Corona in Bayern: Mehr als 2000 neue Infektionen im Freistaat, Inzidenz in München bei 98,3

München - Das Coronavirus bestimmt das Leben in Deutschland und weltweit. Hier im TAG24-Liveticker erhaltet Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) rückt seinen Mundschutz zurecht.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) rückt seinen Mundschutz zurecht.  © Peter Kneffel/dpa
Im Freistaat wurden mittlerweile 88.613* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 24. Oktober, 8 Uhr). Davon gelten 69.800 als genesen. 2739 Menschen sind am Virus gestorben. 

In der Landeshauptstadt München wurden seit dem Vortag 270 neue Fälle gemeldet (Stand: 22. Oktober, 23.59 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt somit auf 14.595*

In dieser Zahl enthalten sind 12.034 Personen, die bereits genesen sind, sowie 237 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für die bayerische Landeshauptstadt beträgt 86,8 (RKI, Stand 23. Oktober).

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

* Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

Update 24. Oktober, 16 Uhr: Corona-Fälle bei medi Bayreuth: Zwei weitere Pokalspiele abgesagt

Wegen zwei positiven Corona-Tests im Team von Basketball-Bundesligist medi Bayreuth sind die für das Wochenende angesetzten BBL-Pokalspiele der Franken kurzfristig abgesagt worden. 

Die Spiele beim Syntainics MBC aus Weißenfels am Samstag und gegen die Merlins Crailsheim am Sonntag können nicht wie geplant stattfinden, wie die Basketball-Bundesliga am Samstag mitteilte.

Beide betroffenen Personen wurden unverzüglich isoliert, alle anderen Spieler wurden negativ getestet, wie die Bayreuther auf Facebook mitteilten. "Das zuständige Gesundheitsamt hat gleichwohl für das gesamte Team bis auf weiteres Quarantäne angeordnet", hieß es.

Nach sechs Corona-Fällen bei Alba Berlin mussten bereits drei Spiele des Hauptstadtclubs im Pokal abgesetzt werden. Die ursprünglich für Anfang November geplante Endrunde musste daher ebenfalls verlegt werden. Der weitere Spielplan bei den regionalen Qualifikationsturnieren sei nicht einzuhalten, hatte die Liga vergangene Woche mitgeteilt. 

Das ursprünglich am 1. und 2. November in München geplante Top Four soll daher zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Die vier Sieger der vier Vorrunden qualifizieren sich dafür.

Update 24. Oktober, 14.50 Uhr: 223 neue Fälle in München

Update 24. Oktober, 13.45 Uhr: 400 Künstler fordern bei Demo mehr Corona-Hilfen

Mehrere hundert Künstler haben wegen coronabedingter Existenzangst bei einer Kundgebung in München mehr Hilfen von der Politik verlangt. 

Unter dem Motto "Aufstehen für die Kultur" machten sie am Samstag ihrer Not bei der Demonstration auf dem Königsplatz im Herzen des Münchner Kunstareals Luft, dem Museumsviertel der Landeshauptstadt. Die Polizei zählte gut 400 Teilnehmer. Ähnliche Kundgebungen waren in Hamburg und Berlin geplant.

Unterstützt wurde die Münchner Demonstration unter anderem vom früheren Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) und dem früheren bayerischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP).

Die Corona-Krise hat viele freischaffende Künstler in akute Existenznot gestürzt, da es für Musiker und Schauspieler nur noch sehr begrenzt Auftrittsmöglichkeiten gibt.

Update 24. Oktober, 13.30 Uhr: Drei Corona-Fälle bei Zweitligist Würzburger Kickers

Wegen positiver Corona-Tests muss Fußball-Zweitligist Würzburger Kickers im Spiel am Samstag beim Hamburger SV auf seinen Profi Douglas sowie die Co-Trainer Kurtulus Öztürk und Philipp Eckart verzichten. 

Das teilte der Club kurz vor dem Anpfiff der Partie in Hamburg mit. Alle drei zeigten keine Symptome und seien noch in der Nacht umgehend isoliert worden, hieß es weiter. Der Club wurde um ein Uhr morgens über die Ergebnisse informiert.

