Corona in Bayern: Neue Fallzahlen für München, Testpflicht für Berufspendler?

München - Das Coronavirus bestimmt immer noch das Leben in Deutschland und weltweit. Hier im TAG24-Liveticker erhaltet Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) rückt seinen Mundschutz zurecht.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) rückt seinen Mundschutz zurecht.  © Peter Kneffel/dpa
Im Freistaat wurden mittlerweile 82.270* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 21. Oktober, 8 Uhr). Davon gelten 67.930 als genesen. 2725 Menschen sind am Virus gestorben. 

In der Landeshauptstadt München wurden seit dem Vortag 188 neue Fälle gemeldet (Stand: 20. Oktober, 23.59 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt somit auf 14.001*

In dieser Zahl enthalten sind 11.767 Personen, die bereits genesen sind, sowie 236 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für die bayerische Landeshauptstadt beträgt 75,3 (RKI, Stand 20. Oktober).

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

* Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

Update 21. Oktober, 18.10 Uhr: Grüne werfen Markus Söder Alleingänge in Anti-Corona-Politik vor

Die Grünen im bayerischen Landgang haben erneut die aus ihrer Sicht mangelnde Zusammenarbeit der Staatsregierung mit dem Parlament in der Corona-Krise kritisiert und Alleingänge von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beklagt. 

"Geht es Ihnen wirklich um die Pandemiebekämpfung, oder geht es Ihnen um Profilierung?", fragte die Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze den Ministerpräsidenten am Mittwoch nach dessen Regierungserklärung im Landtag.

Söder stelle sich als selbstinszenierter Krisenmanager stets in den Vordergrund, werde aber dieser Rolle nicht gerecht. Das zeigten beispielsweise seine kritischen Worte zum Infektionsgeschehen in Regionen außerhalb von Bayern, während er entsprechende Entwicklungen in Bayern nicht so scharf kommentiere.

"Wir müssen bei Corona alle Teamspieler sein", mahnte Schulze und bekräftigte unter anderem ihre Forderung nach einer Corona-Kommission im Landtag.

Update 21. Oktober, 18 Uhr: Debatte über Maskenpflicht für Grundschüler

In der Corona-Krise gerät die Maskenpflicht für Grundschüler während des Unterrichts in den Fokus. 

Nachdem die Erst- bis Viertklässler in München und im Landkreis Ebersberg trotz hoher Infektionszahlen ihren Mund-Nasen-Schutz dank Ausnahmegenehmigungen nun zunächst wieder ablegen dürfen, betonte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch die Schutzwirkung der Maßnahme. 

Ohne direkt auf die beiden Verantwortlichen - Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Landrat Robert Niedergesäß (CSU) - einzugehen, sagte er in seiner Regierungserklärung: "Mehr Maske erlaubt mehr und längeren Präsenzunterricht." Oberstes Ziel müsse es sein, Schulschließungen zu vermeiden.

Update 21. Oktober, 16.15 Uhr: AfD will mehr parlamentarische Beteiligung bei Corona

Die AfD im bayerischen Landtag hat einen Mangel an parlamentarischer Beteiligung an den Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Krise kritisiert. 

"Seit 210 Tagen wird in Bayern Corona-Politik ohne Beteiligung des Parlamentes gemacht", sagte die AfD-Fraktionsvorsitzende Katrin Ebner-Steiner im Landtag als Reaktion auf die Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU). 

Die AfD klage gegen einen Teil der Maßnahmen, die Ebner-Steiner als zum Teil "irrsinnig" bezeichnete. "Die AfD ist der parlamentarische Arm des Grundgesetzes", sagte sie unter dem Gelächter von Abgeordneten anderer Fraktionen. 

Söder hatte zuvor den Ernst der Corona-Lage deutlich gemacht und erklärt, in allen Ländern werde der Kampf gegen die Pandemie mit den gleichen Mitteln geführt - völlig unabhängig von der politischen Ausrichtung der Regierungen.

Update 21. Oktober, 15.15 Uhr: Neue Coronavirus-Zahlen für München

In München wurden insgesamt 188 neue Corona-Fälle gemeldet.

In der Landeshauptstadt sind somit bislang 14.001 Infektionen bestätigt. In dieser Fallzahl enthalten sind 11.767 Menschen, die nach ihrer Erkrankung als geheilt gelten, sowie leider auch 236 Todesfälle.

Update 21. Oktober, 15 Uhr: Kita-Verband kritisiert Schließungen im Berchtesgadener Land

Der Deutsche Kitaverband hat die Schließungen von Krippen und Kindergärten wegen Corona im Berchtesgadener Land kritisiert. "Wie Familienministerien Franziska Giffey und Gesundheitsminister Jens Spahn (...) bestätigten, geht von Kindern bis zehn Jahre kein Infektionsrisiko aus. Deshalb dürfen Kitas, Horte und Tagespflegestellen auch bei einem regionalen Lockdown nicht geschlossen werden", erklärte die Bundesvorsitzende Waltraud Weegmann am Mittwoch. Der Verband vertritt die freien Kita-Träger in Deutschland.

Der bayerische Landkreis an der Grenze zu Österreich verzeichnet den Spitzen-Inzidenzwert von 262 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Seit Dienstag gelten strikte Ausgangsbeschränkungen - Restaurants, Hotels, Schulen und Kitas sind geschlossen.

"Kinder dürfen nicht weiterhin dem Aktionismus geopfert werden", sagte Weegmann. "Wenn Eltern arbeiten gehen sollen, muss auch die Kita-Betreuung stattfinden. Die Familien können nicht beides schultern, was auch bei der Politik seit dem Frühjahr angekommen sein müsste." 

Kinder gehörten zu den großen Verlierern der Pandemie, weil andere Kinder und soziale Kontakte besonders wichtig für ihre Entwicklung seien. "Sie sind nicht nur keine Treiber der Infektion, sie verbreiten sie sogar gar nicht", so Weegmann. In Irland würden während des neu ausgerufenen Lockdowns Kitas zum Beispiel weiter offen gehalten.

Bisher sind in Bayern nur die Kitas im Berchtesgadener Land flächendeckend geschlossen, erklärte das Familienministerium in München. "Die Aufrechterhaltung der Kindertagesbetreuung hat für uns weiterhin oberste Priorität. Wir wollen Eltern entlasten und Beschäftigte schützen", sagte Familienministerin Carolina Trautner (CSU).

Update 21. Oktober, 14.15 Uhr: Söder bietet wöchentliche Minister-Fragestunde an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will angesichts wiederholter Vorwürfe, das Mitspracherecht der Parlamente in der Anti-Corona-Politik sei zu gering, den regelmäßigen Austausch fördern. 

Dazu biete er künftig wöchentlich eine Minister-Fragestunde im bayerischen Landtag an, sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung zur Corona-Krise in München. Dabei sollen ausschließlich Fragen rund um die Pandemie besprochen werden.

Politiker diverser Parteien hatten zuletzt immer wieder beklagt, dass wesentliche Entscheidungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht von den Parlamenten, sondern weiterhin von Regierungen in Bund und Ländern getroffen würden. Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) etwa hatte von einer "beunruhigenden Entwicklung" gesprochen.

Die Vorwürfe hatte Söder wiederholt zurückgewiesen - er nehme die Beteiligung des Parlaments stets als groß war. Um das schnelle Handeln in der Pandemie zu ermöglichen, könne die Exekutive gemäß der Verfassung Verordnungen auch ohne Befragung des Parlaments erlassen. Durch die Fragestunde biete er nun eine "zusätzliche Gelegenheit, sich nur über Corona zu informieren", an, sagte Söder.

Update 21. Oktober, 14.14 Uhr: Münchner Christkindlmarkt findet statt, viele kleine Märkte nicht

Der Münchner Stadtrat hat den Christkindlmarkt am Marienplatz abgesegnet - unter Vorbehalt. Wegen der steigenden Infektionszahlen könnten sich schließlich noch neue Regelungen ergeben, sagte eine Sprecherin der Stadt am Mittwoch.

Nach jetzigem Stand startet der Christkindlmarkt am 23. November. An den Ständen gilt eine Maskenpflicht. Damit Bummler sich nicht zu nahekommen, sollen sich die Stände im Abstand von fünf bis zehn Metern in der Fußgängerzone bis zum Stachus und in der Sendlinger Straße verteilen. Alkohol darf nur mit einer Registrierung und nur in Gastronomiebereichen getrunken werden.

Auch die Christkindlesmärkte in Nürnberg und Bayreuth und der Regensburger Christkindlmarkt sollen unter strengen Vorgaben und mit Abstrichen stattfinden. Unter anderem in Bamberg und Landshut steht die Entscheidung noch aus.

Viele kleine Weihnachtsmärkte finden wegen der Corona-Pandemie nicht statt. So wurde etwa der Coburger Weihnachtsmarkt "schweren Herzens" von der Stadt abgesagt. 

Auch der Tegernseer Adventszauber in Oberbayern, die Fürther Altstadtweihnacht in Mittelfranken und der Bad Hindelanger Erlebnis-Weihnachtsmarkt in Schwaben fallen dieses Jahr aus.

Update 21. Oktober, 14 Uhr: Bayern will freischaffenden Künstlern durch die Corona-Krise helfen

Bayern will in der Corona-Pandemie mit einem eigenen Förderprogramm Solo-Selbstständigen wie etwa freischaffenden Künstlern helfen. 

Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in seiner Regierungserklärung im Landtag an. Die staatlichen Mittel sollen als Ersatz für den ausbleibenden Unternehmerlohn und als Hilfe zum Lebensunterhalt verstanden werden.

"Bayern hat ein hohes Kunstlevel. Ich möchte nicht, dass durch diese Pandemie am Ende die gesamte Kunst- und Kulturszene zerstört ist", sagte Söder. Die Künstler zeigten den Menschen, dass es auch noch mehr und anderes gibt, als Corona. Söder hatte am Vortag in einer Expertenrunde mit Kulturschaffenden beraten.

Das bereits bestehende Spielstättenprogramm soll fortgeführt und auf Künstler ohne eigene Spielstätte ausgeweitet werden. Ferner soll es Finanzierungen von Stipendien für junge Künstler geben.

Update 21. Oktober, 13.58 Uhr: Söder will Testpflicht für Berufspendler aus Hotspots im Ausland

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will im Freistaat eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots einführen. 

Wer sich binnen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat und nach Deutschland zum Arbeiten pendelt, soll künftig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. 

Das sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung zur Corona-Krise im Landtag in München.

Update 21. Oktober, 13.54 Uhr: Söder zu Bedrohungen: "Das schreckt mich nicht ab"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will sich in seiner Anti-Corona-Politik nicht von Drohungen und Hassnachrichten einschüchtern lassen. 

"Das schreckt mich nicht ab", sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung zur Corona-Krise im Landtag in München. Er berichtete erneut von massiven Anfeindungen und Morddrohungen, die ihn regelmäßig erreichten.

Er zitierte - wie schon auf dem virtuellen CSU-Parteitag Ende September - auch aus Kommentaren, in denen ihm und auch anderen Parlamentsmitgliedern teils mit dem Tod gedroht wurde. In seiner Entschlossenheit im Kampf gegen die Corona-Pandemie lasse er sich aber nicht einschränken, betonte Söder. 

An den Landtag appellierte er ebenfalls, sich nicht einschüchtern zu lassen.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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