Coronavirus in NRW: Inzidenz im Land bleibt unter 300er Marke, in Köln fällt sie unter 400

Köln – Die Corona-Pandemie grassiert in Nordrhein-Westfalen. Wir geben einen aktuellen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag für NRW einen Wert von 288,5 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag für NRW einen Wert von 288,5 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Corona-Inzidenz pendelt in Nordrhein-Westfalen weiter knapp unter der Marke von 300.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag laut Robert Koch-Institut am Dienstag im bevölkerungsreichsten Bundesland bei 290,2.

Das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vortag mit 297,0. Vor einer Woche lag der Wert bei 289,1. Die Situation ist damit weiterhin nicht so angespannt wie in einigen anderen Bundesländern. Die bundesweite Inzidenz beträgt 427,0.

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Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter in NRW 8710 Neuinfektionen. Das sind 771 weniger als vor einer Woche. Besonders hoch ist die Inzidenz weiterhin im Oberbergischen Kreis mit 443,1 (Vortag: 446,1).

In Köln entspannte sich die Lage nach einem steilen Anstieg in der vergangenen Woche weiter. Die Inzidenz in der größten Stadt des Bundeslandes ging auf 391,1 zurück (Vortag: 403,7).

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Update, 8. Dezember, 7.05 Uhr: Ab heute: 2G-Kontrollen im Einzelhandel bei sämtlichen Kunden

Ab dem heutigen Mittwoch müssen von sämtlichen Kunden im Einzelhandel die 2G-Nachweise kontrolliert werden.

Ladenbetreiber müssen sich nun die gültigen Impf- oder Genesenen-Nachweise zeigen lassen - und den Personalausweis oder einen anderen amtlichen Ausweis.

Ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Apotheken und Drogerien.

Wer shoppen will, muss Schlange stehen: Von sämtlichen Kunden im Einzelhandel müssen ab heute die 2G-Nachweise im Einzelhandel kontrolliert werden.
Wer shoppen will, muss Schlange stehen: Von sämtlichen Kunden im Einzelhandel müssen ab heute die 2G-Nachweise im Einzelhandel kontrolliert werden.  © Oliver Berg/dpa

Update, 7. Dezember, 17.33 Uhr: Zahlreiche Bewerber für Schnelltest-Lieferung für Schulen

Nach dem Ende der Ausschreibung für die Lieferung von mehr als drei Millionen Corona-Schnelltests für die weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen gibt es "zahlreiche Bewerber".

Wie es weiter aus dem Schulministerium hieß, soll der Zuschlag "zeitnah" erfolgen. In der noch unveröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD heißt es, dass der Auftrag "noch vor Weihnachten" vergeben werden soll. Die Zeit drängt: Geliefert werden soll laut Ausschreibung spätestens ab dem 17. Januar.

Das Ministerium hatte die weiterführenden Schulen Anfang November aufgefordert, für die ersten Wochen nach den Weihnachtsferien Tests zu bunkern - damit es zu keinen Engpässen kommt.

Die späte Ausschreibung - der aktuelle Liefervertrag läuft Ende des Jahres aus - hatte für Kritik von Opposition und Lehrergewerkschaft gesorgt.

Das Schulministerium hatte im Rahmen eines "beschleunigten offenen Verfahrens" die Angebotsfrist auf 15 Tage verkürzt. Anbieter müssen 7000 Schulen mit zunächst rund 3,3 Millionen Antigen-Selbsttests beliefern.

Update, 7. Dezember, 17.28 Uhr: Kinderimpfstoff in NRW wohl ab Montag verfügbar

Der Corona-Kinderimpfstoff für Fünf- bis Elfjährige wird laut einem Bericht des NRW-Gesundheitsministeriums voraussichtlich ab kommendem Montag bereitstehen.

Das Ministerium verweist auf eine Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums, nach der der Kinderimpfstoff ab dem 13. Dezember in den Apotheken verfügbar sein werde.

Bundesweit stünden demnach zunächst 2,4 Millionen Dosen zur Verfügung, heißt es in einem Schreiben des Landesministeriums an den Familienausschuss des Landtages.

Die Vorbestellungen müssten bis zu diesem Dienstag erfolgt sein. Die nächste Bestellmöglichkeit sei für Anfang Januar 2022 vorgesehen.

Ein Junge wird von einer Kinderärztin gegen das Coronavirus geimpft.
Ein Junge wird von einer Kinderärztin gegen das Coronavirus geimpft.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 7. Dezember, 14.52 Uhr: Wochen-Impfrekord und erste Regional-Beschränkungen in NRW

Bei den sehr gefragten Auffrischungsimpfungen gegen Corona liegt NRW im bundesweiten Vergleich in der Spitzengruppe.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts vom Dienstag haben mehr als 3,4 Millionen Menschen in NRW bisher eine Booster-Impfung bekommen. Nur das Saarland (20,5) und Berlin (20,3) haben nach den RKI-Daten höhere Quote als NRW (19,1).

Die Landesregierung verweist auf einen Impfrekord in der vergangenen Woche von über 1,4 Millionen verabreichten Impfdosen in Nordrhein-Westfalen, von denen 250.000 Impfdosen für Erst- und Zweitimpfungen zum Einsatz gekommen seien.