Daraufhin seien am Vormittag Schnelltests bei Mannschaft, Trainerteam und Betreuerstab durchgeführt worden. Diese seien ebenso wie die turnusmäßigen Tests negativ ausgefallen. Auch die Ergebnisse der Schnelltests von Douglas sowie der beiden Co-Trainer seien negativ. Das Ergebnis von Profi Leroy Kwadwo lag noch nicht vor, er kam daher nicht in der Startformation zum Einsatz. 

Sein Laborergebnis sei negativ, erklärten die Kickers.

Update 24. Oktober, 11.30 Uhr: Snowboard-Weltmeisterin Jörg infiziert - DSV-Team in Quarantäne

Selina Jörg, Snowboarderin, steht im Rahmen der Pressekonferenz von Snowboard Germany vor dem Olympiastadion.
Selina Jörg, Snowboarderin, steht im Rahmen der Pressekonferenz von Snowboard Germany vor dem Olympiastadion.  © Lino Mirgeler/dpa

Nach einer Corona-Infektion bei Snowboard-Weltmeisterin Selina Jörg hat sich das deutsche Race-Weltcupteam in eine freiwillige Quarantäne begeben. 

Das teilte Snowboard Germany am Samstag mit. Die Infektion bei der 32-Jährigen aus Sonthofen sei bei wöchentlichen Routinetests bemerkt worden. Die gesamte Lehrgangsgruppe habe sich daraufhin noch einmal auf das Virus testen lassen, hieß es weiter. "Selina geht es den Umständen entsprechend gut. Bisher zeigen keine weiteren Teammitglieder Symptome", sagte Sportdirektor Andreas Scheid in der Mitteilung. 

Alle hätten schnell und verantwortlich reagiert.

Update 24. Oktober, 8.25 Uhr: Corona-Ausfallfonds für TV-Produktionen "möglichst zeitnah" geplant

Mit einem Fonds wollen Bundesländer der TV-Branche bei coronabedingten Drehausfällen finanziell helfen. 

Eine Sprecherin der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen teilte als federführendes Land auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: "Es ist beabsichtigt, möglichst zeitnah einen Ausfallfonds aufzusetzen, an dem sich eine Reihe von Ländern mit substanziellen Beiträgen beteiligen, aber auch die Sender im Schadensfall einen relevanten Beitrag leisten, um die vielfältige TV-Produktionslandschaft auch in Pandemiezeiten zu sichern."

Einen solchen Ausfallfonds hatte die Fernseh- und Produktionsbranche schon länger gefordert. Es geht darum, bei Drehabbrüchen Kosten aufzufangen. 

Seit Ausbruch der Pandemie hatte es zahlreiche Drehstopps gegeben, manche Projekte wurden verschoben. Im Sommer lief die Produktion wieder nach und nach an.

Update 24. Oktober, 8 Uhr: Söder - Kein Grund zur Kursänderung in der Corona-Politik

Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern, im bayerischen Landtag.
Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern, im bayerischen Landtag.  © Peter Kneffel/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder(CSU) will trotz zunehmender Kritik an seiner Corona-Politik an seinem Kurs festhalten. 

"Ich habe keinen Grund, meinen Kurs zu ändern", sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). "Wir haben mit allen grundsätzlichen Einschätzungen Recht behalten", betonte er.

Der CSU-Chef wies insbesondere den Vorwurf zurück, er höre nicht auf andere. "Ich habe kein Problem damit, gute Ideen anderer aufzugreifen und dies auch zu sagen", sagte Söder der Zeitung. Dass die Corona-Debatte hitziger geworden ist, bringe ihn nicht aus der Ruhe.

"Es ist sicher anstrengend. Aber ich habe große Geduld. Ich schlafe gut und esse anständig. Und ich treibe Sport, wann immer ich Zeit dafür finde."

Update 23. Oktober, 19.15 Uhr: Berchtesgadener Gymnasiastin darf vorerst nicht in die Schule

Im Landkreis Berchtesgadener Land gilt wegen extrem gestiegener Corona-Zahlen nun für zwei Wochen ein weitreichender "Lockdown".
Im Landkreis Berchtesgadener Land gilt wegen extrem gestiegener Corona-Zahlen nun für zwei Wochen ein weitreichender "Lockdown".  © Lino Mirgeler/dpa

Eine Schülerin aus Berchtesgaden darf wegen der hohen Corona-Zahlen in ihrem Landkreis weiter nicht ihr Gymnasium in Traunstein besuchen. 

