirchlichen Kreisen Widerhall gefunden haben, bleiben sie, wenn auch lautstark und hässlich aggressiv bisher eine Randerscheinung", sagte Bätzing nach Angaben seines Bistums.

Er habe sich in den vergangenen Wochen oft die Frage gestellt, ob Kirche und Religion angesichts der weiter geltenden erheblichen Einschränkungen für die Seelsorge systemrelevant seien, sagte der Limburger Bischof demnach. "Diese Krisenzeit verschärft die Zeitansage an die Kirche. Wir müssen uns ihr stellen, sie durchdringen und miteinander darauf antworten."

Die Kirche müsse sich weiter öffnen, sich aus geschlossenen Räumen und Systemen zurückziehen, und sich den Menschen zuwenden. "Draußen vor den Kirchtürmen, mitten in der Stadt und in der Welt, ist der eigentlich spannende Ort, um von Gott zu reden und zu Erfahrungen mit Gott einzuladen", sagte der Bischof, der im Limburger Dom mit 70 Gläubigen Gottesdienst feiern wollte.

Update, 31. Mai, 11.33 Uhr: Corona-Regeln: Frankfurter Polizei ermahnt die Menschen

Immer wieder muss die Polizei in Frankfurt auf die Einhaltung der Corona-Beschränkungen hinweisen. "Wir spüren natürlich, dass es die Menschen bei schönem Wetter aus ihren Wohnungen zieht", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Daher hätten die Sicherheitskräfte auch in der Nacht zum Sonntag mehrfach Menschen ermahnen müssen, die sich beispielsweise am Opernplatz oder am Hafenpark, einem großen Sport- und Freizeitgelände, aufgehalten haben. Es habe sich insgesamt um 500 bis 1000 Menschen an den verschiedenen Orten gehandelt. "Es ist dabei aber weitgehend friedlich geblieben", fügte der Polizeisprecher hinzu.

Aus anderen Präsidien Hessens wurden am Sonntagmorgen keine relevanten Verstöße oder Veranstaltungen gegen die Corona-Vorgaben gemeldet. Bei Demonstrationen waren am Samstag in Frankfurt vier Menschen festgenommen worden. Zwei von ihnen hätten die Polizei während des Einsatzes gestört und angegriffen, teilte die Behörde am Samstag mit. Ein weiterer Mann sei wegen Hausfriedensbruchs und ein Mann wegen der Störung einer Versammlung festgenommen worden. 

Zudem habe es fünf Bußgeldverfahren wegen des Verstoßes gegen Abstands- und Mundschutzregeln gegeben. Indes sei nur ein Teil der Versammlungen am Samstag Demonstrationen gegen die Corona-Politik gewesen, hieß es weiter. 

Update, 30 Mai, 15.25 Uhr: Sozialministerium bestätigt Corona-Zahlen des RKI für Hessen

In Hessen sind inzwischen mehr als 10.000 Corona-Infektionen gemeldet worden. Das Sozialministerium berichtete am Samstag in Wiesbaden von 10.003 bestätigten Fällen, 41 mehr als am Vortag (Stand 14 Uhr). Kein weiterer Todesfall kam demnach hinzu, die Zahl verharrte bei 476.

Damit bestätigte das Sozialministerium von Hessen die Zahlen, die auch das Robert Koch-Institut (RKI) in der Nacht zu Samstag für Hessen mitgeteilt hatte.

In der Statistik des Ministeriums werden nur Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine Datenbank eingegeben wurden. Die Angaben können nachträglich nach unten oder nach oben korrigiert werden, etwa wenn Fälle nachgemeldet werden.

Eine Verschärfung der Corona-Auflagen im Land ist nach den aktuellen Zahlen weiterhin nicht zu erwarten. Die Städte und Kreise in Hessen sind weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt.

Update, 30. Mai, 14.05 Uhr: Lufthansa-Rettung nimmt wichtige Hürde

Nach harten Verhandlungen zwischen Brüssel und Berlin hat das Rettungspaket für die infolge der Corona-Krise schwer angeschlagene Lufthansa eine wichtige Hürde genommen. Die Bundesregierung und die EU-Kommission einigten sich auf Auflagen für die Kapitalspritze, und der Lufthansa-Vorstand stimmte in der Nacht zum Samstag zu.

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Das Foto von Anfang Mai zeigt infolge der Corona-Krise stillgelegte Passagiermaschine der Lufthansa am Flughafen Frankfurt.
Das Foto von Anfang Mai zeigt infolge der Corona-Krise stillgelegte Passagiermaschine der Lufthansa am Flughafen Frankfurt.  © Boris Roessler/dpa

Update, 30. Mai, 8.30 Uhr: Deutlich weniger Arbeit für Hessens Corona-Testzentren

Die Zahl der Corona-Tests in den 15 Testzentren in Hessen hat sich in den vergangenen Wochen deutlich reduziert. "Wir machen pro Tag zwischen 400 und 500 Tests", erklärte Karl Matthias Roth, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen in Frankfurt. In den Hochzeiten der Pandemie waren es 1200 gewesen. Hinzu kämen allerdings noch Tests, die in den Arztpraxen erfolgten. Trotz der geringeren Auslastung sollen die Zentren vorerst bestehen bleiben: "Wir haben sie noch und werden sie noch eine gewisse Zeit behalten."

Corona-Testzentren waren im März über das Land verteilt eingerichtet worden. Sie sollten für jeden Bürger in einem Radius von 25 bis 30 Kilometern vernünftig erreichbar sein. Vom Tisch ist die Idee, die Einrichtungen zu Behandlungszentren aufzuwerten, in denen Menschen mit leichter oder milder Symptomatik versorgt werden. Diese Lücke haben mittlerweile die 60 Covid-Schwerpunktpraxen in Hessen gefüllt.

Update, 30. Mai, 8.21 Uhr: Viele Gefangene wegen Corona-Krise zunächst von Haft verschont

Einen Corona-Fall hat es in den hessischen Gefängnissen angeblich noch nicht gegeben (Symbolbild).
Einen Corona-Fall hat es in den hessischen Gefängnissen angeblich noch nicht gegeben (Symbolbild).  © dpa/Marcus Führer

In Hessens Gefängnissen ist es derzeit leerer als sonst: Um die Justiz in der Corona-Pandemie zu entlasten, haben viele Haftanstalten einige ihrer Strafgefangenen bis auf weiteres entlassen.

Grundsätzlich habe diese Regelung für Menschen gegolten, die eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen, etwa weil sie eine Geldstrafe nicht bezahlen können, teilte das Justizministerium mit. Außerdem sei die Vollstreckung der Haft in Einzelfällen auch bei weiteren Gefangenen ausgesetzt worden, hießt es in einer Antwort des Justizministeriums in Wiesbaden auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Landtagsfraktion.

Insgesamt 268 Häftlinge seien bis zum Stichtag 12. April über diese Regelungen auf freien Fuß gekommen. Mit den Entlassungen habe sich die Vollstreckung der Haft nicht erledigt, erklärte das Ministerium.

Aktuell säßen rund 3900 Männer und Frauen ein, erläuterte ein Sprecher. Von den rund 5800 hessischen Haftplätzen sind in normalen Zeiten im Durchschnitt 4300 belegt. Einen Corona-Fall habe es noch nicht gegeben, sagte der Sprecher.

Update, 30. Mai, 8.10 Uhr: Rund 6300 Verstöße gegen Corona-Regeln registriert

Die Polizei in Hessen erließ nur in wenigen Fällen Bußgelder (Symbolbild).
Die Polizei in Hessen erließ nur in wenigen Fällen Bußgelder (Symbolbild).  © Montage: Jan Woitas/dpa, Alex Talash/dpa

Seit Inkrafttreten des hessischen Corona-Bußgeldkatalogs Anfang April sind rund 6300 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen registriert worden. Davon wurden etwa 5000 im April verzeichnet und 1200 im Mai, wie das Innenministerium in Wiesbaden mit Blick auf den Stichtag 27. Mai mitteilte.

Der größte Teil der Verstöße – insgesamt 5857 – betraf die Kontaktbeschränkungen. Die Polizei zählte außerdem bislang 31 Verstöße gegen die Tragepflicht des Mund-Nasen-Schutzes. In 426 Fällen wurde gegen angeordnete Schließungen verstoßen, wie das Ministerium mitteilte. In Hessen gelten seit Mitte März zahlreiche Corona-Regeln.

"Auch wenn die hessische Polizei hier und da Bußgelder erlassen musste, so fand dennoch der weit überwiegende Teil der polizeilichen Kontrollen zu den Pandemie-Verordnungen im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern statt", erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU). Im Gespräch wollten die Beamten Verständnis für die gegenseitige Rücksichtnahme und Solidarität wecken.

Bußgelder werden laut Ministerium erst dann verhängt, wenn bei Kontrollen im Einzelfall ein bewusster oder wiederholter, willentlicher Verstoß festgestellt wird.

"Angesichts der Pandemie handeln die Hessinnen und Hessen größtenteils vorbildlich und besonnen", erklärte Beuth. "Das Einkaufen mit Mund-Nasen-Maske mag anfangs noch ungewohnt gewesen sein, doch auch solche Infektionsschutzmaßnahmen werden immer routinierter von den Bürgern gelebt."

Die Pandemie sei nicht zu Ende, warnte der Minister. "Wir müssen uns daher auch weiterhin bestmöglich gegenseitig vor möglichen Ansteckungen schützen."

Update, 29. Mai, 18.28 Uhr: Frankfurt bietet Kitas Ausweichflächen in Bädern und Stadion an

In der Corona-Krise hat die Stadt Frankfurt Kitas zur Wahrung der Abstandsregeln Flächen in Sportanlagen und Schwimmbädern sowie einen Stadion-Rasen angeboten.

"Gerade durch die Weitläufigkeit und mit Blick auf die aktuelle Wettervorhersage bieten die Liegewiesen der Freibäder, die Schwimmflächen sind ausgenommen, die städtischen Sportanlagen und das Stadion des FSV Frankfurt eine ideale Voraussetzung, den Kitas die notwendigen Flächen anzubieten", erklärte Sportdezernent Markus Frank (CDU) am Freitag.

Damit würden die Kitas bei der Wiederinbetriebnahme unterstützt. Sie könnten sich bei Bedarf per Mail an die Bäderbetriebe, das Sportamt oder den FSV wenden.

Nach einer langen Zwangspause sollen von Dienstag an die hessischen Kitas wieder für mehr Kinder öffnen.

Update, 29. Mai, 15.30 Uhr: Sozialministerium bestätigt RKI-Zahlen zu Infektionen und Todesfällen

Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das Coronavirus hat sich in Hessen um 47 auf 9962 erhöht. 476 Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 gebracht werden, wurden mittlerweile registriert, wie das hessische Sozialministerium am Freitag (Stand 14 Uhr) in Wiesbaden mitteilte. Das sind fünf Fälle mehr als am Vortag.

Das Sozialministerium von Hessen bestätigte damit die Zahlen, die auch das Robert Koch-Institut (RKI) in der Nacht zu Freitag für Hessen vorlegte.

In der Statistik des Ministeriums werden nur Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine Datenbank eingegeben wurden. Die Angaben können nachträglich nach unten oder nach oben korrigiert werden, etwa wenn Fälle nachgemeldet werden.

Eine Verschärfung der Corona-Auflagen im Land ist nach den aktuellen Zahlen weiterhin nicht zu erwarten.

Die Städte und Kreise in Hessen sind weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt.

Update, 29. Mai, 12.38 Uhr: Wieder mehr Flüge am Frankfurter Flughafen

Am Frankfurter Flughafen wächst langsam wieder das Angebot von Flügen. Nach dem fast vollständigen Rückgang in der Corona-Krise sollen in der ersten Juni-Woche bereits wieder 45 Ziele in Europa und 28 außerhalb des Kontinents angeflogen werden, wie aus einem am Freitag veröffentlichten Flugplan des Betreibers Fraport hervorgeht. Das entspricht rund 26.000 Sitzplätzen pro Tag und damit einem runden Zehntel des Vorjahresniveaus. Die Abfertigungsprozesse bleiben zunächst im Terminal 1 konzentriert. 

Fraport rechnet für die kommenden Wochen mit einem weiteren Ausbau des Angebots. Am häufigsten wird Frankfurt derzeit mit den Großstädten Amsterdam, London, Berlin und Hamburg verbunden.

Update, 28. Mai, 16.39 Uhr: 200 Infizierte nach Gottesdienst

Nachdem bereits am vergangenen Wochenende bekannt wurde, dass nach einem Baptisten-Gottesdienst sich mehrere Personen mit dem Corona-Virus angesteckt hatten, wurden nun weitere Fälle bekannt.

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Update, 28. Mai, 15.14 Uhr: 9915 bestätigte Coronavirus-Infektionen, fünf neue Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das Coronavirus hat sich in Hessen um 55 erhöht. Das entspricht fast genau dem Niveau des Vortags. Demnach gab es am Donnerstag (Stand 14 Uhr) 9915 Fälle, wie das Sozialministerium in Wiesbaden erklärte. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 gebracht wird, liegt nun bei 471, fünf Fälle mehr als am Mittwoch. In der Statistik des Ministeriums werden nur Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine Datenbank eingegeben wurden. Die Angaben können nachträglich nach unten oder nach oben korrigiert werden, etwa wenn Fälle nachgemeldet werden.

Eine Verschärfung der Corona-Auflagen ist weiterhin nicht zu erwarten. Die Städte und Kreise in Hessen sind weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. 

Update, 28. Mai, 13.30 Uhr: Buchmesse rechnet im Herbst mit einem Drittel der Aussteller

Die Frankfurter Buchmesse rechnet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nur mit rund einem Drittel der Aussteller. Man plane "eine europäische Messe", sagte Buchmessen-Direktor Juergen Boos am Donnerstag in Frankfurt.

"Wir wissen, dass viele internationale Verlage nicht teilnehmen können." Boos rechnet nicht mit Teilnehmern aus den USA und Lateinamerika. Ob Verlage aus Asien dabei sein könnten, hänge von den dann geltenden Reise-Bestimmungen ab.

Betroffen ist auch der diesjährige Ehrengast Kanada. Die Buchmesse geht nicht davon aus, dass Verlage und Autoren aus dem Gastland in großer Zahl anreisen können.

"Wir gehen von einem sehr stark virtuellen Konzept für das Gastland aus", sagte Boos. Auch einige große deutsche Verlagshäuser haben bereits angekündigt, dass sie 2020 nicht mit einem Stand vertreten sein wollen. Boos nannte unter anderem Holtzbrinck und Randomhouse.

Update, 28. Mai, 13.24 Uhr: Hessen lehnt Corona-Reihentests in Altenheimen ab

Hessen lehnt Corona-Reihentests ohne konkreten Anlass in Altenheimen nach wie vor ab. "Wir werden mehr testen, aber mit Sinn und Verstand", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden. Ein solcher Reihentest liefere nur eine Momentaufnahme - bereits wenige Tage später könnte ein negativ getesteter Mensch schon positiv sein. Mit Ausnahme des Saarlandes mache kein Bundesland solche Untersuchungen.

Die SPD-Fraktion forderte dagegen Corona-Reihentests in Pflege- und Gesundheits-Einrichtungen. Es stünden ausreichend Test-Sets dafür zur Verfügung, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin Daniela Sommer. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hätten bereits angekündigt, Bewohner von Pflegeheimen verstärkt zu begutachten.

"An dem Vorgehen könnte sich Hessen ein Beispiel nehmen", sagte Sommer. Die Pflege fühle sich vom Land allein gelassen. Reihentests in den Einrichtungen ermöglichten es auch, Infektionen bei Mitarbeitern frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Quarantänemaßnahmen zu treffen, um die anderen Teammitglieder und vor allem die Patienten zu schützen.

"Derartige Reihentests spiegeln eine trügerische Sicherheit vor", entgegnete Grünen-Gesundheitsexperte Marcus Bocklet. Dies könne dazu führen, dass Hygieneregeln vernachlässigt werden. "Anlasslose Tests ohne Konzept sind eine Verschwendung von Ressourcen und bringen uns im Kampf gegen die Pandemie nicht weiter."

Update, 28. Mai, 7.52 Uhr: Mehr Tourismus in Hessen wegen Corona erwartet

Wegen der Corona-Krise und Ungewissheit bei der Reiseplanung erwartet Hessen mehr Urlauber.

"Ich rechne damit, dass viele Hessen hier bleiben, in der Region Urlaub machen, seien es Tagesausflüge oder Kurztrips", sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Auch viele Menschen aus anderen Bundesländern werden innerhalb Deutschlands nach neuen Zielen suchen."

Denn momentan sei noch unsicher, in welcher Form Urlaub im Ausland möglich sei. Viele Menschen seien angesichts der anhaltenden Pandemie vorsichtig und zurückhaltend.

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Update, 28. Mai, 7.11 Uhr: Ende der Fünf-Quadratmeter-Regel

Weitere Lockerungen der Beschränkungen in der Corona-Krise verschaffen den hessischen Wirten vom heutigen Donnerstag an mehr Platz für Gäste.

In Restaurants, Cafés und Kneipen gilt nun nicht mehr die umstrittene Fünf-Quadratmeter-Regel. Die Landesregierung hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die Vorgabe wegfällt. Nach ihr war nur ein Gast pro fünf Quadratmeter Fläche erlaubt.

Gaststätten müssen aber weiterhin für einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen sorgen. So könnten nach wie vor nicht alle Sitzplätze belegt werden. Zudem können nun auch Hotels ihre Saunen und Schwimmbäder für Übernachtungsgäste öffnen.

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Update, 28. Mai, 6.15 Uhr: 600 Anträge von Vereinen auf Corona-Hilfe, 350.000 Euro ausgezahlt

 Hunderte von der Corona-Krise gebeutelte Vereine in Hessen hoffen auf finanzielle Hilfe durch das Land. Es seien rund 600 Anträge zur Vereinshilfe in den verschiedenen Ressorts der Landesregierung eingereicht worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Gemeinnützige und auf ehrenamtlicher Basis geführte Vereine können seit dem 1. Mai Hilfen von bis zu 10.000 Euro des Programms "Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit" beantragen.

Laut Innenministerium befinden sich 423 Anträge derzeit noch in der Bearbeitung. 139 Eingaben wurden bereits geprüft und 69 bewilligt.

"Bisher wurden Mittel in Höhe von mehr als 350.000 Euro ausgezahlt", sagte der Sprecher. Im Schnitt habe damit jeder geförderte Verein in Hessen rund 5000 Euro erhalten. Die meisten Anträge – insgesamt 53 – seien bisher Sportvereinen bewilligt worden. Sechs Kulturvereine, fünf soziale Initiativen sowie fünf weitere Antrags-Steller der übrigen Ressorts seien ebenso unterstützt worden.

Update, 27. Mai, 17.38 Uhr: Corona treibt Frankfurter Abfallbilanz hoch

Die einen entrümpeln zu Corona-Zeiten, die anderen lassen sich Essen, Kleidung oder Bücher liefern - und die Mitarbeiter der Abfallbeseitigung haben jede Menge zu tun. In Frankfurt sind die Abfallmengen im März und April zum Teil im zweistelligen Bereich gestiegen, sagte ein Sprecher der städtischen Entsorgungsgesellschaft FES am Mittwoch. So lagen die Corona-Monate März und April mit 2608 Tonnen Verpackungsabfall der Privathaushalte deutlich über den Vorjahren: Elf Prozent mehr als in den gleichen Monaten des Vorjahres und zwölf Prozent mehr als im März und April 2018.

Zudem wurden im März und April 2612 Tonnen Glasmüll eingesammelt. Das bedeutet den Angaben zufolge einen Anstieg um 12,5 Prozent verglichen mit den Vergleichsmonaten 2019 und sogar 18 Prozent verglichen mit März und April 2018. Beim Restmüll lag das Aufkommen von 27 352 Tonnen im März und April um vier Prozent über dem Ergebnis der gleichen Monate 2019 und 2,7 Prozent über März und April 2018. Dass mehr zu Hause gekocht wurde, zeigte sich beim Biomüll: Im März und April wurden in den Frankfurter Privathaushalten 5265 Tonnen eingesammelt. Das waren 16 Prozent mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres und sogar 31 Prozent mehr als 2018.

Bei Papier und Kartonage lagen die Gewichtmengen im März und April dagegen mit 6049 Tonnen 2,3 Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2019 und sogar 6,5 Prozent unter dem Niveau der gleichen Monate 2018. Dies könne womöglich auch mit dem Wegbrechen von Anzeigen und Reklameschriften zu tun haben: Bei der Sortierung sei ein deutlicher Rückgang an bedrucktem Papier bemerkt worden.

Update, 27. Mai, 17.33 Uhr: Frankfurter Buchmesse soll im Herbst stattfinden

Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Herbst trotz Corona-Pandemie stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der Buchmesse am Mittwoch entschieden. Geplant sei, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober 2020 auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen.

Die Bücher-Messe soll im Oktober stattfinden.
Die Bücher-Messe soll im Oktober stattfinden.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. Mai, 15.40 Uhr: Hessen im Mittelfeld bei Corona-Schulden

Wiesbaden - Hessen nimmt zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Nettokredite in Höhe von 509 Euro pro Einwohner auf. Dies geht aus einer aktuellen Auflistung des Landesrechnungshofs Schleswig-Holstein hervor. Danach liegt das Land bundesweit im oberen Mittelfeld, bei den meisten Ländern belaufen sich die Mehrausgaben auf weniger als 500 Euro pro Einwohner. 

Spitzenreiter ist mit großem Abstand Bayern (3049 Euro), gefolgt von Bremen (1754 Euro) und Sachsen (1473 Euro). Thüringen und Berlin verzichten auf eine Kreditaufnahme.

Update, 27. Mai, 14.50 Uhr: Eltern halten Kinder in Corona-Krise für zufriedener als sich selbst

Eltern schätzen die Zufriedenheit ihrer Kinder in der Corona-Zeit deutlich höher ein als ihre eigene. Das geht aus ersten Ergebnissen der Studie "KiCo" zum Familienalltag während der Pandemie hervor. An der Online-Befragung zwischen dem 24. April und 3. Mai 2020 nahmen bundesweit mehr als 25 000 Mütter und Väter teil, wie die Universität Hildesheim und die Goethe-Universität Frankfurt am Mittwoch mitteilten.

Auf einer Skala von 0 (total unzufrieden) bis 10 (100 Prozent zufrieden) konnten Eltern für sich und ihre Unter-15-jährigen Kinder Angaben machen. Ältere Jugendliche wurden in einer separaten Studie befragt. Für die Eltern - überwiegend antworteten erwerbstätige Mütter - ergab sich in der Corona-Zeit ein Zufriedenheitswert von 4,90. Für das erste Kind lag der Wert bei 6,05 und für das zweite Kind bei 5,41. Vor der Pandemie war der Zufriedenheitswert der Eltern bei 7,65, bei den Kindern lag er bei 8,21 beziehungsweise 8,26.

Viele Eltern fühlen sich demnach mit ihren Problemen allein gelassen. Der Aussage "Ich habe den Eindruck, dass meine Sorgen gehört werden" stimmten 31,9 Prozent gar nicht und 29 Prozent kaum zu. Gut ein Drittel der Mütter und Väter gab an, seit der Corona-Krise größere Geldsorgen zu haben. Sie beklagten zudem die Doppelbelastung von Job und Kinderbetreuung sowie fehlende Rückzugsmöglichkeiten zu Hause. Eine Gruppe habe allerdings die zurückliegenden Wochen als schöne Zeit bewertet und von Entschleunigung, weniger Freizeitstress und neuen Freiheiten der Kinder berichtet.

Hinter der Studie steht der Forschungsverbund "Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit", der aus dem Hildesheimer Institut für Sozial- und Organisationspädagogik und dem Frankfurter Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung in Kooperation mit der Universität Bielefeld besteht.

Update, 27. Mai, 14.49 Uhr: Ministerium veröffentlicht Hygieneplan zu Kita-Öffnungen

Mit einem zwölfseitigen Hygieneplan will Hessens Sozialministerium den Kommunen eine Richtschnur zum geplanten eingeschränkten Kita-Betrieb ab 2. Juni geben. Das teilte Minister Kai Klose (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden mit. "Da bei Kindern unter sechs Jahren nicht durchgehend zu erwarten ist, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern untereinander gewahrt ist ... sind bei der Betreuung ... besondere Schutz- und Hygieneregeln zu beachten", heißt es in dem Papier.

Unter anderem sollten die Gruppen in möglichst konstanter Zusammensetzung betreut und bei den Erziehern Personalwechsel vermieden werden. Vor der Eingangstür sollte - außerhalb der Reichweite von Kindern - Desinfektionsmittel für die Hände bereit stehen. Von Spray wird abgeraten - da Sprühpartikel von den Kleinen eingeatmet werden könnten.

Außerdem sollte das Bringen und Abholen so geregelt sein, dass sich möglichst wenige Menschen begegnen, erklärte das Ministerium im Hygieneplan und schlägt gestaffelte Zeiten vor. Eltern sollten die Einrichtung möglichst nicht betreten. In den Gruppen sollte mit den Kindern altersgerecht Hygiene geübt werden - etwa das richtige Händewaschen. Auf Singen sollte jedoch möglichst verzichtet werden.

Update, 27. Mai, 12.28 Uhr: Opposition: Kitas möglichst schnell wieder für alle öffnen

Die Oppositionsparteien im hessischen Landtag haben eine möglichst schnelle Wiedereröffnung der Kitas für alle Kinder gefordert. Familien bräuchten eine verlässliche Perspektive, erklärte die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Lisa Gnadl, am Mittwoch in Wiesbaden. Was ab dem 2. Juni umgesetzt werde, sei nur eine Notfallbetreuung - anders könne man das nicht nennen. Entscheidungen würden auf die kommunale Ebene geschoben.

"Wir gehen diesen Schritt Hand in Hand mit den Kommunen", entgegnete Sozialminister Kai Klose (Grüne). Diese hätten vom Land diesen Gestaltungsspielraum eingefordert. Die Situation vor Ort unterscheide sich extrem, etwa weil nicht alle Fachkräfte zur Verfügung stünden. Nur so hätten Kommunen und Jugendämter ein Höchstmaß an Flexibilität. Dem Vorwurf, keine Richtlinien erarbeitet zu haben, entgegnete Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), es sei nicht sinnvoll, Richtlinien zu erarbeiten, die vor Ort nicht umsetzbar seien.

In ihrem Antrag hatte die SPD mit einem "Sofortfonds Kinderbetreuung" eine Beitragserstattung für Kinderbetreuung in den Zeiten gefordert, in denen die Kitas wegen der Pandemie geschlossen waren. "Der Sofortfonds ist lange überfällig", sagte Volker Richter (AfD). Es sei für Eltern nicht hinnehmbar, wenn sie für eine nicht erbrachte Leistung aufkommen sollten.

Update, 27. Mai, 6.21 Uhr: Weitere Corona-Infektionen in Mainzer Flüchtlingsunterkunft

In einer Mainzer Flüchtlingsunterkunft, die seit einer Woche unter Quarantäne steht, sind weitere Corona-Infektionen bekannt geworden.

Insgesamt seien 35 weitere Bewohner positiv auf das Virus Sars-Cov-2 getestet worden, teilte die Kreisverwaltung Mainz-Bingen am Dienstagabend mit. 

Die Flüchtlingsunterkunft mit 113 Bewohnern war am 19. Mai unter Quarantäne gestellt worden. Auf jedem Stockwerk sei mindestens ein Mensch positiv auf das Coronavirus getestet worden, hatte die Stadt Mainz mitgeteilt, ohne genaue Zahlen zu nennen.

Update, 26. Mai, 18 Uhr: Schulen in Hessen laut Kultusminister noch weit von Normalbetrieb entfernt

Schülerinnen und Schüler des Heinrich von Gagern-Gymnasiums in Frankfurt werden beim Eintritt in das Schulgebäude registriert.
Schülerinnen und Schüler des Heinrich von Gagern-Gymnasiums in Frankfurt werden beim Eintritt in das Schulgebäude registriert.  © Arne Dedert/dpa

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat die zahlreichen geplanten Anpassungen des hessischen Schulgesetzes wegen der Corona-Krise verteidigt. Es müsse etliche Sonderregelungen und Öffnungsklauseln geben, damit die Schulen und die Verwaltung auf die Pandemie flexibel reagieren können, sagte der Minister am Dienstag im hessischen Landtag in Wiesbaden.

Grundsätzliche Veränderungen der bildungspolitischen Weichenstellungen des Landes seien mit dem Gesetzentwurf nicht geplant.

Diese Anpassungsmaßnahmen könnten auch nicht warten, da Prüfungen, Zeugnisse und Versetzungsentscheidungen zum Schuljahresende anständen, betonte Lorz. Die Schulen hätten die Krise bislang sehr gut gemeistert. Von einem Normalbetrieb seien die Schulen aber noch entfernt. "Die Lage bleibt fragil." Es müsse weiter ein Notfallmanagement betrieben werden. Der Gesetzentwurf sei Teil davon.

Die Landesregierung werde sich daher weiter Schritt für Schritt voran arbeiten, versicherte der Kultusminister. Das gelte auch bei der Planung für das kommende Schuljahr. Mit der Kultusministerkonferenz werde dazu am 18. Juni über einen weiteren Rahmenbeschluss gesprochen.

Wegen der Corona-Pandemie hat es bereits zahlreiche neue Regeln für Schüler und Lehrer in Hessen gegeben, die auch gesetzlich geregelt werden müssen. Dabei handelt es sich etwa um den Verzicht des Sitzenbleibens, wie Prüfungen durchgeführt werden und das Lernen zuhause.

Update, 26. Mai, 17.53: U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt fahren bald wieder nachts

Nach mehr als zwei Monaten Unterbrechung infolge der Corona-Krise nimmt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) den Nachtverkehr von U-Bahnen und Straßenbahnen wieder auf. Von der Nacht von diesem Freitag (29. Mai) auf Samstag an sollen die Bahnen wieder Nachtschwärmer zu ihren Zielen bringen.

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Menschen warten in der U-Bahnstation des Frankfurter Hauptbahnhof auf die passende U-Bahn.
Menschen warten in der U-Bahnstation des Frankfurter Hauptbahnhof auf die passende U-Bahn.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 26. Mai, 15.44 Uhr: Hessen lockert Beschränkungen für Gaststätten

Hessen lockert die coronabedingten Beschränkungen für Gaststätten. Die Regel, dass pro fünf Quadratmeter Fläche in einem Restaurant, in einem Café oder in einer Kneipe nur ein Gast erlaubt ist, fällt von diesem Donnerstag an weg, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Gastronomiebetriebe müssten aber weiterhin für einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen sorgen. So könnten weiterhin nicht alle Sitzplätze in einer Gaststätte belegt werden.

In einer neuen Corona-Verordnung hielt das Land außerdem weitere Lockerungen fest, die bereits angekündigt waren. So dürfen etwa Vereine ab dem 1. Juni Schwimmbäder wieder für Training und Schwimmkurse nutzen. Auch wurde geregelt, dass Kitas zum 2. Juni wieder in einen eingeschränkten Normalbetrieb übergehen können. Alle Verordnungen des Landes zur Corona-Krise wurden ansonsten bis zum 5. Juli verlängert, somit gelten beispielsweise weiterhin die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen oder die Kontaktbeschränkungen.

Update, 26. Mai, 14.53 Uhr: Zahl der Coronavirus-Infizierten um 34 gestiegen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infizierten ist in Hessen um 34 gestiegen. Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, gab es am Dienstag (Stand 14 Uhr) 9804 Fälle. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, stieg um 2 auf 462.

In der Statistik des Ministeriums werden nur Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine Datenbank eingegeben wurden. Die Angaben können nachträglich nach unten oder nach oben korrigiert werden, etwa wenn Fälle nachgemeldet werden.

Bei den regionalen Zahlen sind die Städte und Kreise weiterhin unter der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Wenn diese Schwelle erreicht wird, drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

Update, 26. Mai, 14.45 Uhr: Offenbar nur geringe Dunkelziffer bei Corona-Infektionen in Rhein-Main

Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet (Archivbild).
Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet (Archivbild).  © dpa/Daniel Bockwoldt

Im Rhein-Main-Gebiet gibt es offenbar vergleichsweise wenige unerkannte Infektionen mit dem Coronavirus. Das legt eine neue, unrepräsentative hessische Studie nahe, die am Dienstag in Wiesbaden vorgestellt wurde.

Demnach wurden von 1000 Studienteilnehmern sechs positiv getestet, vier davon wussten nichts von ihrer Infektion. "Unsere Ergebnisse sprechen für eine geringere Infektionsrate in der Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet", erklärte Sandra Ciesek, Direktorin der Medizinischen Virologie des Universitätsklinikums in Frankfurt. Die Studie wurde zusammen mit dem Institut für Virologie der Philipps-Universität Marburg erstellt.

Untersucht worden waren Mitte April 1000 freiwillige Mitarbeiter von Infraserv, dem Standortbetreiber des Industriepark Höchst in Frankfurt. Die Virologen nahmen Nasen-Rachen-Abstrich und eine Blutprobe, um auch überstandene Infektionen zu erkennen. Bei einem der Teilnehmer wurde eine akute Infektion festgestellt, bei fünf Personen wurden Antikörper als Zeichen einer überstandenen Infektion gefunden.

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Update, 26. Mai, 13.44 Uhr: Teddybären sorgen in Restaurant für gebotenen Mindestabstand

Um den angeordneten Mindestabstand zwischen seinen Gästen zu gewährleisten, hat ein Restaurant Teddybären an seine Tische gesetzt.

Dies sei viel freundlicher als Absperrbänder oder Plexiglasscheiben zu verwenden, begründet Geschäftsführer Musa Gezer die ungewöhnliche Idee. Insgesamt sitzen 16 Plüschtiere im Gastraum des "Beef'n Beer" in Hofheim (Main-Taunus-Kreis) und sorgen bei den Besuchern für ein Lächeln.

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Teddybären sitzen im Gastraum des Hofheimer Restaurants "Beef'n Beer" an Tischen um den angeordneten Mindestabstand zwischen den Gästen zu gewährleisten.
Teddybären sitzen im Gastraum des Hofheimer Restaurants "Beef'n Beer" an Tischen um den angeordneten Mindestabstand zwischen den Gästen zu gewährleisten.  © DPA/Arne Dedert

Update, 26. Mai, 12.35 Uhr: 112 Infizierte durch Corona-Ausbruch nach Gottesdienst

Nach dem Covid-19-Ausbruch im Umfeld einer freien baptistischen Gemeinde in Frankfurt (TAG24 berichtete) verfolgen Gesundheits-Behörden weiter mögliche Infektions-Ketten.

Aktuell würden noch 150 Personen überprüft, die mit einem Corona-Infizierten Kontakt hatten, erklärte René Gottschalk, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt am Dienstag. Es gebe aktuell 112 bestätigte Covid-19-Fälle.

Update, 25. Mai, 16.45 Uhr: Offenbar Gemeindegesang ohne Schutzmasken vor Corona-Ausbruch

Nach Bekanntwerden von mehr als 100 Covid-19-Infektionen im Umfeld einer freien baptistischen Gemeinde in Frankfurt hatte die Gemeinde zunächst betont, alle Schutzregeln seien eingehalten worden.

Der notwendige Abstand sei gewahrt, Desinfektionsmittel bereitgehalten worden. Ein am Montag auf der Webseite der Gemeinde veröffentlichtes Schreiben räumt allerdings Versäumnisse ein.

"Im Nachhinein betrachtet wäre es für uns angebracht, beim Gottesdienst Mund-Nasen-Schutz-Bedeckungen zu tragen und auf den gemeinsamen Gesang zu verzichten", hieß es in der Stellungnahme.

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Das Gemeindehaus der Evangeliums Christen Baptisten in Frankfurt: Nach einem Gottesdienst in der Kirchengemeinde vor gut zwei Wochen sind mehr als 100 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
Das Gemeindehaus der Evangeliums Christen Baptisten in Frankfurt: Nach einem Gottesdienst in der Kirchengemeinde vor gut zwei Wochen sind mehr als 100 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.  © DPA/Arne Dedert

Update, 25. Mai, 15.15 Uhr: Sozialministerium bestätigt nur einstelligen Anstieg der Zahl der Corona-Infizierten

In Hessen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infizierten am Montag nur einstellig gestiegen. Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, sind seit Beginn der Pandemie 9770 Betroffene in der Statistik erfasst worden, 8 mehr als noch am Sonntag. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, blieb unverändert zum Vortag bei 460.

