Coronavirus in NRW: Inzidenz weiter deutlich unter bundesweitem Schnitt

Köln – Nach monatelangem Corona-Lockdown gibt es Pläne zur weiteren Pandemie-Bekämpfung. Wir geben einen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag für NRW einen Wert von 47,9 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag für NRW einen Wert von 47,9 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

In der Corona-Pandemie ist die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen leicht gestiegen. Binnen sieben Tagen meldeten die Gesundheitsämter in dem Bundesamt 48,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts am Montagmorgen hervorgeht.

An den beiden Vortagen lag diese Kennziffer bei jeweils 47,9. Der bundesweite Schnitt war am Montagmorgen mit 74,4 deutlich höher.

Innerhalb eines Tages wurden in NRW insgesamt 461 neue Corona-Fälle registriert. Ein Mensch starb im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Eine dreistellige Inzidenz wiesen am Montag in NRW dem RKI zufolge nur Hagen (116,1) und der Kreis Minden-Lübbecke (102,5) aus.

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Am niedrigsten war der Wert weiterhin im Kreis Coesfeld mit 16,3, gefolgt vom Ennepe-Ruhr-Kreis (23,2) und dem Kreis Euskirchen (23,7).

Die Inzidenz war lange Zeit die zentrale Kennziffer für die Pandemiebekämpfung, inzwischen kommt ihr nur noch eine untergeordnete Bedeutung zu. Stattdessen rückt die Lage in den Krankenhäusern in den Blick.

Vergangene Woche wurden in NRW 875 Covid-19-Patienten in Kliniken behandelt. Davon lagen 301 auf den Intensivstationen, 187 mussten beatmet werden. Die Zahlen der Landesregierung sind von Freitag, aktuellere Zahlen lagen nicht vor.

Die Hospitalisierungsinzidenz, die die Zahl der neu hinzu gekommenen Covid-Patienten in den Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche beschreibt, war am Freitag leicht auf 1,7 gestiegen (1,56 am Donnerstag).

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Alle Ticker-Meldungen bis zum 20. August 2021 findest Du hier.

Update, 15. Oktober, 14 Uhr: Düsseldorf führt 2G-Regel für Theater und Museen ein

In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf gilt ab dem 1. November die 2G-Regel für städtische Kultureinrichtungen wie Museen, Theater oder Oper.

Das teilte die Verwaltung am Freitag mit. Ausnahmen gelten weiterhin für Kinder und Jugendliche

Update, 14. Oktober, 21.30 Uhr: Corona-Fall nach Clubparty in Wuppertal

Nach einer Partynacht in einem Wuppertaler Club mit rund 400 Menschen ist ein Gast positiv auf Corona getestet worden.

Er sei bereits bei der Feier am vergangenen Freitag (8. Oktober) infektiös gewesen, wie die Stadt am Donnerstag berichtete.

Ob es seitdem weitere Coronafälle unter den Gästen gab, war laut Angaben einer Stadtsprecherin unklar.

Update, 12. Oktober, 20.30 Uhr: FDP drängt auf Lockerung der Maskenpflicht im Einzelhandel

Wenn es nach der FDP geht, soll die Maskenpflicht in NRW bald größtenteils der Vergangenheit angehören.
Wenn es nach der FDP geht, soll die Maskenpflicht in NRW bald größtenteils der Vergangenheit angehören.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag will auch die Maskenpflicht im Einzelhandel in absehbarer Zeit lockern. Der FDP-Fraktionschef Christof Rasche sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", er wünsche sich, dass das Land angesichts der hohen Impfquoten ab Anfang November zu mehr Normalität zurückkehre.

"In einem Bekleidungsgeschäft oder Supermarkt, wo es kaum Gedränge gibt, können wir auf eine Maskenpflicht sicherlich verzichten", zitierte das Blatt den Politiker. Nur in sehr hoch frequentierten Geschäften sei das jetzt noch nicht möglich.

Auch für größere Indoor-Veranstaltungen müssten in Verbindung mit der 3G-Regel Lockerungen insbesondere bei den Kapazitätsbeschränkungen möglich werden.

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"Die Lage in den Krankenhäusern ist weiterhin entspannt, wir sollten den nächsten Schritt gehen. Darüber wollen wir mit unserem Koalitionspartner sprechen", sagte Rasche der Zeitung.

Update, 8. Oktober, 15.17 Uhr: Öffnungszeiten für Kölner Impfzentrum am Gesundheitsamt ändern sich

Die Stadt Köln teilte am Freitagmittag mit, dass sich die Öffnungszeiten für die Impfstelle am Gesundheitsamt ändern wird.

Ab sofort sind Impfungen montags bis mittwochs von 9 bis 17 Uhr, donnerstags von 11 bis 19 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr möglich.

Seit einigen Monaten führt die Stadt außerdem Impfungen mit mobilen Teams durch und konnte seit dem 3. Mai bereits 28.883 Impfungen durchführen.

Update, 7. Oktober, 22.10 Uhr: Kosten für Selbsttests

Für die ab 11. Oktober kostenpflichtigen Corona-Schnelltests geht der Apothekerverband Nordrhein von Preisen um die 20 Euro aus.