Das Verwaltungsgericht München bestätigte am Freitagabend die Anordnung des Landratsamts Berchtesgadener Land, nach der Schüler, die im Landkreis wohnen, keine Schulen außerhalb besuchen dürfen. 

Die Schülerin hatte sich mit einem Eilantrag an das Gericht gewandt, um wieder in die Schule im Nachbarlandkreis gehen zu dürfen. Dabei berief sie sich auf nachteilige Bildungschancen und verwies auf eine unmittelbar bevorstehende Prüfung.

Das Gericht erachtet die Einschränkung des Landratsamtes angesichts der hohen Zahlen für verhältnismäßig. 

Am Donnerstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - bei 292,65 gelegen, die höchste Zahl bundesweit. Am Freitag sank der Wert leicht auf 278,49.

Gegen diesen Beschluss kann die Schülerin binnen zwei Wochen Beschwerde zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einlegen.

Update 23. Oktober, 18 Uhr: Ausnahmen von Maskenpflicht für Grundschüler müssen genehmigt werden

Die Staatsregierung will regionale Ausnahmen von der Maskenpflicht für Grundschüler in Corona-Hotspots nicht so ohne Weiteres hinnehmen. 

Die Landkreise und kreisfreien Städte müssen derartige Ausnahmeregelungen vorab von den jeweiligen Bezirksregierungen genehmigen lassen - und diese ausführlich begründen. Das geht aus einem Schreiben des Gesundheitsministeriums hervor, das am Freitag an alle Kreisverwaltungsbehörden verschickt wurde und das der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. 

Von den Kreisverwaltungsbehörden ist demnach "eine ausführliche, auf die ganz konkrete Situation vor Ort abstellende und infektiologisch tragfähige Begründung mit einzureichen", heißt es in dem Schreiben. Kommunen, die in den vergangenen Tagen bereits Ausnahmeregelungen erlassen haben, müssen eine Begründung "unverzüglich" nachreichen. 

Nach der neuen bayerischen Corona-Verordnung gilt eine Maskenpflicht im Unterricht auch für Grundschüler automatisch überall dort, wo es mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gab. Kommunen können aber davon abweichen und Ausnahmeregelungen erlassen - davon hatten zuletzt die Landeshauptstadt München und anschließend auch mehrere Landkreise Gebrauch gemacht. 

Dafür braucht es aber neben einer klaren Begründung nun auch eine Genehmigung.

Update 23. Oktober, 17 Uhr: Irritation in Österreich über Pendler-Testpflicht in Bayern

Ein Labor-Mitarbeiter untersucht im Rahmen des Testverfahrens "LAMP" Proben, die bei gelber Färbung coronapositiv sind.
Ein Labor-Mitarbeiter untersucht im Rahmen des Testverfahrens "LAMP" Proben, die bei gelber Färbung coronapositiv sind.  © Georg Hochmuth/APA/dpa

In Österreich stoßen die deutschen Reisewarnungen und besonders die neue bayerische Testpflicht für Berufspendler aus Corona-Risikogebieten auf Ablehnung. 

Politiker und Wirtschaftsvertreter kritisierten die seit Freitag geltende bayerische Maßnahme, die einen wöchentlichen PCR-Test von einpendelnden Arbeitnehmern fordert. "Eine gewisse Vorbereitungszeit wäre wünschenswert gewesen", teilte Tirols Landeschef Günther Platter mit.

Am Donnerstag hatte die Bundesregierung - neben anderen Nachbarländern - fast ganz Österreich ab kommenden Samstag als Corona-Risikogebiet eingestuft. Österreichs Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) will am Dienstag bei einem Besuch bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch über Corona-Beschränkungen und die ausgeweiteten Reisewarnungen sprechen. 

"Wir bedauern die Entscheidung der deutschen Regierung eine Reisewarnung über große Teile Österreichs zu verhängen, und die damit verbundenen weiteren Maßnahmen", teilte sie am Freitag mit. 

"Wir brauchen treffsicherere Kriterien und ein einheitliches Vorgehen bei Reisewarnungen und Quarantäneregelungen."

Titelfoto: Georg Hochmuth/APA/dpa

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