Damit bestätigte das Sozialministerium von Hessen die Zahlen, welche das Robert Koch-Institut (RKI) bereits in der Nacht zu Montag veröffentlicht hatte.

In der Statistik des Ministeriums werden nur Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine Datenbank eingegeben wurden. Die Angaben können nachträglich nach unten oder nach oben korrigiert werden, etwa wenn Fälle nachgemeldet werden.

Bei den regionalen Zahlen sind die Städte und Kreise weiterhin deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Wenn diese Schwelle erreicht wird, drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

Update, 25. Mai, 14.04 Uhr: Über 50 Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdacht bei Corona-Hilfen

Betrug bei der Corona-Hilfe für Unternehmen ist ein Fall für die Polizei (Symbolbild).
Betrug bei der Corona-Hilfe für Unternehmen ist ein Fall für die Polizei (Symbolbild).  © Montage: Jan Woitas/dpa, Alex Talash/dpa

Die Strafverfolgungsbehörden in Hessen haben mehr als 50 Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts bei der Beantragung staatlicher Corona-Soforthilfen eröffnet.

Die bisherigen Ermittlungen hätten jedoch "keine Anhaltspunkte auf systematisch agierende, zusammenhängende Tätergruppierungen ergeben", teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Montag mit.

Insgesamt gebe es bislang etwa 150 bis 200 Verdachtsfälle, sagte ein Sprecher der Behörde. Mitunter existierten Unternehmen, für die Hilfsgelder beantragt werden, gar nicht oder die Mitarbeiterzahl werde im Antrag höher angegeben.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt koordiniert seit Anfang Mai 2020 die Ermittlungen im Land zu diesem Komplex. Eingebunden sind dabei die Staatsanwaltschaften, das Landeskriminalamt (LKA) sowie die Finanzverwaltung. Die einzelnen Ermittlungsverfahren werden von den örtlich zuständigen Staatsanwaltschaften geführt.

Seit dem 30. März können Unternehmen in Hessen online einen Antrag auf Soforthilfe des Landes stellen. Abgearbeitet werden die Anträge federführend vom Regierungspräsidium (RP) Kassel.

Bislang sind den Angaben zufolge 127.530 Anträge beim RP Kassel eingegangen, von denen mehr als 88 Prozent schon geprüft worden seien. Gemessen an diesen Gesamtzahlen bewegt sich die Betrugsrate in Hessen nach Einschätzung der Ermittler auf niedrigem Niveau.

Update, 25. Mai, 10.50 Uhr: Kirchenpräsident sieht Corona-Krise nicht als Strafe Gottes an

Die Corona-Pandemie darf nach Ansicht von Kirchenpräsident Volker Jung nicht als Strafe Gottes gedeutet werden. "Das kann und darf heute so nicht gesagt werden", schrieb der Präsident der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau am Montag in einem Gastbeitrag für mehrere Zeitungen.

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Kirchenpräsident Volker Jung warnt vor den in der Corona-Krise kursierenden Verschwörungs-Theorien (Archivbild).
Kirchenpräsident Volker Jung warnt vor den in der Corona-Krise kursierenden Verschwörungs-Theorien (Archivbild).  © DPA/Arne Dedert

Update, 24. Mai, 16.27: Sozialministerium in Hessen legt Corona-Zahlen vor

Die Zahl der Corona-Infektionen in Hessen hat sich im Vergleich zu Samstag um 92 Fälle erhöht (Symbolbild).
Die Zahl der Corona-Infektionen in Hessen hat sich im Vergleich zu Samstag um 92 Fälle erhöht (Symbolbild).  © 123RF/everythingpossible

In Hessen ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle von Samstag auf Sonntag um 92 auf 9762 gestiegen. Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, sind seit Beginn der Pandemie bis Sonntag (Stand 14 Uhr) 460 Menschen an oder mit der Krankheit gestorben, zwei mehr als am Samstag.

Damit bestätigte das Sozialministerium die Zahlen, die das Robert Koch-Institut (RKI) bereits in der Nacht zu Sonntag für Hessen veröffentlicht hatte.

Bei den regionalen Zahlen der Corona-Fällen sind die Städte und Gemeinden weiterhin ein gutes Stück von der Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Wenn diese erreicht wird, drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

In den meisten Fällen war die Zahl der Neuinfektionen einstellig. Am höchsten war diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt mit 18, gefolgt von Wiesbaden mit 15 und dem Kreis Main-Taunus mit 13.

Zweistellig war sie auch in der Stadt Offenbach (11) und im Kreis Offenbach (10). Im Vogelsbergkreis und im Lahn-Dill-Kreis betrug sie null.

Update, 24. Mai, 16.17 Uhr: Mindestens 107 Corona-Infektionen nach Gottesdienst in Frankfurt

Nach einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt haben sich mindestens 107 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Zuvor war von mehr als als 40 Infizierten die Rede gewesen.

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Besucher mit Gesichtsmasken nehmen unter Einhaltung der Sicherheitsabstände an einem Gottesdienst teil (Archivbild).
Besucher mit Gesichtsmasken nehmen unter Einhaltung der Sicherheitsabstände an einem Gottesdienst teil (Archivbild).  © Christoph Soeder/dpa

Update, 24. Mai, 15.43: Blumentopf-Anschlag auf Polizistin nach Corona-Einsatz in Frankfurt

In Frankfurt kam es nach einem Corona-Einsatz der Polizei in der Nacht zu Sonntag offenbar zu einem gezielten Anschlag: Beinahe wäre eine junge Polizistin mit einem 20-Kilo-Blumentopf erschlagen worden.

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Dieses Foto zeigt den zertrümmerten Blumenkübel am Mainufer in Frankfurt.
Dieses Foto zeigt den zertrümmerten Blumenkübel am Mainufer in Frankfurt.  © Polizeipräsidium Frankfurt

Update, 24. Mai, 14.55 Uhr: Zwei Altenheime wegen 30 Corona-Fällen unter Quarantäne

Wegen 30 Corona-Fällen stehen in Wiesbaden zwei Altenheime unter Quarantäne.

In dem einen seien insgesamt 26 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden, teilte die Stadt am Sonntag mit. Betroffen seien 18 Bewohner und 8 Pflegekräfte.

In dem anderen Altenheim wurden vier Fälle gemeldet, drei Bewohner und eine Pflegekraft.

Zwei Altenheime in Wiesbaden stehen unter Quarantäne (Symbolbild).
Zwei Altenheime in Wiesbaden stehen unter Quarantäne (Symbolbild).  © Daniel Karmann/dpa

Update, 24. Mai, 7.07 Uhr: Corona-Krise bringt RMV Einnahmeverluste im Jubiläumsjahr

Leere Busse und Bahnen in der Corona-Krise haben für hohe Einnahmeverluste im öffentlichen Nahverkehr gesorgt. Zahlen dazu stünden noch nicht fest, sagte der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), Knut Ringat, der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit liefen Feststellungen und Gespräche, wie groß der Schaden sei. Unklar sei auch, wie sich die Situation entwickele. Die Einnahmeausfälle müssten über öffentliche Mittel ausgeglichen werden. Zwischenzeitlich seien die Fahrgastzahlen auf 10 bis 20 Prozent zurückgegangen.

"Der RMV hat in Abstimmung mit dem Land und den Gesellschaftern die Verkehrsunternehmen mit Unterstützung von Land und Kommunen unverändert weiter bezahlt. Sonst hätten wir in kürzester Zeit eine Welle an Insolvenzen bei den Verkehrsunternehmen", sagte Ringat.

Derzeit füllten sich die Busse und Bahnen allmählich wieder. "Wir werden wahrscheinlich bis 2022 oder 2024 brauchen, bis wir die früheren Fahrgastzahlen wieder haben. Momentan ist das ein Blick in die Glaskugel", sagte Ringat. Der RMV biete alle Kapazitäten zum Schutz der Fahrgäste auf.

Investitionen in neue Schienenwege müsse es dennoch weiter geben. Der vom Bund angedachte Fernbahntunnel unter dem Frankfurter Hauptbahnhof etwa sei alternativlos. Auch andere Investitionen müssten stattfinden, etwa in einen Schienenring rund um Frankfurt. Der RMV besteht kommenden Donnerstag (28. Mai) seit 25 Jahren.

Update, 23. Mai, 17.20 Uhr: Erneut Proteste gegen Corona-Einschränkungen in Hessen

Aus Protest gegen die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie sind in Hessen Menschen in mehreren Städten auf die Straße gegangen. Bei einer Demonstration in Frankfurt unter dem Motto "Hände weg vom Grundgesetz" zählte die Polizei rund 200 Teilnehmer. Es habe auch einen Protest gegen diese Veranstaltung gegeben, mit etwa 100 Teilnehmern.

Bei der Haupt-Versammlung hätten einige Teilnehmer die vorgeschriebenen Abstände nicht eingehalten und keine Gesichtsmaske getragen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Auch nach Hinweisen hätten sie dies nicht geändert. Die Beamten hätten die Personalien festgestellt, wegen der Verstöße würden Bußgeldverfahren eingeleitet.

In Büdingen (Wetteraukreis) gingen laut Polizei rund 20 Menschen gegen die Corona-Einschränkungen auf die Straße. In Marburg war mit einem Protest mit erwarteten 50 bis 100 Teilnehmern gerechnet worden. In diesem Fall war laut Polizei ebenfalls eine Gegendemonstration angekündigt gewesen.

Die Polizei fordert einen Mann in Frankfurt dazu auf, bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen seinen Mundschutz zu tragen.
Die Polizei fordert einen Mann in Frankfurt dazu auf, bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen seinen Mundschutz zu tragen.  © Boris Roessler/dpa

Update, 23. Mai, 16.15 Uhr: Sozialministerium nennt Zahlen zu Infektionen und Todesfällen

Corona-Pandemie in Frankfurt und ganz Hessen: Die Zahl der Infizierten steigt weiter langsam an (Symbolbild).
Corona-Pandemie in Frankfurt und ganz Hessen: Die Zahl der Infizierten steigt weiter langsam an (Symbolbild).  © Andreas Arnold/dpa

In Hessen ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle geringfügig gestiegen. Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, sind bis Samstag (Stand 14 Uhr) seit Beginn der Pandemie 9670 Betroffene gezählt worden, 14 mehr als am Tag zuvor. An der Krankheit war ein Mensch mehr gestorben, die Zahl der Todesfälle erhöhte sich damit auf 458.

Damit bestätigte das Sozialministerium von Hessen die Zahlen, die in der Nacht zum Samstag auch vom Robert Koch-Institut (RKI) für Hessen veröffentlicht wurden.

In der Statistik des Ministeriums werden nur Angaben erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingegeben wurden.

Bei den regionalen Zahlen der Corona-Fällen sind die Städte und Gemeinden weiterhin ein gutes Stück von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Wenn diese erreicht wird, drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

In den meisten Fällen war die Zahl der Neuinfektionen einstellig.

Update, 23. Mai, 11 Uhr: Mehrere Personen bei Gottesdienst mit Corona infiziert

Mehrere Mitglieder einer Frankfurter Kirchengemeinde der Baptisten haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die genaue Anzahl ist nicht bekannt. Sechs Personen sollen sich allerdings im Krankenhaus befinden,

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Update, 23. Mai, 7.20 Uhr: Corona-Folgen verzögern Eröffnung von Hessens erstem Apfelweinmuseum

Das Geld für Hessens erstes Apfelweinmuseum ist zwar zusammengekommen, aber die Eröffnung in Hanau lässt weiter auf sich warten. "Die Corona-Beschränkungen setzen uns stark zu. Ich hoffe, dass wir im Jahresverlauf öffnen können", sagte Jörg Stier, Vorsitzender des Vereins Apfelwein-Centrum Hessen. 

Nach ursprünglichen Planungen sollte die Eröffnung längst bevorstehen. Doch die Auswirkungen der Viruspandemie und die Sicherheitsvorkehrungen vor der Lungenkrankheit verzögern alles.

Die Investitionen von 90.000 Euro fürs Museum sind wenigstens schon mal gesichert. Die zuletzt bestehende Lücke von 30.000 Euro ist geschlossen. "FrankfurtRheinMain - Verein zur Förderung der Standortentwicklung" und der Regionalverband engagierten sich finanziell, sagte Stier. Zuvor hatten bereits der Main-Kinzig-Kreis (45.000 Euro) und die Stadt Hanau (15.000 Euro) die Museums-Idee mit Fördermitteln unterstützt.

In dem 50 Quadratmeter großen Mini-Museum neben einem Feinkostladen sollen Besucher bei freiem Eintritt Wissenswertes rund ums "Stöffche" erfahren. Dabei geht es unter anderem um das Handwerk des Kelterns und die Verbreitung des Apfelweins in der Welt. 

Der Hingucker soll der "größte Bembel der Welt" werden. Dabei handelt es sich um das typisch graue Gefäß mit seinen blauen Verzierungen - allerdings mit einem Fassungsvermögen von knapp 700 Litern und einer Höhe von 1,70 Meter. 

Als Beleg für die Einmaligkeit des Bembels hat Stier ein Zertifikat vom "Guinnessbuch der Rekorde". Passend dazu will er ein riesiges Apfelweinglas mit den typischen rautenförmigen Einkerbungen präsentieren, das 84 Liter fasst.

Die Kosten für den laufenden Betrieb des Museums am Heumarkt in der Hanauer Innenstadt will der Verein über Eintrittsgelder für Veranstaltungen erwirtschaften. Doch dabei tut sich wegen der Corona-Krise bereits das nächste Problem auf. Derzeit dürften sich aufgrund der Abstandsregeln gerade einmal fünf Menschen gleichzeitig dort aufhalten, statt mehr als zwei Dutzend wie geplant.

Update, 22. Mai, 16.18 Uhr: Frankfurter Bordell-Betreiber wehren sich gegen Schließung

Frankfurter Bordell-Betreiber wehren sich in einem Eilverfahren dagegen, dass ihre Bordelle in der Corona-Krise weiterhin geschlossen bleiben sollen.

Ein entsprechender Antrag ging am Mittwoch beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel ein, wie ein Sprecher des VGH am Freitag auf Anfrage mitteilte. Der Antrag richtet sich demnach gegen die Corona-Verordnung des Landes Hessen.

Geltend machen wollen die elf Bordell-Betreiber insbesondere einen Verstoß gegen die Berufsfreiheit. Wann eine Entscheidung abzusehen ist, war zunächst noch offen.

Das Land Hessen kann nun zu dem Eilantrag Stellung nehmen, wie der Sprecher weiter erklärte. In Hessen waren zuletzt zahlreiche Corona-Maßnahmen gelockert worden. Bordelle dürfen laut der Corona-Verordnung aber auch weiterhin nicht öffnen. Die Bordell-Betreiber haben dem VGH zufolge auch ein Hygiene-Konzept für die Wiedereröffnung vorgelegt.

Update, 22. Mai, 16.25 Uhr: Kein Kreis in Hessen in der Nähe der 50-Fälle-Schwelle

In Hessen liegen weiterhin alle Kreise und Städte weit unter der zulässigen Schwelle für Neuinfektionen. Den höchsten Wert hat aktuell Frankfurt, wo es in dieser Woche viele Corona-Infektionen in einem Flüchtlingsheim gab. Keinen einzigen bestätigten Fall gab es in der zurückliegenden Woche im Vogelsbergkreis.

Wie das Sozialministerium in Wiesbaden am Freitag mitteilte, liegt die Zahl der insgesamt seit Beginn der Tests bestätigten Fälle in Hessen bei 9656, das waren 82 mehr als am Vortag.

In den letzten sieben Tagen kamen 423 Neuinfektionen dazu. 457 Menschen sind bisher in Hessen an Covid-19 gestorben, von Donnerstag auf Freitag kamen sechs Todesfälle dazu.

Bund und Länder hatten festgelegt, dass Beschränkungen verhängt werden müssen, wenn es in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt in einer Woche mehr als 50 neue Fälle je 100.000 Einwohner gibt.

Die anteilig meisten neuen Infektionen in den vergangenen sieben Tagen gab es in Frankfurt: Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz lag am Freitag bei 18 pro 100.000 Einwohnern. Danach folgten Wiesbaden mit 12 und der Main-Taunus-Kreis, Stadt und Kreis Offenbach mit 11.

Die meisten Todesfälle (60) gibt es weiterhin im Odenwaldkreis, Frankfurt liegt mit 59 dicht auf. In der Statistik des Ministeriums werden nur Angaben erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt worden sind.

Update, 22. Mai, 15.17 Uhr: Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Frankfurt geplant

In Frankfurt sind am Wochenende knapp zehn Demonstrationen geplant. Etwa 900 Menschen sollen bei den verschiedenen Protesten auf die Straße gehen.

Unter anderem seien mehrere Aktionen gegen die Corona-Beschränkungen angemeldet, teilte das Ordnungsamt in Frankfurt mit.

Nach Angaben der Behörde hatte ein privater Veranstalter für Samstag rund 500 Personen für eine Demonstration angekündigt. Weitere 40 Menschen würden bei einem weiteren Protest erwartet. Am Sonntag sollen zudem 50 Leute bei einer anderen Demonstration gegen Grundrechts-Einschränkungen protestieren.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte es in der Frankfurter Innenstadt mehrere Demos gegeben. Am Rossmarkt musste die Polizei eingreifen, als Teilnehmer einer rechten und einer linken Kundgebung aneinander gerieten.
Bereits am vergangenen Wochenende hatte es in der Frankfurter Innenstadt mehrere Demos gegeben. Am Rossmarkt musste die Polizei eingreifen, als Teilnehmer einer rechten und einer linken Kundgebung aneinander gerieten.  © dpa/Boris Rössler

Update, 22. Mai, 15.01 Uhr: Oper Frankfurt öffnet für 100 Besucher

Die Oper Frankfurt tastet sich mit kleiner Besetzung und stark reduzierter Platz-Zahl an eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs heran.

Nachdem das Land Hessen die Auflagen für Kultur-Veranstaltungen gelockert hat, wollte man "so schnell wie möglich wieder live vor Publikum spielen", teilte das mehrfach ausgezeichnete Opernhaus am Freitag mit. Um Zuschauern und Künstlern einen sicheren Theater-Abend zu bieten, werde intensiv an der Erstellung eines Hygiene-Konzeptes gearbeitet.

Als erste Vorstellung nach der Zwangs-Schließung ist am kommenden Freitag (29. Mai) ein Gesangs-Abend mit der schwedischen Sopranistin Maria Bengtsson angekündigt. Mit ihr treten nur ihre Klavier-Partnerin, eine weitere Sängerin und einige Orchester-Mitglieder auf.

In den Zuschauer-Raum dürfen nur 100 Besucher. Sie müssen die geltenden Abstands-Regeln einhalten, eine Mund-Nasen-Bedeckungen tragen, bis sie ihre Sitzplätze eingenommen haben, und ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Update, 22. Mai, 13.20 Uhr: Justiz befürchtet Überlastung durch Verfahren um Flugtickets

Die Frankfurter Justiz fürchtet eine nicht zu bewältigende Klagewelle, weil Fluggesellschaften in der Corona-Krise stornierte Flüge nicht rechtzeitig erstatten. "Wir erwarten, dass sich Luftverkehrsunternehmen rechtstreu verhalten und gesetzliche Verpflichtungen zur Rückerstattung von stornierten Tickets erfüllen", erklärte am Freitag der Vize-Präsident des Amtsgerichts Frankfurt, Frank Richter. Am Mittwoch hatte das Verbraucherportal "Flightright" angekündigt, im Namen von rund 20.000 Passagieren bei den Gesellschaften Lufthansa und Ryanair ausstehende Gelder einzuklagen. Zusammengenommen gehe es um rund 20 Millionen Euro.

Bislang seien nur vereinzelt Klagen eingegangen, sagte Vize-Präsident Richter. Die Fluggesellschaften verzögern derzeit Barerstattungen und versuchen stattdessen die Kunden mit Gutscheinen ruhigzustellen. Eine verbindliche Gutscheinlösung ist allerdings am Veto der Europäischen Kommission gescheitert, so dass nach gültiger Rechtslage mit wenigen Tagen Frist zurückgezahlt werden müsste. Die Lufthansa allein hat das Volumen der fraglichen Kundengelder auf 1,8 Milliarden Euro beziffert.

Das Amtsgericht sieht sich zu Inkassozwecken missbraucht. Massenhafte Verfahren, über die alle einzeln entschieden werden müsste, würden die Kammer über die Belastungsgrenze bringen, sagte Richter. Er appellierte an die Beteiligten: "Sofern eine klare gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung besteht, sollten Gerichtsverfahren zur Feststellung eines Schuldverhältnisses eigentlich nicht erforderlich sein."

Update, 22. Mai, 13.18 Uhr: Weitere Infektionen in Frankfurter Flüchtlingsheim

In einer Frankfurter Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Stadtteil Bockenheim, haben sich sieben weitere Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Zuvor waren bereits 65 Personen positiv auf das Virus getestet worden.

Update, 22. Mai, 12.57 Uhr: Bad Hersfelder Festspiele: Reduziertes Programm möglich

Der Intendant der Bad Hersfelder Festspiele, Joern Hinkel (49), denkt wegen den Folgen der Corona-Krise über ein abgespecktes Programm im Sommer 2021 nach. "Plan B ist natürlich die Reduzierung des Spielplans auf weniger Stücke. Auf gar keinen Fall möchte ich auf die Qualität und den Aufwand der Stücke verzichten, sondern eher auf die Anzahl der Inszenierungen", sagte der Chef des bundesweit bedeutenden Theater-Festivals in einem Interview mit der "Hersfelder Zeitung". An der Qualität der Stücke zugunsten eines breiteren Programms zu sparen, ist für Hinkel kein Thema: "Das spüren die Zuschauer und bleiben im kommenden Jahr weg."

Hinkel hofft, im Sommer 2021 das für diese Saison ausgefallene Programm nachzuholen - wenn ein entsprechendes Budget zur Verfügung steht: "Bestmöglich wäre, wenn wir den gleichen Etat hätten, die gleiche Spielzeitlänge und die gleiche Anzahl der Stücke." Mitentscheidend sei, wie sich Sponsoren und Unterstützer bei einem schmaleren Programm verhalten und womöglich Fördermittel kürzen.

Hinkel sagte, dass die Festspiele trotz Corona dem Publikum auch in diesem Sommer ein kleines Angebot machen wollen. "Wir haben verschiedene Szenarie und Ideen entwickelt und werden auf jeden Fall im Sommer etwas tun", sagte er. "Wir erarbeiten gerade ein Hygiene- und Sicherheitskonzept für die Ruine und den Stiftspark und müssen klären, wie viele Zuschauer mit welchen Abständen Platz finden. Danach ergibt sich auch die Größe dessen, was man darstellen kann."

Update, 22. Mai, 6.29 Uhr: Zoos spüren starkes Besucher-Interesse

Zweieinhalb Wochen nach den ersten Lockerungen der Coronamaßnahmen spüren die Zoos ein starkes Besucher-Interesse - auch wenn das noch keine Rückkehr zur Normalität ist. Denn für den Besuch des Frankfurter Zoos etwa müssen im Vorfeld dreistündige Zeitslots für maximal 300 Besucher gleichzeitig online gebucht werden. Ein Spontanbesuch ist dabei nicht möglich, so eine Sprecherin: "Die Zeitslots sind bis zum 31. Mai ausgebucht." Die meisten freuten sich aber trotz der Einschränkungen, dass ein Besuch überhaupt wieder möglich ist.

Im weitläufig angelegten Opel-Zoo dürfen sich bis zu tausend Besucher zeitgleich aufhalten, Zeitslots gibt es dort nicht. "Wir zählen beim Eingang, und auch beim Verlassen des Zoos", sagte Zoodirektor Thomas Kauffels. "Das muss halt gegengecheckt werden." Um sicherzustellen, dass alle Auflagen etwa zu den Abstandsregeln befolgt werden, seien derzeit neun externe Sicherheitsmitarbeiter im Einsatz, auch auf dem Parkplatz sorgten zwei Mitarbeiter dafür, dass zwischen parkenden Fahrzeugen und in den Kassenschlangen Abstände eingehalten werden.

Die Mehrheit der Besucher reagierten freundlich und hielten sich an die Regeln, hieß es in den beiden großen hessischen Zoos. "Viele sagen, sie hätten die Tiere so vermisst und sind einfach froh, wieder hier zu sein", sagte Kauffels. Für den privat geführten Opel-Zoo ist die wochenlange Schließung finanziell besonders schmerzhaft. Auch nun könnten diese Einnahmeverluste nicht wettgemacht werden: "Durch die Auflagen sind deutlich weniger Besucher im Zoo als sonst an einem Frühlingstag."

Im Frankfurter Zoo sind die Zeitslots bis Ende Mai ausgebucht.
Im Frankfurter Zoo sind die Zeitslots bis Ende Mai ausgebucht.  © Arne Dedert/dpa

Update, 21. Mai, 17.22 Uhr: Polizei zufrieden mit Einhaltung der Corona-Regeln am Vatertag

Strahlender Sonnenschein und bestes Auflugs-Wetter hat in Hessen zahlreiche Menschen, unter ihnen auch viele Vaterstags-Ausflügler, am Feiertag vor die Tür gelockt. 

Die Polizei zeigte sich dennoch landesweit zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. "Ein klar und deutliches 'nein'" teilte der Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt am Nachmittag hinsichtlich der Frage nach größeren Verstößen gegen die Corona-Verordnung mit.

Auch die anderen Polizeipräsidien in Hessen bestätigten: Es ist viel los, aber bisher gab es keine besonderen Vorkommnisse.

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Update, 21. Mai, 16.24 Uhr: 91 neue Infektionen in Hessen

In Hessen ist die Zahl der mit dem neuen Coronavirus gestorbenen Menschen von Mittwoch auf Donnerstag um 5 auf nunmehr 451 gestiegen.

Die Zahl der bestätigten Infektionen im Land kletterte um 91 auf 9574, wie das Sozialministerium in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. 

Auf die meisten Todesfälle kommen demnach in der Pandemie bislang der Odenwaldkreis mit 60 und Frankfurt mit 58. Die anteilig meisten Infektionen in den vergangenen sieben Tagen gab es in Frankfurt mit 17 pro 100.000 Einwohnern sowie in Wiesbaden mit 12.

Diese Zahlen liegen aber deutlich unter der von Bund und Ländern festgelegten Quote von 50 Fällen je 100.000 Einwohner in der jeweils zurückliegenden Woche. Wird dieser Wert in einem Kreis oder einer Stadt überschritten, sollen neue Beschränkungen verhängt werden.

Der Lahn-Dill-Kreis und der Vogelsbergkreis kommen weiter auf 0. Im Kreis Marburg-Biedenkopf war das am Mittwoch noch der Fall, am Donnerstag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 1.

Update, 21. Mai, 8 Uhr: Hahn will für Passagiergeschäft öffnen

Nach einer mehrwöchigen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie rechnet der Hunsrück-Flughafen Mitte Juni mit einem Neustart seines Passagierverkehrs. Nach der erwarteten Aufhebung der weltweiten Reisewarnung für deutsche Touristen in der EU am 14. Juni zugunsten individueller Reisehinweise für einzelne Länder würden wieder regelmäßige Passagierflüge erwartet, teilt Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Die Corona-Hygieneregeln würden strikt beachtet. Der Europa-Tourismus werde allerdings vorerst deutlich unter Vor-Corona-Niveau anlaufen.

Regelmäßig sollen hier wieder Passagierflugzeuge ankommen und abfliegen.
Regelmäßig sollen hier wieder Passagierflugzeuge ankommen und abfliegen.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 21. Mai, 7.10 Uhr: Corona trifft Club-Betreiber hart

Für die Betreiber von Clubs und Discotheken hat die Corona-Krise besonders langwierige Auswirkungen. "Wir gehen davon aus, dass wir die letzten sind, die in den normalen Betrieb zurückkehren werden", sagt Carsten Schack vom "Kulturzentrum Schlachthof" in Wiesbaden. Normalerweise gibt es dort etwa 500 Veranstaltungen mit 300.000 Besuchern im Jahr. Um die 30 Mitarbeiter seien aktuell in Kurzarbeit. 

Vor dem Herbst werde sicher nichts mehr passieren, meint er. "Und wenn wir wieder aufmachen, haben wir ein Programm wie ein grupftes Hühnchen." So sei völlig unklar, ob Bands und Künstler aus dem Ausland dann auf der Bühne stehen könnten, ergänzt sein Kollege Hendrik Seipel-Rotter.

Events auf Abstand für bis zu 100 Leuten sollen im "Schlachthof" erstmal nicht stattfinden. Zum einen, weil sie sich nicht vorstellen könnten, dass da ein gutes Ambiente aufkäme und zum anderen, weil die Veranstalter dann draufzahlen müssten. Bei einer Spendenaktion für den "Schlachthof" wurden nach Angaben von Seipel-Rotter bislang 140.000 Euro eingesammelt.

Darüber hinaus beteiligt sich der "Schlachthof", so wie zahlreiche andere Clubs im Rhein-Main-Gebiet, an der Aktion "United We Stream". Nach Berliner Vorbild werden auf einer Internetplattform live DJ-Sets und Konzerte direkt aus den Clubs übertragen. Durch Crowdfunding soll die Szene dabei finanziell unterstützt werden.

Update, 20. Mai, 16.52 Uhr: Schwimmbäder in Hessen öffnen zunächst nur für Vereinssport

Mitglieder von Schwimmvereinen dürfen ab 1. Juni in Hessen wieder ins Wasser.

Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU) kündigte am Mittwoch an, dass Frei- und Hallenbäder "unter Beachtung der im Sport vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln" für Schwimmvereine wieder öffnen.

Auch Schwimmkurse dürfen ab dann wieder stattfinden, wie das Corona-Kabinett der Landesregierung beschlossen hat.

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Die Schwimmbäder bereiten sich für die Öffnung am 1. Juni vor (Archivbild).
Die Schwimmbäder bereiten sich für die Öffnung am 1. Juni vor (Archivbild).  © DPA/Arne Dedert

Update, 20. Mai, 16.23 Uhr: Kommunen bekommen Gestaltungs-Spielraum für Kita-Öffnung

Hessens Landesregierung will den Kommunen bei der eingeschränkten Öffnung der Kitas weitgehend freie Hand lassen.

Es gebe weder Vorgaben zur Größe der erlaubten Gruppen noch zu den Räumlichkeiten für die Betreuung der kleinen Vorschulkinder, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden nach einem Treffen mit den kommunalen Spitzenverbänden.

Zum geplanten Start des eingeschränkten Regelbetriebs am 2. Juni lege das Land aber Empfehlungen vor, damit die Träger die bestehenden Hygienepläne der Einrichtungen auf die Situation anpassen können.

Einen Anspruch auf die Betreuung hätten nach wie vor Familien, in denen ein Elternteil einen systemrelevanten Beruf ausübt und der andere Elternteil ebenfalls berufstätig ist, erklärte Klose. Dieser Anspruch gelte auch für Kinder von Alleinerziehenden, die berufstätig sind oder studieren. Dazu kommen die Kinder, deren Betreuung in einer Kita vom Jugendamt angeordnet wurde.

Die weiteren freien Plätze in der Kita für alle weiteren Kinder sollen von den Trägern der Kindertages-Einrichtungen nach ihren eigenen Betreuungs-Kapazitäten und in Absprache mit dem Jugendamt vergeben werden, erklärte Klose.

Die Kriterien dafür würden von den Kommunen mit den Kita-Leitungen individuell vereinbart, da die Situation in den Kindertagesstätten regional sehr unterschiedlich sei. Entscheidende Punkte könnten dabei der anstehende Übergang in die Grundschule sowie ein besonderer Sprach- und Integrationsbedarf sein.

Update, 20. Mai, 15.47 Uhr: Mainzer Musiksommer 2020 findet statt

Das Festival Mainzer Musiksommer kann in diesem Jahr unter Corona-Auflagen stattfinden. Das Programm umfasse elf Konzerte im Kurfürstlichen Schloss, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie sei ein ausführliches Sicherheitskonzept erarbeitet worden. Jedes Konzert werde an einem Abend zweimal vor jeweils maximal 150 Besuchern gespielt. Dadurch könne ausreichend Abstand eingehalten werden.

Außerdem gebe es unter anderem Regelungen für das Personal und die Garderobe. Da das Schloss groß sei, könnten auch die Musiker geschützt werden.

"Die Künstler haben genug Platz, sowohl bei der Probe als auch auf der Bühne." Um mögliche Infektions-Ketten nachvollziehen zu können, würden die Kontaktdaten der Besucher erfasst.

Das Festival soll am 17. Juli eröffnet werden und geht bis zum 23. August. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Brahms, Schubert und Paganini.

Update, 20. Mai, 15.07 Uhr: Fast 70 Corona-Fälle in Frankfurter Flüchtlingsunterkunft

In einer Gemeinschafts-Unterkunft für Geflüchtete in Frankfurt-Bockenheim sind 65 Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden.

Auch zwei Mitarbeiterinnen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das die Einrichtung betreibt, wurden positiv getestet, teilte eine Sprecherin der Stadt Frankfurt am Mittwoch mit. 

Nach Angaben der Stadt hat bisher nur ein infizierter Mann Symptome entwickelt und wird in einem Krankenhaus behandelt. Die Erkrankung dieses Mannes war den Angaben zufolge der Anlass zu weiteren Tests.

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Update, 20. Mai, 13.50 Uhr: Corona-Krise kostet Hessen Steuereinnahmen in Milliardenhöhe

Hessen erwartet wegen der Corona-Krise einen massiven Einbruch der Steuereinnahmen (Symbolbild).
Hessen erwartet wegen der Corona-Krise einen massiven Einbruch der Steuereinnahmen (Symbolbild).  © Daniel Reinhardt/dpa

Hessen erwartet wegen der Auswirkungen der Corona-Krise einen massiven Einbruch der Steuereinnahmen. Die aktuelle Steuerschätzung sage fast drei Milliarden Euro weniger Einnahmen für das laufende Jahr voraus, teilte Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden mit. Bis zum Jahr 2023 sei mit Ausfällen von insgesamt 6,4 Milliarden Euro zu rechnen.

So einen Einbruch der Steuereinnahmen habe es im Land noch nie gegeben, betonte der Finanzminister. "Das ist schmerzhaft, aber Hessen ist wie kaum ein anders Land fähig, mit dieser Krise auch finanzpolitisch umzugehen." Die Corona-Krise koste durch Einnahmeausfälle und erhebliche Mehrausgaben viel Geld. Dieses Geld sei aber gut investiert, versicherte Boddenberg. Bei den Finanzhilfen gehe es vor allem darum, die gesundheitliche Versorgung im Kampf gegen das Coronavirus zu stärken und die gravierenden wirtschaftlichen Folgen für viele Bürger und Unternehmen aufzufangen.

Noch im Sommer solle ein zweiter Nachtragshaushalt im hessischen Landtag verabschiedet werden, um auf die aktuelle Entwicklung zu reagieren, kündigte der Finanzminister an. Das Parlament werde voraussichtlich in einer Sondersitzung am 16. Juni erstmals über den Nachtragshaushalt beraten. In der Plenarsitzung noch vor der Sommerpause soll es dann die zweite und dritte Lesung mit der Verabschiedung des Zahlenwerkes geben.

Die Corona-Krise werde auch die Landkreise, Städte und Gemeinden in Hessen hart treffen, sagte Boddenberg an. Die Steuerschätzer erwarteten für die Kommunen Verluste im Vergleich zur bisherigen Steuerschätzung von 1,4 Milliarden Euro in diesem Jahr. Bis zum Jahr 2023 würden sich diese Ausfälle auf über 3,5 Milliarden Euro summieren. "Wir werden unsere Kommunen auch in dieser Situation nicht alleine lassen", versicherte der CDU-Politiker.

