Coronavirus in Hamburg: Inzidenz steigt weiter stark - 7464 neue Fälle

Hamburg/Kiel/Hannover/Bremen/Schwerin – Die vierte Welle ist da! Das Coronavirus bestimmt das Leben in Norddeutschland seit bald zwei Jahren.

Im Norden gilt meist flächendeckend 2G.
Im Norden gilt meist flächendeckend 2G.  © Daniel Reinhardt/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 241.352 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 205.000 Fälle bekannt, in Bremen 79.894, in Mecklenburg-Vorpommern 138.200 und in Niedersachsen 616.518 Covid-19-Fälle (Stand 28. Januar, 12.29 Uhr).

Nach zwischenzeitlichen Lockerungen haben alle Bundesländer ihre Maßnahmen wieder verschärft. Für die meisten Bereiche gilt Zugang nur für Geimpfte und Genesene.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

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Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Hamburg und der Metropolregion gibt es hier.

Update, 28. Januar, 12.29 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt auf 2173,7 - 7464 neue Fälle

Menschen gehen in der Hamburger Speicherstadt spazieren. Die Corona-Inzidenz in der Hansestadt ist am Freitag auf 2173,7 gestiegen. (Symbolfoto)
Menschen gehen in der Hamburger Speicherstadt spazieren. Die Corona-Inzidenz in der Hansestadt ist am Freitag auf 2173,7 gestiegen. (Symbolfoto)  © Markus Scholz/dpa

Hamburg - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg steigt weiter. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der gemeldeten Ansteckungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche am Freitag mit 2173,7 an - nach 2124,8 am Donnerstag und 1617,6 vor einer Woche.

Insgesamt wurden binnen eines Tages 7464 Fälle neu erfasst - 350 weniger als am Donnerstag, aber 932 mehr als vor einer Woche. Damit haben sich in der Hansestadt seit Februar 2020 mindestens 241.352 Menschen infiziert - davon gelten 148.600 nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Menschen stieg demnach um 7 auf 2102.

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Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab das RKI am Freitag für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1673,4 an. Hamburg hat damit hinter Berlin (1829,4) die bundesweit zweithöchste Inzidenz.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Freitag laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und- Notfallmedizin (Divi) 78 Covid-19-Patienten behandelt, 6 mehr als am Vortag. Wie am Vortag mussten 42 von ihnen invasiv beatmet werden.

Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt (Stand Donnerstag) mit 501 an - 34 weniger als am Vortag. Die Zahl der Intensivpatienten sank demnach von Mittwoch auf Donnerstag um 15 von 80 auf 65.

81,0 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger sind laut RKI mindestens einmal geimpft. Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 79,2 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten bisher 50,3 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner.

Update, 28. Januar, 11.05 Uhr: 2G-plus-Ausnahmen künftig auch für frisch Geimpfte und Genesene

Hannover - Die Corona-Testpflicht nach der 2G-plus-Regel entfällt in Niedersachsen künftig auch für Menschen, die in den vergangenen 90 Tagen ihre zweite Impfung erhalten haben. Das geht aus dem Änderungsentwurf der Corona-Verordnung des Landes hervor, den Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Freitag im Gesundheitsausschuss des Landtags in Hannover vorgestellt hat.

Auch Genesene, deren Infektion zwischen 28 und 90 Tage zurückliegt, müssen sich den Plänen zufolge demnächst nicht mehr zusätzlich testen. Bisher gilt die Ausnahme nur für Menschen, die zusätzlich zur Grundimmunisierung auch die Auffrischungsimpfung oder eine nach den ersten beiden Impfungen durchgemachte Infektion nachweisen können.

Die FDP begrüßte die Ausweitung, weil schon die Zweitimpfung in den ersten Monaten gut vor einem schweren Krankheitsverlauf schütze. Die Neufassung der 2G-plus-Regel zeige aber, dass die Eingriffe in die Freiheitsrechte nicht allein durch eine Verordnung der Landesregierung beschlossen werden dürften, sagte die FDP-Abgeordnete Susanne Schütz.

"Der Niedersächsische Landtag muss in die Entscheidungen eingebunden sein, damit die Regelungen zur Pandemiebekämpfung endlich öffentlich diskutiert werden", sagte sie. "Wir versprechen uns davon mehr Verlässlichkeit, aber auch eine verständliche und nachvollziehbare Kommunikation der Regeln."

