Coronavirus in Hamburg: Niedersachsen öffnet für Touristen

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, der Lockdown wurde vorerst bis Ende April verlängert.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 75.148 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 61.674 Fälle bekannt, in Bremen 26.135 in Mecklenburg-Vorpommern 43.006 und in Niedersachsen 248.165 Covid-19-Fälle (Stand 18. Mai, 12.40 Uhr).

Seit dem 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit zwischenzeitlichen Lockerungen auf unbestimmte Zeit verlängert wurde.

Weiterhin gilt aber eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 18. Mai, 15.40 Uhr: Touristen von überall dürfen ab sofort in Niedersachsen übernachten

Lüneburg - Das Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen hat das Beherbergungsverbot für Touristen, die nicht aus dem eigenen Bundesland kommen, gekippt. Das Verbot trage nur wenig zur Eindämmung der Corona-Infektionslage bei, da Tagestouristen aus anderen Ländern auch bisher schon nach Niedersachsen kommen könnten, hieß es in einem Eilbeschluss des Gerichts vom Dienstag.

Update, 18. Mai, 15.20 Uhr: Zwei Haushalte dürfen sich ab Donnerstag in MV treffen

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern lockert die Corona-Beschränkungen weiter. Von Donnerstag an dürfen sich zwei Haushalte treffen, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag mitteilte. Dann dürfen auch Dauercamper aus MV wieder auf die Campingplätze.

Update, 18. Mai, 14.30 Uhr: Corona-Härtefallfonds für Soloselbstständige startet

Soloselbstständige Musiker musizieren bei einer Kundgebung. (Archivbild)
Soloselbstständige Musiker musizieren bei einer Kundgebung. (Archivbild)  © Andreas Arnold/dpa

Hamburg - Die Anfang Mai angekündigten Hamburger Corona-Härtefallhilfen können seit Dienstag beantragt werden. Das teilte die Finanzbehörde mit.

Die Hansestadt hatte für durch die Corona-Pandemie in Not geratene Unternehmen und Soloselbstständige einen mit fast 40 Millionen Euro ausgestatten Härtefallfonds an den Start gebracht. Hamburg und der Bund tragen die Kosten je zur Hälfte.

Soloselbstständige können den Angaben bis Ende September direkt bis zu 7500 Euro Nothilfe beantragen, wobei die Förderung maximal 50 Prozent des Referenzumsatzes beträgt.

Für alle weiteren Unternehmen und Soloselbstständige mit höherem Förderbedarf sei die Zuwendung in der Regel auf 100000 Euro begrenzt. In diesem Fall müsse der Antrag jedoch über eine Fachkraft wie einen Steuerberater erfolgen.

Update, 18. Mai, 13.56 Uhr: Vier Fälle der indischen Corona-Variante in Niedersachsen entdeckt

Hannover - In Niedersachsen sind inzwischen vier Fälle der indischen Variante des Corona-Virus entdeckt worden - alle im Großraum Hannover.

Das teilte die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Dienstag mit. "Das zeigt, dass sich die Varianten global bewegen und nicht aufzuhalten sind."

Das Auftreten der indischen Variante beobachte der Krisenstab sehr intensiv gemeinsam mit dem Landesgesundheitsamtes.

Besondere Vorkehrungen werden allerdings nicht getroffen, die gewöhnlichen Corona-Vorsichtsmaßnahmen reichten aus.

Update, 18. Mai, 13.30 Uhr: Senat beschließt weitere Lockerungen der Corona-Auflagen

Hamburg - Angesichts niedriger Corona-Zahlen hat Hamburgs rot-grüner Senat weitere Öffnungsschritte beschlossen.

Unter anderem sollen am Wochenende unter strengen Auflagen die Außengastronomie und der Einzelhandel wieder öffnen dürfen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) am Dienstag im Anschluss an eine Senatssitzung sagte.

Update, 18. Mai, 12.40 Uhr: Inzidenz sinkt in Hamburg weiter

Hamburg - Die Corona-Sieben-Tage-Inzidenz ist in Hamburg erneut deutlich gesunken. Laut Gesundheitsbehörde kamen am Dienstag 58 neue Fälle hinzu. Das waren 37 weniger als am Montag und 87 weniger als am vergangenen Dienstag. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sank damit von 48,1 auf 43,5. Vor einer Woche hatte der Wert 78,2 betragen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert für Hamburg auf anderer Berechnungsgrundlage mit 42,5 an - der zweitniedrigste unter den Bundesländern nach Schleswig-Holstein (33,3). Allerdings verwies das Institut erneut auf das Himmelfahrtswochenende, an dem weniger Menschen einen Arzt aufgesucht und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt worden seien.