Update, 20. Mai, 12.02 Uhr: Corona-Krise verschafft Umwelt in Hessen kleine Atempause

Die Corona-Krise mit deutlich weniger Verkehr hat für sauberere Luft und weniger Lärm in Hessen gesorgt.

Die Pandemie habe zu einer kleinen Atempause für die Umwelt geführt, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden. Das belegten Messungen und Berechnungen des Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zum Schadstoffausstoß im Straßen- und Flugverkehr.

Diese Daten zeigten ganz klar, dass weniger Verkehr zu weniger Abgasen führe, erklärte HLNUG-Präsident Thomas Schmid. Das gelte besonders beim Stickstoffdioxid. Diese Entwicklung sei aber kein Anlass, die Maßnahmen der Luftreinhalteplanung infrage zu stellen.

Der Corona-Effekt werde nur von kurzer Dauer sei, weil sich der Straßenverkehr bereits wieder normalisiert. Damit kehrten auch die alten Immissionsbelastungen wieder zurück.

Update, 20. Mai, 11.05 Uhr: Piloten-Gewerkschaft warnt vor Insolvenz-Lösung bei Lufthansa

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat vor einer Insolvenz in Eigenverwaltung bei der infolge der Corona-Krise angeschlagenen Lufthansa gewarnt. Sie würde eine "schwerwiegende Vertrauenskrise von Mitarbeitern, Kunden, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in das Unternehmen auslösen und die Zukunft deutscher Airlines nachhaltig gefährden", erklärte VC-Präsident Markus Wahl am Mittwoch in Frankfurt.

Das Unternehmen prüft dieses Schutzschirmverfahren für den Fall, dass eine umfangreiche Staatshilfe in den derzeit laufenden Gesprächen mit der Bundesregierung nicht zustande kommt. Die Piloten mahnten die Beteiligten, die Verhandlungen nicht am Streit über Details zur möglichen Staatsbeteiligung scheitern zu lassen.

Starke Airlines wie die Lufthansa seien für eine Exportnation wie Deutschland unentbehrlich, mahnte Wahl.

Das Foto vom 6. Mai zeigt infolge der Corona-Krise stillgelegte Passagiermaschine der Lufthansa auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens.
Das Foto vom 6. Mai zeigt infolge der Corona-Krise stillgelegte Passagiermaschine der Lufthansa auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens.  © Boris Roessler/dpa

Update, 20. Mai, 7.20 Uhr: Neue Technik am Hauptbahnhof Frankfurt als Reaktion auf Corona

Die Deutsche Bahn erwartet in den kommenden Tagen und Wochen wieder eine Zunahme beim Fahrgast-Aufkommen. Dieses war infolge der Corona-Krise stark zurückgegangen.

Am Hauptbahnhof Frankfurt bereitet sich das Unternehmen mit neuer Technik auf vollere Züge vor.

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Dieses Bild soll bald der Vergangenheit angehören. Auf dem Frankfurter Hauptbahnhof werden wieder wesentlich mehr Fahrgäste erwartet.
Dieses Bild soll bald der Vergangenheit angehören. Auf dem Frankfurter Hauptbahnhof werden wieder wesentlich mehr Fahrgäste erwartet.  © dpa/Andreas Arnold

Update, 20. Mai, 6.05 Uhr: Ministerin informiert über Corona-Krise und Luftqualität in Hessen

Hat die Corona-Krise positive Auswirkungen auf die Umwelt in Hessen? Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) wird am heutigen Mittwoch (11 Uhr) in Wiesbaden Messungen und Berechnungen des Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie präsentieren.

Diesen Daten zufolge hat sich durch den Rückgang des Straßenverkehrs während des Corona-Lockdowns die Luftqualität verbessert. Auch wurden demnach weniger klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen. Der Präsident des Landesamtes, Thomas Schmid, wird als Experte die Daten erklären und einordnen.

Update, 19. Mai, 16.33 Uhr: Kindertagespflege öffnet wieder

Ab Anfang nächster Woche dürfen Kinder in Hessen wieder ihre Kindertagespflege besuchen. Mit dieser Corona-Lockerung würden gerade Eltern mit Kindern unter drei Jahren entlastet, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Dienstag in Wiesbaden nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss.

Die Landesregierung habe zudem eine Härtefallregelung für diejenigen Familien geschaffen, für die der Wegfall des Kita-Betreuungsangebotes eine besondere Härte im Alltag darstellt. Die Entscheidung, ob die Härtefallregelung greift, trifft nach Angaben des Ministers das Jugendamt. Ein weiterer Beschluss sei, dass auch Kinder mit einer Behinderung ab dem 25. Mai in die Notbetreuung gehen dürfen.

Als weitere Lockerung in der Corona-Krise gelte, dass eine Ein- oder Rückreise aus vielen europäischen Ländern nach Hessen wieder möglich ist, ohne sich danach in Quarantäne begeben zu müssen. 

Das gelte allerdings nicht für Regionen, in den die Zahl der Neuinfizierten mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage aufweist, schränkte Klose ein.

Update, 19. Mai, 15 Uhr: 9368 Menschen in Hessen mit Coronavirus infiziert

In Hessen gibt es mittlerweile 9368 Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg im Vergleich zum Vortag um 31 Fälle, wie das Sozialministerium am Dienstag mitteilte (Stand 14 Uhr). Drei weitere Menschen starben demnach an den Folgen einer Infektion. Mittlerweile werden insgesamt 442 Todesfälle in Hessen mit Covid-19 in Verbindung gebracht. In der Statistik des Ministeriums werden nur Angaben erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die Städte und Gemeinden weiterhin ein gutes Stück von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Wird diese erreicht, drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. 

Die höchsten Werte liegen der Statistik des Ministeriums zufolge bei 14 im Odenwaldkreis und 13 in Wiesbaden. In den mittelhessischen Kreisen Lahn-Dill, Vogelsberg und Marburg-Biedenkopf liegt der Wert bei Null.

Update, 19. Mai, 14.39 Uhr: Bahn testet wegen Coronavirus Technik zu Entkeimung von Rolltreppen

Um Fahrgäste vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, wird an zwei Rolltreppen am Frankfurter Hauptbahnhof eine spezielle Reinigung mit UV-Licht getestet. Die Anlage sorge dafür, dass die Handläufe der Treppen keimfrei seien, sagte Bahnhofsmanager Hartmut Schwarz am Dienstag. Sie sei voraussichtlich ab diesem Mittwoch in Betrieb und reinige die Handläufe der Treppen, die von der S-Bahn hinauf in die Bahnhofshalle führen. Sie werde zunächst für vier Wochen getestet, bevor sie an anderer Stelle in Frankfurt oder an anderen Bahnhöfen eingesetzt werden könne.

Die Zahl der täglichen Besucher und Fahrgäste, die den Frankfurter Hauptbahnhof passieren, beträgt wegen der Pandemie derzeit mit rund 100.000 nur rund ein Fünftel. Sie steige nach und nach wieder an, sagte Schwarz. Bis zum Pfingstwochenende rechne er mit einer weiteren Zunahme.

Zur Vorbereitung auf den erwarteten Zuwachs hat die Bahn unter anderem Abstandsmarkierungen auf den Boden vor den Schaltern und Imbissbuden geklebt sowie Hinweistafeln und Spender mit Desinfektionsmitteln aufgestellt. Jeder zweite Sitzplatz im Wartebereich wurde abgeklebt. Türgriffe, Knöpfe und Touchscreens würden zudem häufiger gereinigt und desinfiziert, sagte Schwarz. Hinzu komme das Angebot an die Reisenden, sich im öffentlichen WC kostenlos die Hände waschen zu können.

Ein Techniker arbeitet im Frankfurter Hauptbahnhof an einer Rolltreppe.
Ein Techniker arbeitet im Frankfurter Hauptbahnhof an einer Rolltreppe.  © Arne Dedert/dpa

Update, 19. Mai, 13.30 Uhr: Vatertag und Corona, Polizei setzt auf Einsicht

Hessens Sicherheitsbehörden setzen zum Vatertag am kommenden Donnerstag auf die Vernunft der Bürger in der Corona-Krise.

Da es mittlerweile wieder mit den geltenden Abstandsregeln möglich ist, sich etwa zu Wanderungen zu treffen, sei am Donnerstag keine besondere Präsenz der Polizei geplant, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Ordnungshüter setzten wie bisher auf den Dialog mit den Bürgern bei Verstößen gegen die Abstands- und Hygieneregeln. Bußgelder würden erst dann verhängt, wenn bei Kontrollen im Einzelfall ein bewusster oder wiederholter, willentlicher Verstoß festgestellt werde.

In Hessen waren zuletzt nur vereinzelt Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt worden.

Am Vatertag ist geselliges Beisammensein unter Männern Tradition (Archivbild).
Am Vatertag ist geselliges Beisammensein unter Männern Tradition (Archivbild).  © Peter Steffen/dpa

Update, 19. Mai, 13.22 Uhr: Deutlich weniger Unfälle auf Hessens Straßen wegen Corona-Krise

Im Vergleich zum Vorjahr hat es von Januar bis März deutlich weniger Unfälle auf Hessens Straßen gegeben. So wenige habe es in einem ersten Quartal noch nie gegeben, teilte ein Sprecher des Landesamtes am Dienstag mit.

Der Wert 2020 sei der wohl niedrigste seit Beginn der Statistik 1950. Ausschlaggebend für die niedrigen Zahlen sei das geringere Verkehrsaufkommen im März wegen der Corona-Krise. Die Zahl der Unfalltoten habe sich allerdings im März mit 16 ums Leben gekommenen Menschen nicht verändert. "Im März 2020 gab es gleich viele Tote wie im März 2019", sagte ein Sprecher des Landesamtes. Verletzt wurden bei Unfällen im März 1550 Menschen, das waren den Angaben zufolge 24,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Von Januar bis Ende März habe es 3690 Unfälle in Hessen gegeben, hieß es weiter. Das seien 12,6 Prozent weniger Unfälle als im selben Zeitraum 2019. Die Zahl der Verunglückten ging um 13 Prozent auf 4971 zurück. Es starben 33 Menschen aufgrund von Straßenverkehrsunfällen, 17 weniger als im ersten Quartal ein Jahr zuvor.

Update, 19. Mai, 11.42 Uhr: Bangen um die Frankfurter Buchmesse wegen Corona-Krise

Besucher schauen sich im norwegischen Ehrengast-Pavillon der Frankfurter Buchmesse 2019 Bücher an.
Besucher schauen sich im norwegischen Ehrengast-Pavillon der Frankfurter Buchmesse 2019 Bücher an.  © Andreas Arnold/dpa

Bedeutet die Corona-Krise das Aus für die berühmte Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr? Noch ist das nicht sicher. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat angekündigt, "Ende Mai" über die mögliche Ausgestaltung der Messe zu entscheiden.

"Im Moment kämpfen wir aktiv um die Frankfurter Buchmesse", sagt Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) im Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Wir werden alles tun, damit diese bedeutende Messe stattfinden kann."

Die Meinung bei den Verlagen scheint gespalten: Die einen hoffen, dass die Messe wenigstens in abgespeckter Form stattfindet. Die anderen glauben, wenn internationale Aussteller nicht anreisen können und wenig Publikum kommen darf, macht die Messe keinen Sinn.

Kurz vor der Entscheidung will sich bei der Buchmesse oder dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels niemand mehr öffentlich aus dem Fenster lehnen. "Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Organisation der Frankfurter Buchmesse 2020 mit einem hohen Maß an Unwägbarkeiten verbunden", heißt es in einem dürren Statement. Die Veranstalter gehen davon aus, dass auf jeden Fall auch im Oktober "noch eine ganze Reihe an Einschränkungen für Veranstaltungen bestehen werden".

Möglicherweise findet die Messe teilweise in den Hallen und teilweise im Internet statt. Denkbar wäre eine "Virtualisierung" zum Beispiel beim Rechtehandel oder bei gesellschaftspolitischen Diskussionen. Als die Leipziger Buchmesse im März kurz vor der Eröffnung abgesagt wurde, konnte man das schon mal üben. Es gab Aktionen im Internet und Einladungen im kleineren Kreis, der Preis der Leipziger Buchmesse wurde im Radio vergeben.

Besser als nichts, bilanzierten die Verleger nach der "virtuellen Buchmesse", aber doch kein richtiger Ersatz für persönliche Begegnungen.

Update, 19. Mai, 9.53 Uhr: Bouffier stellt Wiederaufnahme von Schwimmen für Vereine in Aussicht

Schwimmsport im Verein soll nach Ansicht von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wieder möglich sein. Nach seiner Überzeugung sollten die Schwimmbäder für das Vereinsschwimmen geöffnet werden, sagte der Regierungschef dem Sender Hit Radio FFH nach einer Mitteilung vom Dienstag.

Er glaube, "dass wir das auch sehr bald tun". Zur generellen Öffnung von Freibädern bestehe in der Corona-Pandemie allerdings ein großer Unterschied. Denn hier könne es passieren, dass 1000 Menschen vor dem Kassenhäuschen stünden. 

Er glaube nicht, dass bis September die Freibäder geschlossen bleiben müssten. Die Öffnung müsse aber verantwortbar und hessenweit abgestimmt sein. "So weit sind wir noch nicht", sagte Bouffier.

Update, 19. Mai, 5.55 Uhr: Brauereien sehen teils große Umsatzeinbrüche wegen Corona-Krise

Die Brauer in Hessen und Rheinland-Pfalz stehen wegen der Corona-Krise unter Druck und gehen von drastischen Umsatzeinbrüchen aus. Auch wenn die Gastronomie in beiden Ländern nach Wochen des Stillstands langsam unter strengen Ausnahmebedingungen wieder anläuft, sehen Brauer noch lange kein zurück zur Normalität.

"Jetzt hat es die Delle gegeben und ich weiß nicht, wo ich Licht am Ende des Tunnels sehen soll", sagte der Vorsitzende des Brauerbundes Hessen/Rheinland-Pfalz, Wolfgang Köhler, der Deutschen Presse-Agentur.

Deutschlandweit schätzt er derzeit die Umsatzeinbußen durchschnittlich auf rund 20 Prozent, in der Spitze könnten es bei Unternehmen aber auch bis zu 60 Prozent werden. Vor allem beim Fassbier gebe es Einbrüche.

Update, 18. Mai, 15.47 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag auf Tragen von Masken in Schule ab

Den Eilantrag eines Schülers aus dem Rheingau-Taunus-Kreis auf das verpflichtende Tragen eines Mund- und Nasenschutzes in seiner Schule hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden abgelehnt. 

Das Gericht führte in seinem am Montag veröffentlichten Beschluss zwei Gründe an: Die Mutter des volljährigen Schülers habe den Eilantrag ohne die erforderliche Vollmacht ihres Kindes gestellt. Zudem würden an der Schule die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln wegen der Corona-Pandemie eingehalten.

Als Begründung für den Eilantrag war darauf verwiesen worden, dass das Virus mehrere Stunden lang in der Luft und auf Oberflächen überleben könne. Deshalb fühle sich der Schüler in seinem Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit verletzt. 

Gegen den Beschluss kann Beschwerde erhoben werden, über die dann der hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel zu entscheiden hat.

Update, 18. Mai, 15.30 Uhr: Nach Wiedereröffnung: Gemischte Gefühle bei der Gastronomie in Hessen

Nach der Wiedereröffnung sind hessische Gastronomen erleichtert. Die Regelungen könnten jedoch keine Dauerlösung sein. "Das Gastgewerbe in Hessen atmet durchaus auf", sagte Julius Wagner vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Hessen. 

"Die Branche ist insgesamt erleichtert, dass sie wieder arbeiten kann, auch wenn die Bedingungen erschwert sind." Seit vergangenem Freitag dürfen Gastronomiebetriebe unter bestimmten Bedingungen und mit Hygienekonzepten in der Corona-Pandemie wieder Gäste empfangen.

Größtes Problem sei die hessenspezifische Regelung, dass nur eine Person pro fünf Quadratmeter erlaubt sei. "Lange kann das so nicht bleiben", berichtet Wagner. "Wir verstehen die Politik, aber Hessen ist hier sehr, sehr streng." Diese Einschränkung sei der Grund, warum einige Lokale nicht geöffnet hätten. Darüber, wie viele Betriebe seit Freitag wiedereröffnet haben, konnte zunächst keine Angabe gemacht werden.

Update, 18. Mai, 14.30 Uhr: Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen steigt auf 9337

In Hessen sind bei 9337 Menschen Corona-Infektionen bestätigt. Damit stieg die Zahl am Montag (Stand 14 Uhr) im Vergleich zum Vortag um 20 Fälle, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. 

Die mit Covid-19 in Verbindung gebrachten Todesfälle erhöhten sich auf 439, vier mehr als noch am Tag zuvor. In der Statistik des Ministeriums für Soziales und Integration werden nur Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Bei deren Erreichen drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. 

Der höchste Wert liegt der Mitteilung zufolge bei 14 Fällen im Odenwaldkreis und in Wiesbaden. Im Vogelsbergkreis und im Kreis Marburg-Biedenkopf liegt der Wert bei Null.

Update, 18. Mai, 13.55: Bis zu 54.000 Viertklässler in Hessen wieder in der Schule

Bis zu 54.000 Viertklässler können nach der Lockerung für die Schulen in der Corona-Krise in Hessen wieder zum Unterricht in ihre Klassen zurückkehren.

Das hat das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mitgeteilt. Diese Öffnung entlaste vor allem Familien, die das Homeschooling und ihre Erwerbstätigkeit verbinden müssen.

Update, 18. Mai, 13.51 Uhr: Virologen aus Marburg wollen Tests mit Corona-Impfstoff im September starten

Marburger Virologen wollen gemeinsam mit Kollegen noch im September beginnen, einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 in ersten klinischen Versuchen am Menschen zu testen.

Der Impfstoff für die klinische Phase I wird zurzeit von der Firma IDT Biologika in Dessau hergestellt, wie Stephan Becker, der Direktor des Instituts für Virologie an der Uni Marburg, am Montag bekannt gab.

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Professor Stephan Becker (r), Direktor des Instituts für Virologie der Philipps-Universität Marburg, steht in einem Forschungslabor neben einer Steril-Werkbank.
Professor Stephan Becker (r), Direktor des Instituts für Virologie der Philipps-Universität Marburg, steht in einem Forschungslabor neben einer Steril-Werkbank.  © DPA/Arne Dedert

Update, 18. Mai, 13.10 Uhr: Nächster Schulstart in Hessen offenbar ohne Probleme

Das Foto zeigt Schülerinnen und Schüler im Heinrich von Gagern-Gymnasium in Frankfurt-Ostend am Montagmorgen.
Das Foto zeigt Schülerinnen und Schüler im Heinrich von Gagern-Gymnasium in Frankfurt-Ostend am Montagmorgen.  © Arne Dedert/dpa

An Hessens Schulen ist die nächste Stufe der Öffnung ohne große Probleme angelaufen. Er habe bislang keine Informationen über besondere Vorkommnisse gegeben, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums am Montag in Wiesbaden. Am späteren Nachmittag sollte noch ein detaillierteres Stimmungsbild vorliegen. Für die Viertklässler der Grundschulen sowie alle weiteren Jahrgänge der weiterführenden Schulen hat der Unterricht wieder begonnen.

Die hessische GEW-Vorsitzende Birgit Koch sprach von einer Herkulesaufgabe für die Schulen. «So sehr wir uns alle wünschen, dass wir bald zu einer Normalität des Schulbetriebes zurückkehren: Wir dürfen hierbei die Hygienevorgaben, die Arbeitsbelastung der Lehrerinnen und Lehrer sowie den Arbeits- und Gesundheitsschutz nicht aus dem Blick verlieren.»

Auch die Bildungsexpertin der Linke-Fraktion, Elisabeth Kula, mahnte, dass die Hygienekonzepte in den Schulen bei der Öffnungen Ende April teilweise nicht umgesetzt werden konnten. Die Lehrer und die Schulleitungen fühlten sich oft mit der Situation alleine gelassen.

Die Bildungsgewerkschaft warnte zudem davor, dass sich durch die Corona-Krise die Bildungsungerechtigkeit weiter verschärfe. Alle Berichte aus den Schulen zeigten, dass die ohnehin benachteiligten Kinder häufig durch das Lernen zu Hause weiter abgehängt würden. Für viele Schüler stelle die Schule eine Konstante dar, die ohne den Unterricht in der Schule fehle. Viele Kinder hätten zudem keinen eigenen Schreibtisch oder ein Notebook zu Hause.

Update, 18. Mai, 11.36 Uhr: Gastgewerbe in Hessen mit starken Umsatzeinbußen wegen Corona-Pandemie

Seit dem 15. März dürfen Restaurants, Gaststätten und Hotels in Hessen wieder öffnen (Symbolbild).
Seit dem 15. März dürfen Restaurants, Gaststätten und Hotels in Hessen wieder öffnen (Symbolbild).  © Jörg Carstensen/dpa

Das hessische Gastgewerbe hat wegen der Corona-Pandemie im März massive Umsatzeinbußen erlitten. Wie das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mitteile, sanken die preisbereinigten Erlöse in der Branche aufgrund der vielfältigen Beschränkungen für das Gastgewerbe um 45,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Rückgang bei der Zahl der Beschäftigten sei mit 6,1 Prozent nicht ganz so deutlich ausgefallen.

Im Bereich der Beherbergung gingen die preisbereinigten Umsätze nach Angaben der Statistiker um 51,8 Prozent zurück. Vor allem Hotels, Gasthöfe und Pensionen hätten ein Minus von 52,7 Prozent verbucht. Bei der Gastronomie habe es einen Rückgang von 41,6 Prozent gegeben. Besonders stark seien dabei die Erlöse beim Ausschank von Getränken gesunken.

Coronabedingt hätten im März jedoch nicht alle Unternehmen im hessischen Gastgewerbe Auskunft über ihre Umsätze und Beschäftigten gegeben, teilte das Landesamt mit. Die Angaben für knapp 29 Prozent der Betriebe, von denen keine Informationen vorlagen, seien geschätzt worden.

Update, 18. Mai, 6.50 Uhr: Naturschutzgebiete leiden in Corona-Krise unter Ausflüglern

Naturschutzgebiete in Hessen leiden in Zeiten der Corona-Krise unter Ausflüglern. Nach Angaben der Regierungspräsidien in Darmstadt, Gießen und Kassel halten sich längst nicht alle Besucher an die strengen Regeln. Das Resultat: Müll, Trampelpfade oder verstopfte Nistkästen.

Eine flächendeckende Kontrolle sei kaum möglich und mancher Besucher werde auch aggressiv. Nach Angaben der Gießener Behörde entstanden zum Beispiel im Naturschutzgebiet "Lahnaue" zwischen Atzbach, Dutenhofen und Heuchelheim im Lahn-Dill-Kreis in den letzten Wochen neue Trampelpfade, die es vor der Corona-Krise nicht gab. Das Besucheraufkommen sei an allen Wochentagen stark gestiegen.

Update, 18. Mai, 5.55 Uhr: Kinder müssen trotz Corona-Krise zurück in die Schule

Rund 515.000 Schüler in Hessen müssen ab Montag wieder zur Schule gehen (Symbolbild).
Rund 515.000 Schüler in Hessen müssen ab Montag wieder zur Schule gehen (Symbolbild).  © picture alliance/Arne Dedert/dpa

Für Hunderttausende Schüler in Hessen ist ab dem heutigen Montag Schluss mit dem ausschließlichen Lernen zuhause. Sie müssen auch wieder zurück auf die Schulbank.

Unter strengen Auflagen beginnt für Hessens Schulen die zweite Phase der Öffnung. Von einem normalen Alltag im Klassenzimmer wie vor der Corona-Krise wird der Unterricht aber noch weit entfernt sein. In einer ersten Phase kehrten am 27. April die Abschlussklassen zurück. Nun werden alle weiteren Jahrgänge der weiterführenden Schulen und auch die Viertklässler der Grundschulen folgen. Es kehren rund 515.000 Kinder an die Schulen zurück.

Das Statistische Landesamt will an diesem Montag Zahlen zum Umsatz und zur Beschäftigung in der Gastwirtschaft vorstellen. Nach dem Lockdown im Zuge der Krise können Kneipen und Restaurants in Hessen erst seit dem Wochenende unter strengen Vorgaben wieder Gäste bewirten.

Meldungen wegen Verstößen gegen die strengen Auflagen gab es nach Angaben der Polizei vom Wochenende kaum. In Wiesbaden mussten allerdings auch Bußgelder verhängt werden, weil sich vor Kneipen ohne das Abstandsgebot Dutzende Menschen versammelten.

Update, 17. Mai, 15.08 Uhr: Bußgelder gegen Kneipengäste

Nach der Wiedereröffnung der Kneipen in Hessen haben sich beim Löschen des Bierdurstes nicht alle Menschen an die vorgegebenen strengen Regeln gehalten. So patroullierte in Wiesbaden in den ersten beiden Nächten die Polizei und musste in der Innenstadt immer wieder Gruppen auflösen. Teilweise hielten sich vor Kneipen 70 bis 80 Leute auf und auch Bußgelder wurden verhängt. 

"Die Ansprachen und Durchsagen der Stadtpolizei stießen jedoch nicht immer auf offene Ohren, so dass sich in Ausnahmefällen Bußgelder wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsverbot nicht vermeiden ließen", heißt es in einer Mitteilung der Stadt vom Sonntag.

Nach wochenlanger Schließung wegen der Corona-Beschränkungen durften am Freitag Restaurants, Cafés oder Kneipen wieder öffnen. Allerdings gelten strenge Hygiene- und Abstandsregelungen. Die Wirte hätten bis auf kleinere Mängel die Auflagen jedoch gut umgesetzt. Die Stadt Offenbach kündigte an, zu prüfen, ob Gastwirten für ein höheres Gästeaufkommen mehr Außenflächen zur Verfügung gestellt werden können.

Update, 17. Mai, 15.05 Uhr: Mehr als 9300 bestätigte Corona-Fälle in Hessen

Die Zahl der Menschen mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion ist in Hessen auf 9317 gestiegen. Das waren mit Stand 14 Uhr 56 Fälle mehr als noch am Vortag. Die Zahl der mit Covid-19 in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um 3 auf 435.

In der Statistik des Ministeriums für Soziales und Integration werden nur Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt, bei deren Erreichen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens drohen. Der höchste Wert liegt der Mitteilung zufolge bei 14 Fällen im Odenwaldkreis.

Update, 16. Mai, 16.05 Uhr: Demonstrationen rund um Corona-Auflagen in Frankfurt

In der Frankfurter Innenstadt sind am Samstagmittag bei Demonstrationen Kritiker und Gegner der Corona-Auflagen auf großen Gegenprotest gestoßen. Neben einer angemeldeten Kundgebung mit dem Titel "Hände weg vom Grundgesetz" auf dem Goetheplatz/Rossmarkt trafen sich Menschen auch ohne formelle Anmeldung auf dem rund 500 Meter entfernten Opernplatz. 

Zu mehr als verbalen Auseinandersetzungen kam es zunächst nicht, wie die Polizei berichtete. Vereinzelt seien die Menschen per Lautsprecher aufgefordert worden, den notwendigen Abstand einzuhalten, sagte ein Sprecher.

"Der Fokus unserer Maßnahmen liegt rund um den #Goetheplatz momentan darin, Gruppierungen voneinander zu trennen, um Auseinandersetzungen zu verhindern und beide Proteste zu ermöglichen", twitterte die Polizei, die vorsorglich auch einen Wasserwerfer vor Ort hatte. Nach Aussagen von Augenzeugen waren deutlich mehr linksgerichtete Gegendemonstranten unterwegs als noch vor einer Woche. 

Sie riefen unter anderem "Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda" und "Nazis raus". Auch in anderen Städten waren Proteste gegen die Corona-Maßnahmen angekündigt.

Ein Teilnehmer einer Corona-Demo in Frankfurt hält ein Schild hoch.
Ein Teilnehmer einer Corona-Demo in Frankfurt hält ein Schild hoch.  © Boris Roessler/dpa

Update, 16. Mai, 14.30 Uhr: 9261 Menschen mit dem Coronavirus infiziert

9261 Menschen aus Hessen haben sich bislang nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das waren 57 Fälle mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Samstag in Wiesbaden berichtete (Stand 14 Uhr). 

Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um drei auf 432. In der Statistik des Ministeriums werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin weit von der der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt, bei deren Erreichen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens drohen. Der höchste Wert liegt der Mitteilung zufolge bei 13 Fällen im Odenwaldkreis. 

Gar keine neuen Fälle wurden in der Zeitspanne im Landkreis Marburg-Biedenkopf registriert.

Update, 15. Mai, 17.51 Uhr: Lehrerin scheitert mit Corona-Klage

Eine Grundschullehrerin hat erneut vor einem Gericht in Hessen verloren und muss zum Präsenz-Unterricht erscheinen. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof wies eine Beschwerde der Klägerin zurück, wie das oberste Verwaltungsgericht des Landes am Freitag in Kassel mitteilte.

Die Frankfurter Lehrerin hatte versucht, gegen eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt vorzugehen.

Die verbeamtete Lehrerin wollte dem Land anlässlich der Covid-19-Pandemie untersagen lassen, sie zum Präsenz-Unterricht beordern zu lassen, bis Arbeitsschutzmaßnahmen getroffen worden seien. Es ging ihr den Angaben zufolge unter anderem um eine schulbezogene Gefährdungs-Beurteilung, ein Schutzkonzept und eine schriftliche Dokumentation.

Der beim VGH für das Beamtenrecht zuständige 1. Senat begründete die zurückgewiesene Beschwerde damit, dass hinreichende Vorkehrungen getroffen worden seien zum Schutz vor der Lungenkrankheit. Das betreffe sowohl die beamtenrechtliche Fürsorge als auch den Arbeitsschutz.

Das Land habe Schutzmaßnahmen für ein stufenweises Anfahren des Unterrichts erlassen. Die Lehrerin hätte sich nur weigern können zum Unterricht zu kommen, wenn dies unzumutbar gewesen wäre - etwa durch eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben. Dies sei aber nicht der Fall.

Update, 15. Mai, 14.48 Uhr: Über 9200 nachgewiesene Corona-Infektionen in Hessen

In Hessen haben sich mittlerweile 9204 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das waren 35 Fälle mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden berichtete (Stand 14 Uhr).

Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um sechs auf 429. In der Statistik des Ministeriums werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden.

Im Fokus stehen auch weiterhin die regionalen Fallzahlen: Bei einem Überschreiten der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen Landkreise und kreisfreie Städten wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängen.

Von dieser Obergrenze sind die hessischen Kommunen weiter deutlich entfernt, die höchsten Werte liegen der Mitteilung zufolge bei 13.

Update, 15. Mai, 15.39 Uhr: Viertklässler müssen ab Montag zur Schule

Für die Schüler der vierten Klassen in Hessen gilt ab Montag die Schulpflicht.

Eine Schülerin hat nach Angaben des Verwaltungsgerichtshofes vom Freitag ihren Eilantrag gegen die Schulpflicht wegen der Corona-Pandemie zurückgezogen.

In anderen Bundesländern, wie hier in Bayern, sind die Viertklässler bereits am vergangenen Montag (11. Mai) in die Schulen zurückgekehrt.
In anderen Bundesländern, wie hier in Bayern, sind die Viertklässler bereits am vergangenen Montag (11. Mai) in die Schulen zurückgekehrt.  © dpa/Peter Kneffel

Update, 15. Mai, 14.57 Uhr: Hunderte zu Protesten gegen Corona-Beschränkungen erwartet

Am Wochenende wollen in Frankfurt hunderte von Menschen gegen die geltenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf die Straße gehen. Nach Angaben des Frankfurter Ordnungsamts vom Freitag sind insgesamt 17 Kundgebungen angemeldet, davon allein 14 am Samstag.

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Update, 15. Mai, 13.54 Uhr: Hessen will Corona-Bonus für Altenpfleger aufstocken

Das Land Hessen will auf die geplante Corona-Prämie für Altenpflegekräfte einen Zusatzbetrag drauflegen.

"Wir wollen in Hessen den Bonus um weitere 500 Euro auf dann 1500 Euro aufstocken", teilte das Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden mit. Der Bonus sei ein Zeichen der Anerkennung für den außergewöhnlichen Einsatz der Beschäftigten: "Ohne sie könnten wir die Corona-Pandemie nicht bewältigen."

Zuvor hatte der Bundesrat, einen Tag nach dem Bundestag, die geplante Prämie für Beschäftigte in der Altenpflege verabschiedet. Diese sollen in diesem Jahr einen Bonus für die besonderen Belastungen während der Corona-Krise bekommen.

Geplant sind bis zu 1000 Euro - je nach Funktion und Arbeitszeit. Der steuerfreie Betrag kann von Ländern und Arbeitgebern auf bis zu 1500 Euro aufgestockt werden.

Das hessische Sozialministerium kündigte an, auch Gespräche mit den Trägern der Pflegeeinrichtungen über die Beteiligung an dem Bonus führen zu wollen.

Update, 15. Mai, 6.35 Uhr: Umfrage: Mehrheit würde nach Corona Homeoffice räumen

Die Mehrheit der Beschäftigten in Hessen will einer Umfrage zufolge nach der Corona-Krise nicht weiter im Homeoffice arbeiten. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts infratest-dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks (hr) hervor. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) gaben demnach an, dass es für sie nicht in Frage käme, nach der Pandemie von zu Hause aus zu arbeiten, für 43 Prozent ist das eine Option.

Von den befragten Männern sahen sich 48 Prozent auch längerfristig im Homeoffice, bei den Frauen waren es nur 37 Prozent. Unterschiede gab es auch bei den Altersgruppen: Die Mehrheit der 18- bis 39-Jährigen - 52 Prozent - ist auch in Zukunft offen fürs Homeoffice, knapp 60 Prozent der Hessen über 40 Jahre lehnen das dagegen ab. Nach Angaben des hr wurden für die Umfrage am 11. und 12. Mai 584 erwerbstätige Wahlberechtigte in Hessen interviewt.

Update, 14. Mai, 19.13 Uhr: Lufthansa-Konzern weitet Flugangebot aus

Der Lufthansa-Konzern hat den Tiefpunkt in der Corona-Krise überwunden. Die Gesellschaften Lufthansa, Swiss und Eurowings weiten ihre Angebote für den Juni langsam aus, während die Töchter Austrian und Brussels vorerst noch am Boden bleiben müssen.

Ende Juni will Europas größter Luftverkehrs-Konzern in der Gruppe 1800 Verbindungen pro Woche fliegen. Das sind etwa 14 Prozent des vor Corona geplanten Programm mit rund 13.000 Verbindungen.

Erreicht werden 106 Ziele in Deutschland und Europa sowie 20 Langstrecken-Destinationen. Das entspricht einem guten Drittel des ursprünglichen Netzes. 

Im Flugplan sind trotz der amtlichen deutschen Reisewarnung auch schon wieder ausgesprochen touristische Ziele wie die spanische Insel Mallorca enthalten.

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Ab dem 6. Juni will auch die Lufthansa selbst wieder auf die liebste Ferieninsel der Deutschen fliegen (Archivbild).
Ab dem 6. Juni will auch die Lufthansa selbst wieder auf die liebste Ferieninsel der Deutschen fliegen (Archivbild).  © dpa/Clara Margais

Update, 14. Mai, 17.49 Uhr: Minister Boddenberg in häuslicher Corona-Quarantäne

Hessens Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) begibt sich die kommenden zwei Wochen in häusliche Corona-Quarantäne.

Er führe die Amtsgeschäfte derzeit von zu Hause aus, da er im familiären Umfeld Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatte, teilte ein Sprecher des Finanzministeriums am Donnerstag der dpa in Wiesbaden mit. "Ein erster Test auf das Coronavirus bei ihm war negativ."

Update, 14. Mai, 17.44 Uhr: Hotels öffnen wieder, aber Betreiber zahlen drauf

 Vor der Öffnung von Hotels für den Tourismus am Freitag schätzt der Hotel- und Gaststättenverband Hessen (Dehoga) die Lage der Hotellerie im Land als schwierig ein.

