Coronavirus in NRW: Inzidenz im Land bleibt unter 300er Marke, in Köln fällt sie unter 400

Köln – Die Corona-Pandemie grassiert in Nordrhein-Westfalen. Wir geben einen aktuellen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)
Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Corona-Inzidenz pendelt in Nordrhein-Westfalen weiter knapp unter der Marke von 300.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag laut Robert Koch-Institut am Mittwoch im bevölkerungsreichsten Bundesland bei 290,2. Das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vortag mit 297,0.

Vor einer Woche lag der Wert bei 289,1. Die Situation ist damit weiterhin nicht so angespannt wie in einigen anderen Bundesländern. Die bundesweite Inzidenz beträgt 427,0.

Coronavirus: Booster womöglich nötig für Schutz vor Omikron
Coronavirus Coronavirus: Booster womöglich nötig für Schutz vor Omikron

Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter in NRW 8710 Neuinfektionen. Das sind 771 weniger als vor einer Woche. Besonders hoch ist die Inzidenz weiterhin im Oberbergischen Kreis mit 443,1 (Vortag: 446,1).

In Köln entspannte sich die Lage nach einem steilen Anstieg in der vergangenen Woche weiter. Die Inzidenz in der größten Stadt des Bundeslandes ging auf 391,1 zurück (Vortag: 403,7).

Alle aktuellen Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Ticker-Meldungen bis zum 20. August 2021 findest Du hier.

Update, 8. November, 14.10 Uhr: Gebauer: Schnellere Testergebnisse für Grund- und Förderschüler

Für Grund- und Förderschüler soll das Ergebnis von Corona-Tests bald schneller vorliegen. Ab dem 10. Januar 2022 sollen Schüler parallel zur Probenentnahme für den Pool-Test der Klasse noch eine zweite individuelle Lolli-Probe abgeben, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags.

Falle ein Pool-Test positiv aus, würden in den Laboren umgehend alle sogenannten Rückstellproben der einzelnen Schüler untersucht. Die Einzelergebnisse sollten am nächsten Morgen um 6 Uhr vorliegen. Wer negativ getestet sei, könne dann ohne Unterbrechung am Präsenzunterricht teilnehmen.

Unter den 12 bis 17-Jährigen haben laut Gebauer in NRW 61 Prozent ihre Erstimpfung erhalten. Und gut 54 Prozent seien vollständig immunisiert.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat schnellere Corona-Testergebnisse für Grund- und Förderschüler angekündigt.
Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat schnellere Corona-Testergebnisse für Grund- und Förderschüler angekündigt.  © Oliver Berg/dpa

Update, 8. November, 13.14 Uhr: Fehlender Impfstoff: Uni-Rektoren appellieren an Wüst

Die Rektoren der Universitäten in Nordrhein-Westfalen beklagen in einem Brief an Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die sich "äußerst negativ auswirkende Impfstrategie" des Bundes.

In dem Schreiben vom 7. Dezember, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordert die Landesrektorenkonferenz (LRK) Wüst auf, sich beim Bundesgesundheitsminister für eine Anpassung einzusetzen.

Die Universitäten haben in den vergangenen Tagen viele Präsenzveranstaltungen abgesagt. Derzeit finden Vorlesungen und Seminare wegen der hohen Inzidenzzahlen in der Corona-Pandemie wieder hybrid, also per Videoübertragung oder wahlweise vor Ort statt. Durch das verstärkte Impfen bis Jahresende sollte eine Rückkehr in die Universitätsgebäude nach der vierten Welle ab Januar wieder möglich sein.

Update, 8. November, 11.42 Uhr: Minister setzt bei Böllerverbot auf weitere Hilfen für Hersteller

Die angeschlagene Feuerwerksbranche soll nach den Worten von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) zusätzliche staatliche Hilfen bekommen.

"Wir werden uns beim Bund dafür einsetzen, eine Perspektive im Sinne weiterer Kompensationen zu ermöglichen", sagte der Liberale am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Landtags. Solche Finanzspritzen müssten aber beihilferechtlich geprüft und von Brüssel genehmigt werden. Pinkwart verwies darauf, dass die Firmen ohnehin schon Hilfen bekommen, die allerdings nicht ausreichten.

Als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie wird der Verkauf von Feuerwerk und Böllern Ende dieses Jahres verboten.

Update, 8. November, 10.52 Uhr: Impfgegner vor Karl Lauterbachs Wohnung

Vier Impfgegner haben vor der Kölner Privatwohnung des SPD-Politikers Karl Lauterbach eine unangemeldete Demonstration veranstaltet. Die Polizei beendete die Versammlung am vergangenen Freitagabend, wie die Kölner Polizei auf dpa-Anfrage bestätigte. Am Montag wurde bekannt, dass Lauterbach neuer Gesundheitsminister wird.

Update, 8. November, 8.55 Uhr: Post-Sprecherin bestätigt: Viele Kinderwünsche an das Christkind haben mit Corona zu tun

Ein Geschenk, das man nicht kaufen kann, steht auf den Weihnachtswunschzetteln vieler Kinder in diesem Jahr ganz oben: Corona soll endlich verschwinden.

"Corona ist sehr präsent bei den Kindern", sagt eine Sprecherin der Deutschen Post für die Christkindpostfiliale Engelskirchen. "Sie möchten mit den Großeltern Weihnachten feiern, sind genervt vom Masketragen und enttäuscht, weil Veranstaltungen abgesagt wurden, zu denen sie gerne hingegangen wären."

Ähnliches berichtet die ehrenamtliche Leiterin des Weihnachtspostamts im unterfränkischen Himmelstadt, Rosemarie Schotte. "Corona kommt in sehr vielen Zuschriften vor." Deshalb gehe das Himmelstädter Christkind in seinen Antwortbriefen auf das Thema ein.