Die neue Corona-Verordnung soll am Mittwoch in Kraft treten. Die derzeit geltenden Beschränkungen der "Winterruhe" sollen mit dem Regelwerk bis zum 23. Februar verlängert werden.

Update, 28. Januar, 9.56 Uhr: Corona-Inzidenz in Niedersachsen steigt erneut

Hannover - Die Corona-Infektionslage in Niedersachsen verschärft sich weiter. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts stieg die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag auf 844,5 - so viele Neuinfektionen wurden je 100.000 Einwohner binnen einer Woche registriert. Einen Tag zuvor lag die Inzidenz noch bei 798,8.

Insgesamt kamen 14.810 bestätigte Neuinfektionen hinzu, vier weitere Covid-19-Todesfälle wurden registriert. Landesweit gilt die Warnstufe 3.

Zentraler Indikator für die Bewertung der niedersächsischen Corona-Lage ist die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz. Sie gibt an, wie viele Infizierte innerhalb von sieben Tagen auf 100 000 Einwohner gerechnet ins Krankenhaus kamen.

Der entsprechende Wert stieg auf 7,7 nach 7,4 einen Tag zuvor. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten in den Klinken sank dagegen von 5,4 Prozent auf 5,3 Prozent.

Im Vergleich der Kommunen des Landes kam die Stadt Salzgitter nach Angaben der Landesregierung mit einem Wert von 1396,0 auf die höchste Sieben-Tage-Inzidenz. Dahinter folgten die Stadt Delmenhorst mit einer Inzidenz von 1365,1 und der Landkreis Harburg, dessen Sieben-Tage-Inzidenz bei 1287,0 lag.

Update, 27. Januar, 22.20 Uhr: Von Freitag an Corona-Ampel auf Orange

Schwerin – Nachdem am Mittwoch drei Tage lang die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen bei einem Wert über 6 lag, gilt von Freitag an die Corona-Ampelstufe Orange.

In Landkreisen und kreisfreien Städten, die in der Warnstufe Rot sind, gelten allerdings auch weiterhin die Regeln und Maßnahmen dieser höheren Warnstufe, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Beinahe gleichzeitig trat an diesem Donnerstag die neue Corona-Landesverordnung in Kraft.

Wesentliche Änderungen betreffen die Kultureinrichtungen. Theater, Museen, Gedenkstätten, Kinos, Ausstellungen oder soziokulturelle Zentren könnten ab sofort auch in der Ampelstufe Rot ihren Kulturbetrieb aufrechterhalten, hieß es.

Update, 27. Januar, 20.18 Uhr: Rund 500 Menschen demonstrieren gegen Corona-Maßnahmen-Gegner

Kiel – Rund 500 Menschen haben am Donnerstag in Kiel nach Polizeiangaben gegen erneute Proteste von Corona-Maßnahmen-Gegnern demonstriert.

Parallel zu der Demonstration auf dem Exerzierplatz hatten auch Kritiker der staatlichen Maßnahmen abermals eine Demonstration mit bis zu 1500 Teilnehmern angemeldet.

Wie viele Menschen sich zu dieser Protestaktion auf dem Rathausplatz einfanden, konnte ein Polizeisprecher am Abend nicht sagen.

Update, 27. Januar, 20.15 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 1022,8

Kiel – Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein ist weiter gestiegen: von 1008,2 am Mittwoch auf 1022,8 am Donnerstag.

Vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner noch bei 896,1 gelegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen sank am Donnerstag auf 5463, wie weiter aus den Daten des Landesmeldeamtes hervorgeht. Eine Woche vorher hatte sie ähnlich hoch gelegen, am Vortag deutlich höher.

Binnen eines Tages starben vier weitere Menschen wegen einer Corona-Infektion. Damit nahm die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der Pandemie auf 1957 zu. Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der in Krankenhäusern neu aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - kletterte von 6,25 am Mittwoch auf nun 6,42.

Bei Überschreiten der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

Update, 27. Januar, 19 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Nordosten klettert auf über 1000

Rostock – Die Sieben-Tage-Inzidenz hat am Donnerstag in Mecklenburg-Vorpommern noch einmal einen großen Sprung gemacht und liegt nun bei 1011,6.