"Die Stimmung ist insgesamt nicht so gut", sagte die stellvertretende Dehoga-Hauptgeschäftsführerin, Kerstin Junghans, am Donnerstag. Mit der aktuellen Verordnung sei es schwierig, überhaupt zu öffnen. "Die Hotelbetreiber müssen draufzahlen."

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In den Frühstücksräumen der Hotels muss die Fünf-Quadratmeter-Regelung eingehalten werden.
In den Frühstücksräumen der Hotels muss die Fünf-Quadratmeter-Regelung eingehalten werden.  © dpa/Uwe Anspach

Update, 14. Mai, 16.54 Uhr: Coronavirus-Fälle in Gemeinschafts-Unterkunft für Asylbewerber

In einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Niedernhausen im Taunus sind 18 von 58 Bewohnern positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die Betroffenen seien für die 14-tägige Quarantäne alle in separaten Gebäuden untergebracht worden, teilte eine Sprecherin des Rheingau-Taunus-Kreises am Donnerstag in Bad Schwalbach mit.

Um festzustellen, ob sich das Virus in der Unterkunft ausgebreitet hatte, waren alle Asylbewerber sowie die Betreuer getestet worden. Wegen der besonderen Wohnbedingungen sei inzwischen vorsorglich die komplette Gemeinschaftsunterkunft unter Quarantäne gestellt worden, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.

Update, 14. Mai, 14.45 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Hessen steigt auf 9169

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Hessen ist auf 9169 gestiegen.

Wie das Sozialministerium am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte (Stand 14 Uhr) bedeutet dies ein Plus von 82 Fällen im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht werden, stieg um vier auf 423. 

Im Fokus stehen auch die regionalen Fallzahlen. Bei einem Überschreiten der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen Landkreise und kreisfreie Städten wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängen.

Von dieser Obergrenze sind die hessischen Städte und Kreise weiter deutlich entfernt.

Update, 14. Mai, 14.40 Uhr: Erste Jugendherbergen vor Wiedereröffnung

Nach den Lockerungen in der Corona-Krise steht die Öffnung erster Jugendherbergen in Hessen bevor. Ab Freitag werden die ersten Häuser wieder den Gäste-Betrieb aufnehmen, wie der Landesverband Hessen Deutschen Jugendherbergswerks am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Die höchstgelegene Jugendherberge Hessens öffne zum Beispiel am Freitag auf dem Hoherodskopf im Vogelsberg. An Christi Himmelfahrt geht es in den Häusern Hohe Fahrt am Edersee in Vöhl und in der Familien- und Kulturjugendherberge in Fulda wieder los.

Doch bevor der Neustart erfolgt, stand viel Arbeit an. "Eigentlich mussten wir die Jugendherbergen mal eben neu erfinden", berichtete Dirk Voortmann, Hausleitersprecher und Hausleiter der Jugendherberge Fulda.

Hygiene-Standards mussten in die Praxis umgesetzt werden. Zudem mussten die möglichen Zimmer-Auslastungen neu berechnet werden. Möbel und Laufwege wurden angepasst und Personal-Schulungen durchgeführt.

Die krisengeschüttelten Jugendherbergen in Hessen erhielten zuletzt eine Million Euro Corona-Soforthilfe vom Land. Die finanzielle Unterstützung lasse die Jugendherbergen "erstmal einen Monat durchatmen", wie Timo Neumann, Vorstandsvorsitzender der Jugendherbergen in Hessen, sagte.

Hessen sei im Vergleich mit anderen Bundesländern deutlich schneller mit der Öffnung der Jugendherbergen.

Update, 14. Mai, 14.04 Uhr: Viertklässlerin klagt erneut gegen Rückkehr in Schule

Eine Schülerin aus Frankfurt wehrt sich erneut mit einem Eilantrag vor Hessens oberstem Verwaltungsgericht gegen eine Rückkehr in die Schule.

"Zur Begründung ihres Antrags beruft sie sich auf Belange des Infektions- und des Gesundheitsschutzes, die in Zeiten der Corona-Pandemie nicht hinreichend gewährleistet seien", erklärte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel am Donnerstag.

Am Freitag (15. Mai) werde der zuständige Senat darüber entscheiden. Danach will das Gericht die Öffentlichkeit informieren.

Das Mädchen hatte bereits im April eine Rückkehr der Viertklässler in hessische Grundschulen verhindert.

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^223456789Das Mädchen aus Frabkfurt hatte bereits im April eine Rückkehr der Viertklässler in hessische Grundschulen verhindert (Symbolbild).
^223456789Das Mädchen aus Frabkfurt hatte bereits im April eine Rückkehr der Viertklässler in hessische Grundschulen verhindert (Symbolbild).  © dpa/Frank Molter

Update, 14. Mai, 13.55 Uhr: Frankfurter Forscher finden mögliche Ansatzpunkte für Corona-Medikamente

Frankfurter Forscher haben mögliche Ansatzpunkte für Medikamente gegen Covid-19 identifiziert.

Die Erkenntnisse wurden am Donnerstag im Fachmagazin "Nature" publiziert. Basis waren Abstriche zweier infizierter Rückkehrer aus Wuhan, die im Februar am Frankfurter Flughafen gelandet waren.

Biochemiker und Virologen der Goethe-Universität und des Universitäts-Klinikums hatten damit ein Zellkultur-Modell geschaffen und daran eine Reihe von Wirkstoffen getestet. Einige hatten nach Angaben der Forscher die Vermehrung des Virus im Labor verlangsamt oder gestoppt.

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Update, 14. Mai, 10.07 Uhr: Solarkonzern SMA trotzt Corona-Krise

Der Solarkonzern SMA Solar hat der Corona-Krise im ersten Quartal getrotzt und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zugelegt. Der Umsatz kletterte um fast drei Viertel von 168 auf 288 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Niestetal bei Kassel mitteilte. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wurde auf 12 Millionen Euro etwa verzwanzigfacht. Unter dem Strich stand ein Minus von 0,3 Millionen Euro, nachdem SMA Solar im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von 11 Millionen Euro eingefahren hatte.

Der Umsatzanstieg resultiere im Wesentlichen aus dem starken Projektgeschäft mit Photovoltaik-Kraftwerken in den USA sowie dem nach wie vor positiven Handelsgeschäft in Europa, teilte SMA Solar weiter mit. Der Konzern bestätigte trotz der Pandemie seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Jahr. Für 2020 erwartet das Management weiterhin ein Umsatzwachstum auf 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) soll auf 50 bis 80 Millionen Euro steigen. Der Solartechnikhersteller beschäftigt weltweit rund 3200 Mitarbeiter, davon 2200 in Deutschland.

Update, 14. Mai, 5.46 Uhr: Innenminister warnt vor Extremisten bei Corona-Demos

Hessische Sicherheitsbehörden warnen davor, dass Rechts- wie auch Linksextremisten den Protest gegen Corona-Beschränkungen für ihre Zwecke vereinnahmen. "Jeder Demonstrant sollte sich daher vergewissern, dass er nicht für ungewollte Zwecke missbraucht wird", erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden. "Die aktuelle Situation erfordert Besonnenheit. Aus Unmut darf nicht Extremismus und Hass werden."

Zuletzt seien auch in Hessen rechtsextremistische Gruppierungen und Einzelpersonen als Initiatoren von Protesten mit Bezug zur Corona-Pandemie in Erscheinung getreten, erläuterte Beuth. Daneben gebe es entsprechende Gegenaktivitäten des linksextremistischen Spektrums.

Im Internet, vor allem in den sozialen Medien, würden Erklärungsmuster zur Herkunft oder Verbreitung des Virus verbreitet, denen teils eine extremistische Einstellung zugrunde liege, erläuterte Beuth und betonte, die Sicherheitsbehörden seien auch in der Corona-Krise wachsam.

Das Grundrecht für Demonstrationen bestehe selbstverständlich auch während der Pandemie fort. Leider hielten sich einige Demonstranten nicht an die Kontaktregeln zum Schutz vor Ansteckungen, mahnte Beuth. Im Einzelfall könnten Versammlungen dann auch aufgelöst werden.

Update, 13. Mai, 16.27 Uhr: Amateurfußball in Hessen vor dem Saison-Abbruch

Der Amateurfußball in Hessen steht vor einem Abbruch der Saison 2019/2020. Nach Informationen von hessenschau.de ergeben die bisherigen Video-Konferenzen der Fußballkreise ein eindeutiges Bild.

"Es gibt eine Tendenz in diese Richtung", bestätigte HFV-Vizepräsident Torsten Becker im hr-Bericht. Das Verbandspräsidium wird die Ergebnisse zusammentragen und am Samstag eine Entscheidung fällen. Danach müsste noch der Verbandstag im Juni das endgültige Okay geben.

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Update, 13. Mai, 15.54 Uhr: FDP macht Druck und legt Konzept für Wiedereröffnung von Kitas vor

Die FDP-Fraktion erhöhte den Druck auf das Land, ein verlässliches Konzept für die schrittweise Wiedereröffnung der Kitas in Hessen vorzulegen.

Vieles könnte schon lange festgelegt und die Kitas wieder offen sein, kritisierte Fraktionschef René Rock am Mittwoch in Wiesbaden und verwies auf bereits vorliegende Pläne in Bayern.

Schwarz-Grün in Hessen habe dagegen viel Zeit versäumt und nicht rechtzeitig das Gespräch mit den Kita-Trägern im Land gesucht.

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FDP-Fraktions-Chef René Rock (52) fordert einen Muster-Hygieneplan und ein Muster-Konzept als Grundlage für alle hessischen Kitas (Archivbild).
FDP-Fraktions-Chef René Rock (52) fordert einen Muster-Hygieneplan und ein Muster-Konzept als Grundlage für alle hessischen Kitas (Archivbild).  © dpa/Silas Stein

Update, 13. Mai, 15.45 Uhr: nackte Existenzangst bei Reisebüros

Sofortige Hilfen für ihre Unternehmen haben Reisebüro-Besitzer bei Demonstrationen in mehreren hessischen Städten gefordert.

"Mir droht der Verlust der bürgerlichen Existenz", sagt Mit-Organisator Thomas Kolb, der im Frankfurter Nordend ein kleines Reisebüro betreibt und gleichzeitig Reisen nach Oman veranstaltet.

Die Politik habe bislang kein Verständnis dafür entwickelt, dass die Reise-Branche in der Corona-Krise am härtesten getroffen worden sei, sagte Kolb am Mittwoch auf dem Frankfurter Römerberg.

"Wir müssen nicht nur auf das laufende Geschäft verzichten, sondern verlieren auch noch unsere Gewinne des zurückliegenden Jahres." Es drohe eine gewaltige Insolvenz-Welle bei den Reisebüros.

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Update, 13. Mai, 15.26 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen für Hessen

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Hessen steigt weiter nur leicht an. Wie das Sozialministerium am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte (Stand 14 Uhr) wurden bislang 9087 Fälle im Land registriert. Das waren 56 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht werden, stieg um vier auf insgesamt 419. Es werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden.

Im Fokus stehen auch die regionalen Fallzahlen. Bei einem Überschreiten der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen Landkreise und kreisfreie Städten wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängen. Von dieser Obergrenze waren die hessischen Städte und Kreise am Mittwoch weiter deutlich entfernt.

Update, 12. Mai, 22.24 Uhr: Alle Corona-Tests bei Eintracht Frankfurt negativ

Beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt gibt es weiter keine Corona-Fälle.

Die Hessen twitterten, dass ihre fünfte Testreihe ebenfalls ausschließlich negative Ergebnisse gebracht hätte. Alle Spieler und das Teamumfeld der Bundesligisten werden gemäß des Hygienekonzepts der Deutschen Fußball Liga regelmäßig auf das Coronavirus getestet.

Die Bundesliga will am Samstag ihre zuletzt unterbrochene Saison fortsetzen.

Update, 12. Mai, 19.44 Uhr: #leerelokale-Initiative will Kneipen am Freitag geschlossen halten

Aus Protest gegen Corona-Auflagen hat die Frankfurter Gastronomie-Initiative IGF dazu aufgerufen, Restaurants und Gaststätten zur erlaubten Wiedereröffnung am Freitag noch geschlossen zu lassen.

"Mit den aktuellen Vorschriften für die Wiedereröffnung der Gastronomie in Hessen verspielt die Politik die Chance, der Gastronomie mit einem tragfähigen Konzept einen wirtschaftlich vertretbaren Restart zu ermöglichen", sagte der IGF-Vorsitzende Madjid Djamegari am Dienstag.

Mit der Aktion #leerelokale sollten deshalb viele Frankfurter Betriebe aus Solidarität ihr Restaurant zumindest an diesem Tag nicht öffnen.

Hygiene-Maßnahmen und Abstands-Regeln seien nicht das Problem. Hauptsächlich stören sich die Gastronomen an der in Hessen vorgesehenen Fünf-Quadratmeter-Regel, zudem fordern sie einen Rettungsschirm für die Branche.

So dürfe ein Restaurant mit einem Gastraum von 100 Quadratmetern nur noch 20 Gäste gleichzeitig bewirten, kritisierte die Initiative. Normalerweise könnten viele Wirte 70 bis 80 Personen auf dieser Fläche unterbringen, je nach Bestuhlung.

"Diese Regel ist willkürlich und unsinnig", sagte Djamegari. Sie benachteilige insbesondere viele kleine Betriebe, Bars, Kneipen und Apfelwein-Wirtschaften.

Ein Eilantrag gegen die Fünf-Quadratmeter-Regel, die laut IGF nur in Hessen gültig ist, werde derzeit in Erwägung gezogen.

Update, 12. Mai, 16.35 Uhr: Biontech erwartet bis Juli erste Testdaten zu Covid-Impfstoff

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech erwartet für Ende Juni oder Juli erste klinische Daten zu klinischen Tests eines möglichen Impfstoffs gegen die Lungenerkrankung Covid-19.

Bei den Tests in Europa und den USA gehe es darum, Sicherheit, Wirksamkeit und optimale Dosierung von vier verschiedenen Impfstoffkandidaten zu ermitteln, sagte Vorstandschef Ugur Sahin am Dienstag in einer Telefonkonferenz.

Zusammen mit dem US-Pharmaunternehmen Pfizer würden Produktionskapazitäten aufgebaut, «um eine mögliche weltweite Impfstoff-Versorgung» zu gewährleisten, sagte Sahin.

Damit werde erwartet, dass bis Ende dieses Jahres Millionen von Impfstoff-Dosen zur Verfügung gestellt werden könnten, sofern die Zulassungsbehörden die Genehmigung erteilten.

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Update, 12. Mai, 15.37 Uhr: 9031 Corona-Infektionen in Hessen, drei neue Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist erneut nur leicht gestiegen.

Wie das Sozialministerium am Dienstag in Wiesbaden mitteilte (Stand 14 Uhr) wurden bislang 9031 Fälle im Land registriert. Das waren 18 mehr als am Tag zuvor.

Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht werden, stieg um 3 auf insgesamt 415

Am Montag hatte das Plus bei den Fallzahlen im Vergleich zum Vortag 21 betragen, es war ein Todesfall hinzugekommen.

Im Fokus stehen auch die regionalen Fallzahlen. Bei einem Überschreiten der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen Landkreise und kreisfreie Städten wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängen.

Von dieser Obergrenze waren hessische Städte und Kreise am Dienstag weiterhin deutlich entfernt: Die höchsten Werte hatten der Odenwaldkreis (26) und die Stadt Offenbach (19).

Update, 12. Mai, 13.26 Uhr: Fraport vor Stellenabbau und jahrelanger Durststrecke

Der Chef des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport stellt sich infolge der Corona-Krise auf eine jahrelange Durststrecke im Passagierverkehr ein. Möglicherweise werde 2023 ein "Jahr Null" mit einer neuen Normalität erreicht, sagte Stefan Schulte am Montagabend in einer Videokonferenz mit dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten.

Der Reiseverkehr wird noch jahrelang unter der Corona-Krise zu leiden haben (Symbolfoto).
Der Reiseverkehr wird noch jahrelang unter der Corona-Krise zu leiden haben (Symbolfoto).  © Boris Roessler/dpa

Update, 12. Mai, 13.25 Uhr: City-Biathlon in Wiesbaden verschoben

Wegen der Corona-Krise findet der City Biathlon in Wiesbaden nicht am 16. August statt. Wie die Veranstalter am Dienstag mitteilten, soll das Rennen nun am 27. September ausgetragen werden, wenn es denn die behördlichen Vorgaben zulassen. Derzeit sind nach einem Beschluss der Bundesregierung Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August verboten.

Update, 12. Mai, 10.56 Uhr: Merck spendet zwei Millionen Atemschutzmasken

Der Chemie- und Pharmakonzern Merck spendet in der Corona-Krise zwei Millionen Atemschutzmasken. Sie sollen vor allem im Gesundheitswesen in Deutschland, Frankreich und den USA zum Einsatz kommen, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Darmstadt mit. Merck trage die Kosten für Einkauf und Transport der Schutzausrüstung; um die Verteilung kümmerten sich Behörden und Verbände.

Von den zwei Millionen FFP2-Masken gehe eine sechsstellige Zahl an verschiedene Organisationen in Deutschland, darunter Hessen-Caritas und die Diakonie Hessen, hieß es. "Wir bringen unsere Ressourcen und unser volles Engagement ein, um die Covid-19-Pandemie zu bekämpfen", erklärte Belén Garijo, Mitglied der Merck-Geschäftsleitung. Das Unternehmen arbeitet zudem gemeinsam mit anderen Branchenfirmen und der Bill & Melinda Gates Foundation daran, Impfstoffe, Diagnostika und Behandlungsoptionen gegen Covid-19 voranzutreiben.

Merck zählt mit der Spende zu einer Reihe großer Unternehmen, die sich in der Corona-Pandemie engagieren. So hat auch die Deutsche Bank Atemschutzmasken unter anderem an die Stadt Frankfurt gespendet. Der Chemiekonzern BASF und der Kosmetikhersteller Beiersdorf haben ferner Desinfektionsmittel vorrangig für Klinken und Ärzte bereitgestellt.

Update, 12. Mai, 6.18 Uhr: Grimmwelt in Kassel öffnet

Nach einer coronabedingten Zwangspause öffnet heute wieder die Grimmwelt in Kassel. "Maximal 50 Besucher dürfen ins Haus und für die gilt dann auch eine Maskenpflicht", sagte eine Sprecherin des Ausstellungshauses. Man rechne aber nicht mit einer Schlangenbildung vor dem Museum, eine Voranmeldung sei nicht nötig. In der Grimmwelt selbst könnten sich die Besucher frei bewegen.

Begleitveranstaltungen und Führungen finden aus Sicherheitsgründen zunächst nicht statt. Die Sonderausstellung "Rotes Käppchen, blauer Bart - märchenhafte Farben und Experimente" sei "bis auf Weiteres" verlängert worden.

Das Ausstellungshaus ist dem Schaffen der Brüder Grimm als Sprachforscher und Sammler fantastischer Märchen gewidmet. In Hessen dürfen seit Montag vergangener Woche Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen und Zoos wieder öffnen.

Update, 11. Mai, 17.45 Uhr: mehr als 9000 Corona-Infektionen in Hessen

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus hat in Hessen die 9000er Marke überstiegen. Bislang wurden 9013 Fälle im Land registriert, wie das Sozialministerium am Montagabend in Wiesbaden mitteilte.

Das entsprach einem Anstieg von 21 Fällen gegenüber dem Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht werden, stieg um einen auf insgesamt 412.

Im Fokus stehen auch die regionalen Fallzahlen. Bei einem Überschreiten der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sind in Landkreisen und kreisfreien Städten wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens zu befürchten.

Von dieser Obergrenze waren hessische Städte und Kreise auch am Montag weit entfernt: Die höchsten Werte hatten der Odenwaldkreis (26) in Südhessen, die Stadt Offenbach (19) und der Werra-Meißner-Kreis (18) in Nordhessen.

Insgesamt betrachtet gibt es in Frankfurt, Hessens größter Stadt, mit Abstand am meisten Corona-Fälle. 1363 Infektionen wurden dort bestätigt. Im Vogelsbergkreis gibt es mit 121 Fällen die wenigsten.

Zu beachten in der Statistik ist aber: Es werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden.

Update, 11. Mai, 17.10 Uhr: Lockerungen stellen Sportvereine vor Herausforderungen

Sportstätten können wieder öffnen - die Regelungen aufgrund der Corona-Pandemie stellen die Vereine jedoch vor Herausforderungen.

Es werde davon ausgegangen, dass alle Vereine in Hessen derzeit an einem Wiedereinstieg arbeiteten, sagte Isabell Boger vom Landessportbund am Montag. "Die Vereine möchten ja wieder etwas anbieten."

Seit vergangenen Samstag kann im Breitensport unter Abstands-Regelungen und Hygiene-Maßnahmen wieder trainiert und gespielt werden.

Die Konzepte zur Einhaltung der vorgegebenen Maßnahmen des Innenministeriums stellten die Vereine vor Herausforderungen, "weil sehr viel, sehr kleinteilig überlegt werden muss, wie der Trainingsbetrieb gestaltet werden kann". Es stellten sich Fragen wie die mögliche Größe von Gruppen und die Einteilung bei der Hallennutzung.

Wie viele der rund 7600 Vereine in Hessen den Sportbetrieb bereits wieder aufgenommen hätten, sei zunächst nicht bekannt. "Manche sind schon dabei und manche arbeiten noch an ihren Konzepten", so Boger.

Die Regelungen beinhalten unter anderem einen Mindestabstand von 1,5 Metern. Auch Umkleiden und Duschen dürfen nicht öffnen. Ab dem 15. Mai sollen auch die Fitness-Studios nachziehen und ebenfalls wieder öffnen dürfen, mit entsprechenden Hygieneregeln.

Update, 11. Mai, 16.58 Uhr: Für viele Gaststätten lohnt sich Öffnung nicht

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Hessen hat zwar die geplanten Öffnungen in der Gastronomie begrüßt, sieht aber seine Branche weiterhin in Gefahr.

"Die Lage ist nach wie vor prekär und das wird sie auch bleiben", sagte Hauptgeschäftsführer Julius Wagner am Montag. Angesichts der zahlreichen Auflagen und Beschränkungen sei der Neustart nach dem Corona-Lockdown äußerst schwierig.

Wagner schätzt, dass jeder vierte bis fünfte Betrieb gar nicht aufmachen wird, sondern auf weitere Lockerungen wartet. Das lohne sich für sie nicht, meint er.

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Jeder vierte bis fünfte Betrieb wird nach Schätzung des Hotel- und Gaststättenverbandes wegen der zahlreichen Beschränkungen nicht öffnen (Archivbild).
Jeder vierte bis fünfte Betrieb wird nach Schätzung des Hotel- und Gaststättenverbandes wegen der zahlreichen Beschränkungen nicht öffnen (Archivbild).  © dpa/Frank Rumpenhorst

Update, 11. Mai, 13.54 Uhr: Hessen unterstützt Kunst und Kultur mit 50-Millionen-Euro-Paket

Die hessische Landesregierung will Künstler, Festivals und Kultureinrichtungen mit einem 50-Millionen-Euro-Paket in der Corona-Krise unterstützen. "Kunst und Kultur sind kein Luxus oder Sahnehäubchen in guten Zeiten", sagte Ministerin Angela Dorn (Grüne) am Montag in Wiesbaden. "Kunst und Kultur sind elementarer Bestandteil unseres Lebens." Mit der finanziellen Hilfe des Landes solle es möglich gemacht werden, die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen zu überstehen und den Neubeginn zu meistern.

Unterstützung können etwa Festivals für Einnahmeausfälle beantragen, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen mussten. Für freie Künstler ist es nach Angaben der Kunst- und Kulturministerin möglich, Arbeitsstipendien von je 2000 Euro zu erhalten. 

Ab dem 1. Juni können die Festivals und in der Künstlersozialkasse versicherte Kulturschaffende die Mittel beantragen. Das Geld werde aus dem bestehenden und kommenden Nachtragshaushalt kommen, erklärte die Ministerin.

Update, 11. Mai, 13.40 Uhr: Behörde beklagt Verstöße gegen Naturschutz in Corona-Krise

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat in Zeiten der Corona-Krise Verstöße gegen den Naturschutz bemängelt. In der knapp 60 Hektar großen Schwanheimer Düne bei Frankfurt hätten Ausflügler im Schutzgebiet die empfindlichen Böden betreten, Picknicks veranstaltet, Gelege aus Nistkästen entfernt oder deren Einfluglöcher mit Stöcken verstopft, teilte die Behörde am Montag mit. Zudem seien dort in den vergangenen Wochen Eidechsen und Frösche oder Kaulquappen gefangen worden.

Naturschutzgebiete würden in der Corona-Krise unter dem Fehlverhalten von Besuchern leiden. Das Gebiet bestehe aus einem Mosaik verschiedener Lebensräume. Vogelarten wie Pirol, Grünspecht und Steinkauz hätten dort Lebensräume. Wegen der außergewöhnlichen Tier– und Pflanzenarten sei die Düne 1984 als Naturschutzgebiet ausgewiesen worden. 

Das Gebiet ist dem Regierungspräsidium zufolge nur eines, das in den vergangenen Wochen "von Heerscharen von Erholungssuchenden" erkundet worden sei. Überall im Rhein-Main-Gebiet lasse sich Fehlverhalten beobachten.

Update, 10. Mai, 16.20 Uhr: Neue Zahlen zu Infizierten und Toten

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus kratzt in Hessen an der 9000er Marke. Wie das Sozialministerium am Sonntagmittag in Wiesbaden mitteilte, wurden bislang 8992 Fälle im Land registriert. Das waren 45 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht werden, stieg um einen auf insgesamt 411.

Im Fokus stehen auch die regionalen Fallzahlen. Bei einem Überschreiten der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen Landkreise und kreisfreie Städten wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängen. Von dieser Obergrenze waren hessische Städte und Kreise auch am Sonntag weit entfernt: Die höchsten Werte hatten der Odenwaldkreis (26) in Südhessen, die Stadt Offenbach (19) und der Werra-Meißner-Kreis (18) in Nordhessen.

Insgesamt betrachtet gibt es in Frankfurt, Hessen größter Stadt, mit Abstand am meisten Corona-Fälle. 1361 bestätige Infektionen wurden dort bestätigt. Im Vogelsbergkreis gibt es mit 121 Fällen die Wenigsten.

Zu beachten in der Statistik ist allerdings: Es werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden.

Update, 10. Mai, 13.22 Uhr: Corona-Beschränkungen: Keine größeren Verstöße am Sonntag laut Polizei

In Hessen hat die Polizei am Sonntag bislang keine größeren Verstöße gegen die bestehenden Corona-Beschränkungen gemeldet. "Es ist sehr ruhig", sagte ein Sprecher der Polizei in Fulda. Die weiteren Polizeipräsidien im Land zeichneten zunächst ein ähnliches Bild. Auch Anmeldungen von Versammlungen oder Demonstrationen gab es am Muttertag zunächst nicht. Es könne allerdings zu Spontanversammlungen kommen, sagte der Sprecher der Polizei aus Darmstadt.

Am Samstag hatten Menschen in Limburg und Fulda gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. In Limburg hatte die Polizei Platzverweise erteilt, weil sich die Teilnehmer der nicht angemeldeten Versammlung nicht an die Abstandsregelungen gehalten hatten. Auf dem Fuldaer Uniplatz hatten einem Polizeisprecher zufolge neben den etwa 20 Demonstranten, die gegen die Beschränkungen auf die Straße gegangen waren, auch Menschen gegen die angemeldete Veranstaltung protestiert.

Update, 9. Mai, 16.40 Uhr: Demo in Frankfurt gegen Corona-Beschränkungen

Eine Frau hält während eines Protestzuges durch die Frankfurter Innenstadt ein Plakat mit der Aufschrift "Freiheit Demokratie #Grundgesetz" hoch.
Eine Frau hält während eines Protestzuges durch die Frankfurter Innenstadt ein Plakat mit der Aufschrift "Freiheit Demokratie #Grundgesetz" hoch.  © Arne Dedert/dpa

Mehr als 500 Demonstranten haben in Frankfurt trotz Lockerungen gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. Sie zogen am Samstag mit Transparenten durch die Innenstadt und riefen "legt den Maulkorb ab", "schließt Euch an" und "Widerstand".

Nach Polizeiangaben handelte es sich um eine nicht angemeldete Demonstration. Zeitweise hätten sich mehr als 500 Menschen beteiligt, der Mindestabstand von 1,5 Meter sei zum Teil unterschritten worden. Die Polizei wies nach eigenen Angaben mehrfach daraufhin, löste die Demonstration aber nicht auf.

Mit dem Start ins Wochenende gibt es in Hessen viele Lockerungen. Freizeitsport ist wieder möglich, wenn er kontaktfrei und mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen einzelnen Personen ausgeübt werden kann. Auch Theater sowie Opern- und Konzerthäuser durften unter Auflagen von Samstag an wieder öffnen.

Die Verkaufsflächenbegrenzung von 800 Quadratmetern für Geschäfte im Einzelhandel entfällt. Versammlungen mit bis 100 Teilnehmern sind ohne vorherige Genehmigung möglich, wenn ein Hygiene- und Abstandskonzept vorhanden ist.

Update, 9. Mai, 16.09 Uhr: Kein Besucheransturm bei Wiedereröffnung des Städelmuseums

Museumsbesuch mit Mundschutz: Kunstfreunde haben am Samstag erstmals nach der Zwangsschließung wegen der Corona-Pandemie wieder das Frankfurter Städelmuseum besuchen dürfen. Es gab nach Angaben einer Sprecherin aber keinen Besucheransturm.

"Die Menschen tasten sich heran an die neue Normalität." Die Besucher hielten sich an die Beschränkungen. "Alle haben Masken auf und nutzen die Spender mit Desinfektionslösungen", sagte die Sprecherin.

Die Zahl der zugelassenen Besucher ist auf eine Person pro 20 Quadratmeter begrenzt. Bei 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche dürfen 200 Besucher pro Stunde ins Museum. Sie müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Kasse wurde mit einer Scheibe versehen, auf dem Boden kleben Abstandsmarkierungen. Besucher sollen vorab ein Online-Ticket buchen.

Als die Sonderschau "En Passant" Mitte März eröffnet werden sollte, waren die Museen bereits dicht. Dafür ist die Ausstellung jetzt länger, bis 25. Oktober, zu sehen. Zu sehen sind Kunstwerke aus der Zeit des Impressionismus – diesmal aber keine Gemälde, sondern Skulpturen von berühmten Impressionisten wie Edgar Degas oder Auguste Rodin.

Einige Ausstellungshäuser in Frankfurt hatten bereits im Laufe der Woche geöffnet, andere folgen nächste Woche.

Update, 9. Mai, 14.56 Uhr: 8947 Corona-Infektionen in Hessen und fünf neue Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus steigt in Hessen weiter an. Wie das Sozialministerium am Samstag in Wiesbaden mitteilte (Stand 14.15 Uhr) wurden bislang 8947 Fälle im Land registriert. Das waren 70 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht wird, stieg um 5 auf insgesamt 410.

Im Fokus stehen auch die regionalen Fallzahlen. Bei einem Überschreiten der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen Landkreise und kreisfreie Städten wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängen.

Von dieser Obergrenze waren hessische Städte und Kreise auch am Samstag deutlich entfernt: Die höchsten Werte hatten der Odenwaldkreis (25), der Werra-Meißnerkreis (18) und die Stadt Offenbach (15).

Update, 9. Mai, 12.10 Uhr: Kommt Coronavirus-Impfstoff früher als gedacht?

Marburger Virologen bereiten gemeinsam mit Kollegen den nächsten Schritt bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus vor. "Wir sind jetzt in der Phase, dass wir finanziell und logistisch alles zusammenhaben, um die klinische Phase I zu starten", sagte Stephan Becker, der Direktor des Instituts für Virologie an der Uni Marburg, der Deutschen Presse-Agentur.

Becker und sein Team sind an der Entwicklung eines Impfstoffes beteiligt und arbeiten dafür am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung mit anderen Wissenschaftlern zusammen. Der Ansatz dabei: Sie nutzen bereits vorhandene Bausteine, sogenannte Impfstoff-Plattformen, um möglichst rasch zu einem Kandidaten gegen den Erreger Sars-CoV-2 zu gelangen.

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Update, 9. Mai, 11.28 Uhr: Vor Liga-Restart: Eintracht-Vorstand Bobic mit wichtigem Appell an Fans

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat eindringlich an die Fans des hessischen Fußball-Bundesligisten appelliert, sich bei den Geisterspielen vom Stadion fernzuhalten.

"Wir haben viel mit unseren Fans gesprochen und gesagt: 'Hört zu, Jungs, taucht nicht am Stadion auf. Wenn ihr dort auftaucht, verlieren wir dieses Spiel, weil die Regeln sehr streng sind'. Denn wenn sie auftauchen, geht das Spiel ans Auswärtsteam", sagte Bobic (48) dem amerikanischen Sportsender ESPN.

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Update, 9. Mai, 10.22 Uhr: Können Mücken das Coronavirus übertragen?

Der Sommer kommt - und damit kommen die Mücken. Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) rechnet derzeit mit einem normalen Jahr. Nach dem Regen in der vergangenen Woche seien die Wasserstände zwar angestiegen. Die Brutstätten der Tiere, die ihre Eier im Boden der Rheinauen ablegen, seien aber trotzdem weiterhin trocken. 

"Ohne Hochwasser keine Einsätze", sagte Kabs-Direktor Dirk Reichle in Speyer. "Das kann sich allerdings sehr schnell ändern." Unterdessen verstärkt Ludwigshafen den Kampf gegen die vermutlich aus Südeuropa eingeschleppte Asiatische Tigermücke, die gefährliche Krankheiten übertragen kann.

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Update, 9. Mai, 9.26 Uhr: So bedrohlich ist die Corona-Krise für das Rotlicht-Milieu

Eigentlich ist Kate ein Nachtmensch. Zur Zeit hat die Tänzerin allerdings weitaus mehr Ruhe, als ihr lieb ist – und weiß nicht, wann sie wieder auf der Bühne des Frankfurter Nachtclubs stehen wird, auf der die dunkelblonde Frau mit den hohen Wangenknochen bisher ihren Lebensunterhalt verdiente.

Denn auch wenn es nun weitere Lockerungen gibt - Betreiber und Mitarbeiter von Nachtclubs und Erotik-Bars, von Bordellen und "Massagesalons" müssen wohl noch lange warten, bis im Frankfurter Rotlichtviertel die Lichter wieder angehen.

Das Aus kam zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. "Das sind jetzt Zeiten, wo gerade Hochbetrieb wäre und viel Geld zu verdienen", sagt Kate, die mit bürgerlichem Namen anders heißt und an ihrem Wohnsitz in Rheinland-Pfalz eine gewisse Distanz zum Job im Nachtleben hat. "Jetzt wird's warm - die Leute wollen raus, die wollen feiern - aber das geht halt alles nicht."

Anders als manche ihrer Kolleginnen konnte Kate, die zudem fahrende Kosmetikerin ist, Soforthilfe beantragen, um die wirtschaftliche Durststrecke zu überbrücken. Aber wie lange noch?

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Update, 8. Mai, 14.12 Uhr: Trotz Lockerungen bleiben viele Theater in Hessen vorerst geschlossen

Die Theater in Hessen dürfen ab Samstag wieder öffnen, viele Bühnen bleiben dennoch vorerst geschlossen. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so schnell wieder los geht", sagte Carola Unser, eine der Intendantinnen des Hessischen Landestheaters Marburg, am Freitag auf dpa-Anfrage. 

"Die Signale standen anders." Man brauche zunächst etwas Zeit, sich mit dem Gesundheitsamt abzustimmen und die Vorkehrungen zu treffen. "Wir wollen so schnell wie möglich wieder loslegen, allerspätestens im Juni." Aber man müsse zunächst überlegen, wie man Mitarbeiter und Zuschauer schütze.

Theater, Opern- und Konzerthäuser in Hessen dürfen unter Einhaltung von Auflagen von diesem Samstag an wieder öffnen. Abstandsregeln und Hygienevorschriften müssen laut Landesregierung aber eingehalten werden. "Keine der Inszenierungen des derzeitigen Repertoires des Schauspiel Frankfurt erfüllt diesen Umstand", teilte der Intendant des Schauspiel Frankfurt, Anselm Weber, mit. 

