Coronavirus in Hamburg: Hausärzte bei Impfungen mit AstraZeneca zurückhaltend

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, der Lockdown wurde vorerst bis Ende April verlängert.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 74.673 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 60.645 Fälle bekannt, in Bremen 26.017 in Mecklenburg-Vorpommern 42.576 und in Niedersachsen 246.084 Covid-19-Fälle (Stand 13. Mai, 12 Uhr).

Seit dem 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit zwischenzeitlichen Lockerungen auf unbestimmte Zeit verlängert wurde.

Weiterhin gilt aber eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 13. Mai, 12.28 Uhr: 174 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg im Wochenvergleich weiter gesunken. Am Donnerstag kamen 174 neue Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Das sind 4 Fälle weniger als am Mittwoch und 106 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 75,9 auf 70,3 - der neunte Rückgang in Folge. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 89,5 gelegen.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorbenen Menschen stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um 4 auf 1530. Insgesamt haben sich in der Corona-Pandemie nach Angaben der Gesundheitsbehörde nachweislich 74.673 Hamburgerinnen und Hamburger bisher mit Sars-CoV-2 infiziert. 67.500 von ihnen gelten dem RKI zufolge als genesen.

In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Mittwoch 197 Covid-19-Patienten behandelt, 2 weniger als am Dienstag. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen stieg um 4 auf 81.

Update, 13. Mai, 7.39 Uhr: Polizei mahnt Einhaltung der Corona-Regeln an Vatertag an

Hamburg - Die Polizei hat an die Hamburger appelliert, auch an Vatertag die noch geltenden Corona-Regeln einzuhalten.

"Wir haben in Hamburg mit vielen Anstrengungen die Entwicklung der Infektionszahlen auf einen guten Weg gebracht", sagte Polizeisprecherin Sandra Levgrün der Deutschen Presse-Agentur. "Diese gute Entwicklung sollten wir uns nicht durch ein ungeduldiges Verhalten über das lange Himmelfahrtswochenende kaputt machen"

Sie forderte die Bürger auf: "Bitte helfen Sie dabei und bleiben verantwortungsbewusst. Auch wenn es jetzt die ersten Lockerungen gibt und weitere Lockerungen in Aussicht gestellt sind, gilt weiterhin: Maske tragen, Abstand halten, Corona-Regeln einhalten!"

Nach 40 Tagen war in Hamburg am Mittwoch die nächtliche Ausgangsbeschränkung aufgehoben worden.

Update, 12. Mai, 22.30 Uhr: 217 Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet - Inzidenz sinkt auf 75,1

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch 217 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren 44 weniger als am Mittwoch vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand: 16.19 Uhr).

Neun weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle im Land stieg damit auf 1068.

Die Inzidenz sank auf nun 75,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 102,1.

Mit 110 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte derzeit am höchsten. In den anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns liegt dieser wichtige Wert zwischen 35,6 (Landkreis Vorpommern-Rügen) und 108,6 (Landkreis Ludwigslust-Parchim).

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 42.576. Als genesen gelten rund 38.564 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten beträgt derzeit 269 - das sind acht weniger als am Vortag. 72 Corona-Patienten befanden sich auf Intensivstationen, neun weniger als am Dienstag.

Nach Lagus-Angaben wurden bis Dienstag 714.098 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. 571.124 Menschen erhielten eine erste Impfung, 142.974 von ihnen auch die notwendige zweite.

Update, 12. Mai, 22.25 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 45,9

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Mittwoch weiter gesunken.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag bei 45,9, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorging (Stand 12.5. 20.39 Uhr). Am Dienstag hatte sie bei 49,0 gelegen, vor einer Woche bei 54,7.

Innerhalb eines Tages kamen 205 neu gemeldete Ansteckungen hinzu. Am Mittwoch vergangener Woche waren es 291 gewesen.

In Kliniken lagen den Angaben zufolge 173 Covid-19-Kranke - vier mehr als am Vortag. 54 von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen behandelt, das ist einer mehr als am Dienstag.

37 Corona-Patienten wurden beatmet - vier mehr als am Vortag. Drei weitere Menschen starben an oder mit einer Corona-Infektion. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus liegt nun bei 1539.

Die Regionen mit den höchsten Inzidenzwerten sind der Kreis Herzogtum Lauenburg (79,8) und Kiel (78,6). Am niedrigsten liegen die Werte in Flensburg (16,6) und dem Kreis Nordfriesland (25,9).

Update, 12. Mai, 15.37 Uhr: Hausärzte bei Impfungen mit AstraZeneca zurückhaltend

Ein Arzt verimpft einen Corona-Impfstoff.
Ein Arzt verimpft einen Corona-Impfstoff.  © Swen Pförtner/dpa

Hamburg - Hamburgs Hausärzte sind angesichts der Skepsis ihrer Patienten gegenüber einer Corona-Impfung mit AstraZeneca bei der Bestellung des Impfstoffs "sehr zurückhaltend" geworden.

"Dafür Patientinnen einzubestellen, ist mit viel Zeit am Telefon verbunden", sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbands Hamburg, Jana Husemann, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Vor der Freigabe der Priorisierung habe sie in ihrer Praxis Stunden gebraucht, um 40 Termine zu vergeben.

"Jetzt merken wir ein verstärktes Interesse an AstraZeneca, vor allem von jüngeren Patienten und Patientinnen." Hauptgrund sei die von der Politik versprochene Verkürzung der Zeit bis zur zweiten Impfung.

"Da geht es vor allem darum, schnell die Einschränkungen loszuwerden oder in den Urlaub zu fahren", sagte Husemann. "Da damit auch eine verminderte Wirksamkeit verbunden ist, sehe ich das sehr kritisch."

Sie verabreiche weiterhin keinen AstraZeneca-Impfstoff an Menschen unter 60. Nur wenn es dazu keine Alternative gäbe, müsste man eine neue Risikobewertung vornehmen. "Da die Alternative aber ein anderer Impfstoff, sprich momentan BioNtech, ist, bleiben wir dabei."

Update, 12. Mai, 14.11 Uhr: Otto will ab Juni die inländische Belegschaft gegen Covid-19 impfen

Hamburg - Der Versandhändler Otto will von Juni an allen inländischen Konzern-Beschäftigen Impfungen gegen Covid-19 anbieten. Bundesweit seien 20 Betriebsimpfzentren startklar, teilte die Otto Group am Mittwoch in Hamburg mit.

Das Impfkonzept sehe vor, "allen Konzernmitarbeitenden in Deutschland innerhalb eines Monats die erste Impfung und einen Folgetermin für die Zweitimpfung anzubieten", sofern die Beschäftigten geimpft werden wollen und andere Impfmöglichkeiten in Impfzentren oder Arztpraxen noch nicht wahrgenommen wurden. "Ziel ist dabei die möglichst schnelle und breite Immunisierung der Belegschaften der Otto Group."

Das Impfangebot bei Otto richtet sich nach Angaben eines Sprechers an alle 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns in Deutschland. Derzeit gehe man auf Basis bereits geimpfter Beschäftigter davon aus, rund 20.000 Menschen in den betrieblichen Impfzentren zu impfen. Deren Standorte sind unter anderem Hamburg, Burgkunstadt (Bayern), Haldensleben (Sachsen-Anhalt), Berlin und Löhne (Nordrhein-Westfalen).

Nach den bisherigen Angaben des Bundesgesundheitsministeriums rechnet Otto mit dem Start der Impfungen ab dem 7. Juni, sofern die behördlichen Genehmigungen vorliegen und ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

Das Ministerium hatte Anfang Mai angekündigt, dass für Betriebsärzte ab der Woche vom 7. Juni mindestens 500.000 Impfdosen pro Woche zur Verfügung gestellt werden sollen.

Update, 12. Mai, 12.35 Uhr: 178 neue Corona-Infektionen - Inzidenz in Hamburg sinkt auf 75,9

Hamburg – Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg im Wochenvergleich weiter gesunken. Am Mittwoch kamen 178 neue Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Das sind zwar 33 Fälle mehr als am Dienstag, aber 45 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 78,2 auf 75,9 - der achte Rückgang in Folge. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 95,8 gelegen.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorbenen Menschen stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um 7 auf 1526. Insgesamt haben sich in der Corona-Pandemie nach Angaben der Gesundheitsbehörde nachweislich 74.499 Hamburgerinnen und Hamburger bisher mit Sars-CoV-2 infiziert. 67 200 von ihnen gelten dem RKI zufolge als genesen.