Das sind 57,0 Punkte mehr als am Mittwoch, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus/Stand: 16.36 Uhr) mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert noch 662 betragen. Am Donnerstag wurden 3090 neue Corona-Infektionsfälle registriert, vor einer Woche waren es 2122. Für ganz Deutschland zählte das Robert Koch-Institut (RKI) 1017,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche.

In den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns stieg die Zahl der Patienten um 3 auf 249. Auch auf den Intensivstationen wurde mit 65 eine leichte Zunahme um 2 Corona-Patienten registriert. Dagegen sank die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen um 0,7 auf 5,9.

Zwei Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus, sodass die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der Pandemie auf 1631 stieg.

Update, 27. Januar, 18.57 Uhr: Corona-Bonus für Beamte beschlossen

Kiel – Die Beamten in Schleswig-Holstein bekommen wie die Angestellten einen steuerfreien Corona-Bonus.

Dies beschloss der Landtag am Donnerstag mit den Stimmen von CDU, Grünen, FDP, SPD und SSW. Damit erhalten aktive Beamte analog zu den Regelungen für Angestellte spätestens im März einmalig 1300 Euro und Anwärter 650.

Die Gesamtkosten für das Land betragen rund 56 Millionen Euro. Die Kommunen müssen sieben Millionen Euro aufbringen und sonstige Dienstherren eine Million. Pensionäre bekommen die wegen der Mehrbelastung in der Corona-Pandemie ausgehandelte Sonderzahlung nicht.

Das Gesetz war erst am Mittwoch in erster Lesung beraten worden.

Update, 27. Januar, 13.21 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt weiter stark - 7814 neue Fälle

Ärzte und Pflegekräfte betreuen Patienten in einem der Behandlungszimmer der Intensivstation. In Hamburg ist die Corona-Inzidenz am Donnerstag auf 2124,8 gestiegen. (Symbolfoto)
Ärzte und Pflegekräfte betreuen Patienten in einem der Behandlungszimmer der Intensivstation. In Hamburg ist die Corona-Inzidenz am Donnerstag auf 2124,8 gestiegen. (Symbolfoto)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Hamburg - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg steigt weiter stark. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der gemeldeten Ansteckungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche am Donnerstag mit 2124,8 an - nach 2051,3 am Mittwoch und 1476,3 vor einer Woche.

Insgesamt wurden binnen eines Tages 7814 Fälle neu erfasst - 1255 mehr als am Mittwoch und 1400 mehr als vor einer Woche. Nach den vorliegenden Daten haben sich damit in der Hansestadt seit Februar 2020 mindestens 233.888 Menschen infiziert - davon gelten 147.300 nach Schätzungen als genesen.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Menschen stieg Stand Mittwoch um 3 auf 2095.

Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1616,2 an. Hamburg hat damit hinter Berlin die bundesweit höchste Inzidenz.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Donnerstag laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und- Notfallmedizin (Divi) 72 Covid-19-Patienten behandelt, 7 weniger als am Vortag.

42 von ihnen mussten invasiv beatmet werden, 2 weniger als am Vortag. Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt (Stand Mittwoch) mit 535 an - 17 weniger als am Vortag.

81,0 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger sind laut RKI mindestens einmal geimpft. Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 79,1 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten bisher 49,8 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner.

Update, 27. Januar, 10.58 Uhr: Corona-Inzidenz in Niedersachsen steigt auf fast 800

Hannover - Die maßgeblichen Werte zur Beschreibung der Coronalage in Niedersachsen sind alle erneut gestiegen. Nach Angaben der Landesregierung lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 798,8 nach 770,1 am Vortag.

So viele Menschen je 100.000 Einwohner infizierten sich binnen einer Woche neu mit dem Virus. Laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) kamen 13.535 Neuansteckungen hinzu, acht Todesfälle wurden registriert.

Zentraler Indikator für die Bewertung der niedersächsischen Corona-Lage ist die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz. Sie gibt an, wie viele Infizierte innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohner gerechnet neu ins Krankenhaus kamen.

Der Wert wuchs von 7,3 auf 7,4. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten in den Klinken erhöhte sich von 5,2 auf 5,4 Prozent.

Unter allen Kommunen hatte nach Angaben der Landesregierung die Stadt Salzgitter die höchste Sieben-Tage-Inzidenz, hier wurde ein Wert von 1394,1 gemeldet. Darauf folgten am Donnerstag Delmenhorst (1389,6) und der Landkreis Oldenburg (1261,9).

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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