Alle Stücke seien auf Nähe und Intimität aufgebaut. Das Schauspiel Frankfurt bleibe deshalb vorerst geschlossen, auf der großen Bühne werden laut Weber in dieser Spielzeit keine Aufführungen gezeigt. Derzeit werde geprüft, ob kleine Formate in den Kammerspielen gezeigt werden könnten.

In Darmstadt bleiben die Türen des Staatstheaters vorerst ebenfalls zu. "Wir unterliegen dem Erlass der Stadt Darmstadt", sagte eine Sprecherin. "Das heißt, wir sind bis zum 31. Mai geschlossen." Im Staatstheater Kassel hingegen laufen die Vorbereitungen für eine mögliche Wiedereröffnung. "Wir wollen versuchen, am 22. Mai wieder zu spielen", sagte Intendant Thomas Bockelmann am Freitag. 

"Wir müssen aber schauen, wie das unter Berücksichtigung der Abstandsregeln möglich ist." Ins Schauspielhaus könnten demnach statt üblicherweise 520 nur 100 Zuschauer kommen. Zudem wolle man die Stücke ohne Pause spielen, damit die Besucher nicht zweimal in den Saal müssten.

Update, 8. Mai, 14.09 Uhr: Oper Frankfurt bleibt bis Herbst geschlossen

Obwohl Opernhäuser ab dem Wochenende wieder öffnen dürfen, bleibt die Oper Frankfurt bis Herbst weitgehend geschlossen. Nach den aktuellen Vorschriften dürften nur 15 Musiker im Orchestergraben sitzen und 20 Sänger mit Abstand im Chor singen, sagte Intendant Bernd Loebe am Freitag. 

"Das eigentliche Problem ist aber nicht auf der Bühne sondern davor", sagte Loebe. Wie viele Zuschauer dürfen in den Saal? Wie regelt man den Zugang und die Pausen? Eigentlich müssten Garderoben und Bars geschlossen werden. Hier sei noch vieles zu klären: "Es ist zu früh für Schnellschüsse."

Bis zum Ende dieser Spielzeit seien eventuelle kleinere Angebote wie Liederabende oder konzertante Aufführungen möglich, "da müssen wir schauen, was möglich ist", sagte Loebe. Die neue Saison beginnt dann Mitte September. "Wir gehen davon aus, dass die Spielzeit 2020/2021 so stattfinden kann wie geplant", sagte Loebe. Es gebe aber auch einen Plan B, um auch mit weiteren Einschränkungen Vorstellungen anbieten zu können. "Wir müssen flexibel sein - und das sind wir."

Für die Saison 2020/21 sind 500 Veranstaltungen geplant. Auf dem Programm stehen elf Premieren, davon acht Neuinszenierungen. Die Spielzeit soll am 13. September mit der Frankfurter Erstaufführung von György Ligetis "Le Grand Macabre" eröffnet werden, ein modernes Stück über Tod und Weltuntergang.

Update, 8. Mai, 6.01 Uhr: Ministerin Puttrich sieht Rolle der EU in Corona-Krise überwiegend positiv

Hessens Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) erlebt die EU-Institutionen bei der Bewältigung der Corona-Krise als engagiert und hilfreich. «Sei es zum Beispiel bei der Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung oder finanzieller Hilfen für in Not geratene Betriebe», sagte sie in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden zum Europatag am 9. Mai. Aber der EU seien auch Grenzen gesetzt, "nämlich dort wo die Mitglieder als souveräne Staaten selbst zuständig sind". Dies betreffe etwa die Wirtschaftspolitik oder die Gesundheitssysteme.

Um die Wirtschaft wieder flott zu bekommen, müsse der Kern der Arbeit in den jeweiligen Mitgliedstaaten geleistet werden, erklärte Puttrich. "Die Situation in Italien oder Frankreich ist eben sehr unterschiedlich zu der in Deutschland oder Spanien." Einen zentralen Masterplan werde es nicht geben und der würde auch nicht funktionieren.

Update, 8. Mai, 6 Uhr: Insolvenzanträge in Hessen gehen trotz Corona-Krise zurück

Trotz der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise geht die Zahl der Insolvenzanträge bei Hessens Amtsgerichten zurück. Es gebe keine Insolvenzwelle, eher das Gegenteil, sagte Roland Glöckner, Sprecher des Amtsgerichts Frankfurt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In Frankfurt hat sich die Zahl der Anträge quasi halbiert. 63 Unternehmer- und Unternehmensinsolvenzen wurden im April beantragt, 21 Verbraucherinsolvenzen. Das macht insgesamt 84 Anträge - und damit deutlich weniger als im April 2019 mit 177 Anträgen.

Als Ursache für die Entwicklung sehen Gerichte und Behörden die Schritte zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Unter anderem wurde die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen, unter bestimmten Bedingungen ausgesetzt. Viele Branchen haben in den vergangenen Wochen vor einer Insolvenzwelle in Deutschland gewarnt. Selbst die Zahl der Privatpleiten werde steigen, erklärte Ende März das Informationsunternehmen Crifbürgel.

Update, 7. Mai, 19.18 Uhr: Oper stellt neuen Spielplan vor

Frankfurt am Main - Wegen der Corona-Pandemie hat die Opernsaison im Frühjahr ein jähes Ende gefunden. Wie es in der nächsten Spielzeit weitergehen könnte, darüber informieren Intendant Bernd Loebe und Generalmusikdirektor Sebastian Weigle am Freitag (11 Uhr). Zudem hat sich die Situation der Kultureinrichtungen am Donnerstagabend geändert. Die Landesregierung kündigte an, dass Theater, Opern- und Konzerthäuser unter Einhaltung von Auflagen von diesem Samstag an wieder öffnen dürfen.

Mitte März waren die ersten Vorstellungen der Städtischen Bühnen abgesagt worden. Ende April verkündete die Stadt, dass in dieser Saison keine Vorstellungen mehr stattfinden. Grundlage waren die damaligen Beschlüsse der Bundes- und Landesregierung.

Sowohl Schauspiel als auch Oper machen ihren Besuchern seither Angebote im Internet. Die Oper bietet "Wohnzimmerkonzerten" von Sängern und Musikern sowie Talkrunden zu Produktionen. Das Schauspiel bietet eine "Lyrische Hausapotheke", in der täglich ein Ensemblemitglied ein Gedicht vorträgt. Unter "Ensemble im Homeoffice" gibt es Podcast-Lesungen oder kleine Wohnzimmer-Stücke.

Update, 7. Mai, 17.36 Uhr: Kitas sollen ab Anfang Juni wieder für alle Kinder öffnen

Die Kindertagesstätten in Hessen sollen vom 2. Juni an im eingeschränkten Regelbetrieb wieder für alle Kinder öffnen. Das kündigte die Landesregierung am Donnerstag an.

Kitas sollen für alle Kinder öffnen (Symbolfoto).
Kitas sollen für alle Kinder öffnen (Symbolfoto).  © Friso Gentsch/dpa

Update, 7. Mai, 17.25 Uhr: Theater und Opernhäuser dürfen ab Samstag wieder öffnen

Theater, Opern- und Konzerthäuser in Hessen dürfen unter Einhaltung von Auflagen von diesem Samstag an wieder öffnen. Ausgenommen seien Konzerte und Veranstaltungen, bei denen die erforderlichen Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten, teilte die Landesregierung am Donnerstag mit.

Die vielfältigen Öffnungsregelung der hessischen Landesregierung in der Corona-Krise gelten zunächst bis zum 5. Juni. Trotz der erfreulichen Entwicklung der Infektionszahlen in Deutschland und Hessen müsse mit äußerster Besonnenheit mit den Lockerungen umgegangen werden, sagte Bouffier. Sollte sich erweisen, dass die ein oder andere Maßnahme nicht vertretbar sei, dann werde man sie zurücknehmen müssen. 

Update, 7. Mai, 17.23 Uhr: Pensionen und Hotels dürfen ab 15. Mai wieder an den Start

Pensionen, Privatzimmer und Hotels können ab dem 15. Mai ihren Betrieb wieder aufnehmen. In allen öffentlichen Bereichen wie der Rezeption, den Tagungs- und Frühstücksräumen sowie dem Restaurant müssten aber die Abstandsregeln zwischen Personal und Gästen sowie der Gäste untereinander eingehalten werden, erklärte Regierungschef Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden.

Update, 7. Mai, 17.22 Uhr: Fitnessstudios können ab 15. Mai wieder öffnen

Bisher untersagter Freizeitsport ist in Hessen von Samstag an eingeschränkt wieder möglich. Er müsse kontaktfrei und mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen einzelnen Personen ausgeübt werden, teilte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag mit. 

Fitnessstudios könnten ab dem 15. Mai wieder öffnen.

Update, 7. Mai, 17.16 Uhr: Hessische Restaurants und Gaststätten dürfen Mitte Mai wieder öffnen

Restaurants und andere Gaststätten in Hessen dürfen vom 15. Mai an wieder unter Auflagen öffnen. Diskotheken und Tanzklubs blieben aber vorerst weiter geschlossen, wie die Landesregierung am Donnerstag mitteilte.

Update, 7. Mai, 17.12 Uhr: Veranstaltungen bis 100 Teilnehmer von Samstag an wieder erlaubt

Jetzt ist es offiziell: Versammlungen mit bis zu 100 Teilnehmern sind in Hessen unter Auflagen von diesem Samstag an wieder möglich. Im Ausnahmefall könnten die Behörden unter bestimmten Voraussetzungen auch höhere Teilnehmerzahlen ermöglichen, teilte die hessische Landesregierung am Donnerstag mit.

Update, 7. Mai, 17.07 Uhr: Training für Breitensportler in Hessen bis Wochenende möglich

Die hessischen Trainingsplätze sollen noch in dieser Woche wieder für den Breitensport freigegeben werden. "Wir haben vor, dass wir zum Wochenende wieder den Breiten- und Freizeitsport ermöglichen", sagte Hessens Sportminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag vor der Sitzung des Corona-Kabinetts im Hessischen Rundfunk. Ein Wettkampfbetrieb werde noch nicht möglich sein, "aber dass man wieder Sport treibt in seiner Sportart, das wollen wir wieder ermöglichen".

Ein Unterschied bei den Sportarten selbst solle nicht gemacht werden, "das heißt, wenn wir öffnen, werden wieder alle Sportarten möglich sein, allerdings unter den Voraussetzungen: kontaktfrei und an der frischen Luft", so Beuth. Außerdem gebe es Hygieneauflagen und Regeln der einzelnen Sportfachverbände, die zu beachten seien.

Einen genauen Termin für die Freigabe gebe es noch nicht. Der CDU-Politiker gehe aber davon aus, dass es voraussichtlich eher der Samstag werde als der Freitag. Das liege aber nur an "technischen Fragen der Verordnung", erklärte Beuth.

"Dass die Menschen ihre Sportarten im Verein unter freiem Himmel ausüben dürfen, ist gut, aber im Gesamtgefüge der anderen Lockerungen, die jetzt Schritt für Schritt kommen, nicht transparent und nachvollziehbar", sagte Ulrich Müller, Vizepräsident des Hessischen Turnverbandes. 

Die meisten Vereinsangebote der Turnvereine könnten immer noch nicht angeboten werden, da es sich überwiegend um Indoor-Aktivitäten wie Geräteturnen und Fitness- oder Gesundheitskurse sowie Sportarten wie Rhönradturnen und andere handele.

"Wenn Öffnungen von Restaurants und Fitnesscenter möglich werden, muss auch der Vereinssport, der klare Strukturen und eine Nachvollziehbarkeit der Anwesenheit hat, Berücksichtigung finden", sagte Müller. "Das dies bisher nicht erfolgte, ist enttäuschend."

Update, 7. Mai, 16.58 Uhr: Experte rechnet mit mehr Suchtmittel-Konsum wegen Corona-Pandemie

Die Corona-Krise treibt nach Einschätzung eines Experten den Konsum von Suchtmitteln wie Alkohol, Tabak und illegalen Drogen an. Die Betroffenen glaubten, dass sie damit die derzeitigen Einschnitte und substanziellen Veränderungen ihrer Lebensweise und im Zusammenleben kompensieren könnten, erklärte Professor Heino Stöver vom Institut für Suchtforschung der Frankfurt University of Applied Sciences am Donnerstag. Dies könne aber zu zusätzlichem Stress führen, denn viele Möglichkeiten der Verheimlichung vor der Familie oder dem Partner fielen weg.

Abhängige von illegalen Drogen stünden derzeit vor gewaltigen Herausforderungen, denn der Schwarzmarkt sei wegen der geschlossenen Grenzen leer gefegt. Auch die Beschaffung von Geld sei kaum mehr möglich. Zudem gehörten Suchtkranke zu den Hauptrisikogruppen im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus. Hinzu kämen die teilweise prekären Zustände in den Drogenhilfen.

Der Professor rief Raucher auf, die Pandemie als Anlass zu nehmen, auf weniger schädliche Substanzen umzusteigen oder ganz aufzuhören: "Durch die Belastung beim Rauchen sind die Abwehrkräfte des Bronchialsystems eingeschränkt."

Update, 7. Mai, 15.47 Uhr: Städel-Wiedereröffnung am Wochenende

Mit Zugangsbeschränkungen und Hygieneauflagen öffnet am Samstag das Frankfurter Städel-Museum nach der Zwangsschließung wieder für Besucher. Einige Ausstellungshäuser in Frankfurt haben bereits seit dieser Woche wieder geöffnet, andere folgen nächste Woche.

Die Zahl der zugelassenen Besucher ist auf eine Person pro 20 Quadratmeter begrenzt. Bei 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche dürfen 200 Besucher pro Stunde ins Museum, wie eine Städel-Sprecherin erklärt. Sie müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Kasse wurde mit einer Scheibe versehen, auf dem Boden kleben Abstandsmarkierungen. Besucher sollen vorab ein Online-Ticket buchen.

Der Einlass ist mit Online-Tickets möglich.
Der Einlass ist mit Online-Tickets möglich.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 7. Mai, 14.54 Uhr: 8716 Corona-Fälle in Hessen, 38 neue Infektionen bestätigt

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen am Donnerstag etwas langsamer gewachsen. Sie liegt bei 8716 Fällen. Das waren 38 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium in Wiesbaden (Stand 14 Uhr) erklärte. Am Mittwoch hatte es einen Zuwachs von 93 Fällen gegeben. 

Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht wird, stieg um 11 auf 399. In der Corona-Statistik werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer elektronischen Datenbank erfasst werden.

Im Fokus stehen auch die regionalen Fallzahlen. Bei einem Überschreiten der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen Landkreise und kreisfreie Städten wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängen. 

Von dieser Obergrenze waren hessische Städte und Kreise am Donnerstag deutlich entfernt: Die höchsten Werte haben der Odenwaldkreis (26), Offenbach (15) und der Werra-Meißner-Kreis (12).

Update, 7. Mai, 13.21 Uhr: IHK: Frankfurter Unternehmen nach Lockerungen etwas optimistischer

Nach den ersten Corona-Lockerungen blicken die Unternehmen in Frankfurt und Umgebung etwas optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Zwar rechneten bei einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer immer noch 77 Prozent der Unternehmen mit einem Umsatzrückgang im Jahr 2020. Vor zwei Monaten hatten das aber noch 85 Prozent befürchtet. "Das geringfügige Lösen der Wirtschaftsbremse und die staatlichen Ausgleichsmaßnahmen zeigen eine positive Wirkung auf die regionale Wirtschaft", erklärte IHK-Präsident Ulrich Caspar am Donnerstag.

Auf 16 Prozent hat sich der Anteil der Befragten halbiert, die Umsatzausfälle von mehr als 50 Prozent erwarten. Eine Rückkehr zum Normalbetrieb erwartet aber nur ein Drittel der Unternehmen noch für dieses Jahr. Etwa 30 Prozent planen wegen des schwachen Geschäfts, ihr Personal zu reduzieren. Unmittelbar von einer Insolvenz bedroht sehen sich nur 4 Prozent, aber immerhin 25 Prozent berichten von Liquiditätsengpässen.

Update, 7. Mai, 13.19 Uhr: Bischöfin Hofmann stimmt Gläubige auf "veränderte Normalität" ein

Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Beate Hofmann, rechnet in den Kirchen nicht mit einer baldigen Rückkehr zum Normalzustand. Man werde sich angesichts der Corona-Pandemie voraussichtlich noch lange in einer "veränderten Normalität" einrichten müssen, erklärte sie am Donnerstag anlässlich der baldigen Wiederaufnahme von Gottesdiensten in vielen Gemeinden. 

Die Bischöfin ermunterte die Verantwortlichen in den Kirchen, weiter kreativ zu sein: "Ich hoffe sehr, dass es gelingt, in den Regionen vielfältige Gottesdienstkonzepte zu entwickeln, die zwei zentrale Anliegen verknüpfen: Niemand wird gesundheitlich gefährdet und möglichst viele hören Gottes frohe Botschaft in analogen und digitalen Gottesdiensten."

Update, 7. Mai, 13.17 Uhr: Land gibt eine Million Euro an Jugendherbergen in Corona-Krise

Die krisengeschüttelten Jugendherbergen in Hessen erhalten eine Million Euro Corona-Soforthilfe vom Land. Das sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums am Donnerstag in Wiesbaden. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk (hr) über die Reaktion auf akute Liquiditätsengpässe berichtet.

"Wir wissen, dass diese Nothilfe zunächst nur ein Überleben sichert und hoffen, dass mit den Lockerungen und bevorstehenden Öffnungen auch die Jugendherbergen bald wieder ausgelastet sind", sagte Minister Kai Klose (Grüne) dem hr laut einer Mitteilung. Die insgesamt 32 Jugendherbergen im Land erfüllten einen sozialpolitischen Auftrag und seien eine wichtige Einrichtung gerade auch für Familien mit Kindern.

Der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks hatte zuletzt am Sonntag von einer bedrohlichen Lage berichtet, da die bisherigen Unterstützungs- und Förderprogramme an den Herbergen vorbei liefen. Bundesweit wurde eine Online-Petition gestartet. Der Verband bat Gäste, Stornierungen in Reiseverschiebungen umzuwandeln oder Gutscheine anzunehmen. Diese könne man auch online erwerben, um die Herbergen zu unterstützen.

Update, 7. Mai, 12.09 Uhr: Freizeitsport ab Samstag möglich?

Die Trainingsplätze sollen noch in dieser Woche wieder für den Breitensport freigegeben werden. "Wir haben vor, dass wir zum Wochenende wieder den Breiten- und Freizeitsport ermöglichen", sagte Hessens Sportminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag vor der Sitzung des Corona-Kabinetts im Hessischen Rundfunk. Ein Wettkampfbetrieb werde noch nicht möglich sein, "aber dass man wieder Sport treibt in seiner Sportart, das wollen wir wieder ermöglichen".

Ein Unterschied bei den Sportarten selbst solle nicht gemacht werden, "das heißt, wenn wir öffnen, werden wieder alle Sportarten möglich sein, allerdings unter den Voraussetzungen: kontaktfrei und an der frischen Luft", so Beuth. Außerdem gebe es Hygieneauflagen und Regeln der einzelnen Sportfachverbände, die zu beachten seien.

Einen genauen Termin für die Freigabe gebe es noch nicht. Der CDU-Politiker gehe aber davon aus, dass es voraussichtlich eher der Samstag werde als der Freitag. Das liege aber nur an "technischen Fragen der Verordnung", erklärte Beuth.

Update, 7. Mai, 7.53 Uhr: 30.000 Gesundheitswesen-Beschäftigte in Kurzarbeit

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise spürt auch der Medizinbereich deutlich. Etwa 30.100 Beschäftigte im Gesundheitswesen in Hessen sind laut Arbeitsagentur derzeit von Kurzarbeit betroffen. Kurzarbeit angezeigt haben 4077 Gesundheitsbetriebe, wie die Regionaldirektion Hessen mit dem Stand 26. April und nach vorläufigen Zahlen mitteilte. Eine Differenzierung nach Art der Betriebe wie Kliniken oder Praxen sei allerdings nicht möglich, auch kein Vergleich mit Vorjahreszahlen in diesem Bereich.

"Aktuell gibt es eine große Diskrepanz", berichtete Susanne Johna, die Vorsitzende des Marburger Bundes in Hessen über die Situation von Ärzten. Manche müssten noch mehr arbeiten als sonst, die Ruhezeiten wurden verkürzt, die Arbeitszeiten verlängert, um den befürchteten Ansturm der Covid-19-Patienten zu bewältigen. Andere hätten dagegen so wenig zu tun, dass sie vom Arbeitgeber in Kurzarbeit geschickt würden. "Das ist einfach keine sinnvolle Aufteilung der Arbeit."

Über alle Branchen hinweg sind derzeit etwa 700.000 hessische Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen. Mehr als 52.000 Betriebe haben ihre Mitarbeiter zur Kurzarbeit angemeldet.

Update, 6. Mai, 21.30 Uhr: DFL-Präsidium für Bundesliga-Fortsetzung ab 15. Mai

Die Deutsche Fußball Liga will die Saison in der 1. und 2. Bundesliga am 15. Mai fortsetzen. Über diesen Beschluss des DFL-Präsidiums seien die 36 Proficlubs am Mittwochabend informiert worden, bestätigte der Dachverband der Deutschen Presse-Agentur. 

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Update, 6. Mai, 21.14 Uhr: Grimmwelt in Kassel will nächste Woche öffnen

Die Grimmwelt in Kassel wird nach der coronabedingten Zwangspause am 12. Mai wieder öffnen. Das teilte das Museum am Mittwoch mit. Die maximale Anzahl der Besucher, die sich gleichzeitig im Haus aufhalten dürfen, sei auf 50 begrenzt. 

Begleitveranstaltungen und Führungen finden aus Sicherheitsgründen zunächst nicht statt, wie es weiter hieß. Die Sonderausstellung "Rotes Käppchen, blauer Bart - märchenhafte Farben und Experimente" sei verlängert worden. 

Das Ausstellungshaus ist dem Schaffen der Brüder Grimm als Sprachforscher und Sammler fantastischer Märchen gewidmet. In Hessen dürfen seit Montag Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen und Zoos wieder öffnen.

Bereits am 12. Mai soll die Grimmwelt wieder öffnen.
Bereits am 12. Mai soll die Grimmwelt wieder öffnen.  © Swen Pförtner/dpa

Update, 6. Mai, 17.07 Uhr: Neue Lockerungen in der Corona-Krise

Die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Gaststätten, Hotels und Campingplätze in Hessen sollen noch im Mai wieder öffnen dürfen. Das sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch nach einer Schalte der Regierungschefs von Bund und Ländern. Über den genauen Zeitpunkt für die Öffnung werde das hessische Corona-Kabinett an diesem Donnerstag entscheiden.

Die umfassenden Kontaktbeschränkungen sollen hingegen bis zum 5. Juni verlängert werden, auch dabei ist aber eine Lockerung geplant. So sollen sich etwa Familien aus zwei Haushalten treffen dürfen. Genaueres werde am Donnerstag festgelegt, sagte Bouffier. Bislang dürfen maximal zwei Menschen zusammen in der Öffentlichkeit unterwegs sein, Ausnahmen gelten für Familien oder Menschen, die in einem Haushalt leben.

Auch Geschäfte in Hessen sollen unabhängig von der Quadratmeterzahl ihrer Verkaufsfläche wieder öffnen dürfen, erläuterte der Regierungschef. Es gelten allerdings Beschränkungen, wie viele Kunden sich gleichzeitig in einem Laden aufhalten können. Bislang durften nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen, ausgenommen davon waren etwa Buchhandlungen und Autohäuser.

Freizeitsport im Freien solle auch wieder möglich werden, sagte Bouffier. Fitnessstudios sollen noch im Mai öffnen können, auch hier komme es auf das Hygienekonzept an. Das Land Hessen will zudem Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern wieder unter Auflagen zulassen. Diese Zahl solle die Richtschnur sein, sagte Bouffier. Wenn das Hygienekonzept stimme, könnten es auch mehr sein, als Beispiel nannte er Hauptversammlungen. Nicht möglich werde dies wohl bei Volksfesten sein.

Die Regierungschefs der Länder hatten zuvor in einer Videoschalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) hatte bereits am Vortag weitere Lockerungen angekündigt. Er machte dabei aber auch deutlich, dass jeder weitere Schritt zu mehr Lockerungen voraussetze, dass die Zahl der Neuinfektionen nicht wieder drastisch ansteige. Zuletzt hatte es in Hessen schon einige Lockerungen der Ende März erlassenen, strengen Bestimmungen gegeben. Seit einigen Tagen dürfen Zoos und Museen wieder öffnen.

Update, 6. Mai, 16.50 Uhr: Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern sollen wieder zugelassen werden

Veranstaltungen in Hessen mit bis zu 100 Teilnehmern sollen unter Auflagen wieder zugelassen werden. Diese Zahl solle die Richtschnur sein, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden. Das hessische Corona-Kabinett will an diesem Donnerstag über konkrete Lockerungen der Corona-Regeln beraten.

Update, 6. Mai, 16.40 Uhr: Corona-Kontaktbeschränkungen in Hessen sollen verlängert werden

Hessen will die umfassenden Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis zum 5. Juni verlängern. Das werde er dem Corona-Kabinett so zur Entscheidung vorschlagen, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch nach einer Schalte der Regierungschefs aus Bund und Ländern.

Update, 6. Mai, 16.30 Uhr: Restaurants und Gaststätten sollen noch im Mai wieder öffnen dürfen

Restaurants und andere Gaststätten in Hessen sollen noch im Mai wieder öffnen dürfen. Dies gelte auch für Hotels und Campingplätze, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch.

Update, 6. Mai, 15.57 Uhr: Nur wenige Verstöße gegen Maskenpflicht in Hessen

Seit dem Start der Corona-Maskenpflicht sind in Hessen täglich im Durchschnitt etwa 200 Verstöße mit anschließendem Bußgeld gegen die Kontaktbeschränkungen polizeilich registriert worden. Die Zahl der gewerblichen Verstöße, die mit Bußgeldern belegt wurden, beläuft sich nach Angaben des Innenministeriums am Mittwoch auf rund 400. Bei der jüngst eingeführten Mundschutzpflicht seien bislang nur zehn Bußgeldverfahren eingeleitet worden.

"Bei mehr als 90 Prozent der Kontrollen durch die hessische Polizei konnten die Verordnungen im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern umgesetzt und vermeintliche Missverständnisse diesbezüglich ausgeräumt werden", sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Das sei auch ein Beleg für eine große Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung für die getroffenen Maßnahmen zum Infektionsschutz. Die hessische Polizei setze die Verordnungen mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl um.

Update, 6. Mai, 15 Uhr: "Nur" 93 neue Corona-Fälle in Hessen

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus liegt in Hessen aktuell bei 8678. Das waren 93 Fälle mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium in Wiesbaden am Mittwoch (Stand 14 Uhr) mitteilte. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht wird, erhöhte sich um vier auf 388. In der Corona-Statistik werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer elektronischen Datenbank erfasst werden.

Update, 6. Mai, 12.06 Uhr: Lehrer dürfen nicht auf "Nullrisiko-Situation" in Schulen warten

Lehrer müssen auch ohne einen ausgefeilten Hygieneplan in die Schulen zurückkehren. Das Frankfurter Verwaltungsgericht lehnte ein sogenanntes Eilrechtsschutzbegehren einer Grundschullehrerin ab. Die Entscheidung der für Beamtenrecht zuständigen Kammer wurde am Mittwoch zugestellt.

Die verbeamtete Lehrerin wollte verhindern, dass sie zum Präsenzunterricht herangezogen wird. Sie argumentierte, Land und Schulamt hätten bisher keinen hinreichenden Hygieneplan und kein hinreichendes Arbeitsschutzkonzept vorgelegt. (Aktenzeichen 9 L 1127/20.F)

Die Kammer sah das anders: Die betreffende Schule habe sehr wohl Vorkehrungen getroffen, "um eine Gefährdung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte hinreichend zu minimieren". Die Antragstellerin könne nicht erwarten, "mit einem bis ins letzte ausgefeilten Hygieneplan eine Nullrisiko-Situation in der Schule anzutreffen".

Sie kann gegen den Beschluss noch Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel einlegen.

Update, 6. Mai, 11.46 Uhr: Al-Wazir sagt Betrieben Wirtschaftshilfe beim Wiederanfahren zu

Das Bild zeigt den Wirtschaftsminister von Hessen, Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen).
Das Bild zeigt den Wirtschaftsminister von Hessen, Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen).  © Silas Stein/dpa

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat der hessischen Wirtschaft zugesichert, die Betriebe auch nach den Corona-Lockerungen beim Wiederanfahren ihrer Geschäfte zu unterstützen. Das Land werde auch an den Stellen ergänzen, wo Konjunkturprogramme des Bundes dann Lücken lassen, sagte der Minister am Mittwoch im hessischen Landtag in Wiesbaden.

Diese Unterstützung gelte auch für die Gastronomie, die Kultur und Kreativwirtschaft sowie gerade für die Ausbildung. Es dürfe nicht passieren, dass im Herbst viele Betriebe nicht ausbildeten und dann eine "Generation Corona" entsteht.

Bislang habe es mehr als 120.000 Anträge auf staatliche Soforthilfen in der Corona-Krise für kleinere Betriebe mit Finanznot in Hessen gegeben, teilte der Minister mit. 89.000 dieser Anträge seien bewilligt und damit 815 Millionen Euro an hessische Betriebe, Freiberufler und Soloselbstständige ausgezahlt worden.

Update, 6. Mai, 10.42 Uhr: Frankfurter Messe sagt Großmessen im September ab

Die Frankfurter Messegesellschaft hat die für September geplanten Großmessen "Light + Building" und "Automechanika" abgesagt. Nach den jüngsten Ankündigungen der Regierung zur Corona-Pandemie könne keine Garantie gegeben werden, dass Großveranstaltungen zu diesem Zeitpunkt stattfinden könnten, hieß es am Mittwoch zur Begründung. Unnötige Kosten für Besucher und Aussteller müssten vermieden werden. Derzeit sind in Deutschland bis Ende August Großveranstaltungen untersagt.

Für beide Messen wurden bereits neue Termine festgelegt. Die nächste Automechanika soll demnach vom 14. bis zum 18. September 2021 stattfinden und dann ihren Zweijahresturnus in den ungeraden Jahren weiterführen. Die Baufachmesse Light + Building ist für den 13. bis 18. März 2022 geplant und bleibt damit in den geraden Jahren. Die Buchmesse des Deutschen Börsenvereins steht für den Oktober noch im Messeplan.

Update, 6. Mai, 8.24 Uhr: Betreiber von Elektro-Highway trotz Corona-Problemen optimistisch

Ein Lastwagen fährt mit ausgefahrenem Stromabnehmer auf der Teststrecke für E-Lastwagen mit Oberleitung auf der A5.
Ein Lastwagen fährt mit ausgefahrenem Stromabnehmer auf der Teststrecke für E-Lastwagen mit Oberleitung auf der A5.  © Silas Stein/dpa

Ein Jahr nach dem Start des ersten deutschen Elektro-Highways in Südhessen kann das Projekt noch immer nicht Vollgas geben. Wegen der Corona-Reisebeschränkungen sind weiter nur zwei Test-Lastwagen auf der Autobahn 5 unterwegs, wie Projektleiter Achim Reußwig von der Verkehrsbehörde Hessen Mobil der Deutschen Presse-Agentur sagte. Eigentlich sollten es doppelt so viele sein.

Auf einem fünf Kilometer langen Abschnitt können spezielle Hybrid-Lastwagen an einer Oberleitung Strom tanken. So werden bei voller Fahrt die Batterien aufgeladen. Reußwig erwartet aber keine Verzögerung des bis Ende 2022 angelegten Versuchs.

Er gehe davon aus, dass die erforderlichen Daten gesammelt werden können: "Auf der Grundlage der Ergebnisse sollen ja auch Entscheidungen fallen, die nicht beliebig in die Zukunft hinausgeschoben werden können, ob das nun ein System ist, auf das man setzen kann." Ergebnisse seien im ersten Quartal 2023 zu erwarten.

Nach einem Jahr könne Hessen Mobil eine erste positive Zwischenbilanz ziehen, sagte der Projektleiter: "Wir sind sehr zufrieden. Man kann eine solche Anlage mit vertretbarem Aufwand vernünftig und sicher betreiben." Die Teststrecke wurde am 7. Mai 2019 in Betrieb genommen.

Update, 6. Mai, 7 Uhr: Verwaltungsgerichtshof entscheidet über Klage gegen Maskenpflicht

Der Verwaltungsgerichtshof Kassel will am Mittwoch über die Maskenpflicht wegen der Corona-Pandemie entscheiden. Ein Kläger wehre sich gegen die Verordnung des Landes Hessen, eine Mund-Nasen-Bedeckung in Geschäften, Post- und Bankfilialen zu tragen, sagte ein Justizsprecher am Dienstag.

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Update, 6. Mai, 6.18 Uhr: Kommt es zu weiteren Corona-Lockerungen in Hessen?

Eine Lehrerin und Schüler eines Deutsch-Kurses stehen mit Schutzmasken auf dem Schulhof eines Frankfurter Gymnasiums.
Eine Lehrerin und Schüler eines Deutsch-Kurses stehen mit Schutzmasken auf dem Schulhof eines Frankfurter Gymnasiums.  © Arne Dedert/dpa

Bund und Länder wollen am heutigen Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten – was auch in Hessen mit Spannung verfolgt wird. Sozialminister Kai Klose (Grüne) hatte am Vortag weitere Lockerungen angekündigt, dabei aber betont, dass konkrete Maßnahmen von den Ergebnissen der Bund-Länder-Chefgespräche abhingen. Jeder weitere Schritt zu mehr Lockerungen setze zudem voraus, dass die Zahl der Infizierten nicht wieder drastisch ansteige, sagte er am Dienstag in seiner Regierungserklärung im Landtag in Wiesbaden.

Klose kündigte dabei Gespräche mit den Kita-Trägern über einen eingeschränkten Regelbetrieb ab dem 2. Juni an. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die nötigen hygienischen Schutzvoraussetzungen geschaffen werden. Der Fahrplan der schwarz-grünen Koalition sehe außerdem vor, den Geschäften und dem Handel eine Perspektive zu geben. Zudem werde an einem Konzept für die Gastronomie, für Veranstaltungen bis zu 100 Teilnehmern, den Sport sowie für wieder mehr soziales und kulturelles Leben gearbeitet.

Das Kultusministerium hatte zudem mitgeteilt, dass am 18. Mai für viele Schüler ein Klassenunterricht in eingeschränkter Form anlaufen soll.

Seit einigen Tagen sind in Hessen wieder mehr Freizeitvergnügen möglich: Neben Museen dürfen etwa auch wieder Tiergärten Besucher empfangen. Der Frankfurter Zoo wird am heutigen Mittwoch nach seiner mehrwöchigen Corona-Zwangspause wieder seine Pforten öffnen. Die Zahl der täglichen Besucher ist aber zunächst auf 750 beschränkt und es dürfen nur maximal 250 Menschen gleichzeitig im Zoo unterwegs sein. Zudem müssen die Tickets online gekauft sowie Besuchszeitfenster gebucht werden (TAG24 berichtete).

Update, 5. Mai, 19.57 Uhr: Hessische Abgeordnete wollen auf Diätenerhöhung verzichten

Die Abgeordneten im hessischen Landtag wollen in diesem Jahr angesichts der Corona-Krise auf ihre Diätenerhöhung verzichten. 

Redner bezeichneten diesen Schritt fraktionsübergreifend als Zeichen der Solidarität mit den vielen Bürgern und Betrieben im Land, die sich in teils erheblichen finanziellen Schwierigkeiten befänden. Die Forderung, die Erhöhung von rund 2,3 Prozent zum 1. Juli auszusetzen, war von Seiten der Opposition laut geworden.

In Hessen ist die Erhöhung der Bezüge von Landtagsabgeordneten an den Nominalindex des Vorjahres gekoppelt, der die Nettoverdienste aller Arbeitnehmer widerspiegelt. Für dieses Jahr würde der Index für 2019 angewandt - der vermutlich nach oben weist. Die möglichen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise würden die Abgeordneten zeitversetzt erst 2021 treffen.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Robert Lambrou sieht die automatische Anpassung kritisch. Damit werde eine regelmäßige Debatte über die Diäten unterbunden, sagte er. Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion Torsten Felstehausen forderte, "wir brauchen eine Diskussion hier im Parlament". Mehrere Gesetzentwürfe zu dem Verzicht, darunter ein gemeinsamer von CDU, Grünen, SPD und FDP, wurden an den Ältestenrat überwiesen.

Update, 5. Mai, 17.26 Uhr: Corona-Pandemie lässt Zahl der Einbrüche und Unfälle sinken

Das hessische Landeskriminalamt verzeichnet während der Corona-Pandemie mit den Kontaktbeschränkungen unter anderem weniger Verkehrsunfälle und Einbruchsdiebstähle. Seit Inkrafttreten der hessischen Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus seien diese Zahlen stark zurückgegangen, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Konkrete Zahlen nannte die Behörde nicht.

Manche Straftaten gingen mangels Gelegenheit zurück. Als Beispiel nannte das LKA Wohnungseinbrüche, da die Menschen wegen der Kontakteinschränkungen und der Verlagerung von Arbeit ins Homeoffice vermehrt daheim seien.

Die Polizei beobachte aber genau die Entwicklung, um schnell reagieren zu können, beispielsweise auch auf neue Betrugsversuche. "So konnten in den vergangenen Wochen bislang in Einzelfällen neue Betrugsmaschen festgestellt werden: Kriminelle, die sich als nahe Verwandte oder Freunde ausgeben und versuchen unter dem Vorwand eines coronabedingten Notfalls an das Geld ihrer Opfer zu gelangen." 

Gegen diese neu aufkommenden Phänomene werde schnell und zielgerichtet vorgegangen.

Die Corona-Pandemie lässt die Einbruchszahlen sinken (Symbolfoto).
Die Corona-Pandemie lässt die Einbruchszahlen sinken (Symbolfoto).  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 5. Mai, 15.28 Uhr: Erster Teilnehmer von Biontech-Studie in den USA geimpft

Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus sind mittlerweile auch die ersten Tests des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Unternehmens Pfizer in den Vereinigten Staaten angelaufen. 

Die erste Probanden seien behandelt worden, teilten die Firmen am Dienstag gemeinsam mit.

Update, 5. Mai, 15.16 Uhr: 8585 Corona Fälle bestätigt, Anstieg um 44 Infektionen

In Hessen gibt es nun 8585 bestätigte Infektionen mit den Coronavirus. Das waren nach einer Mitteilung des Sozialministeriums vom Dienstag 44 Fälle mehr als am Vortag (Stand 14 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht wird, stieg um 12 auf 384. 

In der Corona-Statistik werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer elektronischen Datenbank erfasst werden.

Update, 5. Mai, 14.28: Wann öffnen Kitas und Gastronomie? Das sagt der Sozialminister

Sozialminister Kai Klose (Grüne) hält weitere Schritte für eine Normalisierung des täglichen Lebens in Hessen in der Corona-Krise für möglich. Er sprach am Dienstag anlässlich einer Regierungserklärung im Landtag.

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Update, 5. Mai, 13.15 Uhr: Hessen plant weitere Öffnung der Schulen

In Hessen soll am 18. Mai für zahlreiche weitere Schüler wieder der Unterricht in eingeschränkter Form beginnen. Darunter sind die Viertklässler und viele Schüler an weiterführenden Schulen.

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Das Foto zeigt Einzelplätze in einem Klassenzimmer der Linnéschule im Frankfurter Stadtteil Bornheim.
Das Foto zeigt Einzelplätze in einem Klassenzimmer der Linnéschule im Frankfurter Stadtteil Bornheim.  © Arne Dedert/dpa

Update, 5. Mai, 13.10 Uhr: Wirtschaft fordert Treffen von bis zu fünf Menschen

Die Hygieneregeln würden weitgehend beachtet, lautet ein Argument der hessischen Wirtschaft (Symbolbild).
Die Hygieneregeln würden weitgehend beachtet, lautet ein Argument der hessischen Wirtschaft (Symbolbild).  © Fabian Strauch/dpa

Die hessische Wirtschaft dringt vor den Beratungen der Politik auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Die Kontaktbegrenzung in der Öffentlichkeit solle von zwei auf fünf Personen gelockert werden, forderte die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) am Dienstag in Frankfurt. Die Distanz- und Hygieneregeln würden weitgehend beachtet und das Gesundheitssystem sei nicht überlastet, begründete Präsident Wolf Mang.

Zudem solle im Einzelhandel die Begrenzung der Verkaufsflächen auf 800 Quadratmeter gestrichen werden. Auch bei Geschäftsreisen und in der Gastronomie seien Lockerungen "möglich und nötig", befand Mang. Dies seien wichtige Schritte zu einer Rückkehr in ein normales wirtschaftliches Leben.

"Die Lockerungen müssen in der Breite der Wirtschaft nun ankommen, wenn Insolvenzen und nach Möglichkeit auch betriebsbedingte Kündigungen weiter vermieden werden sollen." Die Politik solle ferner bis Ende 2021 auf eine Erhöhung von Steuern, Abgaben oder Gebühren verzichten, forderte der Verband.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will an diesem Mittwoch (6.5.) mit den Ministerpräsidenten der Länder über Lockerungen der Corona-Beschränkungen beraten. Mehrere Bundesländer sind bereits mit eigenen Plänen etwa für Lockerungen in der Gastronomie vorgeprescht.

Update, 5. Mai, 12.32 Uhr: Stand der Ermittlungen bei "Aufzug-Gate" um Gesundheitsminister Spahn

Die in die Kritik geratene Fahrt mehrerer Politiker – darunter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn – in einem proppenvollen Aufzug in Gießen mitten in der Corona-Pandemie ist kein Fall für die Staatsanwaltschaft mehr.

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Bei einem Besuch der Uniklinik Gießen drängen sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (l.), und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (m.) mit Begleitern in einem Fahrstuhl.
Bei einem Besuch der Uniklinik Gießen drängen sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (l.), und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (m.) mit Begleitern in einem Fahrstuhl.  © Bodo Weissenborn/Hessischer Rundfunk/dpa

Update, 5. Mai, 8.03 Uhr: Hauptversammlung der Lufthansa startet im Internet

Bei der Lufthansa beginnt am Dienstag (10 Uhr) die wohl ungewöhnlichste Hauptversammlung der Geschichte. Statt in der Frankfurter Jahrhunderthalle findet die Veranstaltung im Internet statt.

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Normalerweise sollte die Veranstaltung in der Frankfurter Jahrhunderthalle stattfinden (Symbolfoto).
Normalerweise sollte die Veranstaltung in der Frankfurter Jahrhunderthalle stattfinden (Symbolfoto).  © Boris Roessler/dpa/Boris Roessler/dpa

Update, 5. Mai, 6.45 Uhr: Hessen unterstützt Kommunen mit milliardenschwerer Vorauszahlung

Die hessischen Kommunen können sich auf eine Finanz-Spritze freuen (Symbolbild).
Die hessischen Kommunen können sich auf eine Finanz-Spritze freuen (Symbolbild).  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

In der Corona-Krise greift Hessen mit einer Vorauszahlung von 650 Millionen Euro aus dem Kommunalen Finanzausgleich (KFA) seinen Städten, Kreisen und Gemeinden finanziell unter die Arme. Das kündigte Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden an.

Den Kommunen brächen derzeit Einnahmen weg. Daher überweise das Land die Mittel aus dem KFA für Juni und Juli dieses Jahr bereits zusammen mit der Mai-Zahlung. Dadurch kämen rund 650 Millionen Euro deutlich früher als geplant in den Rathäusern an. Insgesamt erhielten die Kommunen somit im Mai fast eine Milliarde Euro aus dem KFA.

Das Land wolle sicherstellen, dass die Kommunen ihren laufenden finanziellen Verpflichtungen nachkommen können, erklärte Boddenberg. Der KFA umfasse in diesem Jahr insgesamt 5,998 Milliarden Euro und bleibe von der Krise unberührt.

Boddenberg kündigte mögliche weitere Hilfen für die Kommunen an, sollten beispielsweise die Gewerbesteuereinnahmen wie befürchtet einbrechen. "All das wollen wir mit den Kommunen diskutieren – sobald die Daten der Mai-Steuerschätzung verfügbar sind", sagte er. Mit der Schätzung wird am 17./18. Mai gerechnet.

Forderungen von kommunaler Seite nach einem neuen Schutzschirm nannte Boddenberg zwar "nachvollziehbar". Darüber sollte aber erst dann diskutiert werden, wenn die Kassenlage und die voraussichtlichen Steuereinnahmen der Kommunen klarer seien.

Unter dem hessischen Schutzschirm stünden derzeit noch 76 von ursprünglich 100 Kommunen. Mit dem Programm hatte das Land den Schutzschirmkommunen mit insgesamt 3,2 Milliarden Euro einen Teil ihrer Altschulden abgenommen. Dafür müssen die Kommunen bis spätestens dieses Jahr ihren Haushalt konsolidieren. Es seien derzeit auch in der Corona-Krise keine Änderungen an den Vorgaben geplant, sagte Boddenberg.

Update, 5. Mai, 5.50 Uhr: Regierungserklärung von Sozialminister Klose zur Corona-Krise

Das Foto zeigt den hessischen Sozialminister Kai Klose (Grüne).
Das Foto zeigt den hessischen Sozialminister Kai Klose (Grüne).  © Arne Dedert/dpa

Sozialminister Kai Klose (Grüne) wird am heutigen Dienstag (13.20 Uhr) im hessischen Landtag eine Regierungserklärung zur aktuellen Lage während der Corona-Krise und den Maßnahmen der Landesregierung halten.

Am ersten Tag der zweitägigen Plenarwoche wird es in Wiesbaden auch um die ursprünglich geplante Erhöhung der Abgeordnetendiäten gehen und eine Debatte um die Finanzierung von Pflegeschulen im Land geben.

Die Bezüge der Parlamentarier werden in der Regel jährlich automatisch an die Einkommens- sowie die Preisentwicklung in Hessen angepasst. Bereits vor der Plenarsitzung wurde aber von den Fraktionen angekündigt, dass als Zeichen für die Bürger in der Corona-Krise auf diesen Mechanismus verzichtet wird.

Mit dem Gesetzentwurf der Landesregierung zur Finanzierung von Pflegeschulen soll etwa die Sprachförderung in der Ausbildung verankert werden.

Update, 4. Mai, 17.44 Uhr: Möbelhaus mit über 800 Quadratmetern darf öffnen

Erstmals darf in Hessen ein Geschäft mit über 800 Quadratmetern wieder öffnen. Dies entschied das Verwaltungsgericht in Gießen.

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Update, 4. Mai, 17.29 Uhr: Corona oder nicht? Selbstzahler-Test ist in Flughafenambulanz möglich

Berichte über symptomfreie Coronaerkrankungen verunsichern, doch ohne medizinische Indikation ist ein Besuch im Testzentrum in der Regel nicht möglich. Seit Montag können sich Selbstzahler in der Notfallambulanz des Frankfurter Flughafens vorsorglich auf Covid-19 testen lassen. 

Dabei handele es sich um einen freiwilligen Nasen-Rachen-Abstrich zum Nachweis des Virus auch ohne Anzeichen einer Erkrankung beziehungsweise um eine freiwillige Antikörper-Bestimmung durch ein Labor, sagte eine Sprecherin. Es handele sich nicht um einen Schnelltest, ein Termin müsse online vereinbart werde. "Im Prinzip kann das jeder machen, der Gewissheit haben will" sagte die Sprecherin.

Mit Prozessen am Flughafen - etwa Vermeidung einer Quarantäne oder ein negativer Covid-Test, um an Bord eines Fluges gelassen zu werden, wie es einige Länder vorschreiben - habe das zusätzliche Angebot weniger zu tun. 

Wer den Nachweis über seinen Corona-Status haben will, muss allerdings selbst bezahlen oder auf eine Übernahme durch den Arbeitgeber hoffen: Krankenkassen zahlen in diesem Fall nicht für den Test. 

Während der Abstrich 215 Euro kostet, wird für den Anti-Körper-Test 70 Euro verlangt.

Termine müssen online vereinbart werden (Symbolfoto).
Termine müssen online vereinbart werden (Symbolfoto).  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Mai, 16.57 Uhr: Streit um Maskenpflicht eskaliert

Weil ein 29-jähriger beim Einkaufen in einem Supermarkt in Mörfelden-Walldorf keine Maske tragen wollte, eskalierte die Situation. Ein Mann wurde dabei verletzt.

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Update, 4. Mai, 16.56 Uhr: Supermarkt muss dicht machen, weil Corona-Regeln nicht eingehalten werden

In einem Supermarkt in Rüsselsheim wurde wiederholt gegen die geltenden Corona-Auflagen verstoßen. Daher musste das Geschäft nun schließen.

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Update, 4. Mai, 16.25 Uhr: Fahrschulen dürfen unter Auflagen für Kleingruppen öffnen

Hessens Fahrschulen dürfen unter Auflagen für Kleingruppen wieder öffnen. Erlaubt ist nach Angaben des Verkehrsministeriums ein Einzel- oder Kleingruppenunterricht mit bis zu fünf Personen für den Auto- und Kraftradführerschein. 

Diese Regelung gelte für den Theorie- und Praxisunterricht, erklärte eine Ministeriumssprecherin am Montag in Wiesbaden.

Für den Lkw- und Busführerschein werden nach Angaben des Ministeriums für Theorie und Praxis Gruppengrößen von nicht mehr als 15 Personen zugelassen. Sowohl für Fahrschüler als auch Fahrlehrer gilt, dass sie eine Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. 

In allen Fällen des Theorieunterrichts müssen zudem die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln mit einem Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden.

Die Fahrschulen dürfen unter bestimmten auflagen wieder öffnen (Symbolfoto).
Die Fahrschulen dürfen unter bestimmten auflagen wieder öffnen (Symbolfoto).  © Swen Pförtner/dpa

Update, 4. Mai, 15.02 Uhr: 8541 bestätigte Corona-Infizierte in Hessen, 372 Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen ist auf 8541 gestiegen. Am Montagvormittag (Stand 10.30 Uhr) hatten sich 27 Menschen mehr als bis zum Vortag mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Dies teilte das Sozialministerium in Wiesbaden mit.

Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, stieg in Hessen um zwei auf 372 an. In der Corona-Statistik werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer elektronischen Datenbank erfasst werden.

Update, 4. Mai, 14.35 Uhr: Friseure vorerst ausgebucht, Unklarheiten bei den Maßnahmen

Die Friseursalons in Hessen haben nach der Wiedereröffnung am Montag alle Hände voll zu tun. Doch wie sie ihr Handwerk genau ausführen dürfen, war teilweise noch unklar. "In Nuancen ist die Auslegung noch nicht ganz klar", sagte der Geschäftsführer des Landesinnungsverband Friseurhandwerk Hessen am Montag. 

Die derzeitigen Vorgaben vom Land Hessen würden vereinzelt noch Fragen offen lassen. Derzeit hielten sich die Salons an die Richtlinien der Berufsgenossenschaft zu den Arbeitsschutzstandards. "Ein Land kann ja davon abweichen", ergänzte der Geschäftsführer René Hain. Die Formulierungen in der Erklärung der Staatskanzlei ermöglichten einen Interpretationsspielraum, den es zu klären gelte.

"Die Anrufbeantworter waren voll", sagte Hain. Die meisten Friseurläden seien die ersten zwei Wochen, einige auch die nächsten zwei Monate ausgebucht. "Normal wie vor der Krise ist es definitiv nicht", berichtete er. Durch die gegebenen Vorschriften würden Friseure durchschnittlich länger für einen Kunden brauchen und könnten dadurch weniger Kunden pro Tag einplanen.

Derzeitige Regelungen der Berufsgenossenschaft sind unter anderem, dass Kunden nicht in den Salons warten dürften. Der Kontakt zwischen Friseur und Kunde sei nur mit Schutzmasken erlaubt. Außerdem gebe es Abstandsregeln zwischen den verschiedenen Arbeitsplätzen. Die Haare dürften nicht ungewaschen geschnitten werden.

Update, 4. Mai, 13.15 Uhr: An diesem Tag wird der Zoo in Frankfurt wieder geöffnet

Der Frankfurter Zoo wird nach seiner Zwangspause infolge der Corona-Krise am Mittwoch (6. Mai) wieder seine Pforten öffnen. Achtung: Tickets können nur online gekauft werden!

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Das Archivbild zeigt ein Erdmännchen im Frankfurter Zoo.
Das Archivbild zeigt ein Erdmännchen im Frankfurter Zoo.  © 123RF/Pierre Aden

Update, 4. Mai, 12.07 Uhr: Handelsstatistik mit China bislang ohne Corona-Effekte

An den Handelsbilanzen zwischen Hessen und China für Februar lassen sich noch keine eindeutigen negativen Effekte durch die Corona-Krise ablesen. Das teilte das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mit. Für Hessen ist die Volksrepublik einer der wichtigsten Handelspartner, im Dezember 2019 waren in dem Land die ersten Coronavirus-Fälle registriert worden.

Im Februar 2020, als die chinesische Wirtschaft bereits deutlich von den Folgen der Pandemie gezeichnet war, exportierte Hessen nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 313 Millionen Euro nach China, wie das Landesamt mitteilte. Der Wert der Ausfuhren stieg damit gegenüber Februar 2019 um 3,4 Prozent, im Vergleich zum Januar 2020 um 6,6 Prozent. Im Vergleichszeitraum 2019 war der Wert der Exporte von Januar auf Februar dagegen um 2,2 Prozent gefallen.

Ein ähnlich uneindeutiges Bild ergebe sich bei den Importen. Zwar sei ihr Wert im Februar 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,0 Prozent auf knapp 693 Millionen Euro und gegenüber dem Vormonat Januar um 25,2 Prozent gefallen, teilte das Landesamt mit. Allerdings waren die Importe auch von Januar auf Februar 2019 um 20,9 Prozent zurückgegangen.

Update, 4. Mai, 8.45 Uhr: Olympia-Absage war "ein Tiefschlag" für Hindernis-Ass Krause

Das Foto aus dem September 2019 zeigt die Sportlerin Gesa Krause aus Frankfurt.
Das Foto aus dem September 2019 zeigt die Sportlerin Gesa Krause aus Frankfurt.  © Oliver Weiken/dpa

Für Hindernis-Europameisterin Gesa Krause muss die Olympia-Verschiebung auf das nächste Jahr wie ein Sturz in den Wassergraben gewesen sein. 

"Ich war absolut niedergeschlagen. Wir hatten für alles einen Plan B, jeden Wettkampf, jedes Trainingslager, jedes Szenario. Aber dass Olympia in diesem Jahr ausfällt, war für mich undenkbar gewesen", sagte die 27-Jährige in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). Auch die Ungewissheit belastet Deutschlands beste Läuferin über 3000 Meter Hindernis: "Weil wir nicht wissen, wie das Jahr wettkampftechnisch weitergeht, ist das eigentlich nur ein großes Warten."

Dennoch sieht die WM-Dritte aus Frankfurt die Verschiebung der Sommerspiele in Tokio auf 2021 als "richtige Entscheidung. Man hätte nichts anderes verantworten können. Aber für mich persönlich war sie ein Tiefschlag, von dem ich noch nicht absehen kann, wie er sich auswirken wird", sagte die Leichtathletin vom Verein Silvesterlauf Trier. Sie habe sehr viel mentale Kraft in ihre Vorbereitung gesteckt. "Ich habe Lust auf Training, meine Motivation ist da. Aber ich habe kein Ziel. Deshalb fehlt das letzte Prozent an Konsequenz", meinte Krause.

Auch die für Ende August geplanten Europameisterschaften fallen aus. Sonst treiben sie Medaillen und Bestleistungen an. "Medaillen fallen für dieses Jahr weg. Bleiben Bestleistungen. Auf der Hindernis-
Distanz ist das schwer", erklärte die Läuferin. "Aber warum soll ich nicht auf anderen Strecken meine Leistungen vorantreiben?", meinte Gesa Krause, die zwei Wochen in Kenia und dann sechs Wochen in Amerika trainiert hatte.

Krause denkt sogar, dass sie die Corona-Infektion selbst schon durchgemacht – und überstanden hat. "Ich glaube, ich hatte sie schon, Anfang Februar, nach der Hallensaison. Es fühlte sich an wie ein grippaler Infekt", sagte die Studentin.

"Ich habe mich nicht testen lassen, also weiß ich es nicht. Vermutlich hatten schon viele die Infektion, ohne es zu merken."

Update, 4. Mai, 7.10 Uhr: Fährbetreiber müssen hohe Umsatzverluste wegen Corona-Krise hinnehmen

Die Fähren auf dem Rhein erleiden wegen der Corona-Pandemie nach Aussagen ihres bundesweiten Verbandes Umsatzausfälle von 30 bis 80 Prozent. "Uns zum Beispiel hat die Corona-Krise bis Ende April rund 100.000 Euro gekostet", sagte der Geschäftsführer der Fähre Ingelheim-Oestrich-Winkel, Michael Maul, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir transportieren an normalen Tagen 2500 bis 3000 Menschen", ergänzte der Vorsitzende des Deutschen Fährverbands. Jetzt seien es nur etwa die Hälfte.

"Der Mai ist normalerweise der beste Monat im Jahr mit den Feiertagen und den Ausflüglern", sagte Maul. "In diesen Monaten bilden wir sonst das Polster für den Winter, wenn wenig los ist." Nun hätten ihm mehrere Kollegen gesagt: "Wir werden den Sommer irgendwie überstehen, aber wir sehen schwarz für den nächsten Winter." Der Verbandschef ergänzte: "So etwas haben wir noch nie erlebt."

Seine Fähre zwischen Ingelheim und Oestrich-Winkel durfte wegen der Coronavirus-Pandemie bisher nur im "Notbetrieb" verkehren: abends bis etwa 19 Uhr und am Wochenende überhaupt nicht. Ab sofort dürfen die Schiffe von Montag bis Freitag abends eine Stunde länger fahren. Noch wichtiger: Auch samstags, sonntags und an Feiertagen gibt es von 9 bis 20.15 Uhr wieder einen Fährbetrieb. "Wir hoffen, dadurch mittelfristig einen annähernd kostendeckenden Betrieb zu erreichen", sagte Maul.

Update, 4. Mai, 6.02 Uhr: Kommunen melden weniger Gewerbeabfall durch Corona-Krise

Angesichts der Zwangspause für Geschäfte und der weiterhin geschlossenen Restaurants infolge der Corona-Krise fällt in den hessischen Kommunen weniger Gewerbemüll an.

So berichtet etwa die Uni-Stadt Gießen von "deutlich weniger" Abfallmengen in dem Bereich. Das betreffe insbesondere die kleineren gewerblichen Kunden mit Rückgängen zwischen 60 und 80 Prozent, teilte eine Sprecherin mit. Es geht dabei um Daten von März bis Mitte April, die mit den Vorjahreszahlen verglichen wurden. Weniger Gewerbemüll meldeten auch die Landeshauptstadt Wiesbaden und Kassel in Nordhessen.

Seit Wochen sind Lokale wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen und dürfen Speisen nur noch liefern oder abgeben. Viele Geschäfte haben nach einer Zwangspause erst seit Anfang der vergangenen Woche wieder geöffnet.

Update, 3. Mai, 18.19 Uhr: Erster Gottesdienst unter Corona-Auflagen im Limburger Dom

Rund 70 Gläubige haben am Sonntag im Limburger Dom den ersten öffentlichen Gottesdienst seit mehr als sieben Wochen gefeiert.

Weihbischof Thomas Löhr bezeichnete dies als "Zeichen der Hoffnung" und einen "Schritt nach vorne".

Alle Gläubigen mussten eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und einen Mindestabstand einhalten. Wegen der strengen Hygienemaßnahmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie fiel das Händeschütteln beim Friedensgruß weg.

Die Besucher sollten sich stattdessen zulächeln. Die Kommunion teilte Löhr mit Mundschutz aus.

Rund 70 Gläubige besuchten am Sonntag (3. Mai) des Gottesdienst im Limburger Dom (Archivbild).
Rund 70 Gläubige besuchten am Sonntag (3. Mai) des Gottesdienst im Limburger Dom (Archivbild).  © dpa/Thomas Frey

Update, 3. Mai, 16.45 Uhr: Lufthansa erwartet "baldigen Abschluss" von Staatshilfe-Gesprächen

Die Lufthansa rechnet mit "einem baldigen Abschluss" der Verhandlungen über Staatshilfe in Milliardenhöhe.

"Die Unterstützung durch den deutschen Staat wäre für uns ein entscheidender Schritt für unsere Zukunftsfähigkeit", schrieb der Vorstand um Konzernchef Carsten Spohr in einer internen Mitteilung an die Belegschaft vom Sonntag.

"Mit der Deutschen Bundesregierung befinden wir uns in einem intensiven und konstruktiven Austausch. (...) Nach unserer Einschätzung können diese Gespräche zu einem baldigen Abschluss geführt werden."

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Update, 3. Mai, 14.29 Uhr: So ändern sich ab Montag die Corona-Maßnahmen in Hessen

Die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie werden in Hessen zum Wochenstart weiter gelockert. So dürfen Friseure ebenso wieder öffnen wie Museen und Zoos. Doch nicht jeder, der darf, will auch gleich an diesem Montag den Betrieb aufnehmen.

Einen Überblick findet Ihr >> hier

Update, 3. Mai, 10.29 Uhr: Corona-Kontrollen gehen auch am Sonntag weiter

Die Kontrollen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gehen in Hessen auch am Sonntag weiter. "Wir haben zusätzliche Kräfte im Dienst", teilte ein Sprecher der Polizei Kassel mit. Die Vorschriften würden von den meisten Menschen aber akzeptiert. Man richte die Kontrollen auch nach den Wochenenden und der Wetterlage aus, hieß es weiter. Nach ungemütlichem Wetter in den vergangenen Tagen soll es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) am Sonntag verbreitet trocken bleiben. Die Temperaturen liegen zwischen 16 und 19 Grad.

Auch in Darmstadt sind der Polizei keine größeren Probleme bekannt. "Es gibt am Sonntag die üblichen Kontrollen", sagte ein Polizeisprecher. In Frankfurt habe man am Wochenende Zusatzkräfte, die die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen und der Maskenpflicht überwachten. "Aber nicht über das normale Maß hinaus", teilte ein Sprecher der Polizei Frankfurt mit.

Update, 3. Mai, 8.35 Uhr: Mehr finanzielle Hilfen für "Corona-Sorgenkinder"?

Die Hilfen für die hessische Wirtschaft in der Corona-Krise könnten nach den Worten von Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) für besonders betroffene Branchen womöglich nachgebessert werden. "Angesichts des Ausmaßes der Corona-Krise werden wir wohl nie sagen können, dass wir jetzt an alles gedacht und es abschließend geregelt haben", sagte er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. "Wir haben an viel gedacht und viel geholfen, aber wir müssen tagtäglich weitermachen. Wenn es neue oder mehr Bedarfe gibt, schauen wir uns das gründlich an."

Große Sorgenkinder seien etwa die Gastronomie, die Veranstaltungsunternehmen oder die Luftverkehrswirtschaft, sagte der Minister. "Also alle, die bereits jetzt viele Aufträge und Umsätze verloren haben, und diese auch nach Lockerung der Corona-Maßnahmen nicht mehr nachträglich reinbekommen." Diese Branchen habe er besonders im Blick.

Update, 2. Mai, 15.31 Uhr: kaum Corona-Verstöße trotz geöffneter Geschäfte

Angesichts des schlechten Wetters haben Hessens Ordnungskräfte am Samstag nur wenige Verstöße gegen das Kontaktverbot in der Corona-Pandemie registriert.

Bei Regen und Temperaturen zwischen acht und zwölf Grad verschlug es nur wenige Hessen nach draußen - trotz geöffneter Geschäfte.

"Es läuft alles ruhig und gesittet ab", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt. Auch die Dienststellen in Darmstadt, Offenbach, Kassel und Gießen meldeten keine größeren Einsätze.

Update, 2. Mai, 14.46 Uhr: Keine Corona-Fälle bei Eintracht Frankfurt

Nach dem Auftreten von drei Corona-Fällen beim 1. FC Köln meldet Eintracht Frankfurt über Twitter, dass kein Profi oder Betreuer mit dem neuartigen Virus infiziert sei.

An diesem Wochenende soll bei den Hessen Eintracht erneut getestet werden.

Der FC hatte die positiven Testergebnisse am Freitagabend bekanntgegeben. Zwei Spieler und ein weiterer Mitarbeiter befinden sich in 14-tägiger Quarantäne. Die weiteren Profis dürfen die Vorbereitung auf die angestrebte Wiederaufnahme des Spielbetriebes fortsetzen.

Gemäß den Richtlinien der Gesundheitsämter und auch des Konzepts der Deutschen Fußball Liga müssen die Vereine nur positive Fälle melden - damit umgehend Maßnahmen ergriffen werden können.

Bis Samstagmittag kamen keine weiteren Meldungen hinzu. Die Vereine der Bundesliga und 2. Liga hatten am Donnerstag mit den Tests begonnen, um auszuschließen, dass infizierte Spieler am Mannschaftstraining teilnehmen, das - die Genehmigung der Behörden vorausgesetzt - in der kommenden Woche starten soll.

Update, 2. Mai, 13.09 Uhr: Museen arbeiten an Wiedereröffnung

Nach weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen arbeiten Museen in Hessen auf ihre Öffnung hin - konkrete Termin dafür fehlen aber oft noch. "Wir bereiten uns seit Tagen mit Hochdruck auf eine Wiedereröffnung der Häuser vor, und werden uns am kommenden Montag zum konkreten Datum für das Städel Museum, für die Liebieghaus Skulpturensammlung und für die Schirn äußern", erklärte eine Sprecherin des Städel-Museums in Frankfurt am Samstag.

Die hessische Staatskanzlei hatte am Freitag mitgeteilt, dass von Montag an die Corona-Beschränkungen für viele Freizeiteinrichtungen und Dienstleister gelockert werden - unter anderem dürfen Zoos, Botanische Gärten und Museen wieder öffnen. Doch Einrichtungen benötigen für den Betrieb Hygienekonzepte.

"Bei uns laufen noch die Abstimmungen", erklärte ein Sprecher der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Wann das Naturmuseum in Frankfurt öffnet, sei noch unklar. Das Hygiene-Konzept werde gerade finalisiert, das werde aber nur noch wenige Tage dauern. Auch die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), die viele Schlösser und Museen in Nordhessen betreut, will erst am Montag über ein Datum entscheiden.

Auch für den Frankfurter Zoo lag am Samstag noch kein Termin vor. Die Stadt Frankfurt hatten zwar eine "Öffnung in vorsichtigen Schritten" in der kommenden Woche angekündigt, aber noch keinen konkreten Termin genannt. Der Frankfurter Palmengarten soll am 11. Mai teilweise wieder geöffnet.

Update, 2. Mai, 10.29 Uhr: Obdachlose Drogenabhängige ins Hotel?

Mitarbeiter der Frankfurter Drogenhilfe haben ihre Forderung erneuert, leerstehende Hotels für wohnungslose Drogenabhängige zur Verfügung zu stellen.

Bereits vor einem Monat hatten sie in einem Offenen Brief beklagt, in Frankfurter Drogenhilfe-Einrichtungen herrschten unhaltbare Zustände.

Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) hatte kürzlich berichtet, die Stadt habe Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel für Drogenhilfeeinrichtungen und Obdachlosenunterkünfte zur Verfügung gestellt. 

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Update, 1. Mai, 15.47 Uhr: Wenige Verstöße gegen Corona-Verordnung bei Regenwetter

Bei meist regnerischem und kühlem Wetter hat die Polizei am 1. Mai in Hessen bislang nur wenige Verstöße gegen die Beschränkungen in der Corona-Krise gemeldet. "Hier ist gar nichts los, absolut null", sagte ein Sprecher der Polizei in Wiesbaden am Nachmittag. "Es regnet, die Leute bleiben drin." 

Aus Kassel meldete die Polizei lediglich vereinzelte Einsätze. "Heute ist es in Nordhessen bislang sehr ruhig", teilte ein Sprecher mit.

Ein ähnliches Bild zeigte sich in den Polizeistationen im ganzen Land. Auch aus Offenbach hieß es: "Nichts los." Die Leute seien drin geblieben, so ein Sprecher. In Darmstadt blieb es nach Angaben eines Sprecher "wetterbedingt" ebenfalls ruhig: "Es gibt nichts zu vermelden." Auch in Fulda gab es bis zum Nachmittag der Polizei zufolge "nichts" zu vermelden. Es sei windig und kalt, "kein Ausflugswetter", sagte ein Sprecher.

In Frankfurt löste die Polizei am frühen Nachmittag in der Innenstadt eine nicht angemeldete Versammlung auf. Die etwa 60 Menschen hatten sich nach Angaben der Polizei außerdem nicht an die bestehenden Abstandsregelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gehalten.

Update, 1. Mai, 15.10 Uhr: Freizeiteinrichtungen und einige Dienstleister dürfen ab Montag wieder öffnen

Hessen lockert von Montag an die Corona-Beschränkungen für viele Freizeiteinrichtungen und Dienstleister. Unter anderem Spielplätze, Zoos, Botanische Gärten und Museen dürfen dann wieder öffnen, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. 

Dabei müssen strenge Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Friseure, Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios sowie Massagepraxen dürfen von kommender Woche an wieder ihre Dienste anbieten. "Dabei müssen die Anbieter für die gesamte Dauer des Kundenkontaktes eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen", hieß es. 

Dies gelte auch für Kunden, sofern die Behandlung dies erlaube. Grünes Licht gab Hessen unter anderem auch für Hundesalons und Hundeschulen sowie Copyshops und Musikschulen.

Auch Zoos dürfen wieder geöffnet werden (Symbolfoto).
Auch Zoos dürfen wieder geöffnet werden (Symbolfoto).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 1. Mai, 14.30 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in Hessen steigt auf 8393

Die Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle ist in Hessen auf 8393 gestiegen. Das teilte das Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden (Stand 14 Uhr) mit. Das waren 89 Fälle mehr als noch am Tag zuvor. Im Land gibt es demnach nun 362 Todesfälle, die mit dem Erreger in Verbindung gebracht werden, 9 mehr als noch am Donnerstag. 

Es werden in der Corona-Statistik nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer elektronischen Datenbank erfasst werden.

Update, 1. Mai, 11.38 Uhr: Gewerkschaften rufen zur Gerechtigkeit in der Corona-Krise auf

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai hat der DGB weitere Hilfen für die von der Corona-Krise besonders betroffenen Beschäftigten gefordert. "Das Kurzarbeitergeld und die Eltern-Soforthilfe müssen rauf, auf mindestens 80 Prozent", erklärte der Geschäftsführer der DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main, Philipp Jacks, am Freitag. Eltern brauchten darüber hinaus einen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung sowie einen Krisen-Sonderkündigungsschutz. Seit der Gründung des DGB 1949 wird es am 1. Mai erstmals keine Demos und Kundgebungen geben - Aktionen wurden ins Internet verlegt.

Der aktuelle Ausnahmezustand offenbare, dass insbesondere die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich oder in Sozial- und Erziehungsdiensten mehr bräuchten als nur Applaus, teilte Jacks mit. "Es ist an der Zeit, auch hier über eine angemessene höhere Bezahlung und eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu sprechen."

Die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Nancy Faeser, erklärte, die deutsche Sozialpartnerschaft bewähre sich in schwierigen Zeiten. Im Miteinander von Betriebsräten und Gewerkschaften, Unternehmen und Politik entstünden gute Lösungen für große Probleme. Faeser verwies auf das "in dieser Form wohl weltweit einzigartige Modell" des Kurzarbeitergeldes in Deutschland.