In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Dienstag 199 Covid-19-Patienten behandelt, 15 weniger als am Montag. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sank um 2 auf 77.

Update, 12. Mai, 9.19 Uhr: Corona-Neuinfektionen bleiben auf niedrigem Niveau

Hannover – In Niedersachsen sind innerhalb eines Tages 988 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 78,2.

Die Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner neu angesteckt haben. Am Mittwoch vor einer Woche lag der landesweite Wert noch bei 92,4. Außerdem wurden 13 weitere Todesfälle registriert; seit Beginn der Pandemie starben damit in Niedersachsen 5440 an oder mit Covid-19.

Die höchsten Inzidenzwerte wurden für die Stadt Delmenhorst (165,0), die Stadt Salzgitter (143,8), und den Landkreis Vechta (140,7) gemeldet. Die Region Hannover lag mit 92,2 erkennbar unter dem kritischen Wert von 100. Die niedrigsten Werte verzeichneten die Stadt Wilhelmshaven (27,6) sowie die Landkreise Wittmund (31,6) und Goslar (38,2).

Im Land Bremen lag die Inzidenz laut RKI bei 90,0, es kamen 106 Neuinfektionen hinzu, außerdem ein neuer Todesfall. Damit starben in Bremen bislang 464 Menschen.

Update, 12. Mai, 6.26 Uhr: Nächtliche Ausgangsbeschränkung in Hamburg aufgehoben

Andy Grote (SPD), Hamburgs Innensenator, spricht während einer Landespressekonferenz im Rathaus.
Andy Grote (SPD), Hamburgs Innensenator, spricht während einer Landespressekonferenz im Rathaus.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – 40 Tage nach Beginn der Ausgangsbeschränkung dürfen die Menschen in Hamburg nun wieder nachts auf die Straße gehen.

Eine entsprechende Änderung der Corona-Eindämmungsverordnung trat um Mitternacht in Kraft. Demnach gelten in der Hansestadt aber weiterhin Kontaktbeschränkungen und an vielen Orten Maskenpflicht und Alkoholverbot. Innensenator Andy Grote (SPD) hat angekündigt, dass die Hamburger Polizei weiterhin die Einhaltung der Corona-Regeln überprüfen wird.

Genesene und vollständig geimpfte Menschen sind bereits seit Sonntag von mehreren Auflagen befreit. Eine Bundesverordnung nimmt sie von den Kontaktbeschränkungen bei privaten Zusammenkünften und beim Sport sowie von Testpflichten aus. Grote ermahnte diese Bürger, Nachweise über ihre Infektion oder über Impfungen mit sich zu führen.

Die Ausgangsbeschränkung galt seit Karfreitag (2. April) zwischen 21. und 5 Uhr. Voraussetzung für ihre Aufhebung waren fünf Werktage mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Am Dienstag lag der Wert, der die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen abbildet, bei 78,2 - und damit den siebten Tag in Folge unter 100.

Update, 11. Mai, 20.50 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt unter 50

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Dienstag unter den Wert von 50 gesunken.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag bei 49,0, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorging (Stand 11.5. 19.02 Uhr). Am Montag hatte sie bei 50,2 gelegen, vor einer Woche bei 54,5.

Innerhalb eines Tages kamen am Dienstag 245 neu gemeldete Ansteckungen hinzu. Am Dienstag vergangener Woche waren es 296 gewesen.

In Kliniken lagen den Angaben zufolge 169 Covid-19-Kranke - einer mehr als am Vortag. 53 von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen behandelt, drei mehr als am Montag. 33 Corona-Patienten wurden beatmet. Zwei weitere Menschen starben an oder mit einer Corona-Infektion. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus liegt nun bei 1536.

Die Regionen mit den höchsten Inzidenzwerten sind Kiel (87,1) und Herzogtum Lauenburg (79,3). Am niedrigsten liegen die Werte in Flensburg (21,1) und Schleswig-Flensburg (25,9).

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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