Eine Umfrage unter den Verbandsmitgliedern habe ergeben, dass ein flächendeckendes Angebot an Corona-Schnelltests durch Apotheken an Rhein und Ruhr zunächst weiter sichergestellt sei, teilte Verbandsvorsitzender Thomas Preis am Donnerstag mit.

Nach seiner Einschätzung sei mit Preisen für die Selbstzahlertests von um die 20 Euro vor dem Hintergrund zu rechnen, dass die Nachfrage schon deutlich gesunken sei bei gleichbleibenden Kosten etwa für Personal oder Räume.

Update, 6. Oktober, 15.05 Uhr: 90 Prozent der Lehrer voll gegen Corona geimpft

Mehr als 90 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer in NRW sind nach Daten des Schulministeriums vollständig gegen Corona geimpft. Der Anteil der Lehrkräfte mit vollständigem Impfschutz lag in der vergangenen Woche bei 90,9 Prozent, wie aus der Übersicht zur wöchentlichen Schulabfrage hervorgeht.

Dabei hatten 3293 Schulen in der vergangenen Woche Angaben zum Impfstatus gemacht. Das waren zwei Drittel aller Schulen, die sich an der wöchentlichen Ministeriumsumfrage beteiligt hatten.

Bezogen auf die gesamte Bevölkerung von Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 68,3 Prozent vollständig geimpft, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des Robert Koch-Institutes hervorgeht.

Update, 6. Oktober, 10.57 Uhr: Maskenpflicht an Schulen soll ab 2. November entfallen

Die Landesregierung hat eine Lockerung der Maskenpflicht an den Schulen in Nordrhein-Westfalen ab dem 2. November in Aussicht gestellt.

Unter Berücksichtigung des weiteren Infektionsgeschehens sei es die Absicht der Landesregierung, die Maskenpflicht im Unterricht auf den Sitzplätzen mit Beginn der zweiten Woche nach den Herbstferien abzuschaffen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Schulmail des Schulministeriums.

Update, 5. Oktober, 13.10 Uhr: Verband warnt davor, Masken im Klassenzimmer vorschnell aufzugeben

Das Kabinett will sich am Dienstag mit dem Thema Schulen und Maskenpflicht befassen.
Das Kabinett will sich am Dienstag mit dem Thema Schulen und Maskenpflicht befassen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Vor einer Entscheidung der NRW-Landesregierung über die weitere Linie bei der Maskenpflicht in Klassenzimmern hat der Philologenverband vor übereilten Schritten gewarnt. Es dürfe keine "Experimente kurz vor und nach den Herbstferien geben, wie etwa durch den Fall der Maskenpflicht", forderte die Vorsitzende des Lehrerverbands für die Gymnasien, Sabine Mistler.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will zeitnah mitteilen, wie es nach den Herbstferien - sie dauern vom 11. bis 24. Oktober - mit der Maskenpflicht in den Schulen weitergeht. In den ersten rund zwei Wochen nach den Ferien brauche es weiter eine Maskenpflicht im Unterricht, betonte Mistler.

Man müsse zunächst mittels Corona-Testungen genau beobachten, wie sich die Infektionszahlen nach Rückkehr aus dem Urlaub in den Schulen entwickeln. Dann werde sich zeigen, ob die Masken fallen könnten.

"Wichtig ist der Präsenzunterricht, und es dürfen keine weiteren bürokratischen Aufgaben damit verbunden werden", sagte Mistler am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Das Kabinett wollte sich am Dienstag auch mit dem Thema Schulen und Maskenpflicht befassen. Im Anschluss waren am Abend Gespräche mit Verbänden geplant. Einige Bundesländer haben bei der Maskenpflicht im Unterricht bereits Lockerungen eingeführt, diese ganz aufgehoben oder planen entsprechende Schritte.

Update, 4. Oktober, 16.47 Uhr: Studenten könnten durch "Corona-Effekt" Probleme bekommen

Die Hochschulen und Universitäten in Nordrhein-Westfalen rechnen infolge der Schulschließungen in der Corona-Zeit über Jahre mit Problemen von Schülern beim Wechsel ins Studium.

Systematisch könne ein solcher "Corona-Effekt" noch nicht bestätigt werden, "aber von der Plausibilität her erwarten wir das nicht nur im nächsten oder übernächsten Jahr, sondern in den nächsten Jahren", sagte der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in NRW, Bernd Kriegesmann, am Montag in Düsseldorf. Die Versäumnisse aus der Pandemie-Zeit fingen bereits in der Grundschule an und zögen sich "durch alle Schulklassen".

Nach drei Semestern mit überwiegend digitalen Veranstaltungen starten die Hochschulen in das neue Wintersemester 2021/22 wieder mit Präsenzlehre. Bis zu zwei Drittel der Lehrveranstaltungen sollen in Präsenz ablaufen. Nur ganz große Vorlesungen sollen online angeboten werden.

Update, 1. Oktober, 8.37 Uhr: Corona-Regeln in NRW ab heute gelockert

Keine Maskenpflicht mehr im Freien, keine großen Tischabstände mehr im Restaurant und keine leeren Sitzplätze mehr im Fußballstadion.

In Nordrhein-Westfalen sind die Corona-Schutzmaßnahmen weiter gelockert worden. Das dürfte gerade auch die jungen Leute freuen.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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