Update, 1. Mai, 11.08 Uhr: Schüler werden beim Home-Learning mit Leih-Computern unterstützt

Um Schüler beim Lernen von Zuhause aus zu unterstützen, will Hessen künftig Leih-Computer oder Tablets zur Verfügung stellen. Das Angebot richte sich an Kinder und Jugendliche aus Haushalten ohne ausreichende digitale Technik-Ausstattung, erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) laut einer Mitteilung der Staatskanzlei am Freitag in einem Podcast der Landesregierung. Die finanzielle Grundlage für die Anschaffung der Technik komme von einem Soforthilfeprogramm des Bundes über 500 Millionen Euro für digitales Lernen.

Hessen erhalte aus diesem Programm insgesamt 37 Millionen Euro, erklärte Lorz. Derzeit liefen noch Gespräche mit dem Bund unter anderem zu der Frage, inwiefern die Länder zusätzlich eigene Mittel einbringen könnten. Der Minister betonte, dass das Lernen von Zuhause aus die Schulen noch eine Weile begleiten werde.

"Wenn wir alle Schülerinnen und Schüler schon bald wieder in der Schule unterrichten wollen, dann geht das bei Beachtung der Abstandsregeln derzeit nur in einer Art Schichtunterricht", erklärte er. Dabei gebe es nur an speziellen Tagen ein Treffen und Austausch mit den Lehrkräften, um neue Aufträge entgegenzunehmen. "Wir werden eine ganz neue Form des gemischten Unterrichtens einführen – teils Schule, teils zuhause", erklärte der Kultusminister.

Update, 1. Mai, 9.50 Uhr: Profitieren Baumärkte wirklich so stark von der Corona-Krise?

Eine Heckenschere für den Garten besorgen oder Wandfarbe für die Küche: In der Corona-Krise nutzen viele Menschen die Zeit zuhause zum Erneuern und Werkeln - und reihen sich in die oft langen Schlangen vor Heimwerkermärkten ein. Im Unterschied zu anderen Geschäften durften Baumärkte in den vergangenen Wochen öffnen. Sie decken den Grundbedarf und gelten als "systemrelevant".

Die Vorstellung täusche aber, es sei gleichermaßen zu einem Ansturm gekommen, sagt Sprecher Florian Preuß von der Baumarktkette Hornbach. "In unseren deutschen Märkten hatten wir im April weniger Kunden als üblicherweise. Verantwortung dafür tragen wir selbst - denn wir begrenzen den Eintritt in unsere Märkte seit dem 18. März strikt."

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Update, 1. Mai, 7.40 Uhr: Der bald wieder erlaubte Friseur-Besuch wird zur Geduldsprobe

Vor der Wiederöffnung ihrer Salons nach wochenlanger Zwangspause haben die Friseure in Hessen bereits massenhaft Terminanfragen von Kunden vorliegen. Viele seien auf vier bis sechs Wochen oder länger ausgebucht, sagte der Geschäftsführer des Landesinnungsverbands, René Hain, der Deutschen Presse-Agentur.

Am kommenden Montag (4. Mai) dürfen Friseurläden wieder öffnen - unter Auflagen, damit sich niemand mit dem Coronavirus ansteckt. Kunden dürfen demnach nicht in den Salons warten. Es gelten Maskenpflicht und Abstandsregeln, Zeitschriften dürfen nicht gelesen und die Haare nicht ungewaschen geschnitten werden. "Gesichtsnahe Dienstleistungen" wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege dürfen nicht ausgeführt werden.

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, sollen alle Kunden ihre Kontaktdaten hinterlassen. Möglich sei, dass bis Montag noch weitere, spezifisch hessische Auflagen hinzukämen, sagte Hain.

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Update, 1. Mai, 6.46 Uhr: Flughafen Hahn beantragt keine Staatshilfe - trotz fehlender Passagiere

Trotz fehlender Passagiere beantragt der Hunsrück-Flughafen Hahn in der Corona-Krise vorerst keine finanzielle Hilfe vom Staat. "Die juristischen Hürden dafür wären relativ hoch", sagte Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, der Deutschen Presse-Agentur. "Das würde als Beihilfe betrachtet." Daher müsste etwa auch die EU-Kommission zustimmen. Der Flughafen Hahn gehört zu 82,5 Prozent dem chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen.

Anderen Airports in Deutschland geht es ähnlich. Jens Gerlich vom Flughafenverband ADV bestätigt: "Es stehen keine Bundesmittel zur Verfügung." Der Verband fordere aber Liquiditätshilfen. "Wir sind verpflichtet, die Flughäfen offen zu lassen, obwohl es betriebswirtschaftlich keinen Sinn macht", ergänzte Gerlich. "Die Flughäfen haben faktisch keine Passagiere und damit keine Einnahmen mehr." Wegen des hochansteckenden Coronavirus dürfen nur noch sehr wenige Menschen fliegen. Fluggesellschaften können indes staatliche Finanzspritzen bekommen, beispielsweise der Ferienflieger Condor. Auch die Lufthansa verhandelt darüber mit der Bundesregierung.

Goetzmann sagte, Frachtflieger landeten weiterhin im Hunsrück. Viele brächten Corona-Schutzkleidung aus Asien: "Es werden sehr viele Masken geflogen." Langfristig könne er für den Hahn einen Ruf nach staatlicher Unterstützung nicht ausschließen, "weil wir nicht wissen, wie sich die Corona-Krise weiter entwickelt", sagte der Manager.

Der schon vor der Corona-Pandemie kriselnde Airport Hahn gleicht gegenwärtig ohne Passagiere einem Geisterflughafen: Die Cafés und Geschäfte im Terminal sind geschlossen. Nur hin und wieder kommen beispielsweise Erntehelfer aus Rumänien. Oder US-Soldaten legen auf dem Weg in den Nahen Osten oder zurück in ihre Heimat am Hahn einen Zwischenstopp ein. Dazu nahm Goetzmann allerdings keine Stellung.

Update, 30. April, 18.04 Uhr: Spielplätze in Hessen sollen wieder geöffnet werden

Die Spielplätze in Hessen sollen wieder geöffnet werden. Dies solle möglichst rasch geschehen, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden. Man müsse aber noch darüber sprechen, unter welchen Bedingungen dies möglich sei.

Update, 30. April, 18.03 Uhr: Zoos und Museen in Hessen sollen wieder aufmachen

Die wegen der Corona-Pandemie in Hessen geschlossenen Museen, Zoos und Botanischen Gärten sollen wieder öffnen dürfen. Über den genauen Zeitpunkt werde das Corona-Kabinett am Freitag beraten, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden. Es solle aber bereits in der kommenden Woche geschehen.

Update, 30. April, 16.47 Uhr: Corona-Krise trifft Handwerk, Beschäftigung aber noch stabil

Die Corona-Krise belastet zunehmend die Geschäfte im hessischen Handwerk.

Die wirtschaftliche Lage in den drei Kammerbezirken Kassel, Frankfurt-Rhein-Main und Wiesbaden habe sich in einem noch nie dagewesenen Ausmaß verschlechtert, teilte die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern am Donnerstag mit.

Geschäftsschließungen, Quarantäne- und Hygienemaßnahmen sowie Nachfrage-Einbrüche dämpften überall die Produktivität.

"In Summe ist der aktuelle Rückgang einzigartig in seiner Dramatik und Auswirkung und geht weit über ein saisonales Geschehen hinaus", sagte Heinrich Gringel, Präsident der Arbeitsgemeinschaft des Hessischen Handwerks.

Update, 30. April, 15.38 Uhr: Lufthansa-Piloten bieten Gehaltsverzicht an

Die Piloten der Lufthansa haben dem Unternehmen einen freiwilligen Gehaltsverzicht bis zum Sommer 2022 angeboten.

Voraussetzung ist laut einer Mitteilung vom Donnerstag der Verzicht auf die Insolvenz in Eigenverwaltung, die das Unternehmen wegen der Corona-Krise als Alternative zu einem Staatseinstieg prüft.

Ein derartiges Schutzschirm-Verfahren erfülle die Anforderungen nicht, die Krise sozialpartnerschaftlich zu überwinden, teilte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit mit.

Das Angebot beinhalte für die mehr als 5000 aktiven Piloten im Konzern-Tarifvertrag ein um bis zu 45 Prozent abgesenktes Gehalt und habe ein Gesamtvolumen von 350 Millionen Euro, teilte die VC mit.

Es stelle einen maßgeblichen Beitrag zur Überlebensfähigkeit des Unternehmens dar. Enthalten sei auch eine weitere, kurzzeitig wirksame Absenkung des Kurzarbeiter-Geldes. Aktuell seien die Cockpit-Kosten mit Einverständnis der Gewerkschaft bereits um mehr als 50 Prozent abgesenkt.

Im Falle einer Insolvenz in Eigenverwaltung stünden Betriebsrenten und Übergangsvergütungen zur Disposition, weil der Konzern versuchen könnte, die Pensions-Verpflichtungen loszuwerden.

Auch könnten leichter Tarifverträge gekündigt und Beschäftigte entlassen werden. Lufthansa hat für den gesamten Konzern bislang von einem Personal-Überhang von rund 10.000 Beschäftigten gesprochen, gleichzeitig aber das Ziel ausgegeben, möglichst viele Beschäftigte im Unternehmen halten zu wollen.

Update, 30. April, 15.28 Uhr: 119 neue Corona-Infektionen in Hessen

Die hessischen Gesundheitsbehörden haben am Donnerstag 8304 Coronavirus-Infektionen gemeldet (Stand 14 Uhr). Das waren 119 mehr bestätigte Infektionen als am Vortag.

Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle in Hessen stieg nach Angaben des Sozialministeriums um 7 auf 353.

In der täglichen Statistik werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

Update, 30. April, 14.35 Uhr: RMV fährt Angebot wieder hoch, Kontrolleure wieder unterwegs

Die Busse und Bahnen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) werden ab kommenden Montag in weitgehend normaler Taktung fahren. Auf den allermeisten Linien gelte ab 4. Mai wieder der reguläre Fahrplan, teilte der RMV am Donnerstag in Hofheim mit.

Zudem nehmen die Kontrolleure in den kommenden Tagen ihre Arbeit wieder auf. Sie würden mit Masken und Desinfektionsmittel ausgestattet und seien angehalten, Fahrscheine kontaktlos zu kontrollieren.

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Update, 30. April, 13.55 Uhr: Gottesdienste meist erst ab nächster Woche

Obwohl das Verbot gelockert wurde, finden am bevorstehenden langen Wochenende kaum Gottesdienste in Hessen statt. Hessen hatte am Dienstag beschlossen, ab 1. Mai wieder öffentliche Gottesdienste und Trauerfeiern unter bestimmten Bedingungen zu erlauben.

So muss der Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen den Menschen eingehalten werden, nötig sind zudem weitere Hygiene-Maßnahmen wie das Aufstellen von Desinfektions-Spendern.

"Nach einem vorläufigen Überblick wird kaum eine Gemeinde in der hessen-nassauischen Kirche schon dieses Wochenende wieder feiern», sagte ein Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die überwiegende Mehrzahl werde "aus guten Gründen" am 10. Mai beginnen. Es gebe auch keine Eile: Alternativen wie die Predigt per Brief oder Video-Streamings hätten sich bewährt.

Nach Angaben des Bistums Fulda wird es erst ab Montag (4. Mai) wieder öffentliche Gottesdienste geben. Denn diese seien an besondere Auflagen gebunden, um der Corona-Pandemie Rechnung zu tragen. Dafür hat Bischof Michael Gerber ein Schutzkonzept erlassen. Dieses Konzept müsse erst in die Gemeinde getragen und dort umgesetzt werden.

Das Bistum Limburg erklärte, dass Gottesdienste in kleinen Gruppen ab Sonntag stattfinden können - allerdings unter strengen Vorgaben, wie es ein Bistums-Sprecher sagte.

Es werde aber nicht möglich sein, in allen Pfarreien Gottesdienste zu feiern. "Dort, wo die entsprechenden Voraussetzungen nicht gegeben sind, kann auch kein Gottesdienst gefeiert werden", sagte der Sprecher.

Update, 30. April, 10.55 Uhr: Corona-Trennscheiben aus JVA-Produktion in hessischen Gerichtssälen

In hessischen Gerichtssälen sorgen Trennscheiben aus Schlossereien von Justizvollzugsanstalten für Schutz in der Corona-Krise.

Wie das hessische Justizministerium am Donnerstag mitteilte, sind bei der JVA Kassel I bereits 700 Schutzwände bestellt worden. Die Trennscheiben bestehen aus stabilem Acrylglas, benutzt werden können sie beispielsweise auf der Richterbank. Die Trennwandsysteme werden laut Justizministerium demnächst in ganz Hessen eingesetzt.

Neben der JVA Kassel I hat auch die JVA Butzbach ihren Betrieb hochgefahren und die Produktion für Trennwände aufgenommen.

Update, 30. April, 10.15 Uhr: Deutlich mehr Arbeitslose in Hessen durch Corona-Krise

Die Bundesagentur für Arbeit hat infolge der Corona-Krise deutlich mehr Klienten.
Die Bundesagentur für Arbeit hat infolge der Corona-Krise deutlich mehr Klienten.  © Ole Spata/dpa

Die Corona-Pandemie hat im April die Arbeitslosenzahlen in Hessen stark ansteigen lassen. Zum Stichtag waren 176.628 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur in Frankfurt am Donnerstag berichtete. Das waren 19 Prozent mehr als vor einem Jahr und 15 Prozent mehr als im März. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 Punkte auf 5,2 Prozent.

Dazu kommen rund 700.000 Kurzarbeiter. Wegen der Einschränkungen zur Eindämmung des Virus haben in Hessen weit mehr als 52 000 Betriebe für ihre Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet. Das entspricht rund einem Drittel aller Betriebe in Hessen, wie die Agentur mitteilte. In 15.000 Fällen seien auch bereits Auszahlungen geleistet worden.

Der positive Arbeitsmarkttrend der letzten Jahre sei abrupt beendet, erklärte Direktionschef Frank Martin. "Zahlreiche Menschen haben sich arbeitslos melden müssen, weil sie entlassen oder befristete Arbeitsverträge nicht verlängert wurden. Außerdem haben sich deutlich mehr Menschen arbeitslos gemeldet, die gezwungen waren, ihre Selbstständigkeit aufzugeben." Gleichzeitig sei die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen gesunken.

Im März hatte der Stichtag noch vor den massiven Beschränkungen für Handel und Gastronomie gelegen. Damals waren 153.627 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 4,5 Prozent entsprach. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs war weiter gestiegen, die der offenen Stellen hingegen gesunken.

Update, 30. April, 7.45 Uhr: Kommentar zu Corona-Krise und Klima-Krise

TAG24-Redakteur Florian Gürtler aus Frankfurt am Main mahnt in einem Kommentar, über der Corona-Krise die Klima-Krise nicht zu vergessen. Er fragt: "Wie viele Dürre-Sommer muss das Land noch erleben, bis endlich begriffen wird, dass auch der Klimawandel drastische Maßnahmen durch den Staat erfordert?"

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Corona-Krise und Klima-Krise – auf beide müssen Staat und Gesellschaft reagieren.
Corona-Krise und Klima-Krise – auf beide müssen Staat und Gesellschaft reagieren.  © Montage: Robert Michael/dpa, Andreas Arnold/dpa

Update, 30. April, 7.16 Uhr: Demo-Anmeldungen in Hessen schnellen wieder in die Höhe

Trotz der Corona-Beschränkungen ist die Zahl der Demonstrationen in Hessen wieder deutlich gestiegen. Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts für die Demonstrationsfreiheit werden wieder mehr Versammlungen angemeldet und fast keine mehr untersagt, zeigt eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Kommunen.

Allerdings verhängen die Behörden für die Kundgebungen zahlreiche Auflagen, die sich teilweise stark unterscheiden. Traditionell gilt der 1. Mai als Tag der Kundgebungen - die es diesmal aber nur vereinzelt geben wird.

Nach Einführung des Kontaktverbots war die Zahl der Demos in hessischen Städten nahezu auf Null gesunken. Ein Teil der Protestveranstaltungen wurde abgesagt, ein Teil von Behörden untersagt. Erst das Bundesverfassungsgericht änderte Mitte April die Situation: Die Karlsruher Richter gaben einem Eilantrag aus Gießen Recht. Dabei ging es um geplante Demonstrationen.

Zum Schutz der Versammlungsfreiheit hätten Behörden einen Entscheidungsspielraum, entschieden die Richter. Nun gehen die Demonstrationszahlen wieder hoch. Allein in Frankfurt wurden bis Ende Mai 87 Versammlungen angemeldet – von denen die Hälfte aber abgesagt wurde.

Update, 30. April, 6.03 Uhr: Bericht über Corona-Folgen auf Hessens Arbeitsmarkt

Über die Folgen der Corona-Pandemie auf dem hessischen Arbeitsmarkt berichtet die Regionaldirektion der Arbeitsagentur an diesem Donnerstag (10 Uhr). Erwartet werden für April deutlich mehr Arbeitslose und massenhafte Kurzarbeit. Wegen der Einschränkungen zur Eindämmung des Virus haben in Hessen weit mehr als 62.000 Betriebe für ihre Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet.

Auch die Zahl der Arbeitslosen wird nach Einschätzung des Direktionschefs Frank Martin im Vergleich zum März deutlich steigen. In dem Monat zuvor lag der Stichtag noch vor den massiven Beschränkungen für Handel und Gastronomie. Es waren 153.627 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 4,5 Prozent entsprach. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs war weiter gestiegen, die der offenen Stellen hingegen gesunken.

Das Logo eines Jobcenters spiegelt sich in einer Glastür: Wie schwer hat die Corona-Krise den Arbeitsmarkt in Hessen getroffen?
Das Logo eines Jobcenters spiegelt sich in einer Glastür: Wie schwer hat die Corona-Krise den Arbeitsmarkt in Hessen getroffen?  © Jens Kalaene/ZB/dpa

Update, 29. April, 17.23 Uhr: Beschäftigte der Frankfurter Uniklinik fordern Corona-Zulage

Beschäftigte des Uniklinikums Frankfurt fordern wegen der in der Corona-Krise gestiegenen Arbeitsbelastung eine Zulage von 500 Euro.

Alle Berufs-Gruppen arbeiteten im Krankenhaus mit hohem Engagement zusammen, wie die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Mittwoch mitteilte. "Vor diesem Hintergrund fordern die Beschäftigten konkrete Wertschätzung ein, die über bloße Symbolik hinausgehe."

Eine Delegation von Beschäftigten der Uniklinik will dem Wissenschaftsministerium dazu am morgigen Donnerstag (9 Uhr) eine Liste mit über 2000 Unterschriften übergeben.

Die Klinik-Mitarbeiter fordern zudem, dass Beschäftigte nach einem ungeschützten Kontakt mit dem Erreger Sars-CoV-2 auch dann getestet werden, wenn sie keine Symptome aufweisen.

Außerdem müsse genügend Schutz-Kleidung bereitgestellt werden. Eine Versetzung in Corona-Bereiche soll nach Ansicht der Beschäftigten ausschließlich freiwillig geschehen. Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) ist Aufsichtsratsvorsitzende des Universitätsklinikums Frankfurt

Update, 29. April, 16.06 Uhr: "Eltern in der Krise" demonstrieren für Belange von Kleinkindern

Rund 20 Personen haben am Frankfurter Römer trotz der derzeitigen Auflagen für die Belange von Kleinkindern in der Corona-Krise demonstriert.

Aufgerufen hat dazu die Facebook-Gruppe #elterninderkrise. Die Mütter und Väter waren teilweise mit Kindern da und zeigten Plakate wie "Mein Kind hat ein Recht auf Freunde" und "Kleine Kinder = kleine Rechte?".

An der Veranstaltung durften wegen des Infektions-Schutzes maximal 50 Menschen teilnehmen. Diese mussten einen Mundschutz tragen, auf festen Positionen stehen und sich nicht bewegen, um den Mindestabstand einzuhalten.

Die Initiative fordert die Politik auf, endlich einen Fahrplan vorzulegen, wie es mit der Situation der Kinder und Familien weitergehe. "Die Eltern brauchen Planungssicherheit und keine Salamitaktik. Ein Vertrösten von Woche zu Woche ist nicht mehr länger hinnehmbar!", heißt es in einer Pressemitteilung.

Es brauche Lösungen für Eltern, die ihre Kinder weiter zu Hause betreuen wollen wie auch für Eltern, die auf die Notbetreuung angewiesen sind. Zudem fordern die Initiatoren, eine finanzielle Kompensation von Familien, die aufgrund der Betreuungssituation nicht mehr oder nicht in gleichem Umfang arbeiten können: "Homeoffice ist für Eltern von kleinen Kindern keine Lösung des Betreuungsproblems."

Update, 29. April, 14.56 Uhr: Lufthansa führt Pflicht zu Mund-Nasen-Schutz an Bord ein

Die Lufthansa verpflichtet alle Passagiere, auf ihren Flügen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Darüber hinaus wird empfohlen, die Bedeckung während der gesamten Reise zu tragen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Die Maskenpflicht an Bord soll ab Montag (4. Mai) zunächst bis zum 31. August dieses Jahres in allen Airlines des Konzerns gelten.

Die Lufthansa Group orientiere sich an den Regelungen zahlreicher europäischer Länder, in denen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in der Öffentlichkeit inzwischen Pflicht ist, hieß es.

Mit der neuen Regelung entfällt das bislang übliche Freihalten der Mittelsitze in Dreier-Reihen. Durch das Tragen der Masken bestehe ausreichender Gesundheitsschutz, begründete Lufthansa diesen Schritt.

Alle Flugzeuge der Lufthansa Group seien mit hochwertigsten Luftfiltern ausgestattet, die eine Luftqualität wie in einem Operationssaal gewährleisteten. Bei der aktuell geringen Auslastung werde man die Passagiere aber weiterhin möglichst weiträumig über die Kabine verteilen.

Update, 29. April, 14.50 Uhr: Hessischer Landtag steuert auf Normalbetrieb zu

Der hessische Landtag geht mit den notwendigen Corona-Abstandsregeln wieder zum Normalbetrieb über.

Er halte nichts von Rumpf- oder Notparlamenten, sagte Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden. Gerade in Zeiten der Krise müssten sich die Bürger auf das Funktionieren der staatlichen Institutionen verlassen können. Die nächste Landtagssitzung findet mit einer etwas gekürzten Tagesordnung am kommenden Dienstag und Mittwoch statt.

Extra bauliche Maßnahmen wie etwa Plexiglas-Scheiben oder eine Maskenpflicht werde es nicht geben, sagte Rhein. Die Abgeordneten und Regierungsmitglieder würden aber mit dem notwendigen Abstand im Plenarsaal sitzen.

Außerdem gelte weiter, dass es zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus bis Ende August keine Veranstaltungen und Besuchsmöglichkeiten im hessischen Landtag gibt.

Update, 29. April, 14.40 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen für Hessen

Die hessischen Gesundheitsbehörden registrieren weiterhin neue Patienten mit Coronavirus-Infektionen. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg auf 8185, wie das Sozialministerium in Wiesbaden am Mittwoch berichtete (Stand: 14 Uhr). Das seien 128 Infizierte mehr als am Vortag. Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle im Bundesland stieg um zehn auf 346. Es werden in der Corona-Statistik nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

Update, 29. April, 13.59 Uhr: Weniger Knöllchen wegen Corona: Frankfurt geht mächtig viel Kohle flöten

Die Corona-Pandemie lässt die Einnahmen der Stadt Frankfurt aus Knöllchen sinken. "Es war zeitweise weniger Personal verfügbar", sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) am Mittwoch. Der Krankenstand unter den Mitarbeitern sei gestiegen, viele hätten zudem ihre Kinder betreuen müssen. Die Kontrolldichte werde derzeit wieder hoch gefahren. Ein Ausgleich für die gesunkenen Einnahmen könne der neue Bußgeldkatalog sein, der auch höhere Strafen für Falschparker vorsieht. Ob dies die Verluste wettmachen könne, hänge von der Dauer der Corona-Einschränkungen ab. Denn weniger Autoverkehr bedeute auch weniger Bußgeld, sagte Oesterling.

Die Stadt rechnet nach Zahlen des Magistrats zudem mit Millionen-Einbußen infolge des Knöllchen-Urteils vom Januar. Das Oberlandesgericht hatte verfügt, dass die Aufgabe nicht länger Leiharbeitern überlassen werden darf. Das jeweilige Soll von rund 14 Millionen Euro Einnahmen aus Knöllchen könne unter anderem deshalb in den nächsten beiden Jahren nicht erreicht werden, gerechnet wird mit insgesamt rund fünf Millionen Euro weniger. Hinzu kämen nun die Auswirkungen der Corona-Krise, sagte Oesterling. Über die Zahlen hatten zuvor andere Medien berichtet.

Update, 29. April, 13.45 Uhr: 800-Quadratmeter-Beschränkung für Geschäfte in Hessen rechtens

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hat einen Eilantrag der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH abgewiesen. Die Anordnung infolge der Corona-Krise, nach der große Geschäfte in Hessen ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter reduzieren müssen, ist rechtens.

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Die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH hatte einen Eilantrag an den Verwaltungsgerichtshof in Kassel gestellt.
Die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH hatte einen Eilantrag an den Verwaltungsgerichtshof in Kassel gestellt.  © Fabian Strauch/dpa

Update, 29. April, 9.05 Uhr: Reger Handel in Corona-Zeiten beflügelt Deutsche Börse

Aktienhändler arbeiten im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse vor der Anzeigetafel mit der Dax-Kurve.
Aktienhändler arbeiten im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse vor der Anzeigetafel mit der Dax-Kurve.  © Arne Dedert/dpa

Die Deutsche Börse profitiert vom regen Handel in Krisenzeiten. Während die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie etliche Branchen und Unternehmen hart treffen, beflügeln die Marktturbulenzen das Geschäft des Frankfurter Börsenbetreibers.

Im März beispielsweise fiel das Handelsvolumen an den Kassamärkten der Deutschen Börse mit gut 300 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch aus wie ein Jahr zuvor (130,3 Mrd Euro). Am Mittwoch veröffentlicht der Dax-Konzern nach Börsenschluss am Abend seine Zwischenbilanz für das erste Quartal 2020.

Für das Gesamtjahr strebt die Deutsche Börse einen Anstieg der Nettoerlöse aus eigener Kraft von mindestens fünf Prozent an. Den um Sondereffekte bereinigten Gewinn des Unternehmens will Konzernchef Theodor Weimer auf rund 1,20 Milliarden Euro steigern - das wäre ein Plus von etwas mehr als acht Prozent.

2019 hatten die Nettoerlöse auf rund 2,94 Milliarden Euro zugelegt. Unter dem Strich stand ein Jahresgewinn von knapp mehr als einer Milliarde Euro. Bereinigt um Sondereffekte wie Kosten für Übernahmen und Stellenabbau lag der Überschuss der Deutschen Börse bei gut 1,1 Milliarden Euro.

Update, 29. April, 6.13 Uhr: DGB feiert 1. Mai im Internet und erhebt Forderungen zu Corona

Das Foto zeigt Fahnen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).
Das Foto zeigt Fahnen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Der Tag der Arbeit findet in diesem Jahr im Internet statt. Auch in Hessen und Thüringen wurden wegen der Corona-Pandemie sämtliche öffentlichen Veranstaltungen abgesagt, wie DGB-Bezirkschef Michael Rudolph berichtet.

An die Stelle von Sternmärschen, Demonstrationen und Kundgebungen treten in diesem Jahr unter dem Motto "Solidarisch ist man nicht alleine!" Online-Aktionen und am 1. Mai um 11.00 Uhr eine Live-Sendung im Netz.

Beherrschendes Thema sind natürlich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. "Zunächst geht es darum, die Einkommen der Beschäftigten und soziale Standards abzusichern", sagt Rudolph. Er warnte davor, die Corona-Maßnahmen zu schnell wieder zu lockern. Unternehmen, Geschäfte, Schulen und Hotels könnten erst wieder öffnen, wenn der Gesundheitsschutz für Beschäftigte und Besucher gleichermaßen gewährleistet sei.

Später sei ein Konjunkturprogramm gefragt, um die Wirtschaft wieder ins Laufen zu bringen, sagte Rudolph. Es müssten ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, um insbesondere Projekte der Digitalisierung oder zur Erschließung nachhaltiger Energiequellen und neuer Antriebstechnologien voranzubringen. "Wir sollten die Chancen nutzen, Veränderungen zu fördern."

Update, 28. April, 18.57 Uhr: Kultusminister Lorz setzt auf Mix aus Unterricht und Lernen zuhause

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) setzt auf einen Mix aus Unterricht in der Schule und einer Fortsetzung der Lernsituation zuhause für die hessischen Kinder und Jugendlichen bis zu den Sommerferien.

Ein vollumfänglicher Präsenz-Unterricht bis zu den Ferien sei wegen der ganzen Abstandsgebote und Verhaltensregeln in der Corona-Krise zwar ausgeschlossen, sagte Lorz am Dienstag in Wiesbaden.

Erklärtes Ziel aller Bundesländer sei aber, alle Schüler noch vor den Sommerferien in irgendeiner Weise in die Schule zu bringen. Alle weiteren Öffnungsschritte würden jedoch von der positiven Entwicklung der Corona-Infektionslage abhängen.

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Update, 28.April, 16.05 Uhr: Hessen erlaubt wieder Gottesdienste und Pflegeheim-Besuche

Das Land Hessen lockert die Beschränkungen für Pflegeheime und Religionsgemeinschaften in der Corona-Pandemie. Man habe entschieden, dass ab dem 1. Mai wieder Gottesdienste möglich seien, Besuche in Pflegeheimen ab dem 4. Mai, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag in Wiesbaden.

Update, 28.April, 15.05 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen in Hessen

Die Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle ist in Hessen auf 8057 gestiegen, wie das Sozialministerium am Dienstag in Wiesbaden (Stand 14 Uhr)mitteilte. Das waren 57 Fälle mehr als am Tag zuvor. Im Land gibt es demnach nun 336 Todesfälle, die mit dem Erreger in Verbindung gebracht werden, 10 mehr als noch am Montag. Es werden in der Corona-Statistik nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

Update, 28.April, 13.27: Eintracht Frankfurt landet Verkaufs-Hit mit Schutzmasken

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat mit dem Angebot von wiederverwendbaren Mund- und Nasenmasken mit dem Adler-Logo und dem "Auf jetzt!"-Aufdruck eine große Nachfrage ausgelöst. Wie der Bundesligist an Dienstag mitteilte sind wenige Stunden nach Verkaufsbeginn im Online-Shop bereits rund 10.000 Masken vorbestellt worden.

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Update, 28. April, 11 Uhr: Lufthansa doch nicht gerettet? Bundesregierung dementiert Meldung über Einigung

Verwirrung um die infolge der Corona-Krise stark angeschlagene Fluggesellschaft Lufthansa: Ein Bericht über eine angeblich bereits vereinbarte Rettung der Fluggesellschaft wurde dementiert.

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Update, 28. April, 8.55 Uhr: Durch Corona-Krise angeschlagene Lufthansa offenbar gerettet

Die infolge der Corona-Krise stark angeschlagene Fluggesellschaft Lufthansa ist offenbar gerettet. Die Lufthansa, deren Stamm-Airport der Flughafen Frankfurt ist, soll sich mit der Bundesregierung laut einem Medienbericht auf ein Rettungspaket mit einem Umfang von neun Milliarden Euro geeinigt haben.

In langer Reihe stehen auf einer Landebahn des Flughafens Frankfurt Maschinen der Lufthansa, die wegen der weltweiten Corona-Pandemie derzeit außer Dienst gestellt sind.
In langer Reihe stehen auf einer Landebahn des Flughafens Frankfurt Maschinen der Lufthansa, die wegen der weltweiten Corona-Pandemie derzeit außer Dienst gestellt sind.  © Boris Roessler/dpa

Update, 28. April, 8.23 Uhr: Am Frankfurter Flughafen brechen Passagierzahlen weiter kräftig ein

Mit abgedeckten Turbinen stehen vorübergehend stillgelegte Passagiermaschinen der Lufthansa auf dem Rollfeld des Frankfurter Flughafens.
Mit abgedeckten Turbinen stehen vorübergehend stillgelegte Passagiermaschinen der Lufthansa auf dem Rollfeld des Frankfurter Flughafens.  © Boris Roessler/dpa

Am Frankfurter Flughafen hat sich der Einbruch der Passagierzahlen infolge der Corona-Krise in der vergangenen Woche fortgesetzt. Vom 20. bis 26. April zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport 45 270 Fluggäste und damit 96,8 Prozent weniger als in der gleichen Kalenderwoche ein Jahr zuvor, wie er am Dienstag in Frankfurt mitteilte. 

Das Aufkommen an Fracht und Luftpost sank in der vergangenen Woche um 12,9 Prozent auf 33 694 Tonnen. Die Zahl der Flugbewegungen ging um 84 Prozent auf 1605 Starts und Landungen zurück.

Die Rückholflüge für Deutsche im Ausland sind weitgehend abgeschlossen. Einige Fluggesellschaften wie Lufthansa und Condor setzen inzwischen Passagierflugzeuge ein, um dringend benötigte Fracht nach Deutschland zu bringen. Das Frachtaufkommen in Frankfurt ging in Summe dennoch zurück, weil die Sonderflüge die sonst genutzten Transportkapazitäten der Passagierflugzeuge nicht ausgleichen können, die zu normalen Zeiten rund 40 Prozent der Frachtmenge schlucken.

Update, 28. April, 06.50 Uhr: 37 Verfahren wegen Corona-Bestimmungen vor Gerichtshof

Die Beschränkungen infolge der Corona-Krise beschäftigen mehr und mehr die Gerichte (Symbolbild).
Die Beschränkungen infolge der Corona-Krise beschäftigen mehr und mehr die Gerichte (Symbolbild).  © Paul Zinken/dpa

Immer mehr Firmen und Bürger wehren sich vor Hessens oberstem Verwaltungsgericht gegen Beschränkungen in der Corona-Pandemie. "Beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) sind bisher insgesamt 37 Verfahren, davon 26 Eilverfahren eingegangen, die 'Corona-Bestimmungen' betreffen", sagte ein VGH-Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Inhaltliche Schwerpunkte seien die Schließung von Geschäften, Sport und Freizeitaktivitäten wie Fitnessstudios, das Verbot von Gottesdiensten sowie von Versammlungen. Laut dem Gerichtshof ist bisher in acht Eil-Verfahren entschieden worden.

Nachdem am Montag Bayerns höchstes Verwaltungsgericht das in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt, werden sich auch die hessischen Richter damit befassen. Ein entsprechendes Verfahren der Firma Karstadt/Kaufhof sei anhängig, erklärte der Sprecher. Eine Entscheidung werde voraussichtlich in dieser Woche erfolgen (Aktenzeichen 8 B 1039/20.N).

Zudem seien weitere entsprechende Verfahren von anderen Unternehmen zur Ladenöffnung anhängig. Ganz neu sei ein Eilantrag eingegangen, der die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes betreffe.

Update, 28. April, 6.32 Uhr: Handel fordert Fall der 800-Quadratmeter-Beschränkung auch in Hessen

Ein Kunde steht mit Mundschutz in einem Buchladen.
Ein Kunde steht mit Mundschutz in einem Buchladen.  © Armin Weigel/dpa

Nach einer entsprechenden Gerichtsentscheidung in Bayern fordert der Einzelhandel in Hessen die Aufhebung des Verkaufsverbots für große Geschäft in der Corona-Pandemie.

"Die vergangene Woche hat gezeigt, dass der Handel verantwortungsbewusst mit Öffnungsmöglichkeit umgeht", erklärte Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbands Hessen. Hygiene- und Abstandsregelungen würden in den Geschäften eingehalten und auch die Begrenzung der Personen in den Flächen funktioniere sehr gut. "Aus diesem Grund sollte nun auch alle Geschäfte ihre Verkaufsflächen komplett öffnen können und diese nicht auf 800 Quadratmeter beschränken müssen."

Am Montag hatte Bayerns höchstes Verwaltungsgericht das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt.