Für den rot-grünen Hamburger Senat ist der eigene, strengere Wert maßgeblich. Er wollte am Dienstag über weitere Lockerungsschritte wie die Öffnung der Außengastronomie und des Einzelhandels entscheiden.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorbenen Menschen lag nach Angaben des RKI unverändert bei 1533. Insgesamt haben sich in der Corona-Pandemie der Gesundheitsbehörde zufolge bisher nachweislich 75.148 Hamburgerinnen und Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert. 68.800 von ihnen gelten nach RKI-Angaben als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Montag 172 Covid-19-Patienten behandelt, davon 71 auf Intensivstationen. Das waren 17 beziehungsweise 7 weniger als am Freitag.

Update, 18. Mai, 11.30 Uhr: Konkrete Terminvergabe für Corona-Impfungen angekündigt

Kiel - Schleswig-Holstein zieht Konsequenzen aus massivem Ärger über das System der Online-Terminvergabe für Impfungen gegen das Coronavirus.

Das Sozialministerium habe einen anderen Weg mit konkreten Terminvergaben gefunden, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Landtagsfraktion, Marret Bohn, am Dienstag in Kiel. "Das finde ich sehr positiv."

Über die Corona-Lage und das weitere Vorgehen in der Impfkampagne wird Gesundheitsminister Heiner Garg (55, FDP) am Nachmittag die Presse informieren. Auch der Einsatz mobiler Impfteams in Problemstadtteilen ist Bohn zufolge vorgesehen. Es sollten auch jene erreicht werden, die man sonst nicht erreiche, auch wegen Sprachbarrieren.

Das bisherige System, bei dem viele vergeblich über das Internet einen Termin zu ergattern versuchten, habe zu großer Verärgerung und Frustration geführt, sagte Bohn, die selbst Ärztin ist.

"Das bisherige Verfahren war eine Zumutung für alle Beteiligten." Wer wisse, dass er in absehbarer Zeit einen Impftermin habe, werde sich bis dahin streng an die Regeln halten. Dies sei ein Riesenschritt nach vorn.

Mit der aktuellen Corona-Situation wird sich am Mittwoch auch der Landtag ausführlich befassen. Dazu wird auch Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU) sprechen.

Update, 18. Mai, 9.35 Uhr: Weniger Menschen bei Protest gegen Corona-Einschränkungen

Wismar/Rostock/Benz/Neubrandenburg - Trotz der angekündigten Lockerungen haben in Mecklenburg-Vorpommern erneut mehrere Hundert Menschen gegen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie demonstriert.

Wie Polizeisprecher am Dienstag erklärten, gab es sogenannte Protestspaziergänge und -kundgebungen am Montagabend unter anderem in Wismar, Rostock, Teterow, Stralsund, Neubrandenburg, Benz auf Usedom und Waren an der Müritz. Insgesamt wurden knapp 450 Teilnehmer gezählt, etwa 150 weniger als in den vergangenen Wochen.

Mit rund 100 Teilnehmern wurden in Rostock die meisten Demonstranten gezählt, wie der Polizeisprecher sagte. In Wismar liefen etwa 80 Menschen unter dem Motto "Frieden-Freiheit-Grundrechte. Habt Mut! Ihr seid nicht allein!" durch die Stadt. Jeweils etwa 50 Teilnehmer wurden in Benz (Vorpommern-Greifswald), Neubrandenburg und Stralsund gezählt. Die Polizei habe keine größeren Verstöße festgestellt. Eine größere Gegenaktion gab es in Stralsund.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Nordosten am Montag bei 56,9 registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Vor einem Monat hatte sie noch bei 142 gelegen. Im nördlichen Teil des Landes waren am Montag die Schulen und Kitas wieder geöffnet worden.

Update, 17. Mai, 21 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein stagniert auf niedrigem Niveau

Kiel - In Schleswig-Holstein stagniert die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, auf niedrigem Niveau. Sie lag am Montag bei 33,3, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorging (Stand 17.5., 20.40 Uhr). Am Sonntag lag der Wert bei 35,1.

In Kliniken lagen den Angaben zufolge 164 Covid-19-Kranke, 12 mehr als am Vortag. 47 von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen behandel. 37 Corona-Patienten wurden beatmet. Innerhalb eines Tages kamen 73 neu gemeldete Ansteckungen hinzu. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus liegt laut Robert Koch-Institut bei 1565 (Stand 17.5., 03.11 Uhr).

Die Regionen mit der höchsten Inzidenz sind Kiel (62,4) und der Kreis Herzogtum Lauenburg (47,0). Am niedrigsten sind die Werte in Flensburg (14,4) und im Kreis Schleswig-Flensburg (16,9).

Update, 17. Mai, 20.08 Uhr: Warteschlange bei Corona-Impfung

Hamburg - Vor den Messehallen hat sich am Montag eine lange Schlange gebildet. Offenbar waren Impfnachzügler dafür verantwortlich.

Mehr dazu lest Ihr im Artikel "Erst Impf-Termin schwänzen, dann unangemeldet nachholen wollen: Stau vor Messehallen!".

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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