Update, 6. Dezember, 22 Uhr: NRW unterstützt Krankenhäuser mit zusätzlich 192 Millionen Euro

Die Hausärzte und Fachärzte in NRW haben binnen einer Woche nach Angaben ihrer Vereinigungen in ihren Praxen mit mehr als einer Million Dosen so viel Corona-Impfstoff verabreicht wie noch nie in der Pandemie.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein berichtete am Montag von über 540.000 Impfungen in der vergangenen Woche. Allein am zweiten Adventswochenende hätten die Praxen fast 100.000 Menschen mit Booster-Impfungen versorgt.

Über lokale Impfaktionen der Kommunen seien 80.000 Menschen geimpft worden. Die Zahl der an der Impfaktion beteiligten Praxen sei um 200 auf knapp 5200 Praxen gestiegen.

Update, 6. Dezember, 13.25 Uhr: NRW unterstützt Krankenhäuser mit zusätzlich 192 Millionen Euro

Zur Bewältigung der Corona-Pandemie unterstützt Nordrhein-Westfalen die Krankenhäuser des Landes mit weiteren 192 Millionen Euro.

Wie das NRW-Gesundheitsministerium am Montag mitteilte, sei das "im Rahmen eines Sonderprogramms" zur Verfügung gestellte Geld für "Investitionen im Kontext der Corona-Pandemie" gedacht. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Land den Hospitälern rund 750 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Mittel werden laut Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nach dem für die Pauschalförderung geltenden Schlüssel auf die Krankenhäuser in NRW verteilt. Insgesamt sollen 321 Krankenhäuser von der Finanzspritze profitieren.

Mit den zusätzlichen Mitteln können die Krankenhäuser kleinere Umbauten, Erweiterungen und Modernisierungen vorantreiben oder beispielsweise bisher fehlende medizinische Geräte finanzieren.

Krankenhäuser in NRW erhalten vom Land eine zusätzliche Finanzspritze.
Krankenhäuser in NRW erhalten vom Land eine zusätzliche Finanzspritze.  © Fabian Strauch/dpa

Update, 6. Dezember, 10.10 Uhr: Polizei in NRW teilt mit: Nur wenige Verstöße gegen 2G-Regel im Handel

Nachdem Ungeimpfte in der Corona-Pandemie in den meisten Geschäften keinen Zutritt mehr haben, hat es am Wochenende diesbezüglich keine großen Vorkommnisse gegeben.

Der Polizei in Köln, Düsseldorf, Bonn und Bielefeld lagen am Montagmorgen keine nennenswerten Erkenntnisse über Verstöße gegen die neue 2G-Regel im Handel vor. Von der Wuppertaler Polizei hieß es, es habe "keine größeren Probleme" gegeben.

Ein Dortmunder Polizeisprecher sagte, dass Innenstadt und Weihnachtsmarkt am verkaufsoffenen Sonntag gut besucht gewesen seien. Polizei und Ordnungsamt hätten 513 Kontrollen durchgeführt, so der Sprecher. Dabei seien vier Verstoße gegen die 2G-Vorgabe festgestellt worden und vier Verstöße gegen die Mundschutz-Pflicht.

Update, 5. Dezember, 18.39 Uhr: Ministerpräsident Wüst hat sich boostern lassen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich am Sonntag in Vreden (Kreis Borken) gegen Covid-19 boostern lassen.

Das teilte Wüst via Twitter mit. Laut seinem Tweet bekam er als Drittimpfung den Wirkstoff von Moderna an einer Impfstation des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Wüst dankte allen, "die flexibel, engagiert und kreativ Impfungen anbieten".

NRW-Ministerpräsident Hendrick Wüst (CDU) hat sich eine Booster-Impfung gegen Covid-19 verabreichen lassen.
NRW-Ministerpräsident Hendrick Wüst (CDU) hat sich eine Booster-Impfung gegen Covid-19 verabreichen lassen.  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Update, 5. Dezember, 11.45 Uhr: Die neue 2G-Regel im Einzelhandel

Die Umsetzung der neuen 2G-Regel im Einzelhandel hat nach Einschätzung des Handelsverbandes zum Start gut geklappt.

"Das Vorzeigen der Nachweise nebst Ausweis scheint zumindest bei den meisten Besuchern mittlerweile gut eingeübt", erklärte Verbandsgeschäftsführer Rainer Gallus am Sonntag.

Nur ganz wenige Kunden hätten sich bei den Kontrollen geziert.

Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft oder genesen ist, kommt seit Samstag nicht mehr in jedes Geschäft in Nordrhein-Westfalen - so schreibt es die 2G-Regel vor, festgehalten in der neuen Corona-Schutzverordnung.

Ein Impfpass.
Ein Impfpass.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 5. Dezember, 10.33 Uhr: Große Nachfrage nach kostenlosen Corona-Tests

Die Nachfrage nach kostenlosen Bürgertests hat sich in Nordrhein-Westfalen Ende November fast verdoppelt.

Nach Daten des NRW-Gesundheitsministeriums kletterte die Zahl der kostenlosen Bürgertests von 305.455 am 22. November auf 586.058 am 30. November stetig an. Das ist ein Plus von rund 92 Prozent.

Das Ministerium betont, nicht-immunisierte Arbeitnehmer könnten nicht nur über die Bürgertestung, sondern auch über Testungen im Unternehmen den 3G-Nachweis erbringen.

Die sogenannten Beschäftigtentestungen seien in diesen Zahlen nicht enthalten, sagte eine Sprecherin.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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