Dabei freue sich der hessische Handel auch über die bereits vollzogenen Lockerungen, sagte Ruths: "Jeder Tag ist für den Handel wichtig, da die Kosten zum Beispiel für Miete weiterlaufen." Allerdings stelle man auch fest, dass es "den klassischen Einkaufsbummel aktuell nicht gibt". Man merke, dass die Verbraucherstimmung noch nicht durchgängig positiv sei.

Unter anderem durch Homeoffice, Kurzarbeit und Kontaktverboten lägen die aktuellen Kunden-Frequenzen in den Innenstädte und auch die Umsätze im Schnitt bei 30 bis 50 Prozent zu der Zeit vor der Corona-Krise.

Update, 28. April, 6.15 Uhr: Gottesdienste und Besuche in Altenheimen bald wieder erlaubt?

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) berichten am heutigen Dienstag (15.30 Uhr) über neue Corona-Regeln zum Besuch von Gottesdiensten und Altenheimen.

Erwartet wird, dass Hessen die strengen Vorgaben etwas lockern wird. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind Gottesdienste derzeit ebenso verboten wie Besuche in Alten- und Pflegeheimen.

Der Regierungschef will außerdem einen Ausblick auf die geplante Telefonkonferenz zur Corona-Pandemie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der anderen Bundesländer geben, die für kommenden Donnerstag geplant ist.

Viele Altenheim-Bewohner würden sich über Besuche ihrer Angehörigen sicher freuen (Symbolbild).
Viele Altenheim-Bewohner würden sich über Besuche ihrer Angehörigen sicher freuen (Symbolbild).  © 123RF/Sergei Primakov

Update, 27. April, 16.50 Uhr: Schule stellt Spezial-Türöffner mit 3D-Druck her

Eine Schule in Mittelhessen hat ihre 3D-Drucker angeworfen, um berührungsloses Türöffnen zu ermöglichen.

Mithilfe der Drucker seien seit Ende März mehr als 3100 spezielle Haken hergestellt und an Unternehmen oder Bürger verteilt worden, sagte der Leiter des Realschulzweigs der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Schule (DBS), Roland Mevißen.

Zum Unterrichtsbeginn am Montag nach mehrwöchiger Corona-Zwangspause erhielten demnach auch etwa 80 Schüler der Abschlussklassen sowie Lehrer die Haken. Damit lassen sich Türen ohne Hautkontakt öffnen oder Aufzugknöpfe drücken - ein Beitrag zur Hygiene in Zeiten der Coronavirus-Pandemie.

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Update, 27. April, 16.37 Uhr: Hessen will Besuche von Gottesdiensten und Altenheimen neu regeln

Hessen hat neue Corona-Regeln zum Besuch von Gottesdiensten und Altenheimen angekündigt.

 Wie diese konkret aussehen - das wollen Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) bei einer digitalen Pressekonferenz am Dienstag (28. April) in Wiesbaden erläutern.

Erwartet wird, dass Hessen die strengen Vorgaben etwas lockern wird. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind Gottesdienste derzeit ebenso verboten wie Besuche in Alten- und Pflegeheimen.

Bouffier hatte bereits Mitte April erklärt, es sei sehr schwer vertretbar, ältere Menschen über Wochen oder Monate von ihren Kindern oder Ehepartnern fern zu halten. Das Land wolle außerdem mit Kirchen und Religions-Gemeinschaften besprechen, wie religiöse Veranstaltungen in den Gotteshäusern künftig unter Abstands- und Hygienevorschriften wieder möglich werden könnten.

Update, 27. April, 14.48 Uhr: Elternbeirat: Schulen sind bei Öffnung sorgfältig vorgegangen

Nach Einschätzung von Elternvertretern ist die schrittweise Öffnung der hessischen Schulen nach der Corona-Pause gut angelaufen. Die Schulleiter seien meist sorgfältig vorgegangen und hätten den Hygieneplan gut an die örtlichen Gegebenheiten angepasst, sagte der Vorstandsvorsitzende des Landeselternbeirates, Korhan Ekinci, am Montag. 

Allerdings gebe es teils Personalprobleme, weil viele Lehrer den Risikogruppen angehörten. Auch hätten vereinzelt Lehrkräfte darauf bestanden, dass alle Schüler im Klassenraum Mundschutz tragen. Diese Frage sei vor Ort gelöst worden.

Ihm sei von mehreren Seiten berichtet worden, dass sich Schüler oft sehr gefreut hätten, sich wiederzusehen, betonte Ekinci. Trotzdem seien alle den ersten Rückmeldungen zufolge sehr diszipliniert geblieben. "Auch die Lehrer haben sich sehr gefreut, ihre Schüler zu sehen."

Update, 27. April, 14.47 Uhr: GEW zum Online-Semester: "Lerneffekt kann nicht hergestellt werden"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat in der ersten Woche des Online-Semesters an allen hessischen Hochschulen Probleme festgestellt. Dies gelte insbesondere im Bereich der Arbeitszeit und von Videokonferenzen, hieß es in einer Mitteilung am Montag. "Viele Beschäftigte klagen über die enorm gestiegene Arbeitszeit zur Vorbereitung digitaler Lehre", sagte Maike Wiedwald, Vorsitzende der GEW Hessen.

Besonders Eltern mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter kämen an ihre Belastungsgrenze, wenn sie Lehre, Forschung und Kinderbetreuung gleichzeitig vereinbaren müssten. "Vor allem für diese Gruppe muss es unbedingt zeitnah eine Lösung geben", forderte Maike Wiedwald von der Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne).

Bei allem technologischen Fortschritt geben die Gewerkschafter zu bedenken, dass Präsenzlehre und Lehrpersonal nicht ersetzbar seien. "Der entscheidende Lerneffekt lässt sich nur online nicht herstellen", erklärte Sebastian Garbe, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gießen, laut der Mitteilung. "Egal wie sehr wir uns anstrengen, auch mittel- und langfristig braucht eine gute Pädagogik kollektive Präsenz im Seminarraum, direkten Austausch und die gemeinsame Erfahrung außerhalb digitaler Medien."

Update, 27. April, 14.39 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen für Hessen

In Hessen gibt es mittlerweile 8000 bestätigte Coronavirus-Fälle. Die Zahl sei im Vergleich zum Vortag um 35 gestiegen, teilte das Sozialministerium am Montag in Wiesbaden mit (Stand 14 Uhr). Im Land gibt es demnach nun 326 Todesfälle, die mit dem Erreger in Verbindung gebracht werden, sechs mehr als einen Tag zuvor. Es werden in der Corona-Statistik nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden. Von den Patienten mit nachgewiesener Infektion werden dem Ministerium zufolge 1468 in Krankenhäusern behandelt.

Update, 27. April, 13.31 Uhr: Rettung der Lufthansa laut Söder "elementar" für ganz Deutschland

Die Rettung der von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Lufthansa ist nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder für Deutschland "elementar" und muss daher hohe Priorität haben.

"Natürlich ist es wichtig, die Lufthansa zu retten, es ist ein systemrelevantes Unternehmen. Die Lufthansa sollte aber nicht verstaatlicht werden", sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Deutschland dürfe auch nach einer staatlichen Beteiligung "kein Sagen auf der Kommandobrücke" erhalten, sondern sich nur als stiller Teilhaber, als Beiboot verstehen.

Die Lufthansa ist wegen der massiven Flugabsagen in Schwierigkeiten geraten. Der Konzern hatte vor einigen Tagen erklärt, dass man sich nicht mehr aus eigener Kraft aus der Corona-Krise retten könne. Nun könnte ein milliardenschweres Hilfspaket kommen, die genaue Form ist aber noch unklar.

Wegen der Corona-Krise bleiben aktuell zahlreiche Lufthansa-Maschinen am Boden.
Wegen der Corona-Krise bleiben aktuell zahlreiche Lufthansa-Maschinen am Boden.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. April, 11.30: EU-Kommission genehmigt Staatshilfen für Condor in Corona-Krise

Die Luftfahrtbranche ist von der Corona-Krise besonders betroffen. Nun entschieden die EU-Wettbewerbshüter: Die Bundesregierung darf dem hessischen Ferienflieger Condor unter die Arme greifen.

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Eine Boeing 757-300 der Fluggesellschaft Condor rollt über das Vorfeld am Flughafen. Der angeschlagene Ferienflieger Condor bekommt neue Staatshilfen.
Eine Boeing 757-300 der Fluggesellschaft Condor rollt über das Vorfeld am Flughafen. Der angeschlagene Ferienflieger Condor bekommt neue Staatshilfen.  © Marcel Kusch/dpa

Update, 27. April, 6.50 Uhr: Gesundheitsamt rät zu regelmäßiger Nutzung von Wasserleitung

Das Gesundheitsministerium rät ebenfalls zu einer regelmäßigen Nutzung der Wasserleitungen (Symbolbild).
Das Gesundheitsministerium rät ebenfalls zu einer regelmäßigen Nutzung der Wasserleitungen (Symbolbild).  © Marius Becker/dpa

Ob Büros, Hotels oder Fitnessstudios: Im Zuge der Corona-Krise bleiben zahlreiche Gebäude und Flächen leer. Um die Bildung von Bakterien wie Legionellen zu verhindern, haben Gesundheitsexperten dazu geraten, Wasserleitungen regelmäßig zu nutzen.

Geschehe dies nicht, "besteht immer die Möglichkeit eines mikrobiologischen Wachstums", teilte das Frankfurter Gesundheitsamt mit. So könne es "in aktuell nicht genutzten Liegenschaften zu einer vermehrten Legionellenbildung kommen".

Das hessische Gesundheitsministerium rät ebenfalls zu einer regelmäßigen Nutzung der Wasserleitungen, "mindestens alle sieben Tage, besser alle drei Tage".

"Der bestimmungsgemäße Betrieb der Trinkwasser-Installation kann beispielsweise durch regelmäßiges Öffnen aller Wasserhähne oder auch durch Spülarmaturen automatisch sichergestellt werden", hieß es.

Update, 27. April, 6.05 Uhr: Jäger in Hessen werden Wildfleisch wegen Corona-Krise kaum los

Die Jäger in Hessen werden ihr geschossenes Wildfleisch wegen der Corona-Krise nur schwer los. "Wenn wir ein Tier erlegen, wollen wir auch, dass es verwertet wird. Wir schießen nicht für die Mülltonne", sagte ein Sprecher des Landesjagdverbands in Bad Nauheim. Die Nachfrage und damit auch der Preis seien aber dramatisch gesunken. Viele Verarbeitungsbetriebe nehmen demnach ebenfalls kein Wildbret mehr an.

Das Fleisch wird dem Sprecher zufolge zwar auch im Familien- und Freundeskreis verteilt. Wegen der fehlenden Nachfrage sinke aber die Motivation der Jäger. "Dies ist problematisch, da etwa Wildschweine wegen der Afrikanischen Schweinepest das ganze Jahr über bejagt werden müssen."

Erschwerend kommt nach Angaben des Verbands hinzu, dass in Hessen die Jagdzeiten für das Reh- und das junge Rotwild vorgezogen worden sind, um frisch gepflanzte Baumsetzlinge zu schützen. Hierdurch falle noch mehr Fleisch an. "Wir fordern, dass die Landesregierung uns bei der Vermarktung unterstützt oder eine Idee vorlegt, wie das Wildbret durch das Land Hessen angekauft werden könnte."

Update, 26. April, 14.40 Uhr: 7965 Corona-Infizierte in Hessen, sieben weitere Tote

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen hat sich am Sonntag in Hessen auf 7965 erhöht. Sie stieg damit gegenüber dem Vortag leicht um 79, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte (Stand 14 Uhr). 

Im Zahl der Todesfälle stieg auf 320 - das sind sieben mehr als am Vortag. Es werden in der Corona-Statistik nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

Update, 26. April, 11.52 Uhr: 728 Millionen Euro Soforthilfe an hessische Betriebe ausgezahlt

Knapp vier Wochen nach dem Start der staatlichen Soforthilfen in der Corona-Krise für kleinere Betriebe mit Finanznot haben rund 76.500 Unternehmer in Hessen die Unterstützung erhalten. Mehr als 728 Millionen Euro aus dem Soforthilfeprogramm seien geflossen, teilten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Finanzminister Michael Boddenberg und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) am Sonntag in Wiesbaden mit. Rund 115.000 Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten hätten einen Antrag gestellt. Zwei Drittel der Anträge seien fertig bearbeitet und die bewilligten Gelder ausgezahlt worden.

Der große Ansturm sei zwar vorbei, aber es würden immer noch täglich Anträge eingereicht, erklärten die Minister. Das zeige, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie in manchen Bereichen trotz der Lockerungen und der Möglichkeit, Geschäfte wieder zu öffnen, anhalten. Wer sein Geschäft wieder öffnen konnte und zuvor Soforthilfe erhalten habe, müsse das Geld nicht zurückzahlen, versicherten die Minister. Ausschlaggebend für den Soforthilfezuschuss sei der Liquiditätsengpass zum Zeitpunkt der Antragsstellung gewesen.

Fast die Hälfte der bereits ausgezahlten Soforthilfe sei an Betriebe aus der Dienstleistungsbranche geflossen. Aus dem Gastgewerbe habe es viele Anträge gegeben. Darüber hinaus beantragten den Angaben zufolge vor allem Unternehmer aus dem Handel, der Baubranche, dem Gesundheitssektor, aus dem Tourismus, dem Bereich Nahrungs- und Genussmittel sowie der Kreativwirtschaft das staatliche Geld.

Update, 26. April, 10.15 Uhr: Frankfurter Basketballer für Saison-Fortsetzung

Die Fraport Skyliners aus Frankfurt haben sich klar für eine Fortsetzung der Saison in der Basketball-Bundesliga (BBL) ausgesprochen. Dies sei in der Corona-Krise auch ein wichtiger Lerneffekt für die weitere Zukunft, sagte Geschäftsführer Gunnar Wöbke in einem Podcast des Vereins am Wochenende. "Es ist learning by doing für die nächste Saison." Es gehe unter anderem darum, wie Geisterspiele funktionieren. "Mein persönlicher Glaube ist, dass wir Stand heute nicht davon ausgehen können, dass wir Ende September, Anfang Oktober, wenn die Saison losgegangen wäre, wieder vor Zuschauern Basketball spielen können", sagte Wöbke.

Die aktuelle BBL-Saison ist wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. April ausgesetzt. In einer Videoschalte am Montag wollen die 17 Clubs und die Ligaspitze darüber entscheiden, wie es weitergeht. BBL-Geschäftsführer Stefan Holz hatte erklärt, dass es "deutlich mehr Sinn" mache, weiterzuspielen als abzubrechen.

Davon sind auch die Frankfurter überzeugt. "Es ist eine Riesenchance für uns, wenn wir in der Bundesliga nochmal antreten", sagte Wöbke mit Blick auf die Sonderrolle, die die BBL dann einnehmen würde. "Die Sport-Nation wird auf uns schauen und sich für die Spiele interessieren. Aber ich glaube auch, die ganze Welt wird auf uns schauen und sich für die Spiele interessieren. Wir haben eine Chance, neue Leute zu finden." 

Die deutschen Topligen im Handball, Eishockey und Volleyball haben ihre Saison schon vorzeitig beendet. Zudem ist unter anderem der wirtschaftliche Verlust aus Sicht von Wöbke geringer als bei einem Saisonabbruch. Es mache aber auch keinen Sinn, eine Fortsetzung zu erzwingen.

ALBA Berlins Rokas Giedraitis (l.) versucht sich gegen Elijah Clarance von den Frankfurt Skyliners durchzusetzen.
ALBA Berlins Rokas Giedraitis (l.) versucht sich gegen Elijah Clarance von den Frankfurt Skyliners durchzusetzen.  © DPA/Arne Dedert

Update, 25. April, 16.20 Uhr: Polizei zeigt sich nach erstem Einkaufs-Samstag zufrieden

Bei strahlendem Sonnenschein haben in Hessen zum ersten Mal seit der coronabedingten Zwangspause am Samstag wieder Geschäfte an einem Wochenende geöffnet. Die Polizeipräsidien zeigten sich am Nachmittag zufrieden mit dem Verhalten der Menschen. 

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Update, 25. April, 15.16 Uhr: Spitzengespräch zu Rettungspaket für die Lufthansa geplant

u Staatshilfen für die schwer gebeutelte Lufthansa ist Anfang der kommenden Woche ein Krisengespräch auf höchster Ebene geplant. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Samstag erfuhr, wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Finanzminister Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr über ein Rettungspaket verhandeln. 

Bei dem Rettungspaket gehe es um ein Volumen von neun bis zehn Milliarden Euro, hieß es in Regierungskreisen. Umstritten in der Bundesregierung sei aber noch, in welcher Form die Bundesregierung der Lufthansa helfe und wie viel Mitspracherecht die Politik bei einer vorübergehenden staatlichen Beteiligung habe. In den Regierungskreisen hieß es, an der Lufthansa dürfe nicht von allen Seiten gezerrt werden, die Lage sei ohnehin schon dramatisch genug.

Die Lufthansa ist von der Corona-Krise massiv betroffen. Spohr hat die Beschäftigen der Airline bereits auf harte Zeiten eingestimmt.

Es geht um neun bis zehn Milliarden Euro (Symbolfoto).
Es geht um neun bis zehn Milliarden Euro (Symbolfoto).  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 25. April, 15.05 Uhr: Hessen meldet 24 Corona-Tote in 24 Stunden

24 Menschen sind in Hessen binnen 24 Stunden an Covid-19 gestorben. Auch die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen im Land stieg stärker als am Vortag. Das ging aus dem Corona-Bulletin der Landesregierung vom Samstag hervor.

Update, 25. April, 18.26 Uhr: Die Zahlen der Erkrankten und an einer Coronavirus-Infektion Verstorbenen wurden am Samstagabend wieder zurückgezogen, da diese nicht ordnungsgemäß überprüft worden sind. 

Am Sonntagmorgen sollen die bestätigten Zahlen vorliegen.

Update, 25. April, 11.50 Uhr: Frankfurts OB Feldmann: Lieber bei großen Vorhaben sparen als im Sozialen

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) will in der Corona-Krise lieber bei großen Vorhaben sparen als im Sozialen. "Man kann über die großen Investitionen in dieser Stadt reden", sagte Feldmann im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ/Samstag-Ausgabe). "Es ist zum Beispiel gut, dass wir die Entscheidung über die Zukunft der Städtischen Bühnen erst 2021 treffen müssen." Generell gelte, "dass wir bei den großen Vorhaben noch etwas abwarten müssen", bis man das Ausmaß der Corona-Krise besser abschätzen könne.

"Einen Abbau von sozialen Leistungen für die Menschen unserer Heimatstadt wird es mit mir nicht geben", sagte Feldmann. Trotz der zu erwartenden Belastungen durch die Corona-Krise müssten kostenfreie Kitas, der freie Eintritt für Kinder in Museen und Schwimmbäder, der Mietpreisstopp bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft und die Fahrpreissenkungen für Schüler und Senioren erhalten bleiben. "Das ist wichtig für die Menschen."

Update, 25. April, 8.05 Uhr: Mundschutz ist auch in hessischen Taxen Pflicht

Die Maskenpflicht im Personennahverkehr als Teil der hessischen Maßnahmen in der Corona-Krise betrifft auch das Taxifahren. Darauf hat die Taxi-Vereinigung Frankfurt hingewiesen. "Fahrgäste können nur mit einer entsprechenden persönlichen Ausstattung befördert werden", betonte ihr Vorsitzender Hans-Peter Kratz.

Die Frankfurter Taxen seien vielfach mit sogenanntem Spuckschutz, also einer aus Folie oder Plexiglas bestehenden Abtrennung zur Fahrerin und zum Fahrer hin ausgestattet, sagte er. Bei der Bestellung in der Taxi-Zentrale könne dieser Schutz auch angefordert werden. Schon seit längerem sitzen die Taxifahrerinnen und -fahrer mit Mundschutz und Handschuhen hinter dem Steuer.

Update, 25. April, 7.44 Uhr: Studenten werden zu "Corona-Detektiven"

Die Gesundheitsämter in Hessen bekommen mehr Personal, um die Kontaktpersonen von Corona-Patienten zu ermitteln. Infektionsketten nachzuverfolgen bleibe "ein wichtiger Baustein zur Minimierung der Neuinfektionen", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Freitag in Wiesbaden.

Deshalb sollen sogenannte Containment-Scouts die Gesundheitsämter im Land unterstützten, um die Kontaktpersonen der Infizierten ausfindig zu machen. Für Hessen sind 40 Scouts vorgesehen, die laut Klose voraussichtlich ab Mitte Mai ihre Tätigkeit beginnen. Sie werden vom Robert-Koch-Institut geschult und vom Bundesgesundheitsministerium finanziert. Es sind Medizin-Studierende, die im Rahmen eines Urlaubs-Semesters in den Gesundheitsämtern arbeiten.

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Update, 24. April, 18.53 Uhr: Verkehrsanbieter fahren Angebot schrittweise wieder hoch

Busse und Bahnen in Hessen fahren langsam ihr Angebot wieder hoch. Die Verkehrsunternehmen kehrten "nach und nach zum regulären Fahrtenangebot zurück", berichtete der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) am Freitag.

Für den regionalen Busverkehr geht der RMV davon aus, "dass zum 27. April Verstärkerfahrten zu Schulzeiten wieder gefahren werden können".

Wegen der Corona-Pandemie hatten viele Anbieter die Zahl der Fahrten reduziert. Vielerorts galten die Ferienfahrpläne, das Nachtverkehrsangebot wurde größtenteils eingestellt.

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Update, 24. April, 17.35 Uhr: Rechnerisch 10.000 Mitarbeiter zu viel nach der Krise bei der Lufthansa

Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet mit einem Abbau von 10.000 Jobs in der Corona-Krise. Die Flotte werde um etwa 100 Flugzeuge schrumpfen, sagte der Vorstandsvorsitzende am Freitag in einer internen Botschaft an die Mitarbeiter.

Vor Ausbruch der Pandemie hatte der größte Luftverkehrs-Konzern Europas weltweit rund 130.000 Mitarbeiter und 760 Flugzeuge.

Spohr rechnet erst für das Jahr 2023 wieder mit einem Gleichgewicht für das Unternehmen, das dann ein anderes sein werde. "Wir waren als erste Branche von dieser weltweiten Krise betroffen und die Luftfahrt wird mit die letzte sein, die sie verlassen wird", sagte der Lufthansa-Chef.

Nach der Krise rechne das Unternehmen mit zehn Prozent niedrigeren Erlösen und einer um zehn Prozent niedrigeren Auslastung, hieß es weiterhin. Man werde jährlich über eine Milliarde Euro für Zinsen und Tilgung der Kredite aufwenden müssen.

Update, 24. April, 16.57 Uhr: Unterricht für Hessens Viertklässler bleibt vorerst ausgesetzt

Für die Schüler an den vierten Klassen in Hessen wird der Unterricht nicht wie ursprünglich geplant am Montag wieder aufgenommen. Das teilte das hessische Kultusministerium am Freitag mit.

Zuvor hatte der Verwaltungsgerichtshof des Landes die Schulpflicht für Viertklässler an Grundschulen in der Corona-Pandemie vorläufig außer Kraft gesetzt (TAG24 berichtete).

Das Kultusministerium erklärte aber, es werde unverändert eine Notbetreuung für Kinder von Eltern geben, die in systemrelevanten Berufen - etwa in Krankenhäusern - arbeiten.

"Wann beziehungsweise in welchen Schritten nun die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in der Grundschule und in weiteren Jahrgangsstufen stattfindet, werden wir jetzt auf Basis der nächsten Gespräche zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin entscheiden", sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU).

Update, 24. April, 14.55 Uhr: Hilferuf der Gastwirte: Betriebe stellen leere Stühle auf

Mit leeren Stühlen haben Gastwirte in Hessen auf die kritische Lage von Gaststätten und Hotels in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. An der bundesweiten Aktion am Freitag beteiligten sich nach Kenntnis des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Betriebe in Frankfurt und Rüdesheim.

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Update, 24. April, 14.35 Uhr: 157 weitere Corona-Infizierte in Hessen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen hat sich am Freitag in Hessen auf 7796 erhöht. Das waren 157 Fälle mehr als am Vortag. Diese Zahlen nannte Hessens Sozialminister Kai Klose in Wiesbaden (Stand kurz vor 14 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle stieg um 13 auf 301. Es werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt werden.

865 Covid-19-Patienten lagen zuletzt in hessischen Krankenhäusern (Stand Donnerstag 11 Uhr). 225 waren Klose zufolge beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Derzeit gibt es laut Sozialministerium 889 freie Beatmungsbetten in hessischen Krankenhäusern.

Update, 24. April, 14.21 Uhr: Gerichtshof hebt Schulpflicht für Viertklässler in Hessen auf

Die Schulpflicht für Viertklässler in Hessen wird in der Corona-Pandemie vorläufig außer Kraft gesetzt. Das geht aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshof in Kassel vom Freitag hervor.

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Die Viertklässler sollten ursprünglich von Montag an in Hessen wieder zur Schule gehen (Symbolbild).
Die Viertklässler sollten ursprünglich von Montag an in Hessen wieder zur Schule gehen (Symbolbild).  © Annette Riedl/dpa

Update, 24. April, 14.17 Uhr: Eintracht Frankfurt will Nachlass bei Stadion-Miete

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt will mit der Stadt als Folge der Corona-Krise über einen Nachlass bei der Stadion-Miete verhandeln. Der Fußball-Bundesligist und die Stadt hatten sich im November 2019 darauf geeinigt, dass die Eintracht vom 1. Juli 2020 an Betreiber der Commerzbank Arena wird.

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Das Archivbild zeigt Spieler und Fans von Eintracht Frankfurt im Heim-Stadion des Bundesligisten.
Das Archivbild zeigt Spieler und Fans von Eintracht Frankfurt im Heim-Stadion des Bundesligisten.  © Arne Dedert/dpa

Update, 24. April, 13.17 Uhr: Doch keine Maskenpflicht für Fußgängerzone in Bad Homburg

Die Stadt Bad Homburg verhängt nun doch keine Maskenpflicht für die Fußgängerzone in der Innenstadt. "Die Stadt schreibt das Tragen der Masken nicht vor, sie empfiehlt es dringend", erklärte Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) am Freitag. 

Hintergrund für die Änderung seien Rückmeldungen aus der Bevölkerung und der Politik. Ursprünglich hatte die Stadt angekündigt, dass von diesem Freitag an wegen der Corona-Pandemie auch im Freien ein Mund- und Nasenschutz getragen werden muss. Sie hatte das damit begründet, dass die Fußgängerzone mit einem gut besuchten Einkaufszentrum vergleichbar sei und der Mindestabstand von 1,50 Meter nur schwer eingehalten werden könne.

In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr muss in ganz Hessen von Montag an eine sogenannte Alltagsmaske getragen werden, auch Schals zur Abdeckung von Mund und Nase sind möglich.

Update, 24. April, 11.47 Uhr: Jede fünfte Lehrkraft fällt wegen Corona für Präsenzunterricht aus

Die Schulen in Hessen wurden vor mehreren Wochen geschlossen (Symbolbild).
Die Schulen in Hessen wurden vor mehreren Wochen geschlossen (Symbolbild).  © Jonas Güttler/dpa

Jede fünfte Lehrkraft an hessischen Grundschulen kann in der Corona-Pandemie voraussichtlich nicht im Präsenzunterricht an den Schulen eingesetzt werden.

Diese Lehrerinnen und Lehrer gehörten entweder selbst zu einer Risikogruppe oder lebten mit Menschen aus einer Risikogruppe zusammen, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Freitag in Wiesbaden. Das Land schätze deren Anteil auf 20 Prozent.

Die betroffenen Kollegen sollen vorrangig die Betreuung der Jahrgänge übernehmen, die weiter von zuhause aus lernen.

Vom kommenden Montag an werden die Schulen schrittweise wieder öffnen. Zunächst sollen die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen und die 4. Klassen der Grundschulen zurückkehren.

Das betrifft rund 160.000 der insgesamt 760.000 hessischen Schülerinnen und Schüler.

Update, 24. April, 10.58 Uhr: Vorerst letzte Maschine der "Corona-Luftbrücke" gelandet

Gut fünf Wochen nach Beginn der Rückholaktion der Bundesregierung ist die vorerst letzte Maschine der "Corona-Luftbrücke" in Deutschland gelandet.  Das bestätigte ein Sprecher der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen.

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Die "Corona-Luftbrücke" der Bundesregierung ist vorerst abgeschlossen (Symbolbild).
Die "Corona-Luftbrücke" der Bundesregierung ist vorerst abgeschlossen (Symbolbild).  © Montage: dpa/Boris Roessler, 123RF/Roman Milert

Update, 24. April, 8.57 Uhr: Hessen hält engen Kontakt zu Partnerregionen in Europa

Hessen hält speziell in der Corona-Krise engen Kontakt zu seinen Partnerregionen in Europa. "Echte Partnerschaft zeigt sich in der Krise", sagte Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) auf dpa-Anfrage in Wiesbaden.

"Gerade die Emilia Romagna, unsere italienische Partnerregion, ist sehr schwer von der Krise betroffen." Hessen habe deshalb sehr schnell angeboten, schwerkranke Patienten aus Italien, aber auch aus Frankreich aufzunehmen.

Aus der französischen Region Grand-Est wurden daraufhin zehn Patienten nach Hessen verlegt. In der Emilia Romagna habe sich die dramatische Situation zwischenzeitlich entspannt, so dass die italienische Partnerregion von dem Angebot keinen Gebrauch gemacht habe, erklärte Puttrich.

Im regelmäßigen Austausch informierten sich die Regionen gegenseitig über die jeweils getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und über mögliche Lockerungen. "Zu bedenken ist, dass in den vorgenannten Partnerregionen weitaus striktere Maßnahmen bestehen, als dies in Hessen der Fall ist", sagte Puttrich.

Auch sei Hessen die Region, die als erste vorsichtige Lockerungen zugelassen habe. In der Emilia-Romagna bestehe beispielsweise die Ausgangssperre bis 3. Mai fort, in der französischen Partnerregion Nouvelle-Aquitaine bis 11. Mai.

Update, 24. April, 6.10 Uhr: Schüler, Eltern und Lehrer sehen Schulöffnungen teils kritisch

Die Schulen in Hessen wurden infolge der Corona-Krise geschlossen (Symbolbild).
Die Schulen in Hessen wurden infolge der Corona-Krise geschlossen (Symbolbild).  © Uwe Anspach/dpa

Viele Eltern, Schüler und Lehrer fühlen sich mit Blick auf die anstehenden Schulöffnungen von der hessischen Landesregierung schlecht informiert und allein gelassen. Die Schulen stünden vor einer Vielzahl von Problemen, sagte der Vorstandsvorsitzende des Landeselternbeirates, Korhan Ekinci, auf dpa-Anfrage. Sie hätten viel zu wenig Zeit gehabt, sich auf die schrittweise Öffnung ab dem 27. April vorzubereiten.

Der Landesschulsprecher Paul Harder erklärte, Lehrer und Schüler würden womöglich "als Testobjekte missbraucht", um die Auswirkungen einer Lockerung der Corona-Regeln betrachten zu können. Viele Schulen halten nach Einschätzung der Lehrergewerkschaft GEW die Öffnung ab 27. April weder für sinnvoll noch zulässig.

Sechs Wochen nach der Schließung der Schulen beginnt am kommenden Montag für rund 160.000 Kinder und Jugendliche wieder schrittweise der Unterricht. Es gelten strenge Hygiene- und Abstandsregeln. Zunächst sollen die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen und die 4. Klassen der Grundschulen zurückkehren.

Erst rund eine Woche nach der Ankündigung der Öffnung verschickte das Kultusministerium einen Hygieneplan "Corona", es blieb ein Wochentag zur konkreten Vorbereitung. Wegen der Corona-Pandemie gibt es seit 16. März keinen Präsenzunterricht mehr.

An den Schulen muss laut Kultusministerium ein Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Es sind maximal 15 Schüler pro Raum zugelassen. In allen Toilettenräumen sollen Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitstehen.

Update, 23. April, 18.25 Uhr: Eintracht-Vorstand Bobic lobt DFL für "überragenden Job"

Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) für das Krisenmanagement in der derzeitigen Coronavirus-Pandemie gelobt. 

"Wir tun im medizinischen ebenso wie im organisatorischen Bereich alles dafür, um den Spielbetrieb der Bundesliga zu ermöglichen. In dieser Hinsicht hat die DFL mit Christian Seifert an der Spitze einen überragenden Job gemacht", sagte Bobic laut einer Vereinsmitteilung der Hessen vom Donnerstag.

Zuvor hatten sich die 36 Clubs per Konferenz zusammengeschaltet und über das weitere Vorgehen beraten.

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Update, 23. April, 17.36 Uhr: Lufthansa macht wegen Corona Milliarden-Verlust im ersten Quartal

Die Lufthansa hat im ersten Quartal wegen der Corona-Krise einen operativen Verlust von 1,2 Milliarden Euro eingeflogen.

Im Vorjahr hatte das Minus in dem traditionell schwachen Quartal zu Jahresbeginn noch 336 Millionen Euro betragen. Allein im März habe man knapp 1,4 Milliarden Euro Umsatz verloren, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung an die Börse mit.

Im gesamten Quartal lagen die Erlöse mit 6,4 Milliarden Euro in ähnlicher Größenordnung unter dem Vorjahreswert von 7,8 Milliarden Euro.

Update, 23. April, 16.57 Uhr: Kirchenpräsident rät Gemeinden in Gottesdienst-Frage zu Geduld

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat die Gemeinden mit Blick auf mögliche Lockerungen für Gottesdienste zu Geduld und sorgfältiger Planung aufgerufen.

Jung gehe davon aus, dass eventuell Anfang Mai Gottesdienste in Kirchen wieder möglich seien, empfehle aber frühestens den 10. Mai als Neubeginn, um genügend Vorbereitungszeit zu haben, teilte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) am Donnerstag in Darmstadt mit. 

"Vor Ort wird jeweils zu prüfen sein, ob die Gemeinden unter den gesetzten Rahmenbedingungen Gottesdienste feiern können und wollen", sagte der Kirchenpräsident.

Wegen der Coronavirus-Pandemie können derzeit keine gemeinsamen öffentliche Gottesdienste gefeiert werden. Die Länder wollen mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften besprechen, wie religiöse Veranstaltungen in den Gotteshäusern künftig unter Abstands- und Hygienevorschriften wieder möglich werden könnten.

Derzeit müssten die «zwingend notwendigen Schutzkonzepte» noch geprüft und dann mit Bund und Ländern abgestimmt werden, teilte die EKHN weiter mit. Eine endgültige Entscheidung sei nicht vor dem 30. April zu erwarten.

Update, 23. April, 16.40 Uhr: Minister Klose mahnt Disziplin an

Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) warnt vor einer nachlassenden Disziplin der Menschen wegen der Lockerungen in der Corona-Pandemie.

"Jede Lockerung hat Folgen. Welche das sind, das können wir erst mit einer Verzögerung von mehreren Tagen auch in den Zahlen sehen", sagte Klose am Donnerstag dem Nachrichtenportal hessenschau.de.

"Deshalb kann ich auch nur appellieren, dass alle weiterhin so diszipliniert mitmachen, wie das bisher der Fall war."

In Hessen gelten zwar weiterhin strenge Kontakt-Beschränkungen, in dieser Woche durften aber wieder Geschäfte bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern öffnen. Am Montag (27.4.) beginnt außerdem für einen Teil der Schüler wieder der Unterricht.

Bei den Lockerungen sei sorgfältig abgewogen worden, welchen Effekt diese haben könnten. "In dieser Abwägung halte ich das, was jetzt an Lockerungen gemacht wurde, für vertretbar - aber durchaus an der oberen Grenze dessen, was jetzt vertretbar war", sagte Klose.

"Umgekehrt müssen wir auch mutig genug sein, bei den Lockerungen einen Schritt zurückzugehen, wenn die Anzahl der Fälle wieder exponentiell wachsen sollte. Das gehört zur Wahrheit dazu."

Titelfoto: Center for Disease Control/Planet Pix via ZUMA Wire/dpa

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