"Vor allem Ihr Kinder und Jugendlichen musstet unter der Corona-Pandemie leiden", heiße es da. "Aber Ihr habt alles ohne Murren ertragen. Dafür muss ich Euch sehr loben."

"Mein größter Wunsch dieses Jahr ist, dass Corona nicht mehr da ist", heißt es auf dem Wunschzettel eines Kindes, der in der Christkindpostfiliale in Engelskirchen im Wunschzettel-Büro liegt.
"Mein größter Wunsch dieses Jahr ist, dass Corona nicht mehr da ist", heißt es auf dem Wunschzettel eines Kindes, der in der Christkindpostfiliale in Engelskirchen im Wunschzettel-Büro liegt.  © Oliver Berg/dpa

Update, 8. Dezember, 7.05 Uhr: Ab heute: 2G-Kontrollen im Einzelhandel bei sämtlichen Kunden

Ab dem heutigen Mittwoch müssen von sämtlichen Kunden im Einzelhandel die 2G-Nachweise kontrolliert werden.

Ladenbetreiber müssen sich nun die gültigen Impf- oder Genesenen-Nachweise zeigen lassen - und den Personalausweis oder einen anderen amtlichen Ausweis.

Ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Apotheken und Drogerien.

Wer shoppen will, muss Schlange stehen: Von sämtlichen Kunden im Einzelhandel müssen ab heute die 2G-Nachweise im Einzelhandel kontrolliert werden.
Wer shoppen will, muss Schlange stehen: Von sämtlichen Kunden im Einzelhandel müssen ab heute die 2G-Nachweise im Einzelhandel kontrolliert werden.  © Oliver Berg/dpa

Update, 7. Dezember, 17.33 Uhr: Zahlreiche Bewerber für Schnelltest-Lieferung für Schulen

Nach dem Ende der Ausschreibung für die Lieferung von mehr als drei Millionen Corona-Schnelltests für die weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen gibt es "zahlreiche Bewerber".

Wie es weiter aus dem Schulministerium hieß, soll der Zuschlag "zeitnah" erfolgen. In der noch unveröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD heißt es, dass der Auftrag "noch vor Weihnachten" vergeben werden soll. Die Zeit drängt: Geliefert werden soll laut Ausschreibung spätestens ab dem 17. Januar.

Das Ministerium hatte die weiterführenden Schulen Anfang November aufgefordert, für die ersten Wochen nach den Weihnachtsferien Tests zu bunkern - damit es zu keinen Engpässen kommt.

Die späte Ausschreibung - der aktuelle Liefervertrag läuft Ende des Jahres aus - hatte für Kritik von Opposition und Lehrergewerkschaft gesorgt.

Das Schulministerium hatte im Rahmen eines "beschleunigten offenen Verfahrens" die Angebotsfrist auf 15 Tage verkürzt. Anbieter müssen 7000 Schulen mit zunächst rund 3,3 Millionen Antigen-Selbsttests beliefern.

Update, 7. Dezember, 17.28 Uhr: Kinderimpfstoff in NRW wohl ab Montag verfügbar

Der Corona-Kinderimpfstoff für Fünf- bis Elfjährige wird laut einem Bericht des NRW-Gesundheitsministeriums voraussichtlich ab kommendem Montag bereitstehen.

Das Ministerium verweist auf eine Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums, nach der der Kinderimpfstoff ab dem 13. Dezember in den Apotheken verfügbar sein werde.

Bundesweit stünden demnach zunächst 2,4 Millionen Dosen zur Verfügung, heißt es in einem Schreiben des Landesministeriums an den Familienausschuss des Landtages.

Die Vorbestellungen müssten bis zu diesem Dienstag erfolgt sein. Die nächste Bestellmöglichkeit sei für Anfang Januar 2022 vorgesehen.

Ein Junge wird von einer Kinderärztin gegen das Coronavirus geimpft.
Ein Junge wird von einer Kinderärztin gegen das Coronavirus geimpft.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 7. Dezember, 14.52 Uhr: Wochen-Impfrekord und erste Regional-Beschränkungen in NRW

Bei den sehr gefragten Auffrischungsimpfungen gegen Corona liegt NRW im bundesweiten Vergleich in der Spitzengruppe.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts vom Dienstag haben mehr als 3,4 Millionen Menschen in NRW bisher eine Booster-Impfung bekommen. Nur das Saarland (20,5) und Berlin (20,3) haben nach den RKI-Daten höhere Quote als NRW (19,1).

Die Landesregierung verweist auf einen Impfrekord in der vergangenen Woche von über 1,4 Millionen verabreichten Impfdosen in Nordrhein-Westfalen, von denen 250.000 Impfdosen für Erst- und Zweitimpfungen zum Einsatz gekommen seien.

Update, 6. Dezember, 22 Uhr: NRW unterstützt Krankenhäuser mit zusätzlich 192 Millionen Euro

Die Hausärzte und Fachärzte in NRW haben binnen einer Woche nach Angaben ihrer Vereinigungen in ihren Praxen mit mehr als einer Million Dosen so viel Corona-Impfstoff verabreicht wie noch nie in der Pandemie.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein berichtete am Montag von über 540.000 Impfungen in der vergangenen Woche. Allein am zweiten Adventswochenende hätten die Praxen fast 100.000 Menschen mit Booster-Impfungen versorgt.

Über lokale Impfaktionen der Kommunen seien 80.000 Menschen geimpft worden. Die Zahl der an der Impfaktion beteiligten Praxen sei um 200 auf knapp 5200 Praxen gestiegen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: