Coronavirus: Tirol weitet Quarantäne aus

Deutschland - Das Coronavirus hält seit Monaten die Welt in Atem. Ausgehend von China, wo im Dezember die ersten Infektionen mit dem neuartigen Sars-Cov-2-Virus auftraten, entwickelte sich die Krankheit zu einer weltweiten Pandemie. 

Hier findest Du ältere Updates vom Zeitraum zwischen 15. März und 17. März.

Alles aktuelle findest Du hier im +++ Corona-Liveticker +++

Update, 17. März, 22.24 Uhr: Entwicklung der Infektionen im Vergleich zum Vortag

Aktuell sind in Deutschland 9352 Menschen (Stand: 17. März, 21.30 Uhr) am Coronavirus erkrankt. Das ist ein Plus von 2073 zum Vortag (Stand: 16. März, 20.35 Uhr). Im gleichen Zeitraum sind in Italien 3526 und in Spanien 3512 neue Infektionen dazu gekommen. Weltweit stieg die Zahl von 181.202 auf über 190.200.

Die Zahl der Todesfälle hierzulande stieg von 17 auf 27.

Update, 17. März, 22.18 Uhr: Bielefeld-Geschäftsführer Rejek: Saisonende nach 30. Juni denkbar

Arminia Bielefelds Geschäftsführer Markus Rejek (51) hält auch ein mögliches Saisonende der Fußball-Profiligen nach dem 30. Juni inzwischen nicht mehr für ausgeschlossen. "In der jetzigen Situation sollte gar nichts undenkbar sein. Aber das ist eine Frage für die DFL. Die Option, dass wir diese Saison in keiner Weise zu Ende spielen können, ist keine Option. Denn dann gibt es wahrscheinlich viele Vereine in Deutschland nicht mehr", sagte Rejek in einem Westfalen-Blatt-Interview, das die Zeitung am Dienstagabend online stellte.

Am 30. März wollen die Proficlubs noch einmal über das weitere Vorgehen beraten, nachdem die UEFA am Dienstag die für diesen Sommer geplante Europameisterschaft auf das kommende Jahr verlegt hatte.

Normalerweise müsste die Saison bis zum 30. Juni beendet sein, da dann etliche Spielerverträge auslaufen und teilweise bereits neue Spieler vom 1. Juli an verpflichtet wurden. Die neue Bundesliga-Saison soll am 21. August beginnen, die zweite Liga bereits schon wieder am 31. Juli.

"Wir müssen so viele Spiele wie möglich absolvieren, um das wirtschaftliche Überleben der Vereine in den beiden Profiligen zu sichern. Englische Wochen könnten dazu führen, die Saison durchzubringen. Oder sogar weitere Anpassungen", sagte der bei der Arminia für Finanzen zuständige Rejek weiter.

Beim Spitzenreiter der zweiten Liga könnte auch das Thema Gehaltseinbußen auf die Spieler zukommen. "Es gibt in dieser Situation keine Denkverbote mehr. Es geht um vielmehr als um Einzelschicksale", sagte Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. Rejek betonte, notfalls auch selbst Kürzungen in Kauf zu nehmen.

Bielefelds Geschäftsführer Markus Rejek (51).
Bielefelds Geschäftsführer Markus Rejek (51).  © dpa/Andreas Gebert

Update, 17. März, 22.10 Uhr: Tirol weitet Quarantäne unter anderem auf Sölden aus

Das österreichische Bundesland Tirol hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weitere Orte unter Quarantäne gestellt. Wie das Land am Dienstagabend mitteilte, gelten die Isolierungsmaßnahmen ab sofort auch für den bei Wintersportlern beliebten Ort Sölden sowie für St. Christoph am Arlberg. An den Ortsgrenzen werden daher polizeiliche Checkpoints eingerichtet.

"Uns liegen drei positive Testungen von Personen aus Sölden vor, wo wir wiederum nicht ausschließen können, dass ein Bezug zu einer Schirmbar hergestellt werden kann", sagte Landeschef Günther Platter laut der Mitteilung. "Um eine Weiterverbreitung des Coronavirus bestmöglich zu verhindern oder zu verlangsamen, ist diese behördliche Anordnung für die Gemeinde Sölden unabdingbar." Für St. Christoph am Arlberg wird die Quarantäne demnach nach weiteren Infektionen im direkt angrenzenden Lech am Arlberg nötig.

Damit steht nun die gesamte Arlbergregion unter Quarantäne. 

Leere Pisten in Tirol.
Leere Pisten in Tirol.  © Sachelle Babbar/ZUMA Wire/dpa

Update, 17. März, 22.08 Uhr: Bulgariens Skigebiet Bansko wegen Coronafällen unter Quarantäne

Das international bekannte bulgarische Skigebiet Bansko ist im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus unter zweiwöchige Quarantäne gestellt worden. Die Maßnahme wurde am Dienstagabend verhängt, nachdem in dem Städtchen mit 10.000 Einwohnern drei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Unter ihnen ist ein neunjähriger Junge aus Großbritannien, der sich seit Freitag in Bansko aufhält, wie der Chef des medizinischen Krisenstabs, Wenzislaw Mutaftschijski erläuterte.

In Bansko hielten sich etwa 200 ausländische Touristen, vor allem aus Großbritannien, auf, sagte Tourismusministerin Nikolina Angelkowa. Sie müssen den Ort binnen 24 Stunden kontrolliert verlassen.

Update, 17. März, 22.07 Uhr: Handball-Nationalteam soll in Quarantäne

Die gesamte Handball-Nationalmannschaft soll wegen eines mit dem Coronavirus infizierten Nationalspielers unter Quarantäne gestellt werden. Kreisläufer Jannik Kohlbacher von den Rhein-Neckar Löwen ist nach dpa-Informationen vom Dienstagabend positiv auf das Virus getestet worden. Da die DHB-Auswahl sich noch in der vergangenen Woche inklusive Kohlbacher zu einem Lehrgang in Aschersleben getroffen hatte, empfahl Mannschaftsarzt Kurt Steuer eine zweiwöchige häusliche Quarantäne für das komplette Team inklusive der Betreuer um den neuen Bundestrainer Alfred Gislason.

Der 24-jährige Kohlbacher ist bereits der zweite Profi der Rhein-Neckar Löwen, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Zuvor war es bereits beim dänischen Nationalspieler Mads Mensah festgestellt worden.

Nationalspieler Jannik Kohlbacher.
Nationalspieler Jannik Kohlbacher.  © Michael Deines/DPA

Update, 17. März, 21.52 Uhr: Aktueller Stand in Deutschland

Stand 21.30 Uhr sind in Deutschland 9352 Infektionen bekannt. 27 davon verliefen tödlich.

 
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Update, 17. März, 21.49 Uhr: Wegen Unruhen nach Coronafall: Polizei verlegt Flüchtlinge

Die Polizei in Thüringen hat mehrere Männer aus der unter Quarantäne stehenden Landeserstaufnahmestelle für Asylbewerber in Suhl wegen Widerstands gegen die Isolationsbestimmungen verlegt. Es seien 22 Personen in die ehemalige Jugendarrestanstalt in Arnstadt gebracht worden, teilte ein Sprecher der Landespolizeidirektion am Dienstag in Erfurt mit. Die mutmaßlichen Störer hätten sich in den vergangenen Tagen in grober Weise den getroffenen Quarantäneanordnungen widersetzt, hieß es. Der Einsatz habe ohne verletzte Personen oder größere Zwischenfälle abgeschlossen werden können, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Update, 17. März, 21.38 Uhr: Derzeitige Infektionen in Europa & weltweit (aktualisiert)

 
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Update, 17. März, 21.34 Uhr: Keine DFB-Länderspiele im März und April

Im Zuge der Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft ins kommende Jahr ist auch die Absage der Länderspiele der deutschen Auswahlteams im März und April offiziell bestätigt worden. So wird die A-Nationalmannschaft weder am 26. März in Madrid gegen Spanien noch am 31. in Nürnberg gegen Italien antreten. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund am Dienstag mit. Das Italien-Spiel war bereits von der Stadt Nürnberg untersagt, die Spanien-Partie durch den spanischen Verband abgesagt worden.

"Die UEFA hat heute offiziell bestätigt, dass die kommenden Länderspiele der Nationalmannschaft, der Frauen-Nationalmannschaft sowie der U 21-Nationalmannschaft aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Die Absagen hatten sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet", hieß es in der DFB-Mitteilung dazu.

Ungewollte Zwangspause für Bundestrainer Jogi Löw (60).
Ungewollte Zwangspause für Bundestrainer Jogi Löw (60).  © Federico Gambarini/dpa

Update, 17. März, 21.28 Uhr: Maturaprüfungen in Österreich werden wegen Coronavirus verschoben

In Österreich werden aufgrund der Coronavirus-Pandemie die Maturaprüfungen verschoben. Das teilte Bildungsminister Heinz Faßmann am Dienstag mehreren Medien mit. Die schriftlichen Prüfungen sollten eigentlich zwischen dem 5. und dem 13. Mai stattfinden. Nun werden sie laut Faßmann frühestens am 18. Mai abgehalten. Die mündlichen Prüfungen folgen danach.

Seit Montag wird in Österreichs Schulen nicht mehr unterrichtet. Nach Angaben der Regierung mussten zudem nur wenige Kinder das Betreuungsangebot durch Lehrer in Anspruch nehmen.

Update, 17. März, 21.25 Uhr: Europa in Zeiten von Corona

Auch das Umfeld der Notre Dame ist menschenleer.
Auch das Umfeld der Notre Dame ist menschenleer.  © Christophe Archambault/AFP/dpa
Auch am Strand von Barcelona sind keine Menschen zu sehen.
Auch am Strand von Barcelona sind keine Menschen zu sehen.  © Joan Mateu/AP/dpa

Update, 17. März, 21.19 Uhr: Erster Todesfall in Schleswig-Holstein

Erstmals ist in Schleswig-Holstein ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen 78-Jährigen, der im Universitätsklinikum in Lübeck starb. Dies teilte das Klinikum am Dienstag mit.

Update, 17. März, 21.14 Uhr: Polizei beendet Schulunterricht und kontrolliert Verbote für Lokale

Die Polizei hat in Berlin die Schließung von Bars und Kneipen wegen der Coronavirus-Krise kontrolliert. Auch Unterricht an Schulen beendeten die Einsatzkräfte.

In einem Tweet schrieb die Polizei am Dienstag: "Wenn Sie eine Bar betreiben, die Scheiben abkleben und Einlass nur über Klopfen oder nach Voranmeldung gewähren, dann sind das nicht nur Zustände wie im Chicago der 20er des letzten Jahrhunderts – sondern es löst auch einen Polizeieinsatz aus."

Zudem sei im Wedding an einer Berufsschule noch Unterricht erteilt worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Nach der Aufklärung über die Rechtsverordnung zur Eindämmung des Coronavirus hätten "300 Lernende und Lehrende" die Räume verlassen. Auch an einer Berufsschule in Charlottenburg fand Unterricht statt. Das fiel der Polizei bei ihren Kontrollen auf, wie sie bei Twitter schrieb.

Clubs und Bars in Berlin müssen seit dem Wochenende geschlossen bleiben. Seit Dienstag sind auch alle Schulen und Kitas dicht. 

Update, 17. März, 21 Uhr: Erster Todesfall durch Coronavirus in Hessen

Erstmals ist in Hessen ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Es handele sich um einen Patienten, der stationär in einer Wiesbadener Klinik behandelt worden sei, teilte die Stadt Wiesbaden am Dienstagabend mit.

Update, 17. März, 20.57 Uhr: Sommermärchen-Prozess zur WM 2006 bis 20. April ausgesetzt

Angesichts des grassierenden Coronavirus hat das Schweizer Bundesstrafgericht den so genannten Sommermärchen-Prozess ausgesetzt. Das Verfahren gegen einen Schweizer und drei deutsche ehemalige Fußballfunktionäre um dubiose deutsche Millionenzahlungen im Zusammenhang mit der Fußball-WM 2006 werde bis mindestens 20. April vertagt, teilte das Gericht am Dienstagabend in Bellinzona mit. Dass überhaupt noch ein Urteil ergeht, wird damit immer unwahrscheinlicher. Das Delikt verjährt am 27. April.

Angeklagt sind die Ex-Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Wolfgang Niersbach (69) und Theo Zwanziger (74), sowie der frühere DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt (78) und der Ex-Generalsekretär des Weltverbandes FIFA, Urs Linsi (70). Ihnen wird Betrug beziehungsweise im Fall von Niersbach Gehilfenschaft zum Betrug vorgeworfen.

Update, 17. März, 20.53 Uhr: Stand der Dinge in Deutschland

Unterdessen stieg die Zahl der bestätigten Fälle in Deutschland auf 9352 (Stand: 20.30 Uhr).

  
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Update, 17. März, 20.48 Uhr: Derzeitige Infektionen in Europa & weltweit

Derzeitig sind in Europa 67.895 Menschen vom Coronavirus infiziert. Während Italien weit vorn liegt, scheint sich die Lage in China zu beruhigen.

 
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Update, 17. März, 20.43 Uhr: Dänemark legt weitere Bereiche des öffentlichen Lebens still

Um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, schränkt die dänische Regierung das öffentliche Leben weiter ein. Ab Mittwoch 10.00 Uhr dürfen weder Restaurants, noch Cafés, Kneipen oder Diskotheken geöffnet haben. Das sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstagabend. Auch Fitnessstudios, Sonnenstudios, Friseursalons und große Einkaufszentren müssten schließen. Frederiksen betonte, dass das Verbot nicht für Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und die Warenanlieferung gelte. Versammlungen mit mehr als zehn Personen sollen auch nicht mehr erlaubt sein.

Am Dienstag war die Zahl der Infizierten in Dänemark auf 977 gestiegen. Vier Menschen starben am Virus Covid-19.

Update, 17. März, 20.34 Uhr: Sechster Todesfall in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Es handelt sich nach Auskunft des Landesgesundheitsamtes vom Dienstagabend um eine über 80-jährige stationär behandelte Patientin aus dem Ortenaukreis, die bereits am Montag starb. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Baden-Württemberg auf sechs.

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Dienstagabend außerdem 536 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 1641 an; 916 von ihnen sind männlich (56 Prozent).

Mehr Infos zu Baden-Württemberg >>> hier.

 
   © Uncredited/Centers for Disease Control and Prevention/AP/dpa

Update, 17. März, 20.26 Uhr: Europa in Zeiten von Corona

Leere Straßen in Madrid.
Leere Straßen in Madrid.  © Manu Fernandez/AP/dpa
Der Platz vor dem Kolosseum ist menschenleer.
Der Platz vor dem Kolosseum ist menschenleer.  © Manu Fernandez/AP/dpa
Der Place de la Concorde in Paris.
Der Place de la Concorde in Paris.  © Christophe Ena/AP/dpa

Update, 17. März, 20.19 Uhr: Halle ruft wegen Coronavirus Katastrophenfall aus

Die Stadt Halle hat wegen der Coronavirus-Pandemie den Katastrophenfall ausgerufen. Damit könnten wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung von Sars-CoV-2 getroffen werden, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) am Dienstagabend mit. In Halle habe sich die Zahl der bestätigten Infektionsfälle deutlich erhöht. Diese sei am Dienstag um acht auf nunmehr 27 gestiegen. Das sei der bisher größte Zuwachs an positiv Getesteten in der Stadt an einem Tag.

Laut Katastrophenschutzgesetz des Landes Sachsen-​Anhalt gelten besondere Regeln, wenn der Katastrophenfall ausgerufen wird. So können etwa Sperrgebiete eingerichtet werden. Menschen in einem Katastrophengebiet sind aber auch unter anderem dazu verpflichtet, Anweisungen von Einsatzleitern zu befolgen, Fahrzeuge und andere Geräte zur Katastrophenabwehr zur Verfügung zu stellen oder bestimmte Gebiete zu verlassen.

Halles OB Bernd Wiegand (63, parteilos).
Halles OB Bernd Wiegand (63, parteilos).  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. März, 20.12 Uhr: New Yorker sollen sich auf Ausgangssperre vorbereiten

Wegen der schnell steigenden Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten könnte für die US-Millionenmetropole New York nach Worten von Bürgermeister Bill de Blasio bald eine Ausgangssperre verhängt werden. "Ich denke, New Yorker sollten vorbereitet sein für die Möglichkeit der Anordnung einer Ausgangssperre", sagte de Blasio am Dienstag. Die Maßnahme für die Metropole mit mehr als acht Millionen Einwohnern sei "definitiv eine Möglichkeit" und könnte in den kommenden 48 Stunden getroffen werden.

In New York City steigen die Infiziertenzahlen sprunghaft an. Sie lag am Dienstag bei 814 bestätigten Fällen. Nur Stunden zuvor hatte der Gouverneur des Bundesstaates New York noch von 644 Infizierten in der Großstadt gesprochen. Am Montag hatte bereits San Francisco an der Westküste eine Ausgangssperre verhängt. Notwendige Regierungsstellen und wesentliche Geschäfte blieben dabei geöffnet.

Update, 17. März, 20.10 Uhr: Merkel: Deutschland wird Einreiserestriktionen sofort umsetzen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) hat eine umgehende Umsetzung der Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger nach Deutschland zugesagt. "Deutschland wird das sofort umsetzen", sagte Merkel am Dienstag in Berlin auf einer Pressekonferenz nach dem Videogipfel mit ihren EU-Kollegen zum Vorgehen in der Coronavirus-Krise. Die Beschränkung gelte zunächst für 30 Tage. Die Staats- und Regierungschefs sprachen auch über den gemeinsamen Kampf gegen die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Epidemie. Wichtig sei es, den freien Fluss von Waren aufrechtzuerhalten, sagte Merkel. Es müsse mit "ernsten, sehr ernsten Konsequenzen" für die Wirtschaft gerechnet werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU).  © Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Update, 17. März, 20.05 Uhr: Nur noch EU-Bürger sollen nach Deutschland reisen dürfen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) hat zur Eindämmung der Infektionsgefahr durch das Coronavirus Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger in Deutschland angeordnet. Aus dem Ministerium hieß es am Dienstagabend, dies betreffe den internationalen Luft- und Seeverkehr bei Reiseverbindungen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben. Ausnahmen gibt es demnach für Drittstaatangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat.

Innenminister Horst Seehofer (70, CSU).
Innenminister Horst Seehofer (70, CSU).  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 17. März, 20 Uhr: Deutschland will Einreiseverbot in EU sofort umsetzen

Deutschland will das weitgehende Einreiseverbot in die Europäische Union nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unverzüglich umsetzen. Dies habe die Bundesregierung mitgeteilt, hieß es am Dienstag aus EU-Kreisen. Zuvor hatte der Spiegel berichtet.

Damit folgt Deutschland einem Vorschlag, den EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag für die EU und weitere Staaten vorgelegt hatte. Von der Leyen knüpft daran auch die Hoffnung, dass daraufhin die Kontrollen an den Binnengrenzen der EU gelockert werden könnten. Die Regelung sollte zunächst auf 30 Tage begrenzt sein und es sollte Ausnahmen etwa für Diplomaten, Ärzte und Krankenpfleger geben. Ob auch alle anderen Staaten dem Vorschlag zustimmen, war zunächst unklar. Am Dienstagabend berieten sich die EU-Staats- und Regierungschefs per Videoschalte.

Update, 17. März, 19.48 Uhr: MAN beantragt Kurzarbeit wegen Coronavirus

Wegen der Coronakrise beantragt der Lastwagenbauer MAN für seine deutschen Werke Kurzarbeit. Die Regelung soll von diesem Montag an "für einen Großteil der Beschäftigten an den produzierenden Standorten gelten", teilte die VW-Tochter am Dienstagabend in München mit.

"Aufgrund der unklaren Gesamtsituation und der sich nahezu stündlich ändernden Ereignisse erwartet MAN in den kommenden Tagen weitere und auch zunehmende Engpässe sowohl bei der Belieferung der Produktion als auch bei der Fahrzeug- und Teileauslieferung", betonte das Unternehmen. Auch in Werken außerhalb Deutschlands werde die Produktion zurückgefahren. "MAN setzt alles daran, den Betrieb der Vertriebs- und Servicestandorte weltweit, so lange es die Gesamtsituation zulässt, in vollem Umfang aufrechtzuerhalten, um die Versorgungsketten sicherzustellen", hieß es weiter.

 
   © Sven Hoppe/dpa

Update, 17. März, 19.41 Uhr: Putin will trotz Coronakrise an Volksabstimmung im April festhalten

Kremlchef Wladimir Putin will trotz der Coronakrise am 22. April eine Volksabstimmung zur Verfassungsreform abhalten. Putin unterschrieb am Dienstag ein entsprechendes Dekret, wie der Kreml mitteilte. Die Änderungen sollen unmittelbar nach einem positiven Abstimmungsergebnis in Kraft treten. Dabei sind vor allem die Ausweitungen der Machtbefugnisse des Präsidenten vorgesehen. Putin könnte dann auch die Möglichkeit haben, bis 2036 im Amt zu bleiben.

Putin betonte am Dienstag nach einem Treffen mit Wahlleiterin Ella Pamfilowa, dass die Abstimmung nur stattfinde, "wenn es die Situation zulässt".

Update, 17. März, 19.35 Uhr: Aktueller Stand

Weltweit ist die Zahl der Infektionen auf 190.247 (Stand: 17 Uhr) angestiegen.

 
   © TAG24

Update, 17. März, 19.32 Uhr: Shitstorm gegen Vorwerk

Während Unternehmen in der aktuellen Krise raten zu Hause zu bleiben, geht Staubsauger-Urgestein Vorwerk einen anderen Weg. So hat das Unternehmen seinen Verkäufern eine Extra-Prämie in Höhe von 50 Euro für jedes verkaufte Produkt angeboten, wenn sie weiter Klinken putzen gehen.

Doch diese Idee löste bei den Mitarbeitern vor allem Entsetzen aus, wie W&V berichtet. Auch das Netz war alles andere als begeistert.

Update, 17. März, 19.20 Uhr: 383 Menschen in Berlin mit Coronavirus infiziert

Bei 383 Menschen in Berlin ist inzwischen das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Das ist ein Anstieg um 51 Fälle im Vergleich zum Vortag, wie die Gesundheitsverwaltung am Dienstag (Stand: 16.30 Uhr) mitteilte. 21 Infizierte werden demnach in Krankenhäusern behandelt, vier davon auf Intensivstation. Alle anderen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden, seien zu Hause isoliert.

Update, 17. März, 19.18 Uhr: Trump verteidigt Begriff "Chinesischer Virus"

US-Präsident Donald Trump hat seine Bezeichnung des Corona-Krankheitserregers als "Chinesischer Virus" verteidigt. Zuerst habe Peking behauptet, dass das US-Militär den Erreger nach China gebracht habe, sagte Trump am Dienstag in Washington. "Anstatt zu streiten habe ich gesagt, dass ich es danach benennen muss, wo es herkommt. Es kommt aus China. Deshalb denke ich, das ist ein sehr treffender Begriff."

Trump hatte mit seiner Wortwahl Kritik ausgelöst. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte Medienberichten zufolge, dies diene der Stigmatisierung des Landes. Auch US-Außenminister Mike Pompeo bezog sich am Dienstag bei seiner Erwähnung des Erregers mehrfach auf China, als er von dem "Wuhan Virus" sprach.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht sich gegen die Benennung von Viren nach Nationen oder Regionen aus. UN-Generalsekretär António Guterres mahnte, dass der Coronavirus ohne Ausgrenzung bekämpft werden müsse. Auch in den USA gibt es Widerstand gegen die Wortwahl "Chinesischer Virus". New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schrieb mit Blick auf Trump: "Unsere asiatisch-amerikanischen Gemeinschaften - Menschen, denen SIE dienen - leiden bereits. Sie brauchen nicht noch mehr Bigotterie."

Update, 17. März, 19.11 Uhr: US-Bundesstaaten verschieben Vorwahlen

Die Ausbreitung des Coronavirus bringt zunehmend die Zeitpläne für die Vorwahlen in den USA durcheinander. Nach mehreren anderen Bundesstaaten kündigte am Dienstag auch Maryland an, die für Ende April geplante Vorwahl auf Anfang Juni zu verschieben. Gouverneur Larry Hogan sagte, es gehe darum, die Bürger vor Gefahren zu schützen und faire Wahlen zu gewährleisten. Er rechne damit, dass weitere Gouverneure ähnliche Schritte ankündigen würden.

Zuvor hatten bereits Louisiana, Georgia und Kentucky die Vorwahlen in ihren Staaten wegen der Corona-Krise verlegt. Zuletzt hatte die Gesundheitsbehörde in Ohio - nur Stunden vor der geplanten Öffnung der dortigen Wahllokale am Dienstag - angeordnet, die Wahlstationen geschlossen zu halten.

Update, 17. März, 19.08 Uhr: Italien zählt mehr als 31.500 Corona-Infizierte

Die Zahl der Toten und Infizierten durch die Coronavirus-Pandemie steigt in Italien weiter an - allerdings minimal langsamer. Bis Dienstag starben 2503 Menschen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Das sind 345 Tote mehr als am Vortag. Am Montag war die Zahl der Toten im Vergleich zum Vortag noch um 349 gestiegen.

Die Zahl der Infizierten stieg von rund 28.000 auf 31.506 an. Das sind rund 12,6 Prozent in einem Tag. Vergangene Woche war die Zahl der Infizierten pro Tag noch zwischen 17 und 21 Prozent angestiegen. Experten betonten, es sei noch zu früh, einen Trend daraus abzulesen.

So schaut es in italienischen Krankenhäusern aktuell aus.
So schaut es in italienischen Krankenhäusern aktuell aus.  © Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 17. März, 19.05 Uhr: 40 Gefangene müssen in Hamburg Zellen räumen und kommen frei

Um Platz für Covid-19-Fälle unter Hamburgers Gefangenen zu schaffen, lässt die Justizbehörde rund 40 Gefangene frei. Es handele sich um Häftlinge, die Ersatzfreiheitsstrafen verbüßen, zum Beispiel Schwarzfahrer, die ihre Geldstrafe nicht bezahlt haben, teilte eine Behördensprecherin am Dienstag mit. Andere verurteilte Straftäter dieser Art brauchen ihre Haft vorerst nicht anzutreten. Auf diese Weise sollen ausreichend Kapazitäten entstehen, um eine Aufnahmequarantäne- und eine Isolierstation einzurichten.

Update, 17. März, 19.01 Uhr: Polizei warnt vor falschen Coronavirus-Testern

Die Polizei warnt vor falschen Coronavirus-Testern. Mit dieser "perfiden Masche" hätten sich Täter am Dienstag in Köln Zugang zur Wohnung einer 82-Jährigen zu verschaffen versucht, berichtete die Kölner Polizei. Zwar würden in Städten wie in Köln und Leverkusen Virentests an der Haustür und in Wohnungen durchgeführt, jedoch nie ohne vorherige Anmeldung. Die Mitarbeiter zeigten zudem stets ihren Ausweis vor.

"Die waren wie Ärzte gekleidet und sagten, dass sie bei mir einen Corona-Test durchführen müssten», habe die 82-Jährige in Köln berichtet. «Ich habe diese Leute aufgefordert Abstand zu halten. Als dann meine Besucherin (62) an die Tür kam, sind sie aus dem Haus gerannt."

Update, 17. März, 18.57 Uhr: DFL-Chef Seifert: Clubs und Spieler debattieren über Gehaltsverzicht

In der Debatte um die finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise im Fußball hat es nach Angaben von DFL-Chef Christian Seifert Gespräche zwischen Spielern und Vereinen über einen Gehaltsverzicht gegeben. "Was Markus Söder gesagt hat, ist das, was viele Menschen denken", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga am Dienstag in einem Live-Interview der Bild-Zeitung. Er wisse "von Clubs, die längst mit ihren Spielern darüber sprechen und vielleicht schon umgesetzt haben. Aber klar, die Forderung ist nachvollziehbar. Viele Akteure müssen ihren Beitrag leisten."

Kölns Sportchef Horst Heldt kritisierte die Forderungen nach Spenden oder Gehaltsverzicht. Dies seien "populistische Scheißausdrücke", sagte Heldt. "Fußballprofis haben ein soziales Gewissen. Das öffentlich infrage zustellen, ist anmaßend und unverschämt."

DFL-Chef Christian Seifert (50).
DFL-Chef Christian Seifert (50).  © Arne Dedert/dpa Pool/dpa

Update, 17. März, 18.44 Uhr: Österreich hofft in Coronakrise auf baldige erste Erfolge

Österreich hofft im Kampf gegen das Coronavirus auf erste Erfolge in absehbarer Zeit. An einzelnen Tagen habe sich der prozentuale Anstieg der Zahl der Infizierten bereits verlangsamt, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag in Wien. "Aber das ist noch kein genereller Trend." Es sei bei der Umsetzung von Maßnahmen wie der Ausgangsbeschränkung mit einer ersten Wirkung nach acht bis zehn Tagen zu rechnen. Die Regierung werde am kommenden Wochenende gemeinsam mit Wissenschaftlern beraten, wie weiter verfahren werden solle, sagte Anschober. Grundsätzlich sei die Disziplin der Bevölkerung sehr hoch. Das Bewusstsein sei sehr ausgeprägt, "dass Zusammenhalt heute bedeutet, Abstand zu halten."

Update, 17. März, 18.40 Uhr: Israels Botschafter in Berlin mit Coronavirus infiziert

Israels Botschafter in Berlin, Jeremy Issacharoff, und ein weiterer israelischer Diplomat haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die beiden Diplomaten seien nach einem Treffen mit einem infizierten Bundestagsabgeordneten positiv getestet worden, teilte das israelische Außenministerium am Dienstag mit. Sie seien zuhause, und es gehe ihnen gut. Die israelische Botschaft in Berlin werde geschlossen. Die Angestellten sollen in Heimquarantäne arbeiten.

Update, 17. März, 18.34 Uhr: Jugendweihefeiern in Sachsen ausgesetzt

Weniger als drei Wochen vor Beginn der traditionellen Jugendweihefeiern in Sachsen sind wegen des Coronavirus alle Veranstaltungen abgesagt worden. Feierstunden, die bis einschließlich 10. Mai hätten stattfinden sollen, würden in die Monate Juni, Juli, September und notfalls Oktober verlegt, teilte der Sächsische Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe als Organisator am Dienstag in Dresden mit. Erste Ersatztermine seien online bereits einsehbar.

Mehr Infos zur Lage in Sachsen und Dresden >>> hier.

Update, 17. März, 18.32 Uhr: Experten gehen von bereits 55.000 Infizierten in Großbritannien aus

In Großbritannien haben sich nach offiziellen Schätzungen bereits 55.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Nachgewiesen wurde die Infektion aber erst bei 1950 Menschen bis Dienstagmorgen. Dies entspreche einem Anstieg von 26 Prozent binnen 24 Stunden, berichteten Regierungsberater aus der Forschung in London. Ziel sei es, die Zahl der Toten unter 20.000 zu halten, sagte der Mediziner Patrick Vallance im Parlament. "Das wäre ein gutes Ergebnis." Dennoch sei auch das immer noch schrecklich.

Auch die Tate Galerien bleiben geschlossen.
Auch die Tate Galerien bleiben geschlossen.  © Jonathan Brady/PA Wire/dpa

Update, 17. März, 18.29 Uhr: Richterin in Quarantäne: Loveparade-Prozess unterbrochen

Weil eine Richterin unter Quarantäne gestellt wurde, wird der Loveparade-Strafprozess für mehrere Wochen unterbrochen. Die fünf nächsten Termine seien aufgehoben worden, teilte das Landgericht Duisburg am Dienstag mit. Die nächste Sitzung finde am 6. April statt. Die Quarantäne wegen des Coronavirus sei vorsorglich.

Wegen der Terminänderung verschiebt sich auch die ursprünglich für den 24. März geplante Anhörung des Sachverständigen. Wann er jetzt mit der Vorstellung seines Gutachtens beginnt, will das Gericht in den kommenden Tagen mitteilen. Die Vorstellung des Gutachtens werde voraussichtlich fünf bis sechs Verhandlungstage dauern, sagte ein Gerichtssprecher.

Update, 17. März, 18.27 Uhr: Bund und Länder wollen Zahl der Intensivbetten verdoppeln

Bund und Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus die Zahl der Intensivbetten verdoppeln. Die Länder sollten mit den Kliniken nun Pläne erarbeiten, "um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Intensivkapazitäten zu erreichen", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstag. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt es derzeit in Deutschland 28 000 Intensivbetten, von denen 25 000 Beatmungsmöglichkeiten haben.

Bund und Länder wollen die Zahl der Intensivbetten verdoppeln. (Symbolbild)
Bund und Länder wollen die Zahl der Intensivbetten verdoppeln. (Symbolbild)  © 123RF Yuriy Klochan

Update, 17. März, 18.25 Uhr: Bund und Länder beschließen Krankenhaus-Notfallplan

Bund und Länder haben am Dienstag im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus einen Notfallplan für die Krankenhäuser in Deutschland beschlossen. In dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss heißt es, durch das "Auf-, Aus- und Umrüsten von Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größeren Hallen können für die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe zusätzliche Kapazitäten aufgebaut werden". Zuerst hatte Der Spiegel über den Plan berichtet.

Update, 17. März, 18.19 Uhr: Von der Leyen hofft auf Covid-19-Impfstoff vor Herbst

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hofft EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (61, CDU) noch vor Herbst auf einen wirksamen Impfstoff gegen die Krankheit Covid-19. Die EU werde die Tübinger Firma CureVac bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen, bestätigte die CDU-Politikerin in einem am Dienstag auf Twitter verbreiteten Video. "Und ich hoffe sehr, dass wir so vor Herbst Impfstoffe auf dem Markt haben." Diese könnten viele Leben in Europa und dem Rest der Welt retten.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, und weitere Experten rechnen mit einem marktfähigen Impfstoff frühestens nächsten Frühling. Von der Leyen betonte am Dienstagabend auf Nachfrage einer Journalistin, CureVac sei sehr spezialisiert und weltweit führend auf dem Feld. Das Unternehmen selbst habe die Vorhersage gemacht, dass es bis zum Herbst eine wirksame Impfung haben könne. Von der Leyen betonte zudem, es gebe die Möglichkeit, bürokratische Prozesse, die normalerweise lange dauerten, zu beschleunigen.

Update, 17. März, 17.50 Uhr: Ernährungsindustrie: Nahrungsproduktion weiterhin sichergestellt

Die Nahrungsmittelproduktion in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen ist nach Einschätzung der Industrie auch in der Coronakrise sichergestellt. Versorgungsengpässe seien trotz der zahlreichen Einschränkungen und der momentan hohen Nachfrage nach Lebensmitteln derzeit nicht zu erwarten, teilte der Verband der Ernährungswirtschaft Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt am Dienstag mit. Der derzeit hohe Bedarf an Lebensmitteln stelle die Betriebe und ihre Mitarbeiter jedoch vor Herausforderungen.

Der Verband appellierte auch deshalb an die Kunden, weiterhin möglichst normal einzukaufen. Die Verunsicherung in der Bevölkerung sei zwar "überaus nachvollziehbar", teilte Vize-Verbandschef Vehid Alemic mit. "Gleichzeitig ist es sehr wichtig, Ruhe zu bewahren und sich wie üblich mit Lebensmitteln einzudecken und einzukaufen", so Alemic. "Ein Grund für Hamsterkäufe ist nach wie vor nicht ersichtlich!"

Update, 17. März, 17.45 Uhr: Balearen schotten sich ab

Wie das Inselradio Mallorca mitteilt, schotten sich die Balearen ab. Passagierflüge sind bis auf wenige Ausnahmen ab sofort verboten.

Warentransporte sind von der Regelung nicht betroffen.

Mallorca gleicht im Moment einer Geisterinsel.
Mallorca gleicht im Moment einer Geisterinsel.  © Isaac Buj/Europa Press/dpa

Update, 17. März, 17.38 Uhr: French Open werden auf September verschoben

Die French Open der Tennisprofis in Paris werden wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Das Grand-Slam-Turnier wird nach Angaben der Veranstalter vom Dienstag von Mitte Mai auf den Zeitraum 20. September bis 4. Oktober 2020 verlegt.

Update, 17. März, 17.37 Uhr: Zoo Rostock reserviert Feldbetten für Quarantäne-Fall

Der Zoo Rostock bereitet sich unter anderem mit der Reservierung von Feldbetten auf den Quarantäne-Fall vor. Sollte ein Tierpfleger mit dem neuen Coronavirus infiziert werden oder Kontakt mit einem infizierten Menschen haben, kämen auch seine Kollegen in Quarantäne, sagte die Hauptkuratorin von Mecklenburg-Vorpommerns größten Zoo, Antje Angeli, am Dienstag. "Wir müssen uns darauf vorbereiten, diese Quarantäne im Zoo durchzuführen." Die Tiere müssten versorgt werden, so dass stets 20 Tierpfleger für die rund 4500 Tiere da sein sollten.

"Wir hoffen aber, dass es nicht dazu kommt." Momentan liege das Hauptaugenmerk darauf, durch Hygienemaßnahmen Infektionen zu verhindern. Für Besucher ist der Zoo wegen des Coronavirus zunächst bis zum 27. März geschlossen.

Update, 17. März, 17.35 Uhr: 96-Fans bieten Quarantäne-Hilfe an

Fans von Fußball-Zweitligist Hannover 96 haben Menschen Hilfe angeboten, die sich wegen des neuartigen Coronavirus derzeit nicht in der Öffentlichkeit bewegen können oder sollten. "Wenn Ihr in Quarantäne seid, zu einer Risikogruppe gehört oder Ihr Euch aufgrund von Vorerkrankungen nicht außerhalb der Wohnung bewegen solltet, dann organisieren wir für Euch Einkäufe, Botengänge oder auch Gassigehen", schreiben die Vereinsmitglieder, die aktuell eine Fanabteilung gründen, auf einem in sozialen Netzwerken verbreiteten Flugblatt. Die Gruppe fordert sowohl Hilfesuchende als auch potenzielle Helfer auf, sich bei ihr zu melden.

Update, 17. März, 17.32 Uhr: Kleinkind gesund aus der Klinik entlassen

Ein zwei Jahre altes Kind, das positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden war, ist nach Angaben des behandelnden Krankenhauses wieder gesund. Es wurde am Dienstag aus dem Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam entlassen. "Wir konnten unseren kleinen Patienten gesund nach Hause entlassen, da er fieber- und symptomfrei ist und die zwei geforderten Abstrichuntersuchungen beide negativ auf SARS CoV-2 waren", sagte der Ärztliche Direktor Thomas Erler.

Das aus Berlin stammende Kind wurde wegen einer Lungenentzündung behandelt, schwebte nach Angaben des Gesundheitsamtes aber nicht in Lebensgefahr. Es wurde in der Kinderintensivstation des Ernst-von-Bergmann-Klinikums betreut.

Update, 17. März, 17.28 Uhr: Berlusconi spendet Millionen für Kampf gegen Coronavirus

Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi spendet zehn Millionen Euro für den Kampf gegen das Coronavirus in seiner Heimat. Das Geld solle an die norditalienische Region Lombardei gehen, die von dem Ausbruch besonders betroffen ist und aus der Berlusconi stammt. Es soll unter anderem neue Betten für eine Intensivstation finanzieren, teilte der 83-jährige Mailänder Multimillionär am Dienstag auf Instagram mit. Italien ist nach China das am schlimmsten betroffene Land von der Covid-19-Lungenkrankheit. Mehr als 2100 Menschen kamen bereits ums Leben, die meisten davon in der Lombardei.

Update, 17. März, 17.27 Uhr: Auch Daimler stoppt wegen Coronavirus Großteil der Produktion

Auch beim Autobauer Daimler stehen wegen des Coronavirus vorerst in vielen Werken die Bänder still. Ein Großteil der Produktion in Europa werde von dieser Woche an für zunächst zwei Wochen geschlossen, teilte der Konzern am Dienstag in Stuttgart mit. Betroffen seien sowohl die Pkw- und Transporter- als auch die Nutzfahrzeug-Produktion. Zudem werde die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen unterbrochen, hieß es. Bis zum Ende dieser Woche sollen die Werke heruntergefahren werden. Auch die Lieferketten, die derzeit nicht komplett aufrechterhalten werden könnten, sollen überprüft werden.

"Mit diesen Maßnahmen leistet das Unternehmen seinen Beitrag, die Belegschaft zu schützen, Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung dieser Pandemie einzudämmen", hieß es. "Gleichzeitig trägt diese Entscheidung dazu bei, Daimler auf eine Phase vorübergehend niedrigerer Nachfrage vorzubereiten und die Finanzkraft des Unternehmens zu sichern."

Update, 17. März, 17.24 Uhr: 71 Menschen in Thüringen mit Coronavirus infiziert

In Thüringen sind mindestens 71 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das gab Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag in Erfurt bekannt. Sieben Menschen seien wegen Covid-19 in stationärer Behandlung.

Derzeit arbeitet die Thüringer Landesregierung daran, die Anzahl intensivmedizinischer Betten mehr als zu verdoppeln. Ziel ist es nach Angaben von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), die Anzahl solcher Betten von 650 auf rund 1400 zu erhöhen.

Update, 17. März, 17.18 Uhr: Zahl der Fälle in Deutschland steigt auf über 8600

Stand 17 Uhr gibt es in Deutschland nach Behördenangaben 8616 bestätigte Fälle.

 
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Update, 17. März, 17.15 Uhr: Touristen dürfen ab Mittwoch nicht mehr nach Schleswig-Holstein

Touristen dürfen Schleswig-Holstein von diesem Mittwoch an nicht mehr betreten. Das habe die Landesregierung beschlossen, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) am Dienstag. Zuvor hatte NDR Schleswig-Holstein berichtet.

Update, 17. März, 17.13 Uhr: Aktueller Stand der Dinge

Weltweit gibt es aktuell 190.247 Fälle (Stand: 17 Uhr). Italien bleibt europäischer Spitzenreiter.

  
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Update, 17. März, 17.09 Uhr: Pause bei den Dreharbeiten für die "Roten Rosen" wegen Coronavirus

Die in Lüneburg spielende ARD-Telenovela "Rote Rosen" unterbricht wegen der Corona-Epidemie die Dreharbeiten. "Wir drehen noch bis Freitag und pausieren dann", sagte Produzent Emmo Lempert am Dienstag. "Nach unserer jetzigen Planung können wir ohne Unterbrechung auf Sendung bleiben", meinte er. "Zum Glück ist noch niemand von uns infiziert und muss in Quarantäne." Aktuell habe man alle vom Robert Koch-Institut vorgegebenen Maßnahmen und mehr beim Dreh umgesetzt, betonte Lempert.

"Wir sind mit dem Dreh rund neun Wochen voraus", sagte Produktionssprecher Dieter Zurstraßen. Für die Fans gebe es zunächst also keinen Grund zur Sorge. Für die "Roten Rosen" wurden in Lüneburg schon mehr als 3100 Folgen abgedreht. Täglich entsteht von Montag bis Freitag unter Federführung des NDR eine Episode. Mit jeder neuen Staffel kommt eine neue Hauptdarstellerin. Derzeit ist Claudia Schmutzler auf der Suche nach dem zweiten Glück.

"Rote Rosen" pausiert mit seinen Dreharbeiten.
"Rote Rosen" pausiert mit seinen Dreharbeiten.  © Philipp Schulze/dpa

Update, 17. März, 16.59 Uhr: Flüchtlingsamt beschränkt wegen Coronavirus Anhörung von Migranten

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) schränkt seine Arbeit wegen der Ausbreitung des Coronavirus stark ein. Schutzsuchende dürfen nur noch dann einen Asylantrag stellen, wenn sie entweder negativ auf das Virus getestet wurden oder eine 14-tägige Quarantäne nachweisen können. Das Gleiche gilt für Anhörungen im Asylverfahren. Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Dienstag auf Anfrage mitteilte, wurden zudem die Befragungen im Widerrufsverfahren bis zum 29. März ausgesetzt.

Die Bundesregierung hat noch nicht entschieden, ob Ausländern, die in Deutschland Asyl beantragen wollen, unter dem seit Montag geltenden Grenzregime noch die Einreise gestattet werden soll. Die Beratungen dazu laufen nach dpa-Informationen noch.

Wie es weiter aus dem Bundesinnenministerium hieß, gibt es unterdessen in mehreren Flüchtlings-Unterkünften Coronavirus-Infizierte.

Update, 17. März, 16.56 Uhr: BASF verschiebt Hauptversammlung wegen Coronavirus

Der Chemiekonzern BASF verschiebt seine Hauptversammlung. Das Dax-Unternehmen begründete das am Dienstag mit den gesundheitlichen Gefahren durch die Ausbreitung des neuen Coronavirus. Das Treffen sollte in Mannheim stattfinden, die baden-württembergische Landesregierung hat aber Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern bis zum 15. Juni verboten.

Wegen der Verschiebung könne BASF die Dividende nicht wie geplant am 6. Mai bezahlen, betonte das Unternehmen. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest. BASF wolle das Aktionärstreffen wie gesetzlich vorgeschrieben bis zum 30. Juni abhalten.

Update, 17. März, 16.50 Uhr: Angehörigen-Besuche in NRW-Gefängnissen verboten

Das NRW-Justizministerium hat per Erlass praktisch alle Besuche in Gefängnissen untersagt. Ausnahmen können zum Beispiel in dringenden Fällen für Verteidiger gemacht werden, sagte ein Sprecher des NRW-Justizministeriums am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Strafvollzug reagiert damit auf die aktuelle Corona-Krise.

Nach Angaben des Justizministeriums werden auch "vollzugsöffnende Maßnahmen" gestoppt, also zum Beispiel Freigang als Vorbereitung zur Haftentlassung. Ausnahmen könnten unter anderem für Therapiebesuche gemacht werden. Den Gefangenen sollen als Ausgleich mehr Telefonzeit und Video-Telefonate via Skype ermöglicht werden, was in elf Haftanstalten geht.

Update, 17. März, 16.49 Uhr: Brauer-Bund: Herbe Rückschläge durch Corona-Krise

Der deutschen Braubranche droht durch die Corona-Krise ein doppeltes Absatzproblem: Der Deutsche Brauer-Bund berichtet von deutlichen Auswirkungen der Schutzmaßnahmen vor der Krankheit auf die Exportmärkte. Hinzu kämen die Folgen der Einschränkungen in Deutschland auf den Bierausschank in Kneipen und Restaurants. Zudem haben sich die großen Hoffnungen auf die Effekte der Fußball-EM in diesem Jahr zerschlagen, da diese um ein Jahr verschoben wurde. Andererseits wird auch von Vorratskäufen bei Bier berichtet.

"Schon heute steht fest, dass die Corona-Pandemie massive Auswirkungen auf die 1500 Brauereien in Deutschland haben wird", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands, Holger Eichele, der Deutschen Presse-Agentur. Nachdem im Februar die Exporte in wichtige Auslandsmärkte eingebrochen seien, falle nun auch ein großer Teil des Gastronomiegeschäfts weg. "Dies kann nicht nur Gastwirte vor existenzielle Probleme stellen, sondern bedeutet auch für viele Brauereien zum Teil massive Verluste", verdeutlichte er.

 
   © Sina Schuldt/dpa

Update, 17. März, 16.43 Uhr: Coronavirus - Frankreich schränkt Verkauf von Paracetamol ein

Frankreich schränkt wegen des Coronavirus den Verkauf von Paracetamol ein. Um die Verfügbarkeit zu garantieren, könnten Apotheker ab Mittwoch nur noch eine Packung pro Patient ohne Symptome wie Fieber oder Schmerzen oder zwei Packungen bei Symptomen rezeptfrei verkaufen, teilte die französische Gesundheitsbehörde ANSM am Dienstag mit. Der Internet-Verkauf von Paracetamol, Ibuprofen und Medikamenten auf Aspirinbasis werde ausgesetzt. Die Behörde warnte davor, Paracetamol unnötig zu lagern oder zu hoch zu dosieren.

Am Wochenende hatte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran dazu geraten, bei Fieber Paracetamol zu nehmen und vor der Einnahme von Ibuprofen bei einer Covid-19-Erkrankung gewarnt. Véran betonte am Dienstag, dass es in Frankreich keinen Mangel an Paracetamol gebe. Die Gesundheitsbehörde erinnere nur an die Regeln der ordnungsgemäßen Nutzung. Es sei nutzlos und gefährlich für die Gesundheit, das Medikament zu Hause zu horten.

Update, 17. März, 16.39 Uhr: Finnland bereitet sich auf Grenzschließung vor

Finnland bereitet sich wegen der Coronakrise auf die Schließung seiner Grenzen vor. Innenministerin Maria Ohisalo kündigte am Dienstag an, der Grenzverkehr zu den Nachbarländern werde von Donnerstag Mitternacht an stark eingeschränkt. Der internationale Flugverkehr werde eingestellt. Finnen im Ausland sollten so schnell wie möglich in die Heimat zurückkehren.

Norweger und Schweden, die in Finnland arbeiten, könnten weiterhin die Grenze passieren, hieß es weiter. Auch der Warentransport sei weiter zulässig. Damit ist Finnland neben Dänemark und Norwegen das dritte Land im Norden, dass sich im Zuge der Krise abkapselt. Bis Dienstag wurde bei 319 Menschen in Finnland eine Infektion mit dem Virus Covid-19 festgestellt. 

 Auch in Finnland bereiten sich die Behörden auf Grenzschließungen vor. (Symbolbild)
 Auch in Finnland bereiten sich die Behörden auf Grenzschließungen vor. (Symbolbild)  © Grzegorz Momot/PAP/dpa

Update, 17. März, 16.32 Uhr: Bosnien verhängt wegen Coronakrise Ausnahmezustand

Bosnien-Herzegowina hat am Dienstag zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie den Ausnahmezustand verhängt. Das Kabinett von Ministerpräsident Zoran Tegeltija entschied dies auf Grundlage des geltenden Katastrophenschutzgesetzes. Der Ausnahmezustand gibt Regierung und Behörden zusätzliche Rechte, um Schaden von Bürgern und ihrem Eigentum abzuwenden.

Die weitgehend autonome serbische Landeshälfte hatte für sich bereits am Montag den Ausnahmezustand verhängt. Bosnien ist seit dem Krieg in den 1990er-Jahren in die muslimisch-kroatische Föderation und die Serbische Republik unterteilt. Bis zum Dienstag waren in dem Land nach offiziellen Angaben bis zum Dienstag 21 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. 

Update, 17. März, 16.27 Uhr: Auch Ford stellt Produktion ein

Wie mehrere andere Autobauer stellt auch Ford seine Produktion in Europa vorerst ein. Ab Donnerstag sollen an den deutschen Standorten in Köln und Saarlouis sowie anderen Standorten in Europa die Bänder stillstehen, wie der Autobauer am Dienstag mitteilte. Ausnahme seien Motorenwerke von Ford in Großbritannien.

Wie lange der Produktionsstopp anhalten werde, sei noch unklar, sagte ein Sprecher.

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   © Oliver Berg/dpa

Update, 17. März, 16.23 Uhr: Fünfter Todesfall in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Es handele sich um einen über 80-jährigen Mann aus dem Landkreis Rottweil, der zuvor an einer chronischen Erkrankung litt und bereits am Montag starb, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte.

Update, 17. März, 16.18 Uhr: Luxemburgs Regierungschef ruft Notstand aus

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel am Dienstag den nationalen Notstand ausgerufen. "Das ist ein außergewöhnliches Instrument, aber es ist nötig, um die Krise schnellstmöglich in den Griff zu bekommen", sagte er vor dem Abgeordnetenhaus in Luxemburg. Er berief sich auf einen bisher noch nie angewendeten Artikel der luxemburgischen Verfassung, wonach der Großherzog im Fall einer «internationalen Krise» für maximal drei Monate auch Maßnahmen anordnen kann, die bestehendem Recht widersprechen.

"Bleibt so viel es geht und so lang es geht daheim", sagte Bettel an die gut 600 000 Bewohner des Großherzogtums gerichtet. "Habt keinen Kontakt mit anderen Leuten." 

Update, 17. März, 16.14 Uhr: Nach Masken-Diebstahl: Tägliche Bestandskontrolle in Kliniken

Trotz des Diebstahls von 50.000 Atemschutzmasken in Kölner Kliniken drohen dort keine akuten Engpässe. Der Diebstahl stelle keine Gefährdung der medizinische Versorgung dar, sagte der Stadtsprecher am Dienstag. Das Fehlen der Schutzartikel aus einem Lager war am Montag bemerkt worden.

Die Stadt habe nun alle Krankenhäuser angewiesen, täglich den Bestand zu kontrollieren. Momentan werde nur eine kleine Zahl von Patienten wegen des Coronavirus in Krankenhäusern behandelt, es seien genug Atemschutzmasken auf Lager. Dennoch sei in den Krankenhäusern in Zukunft zumindest mit "temporären Engpässen" zu rechnen.

Update, 17. März, 16.10 Uhr: Zurückgeholte Urlauber können mit der Bahn weiterreisen

Bei der Rückholaktion für Urlauber können die Betroffenen kostenlos mit der Deutschen Bahn zu ihren eigentlichen Zielflughäfen weiterreisen. Das Flugticket oder die Bordkarte werden in den Zügen als Fahrschein anerkannt, wie das Bundesunternehmen am Dienstag mitteilte. Das gelte zunächst bis Ende März.

Mit der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sollen Zehntausende Deutsche zurückkehren, die wegen der Coronakrise im Ausland festsitzen. Nach Schätzungen des Auswärtigen Amts sind derzeit noch mehr als 100.000 Personen vor allem in den Hauptreisegebieten für diese Jahreszeit unterwegs, die zu einem großen Teil mit Sonderflügen zurückgeholt werden sollen.

Update, 17. März, 16.08 Uhr: Auch Copa América 2020 im nächsten Jahr

Die Copa América, die parallel zur EM von 12. Juni bis 11. Juli in Argentinien und Kolumbien stattfinden sollte, wird in das kommende Jahr verlegt. Das gab der Südamerikanische Fußballverband Conmebol am Dienstag bekannt. Demnach habe man die weltweite und regionale Entwicklung des Coronavirus analysiert und erachte eine Veranstaltung diesen Ausmaßes als zweitrangig. "Das Ziel ist, die Gesundheit des südamerikanischen Fußballs zu bewahren."

Die Entscheidung sei zusammen mit dem Europäischen Fußballverband UEFA getroffen worden. Der Conmebol zufolge sollen die Gruppen, Spielorte und der Modus der Copa América beibehalten werden. Sie soll vom 11. Juni bis zum 10. Juli 2021 stattfinden. 

Update, 17. März, 15.59 Uhr: Auch VW-Tochter Skoda stoppt vorübergehend Produktion

Nach der Konzernmutter Volkswagen hat auch das tschechische Tochterunternehmen Skoda einen vorübergehenden Produktionsstopp beschlossen. Die Werke Mlada Boleslav, Kvasiny und Vrchlabi werden am Mittwoch um 22.00 Uhr heruntergefahren, wie aus einem Brief der Firmenleitung an die Mitarbeiter vom Dienstag hervorgeht. Die Maßnahme gilt zunächst für rund zwei Wochen. Die Beschäftigten erhalten zu Beginn des Produktionsstopps 70 Prozent ihres Durchschnittseinkommens, in der zweiten Woche 75 Prozent. Skoda finanziert dies zunächst aus eigenen Mitteln.

Grund sind die Sorgen wegen einer möglichen weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und den wirtschaftlichen Folgen für die Absatzmärkte. In den tschechischen Skoda-Fabriken arbeiten rund 37 000 Beschäftigte. Damit ist der Autobauer der größte Arbeitgeber in dem EU-Mitgliedstaat. In Tschechien gibt es nach Behördenangaben 396 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus.

Auch Skoda stoppt seine Produktion vorübergehend.
Auch Skoda stoppt seine Produktion vorübergehend.  © Tobias Arhelger

Update, 17. März, 15.49 Uhr: Champions League und Europa League "bis auf Weiteres" ausgesetzt

Die Europäische Fußball-Union hat im Zuge der Coronavirus-Krise alle Spiele für Vereine und Nationalmannschaften "bis auf Weiteres" ausgesetzt. Entscheidungen zu neuen Terminen beispielsweise für Partien der Champions League und Europa League sollen "zu gegebener Zeit" getroffen und mitgeteilt werden, wie die UEFA nach mehreren Krisensitzungen am Dienstag mitteilte. Eine Arbeitsgruppe solle unter Beteiligung der Ligen und Clubs nach Lösungen im Kalender suchen, die es ermöglichen, die Saison zu Ende zu spielen. Die für Ende März geplanten Playoff-Spiele zur Europameisterschaft, die in den Sommer 2021 verschoben wurde, sollen nach Möglichkeit Anfang Juni stattfinden.

Damit blieb zunächst unklar, wie die Sieger in den beiden europäischen Vereinswettbewerben ermittelt werden sollen. Zuletzt hatte es Medienberichte gegeben, dass es in Champions League und Europa League jeweils Final-Four-Turniere mit Halbfinals und Endspielen am selben Ort geben solle. Das Finale der Champions League sollte bislang am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel der Europa League war drei Tage zuvor in Danzig geplant.

Update, 17. März, 15.41 Uhr: Enkeltrick-Variante: Kriminelle nutzen Corona-Krise für Abzocke

Es ist der sogenannte Enkeltrick in neuer, aktueller Variante: Kriminelle nutzen die Corona-Krise und versuchen als vermeintliche Angehörige, alten Menschen für angebliche Behandlungskosten Geld aus der Tasche zu ziehen. "Die Betrüger machen sich die Sorgen der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Coronavirus schamlos zunutze. Das ist eine besonders abstoßende und niederträchtige Vorgehensweise skrupelloser Krimineller", sagte der Präsident des Landeskriminalamtes (LKA), Ralf Michelfelder, am Dienstag in Stuttgart laut Mitteilung.

Die Anrufer geben sich demnach am Telefon als Verwandte aus, die mit dem Virus infiziert seien und finanzielle Unterstützung für die Behandlungskosten bräuchten. Sie bitten um Geld oder Wertgegenstände, die ein Freund abholen werde. Michelfelder riet, niemals Fremden Eigentum auszuhändigen. Die älteren Menschen sollten darauf bestehen, dass die Anrufer selbst ihren Namen sagen, anstatt sich verleiten zu lassen, den Namen von Enkeln oder Neffen und Nichten zu erraten. Hilfreich sei auch, nach Begebenheiten zu fragen, die nur echte Verwandte wissen.

Update, 17. März, 15.38 Uhr: Nordkirche sagt wegen Covid-19 Trauerfeiern und Konfirmationen

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus dürfen kirchliche Bestattungen im Bereich der Nordkirche bis auf weiteres nur noch unter freiem Himmel und im engsten Familienkreis stattfinden. Trauerfeiern in geschlossenen Räumen wie Kirchen, Kapellen oder Trauerhallen seien vorerst ausgesetzt, teilte die Nordkirche am Dienstag mit. Trauergespräche würden zum Schutz der Hinterbliebenen derzeit möglichst per Telefon oder auf digitalen Wegen geführt. Auch Konfirmationen und die traditionell im Frühjahr stattfindenden Konfirmandenfreizeiten sind nach Angaben der Nordkirche abgesagt. 2018 gab es im Bereich der Nordkirche mehr als 22.000 evangelische Bestattungen und knapp 15.700 Konfirmationen.

Update, 17. März, 15.36 Uhr: Facebook will kleine Firmen mit 100 Millionen Dollar unterstützen

Facebook will kleinere Unternehmen angesichts ihrer Geschäftseinbußen in der Coronavirus-Krise mit 100 Millionen Dollar unterstützen. Dabei gehe es um Gutscheine für Werbeanzeigen, aber auch Geld, wie das Online-Netzwerk am Dienstag ankündigte. Von dem Angebot sollen bis zu 30 000 Firmen in 30 Ländern profitieren. In den kommenden Wochen sollen sie sich bewerben können. Details sollen folgen.

Insgesamt nutzen laut Facebook 140 Millionen kleinere Unternehmen die Plattform des Online-Netzwerks, um ihr Geschäft voranzubringen. Das sind zum Teil Cafés und Restaurants sowie Dienstleister, denen durch die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus massive und auch existenzbedrohende geschäftliche Einbußen drohen.

 
   © Patrick De Grijs

Update, 17. März, 15.31 Uhr: Warnung vor gefälschten Internetangeboten für Atemschutzmasken

Die Polizei warnt mit Blick auf die Coronakrise vor gefälschten Angeboten für Atemmasken, Desinfektionsmitteln und andere Medizinprodukte. "Betrüger nutzen die Angst vor dem Coronavirus schamlos aus", erklärten die Beamten am Dienstag.

Ein 61-Jähriger aus der Stadt Kaiserslautern beispielsweise sei bereits Opfer eines solchen Betrugs geworden. Der Mann habe im Interner einen Schutzanzug, Fieberthermometer und Desinfektionsmittel bestellt und die Rechnung von über 80 Euro beglichen. Allerdings sei nie Ware geliefert worden. Auch ein 49-Jähriger aus dem Kreis Kaiserslautern sei auf Betrüger hereingefallen. Er habe die im Internet gekauften Atemschutzmasken nie erhalten.

Die Polizei warnte, teils sei der Auftritt von betrügerischen Angeboten im Internet echten Unternehmen nachempfunden. "Alles mit dem Ziel, Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen."

Update, 17. März, 15.27 Uhr: UEFA bestätigt neuen Termin für Fußball-EM

Die UEFA verschiebt die Fußball-EM auf den Sommer des nächsten Jahres. Gespielt wird vom 11. Juni bis 11. Juli.

Update, 17. März, 15.23 Uhr: Zahl der Fälle in Deutschland steigt über 8000

Nur in wenigen deutschen Landkreisen gibt es bisher noch keinen Corona-Fall. Insgesamt gibt es jetzt über 8000 bestätigte Infektionen (Stand: 17. März, 15 Uhr).

 
   © TAG24

Update, 17. März, 15.18 Uhr: Modehandel drohen durch Schließungen Milliardeneinbußen

Dem deutschen Bekleidungshandel drohen durch die geplanten Ladenschließungen Milliardenverluste. "Jede Woche sind Umsätze von rund 890 Millionen Euro in Gefahr. Ein voller Monat Zwangsschließung könnte so bis zu 3,5 Milliarden Euro an Umsatzverlusten bedeuten", prognostizierte am Dienstag Aurélien Duthoit, Branchenexperte Einzelhandel bei dem Kreditversicherer Euler Hermes Gruppe. Dies entspreche fast 8 Prozent des Jahresumsatzes. Zuvor hatte das Branchenfachblatt Textilwirtschaft darüber berichtet.

In vielen Bereichen sei die Gefahr groß, dass diese Umsätze auch nicht mehr nachgeholt werden könnten, urteilte der Experte. Das gelte vor allem bei Waren mit starker Saisonabhängigkeit. "Verbraucher dürften im Juli größtenteils nicht die Kleidung kaufen, die sie im März oder April gekauft hätten", betonte Duthoit.

Dies treffe eine Branche, die ohnehin schon seit Jahren teilweise am seidenen Faden hänge, sagte der Deutschland-Chef von Euler Hermes, Ron van het Hof. Die Coronavirus-Krise zu überstehen, werde deshalb für einige Unternehmen schwierig werden.

Update, 17. März, 15.01 Uhr: Zahl der Toten in NRW auf 12 gestiegen

Im Zuge der Coronakrise sind in Nordrhein-Westfalen bislang zwölf Menschen gestorben. Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Die Zahl der Infektionen habe sich in vier Tagen auf 3060 verdoppelt. Die Todesopfer seien alle "schwer vorerkrankte Menschen" in hohem Lebensalter gewesen, sagte Laumann.

 
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Update, 17. März, 14.54 Uhr: Pandemie könnte noch zwei Jahre dauern

Die Corona-Pandemie könnte noch bis zu zwei Jahre dauern, so das Robert-Koch-Institut.

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Update, 17. März, 14.50 Uhr: Arztruf in Hamburg wegen Corona überlastet - Nur wichtige Fälle melden

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat an die Bürger appelliert, sich nur in begründeten Fällen an den Arztruf 116117 zu wenden. Die Hotline sei sehr stark ausgelastet, sagte Tschentscher am Dienstag. "Wir müssen darum bitten, dass man wirklich sich nur meldet, wenn es bestimmte Situationen gibt, in denen man etwas zu entscheiden hat und auch diese Beratung braucht."

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) ergänzte, nur Menschen mit Grippe-Symptomen, Rückkehrer aus Risikogebieten und Kontaktpersonen von Infizierten sollten sich an die Hotline wenden. Viele Anrufer hätten diesen Hintergrund aber nicht. Prüfer-Storcks betonte: "Solidarität in diesen Zeiten heißt auch, dass man nicht unbegründet medizinische Versorgungskapazitäten in Anspruch nimmt."

Update, 17. März, 14.46 Uhr: Chef von Münchner Pflegeheimen für vollständiges Besuchsverbot

Nach dem Tod mehrerer mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Pflegeheimbewohner in Bayern hat sich der Geschäftsführer des Heimbetreibers Münchenstift, Siegfried Benker, für ein vollständiges Besuchsverbot für Heime ausgesprochen. Münchenstift mit 13 Häusern und rund 2000 Bewohnern habe sich früh mit dem Thema befasst, ein über die Landesverordnung des Freistaats hinausgehendes Verbot eingeführt und damit gute Erfahrungen. "Die allermeisten Angehörigen sind sehr einverstanden", sagte Benker.

Zuletzt war im Freistaat ein hochbetagter Patient aus einem Würzburger Pflegeheim gestorben. Zuvor waren bereits zwei andere Bewohner dieses Heimes gestorben. Auch in Kempten war bereits eine Seniorin mit Coronavirus-Infektion aus einem Pflegeheim in einer Klinik gestorben.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert, dass für solche Fälle für Pflegeheime Leitlinien erlassen werden, wie mit der Situation umzugehen sei. "Es gibt diese Pläne bisher nicht", sagte Vorstand Eugen Brysch. Auch eine Räumung von Heimen müsse geregelt werden.

Update, 17. März, 14.42 Uhr: Formel-1-Boss entschuldigt sich nach Australien-Chaos bei Fans

Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey hat sich in einem offenen Brief an die Fans gewandt und sich für die kurzfristige Absage des Saisonauftakts in Melbourne entschuldigt. Das Gleiche gilt für die Anhänger, die von den Verschiebungen der Rennen in Bahrain, Vietnam und China betroffen sind. "Unsere Priorität haben die Gesundheit und die Sicherheit der Fans, Teams und Organisationen der Formel 1 genauso wie der Gesellschaft insgesamt", schrieb Carey am Dienstag auf der Homepage der Motorsport-Königsklasse.

Der Grand Prix in Melbourne war erst kurz vor dem ersten Freien Training abgesagt worden, nachdem ein positiver Coronavirus-Fall im McLaren Team vorgelegen hatte. Mittlerweile ist auch ein Mitarbeiter von Reifenhersteller Pirelli positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Eine Antwort auf die Frage nach dem Saisonstart oder -verlauf gab Carey in seinem Schreiben nicht. Die Meisterschaft solle so früh wie möglich beginnen, wenn es für alle wieder sicher sei, schrieb er. Gerechnet wird mittlerweile mit einem Saisonbeginn Anfang Juni in Baku.

Chase Carey, Vorsitzender der Formula One Group.
Chase Carey, Vorsitzender der Formula One Group.  © Michael Dodge/AAP/dpa

Update, 17. März, 14.28 Uhr: Blablabus stellt den Verkehr ein

Das Fernbusunternehmen Blablabus stellt den Betrieb aufgrund des neuartigen Coronavirus ab Mittwochmorgen ein. Zuvor hatte schon Konkurrent Flixbus angekündigt, ab Mitternacht keine Busse mehr in, von und nach Deutschland fahren zu lassen. 

"Blablabus setzt aufgrund der aktuellen Situation alle innerdeutschen und internationalen Linien mit Wirkung ab dem 18. März um 7:00 Uhr aus", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. "Danach wird bis auf Weiteres kein Blablabus mehr verkehren."

Der Mitfahrdienst Blablacar, über den Kunden Mitfahrgelegenheiten bilden können, bleibt davon unberührt. Die Blablacar-Plattform werde "weiterhin für diejenigen zur Verfügung stehen, die unbedingt reisen müssen", hieß es.

Update, 17. März, 14.21 Uhr: Laschet bezeichnet Lage als dramatisch

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Corona-Lage im Land als "nicht nur dynamisch, sondern dramatisch" bezeichnet. Es sei eine "schwere Krise für Gesundheit, Wohlstand und den Zusammenhalt in unserem Land." Laschet sagte weiter: "Es geht um Leben und Tod - so einfach ist das." Sein eindringlicher Appell sei daher: "Bleiben Sie zu Hause." Nur so helfe man, das Virus einzudämmen, so Laschet bei einer Pressekonferenz am Montag in Düsseldorf. Mehr dazu >> hier

Update, 17. März, 14.17 Uhr: Spahn: Corona-Ausbreitung hat mit Rückkehrern aus Skiurlaub zu tun

Die aktuelle Verbreitung des Coronavirus geht nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auch auf Kontakte in Skigebieten zurück. "Das Ausbruchsgeschehen, das wir im Moment haben, hat viel zu tun mit den Rückkehrern aus dem Skiurlaub", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in München. Er verwies etwa auf Südtirol, Österreich und die Schweiz.

Das Risiko, das aus dem regen Austausch in Skigebieten entstanden sei, solle man nicht unterschätzen. Etwa auch das Ausbruchsgeschehen in Dänemark habe damit zu tun. Spahn bekräftigte daher den Aufruf an Heimkehrer aus diesen Skigebieten, möglichst zwei Wochen zu Hause zu bleiben.

Der Minister kündigte an, das Robert Koch-Institut (RKI) damit zu beauftragen, auch Zahlen zu genesenen Coronapatienten zu ermitteln. Dies sei zur Einordnung für die Bürger wichtig. Er erläuterte generell, dass der Unterschied zwischen statistisch erfassten neuen Fällen und nicht bemerkten Infektionen auch wegen teils fehlender Symptome jeden Tag größer werde.

 
   © Kateryna Kon

Update, 17. März, 14.15 Uhr: Friedrich Merz ist mit Coronavirus infiziert

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. "Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen", sagte Merz am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Update, 17. März, 13.38 Uhr: FlixBus stellt Fahrten ein

Der Fernbusanbieter FlixBus stellt den Betrieb bis auf weiteres wegen der Coronavirus-Krise ab Mitternacht ein. FlixBus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab 17. März 2020 24 Uhr aussetzen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit.

Ab Mitternacht gibt es keine FlixBus-Fahrten mehr.
Ab Mitternacht gibt es keine FlixBus-Fahrten mehr.  © Thomas Türpe

Update, 17. März, 13.33 Uhr: EM soll verschoben werden

Die Fußball-EM 2020 soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge in den Sommer 2021 verlegt werden. Einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Fußball-Union haben am Dienstag die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA zugestimmt, wie unter anderem das ZDF berichtete. 

In einer weiteren Videokonferenz müssen die 55 UEFA-Mitgliedsverbände die Verlegung aufgrund der Coronavirus-Pandemie absegnen, ehe das UEFA-Exekutivkomitee die endgültige Entscheidung treffen kann. Ursprünglich sollte das paneuropäische Turnier in diesem Sommer vom 12. Juni bis zum 12. Juli ausgetragen werden.

Deutschland wäre mit München einer von zwölf Gastgebern für die 51 Spiele der 24 Teilnehmer gewesen. Inwieweit die UEFA die historische Endrunde im Sommer 2021 unter gleichen Voraussetzungen ausrichten will und kann, blieb zunächst offen.

In mehreren Videokonferenzen will die UEFA über die Folgen der Coronavirus-Pandemie beraten. Auf dem Tisch liegen drastische Vorschläge für die EM 2020 und die Europapokal-Wettbewerbe.
In mehreren Videokonferenzen will die UEFA über die Folgen der Coronavirus-Pandemie beraten. Auf dem Tisch liegen drastische Vorschläge für die EM 2020 und die Europapokal-Wettbewerbe.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 17. März, 13.10 Uhr: Bayern schränkt Hotelbetrieb ein

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schränkt Bayern nun auch den Betrieb von Hotels ein: Diese dürfen nur noch notwendige Übernachtungen anbieten und keine Touristen mehr beherbergen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München mitteilte. Damit setzt der Freistaat in diesem Punkt eine Verabredung von Bund und Ländern vom Montagabend um. Mehr dazu >> hier.

Update, 17. März, 12.58 Uhr: Weltweit über 185.000 Infizierte

 
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Update, 17. März, 12.37 Uhr: In Frankreich beginnt 15-tägige Ausgangssperre

In Frankreich hat im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie eine landesweite Ausgangssperre begonnen. Seit Dienstag um 12 Uhr dürfen die Menschen für zunächst 15 Tage nur noch das Haus verlassen, wenn es unbedingt notwendig ist. Das hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache angekündigt. Wer vor die Tür will, muss nun ein entsprechendes Formular bei sich tragen.

Erlaubt ist nun nur noch: Lebensmittel einkaufen, zur Arbeit fahren, zum Arzt gehen, Kinder zur Betreuung bringen, Hilfsbededürftigen helfen oder allein Sport machen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss eine Geldstrafe zahlen. Die Einhaltung der Ausgangssperre wird von mehr als 100.000 Sicherheitskräften im Land überwacht.

Um Punkt 12 Uhr waren in Paris immer noch Menschen auf der Straße unterwegs, vor einer Bäckerei im 12. Arrondissement standen zahlreiche Menschen an. Auch Busse, Rollerfahrer und Autos waren noch noch auf der Straße. Allerdings war es deutlich leerer als normal. Am Vormittag hatten noch zahlreiche Französinnen und Franzosen eingekauft, vor den Supermärkten bildeten sich lange Schlangen.

In Paris sind kaum noch Menschen auf der Straße.
In Paris sind kaum noch Menschen auf der Straße.  © Ludovic Marin/AFP/dpa

Update, 17. März, 12.34 Uhr: Vierter Todesfall in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Es handele sich dabei um eine über 80-jährige vorerkrankte Frau, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag bei einer Pressekonferenz der Landesregierung in Stuttgart, die angesichts der Lage nur per Livestream stattfand. Damit sind im Südwesten nun vier Menschen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren.

Update, 17. März, 12.09 Uhr: Nordrhein-Westfalen am stärksten betroffen

 
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Update, 17. März, 11.52 Uhr: Altmaier rechnet mit mehrmonatiger Krise

Wirtschaftsminister Peter Altmaier rechnet wegen des Coronavirus mit einer länger anhaltenden Krise. "Ich gehe davon aus, dass wir sicherlich den ganzen Monat April und den ganzen Monat Mai mit den Folgen zu tun haben", sagte der CDU-Politiker am Dienstag der RTL/ntv-Redaktion. 

Es werde in dieser Zeit noch eine "erhebliche Zahl von Neuinfektionen" geben. "Deshalb würde ich niemandem raten, darauf zu setzen, dass das in acht Tagen wieder vorbei ist." Japan und Südkorea hätten bemerkenswerte Erfolge im Kampf gegen das Virus erzielt. "Das zeigt, man kann diese Krise in den Griff bekommen, aber das ist auch eine Geduldsfrage."

Gelder, Kredite und Bürgschaften müssten jetzt schnell und praxisorientiert bereitgestellt werden. "Wir haben nicht Wochen, wir haben Tage, damit das alles steht", sagte Altmaier. "Ich hoffe und erwarte mir auch, dass alle ihren Beitrag leisten, dass wir so schnell wie möglich Geld auch überweisen können", sagte Altmaier.

Die Bundesregierung hatte ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um Jobs und Firmen zu schützen. Dazu gehören Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld, die Stundung von Steuern und Abgaben sowie unbegrenzte Kreditprogramme.

Peter Altmaier.
Peter Altmaier.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 17. März, 11.47 Uhr: Audi stoppt Produktion ab Montag

Die VW-Tochter Audi fährt ihre Werke in Ingolstadt, Neckarsulm, Belgien, Mexiko und Ungarn bis Ende dieser Woche schrittweise komplett herunter. Angesichts der deutlich verschlechterten Absatzlage und der sich abzeichnenden Unsicherheit der Teileversorgung der Werke "wird es an den meisten Standorten des Volkswagen-Konzerns zu Produktionsunterbrechungen kommen", teilte Audi am Dienstag mit.

Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler sagte: "Die aktuelle Lage zwingt uns nun zu den angekündigten Maßnahmen und wird uns weiterhin viel Flexibilität und Solidarität abverlangen." Ab kommendem Montag solle die Produktion in diesen Werken stehen, denn das Coronavirus breite sich in Europa und vielen Ländern der Welt aus. Der Schritt sei mit dem Betriebsrat und dem Volkswagen-Konzern abgestimmt. 

In den deutschen Audi-Fabriken arbeiten rund 60.000 Beschäftigte. 

Update, 17. März, 11.35 Uhr: Zahl der Toten in Deutschland steigt

Mittlerweile gibt es deutschlandweit 19 Todesfälle. 

Das Coronavirus ist in NRW weiter auf dem Vormarsch: Die Zahl der landesweit bestätigten Infektionen ist von mehr als 2700 am Vortag am Dienstag auf 3060 (Stand: 10 Uhr) gestiegen. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums von Dienstag ist der Kreis Heinsberg mit rund 710 Nachweisen (Vortag 690) und sechs Todesfällen besonders betroffen.

 
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Update, 17. März, 11.31 Uhr: Wieder Fußballspieler infiziert

Hertha BSC hat nach einem positiven Befund auf das Coronavirus bei einem Spieler Mannschaft, Trainer und Funktionsteam unter eine zweiwöchige häusliche Quarantäne gestellt. Das teilte der Berliner Fußball-Bundesligist am Dienstag mit. Das für diesen Dienstag angesetzte erste Training nach einer Pause wurde dementsprechend abgesagt.

"Bei einer solch rasanten Entwicklung der Fallzahlen war es abzusehen, dass das Virus früher oder später auch im Mannschaftskreis ankommt", sagte Sport-Geschäftsführer Michael Preetz. "Das Wichtigste ist, dass sich alle nun an die Regeln halten. Wir müssen die Situation jetzt so annehmen wie sie ist. Wann die Mannschaft wieder gemeinsam auf dem Platz stehen kann, ist derzeit noch offen", betonte Preetz.

Der Spieler, dessen Namen die Berliner nicht bekanntgaben, habe über die üblichen Symptome geklagt. Er sei dann umgehend von der Gruppe getrennt worden. "Wir werden jetzt beobachten, ob noch weitere Fälle dazukommen, denn davon ist der Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining abhängig", sagte Mannschaftsarzt Uli Schleicher.

Tobias Mißner vom Fußball-Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden ist ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 20 Jahre alte Außenverteidiger der Hessen habe sich wahrscheinlich bei einem Familienbesuch in Dortmund angesteckt und befinde sich dort in häuslicher Quarantäne, teilte der Verein am Dienstag mit. 

"In meiner Familie gab es bereits mehrere positive Fälle. Mir geht es aber gut, ich bin symptomfrei", berichtete Mißner in einer Mitteilung des Tabellen-16. vom Dienstag. "Jetzt gilt es, die Quarantäne entsprechend den Vorgaben durchzuziehen.»

Der Verein reagierte umgehend und ordnete für die Mannschaft und das komplette Funktionsteam vorsorglich ebenfalls eine häusliche Quarantäne an. Die Spieler wurden mit individuellen Trainingsplänen ausgestattet. Sollte ein Profi in den kommenden Tagen Symptome des Virus zeigen, würde er umgehend getestet werden. Der Club stehe deswegen in engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden.

Update, 17. März, 11.25 Uhr: Rolex schließt wegen Coronavirus für 10 Tage die Produktion

 Der Schweizer Luxusuhrenhersteller Rolex schließt von diesem Dienstag bis zum 27. März seine Produktionsstätten in Genf, Biel und Crissier. Der Konzern will so seine Angestellten und ihre Familien vor der Coronavirus-Pandemie schützen, wie ein Rolex-Sprecher der Nachrichtenagentur AWP sagte.

Wie viele Mitarbeiter von den Maßnahmen genau betroffen sind, wollte Rolex nicht sagen. Auf seiner Website schreibt das Unternehmen aber, dass an den Schweizer Standorten mehr als 6000 Mitarbeiter arbeiten.

Update, 17. März, 11.22 Uhr: Zahl der Corona-Toten steigt in NRW auf zehn

Die Zahl der Coronavirus-Todesfälle ist in Nordrhein-Westfalen auf zehn gestiegen. Zwei ältere vorerkrankte Menschen starben in Aachen und Eschweiler, wie Stadt und Städteregion Aachen am Dienstag mitteilten. Ein etwa 80 Jahre alter Mann aus Aachen sei mehrfach vorerkrankt gewesen. Er starb am Montagabend in einem Aachener Krankenhaus.

Ein über 80 Jahre alter Mann aus Würselen war demnach ebenfalls vorerkrankt. Er starb in einem Eschweiler Krankenhaus. Es sind die ersten Todesfälle in Stadt und Städteregion Aachen. Hier gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums 175 nachgewiesene Infektionen. Die Region liegt damit hinter Heinsberg und Köln im oberen Bereich.

Update, 17. März, 11.17 Uhr: Zahl der Corona-Klinikpatienten kann sich bald verdreifachen

Zurzeit liegen nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) rund 500 Menschen mit einer Corona-Infektion in deutschen Kliniken. Nach Meinung von DKG-Präsident Gerald Gaß könnte es sein, dass sich diese Zahl in den nächsten Tagen etwa verdreifacht. "Experten rechnen damit, dass die Zahl der Infizierten in den nächsten Tagen deutlich steigt. Wenn wir Ende der Woche 20.000 bestätigte Infektionsfälle in Deutschland haben, müssen wir davon ausgehen, dass dann auch bis zu 1500 Infizierte in den Krankenhäusern behandelt werden müssen", sagte Gaß den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Die Kliniken wären damit nicht überfordert.

Die Zahl der Intensivbetten solle laut Gaß aufgestockt werden. "Es gibt derzeit 28.000 Intensivbetten in den deutschen Kliniken", sagte Gaß in dem Interview. «In zwei oder drei Monaten ist es möglich, die Zahl der Betten um bis zu 20 Prozent aufzustocken – dann würden wir rund 34.000 Betten haben." Die Zahl der Beatmungsgeräte von derzeit 20.000 Stück müsse ebenfalls erhöht werden. Nur ein Teil der Patienten, die wegen des Coronavirus ins Krankenhaus kommen, brauchen eine Intensivbetreuung.

Mit Blick auf den Appell der Bundesregierung, planbare Operationen zu vertagen, rechnet Gaß mit massiven Einschränkungen für Patienten: "Wir werden in den Krankenhäusern bis zu 50 Prozent der sonst üblichen Leistungen zunächst zurückstellen müssen. Die Klinken haben bereits begonnen, Patienten mit planbaren Eingriffen abzubestellen."

Update, 17. März, 11.10 Uhr: Europa-Park bleibt mehrere Wochen geschlossen

Deutschlands größter Freizeitpark, der Europa-Park in Rust bei Freiburg, verschiebt wegen des Coronavirus den Start in die diesjährige Saison. Der Vergnügungspark werde die kommenden Wochen geschlossen bleiben und nicht wie geplant am 28. März öffnen, teilte er am Dienstag mit. Als Grund nannte er die von Behörden angeordneten Zwangsschließungen von Freizeiteinrichtungen.

Der Park werde nun frühestens am 19. April öffnen. Dies hänge jedoch von der weiteren Corona-Entwicklung ab. Auch die zum Park gehörende Indoor-Wasserwelt "Rulantica" bleibt den Angaben zufolge bis dahin geschlossen. Sie hatte wegen der Coronavirus-Gefahr am Montag den Betrieb vorerst eingestellt. Mehr dazu >> hier.

Update, 17. März, 11.08 Uhr: Opel fährt Werk in Rüsselsheim kontrolliert runter

Nach dem vom Mutterkonzern PSA verhängten Produktionsstopp fährt Opel die Produktion in seinem Stammwerk Rüsselsheim herunter. Das geschehe wie in Eisenach und Kaiserslautern an diesem Dienstag kontrolliert, berichtete ein Unternehmenssprecher. Die Mitarbeiter seien noch für Abschlussarbeiten vor Ort. Zahlreiche Beschäftigte aus Entwicklung und Verwaltung hatten ihre Tätigkeit bereits in der vergangenen Woche ins Home-Office verlegt.

In Rüsselsheim wird nun das Werk geschlossen, in dem der Mittelklassewagen Insignia montiert wird. Die rund 2400 Beschäftigten hatten bereits vor der Coronakrise Kurzarbeit, weil sich das Modell nur noch mäßig verkauft. Eine bessere Auslastung wird erst ab 2021 erwartet, wenn der neue Astra in Rüsselsheim vom Band läuft.

Opel spricht derzeit mit den Arbeitnehmern und der Arbeitsagentur über die Ausweitung der Kurzarbeit, hieß es in einer internen Information vom Montag. Über Dauer, Umfang und Kopfzahl wurde zunächst nichts bekannt.

Die Opel-Mutter PSA hatte als Gründe für den Produktionsstopp Unterbrechungen in der Zulieferkette und einen deutlichen Rückgang des Absatzes genannt. Betroffen sind auch Standorte in Spanien, Frankreich, Portugal, Großbritannien und in der Slowakei.

Update, 17. März, 10.15 Uhr: Deutlich mehr Männer erkrankt

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefährdung durch das Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland nun als "hoch" ein. Das sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Als Gründe nannte Wieler steigende Fallzahlen sowie Alarmsignale aus öffentlichen Gesundheitsdiensten und von Kliniken.

Zudem gebe es immer mehr Fälle, die nicht mehr auf bekannte Fälle zurückgeführt werden könnten. Wieler appellierte an die Krankenhäuser, ihre Kapazitäten auf Intensivstationen auszubauen.

Außerdem hat das RKI jetzt Angaben dazu gemacht, welches Geschlecht mehr von Infektionen betroffen ist. 

 
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Update, 17. März, 9.40 Uhr: Bundesregierung spricht weltweite Reisewarnung aus

Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Das sagte Außenminister Heiko Maas am Dienstag in Berlin. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten.

Update, 17. März, 9.38 Uhr: Rückholaktion für im Ausland festsitzende Deutsche

Das Auswärtige Amt hat eine Rückholaktion für tausende Deutsche gestartet, die wegen Reisebeschränkungen in der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Außenminister Heiko Maas kündigte am Dienstag in Berlin an, bis zu 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung zu stellen. Vor allem gehe es um Urlauber in Marokko, der Dominikanischen Republik, den Philippinen, Ägypten und den Malediven. Der SPD-Politiker sprach von einer "Luftbrücke".

In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Länder wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Da Deutschland inzwischen zu den Hauptrisikoländern gehört, sind deutsche Reisende besonders stark von den Einschränkungen betroffen.

"Wir müssen verhindern, dass weitere Deutsche im Ausland stranden", begründete Maas den ungewöhnlichen Schritt. "Bitte bleiben sie zu Hause."

Update, 17. März, 9.21 Uhr: Ikea macht seine Deutschland-Filialen zu

Wie Ikea am Dienstagmorgen mitteilte, bleiben deutschlandweit alle Einrichtungshäuser ab heute geschlossen. Diese Entscheidung gilt bis auf Weiteres. 

Update, 17. März, 9.00 Uhr: Volkswagen will Produktion wegen Coronavirus aussetzen

Der VW-Konzern will die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus vorübergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten solle an diesem Freitag (20. März) die letzte Schicht laufen, hieß es am Dienstag aus dem Betriebsrat in Wolfsburg.

 In den vergangenen Tagen hatte es auch in deutschen Werken erste bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 gegeben. Der Betriebsrat beriet nun mit dem Vorstand über die Lage. Aus Sicht der Mitarbeitervertreter reicht die beschlossene Unterbrechung der Fertigung bisher aber nicht aus.

VW will die Produktion einstellen. 
VW will die Produktion einstellen.   © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 17. März, 8.53 Uhr: Quarantäne verweigert - Touristen in Neuseeland vor Abschiebung

Zwei Touristen in Neuseeland droht die Abschiebung, weil sie sich nicht an die Quarantäne-Bedingungen halten wollten. Dieses Verhalten sei komplett unverantwortlich und werde nicht toleriert, teilte ein Sprecher der Einwanderungsbehörde am Dienstag mit. Die Touristen, die aus Südostasien kamen, sind demnach in Gewahrsam und müssen nun nach 14 Tagen Quarantäne das Land verlassen oder werden verhaftet. 

Welche Nationalität sie hatten, war nicht bekannt. Am Wochenende hatte Neuseeland verkündet, dass alle Einreisenden nach ihrer Ankunft für 14 Tage zuhause bleiben müssen. In Neuseeland gibt es elf bestätigte Fälle des Coronavirus.

Update, 17. März, 8.31 Uhr: Testergebnis von Tom Kaulitz da

Heidi Klums Ehemann Tom Kaulitz hat sich nach der Tour seiner Band "Tokio Hotel" auf das Coronavirus testen lassen. Das Ergebnis: negativ. Mehr dazu >> hier.

Update, 17. März, 8.20 Uhr: Hollywood-Traumpaar spendet eine Mio Dollar

Das Schauspieler-Ehepaar Ryan Reynolds (43) und Blake Lively (32) hat angekündigt, eine Million Dollar (rund 895 000 Euro) im Kampf gegen die Folgen des Coronavirus zu spenden. "Covid-19 beeinflusst Ältere und Familien mit niedrigem Einkommen auf eine extreme Weise", heißt es in einem Text auf dem Instagram-Profil von Reynolds vom Dienstag (Ortszeit).

Das Geld gehe an die Organisationen "Feeding America" und "Food Banks Canada" - vergleichbar mit der Tafel in Deutschland. Reynolds richtete zudem noch einen Appell an die Menschen. "Passt auf eure Körper und auf euer Herz auf. Lasst noch Platz für Freude. Ruft jemanden an, der in Isolation ist und vielleicht Kontakt braucht."

Ryan Reynolds und Blake Lively sind seit 2012 verheiratet und haben drei gemeinsame Töchter: James (5), Inez, (3) und Baby Nummer 3, dessen Namen bisher noch nicht bekannt ist.

 Ryan Reynolds und seine Frau Blake Lively.
 Ryan Reynolds und seine Frau Blake Lively.  © Ron Sachs/Pool/ISP/CNP POOL/dpa

Update, 17. März, 7.50 Uhr: DFB und Clubs beschließen: 3. Liga pausiert bis 30. April

Die Saison in der 3. Fußball-Liga wird aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. April unterbrochen. Das beschlossen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Vertreter der Clubs am Montag in einer Videokonferenz. Das teilte der DFB mit. Zuvor waren bereits zwei Spieltage abgesagt worden. Eigentlich hätte am Wochenende wieder gespielt werden sollen.

Update, 17. März, 7.29 Uhr: Pistorius will Verbreitung von "Fake News" zum Coronavirus bestrafen

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius fordert ein härteres Vorgehen gegen Falschnachrichten und Halbwahrheiten in der Coronakrise. "Fake News zur Versorgungslage in Zeiten der Coronakrise sind brandgefährlich", sagte der SPD-Politiker dem "Spiegel". "Sie können Panik, Hamsterkäufe und Konflikte auslösen und sind daher auf das Schärfste zu verurteilen. Daher müssen wir mit Bußgeldern oder sogar Strafandrohungen abschrecken", verlangte Pistorius.

Er rief die Bundesregierung auf, dafür entweder Möglichkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz aufzuzeigen oder schnellstmöglich das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten beziehungsweise das Strafgesetzbuch anzupassen. Es müsse verboten werden, öffentlich unwahre Behauptungen die Versorgungslage der Bevölkerung, die medizinische Versorgung oder Ursache, Ansteckungswege, Diagnose und Therapie der Erkrankung Covid-19 zu verbreiten, sagte Pistorius.

Boris Pistorius.
Boris Pistorius.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 17. März, 7.19 Uhr: Pharmakonzern Roche startet Auslieferung von Covid-19-Tests in den USA

Der schweizerische Pharmakonzern Roche hat in den USA mit der Auslieferung von Covid-19-Tests begonnen. Die Lieferung der ersten 400.000 Test-Kits sei bereits am vergangenen Freitag gestartet. Sie gehen an ein landesweites Netzwerk aus Krankenkäusern und Laboren, wie es in einer Mitteilung hieß.

Der Cobas SARS-CoV-2 Test für die Krankheit Covid-19 wurde in der vergangenen Woche von der US-Gesundheitsbehörde FDA zugelassen. Das Unternehmen plant ein Liefervolumen von 400.000 pro Woche.

Update, 17. März, 6.51 Uhr: Massenflucht aus Gefängnissen

Häftlinge im brasilianischen Bundesstaat São Paulo haben rebelliert und sind am Montagabend (Ortszeit) aus verschiedenen Gefängnissen geflohen, weil den Gefangenen im halboffenen Vollzug wegen des Coronavirus der vorübergehende Freigang untersagt worden war. Das teilte die Regierung des Bundesstaates in einer Erklärung auf Twitter mit. Das Argument war, dass die mehr als 34.000 Betroffenen bei ihrer Rückkehr mögliche Überträger des Coronavirus für die weiteren Insassen gewesen wären.

"Eine gefährdete Bevölkerungsgruppe, was zu Gesundheitsrisiken für Beamte und Verwalter führen kann", wie es in der Erklärung hieß. Der Freigang sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Darauf reagierten die Häftlinge in Mongaguá, Tremembé, Porto Feliz und Mirandópolis mit den Aufständen. Medien berichteten von einer Massenflucht mit insgesamt mehr als 1300 Gefangenen. Ein Video in den sozialen Medien etwa zeigte, wie eine Menge Häftlinge in Mongaguá an der Küste São Paulos durch die Straße rannte.

Update, 17. März, 6.48 Uhr: Schauspieler Idris Elba infiziert

Schauspieler Idris Elba hat auf Twitter bekannt gegeben, dass er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Dem 47-Jährige gehe es gut, er habe keine Symptome schreibt er. Mehr dazu hier >> hier.

Idris Elba. 
Idris Elba.   © Matt Crossick/PA Wire/dpa

Update, 17. März, 6.44 Uhr: Tom Hanks und Ehefrau aus Klinik entlassen

Tom Hanks (63) und Ehefrau Rita Wilson (63) befinden sich nach einer Behandlung wegen Covid-19 nun zu Hause in Selbstisolierung. Sie seien in ihrem Haus in Australien in Quarantäne, teilte eine Sprecherin des Schauspielers am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass das Paar aus einem Krankenhaus im australischen Bundesstaat Queensland entlassen worden sei.

Update, 17. März, 6.10 Uhr: Verbraucherzentralen kritisieren: Hamsterkäufe unsolidarisch

Die Verbraucherzentralen haben Hamsterkäufe in vielen Supermärkten in der Coronaviruskrise kritisiert. Der Chef des Bundesverbands, Klaus Müller, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es gibt aktuell keine Anzeichen für Versorgungsengpässe und deshalb keinen Grund für Panik- oder Hamsterkäufe." 

Sie seien in der jetzigen Situation auch "unsolidarisch, da sie die Verunsicherung in der Bevölkerung vergrößern und in manchen Fällen tatsächlich zu zeitweisen Engpässen in der Verfügbarkeit von Lebensmitteln oder medizinisch notwendigen Produkten im Handel führen könnten."

Müller verwies zugleich darauf, dass der Umgang mit der Coronakrise für Verbraucher keine leichte Situation sei. "Es gibt die Maßgabe, soziale Kontakte zu minimieren. Demnach wäre es zum Beispiel besser, selten viel einzukaufen als oft wenig." Über die Auswirkungen der Krise auf Supermärkte und die Landwirtschaft will Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) am Dienstag gemeinsam mit der Lebensmittelbranche informieren.

Leere Supermarktregale wie hier in Berlin kommen derzeit öfter vor.
Leere Supermarktregale wie hier in Berlin kommen derzeit öfter vor.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 17. März, 6.00 Uhr: 13 Tote und 21 neue Infektionen in China

In China sind erneut 13 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurden zudem 21 neue Infektionen nachgewiesen. Laut Behördenangaben handelte es sich bei 20 Erkrankungen um "importierte Fälle", die bei Menschen während der Einreise nach China festgestellt wurden.

Aus Angst davor, dass Reisende das Virus zurück in die Volksrepublik bringen, hat die Regierung die Kontrollen zuletzt weiter verschärft. Reisende, die etwa in Peking landen, werden seit Montag für zwei Wochen zur Beobachtung in zentralen Quarantäne-Einrichtungen untergebracht. Seit Ausbruch des Coronavirus haben sich in China 80.881 Menschen mit dem Erreger infiziert, 3226 kamen ums Leben. 

Update, 17. März, 5.40 Uhr: Weitere Corona-Test beim FC Valencia

Der FC Valencia hat nach den fünf positiven Ergebnissen in der vergangenen Woche weitere Mitarbeiter auf das Coronavirus testen lassen. In einem offiziellen Statement teilte der Verein, der vorige Woche noch in der Fußball Champions League gegen Atalanta Bergamo spielte, dass 35 Prozent der Mitarbeiter des Clubs positiv auf das Sars-CoV2-Virus getestet wurden.

Die meisten Infizierten zeigen schwache bis keine Symptome, heißt es. Die Betroffenen seien derzeit zu Hause isoliert, werden medizinisch untersucht und führen ihren geplanten Trainingsplan durch.

Der FC Valencia nutzte die Gelegenheit, um die Bevölkerung aufzufordern in ihren Häusern zu bleiben und die veröffentlichten Hygiene- und Infektionspräventionsmaßnahmen strikt zu befolgen.

Update, 16. März, 22.30 Uhr: Entwicklung der Infektionen im Vergleich zum Vortag

Aktuell sind in Deutschland 7279 Menschen (Stand: 16. März, 20.35 Uhr) am Coronavirus erkrankt. Das ist ein Plus von 1484 zum Vortag (15. März, 18.44 Uhr). Im gleichen Zeitraum sind in Italien 3233 und in Spanien 1630 neue Infektionen dazu gekommen. Weltweit stieg die Zahl von 167.569 auf 181.202.

Die Zahl der Todesfälle hierzulande stieg von 13 auf 17.

Update, 16. März, 22.19 Uhr: Amazon schreibt 100.000 Stellen wegen Coronavirus-Krise aus

Der weltgrößte Online-Händler Amazon will einem starken Anstieg der Bestellungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus mit einer Einstellungsoffensive begegnen. Das Unternehmen kündigte am Montag an, in den USA 100.000 zusätzliche Voll- und Teilzeitkräfte für Lager und Auslieferung anzuheuern, um die gestiegene Nachfrage bewältigen zu können. Zudem will Amazon die Stundenlöhne für Beschäftigte in den USA, Kanada und Europa erhöhen. Dafür will der Konzern über 350 Millionen Dollar aufwenden.

In einem Firmenblog stellt das Unternehmen die Stellenausschreibungen wie eine Art Hilfsaktion in der Coronavirus-Krise dar. Während die Pandemie anhalte, helfe Amazon mit seinem Partnernetzwerk Gemeinden weltweit "wie wenige andere es können" - durch die Versorgung mit wichtigen Lieferungen bis an die Haustüren bedürftiger Menschen. Dies sei in Zeiten sozialer Abgrenzung aufgrund des Virus besonders für Ältere und Schwache wichtig. Dass die vielen Bestellungen Amazon gute Geschäfte bescheren dürften, wird in dem Blog nicht thematisiert.

Update, 16. März, 22.07 Uhr: Von der Leyen will Einreisen in die EU auf Minimum beschränken

Im Kampf gegen das Coronavirus will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Einreisen in die Europäische Union für 30 Tage auf ein Minimum beschränken. Ausgenommen würden neben allen EU-Bürgern und ihren Angehörigen Personen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung, Diplomaten, Ärzte, Krankenpfleger, Forscher und Experten, sagte von der Leyen am Montag nach einer Videokonferenz mit den Staats- und Regierungschefs sieben führender westlicher Industriestaaten (G7) in Brüssel. Auch Menschen, die wichtige Güter transportierten, und Pendler in Grenzregionen dürften weiter in die EU kommen.

Update, 16. März, 21.56 Uhr: Ausbreitungen in Deutschland

Nach Behördeninformationen gab es Montagabend (Stand: 20.55 Uhr) 7.279 Corona-Infektionen in Deutschland. Am schlimmsten ist nach wie vor Nordrhein-Westfalen betroffen.

 
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Update, 16. März, 21.47 Uhr: Boat Race zwischen Oxford und Cambridge wegen Coronavirus abgesagt

Das berühmte Boat Race zwischen den Ruderclubs der Universitäten Oxford und Cambridge, das jährlich in London auf der Themse ausgetragen wird, muss in diesem Jahr ausfallen. "Als Folge der gegenwärtigen Situation mit Covid-19 ist das Boat Race am 29. März gestrichen worden", teilten die Organisatoren am Montagabend mit. "Diese Entscheidung basiert einzig und allein auf unserer Sorge um das Wohlbefinden unserer Mannschaften, unserer Zuschauer, unserer Mitarbeiter und der Freiwilligen."

Beim Ruderclub von Cambridge äußerte man sich bestürzt über die Absage und sprach von "bitteren Nachrichten" für das Team und die Trainer, die seit September 2019 hart dafür trainiert hätten. Der Ausfall des Rennens treffe die Athleten beider Universitäten hart, hieß es, "aber wir sind uns bewusst, dass die Situationen, vor der das Vereinigte Königreich steht nie da gewesen ist." Ähnlich äußerten sich die Ruderer von Oxford: "Wir sind zutiefst enttäuscht, aber die Verbreitung des Virus einzudämmen muss die oberste Priorität sein."

Update, 16. März, 21.44 Uhr: San Francisco verhängt Ausgangssperre wegen Coronavirus

Die US-Westküstenmetropole verhängt wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine Ausgangssperre. Die Bürgermeisterin der Stadt, London Breed, kündigte am Montag auf Twitter an, ab Mitternacht Ortszeit (Dienstag 08.00 Uhr MEZ) seien die Bewohner San Franciscos aufgefordert, zu Hause zu bleiben, "außer für grundlegende Bedürfnisse". Notwendige Regierungsstellen und wesentliche Geschäfte blieben geöffnet, betonte sie. Der Schritt basiere auf dem Rat von Gesundheitsexperten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. "Das Wichtigste ist, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben", mahnte Breed. Es sei nicht nötig, umherzueilen, um Lebensmittel zu besorgen. Diese Läden blieben geöffnet.

Update, 16. März, 21.40 Uhr: Lindner: Mehr Durchgriffsrechte des Bundes prüfen

FDP-Chef Christian Lindner plädiert angesichts der Coronavirus-Krise dafür, die Aufteilung der Kompetenzen zwischen Bund und Ländern zu überprüfen. "Wenn die akute Krise vorbei ist, sollte man auswerten, ob unsere föderalen Strukturen in jeder Beziehung effizient sind", sagte Lindner Focus Online. "Tatsächlich haben die letzten Wochen Schwächen bei den Durchgriffsmöglichkeiten des Bundes gezeigt." Österreich habe ein Pandemiegesetz und sei «erkennbar handlungsfähiger» gewesen als Deutschland.

Lindner forderte zugleich zügigere und wirksamere Liquiditätshilfen vor allem für kleine Unternehmen. "Bisher ist nur von zinsfreien Steuerstundungen die Rede. Wir brauchen aber mehr", sagte der FDP-Vorsitzende. Nötig sei "eine Art negative Gewinnsteuer". Ein Unternehmen, das einen Umsatzeinbruch habe, müsse sich beim Finanzamt melden können. «Dann überweist das Finanzamt eine Liquiditätshilfe auf Basis der letzten Steuerbescheide», erläuterte Lindner den FDP-Vorschlag. Tempo habe Vorrang vor der exakten Berechnung, die exakte Berechnung könne später erfolgen.

Update, 16. März, 21.38 Uhr: Ex-Bundesliga-Star Marko Pantelic erkrankt

Wie die Bild berichtet, ist auch Ex-Bundesliga-Star Marko Pantelic (41) am Coronavirus erkrankt. Der Vizepräsident des serbischen Fußballverbands wurde in einem Krankenhaus positiv getestet. Er befinde sich bei gutem Befinden in häuslicher Quarantäne.

Präsident Slavisa Kokeza (42) ist ebenso betroffen.

Update, 16. März, 21.26 Uhr: Vapiano braucht Staatshilfe - Lokalschließungen verschärft Krise

Die bereits vor der Coronavirus-Krise angeschlagene Restaurantkette Vapiano leidet unter den Folgen der angeordneten Lokalschließungen in vielen Ländern. Um das in den kommenden Wochen notwendige Geld aufzutreiben, sei das Unternehmen auf die von verschiedenen Regierungen in Europa angekündigten finanziellen Unterstützungsprogramme im Rahmen der Covid-19-Krise angewiesen. "Vapiano beabsichtigt daher, diese finanziellen Unterstützungen zu beantragen, in Deutschland zum Beispiel über die KfW", teilte das Unternehmen am Montagabend in Köln mit. Darüber hinaus werde Vapiano Kurzarbeit sowie die Stundung von Steuerzahlungen beantragen.

Derzeit seien nahezu alle Restaurants der Kette in Österreich, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und den USA auf Anordnung der zuständigen Behörden bis auf weiteres geschlossen. "Das Unternehmen erwartet gleichartige Anordnungen auch von deutschen Behörden in Bezug auf viele Restaurants in Deutschland", hieß es in der Mitteilung weiter.

Update, 16. März, 21.22 Uhr: Verhältnis von infizierten und geheilten Menschen

95.755 derzeit infizierten stehen am Montagabend (Stand: 21.10 Uhr) 78.326 vom Coronavirus geheilte Menschen gegenüber.

  
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Update, 16. März, 20.59 Uhr: EU-Staaten: Alle verfügbare Mitteln gegen Corona-Wirtschaftskrise

Die EU-Staaten wollen sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie stemmen. Man habe "den starken Willen, zu tun was immer nötig ist, um den derzeitigen Herausforderungen zu begegnen und eine schnelle Erholung zu unterstützen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung nach einer Videokonferenz der Euro-Staaten mit den übrigen EU-Staaten am Montagabend.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz begrüßte die Beschlüsse. "Die EU steht vor einer riesigen Herausforderung", erklärte der SPD-Politiker in Berlin. "Die Eurogruppe hat heute gezeigt, dass Europa fest entschlossen ist, der Herausforderung Stand zu halten. Das wird uns auch gelingen, weil wir unsere Kräfte bündeln und solidarisch handeln."

In der gemeinsamen Erklärung hieß es weiter: "Angesichts der außergewöhnlichen Umstände haben wir uns darauf geeinigt, dass eine sofortige, ehrgeizige und koordinierte Antwort der Politik nötig ist." Man werde "alle nötigen Instrumente nutzen, um die sozio-ökonomischen Folgen der Covid-19-Welle zu begrenzen."

Update, 16. März, 20.51 Uhr: Stand der Dinge

Weltweit ist die Zahl der Fälle auf 181.202 (Stand 16. März, 20.30 Uhr) angestiegen. In Europa bleibt Italien mit 27.980 Infektionen (Stand: 20.35 Uhr) Spitzenreiter.

 
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Update, 16. März, 20.46 Uhr: 332 Menschen in Berlin infiziert, drei auf Intensivstation

Zwei Wochen nach der ersten registrierten Coronavirus-Infektion in Berlin sind 332 Fälle bestätigt. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Montagabend mit dem Stand vom gleichen Tag (Stand: 16. März, 16.30 Uhr) mit. Am Vortag waren es 283 Fälle. Derzeit sind 188 der infizierten Menschen männlich und 144 weiblich. 20 Menschen liegen im Krankenhaus, drei davon auf der Intensivstation. Alle anderen Personen sind zu Hause in Quarantäne. In Berlin gibt es laut Senat etwa 2000 Betten in den Intensivstationen der Krankenhäuser und mehr als 1000 Beatmungsgeräte.

104 dieser 332 Menschen sind demnach zwischen 30 und 39 Jahre alt. 69 sind zwischen 20 und 29 Jahre alt, 61 zwischen 40 und 49 und 49 zwischen 50 und 59. Nur 3 Menschen über 80 Jahren und 11 Kinder unter 10 Jahren sind infiziert.

Von der Gesamtzahl der infizierten Menschen lässt sich jetzt nach und nach die Zahl der Menschen, die nach zwei Wochen wieder gesund sind, abziehen. So kommt man auf die Zahl der akut Erkrankten.

Update, 16. März, 20.43 Uhr: Trump ruft Amerikaner zum Verzicht auf Reisen auf

US-Präsident Donald Trump ruft alle Amerikaner dazu auf, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in den kommenden 15 Tagen auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Als Teil der neuen verschärften Richtlinien fordere er außerdem dazu auf, auf Besuche von Bars und Restaurants zu verzichten und Ansammlungen von mehr als zehn Menschen zu vermeiden, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Wo immer es möglich sei, sollten Kinder zu Hause unterrichtet werden.

Auch auf den Straßen von New York sind inzwischen Menschen mit Mundschutz zu sehen.
Auch auf den Straßen von New York sind inzwischen Menschen mit Mundschutz zu sehen.  © Vanessa Carvalho/ZUMA Wire/dpa

Update, 16. März, 20.37 Uhr: Frankreich verschiebt Endrunde der Kommunalwahlen

Frankreich verschiebt wegen der Covid-19-Pandemie die zweite Runde der Kommunalwahlen. Er habe sich mit den Präsidenten des Senats und der Nationalversammlung aber auch mit seinen Vorgängern darüber verständigt, sagte Staatschef Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache. Macron erklärte außerdem, dass alle laufenden Reformen auf Eis gelegt seien, darunter die umstrittene Rentenreform.

Die erste Runde der Wahlen hatte am vergangenen Sonntag stattgefunden. Danach hatte es in der französischen Öffentlichkeit deutliche Kritik gegeben, dass vor dem Hintergrund der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Krise im ganzen Land gewählt wurde.

Update, 16. März, 20.33 Uhr: Barmer schließt bundesweit Geschäftsstellen

Die Barmer Krankenkasse schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorübergehend ihre bundesweit rund 400 Geschäftsstellen. Dies gelte ab sofort, sagte ein Sprecher am Montagabend. "Als große Krankenkasse mit rund 9 Millionen Versicherten und 15 000 Mitarbeitern stehen wir in der besonderen Verantwortung, einen Beitrag zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu leisten und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", hieß es in einer Mitteilung.

Der Kundenservice soll aber bestehen bleiben - per Telefon, via Mail und im Internet gebe es eine "Rund-um-die-Uhr-Betreuung", hieß es. Wer dringend eine persönliche Beratung braucht, könne außerdem telefonisch einen Einzeltermin vereinbaren.

Update, 16. März, 20.29 Uhr: Russland schließt wegen Coronavirus Grenzen

Russland schließt wegen der Coronaviruskrise seine Grenzen für Ausländer. Dies gelte von diesem Mittwoch an bis zum 1. Mai, teilte Regierungschef Michail Mischustin am Montagabend in Moskau mit. Mit diesem Schritt solle die Gesundheit russischer Staatsbürger geschützt und eine Ausbreitung der Krankheit eingedämmt werden.

Nach Angaben Mischustins bleiben Diplomaten und Menschen mit ständigem Wohnsitz in Russland von den Beschränkungen ausgenommen. Im flächenmäßig größten Land der Erde wurden nach offiziellen Zahlen bislang 93 Coronavirus-Fälle nachgewiesen. Viele Experten glauben aber, dass die eigentliche Zahl viel höher liegen könnte.

Wegen des Virus sollen in Moskau von diesem Samstag an alle Schulen geschlossen werden. Faktisch bleiben auch Museen, Theater und Kinos dicht. Dort dürfen sich einer Anordnung zufolge nicht mehr als 50 Menschen aufhalten. Ärzte und Krankenschwestern, die Patienten mit dem Virus betreuen, sollen zudem eine Extra-Prämie erhalten.

Update, 16. März, 20.26 Uhr: DFB und Clubs beschließen: 3. Liga pausiert bis 30. April

Die Saison in der 3. Fußball-Liga wird aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. April unterbrochen. Das beschlossen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Vertreter der Clubs am Montag in einer Videokonferenz. Das teilte der DFB mit. Zuvor waren bereits zwei Spieltage abgesagt worden. Eigentlich hätte am Wochenende wieder gespielt werden sollen.

Update, 16. März, 20.21 Uhr: Frankreich verhängt Ausgangssperre, Macron: "Wir sind im Krieg"

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron (42) am Montagabend in einer TV-Ansprache. "Wir sind im Krieg", sagte er.

Emmanuel Macron (42) fand am Montagabend deutliche Worte.
Emmanuel Macron (42) fand am Montagabend deutliche Worte.  © Pascal Rossignol/Reuters Pool/AP/dpa

Update, 16. März, 20.16 Uhr: Türkei schränkt öffentliches Leben stark ein und beschränkt Reisen

Die Türkei hat aus Sorge vor eines Ausbreitung des Coronavirus das öffentliche Leben weiter eingeschränkt. Ab Mitternacht (22.00 UHR MEZ) müssten alle öffentlichen Erholungs-und Vergnügungsorte ihren Betrieb einstellen, teilte das Innenministerium in Ankara am Montag mit. Davon betroffen sind demnach unter anderem Cafés, Bierlokale, Theater, Kinos, Hochzeits-Säle, Schwimmbäder und Fitnessclubs.

Bereits zuvor hatte das Innenministerium die Schließung von Bars und Clubs ab Montag angeordnet. Zudem werden keine Gebete mehr in Moscheen abgehalten. Die Gläubigen könnten zu Hause beten, sagte der Leiter der Religionsbehörde Diyanet, Ali Erbas, am Montag.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca gab unterdessen weitere Reisebeschränkungen für sechs Länder bekannt. Die Flugverbindungen mit Großbritannien, der Schweiz, Saudi Arabien, Ägypten, Irland und mit den Vereinigten Arabischen Emiraten würden ab Dienstag 08.00 Uhr Ortszeit (06.00 Uhr MEZ) eingestellt. Damit hat die Türkei Flugverbindungen mit insgesamt 20 Ländern eingestellt, darunter Deutschland. Koca sagte auch, dass es neue Coronavirus-Fälle gebe, wollte die Anzahl aber zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

Offiziell wurden in der Türkei bislang 18 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Die Türkische Ärztevereinigung (TTB) kritisierte jedoch am Montag, dass zu wenig Menschen getestet würden und dass die Dunkelziffer der Erkrankungen mutmaßlich hoch sei.

Update, 16. März, 20.13 Uhr: MLB-Saison beginnt frühestens Mitte Mai

Die immer strengeren Auflagen infolge der Coronavirus-Pandemie sorgen für einen verspäteten Saisonstart in der amerikanischen Baseball-Liga. Wie die MLB am Montag mitteilte, halte man sich an die Auflagen der Gesundheitsbehörde CDC und verschiebe den Start in die neue Spielzeit entsprechend nach hinten. CDC hatte am Sonntag empfohlen, in den kommenden acht Wochen im ganzen Land Veranstaltungen mit 50 Personen und mehr zu verschieben oder abzusagen. Die MLB-Saison kann demnach frühestens Mitte Mai beginnen.

Update, 16. März, 19.56 Uhr: Chile schließt Grenzen wegen Corona - Indien stoppt Einreise aus EU

Schotten dicht von Lateinamerika bis Asien: Wegen der weltweiten Coronavirus-Pandemie schließt auch Chile seine Grenzen. Ab kommenden Mittwoch werden für 15 Tage keine Ausländer mehr in das südamerikanische Land gelassen, wie Präsident Sebastián Piñera am Montag ankündigte. Chilenische Staatsbürger müssen nach der Einreise für zwei Wochen in Quarantäne. Zuvor hatten in der Region bereits Argentinien, Peru, Panama, Honduras und El Salvador ihre Grenzen geschlossen. Am Montag verkündete auch Guatemala diese Maßnahme. Haiti schloss seine Grenze zur Dominikanischen Republik, Kolumbien die Übergänge nach Venezuela.

Unterdessen kündigte Indien an, ab Mittwoch keine Reisenden aus Europa mehr ins Land zu lassen. "Die Einreise von Passagieren aus den Mitgliedsländern der Europäischen Union, der Europäische Freihandelsassoziation, der Türkei und Großbritannien nach Indien ist ab dem 18. März verboten", teilte das indische Gesundheitsministerium am Montag mit.

 
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Update, 16. März, 19.51 Uhr: Kanada erlässt Einreiseverbot

Inmitten der Coronavirus-Pandemie erlässt auch Kanada ein Einreiseverbot für Ausländer. Dies gelte aber zunächst nicht für US-Amerikaner, sagte Ministerpräsident Justin Trudeau bei einer Pressekonferenz am Montag in Ottawa. Er rief alle Kanadier im Ausland zur sofortigen Heimreise auf: "Wenn Sie im Ausland sind, ist es Zeit, dass sie nach Hause kommen". Gerade Heimkehrer müssten sich in freiwillige Isolation begeben. Kanada und die USA teilen eine Tausende Kilometer lange Grenze und sind wirtschaftlich eng verflochten. Trudeau rief zur Solidarität mit den Mitmenschen auf: "Rufen sie ihre Freunde und Familie an, denken Sie an ihre Gemeinde."

Update, 16. März, 19.49 Uhr: Feuerwehr in Rio vertreibt Badegäste von Stränden

Die Feuerwehr in Rio de Janeiro hat am Montag angefangen, Kontrollfahrten zu machen und die Bevölkerung aufgefordert, Menschenansammlungen an den Stränden zu vermeiden. "Bitte gehen Sie zur Sicherheit ihrer Nachbarn, Freunde und Familien nach Hause", wiederholte ein Feuerwehrmann über Lautsprecher. "Bitte tragen Sie ihren Teil dazu bei, um das Coronavirus einzudämmen." 150 Fahrzeuge waren dem Nachrichtenportal G1 zufolge im Einsatz, die Aktion soll noch ausgeweitet werden. Auf den Videos der Feuerwehr bei Twitter sind nur mehr wenige Badegäste zu sehen.

Rio registrierte am Sonntag den ersten schweren Coronavirus-Fall, ein 65 Jahre alter Arzt. In ganz Brasilien ist die Zahl der Coronavirus-Fälle nach einem Bericht des Gesundheitsministerium auf mindestens 200 gestiegen.

Update, 16. März, 19.41 Uhr: Bayerischer Landtag mit Schrumpf-Besetzung

Angesichts der schnellen Ausbreitung des Coronavirus schaltet auch der bayerische Landtag immer stärker in den Krisenmodus. So sollen Plenarsitzungen ab sofort nur noch mit einem Fünftel der Abgeordneten stattfinden. Darauf hätten sich die sechs Fraktionen am Montag einvernehmlich verständigt, teilte der Landtag mit. So solle die Abstandswahrung im Plenarsaal gewährleistet werden.

Die Fraktionsstärken sollen den Angaben zufolge proportional erhalten bleiben. Welche Abgeordneten sie ins verkleinerte Krisen-Plenum entsenden, sollen die einzelnen Fraktionen selber entscheiden.

Update, 16. März, 19.36 Uhr: Auch der Galopp-Rennsport ruht mindestens bis zum 18. April

Auch der deutsche Galopp-Rennsport stellt wegen der Coronavirus-Pandemie den Betrieb bundesweit ein - vorläufig bis zum 18. April. Das teilte das Präsidium von Deutscher Galopp nach einer Sitzung am Montag in Köln mit. "Im Lichte der umfassenden öffentlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung hat es beschlossen, dass bis zum Ende der Osterferien am 18. April keine Galopprennveranstaltungen in Deutschland stattfinden", hieß es.

Um den Rennbetrieb bei einer möglichen Lockerung der behördlichen Anordnungen ab Mitte April zum Ende der Osterferien unmittelbar wieder aufnehmen zu können, plane man im Anschluss Renntage ohne Zuschauer und mit einer Minimalpräsenz der am Rennsport Beteiligten.

Update, 16. März, 19.30 Uhr: Elton John sagt Auftritte wegen Coronakrise ab - "Bleibt zu Hause"

Superstar Elton John (72, "I'm Still Standing") hat seine ursprünglich für Ende März bis Mai geplanten Konzerte in den USA und Kanada wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Die Pandemie sei äußerst besorgniserregend und gefährlich, sagte der Sänger in einer Videobotschaft an seine Fans am Montag. "Bleibt zu Hause und verbringt Zeit mit euren Angehörigen", sagte der britische Popstar. Er werde die abgesagten Konzerte nachholen, wenn die Lage wieder sicher sei.

Seit 2018 ist der 72-Jährige mit der Welttournee "Farewell Yellow Brick Road" unterwegs. In den letzten Monaten stand er Dutzende Male in Neuseeland und Australien auf der Bühne. Im Rahmen seiner Nordamerika-Tournee waren ab dem 26. März bis Anfang Mai 19 Auftritte geplant, darunter in Montreal, New York und Detroit.

Update, 16. März, 19.26 Uhr: Premier Johnson: Keine Pub-Besuche - Schulen bleiben offen

Premierminister Boris Johnson (55) hat alle Menschen in Großbritannien dazu aufgerufen, unnötige soziale Kontakte, Pubs und Reisen zu meiden. Auch der Besuch von Clubs und Theatern sollte unterbleiben, sagte der Regierungschef am Montag nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats in London. Außerdem empfahl er das Arbeiten von Zuhause aus, falls das machbar sei. Wer Husten oder Fieber habe, müsse 14 Tage zu Hause bleiben. Dies gelte auch für Mitbewohner. Schwerkranke sollten drei Monate lang isoliert werden.

Massenveranstaltungen und überfüllte Plätze sollten gemieden werden, sagte Johnson weiter. Konkrete Vorgaben hierzu nannte er aber nicht. Schulen und Universitäten werden noch nicht geschlossen.

Der britische Premier Boris Johnson (55).
Der britische Premier Boris Johnson (55).  © Simon Dawson/PA Wire/dpa

Update, 16. März, 19.19 Uhr: Söder: Profi-Fußballer sollen wegen Corona-Krise auf Geld verzichten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Fußball-Stars dazu aufgerufen, auf Millionen zu verzichten, um ihren Vereinen in der Corona-Krise zu helfen. Denn er sieht dies derzeit nicht als zentrale Aufgabe der Politik an. "Ganz ehrlich: Es ist nicht die wichtigste und vordringlichste Aufgabe jetzt, dafür zu sorgen, dass die Profivereine wirtschaftlich überleben können", sagte Söder am Montag in einem Live-Interview der Bild-Zeitung. Wichtiger sei nun die Sicherstellung der medizinischen Versorgung.

Söder sagte stattdessen, er fände es in Ordnung, wenn viele derjenigen Spieler, "die ganz große Gehälter bekommen", ihren Arbeitgebern gegenüber nun etwas zurückhaltender wären. Hier würden jedes Jahr Millionen verdient. Und um die Phase jetzt zu überbrücken, sei Solidarität nicht nur von den Vereinen, sondern auch von den Spielern gefragt - die lebten schließlich von den Vereinen. "Deswegen wäre vielleicht jetzt mal die Idee, dass da jeder seinen Beitrag macht, damit sein Verein, die Liga und der Sport auch dann wieder stattfinden kann, wenn - so hoffen wir - die Krise überwunden wurde."

Update, 16. März, 19.15 Uhr: Tests für neuen Impfstoff laufen an

Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde National Institutes of Health (NIH) hat mitgeteilt, dass einer ersten Testperson am Montag ein neuer Impfstoff gegen das Coronavirus verabreicht wurde. Der Test soll über insgesamt sechs Wochen laufen und an 45 gesunden Erwachsenen zwischen 18 und 55 durchgeführt werden.

Der Impfstoff namens "mRNA-1273" wird gemeinsam mit der privaten Biotechnologie-Firma Moderna entwickelt. Die erste Testphase habe in "Rekordzeit" gestartet werden können, sagte Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten. Der gesamte Prozess der Entwicklung eines Impfstoffes wird Fauci zufolge trotzdem voraussichtlich mindestens ein bis anderthalb Jahre dauern. Etliche Labors weltweit forschen derzeit an Impfstoffen gegen Covid-19.

Update, 16. März, 19.05 Uhr: Halbe Stunde mit Nextbike-Leihrädern kostenlos

Wegen des Coronavirus können Berliner kürzere Strecken in der Stadt von Dienstag an kostenlos mit Rädern aus dem öffentlichen Verleihsystem zurücklegen. Die ersten 30 Minuten der Nextbike-Ausleihe seien bis 19. April kostenfrei, teilte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Montag mit. "Wir wollen den Menschen möglichst viele Optionen bieten, gesund mobil zu bleiben", erklärte Gesundheitssenatorin Regine Günther (Grüne). Möglich ist demnach auch eine mehrfache Nutzung der Räder pro Tag für eine halbe Stunde. Nutzer sollen die Fahrräder an den Nextbike-Stationen abstellen. Stellt man sie anderswo ab, koste das 50 Cent, hieß es. Die Fahrräder lassen sich etwa per App entsperren. Normalerweise kosten die ersten 30 Minuten einen Euro.

Update, 16. März, 19 Uhr: Fünfter Corona-Todesfall in Bayern

In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen über 90-jährigen Patienten aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in München unter Berufung auf das Landratsamt Würzburg mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch zwei andere Coronavirus-Todesfälle in Bayern stammten.

Damit sind fünf Menschen in Bayern nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Mindestens 1067 Menschen wurden bislang positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

Update, 16. März, 18.56 Uhr: Malta schließt Bars, Restaurants und Kinos

Malta schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Mittwoch alle Restaurants, Bars, Clubs und Sportstudios. Auch die Kinos und andere Orte, an denen viele Menschen zusammenkommen, werden dicht gemacht, wie Premierminister Robert Abela am Montag ankündigte.

Mit den Beschlüssen reagiere die Regierung in Valletta darauf, dass in dem Inselstaat zuletzt neun neue Infektionen mit dem Erreger der Lungenkrankheit aufgetreten seien, hieß es. Damit hätten die Behörden jetzt insgesamt 30 Fälle registriert. Seit einiger Zeit müssen Reisende, die ins Land kommen, 14 Tage in Isolation. Einreisen aus Ländern wie Italien und Deutschland sind gestoppt.

Update, 16. März, 18.54 Uhr: Italien zählt 2158 Tote durch die Corona-Pandemie

Die Zahl der Toten durch die Coronavirus-Pandemie ist in Italien erneut gestiegen - auf 2158 Menschen. Bis Montag zählten die Behörden insgesamt 27 980 Infizierte im ganzen Land. Das waren rund 3000 mehr als am Vortag. Diese Zahlen teilte der Zivilschutz am Montagabend in Rom mit. Italien ist in Europa das am härtesten von der Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit getroffene Land.

Am Sonntag hatte der Zivilschutz die Zahl der Fälle noch mit knapp 25 000 angegeben. 1809 Menschen waren an der Covid-19-Krankheit bis dahin gestorben. Es dürfte Experten zufolge jedoch eine hohe Dunkelziffer bei den Infizierten geben, die bisher nicht registriert wurden - etwa weil sie keine oder nur milde Symptome zeigen.

Update, 16. März, 18.50 Uhr: Bund und Länder treffen einheitliche Maßnahmen

Bund und Länder haben sich am Montag auf einheitliche Beschränkungen der sozialen Kontakte im öffentlichen Leben geeinigt.

Update, 16. März, 18.42 Uhr: Merkel zu Alltagsbeschränkungen und Verboten

Neben ihrer Empfehlung, von In- und Auslandsreisen abzusehen, äußerte sich die Kanzlerin auch zu den aktuellen Alltagsbeschränkungen und Verboten:

"Wir kommen desto schneller durch diese Phase hindurch, je mehr sich jeder einzelne an diese Auflagen und an diese Regelungen hält."

Update, 16. März, 18.37 Uhr: Diebe stehlen 50.000 Atemschutzmasken von Kölner Kliniken

Diebe haben aus einem Lager der Kliniken der Stadt Köln 50 000 Atemschutzmasken gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, sei der Diebstahl im Stadtteil Mülheim am Montagmorgen von einer Mitarbeiterin bemerkt worden. Der Krisenstab der Stadt hat nun angeordnet, in allen Kölner Krankenhäusern Bestände der wegen des Coronavirus dringend benötigten Schutzausrüstung zu überprüfen und noch besser gegen Diebstahl zu schützen.

"Das ist eine neue Qualität des Diebstahls", sagte eine Sprecherin der Kliniken der Deutschen Presse-Agentur. "Wir reden hier über Artikel, die normalerweise einen Wert im Cent-Bereich haben, aber offensichtlich gibt es jetzt einen Markt dafür." Einen Engpass soll es in den Kliniken laut der Sprecherin nach dem Diebstahl aber nicht geben.

Update, 16. März, 18.35 Uhr: EU verspricht Tübinger Impfstoff-Forschern weitere Hilfe

Die Europäische Kommission will die Tübinger Impfstoff-Firma CureVac bei der Entwicklung eines Mittels gegen das Coronavirus unterstützen. "Die EU hat deren Forschung früh unterstützt und wird nun wieder finanziell helfen", teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag in Brüssel mit, nachdem sie und Forschungskommissarin Mariya Gabriel mit CureVac telefoniert hatten. Es gehe darum, so schnell wie möglich einen Impfstoff zu finden, "der der ganzen Welt hilft". Am Wochenende hatte es Berichte gegeben, wonach die USA exklusiv die Rechte an einem Impfstoff gegen das Coronavirus von CureVac erwerben wollten.

 
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Update, 16. März, 18.28 Uhr: St. Pauli-Chef Göttlich für Saison-Aussetzung durch DFL

FC St. Paulis Präsident Oke Göttlich hat die Aussetzung des Spielbetriebs durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) bis zum 2. April wegen der Coronavirus-Pandemie ausdrücklich begrüßt.

"Wir wollen den eingeschlagenen Weg weitergehen und primär die Gesundheit der Bevölkerung und die Eindämmung des Virus verfolgen – genau das wurde heute von der DFL auch bestätigt", sagte er nach der Außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Profivereine am Montag in Frankfurt/Main.

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Update, 16. März, 18.21 Uhr: Merkel: Keine Urlaubsreisen mehr ins In- und Ausland

Um das Coronavirus einzudämmen, sollen die Deutschen keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland mehr unternehmen. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) am Montag in Berlin nach der Sitzung mehrerer Gremien, die sich mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie befasst hatten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU). 
Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU).   © John Macdougall/POOl AFP/dpa

Update, 16. März, 18.04 Uhr: Brandenburg schränkt öffentliches Leben weiter deutlich ein

Das öffentliche Leben in Brandenburg wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus weiter drastisch eingeschränkt. Der Betrieb von Gaststätten werde auf die Öffnung zwischen 6.00 und 18.00 Uhr begrenzt, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Montag in Potsdam nach einer Sondersitzung des Kabinetts. Ausdrücklich nicht geschlossen werden sollten der Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Tankstellen, Drogerien, Sparkassen und der Großhandel. Auch Lieferdienste sollten nach der Empfehlung weiterarbeiten. "Alles andere ist für den Publikumsverkehr zu schließen", betonte er. Dies solle am Mittwoch in Kraft treten. Das Kabinett will dazu eine Rechtsverordnung an diesem Dienstag beschließen. Soziale Kontakte sollten eingeschränkt werden.

Update, 16. März, 18.01 Uhr: Sachsen will weitere drastische Maßnahmen ergreifen

Sachsen will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weitere drastische Maßnahmen ergreifen. So sollen in den nächsten Tagen unter anderem Bars, Clubs, Diskotheken Sportstätten, Schwimmbäder sowie Spielplätze für den Publikumsverkehr gesperrt werden, erklärte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Montag in Dresden. Über die Maßnahmen hatten sich Bund und Länder in einem Katalog verständigt, am Dienstag will sich das Kabinett in Dresden damit befassen und entsprechende Regelungen beschließen. Restaurants und Speisegaststätten sollen demnach frühestens ab 6.00 Uhr öffnen und müssen spätestens um 18.00 Uhr schließen.

Nicht betroffen von Schließungen sind etwa Supermärkte, Getränkemärkte, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen - für diese Bereiche sollen zudem die Sonntagsverkaufsverbote bis auf Weiteres ausgesetzt werden.

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Update, 16. März, 17.56 Uhr: Ärzte sehen Engpässe bei Versorgung mit Schutzausrüstung

Niedergelassene Ärzte befürchten angesichts der Coronavirus-Krise Engpässe bei der Schutzausrüstung. Bisher habe in vielen Praxen das Schutzmaterial genügt, doch mit dem Fortschreiten der Corona-Pandemie werde dringend Nachschub benötigt, teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin am Montag mit. Der ärztliche Bereitschaftsdienst konnte aber ausgestattet werden, um die Feuerwehr bei Krankenfahrten zu unterstützen. Befürchtet wurden auch Engpässe in Dialysepraxen. In einem Schreiben wolle die KV Berlin das Bundesgesundheitsministerium auf die drohenden Probleme hinweisen.
Eine FFP2 Atemschutzmaske.
Eine FFP2 Atemschutzmaske.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 16. März, 17.47 Uhr: Hamburger Hafengeburtstag abgesagt

Das große Fest zum 831. Hamburger Hafengeburtstag fällt aus. Wegen der anhaltenden Gefahr der Verbreitung des neuartigen Coronavirus haben die Gesundheitsämter der Bezirke Altona und Hamburg-Mitte am Montag den Hafengeburtstag abgesagt, der ursprünglich vom 8. bis 10. Mai geplant war. Zu der Veranstaltung wurden rund eine Million Besucher erwartet.

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Update, 16. März, 17.42 Uhr: Paris will Endrunde der Kommunalwahlen verschieben

Frankreichs Regierungschef Édouard Philippe schlägt nach Medienberichten vor, die zweite Runde der Kommunalwahlen wegen der Covid-19-Epidemie um mehrere Monate zu verschieben. Philippe habe sich bei den Vorsitzenden der Parteien für den 21. Juni als Wahltermin starkgemacht, berichteten die französische Nachrichtenagentur AFP und andere Medien am Montag unter Berufung auf übereinstimmende Quellen.

Die Endrunde der Wahlen war bislang an diesem Sonntag geplant, die erste Runde der Wahlen fand am vergangenen Sonntag statt. Nach der ersten Runde hatte es in der französischen Öffentlichkeit deutliche Kritik gegeben, dass vor dem Hintergrund der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Krise im ganzen Land gewählt wurde.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron wollte sich am Abend in einer TV-Ansprache zu neuen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie äußern.

Update, 16. März, 17.31 Uhr: Stand der Dinge in Europa

Eine aktuelle Übersicht der derzeit am Coronavirus infizierten, geheilten und gestorbenen Menschen in Europa (Stand: 17 Uhr).

 
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Update, 16. März, 17.31 Uhr: Filialschließungen bei Sparkasse wegen Coronavirus

Bei der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin gibt es erste Filialschließungen infolge der Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Das Geldinstitut schloss am Montag ihre Filiale am Platz der Freiheit in Schwerin bis auf weiteres, wie das Unternehmen mitteilte. Am Dienstag soll Filiale Vellahn (Landkreis Ludwigslust-Parchim) folgen.

Zwar sei bislang niemand in den beiden Filialen infiziert, doch seien Mitarbeiter der Sparkasse durch Schließungen von Schulen und Kitas betroffen, hieß es. Vermehrte Ausfälle von Eltern führten zu personellen Engpässen. Den Kunden in Schwerin stünden in die Filialen am Marienplatz und in der Weststadt weiter uneingeschränkt zur Verfügung. Kunden der Filiale Vellahn könnten auf die Filialen Wittenburg, Hagenow und Boizenburg/Elbe ausweichen. Einschränkungen der Geldversorgung seien nicht zu erwarten, hieß es weiter. Es bestehe kein Anlass, Bargeld zu Hause vorzuhalten.

Update, 16. März, 17.29 Uhr: Gläubige sollen die Klagemauer nicht mehr küssen

Besucher der Klagemauer in Jerusalem sollen aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus die Steine nicht mehr küssen. Der für die heilige Stätte zuständige Rabbiner, Schmuel Rabinovich, habe diese Anweisung nach Beratungen mit dem Gesundheitsministerium ausgesprochen, teilte die zuständige Stiftung am Montag mit.

Eine ähnliche Anweisung gab es bereits für Schriftkapseln (Mesusa), die gläubige Juden an Türpfosten befestigen und die von vielen traditionell geküsst werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei mehr als 250 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

Die Klagemauer ist ein Überrest der Befestigung des zweiten Jerusalemer Tempels. Sie liegt am Fuße des Tempelbergs (Al-Haram al-Scharif/Das edle Heiligtum), der Juden und Muslimen heilig ist. Für Juden ist die Klagemauer die heiligste Stätte weltweit, viele vertiefen sich dort in inniges Gebet. Dem Brauch nach schreiben Besucher auf Zettel auch Wünsche, die sich erfüllen sollen, und stecken sie zwischen die Steine der Mauer. Gläubige dürfen die Klagemauer weiter besuchen, sind jedoch angehalten, mindestens zwei Metern Abstand von anderen Menschen zu halten.

Ein Jude betet an der Klagemauer während einer Gebetsstunde angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. 
Ein Jude betet an der Klagemauer während einer Gebetsstunde angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus.   © Ariel Schalit/AP/dpa

Update, 16. März, 17.20 Uhr: Eltern in Thüringen sollen Kita-Beiträge erstattet bekommen

Die Eltern von Kindergarten- und Schulkindern in Thüringen können damit rechnen, dass sie für die Zeit der angeordneten Schließung von Kitas und Horten keine Gebühren zahlen müssen. Zwar sei innerhalb der Landesregierung noch nicht abschließend geklärt, wie den Eltern diese Kosten erstattet werden sollen, sagte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Montag in Erfurt. Er äußerte sich online zu Fragen, die ihm Eltern stellten. "Dass diese Gebühren nicht mehr erhoben werden, das halte ich für selbstverständlich", fügte er aber an.

Wichtig sei, dass trotz der geplanten Kostenerstattung für die Eltern die Gehälter der Erzieherinnen weitergezahlt und auch die anfallenden Sachkosten der Träger weiter finanziert würden. "Hier wird die Regierung darüber beraten, wie genau diese Kosten ersetzt werden, damit die Eltern nicht für etwas eintreten, wofür sie keine Dienstleistung - in diesem Fall eine Betreuung ihres Kindes im Kindergarten oder im Hort - entgegennehmen", sagte Holter.

Gleichzeitig hat das Bildungsministerium Eltern davor gewarnt, den Kita-Platz ihres wegen der im Zuge der Eindämmung des Coronavirus angeordneten Schließung der Einrichtungen zu kündigen. "Es besteht die Gefahr, dass er sonst nicht mehr zur Verfügung steht", heißt es in einer Mitteilung der Landesregierung. Auch dürften Eltern die fälligen Gebühren nicht einfach so einbehalten. Elternbeiträge fielen grundsätzlich weiter an. In Thüringen bleiben die Schulen und Kindergärten ab Dienstag bis zum 17. April geschlossen.

Update, 16. März, 17.15 Uhr: Schweiz erklärt Notstand wegen Coronavirus

Die Schweizer Regierung hat am Montag den Notstand wegen der Ausbreitung des Coronavirus erklärt. Ab Mitternacht müssten alle Geschäfte und Lokale geschlossen werden, teilte die Regierung mit.

Ein Mann reinigt den Boden in der Eingangshalle des Parlamentgebäudes. Die letzte Woche der Frühlingssitzungen der Eidgenössischen Räte wird wegen COVID-19 abgesagt. 
Ein Mann reinigt den Boden in der Eingangshalle des Parlamentgebäudes. Die letzte Woche der Frühlingssitzungen der Eidgenössischen Räte wird wegen COVID-19 abgesagt.   © Anthony Anex/KEYSTONE/dpa

Update, 16. März, 17.13 Uhr: Mehr als 6600 Coronavirus-Nachweise in Deutschland - 16 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 6600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders stark betroffen sind Nordrhein-Westfalen mit mehr als 2400, Bayern mit mehr als 1000 und Baden-Württemberg mit mehr als 900 Fällen. 16 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, ein weiterer Deutscher während einer Reise in Ägypten.

Update, 16. März, 17.05 Uhr: Diese Zahlen zeigen, wie gefährlich es wirklich ist!

Da Wissenschaftler mittlerweile immer mehr Zahlen (vor allem aus China) über die Krankheitsverläufe und Sterberaten auswerten konnten, wird die Gefahr des Virus immer offenbarer. Fakt scheint zu sein:  Jeder Vierte, der sich in einem Alter ab 65 das Virus einfängt, stirbt daran!

Das bestätigt auch Christian Drosten (48), Chef-Virologe der Charité Berlin. Er warnt, dass Rentner die Gefahr endlich wahrnehmen. Einen extra Artikel dazu haben wir >>> HIER.

Die Grafik zeigt die dramatische Sterbe-Rate unter den in China Erkrankten.
Die Grafik zeigt die dramatische Sterbe-Rate unter den in China Erkrankten.  © TAG24

Update, 16. März, 16.57 Uhr: Flugbetrieb in Frankfurt wegen Coronavirus notfalls auch nachts

Auf dem Frankfurter Flughafen sollen im Zuge der Coronavirus-Krise notfalls auch nachts Starts und Landungen möglich sein. "Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation", sagte der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Montag. "Daher ist es wichtig, den Flugbetrieb für die vom Corona-Virus betroffenen Starts und Landungen rund um die Uhr aufrecht zu erhalten."

Für Deutschlands größten Airport gilt normalerweise ein Nachtflugverbot von 23.00 bis 05.00 Uhr. Verspätete Maschinen dürfen noch bis Mitternacht landen.

"Der Frankfurter Flughafen muss und wird betriebsbereit bleiben", sagte Al-Wazir. Er sei einer von wenigen Infektionsschutzflughäfen in Deutschland und müsse daher besondere Kapazitäten zum Schutz der öffentlichen Gesundheit vorhalten. Hierzu gehörten Räume für Untersuchungen, Erstversorgung oder Lagerkapazitäten.

Wenn sich an Start- oder Zielflughäfen durch das Coronavirus Abläufe verzögerten, werde eine Ausnahmegenehmigung wegen besonderer Härte erteilt. "Dies ist besonders in den nächsten Tagen wichtig, wenn Rückkehrerflüge mit Menschen erwartet werden, die ihren Urlaub im Ausland vorzeitig abbrechen mussten."

Update, 16. März, 16.41 Uhr: Von der Leyen schlägt 30-tägiges Einreiseverbot in die EU vor

Ein 30-tägiges Einreiseverbot für die EU hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagen. Damit könne die Verbreitung des Coronavirus am besten begrenzt werden, sagte von der Leyen am Montag in Brüssel.

Update, 16. März, 16.34 Uhr: Deutlich weniger Betrieb an deutschen Flughäfen

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist der Betrieb an deutschen Flughäfen eingebrochen. "Das Verkehrsaufkommen der aktuellen Woche bewegt sich unter 30 Prozent des Vorjahresniveaus", teilte der Düsseldorfer Airport am Montag mit.

"Wir spüren das deutlich", sagte auch eine Sprecherin der Flughafens Köln/Bonn. Allein durch die restriktiven Einreisebeschränkungen der Türkei würden täglich rund 20 Flüge ausfallen. Konkrete Zahlen könne man nicht nennen, da sich das Geschehen stündlich ändere, hieß es. Die baden-württembergische Landesregierung will den Betrieb an allen Flughäfen des Bundeslandes wegen des Coronavirus einstellen.

Auch am Flughafen Frankfurt-Hahn im Hunsrück wurden viele Flüge gestrichen. Zugleich habe die Zahl der Frachtflüge zugenommen, sagte Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, der Deutschen Presse-Agentur. Weil weltweit so viele Passagierflüge mit Frachtbeiladungen gestrichen würden, ziehe das Frachtgeschäft am Airport Hahn an.

Am Flughafen München ging die Anzahl der Starts und Landungen in den ersten beiden Märzwochen um 16 Prozent zurück. Das Passagieraufkommen sank im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent.

Update, 16. März, 16.15 Uhr: Spielplätze sollen auch dichtmachen!

Bund und Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus auch die Spielplätze in Deutschland schließen. In dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag heißt es, neben öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern sowie Fitnessstudios seien auch Spielplätze für den Publikumsverkehr zu sperren.

Auch die Spielplätze sollen landesweit dichtmachen. 
Auch die Spielplätze sollen landesweit dichtmachen.   © Daniel Karmann/dpa

Update, 16. März, 16 Uhr: Restaurants sollen 18 Uhr dichtmachen, Gottesdienste aller Religionen verboten

Im Kampf gegen die Corona-Krise sollen Restaurants in Deutschland demnächst spätestens um 18 Uhr schließen und frühestens um 6 Uhr öffnen. Das geht aus einem Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Zudem verbieten Bund und Länder bis auf weiteres Gottesdienste, Treffen in Vereinen und Busreisen. Das geht aus einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag hervor. Dort heißt es unter anderem unter Punkt drei: Zu verbieten seien "Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften".

Es soll auch zu drastischen Einschränkungen für den Tourismus in Deutschland kommen, die die Verbreitung des Coronavirus bremsen sollen. In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag heißt es, es seien Regelungen zu erlassen, "dass Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können".

Update, 16. März, 16 Uhr: Riesiger Ansturm auf Apotheken wegen Coronavirus-Sorge

Apotheken in Deutschland erleben angesichts der Angst vor dem Coronavirus einen Ansturm. "Die Nachfrage nach Arzneien und die Unsicherheit der Menschen ist hoch", sagte eine Sprecherin der Apothekervereinigung ABDA. Der Beratungsbedarf, etwa bei Desinfektionsmitteln, sei groß und zeitaufwendig.

Gekauft würden vor allem Erkältungsmedikamente wie Fieber-, Schmerz- und Schnupfenmittel. Bei solchen rezeptfreien Arzneien gebe es viele Präparate verschiedener Hersteller und daher keinen Mangel. "Die Apotheken haben sich vorbereitet und die Lagerbestände erhöht." Es gebe keinen Grund, Arzneimittel zu hamstern.

Die Apothekerschaft sehe nach wie vor keine durch die Corona-Krise verursachten Engpässe in der Arzneiversorgung, betonte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt am Montag. "Wir können natürlich nicht ausschließen, dass Auswirkungen der Krise im Laufe des Jahres auch in der Arzneimittelversorgung in Deutschland spürbar werden". Aber derzeit könne man die Patienten ordentlich versorgen. "Auch die Herstellung von Desinfektionsmitteln in den apothekeneigenen Laboren ist zwischenzeitlich gut angelaufen."

Über Lieferengpässe bei manchen Medikamenten klagen die Apotheker unabhängig von der Corona-Krise schon länger. Sie fordern eine stärkere Arzneiproduktion in Europa. Viele Wirkstoffe werden in Fernost herstellen - etwa Antibiotika in China und Indien. Die Folge: Steht die Produktion zeitweilig still oder kommt es wegen Verunreinigungen zu Arznei-Rückrufen, hakt es in der Lieferkette.

Menschen warten vor einer Apotheke in Gangelt, bei der nur durch den Nachtschalter bedient wird.
Menschen warten vor einer Apotheke in Gangelt, bei der nur durch den Nachtschalter bedient wird.  © Oliver Berg/dpa

Update, 16. März, 15.30 Uhr: Handball Bundesliga will zu Ende spielen, aber Spieler sollen auf Gehalt verzichten!

Die Handball-Bundesliga (HBL) will die derzeit ausgesetzte Saison trotz der Verbreitung des Coronavirus nach Möglichkeit zu Ende spielen. Am entsprechenden Beschluss des Präsidiums werde festgehalten, teilte die HBL am Montag nach einer Telefonkonferenz der Verantwortlichen der 18 Clubs mit. 

"Wir haben immer noch die Hoffnung, egal wann, dass wir die Saison zu Ende spielen", sagte Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse Berlin, der Deutschen Presse-Agentur.

Um die wirtschaftlichen Schäden abzumildern, haben einige Clubs bereits Kurzarbeitergeld beantragt. "Wir haben zudem beschlossen, dass wir nur eine Chance haben, zu überleben, wenn Spieler und Sponsoren ebenfalls ihren Beitrag dazu leisten", sagte Hanning. So wollen die Clubs ihre Profis etwa zu einem Gehaltsverzicht bewegen. "Ohne das ist es, glaube ich, kaum darstellbar."

Der Spielbetrieb in der HBL setzt derzeit bis mindestens Ende April aus. Am kommenden Mittwoch wollen sich die Geschäftsführer der Clubs erneut zusammenschalten, um über die Coronakrise zu beraten.

Füchse-Geschäftsführer Bob Hannig glaubt, dass der Verzicht der Profis auf Gehälter unerlässlich ist. 
Füchse-Geschäftsführer Bob Hannig glaubt, dass der Verzicht der Profis auf Gehälter unerlässlich ist.   © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 16. März, 15 Uhr: Bundesliga setzt Spielbetrieb bis auf Weiteres aus

"Die Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus hat Vorrang vor allem", sagt der Geschäftsführer der DFL, Christian Seifert. 

"Um als Liga handlungsfähig zu bleiben, haben wir uns auf einen Notfallparagraphen verständigt, damit wir handlungsfähig bleiben. Der Spielbetrieb wird weiter ausgesetzt. Wir gehen nicht davon aus, dass wir am 3. April wieder spielen. Am 30. März reden wir weiter. Keiner kann guten Gewissens sagen, wann wieder Spiele stattfinden werden", so Seifert. 

Der Boss machte auch klar, dass der Zeitpunkt kommen wird, an dem bestimmte Vereine durch die fehlenden Einnahmen ein erhebliches Problem bekommen. Man müsse sich jetzt einen Überblick verschaffen, welche Vereine wann Probleme bekommen werden. 

Geisterspiele seien "in naher Zukunft die einzige Chance", äußerte Seifert zudem. "Deshalb bitte ich um Verständnis und Unterstützung, dass wir darüber nachdenken müssen." Es gebe "keinen Zweifel, dass die Eindämmung des Coronavirus Vorrang vor allem hat".

Am vergangenen Freitag hatte die DFL nach massiver Kritik und langem Hin und Her den eigentlich für das Wochenende geplanten 26. Spieltag abgesagt. Die Branchengrößen hatten das zögerliche Krisenmanagement im Anschluss auch mit finanziellen Zwängen begründet. Hintergrund sind Zahlungen aus dem milliardenschweren TV-Vertrag, die nur fällig werden, wenn auch tatsächlich gespielt wird.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte unlängst von der "größten Krise des deutschen Profi-Fußballs" gesprochen. Sollte die Saison wegen der Krise nicht beendet werden können, drohen Einnahmeverluste in Höhe von rund einer dreiviertel Milliarde Euro. Auch deshalb war längst über Solidarfonds innerhalb der Ligen diskutiert worden.

Von großer Bedeutung für den deutschen Fußball wird der Ausgang der UEFA-Konferenz am Dienstag sein. Die Europäische Fußball-Union berät über die Verlegung der Fußball-EM 2020 in den kommenden Winter oder den Sommer 2021. Sollte das Turnier aufgrund der Verbreitung von Sars-CoV-2 wie erwartet nicht wie ursprünglich geplant vom 12. Juni bis zum 12. Juli stattfinden, hätten die nationalen Ligen bis zum 30. Juni Zeit, ihre Saison abzuschließen.

Christian Seifert (r), Geschäftsführer der DFL GmbH und Sprecher des Präsidiums des DFL e.V., und Oliver Leki (l), Vorstand Finanzen, Marketing und Organisation des SC Freiburg, kommen zur Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL).
Christian Seifert (r), Geschäftsführer der DFL GmbH und Sprecher des Präsidiums des DFL e.V., und Oliver Leki (l), Vorstand Finanzen, Marketing und Organisation des SC Freiburg, kommen zur Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL).  © Arne Dedert/dpa/POOL/dpa

Update, 16. März, 15.50 Uhr: Lufthansa will Flugplan weiter zusammenstreichen

Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugangebot in der Coronakrise noch weiter zusammen. Neben der befristeten Komplettaussetzung der Tochter Austrian werden auch die übrigen Strecken noch weiter ausgedünnt, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Danach soll nur noch jeder zehnte geplante Fernflug stattfinden und ungefähr jede fünfte Nah- und Mittelstreckenverbindung. Ursprünglich hatte das Unternehmen im Sommerflugplan rund 26.000 Flüge in der Woche geplant.

Der Dax-Konzern wird seine Rückholflüge für Urlauber fortsetzen. Inklusive Eurowings habe man am Wochenende mit mehr als 20 Flügen rund 6000 Passagiere holen können und Vorkehrungen für weitere Evakuierungsflüge getroffen. 

Die Fluggesellschaften stünden dazu mit den jeweiligen Regierungen der Heimatländer in engem Austausch. "Jetzt geht es nicht mehr um wirtschaftliche Fragen, sondern um die Verantwortung, die Fluggesellschaften als Teil der kritischen Infrastruktur in ihren Heimatländern tragen", erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Anders als bei den Passagierflügen hält die Lufthansa ihre Frachtverbindungen unverändert aufrecht. Trotz täglich sich ändernder Bedingungen und Einreisebestimmungen in den Zielländern sei es bislang gelungen, den veröffentlichten Flugplan einzuhalten, erklärte ein Sprecher der Lufthansa Cargo am Montag in Frankfurt. Eine Ausweitung des Angebots sei aktuell nicht geplant.

Die Lufthansa will den Flugplan weiter zusammenstreichen. 
Die Lufthansa will den Flugplan weiter zusammenstreichen.   © Silas Stein/dpa

Update, 16. März, 14.45 Uhr: Jetzt greift die Bundesregierung durch

Die Bundesregierung hat jetzt an die Länder einen harten Maßnahmenkatalog geschickt. Wenn der umgesetzt wird, dann kommt das öffentliche Leben auch bei uns so gut wie zum Erliegen. 

ABER! Die wichtigsten Versorgungsstellen wie Supermärkte, Apotheken, Drogerien etc bleiben offen und sollen sogar sonntags öffnen dürfen! 

Alle Infos findest Du >>> HIER

Update, 16. März, 14.15 Uhr: Ausgangssperre in Spanien soll länger als 15 Tage dauern

Der am Samstagabend in Spanien ausgerufene Alarmzustand samt Ausgangssperre soll länger als die zunächst angepeilten 15 Tage dauern. Zwei Wochen würden "nicht ausreichen, um den Kampf zu gewinnen", sagte Transportminister José Luis Ábalos am Montag in einem Radiointerview mit dem Sender RTVE. 

"Es ist offensichtlich, dass wir keinen sicheren Zeitplan haben. Aber wenn wir jetzt keine besonders strengen Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung des Virus und die Auswirkungen auf die Gesundheit und das Leben zu stoppen, dann hat das überhaupt keinen Effekt", so Ábalos.

Nach Italien ist Spanien das von der Krise am stärksten betroffene Land in Europa. Die Zahl der Menschen, die sich mit Sars-CoV-2 infiziert haben, kletterte nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Montag auf rund 8700. Mehr als die Hälfte der Fälle wurde in der Region Madrid bestätigt. Die Präsidentin der Autonomen Region Madrid, Isabel Díaz Ayuso, wurde selbst positiv getestet. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle lag bei fast 300, mehr als 520 Patienten gelten als geheilt.

Im Rahmen des sogenannten Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe, wurden auch die meisten Läden geschlossen und der öffentliche Nah- und Fernverkehr drastisch reduziert. Die Menschen dürfen aber etwa in Supermärkten und Apotheken einkaufen sowie zu ihrer Arbeit fahren. Die längstmögliche Dauer des Alarmzustands beträgt eigentlich 15 Tage - eine Verlängerung muss vom Parlament genehmigt werden, wie Regierungschef Pedro Sánchez in einer Fernsehansprache betont hatte.

Update, 16. März, 14 Uhr: BASF will mit Herstellung von Desinfektionsmittel beginnen

Wegen der Coronavirus-Krise will der BASF-Konzern im Laufe dieser Woche mit der Herstellung von Desinfektionsmittel beginnen. Derzeit würden die organisatorischen und technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, da Desinfektionsmittel nicht zum Produktportfolio des Unternehmens gehörten, teilte ein Konzernsprecher am Montag in Ludwigshafen mit.

BASF plane derzeit, Krankenhäusern in der Metropolregion Rhein-Neckar Hand-Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen, hieß es. Für die Herstellung habe das Chemie-Unternehmen eine Ausnahmegenehmigung des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums erhalten.

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) hatte zuvor mitgeteilt, dass BASF dringend benötigte Mittel zur Haut- und Flächendesinfektion herstellen werde. Sie sei froh, dass der Konzern in enger Abstimmung mit dem Ministerium diese Möglichkeit schaffen konnte. Die Desinfektionsmittel würden vorrangig im medizinischen und pflegerischen Bereich in Rheinland-Pfalz zum Einsatz kommen, hieß es.

Update, 16. März, 13.58 Uhr: Schlösser, Klöster und Burgen in BW machen dicht wegen Coronavirus

Nach den Museen und Theatern werden von diesem Dienstag an auch alle Schlösser, Klöster, Burgen und andere Denkmäler der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Frühestens zum Ende der Osterferien nach dem 19. April würden die "Monumente des Landes" wieder geöffnet, kündigten die Organisatoren am Montag an. Die großen historischen Gärten des Landes - die Schlossgärten in Schwetzingen, Weikersheim, Rastatt und Heidelberg - dürften aber noch betreten werden. "Wir tun dies zum Schutz unserer Gäste und ebenso unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Monumenten", erklärten Michael Hörrmann und Uwe Weinreuter, die Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten.

Update, 16. März, 13.54 Uhr: EU-Kommissionsvize Timmermans wegen Corona-Kontakts in Quarantäne

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans (58), hat sich wegen der Coronavirus-Krise in freiwillige Quarantäne begeben. Hintergrund ist der Kontakt mit einer später positiv auf das Virus getesteten Person bei einem Termin am 6. März, teilte die EU-Kommission am Montag mit. Timmermans habe aber keine Symptome und sage selbst: "Ich fühle mich vollkommen in Ordnung." Die Selbstisolation soll bis zum 20. März dauern. Bisher gebe es keinen weiteren Infektionsverdacht in den Reihen der 27 Kommissare, stellte ein Sprecher klar.

Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans (58).
Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans (58).  © imago images / ZUMA Wire

Update, 16. März, 13.42 Uhr: Edeka Nord: Versorgung in Märkten weiterhin sichergestellt

Die Belieferung der Supermärkte von Edeka Nord ist angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus weiterhin sichergestellt. Die Belieferung über die Logistikzentren könne weiterhin gewährleistet werden, sagte ein Sprecher am Montag auf Anfrage. Es gebe keine Veränderungen bei den Öffnungszeiten. In einzelnen Märkten gebe es eine Begrenzung beim Kauf einzelner Produkte, damit die Ware möglichst vielen Kunden angeboten werden könne. 670 Supermärkte gehören nach eigenen Angaben zu Edeka Nord.

Update, 16. März, 13.38 Uhr: Vorerst keine Raketenstarts in Kourou wegen Coronavirus

Der Raketenbetreiber Arianespace unterbricht wegen der Coronavirus-Pandemie seine Startvorbereitungen am Weltraumbahnhof in Kourou. Diese würden wieder aufgenommen, sobald es die gesundheitlichen Bedingungen erlauben, wie Arianespace am Montag mitteilte. Der Weltraumbahnhof liegt im südamerikanischen Französisch-Guayana.

"Diese außergewöhnliche Maßnahme soll die Gesundheit der Mitarbeiter und der örtlichen Bevölkerung schützen und gleichzeitig die für die Vorbereitung der geplanten Starts erforderliche Sicherheit gewährleisten." Trägerraketen und Satelliten würden in einen sicheren Bereitschaftszustand gebracht.

Update, 16. März, 13.36 Uhr: Erstes Corona-Todesopfer in Hamburg

Erstmals ist in Hamburg ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen Bewohner einer Seniorenresidenz, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Montag. Der Mann sei bereits am Freitag gestorben und man habe nun bei Untersuchungen posthum den Virus festgestellt. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Update, 16. März, 13.28 Uhr: Sky und DAZN: Noch keine Entscheidung über Kulanz-Regelungen

Die auf Live-Sport spezialisierten Medienunternehmen Sky und DAZN haben noch keine Entscheidungen über Kulanz-Regelungen wegen ihres stark reduzierten Programms getroffen. Das sagten Sprecher des Pay-TV-Senders und des ebenfalls kostenpflichtigen Streamingdienstes am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sky und DAZN haben wegen der Absage fast aller Sportveranstaltungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus momentan keine Live-Übertragungen im Angebot. Sie zeigen derzeit vor allem Dokumentationen und Aufzeichnungen früherer Fußballspiele.

Für einen Teil der DAZN-Kunden gibt es eine einfache Lösung. Wer ein Monats-Abonnement für 11,99 Euro hat, kann eine Vier-Monats-Pause einlegen oder sogar sofort kündigen. Anders sieht es beim Jahresvertrag für 119,99 Euro aus. "Ein Jahresabo kann nicht pausiert werden", heißt es bei DAZN.

Die Telekom hat hingegen schon reagiert. Weil nahezu der komplette Sport durch Absagen stillsteht, "können wir leider den Fans und unseren MagentaSport-Kunden nicht wie gewohnt packenden Live-Sport zeigen", sagte Sponsoring-Chef Henning Stiegenroth. "Daher werden wir allen MagentaSport-Kunden zunächst den Abopreis für einen Monat erstatten. Sollte sich die Entwicklung fortsetzen, werden wir auch danach selbstverständlich eine faire Lösung für die Kunden finden." Die Telekom zeigt normalerweise Basketball, Eishockey und Drittliga-Fußball.

DAZN hat sein Angebot merklich eingeschränken müssen.
DAZN hat sein Angebot merklich eingeschränken müssen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 16. März, 13.15 Uhr: Coronavirus-Todesfälle in NRW auf acht gestiegen

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Coronavirus-Todesfälle auf acht gestiegen. Nach den sechs bis Sonntagabend bekannten Fällen sind in der Nacht auf Montag im Kreis Heinsberg zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirusinfektion gestorben. Eine 94-jährige Heinsbergerin mit Vorerkrankungen sei an einer Lungenentzündung im Krankenhaus Heinsberg gestorben, berichtete der Kreis am Montag.

Update, 16. März, 13.13 Uhr: Veranstalter FTI Group sagt wegen Corona Reisen bis Ende März ab

Der Touristikkonzern FTI Group sagt wegen der Coronavirus-Krise alle Reisen bis Ende März ab. Buchungen jeder Reiseart würden bis einschließlich 31. März storniert, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. "Das Wohl unserer Gäste wie auch unserer Mitarbeiter ist unsere oberste Maxime, daher setzen wir unsere Operationen vorerst aus". Der Veranstalter, der zu den großen in Deutschland zählt, beantragte Staatsgarantien zur Überbrückung, "um perspektivisch wieder zum Routinegeschäft zurückkehren zu können".

Zuvor hatte Branchenprimus Tui den Großteil des Reisegeschäfts ausgesetzt. Abgesagt wurden bis auf weiteres Pauschalreisen, Kreuzfahrten und der Hotelbetrieb. Bei DER Touristik gibt es keine entsprechende Entscheidung, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Alltours wollte sich derzeit auf Nachfrage nicht äußern.

Reiseanbieter FTI sagt alle Reisen bis Ende März ab. (Symbolbild)
Reiseanbieter FTI sagt alle Reisen bis Ende März ab. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Update, 16. März, 12.48 Uhr: NRW verbietet alle öffentlichen Veranstaltungen

Das Land NRW hat in einem neuen Erlass alle öffentlichen Veranstaltungen verboten. "Das schließt grundsätzlich auch Verbote für Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein", heißt es in dem neuen Erlass. Diese könnten nur bei einer individuellen Prüfung auf ihre Notwendigkeit genehmigt werden. "Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge zu dienen bestimmt sind oder der Versorgung der Bevölkerung dienen (z. B. Wochenmärkte)", heißt es.

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Update, 16. März, 12.30 Uhr: Muss jetzt das deutsche Grundgesetz geändert werden?

Im Bundestag gibt es erste Überlegungen für eine Grundgesetzänderung, um die Handlungsfähigkeit auch dann zu erhalten, wenn das Parlament wegen der Corona-Epidemie nicht zusammentreten kann. 

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach einem Gespräch von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) mit den Parlamentarischen Geschäftsführern der Fraktionen. 

Unter ihnen bestand demnach aber Einigkeit, die für die kommende Woche geplante Sitzungswoche stattfinden zu lassen. Anschließend geht der Bundestag ohnehin erst einmal für drei Wochen in die Osterpause.

Update, 16. März, 12.25 Uhr: Tausende Deutsche sitzen im Ausland fest

Die Bundesregierung geht davon aus, dass mehrere tausend Deutsche wegen Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Vor allem in der Türkei, Marokko, Indonesien und den Philippinen haben Bundesbürger nach Angaben des Auswärtigen Amts Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren. 

Man sei mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern im intensiven Gespräch, "um möglichst pragmatische und möglichst schnelle Lösungen" für eine Ausreise zu finden, sagte Sprecherin Maria Adebahr am Montag in Berlin.

In den vergangenen Tagen hatten immer mehr Länder Flugverbindungen gekappt und Grenzen weitgehend geschlossen. Deswegen rät das Auswärtige Amt seit Sonntag grundsätzlich von Reisen ins Ausland ab - ein beispielloser Vorgang. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", schrieb Außenminister Heiko Maas (SPD) dazu auf Twitter.

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts heißt es weiter, es sei mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen. Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften erfolgten teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung.

Update, 16. März, 12.20 Uhr: Im Iran bereits 853 Todesopfer und fast 15.000 Infizierte

Erneut ist die Zahl der Coronavirus-Opfer im Iran drastisch gestiegen. Innerhalb von nur 24 Stunden habe sich die Zahl der Toten von 724 auf 853 erhöht, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianush Dschahanpur, am Montag in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 stieg im gleichen Zeitraum auf 14991.

Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran mit über 3700. Gleichzeitig seien fast 5000 infizierte Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, sagte der Sprecher im Staatsfernsehen. Unter den Toten war auch ein Mitglied des Expertenrats, ein Gremium für klerikale Angelegenheiten. Haschem Bathaei starb Medienangaben zufolge im Alter von 78 Jahren an den Folgen des Coronavirus.

Präsident Hassan Ruhani rief am Montag alle Iraner dazu auf, auch zum persischen Neujahr am 20. März zuhause zu bleiben und während der Ferien Reisen zu vermeiden. Ab Montag werde die Polizei bei Autofahrern auf den Landstraßen Fiebermessungen vornehmen.

Voraussichtlich werden sowohl die Schulen als auch die Universitäten im Land nicht wie geplant Anfang April geöffnet. Der Krisenstab werde mit den relevanten Ministerien noch beraten müssen, wann eine Öffnung möglich sei, sagte der Präsident.

Die Polizei untersagte auch das traditionelle Feuerfest am letzten Dienstag des persischen Jahres – zu vergleichen mit dem Feuerwerk an Silvester.

Update, 16. März, 12 Uhr: Robert Koch Institut warnt eindinglich vor Corona-Partys

Der Club hat dicht, also steigt die Party zu Hause? Von solchen Überlegungen hat das Robert Koch-Institut (RKI) angesichts der Coronavirus-Ausbreitung vehement abgeraten. Nach Hause einzuladen oder zu anderen Festen zu gehen, sei im Sinne der Eindämmungsbestrebungen nicht sinnvoll, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Montag in Berlin. 

"Ich sage das deshalb, weil es inzwischen offenbar bereits sogenannte Corona-Partys gibt, wenn die Clubs geschlossen wurden." Er appellierte: "Bitte tun Sie das nicht. Bleiben Sie möglichst zu Hause, und schränken Sie ihr Gesellschaftsleben so weit wie möglich ein."

Update, 16. März, 11.55 Uhr: Rewe und Penny suchen Mitarbeiter

Wegen der hohen Nachfrage infolge der Coronavirus-Krise sucht die Handelskette Rewe mit Hochdruck neue Mitarbeiter. "Wer in unseren Märkten jetzt als Aushilfe tätig werden möchte, kann sich unkompliziert bewerben", sagte Rewe-Chef Lionel Souque am Montag. Der Konzern hofft nicht zuletzt auf Studenten, die wegen der Schließung der Universitäten aktuell nichts zu tun haben.

Die Warenversorgung bei Rewe und der konzerneigenen Discount-Kette Penny sei trotz der hohen Nachfrage gesichert, betonte Souque. 

Alle Infos findest Du >>> HIER

Update, 16. März, 11.50 Uhr: Hacker legen bayerische Lernplattform Mebis lahm

Hacker haben am Montag die eigentlich für den Fernunterricht in Bayern gedachte Online-Plattform Mebis lahmgelegt. Seit den frühen Morgenstunden seien die Server einer Attacke ausgesetzt, twitterten die Seitenbetreiber. Der Angriff erfolge durch Hunderttausende automatisierte Seitenaufrufe. Man arbeite daran, die Seite wieder zum Laufen zu bekommen, hieß es aus dem bayerischen Kultusministerium in München.

Während der Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie sollen die bayerischen Schüler in den kommenden Wochen von ihren Lehrern über Mebis mit Lernmaterial versorgt werden. Auch ein Archiv mit Prüfungsaufgaben, ein Informationsportal und rund 55 000 Medien können in dem virtuellen Klassenzimmer abgerufen werden.

Bayern gehört zu den Ländern, die eine Online-Plattform haben, allerdings sind diese nicht für einen flächendeckenden Ersatz von geschlossenen Schulen ausgelegt. Das Ministerium in München verwies auch auf das Schulfernsehen. Von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 12.00 Uhr sendet der Bildungskanal ARD-alpha ein Lernprogramm. Auch in der BR Mediathek des Bayerischen Rundfunks können Inhalte unter der Rubrik «Schule daheim - Online lernen» abgerufen werden - wie auf Mebis, wenn es denn funktioniert.

Update, 11.43 Uhr: Robert Koch Institut stuft drei US-Bundesstaaten als Risikogebiet ein

Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft inzwischen auch die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York als Coronavirus-Risikogebiete ein. Dort gebe es nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörden eine anhaltende Virusübertragung innerhalb der Bevölkerung, begründete RKI-Vizepräsident Lars Schaade den Schritt am Montag in Berlin. 

Bisher sind Italien und Iran sowie Regionen in China, Südkorea, Frankreich (Region Grand Est), Österreich (Bundesland Tirol) sowie Madrid in Spanien als Risikogebiete eingestuft. In Deutschland gilt der Kreis Heinsberg in NRW als "besonders betroffen".

Ein Überblick über die aktuellen Risikogebiete. 
Ein Überblick über die aktuellen Risikogebiete.   © TAG24

Update, 16. März, 11.25 Uhr: Einschränkungen im Flugverkehr in Frankfurt

Am Frankfurter Flughafen läuft der Betrieb in der Coronaviruskrise deutlich eingeschränkt. Für den Montag waren aber noch rund 1000 Starts und Landungen geplant, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport am Montag berichtete. Das wären nur rund 400 weniger als im Normalbetrieb. Allerdings sind die Flugzeuge deutlich leerer als sonst, denn statt 170 000 Passagieren wie üblich werden aktuell nur rund 90 000 erwartet. In den Terminals ist deutlich weniger los als üblich.

Grund für den Sparbetrieb am größten deutschen Flughafen sind immer neue Einreisebeschränkungen in verschiedenen Ländern und Flugabsagen der Gesellschaften wegen schlechter Auslastung. Auf dem aktuellen Flugplan stehen aber auch noch Verbindungen in ausgesprochene Krisengebiete wie Teheran oder Madrid.

Der Hauptkunde Lufthansa, der in Frankfurt für mehr als zwei Drittel aller Flugbewegungen steht, hat eine Reduzierung seines Angebots um bis zu 70 Prozent für die kommenden Tage angekündigt. Auch der Ferienflieger Condor streicht sein Angebot in wichtige Ferienziele wie die USA, Karibik und Türkei zusammen.

Update, 16. März, 11.10 Uhr: Baden-Württemberg will Flugverkehr stoppen

Baden-Württemberg greift durch! Das Land will den Flugverkehr stoppen. Alle Infos gibt es >>> HIER

Update, 16. März, 11 Uhr: Die aktuellen Infektionszahlen in Deutschland und weltweit

Nach aktuellem Stand sind in Deutschland 6206 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 13 Todesfälle hat es bislang.

Die aktuellen Infektionszahlen in Deutschland. 
Die aktuellen Infektionszahlen in Deutschland.   © TAG24
Die Fallzahlen weltweit und in Deutschland. 
Die Fallzahlen weltweit und in Deutschland.   © TAG24

Update, 16. März, 10.50 Uhr: Zentralrat der Muslime ruft dazu auf, 5 Pflichtgebete zu Hause abzuhalten

Der Zentralrat der Muslime hat dazu aufgerufen, die im Islam gängigen fünf Gebete am Tag nun zu Hause durchzuführen und nicht in die Moscheen zu gehen. 

"Studien mit anderen Coronaviren deuten darauf hin, dass diese z.B. auf Baumwolle bis zu 24h nachweisbar bleiben. Je höher die Ausgangsvirenzahl, desto länger der Nachweis. Es können diese also über unsere Teppiche in den Moscheen übertragen werden", heißt es unter anderem in einer Pressemitteilung. 

Update, 16. März, 10.40 Uhr: Kölns Oberbürgermeisterin Reker in Quarantäne

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63, parteilos) befindet sich seit Sonntagabend in Quarantäne, wie ihr Sprecher am Montag mitteilte. Alle Infos gibt es >>> HIER

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist in Quarantäne. 
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist in Quarantäne.   © Oliver Berg/dpa

Update, 16. März, 10.10 Uhr: Söder ruft Katastrophenfall für Bayern aus

Bayern hat aufgrund der Coronavirus-Pandemie den Katastrophenfall ausgerufen. Ministerpräsident Markus Söder sagte dies Medienberichte zufolge Journalisten in München. Die Maßnahme sei notwendig, da Infektionsketten nicht mehr nachzuvollziehen seien. Der Notfallplan greift zunächst für zwei Wochen. Was genau er beinhaltet und ob es jetzt Ausgangssperren gibt, wird sich zeigen. 

Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen der Coronakrise stellt der Freistaat Bayern zudem bis zu zehn Milliarden Euro Sondervermögen bereit. "Wir lassen niemanden allein", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Zudem wurde die Schuldenbremse ausgesetzt. 

Um die Grundversorgung mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Produkten sicherzustellen, weitet Bayern aber die Ladenöffnungszeiten für bestimmte Geschäfte aus: Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Banken und einige weitere Geschäfte dürfen unter der Woche nun bis 22 Uhr öffnen und auch sonntags geöffnet haben. Speiselokale sollen zudem nur noch von 6 bis 15 Uhr öffnen dürfen. Im Innenbereichen soll es Mindestabstände zwischen den Gästen geben.

Alle Infos zu der Coronavirus-Lage in Bayern findet ihr >>> HIER

Update, 16. März, 9.45 Uhr: Kurzarbeit auch im Fußball möglich!

Der renommierte Arbeitsrechtler Johan-Michael Menke hält angesichts der Coronakrise auch im deutschen Fußball Kurzarbeit für möglich. "Um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus abzumildern, könnte aus Clubsicht über die Möglichkeit von Kurzarbeit nachgedacht werden", sagte Menke dem "Kicker".

Demnach hätten sich bereits "verschiedene Regionalligisten, die genau wie die Drittligisten ob der Ausfälle im Ticketing wesentlich härter betroffen sind, mit dem Thema Kurzarbeit befasst", wie das Fachmagazin am Montag schreibt. Menke hatte vor zwei Jahren den FSV Mainz 05 im Rechtsstreit mit Ex-Torwart Heinz Müller über die Zulässigkeit von befristeten Arbeitsverträgen vertreten.

Sollte in diesem Jahr die Saison nicht bis zum 30. Juni beendet werden können, wenn viele Spielerverträge auslaufen, drohen komplexe Fragen. "Bei einem späteren Saisonende müssten im Einklang mit den lizenzrechtlichen Vorgaben Sondervereinbarungen getroffen werden", sagte Menke.

Update, 16. März, 9.15 Uhr: Easyjet ruft Regierung zu Hilfe für Airlines auf

Der britische Billigflieger Easyjet ruft Europas Regierungen angesichts der Coronavirus-Pandemie auf, die Branche mit Finanzhilfen zu unterstützen. "Europas Luftfahrtbranche steht vor einer unsicheren Zukunft", sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren am Montag. Es brauche eine koordinierte Unterstützung durch die europäischen Regierungen, damit die Branche überlebe und nach dem Ende der Krise ihren Betrieb fortsetzen könne.

Das Management schließt nicht aus, dass Easyjet wie andere Airlines den Großteil der Flotte wegen der geltenden Reisebeschränkungen und der Buchungseinbrüche in Kürze am Boden lassen muss. Das Unternehmen habe sein Flugangebot bereits deutlich gekürzt, setze den Betrieb vorläufig aber soweit möglich fort, um bereits verreiste Kunden zurück in die Heimat zu holen.

Eine Finanzprognose für das Geschäftsjahr bis Ende September ist aus Sicht der Easyjet-Führung derzeit unmöglich. Das Unternehmen verfüge aber über eine starke Bilanz mit Finanzmitteln von 1,6 Milliarden britischen Pfund (1,8 Mrd Euro) und eine Kreditlinie von 500 Millionen US-Dollar (450 Mio Euro). Hinzu kämen Flugzeuge im Wert von mehr als 4 Milliarden Pfund, die unbelastet von Schulden seien, sowie wertvolle Start- und Landerechte. Bis zum Jahr 2022 müsse Easyjet keine Kredite refinanzieren und spreche derzeit mit Geldgebern.

Ein Flieger von Easyjet. 
Ein Flieger von Easyjet.   © Owen Humphreys/PA Wire/dpa

Update, 16. März, 9 Uhr: Dax stürzt unter 9000 Punkte - tiefster Wert seit 2016

Als Folge der sich zuspitzenden Coronavirus-Krise ist der deutsche Aktienindex Dax am Montag unter die Marke von 9000 Punkten gefallen. Kurz nach Handelsbeginn fiel das Börsenbarometer auf 8715 Punkte. Das war ein Minus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Schlussstand vom Freitag und zugleich der tiefste Stand seit Februar 2016.

Erst am Donnerstag hatte der Dax mit dem zweitgrößten prozentualen Tagesverlust in seiner gut dreißigjährigen Geschichte unter der Marke von 10 000 Zählern geschlossen. Auf Wochensicht ergab sich ein Minus von rund 20 Prozent.

Am Montagmorgen waren bereits die Kurse in Asien weiter abgerutscht. Der japanische Leitindex Nikkei-225 verlor gut 2,5 Prozent auf 17 002 Punkte. In China ging es für den CSI mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen um 4,3 Prozent auf 3727,84 Zähler nach unten.

Update, 16. März, 8.50 Uhr: Die Grenzkontrollen in Deutschland haben begonnen

Deutschland hat an den Grenzen nach Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark am Montagmorgen um 8 Uhr mit den geplanten Kontrollen begonnen. Dadurch soll eine rasante Ausbreitung des Virus verhindert und die Zahl der Infizierten und Toten kleingehalten werden. Reisende ohne triftigen Grund dürfen daher nicht mehr nach Deutschland einreisen, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Der Warenverkehr und Berufspendler seien davon aber nicht betroffen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Maßnahmen am Sonntagabend angekündigt. Sie waren zuvor von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Seehofer und mehrere Ministerpräsidenten vereinbart worden.

Dänemark hatte die Grenze zu Deutschland bereits am Samstag um 12 Uhr geschlossen. Ein Verkehrschaos blieb am Montagmorgen zunächst aus.

An der Grenze zu Österreich blieb es kurz vor und zu Beginn der Kontrollen ruhig. Der Verkehr rollte zunächst normal weiter, der Rückstau nach Österreich war gering, wie dpa-Reporter vor Ort berichteten. Auch Raststätten und deren Parkplätze im Grenzgebiet seien auffällig leer.

Polizisten stehen an der Autobahn 3 in der Nähe von Pocking an einer Kontrollstelle.
Polizisten stehen an der Autobahn 3 in der Nähe von Pocking an einer Kontrollstelle.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 16. März, 8 Uhr: Wirtschaft in China bricht ein

China und Südkorea, wo die Ausbreitung des Virus ihren Anfang nahm, melden inzwischen nur noch wenige Neuinfektionen. Sie sorgen sich aber um Erkrankte, die aus dem Ausland einreisen. 

In Chinas Wirtschaft, die seit Ende Januar praktisch zum Stillstand kam, hat die Coronakrise tiefe Spuren hinterlassen. Wie das Pekinger Statistikamt am Montag mitteilte, ging die Industrieproduktion im Januar und Februar im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des Vorjahres um 13,5 Prozent zurück - der stärkste bislang gemessene Einbruch. 

Mit einem Minus von 20,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sackte auch der Umsatz im Einzelhandel ab. Die Anlageinvestitionen brachen um 24,5 Prozent ein.

Frachtstücke warten am Terminal des internationalen Flughafens Hongkong darauf, verladen zu werden.
Frachtstücke warten am Terminal des internationalen Flughafens Hongkong darauf, verladen zu werden.  © May James/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 16. März, 7.55 Uhr: Olympia-Qualifikation ohne Zuschauer

Die europäische Olympia-Qualifikation der Boxer in London wird von Montag an ohne Zuschauer fortgesetzt. Das teilte der Ausrichter mit. Als Gründe wurden eine "veränderte Situation mit dem Coronavirus sowie Bedenken um die öffentliche Gesundheit" angegeben. An den ersten beiden Tagen des Turniers waren in der Olympia-Halle von 2012 noch Zuschauer zugelassen.

Update, 16. März, 7.23 Uhr: Britische Regierung will zulassen, dass sich das Coronavirus ausbreitet

Die britische Regierung will zulassen, dass sich das Coronavirus ausbreitet und die Bevölkerung dadurch immun wird. Dazu heißt es am Montag im Zürcher "Tages-Anzeiger":

"Eine Reihe von Experten stimmt dem Experiment zu, trotz seines darwinistischen Charakters. Andere, vielleicht die Mehrheit, befürchten, dass London ein enormes Risiko eingeht, das zusätzlich Tausende von Leben kosten könnte. Unter den Alten und Schwachen der Insel geht die Angst um. Sie könnten die Opfer dieser Politik sein.

Wer hier richtig kalkuliert hat, wird sich natürlich erst sehr viel später erweisen. Klar ist aber schon jetzt, dass die Briten mehr als andere auf Zeitgewinn angewiesen sind. Ihr Gesundheitswesen ist, zumal von den Tories, sträflich heruntergewirtschaftet worden. Es gibt nicht genug Betten, Personal, Test-Kits, Beatmungsgeräte. Öffnet Johnson dem Virus Tür und Tor, ohne Tests, ohne rasche Quarantäne, ist schwer zu sehen, wie er der Lage Herr werden will."

Boris Johnson (55), Premierminister von Großbritannien. (Archivbild)
Boris Johnson (55), Premierminister von Großbritannien. (Archivbild)  © dpa/PA Wire/Tv Pool

Update, 16. März, 7.13 Uhr: Nutztierhaltung: Institut forscht mit Tierversuchen am Coronavirus

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bei Greifswald hat mit Tierversuchen zur Erforschung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 begonnen. Ausgewählt wurden dafür Schweine, Hühner, Frettchen und Nilflughunde, eine Fledermausart, wie FLI-Präsident Thomas Mettenleiter (62) der "Deutschen Presse-Agentur" sagte. Diese Versuche seien derzeit das dringlichste Forschungsvorhaben auf der Insel Riems.

"Es ist wichtig zu wissen, ob wir durch das Virus auch Schwierigkeiten in der Nutztierhaltung bekommen könnten", erklärte der Wissenschaftler. Mit Ergebnissen wird frühestens Ende April gerechnet. 

Update, 16. März, 7.06 Uhr: G7-Krisentreffen wegen Coronavirus

Die internationale Gemeinschaft verstärkt ihre Bemühungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten wollen an diesem Montag (15.00 Uhr MEZ/10.00 Uhr Ortszeit US-Ostküste) in einer Videokonferenz darüber beraten. Die Finanzminister der Eurogruppe sprechen per Videoschalte (15.00 Uhr) über ein umfassendes Krisenpaket. Schon am Vormittag (11.00 Uhr) tagt unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (65, CDU) der Kabinettsausschuss zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise.

Update, 16. März, 6.39 Uhr: Bundespräsident Steinmeier: "Wir werden das Virus besiegen"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (64) hat bei den Bürgern um Verständnis für die Einschränkungen im täglichen Leben geworben, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. "Unsere Selbstbeschränkung heute kann morgen Leben retten", sagte Steinmeier in einem am Montag veröffentlichten Interview des Nachrichtenportals "t-online.de". Um so viele Leben wir möglich zu retten, seien "drastische und sofortige Einschnitte in unser tägliches Leben, unseren Berufsalltag" notwendig. "Auf alte Gewohnheiten wie Umarmungen, den Begrüßungskuss, das Händeschütteln müssen wir eine Zeit lang verzichten", sagte Steinmeier.

"Die Corona-Krise fordert uns heraus. Wir haben es in der Hand, ob die Solidarität nach innen und außen die Oberhand gewinnt - oder der Egoismus des Jeder für sich", appellierte Steinmeier an die Bürger. "Wir werden das Virus besiegen", versicherte der Bundespräsident. Er fügte hinzu: "Die Welt wird danach eine andere sein. In welche Richtung es geht, das hängt von uns ab."

Frank-Walter Steinmeier (64): "Die Welt wird danach eine andere sein. In welche Richtung es geht, das hängt von uns ab."
Frank-Walter Steinmeier (64): "Die Welt wird danach eine andere sein. In welche Richtung es geht, das hängt von uns ab."  © dpa/ZB/Britta Pedersen

Update, 16. März, 6.32 Uhr: New York und Washington schließen Restaurants

Um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, schränken New York und Washington das Sozialleben in den kommenden Tagen weiter ein. Bars, Restaurants und Cafés würden vorerst weitgehend geschlossen bleiben, kündigten die Behörden am Sonntag (Ortszeit) an. Nur Lieferdienste sowie Speisen und Getränke zum Mitnehmen seien weiter verfügbar. 

In New York müssten ab Dienstagmorgen um 9.00 Uhr (14.00 Uhr MEZ) zudem Nachtclubs, Kinos und andere Veranstaltungsorte schließen, hieß es. Ebenfalls bleiben von Montag an auch die öffentlichen Schulen geschlossen.

Update, 16. März, 6.25 Uhr: TUI setzt Reiseaktivitäten weitgehend aus

Der Touristikkonzern Tui setzt wegen der Coronavirus-Krise den größten Teil seiner Reiseaktivitäten aus. Eine Prognose der Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr traut sich das Management angesichts der Belastungen nicht mehr zu, weshalb der Ausblick von Mitte Februar laut einer Mitteilung aus der Nacht zum Montag zurückgezogen wurde. 

"In dem sich gegenwärtig schnell verändernden Umfeld bleiben die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gäste und Mitarbeiter auf der ganzen Welt von höchster Wichtigkeit. Deshalb hat der TUI Konzern (...) beschlossen, den größten Teil aller Reiseaktivitäten, einschließlich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb, bis auf weiteres auszusetzen", hieß es.

Um die Folgen der Krise auf das Jahresergebnis zu mildern, sollen die Kosten nun deutlich gesenkt werden. Zudem will der Konzern Staatsgarantien zur Unterstützung beantragen, bis der normale Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Aktuell verfügt Tui den Angaben zufolge noch über Finanzmittel und verfügbare Kreditfazilitäten in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro.

Der Touristikkonzern Tui setzt wegen der Coronavirus-Krise den größten Teil seiner Reiseaktivitäten aus. (Archivbild)
Der Touristikkonzern Tui setzt wegen der Coronavirus-Krise den größten Teil seiner Reiseaktivitäten aus. (Archivbild)  © dpa/Clara Margais

Update, 16. März, 6.17 Uhr: Ärzte fordern Zeltstationen vor Kliniken für Coronavirus-Tests

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt (59), hat sich angesichts der Coronavirus-Krise für die Einrichtung von Zeltstationen vor den Kliniken ausgesprochen. "Wir sollten Zeltstationen vor den Kliniken einrichten, in denen getestet wird, ob es sich um Corona-Patienten handelt oder nicht. So lässt sich die Übertragung auf anders Erkrankte besser verhindern", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Montag). Das müsse jetzt geschehen, bevor uns die große Welle erreiche, sagte Reinhardt. Darüber sei man mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) im Austausch. In Kürze solle darüber bei einem Krisentreffen beraten werden.

Reinhardt sprach sich auch dafür aus, Ärzte im Ruhestand zu aktivieren und Medizinstudenten als Helfer einzusetzen. "Wenn Kollegen helfen wollen, die sich fit fühlen und rüstig sind, ist das eine gute Sache", sagte er. Auch Studenten könnten mit eingesetzt werden. "Jede unterstützende Kraft ist jetzt hilfreich. Das ist eine Ausnahmesituation, die auch für uns neu ist", erklärte Reinhardt.

Update, 16. März, 6.10 Uhr: Bundesregierung rät von allen nicht notwendigen Auslandsreisen ab

Die Bundesregierung rät wegen der Corona-Krise von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (53, SPD) am Sonntagabend zur Begründung auf Twitter.

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts heißt es weiter, es sei mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen. Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften würden teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung erfolgen. Davon seien derzeit zahlreiche Reisende in mehreren Ländern betroffen und an der Weiter- oder Rückreise gehindert.

Bisher hatte das Auswärtige Amt wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus nur von Reisen in besonders betroffene Länder wie Italien oder Iran abgeraten. Eine Reisewarnung gibt es bisher nur für die chinesische Region Hubei, von wo aus sich das Virus ausgebreitet hatte. Reisewarnungen werden nur bei einer akuten Gefahr für Leib und Leben ausgesprochen und sind daher selten. Sie können eine kostenfreie Stornierung von Reisen ermöglichen.

Update, 15. März, 22.46 Uhr: Nord- und Ostseeinseln werden für Touristen gesperrt

ALLE norddeutschen Küstenländer sperren ab Montag ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen.

Darauf hätten sich die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Sonntag verständigt, wie die Staatskanzlei in Schwerin mitteilte. Zu den betroffenen Inseln Schleswig-Holsteins gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und Nordstrand. 

In Mecklenburg-Vorpommern würden die Maßnahmen auf den Inseln Rügen, Usedom, Hiddensee und Poel schrittweise eingeführt, hieß es am Abend - wegen der Größe der Inseln und der zahlreichen direkten Verbindungen aufs Festland.

Von den Zugangsbeschränkungen ausgenommen seien lediglich Personen, die ihren ersten Wohnsitz auf einer der norddeutschen Inseln haben oder zur Arbeit auf die Inseln müssen - oder von der Arbeit auf dem Festland zurückkehren. Die Versorgung der Inseln mit Gütern des täglichen Bedarfs wird weiterhin sichergestellt.

Grund für die Abriegelung ist, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht auf eine größere Zahl von mit dem Coronavirus infizierten Menschen vorbereitet sind. Die Maßnahme dient damit sowohl dem Schutz der Inselbevölkerung als auch dem Schutz der Gäste.

Urlauber, die bereits auf einer der Inseln Quartier bezogen haben, werden gebeten, den Heimweg anzutreten.

Alle Inseln der Nord- und Ostsee (wie hier Sylt) werden ab Montag für Touristen gesperrt.
Alle Inseln der Nord- und Ostsee (wie hier Sylt) werden ab Montag für Touristen gesperrt.  © Carsten Rehder/dpa

Update, 15. März, 22.27 Uhr: Entwicklung der Infektionen im Vergleich zum Vortag

Aktuell sind in Deutschland 5795 Menschen (Stand: 15. März, 18.44 Uhr) am Coronavirus erkrankt. Das ist ein Plus von 1270 zum Vortag (14. März, 20.55 Uhr). Im gleichen Zeitraum sind in Italien 3590 und in Spanien 1483 neue Infektionen dazu gekommen. Weltweit stieg die Zahl von 155.834 auf 167.569.

Die Zahl der Todesfälle hierzulande stieg von 8 auf 13.

Update, 15. März, 22.04 Uhr: Söder: Bayern wird wegen Corona-Krise Katastrophenfall ausrufen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder am Sonntagabend im BR Fernsehen.

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Diese seien notwendig, damit das Land im Kampf gegen das Coronavirus entsprechende Maßnahmen ergreifen könne, hieß es in Regierungskreisen. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten.

Neben den bekannten Schritten wie einer Schließung aller nicht systemrelevanten Geschäfte soll dann auch die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbezogen werden. Das Gesundheitsministerium soll - so berichtet die Zeitung - zudem sämtliche Beatmungsgeräte im Land erfassen und ein Notfallkonzept entwickeln, wie sich sogenannte temporäre Krankenhäuser einrichten lassen. Sie sollen demnach in Messe-, Sport- und Konzerthallen entstehen, falls die Zahl der Erkrankten drastisch steigt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU).
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU).  © Sven Hoppe/dpa

Update, 15. März, 21.55 Uhr: Dietmar Hopp äußert sich

Der Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim postete am Abend ein Statement von Mäzen Dietmar Hopp zur aktuellen Impfstoff-Debatte.

Mehr Infos >>> hier.

Update, 15. März, 21.36 Uhr: Bayern plant wegen Corona Ausrufung des Katastrophenfalls

In Bayern könnte ab Dienstag wegen des Coronavirus der Katastrophenfall ausgerufen werden. Die finale Entscheidung werde aber erst am Montagmorgen getroffen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntagabend aus Regierungskreisen in München. Zuvor hatten die "Nürnberger Nachrichten" darüber berichtet.

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Diese seien notwendig, damit das Land im Kampf gegen das Coronavirus entsprechende Maßnahmen ergreifen könne, hieß es in Regierungskreisen. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten.

Neben den bekannten Schritten wie einer Schließung aller nicht systemrelevanten Geschäfte soll dann auch die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbezogen werden. Das Gesundheitsministerium soll - so berichtet die Zeitung - zudem sämtliche Beatmungsgeräte im Land erfassen und ein Notfallkonzept entwickeln, wie sich sogenannte temporäre Krankenhäuser einrichten lassen. Sie sollen demnach in Messe-, Sport- und Konzerthallen entstehen, falls die Zahl der Erkrankten drastisch steigt.

Update, 15. März, 21.32 Uhr: Aktuelle Sterblichkeitsraten

Weltweit liegt die Sterblichkeitsrate bei am Coronavirus erkrankten Menschen bei rund 3,9 Prozent. In Italien ist sie mit 7,3 Prozent besonders hoch, in Deutschland mit 0,2 Prozent ziemlich niedrig (Stand 20.40 Uhr).

Sterblichkeitsrate im Überblick
Sterblichkeitsrate im Überblick  © TAG24

Update, 15. März, 21.19 Uhr: Zahl der momentan infizierten Menschen nach Ländern

In China ist die Zahl der momentan infizierten Menschen auf 10.719 gesunken. Das ist halb so viel wie in Italien (Stand 20.40 Uhr). 

Zahl der aktuell infizierten Menschen.
Zahl der aktuell infizierten Menschen.  © TAG24
Weltweit sind derzeit 84.676 Menschen infiziert und 76.598 geheilt.
Weltweit sind derzeit 84.676 Menschen infiziert und 76.598 geheilt.  © TAG24

Update, 15. März, 20.40 Uhr: Luxuskonzern LVMH will kostenloses Desinfektionsmittel produzieren

Der Luxuskonzern LVMH will wegen der Coronavirus-Krise in seinen Parfum- und Kosmetikfabriken in Frankreich große Mengen Desinfektionsmittel produzieren. Ab Montag sollen Fabriken, die eigentlich Parfüm für Christian Dior oder Givenchy produzieren, entsprechendes Gel herstellen, um dem Mangel an Desinfektionsmittel entgegenzuwirken, wie der französische Konzern am Sonntag mitteilte. Die Handdesinfektionsmittel sollen dann kostenlos an Gesundheitseinrichtungen in Frankreich ausgeliefert werden.

LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton ist der weltweit führende Luxusgüterkonzern. Zu der Gruppe gehören unter anderem Champagnerhäuser wie Veuve Clicquot Ponsardin und Krug sowie Modehäuser wie Kenzo und Fendi.

Update, 15. März, 20.31 Uhr: Kommunalwahlen in Frankreich: Rekordtief bei Wahlbeteiligung erwartet

Die vom Coronavirus überschattete erste Runde der Kommunalwahlen ist ersten Schätzungen zufolge mit einem Rekordtief bei der Wahlbeteiligung zu Ende gegangen. Nach Berechnungen des Instituts Ipsos-Steria sind rund 54,5 Prozent der Bürgerinnen und Bürger nicht zur Wahl gegangen. Damit wäre der bisherige Rekord von 2014 um rund 20 Prozentpunkte übertroffen.

Obwohl das öffentliche Leben in Frankreich weitgehend stillsteht, waren am Sonntag fast 48 Millionen Menschen aufgerufen, die Wahllokale aufzusuchen. An der Entscheidung, die Wahl trotz der Ausbreitung des Coronavirus stattfinden zu lassen, gab es massive Kritik.

Bei der Kommunalwahl wird in Frankreich über die Machtverhältnisse in den Kommunalparlamenten abgestimmt. Auch 330.000 in Frankreich lebende EU-Bürger dürfen wählen. Wo keine absolute Mehrheit erreicht wird, soll es am 22. März einen zweiten Wahlgang geben, zu dem alle Listen mit mehr als zehn Prozent aus dem ersten Wahlgang antreten dürfen. Ob diese unter den derzeitigen Bedingungen wirklich stattfinden wird, soll voraussichtlich am Dienstag entschieden werden.

Update, 15. März, 20.29 Uhr: Bolsonaro-Anhänger demonstrieren in Brasilien trotz Corona-Warnung

Trotz der Empfehlung des brasilianischen Gesundheitsministeriums, Menschenansammlungen zu vermeiden, haben Anhänger von Brasiliens rechtsgerichtetem Präsidenten Jair Bolsonaro gegen den Kongress und für die Regierung protestiert. "Wir haben mehr Angst vor korrupten Politikern als vor dem Coronavirus", sagte ein Mann am Sonntag an der Copacabana in Rio de Janeiro. "Das Coronavirus ist eine Grippe - sie sind eine Plage."

Bolsonaro wirft dem Kongress vor, bei der "alten Politik" von politischer Unterstützung gegen bestimmte Gegenleistungen zu bleiben. Er hatte vor einigen Wochen zu der Demonstration aufgerufen, aber in einer Facebook-Schalte mit Atemmaske am Donnerstag wieder davon abgeraten. Sein Kommunikationssekretär Fábio Wajngarten, der bei einer Reise in die Vereinigten Staaten auch US-Präsident Donald Trump getroffen hatte, war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin machte Bolsonaro ebenfalls einen Test, von dem er sagte, dass er negativ gewesen sei.

Anhänger von Brasiliens rechtsgerichtetem Präsidenten Bolsonaro bei einer Demonstration gegen den Kongress und für die Regierung.
Anhänger von Brasiliens rechtsgerichtetem Präsidenten Bolsonaro bei einer Demonstration gegen den Kongress und für die Regierung.  © Dario Oliveira/ZUMA Wire/dpa

Update, 15. März, 20.24 Uhr: Stuttgarter Ballett nach Corona-Fall in Quarantäne

Bei einem Teilnehmer eines Gastspiels des Stuttgarter Balletts ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Daher befänden sich alle Tänzer und Mitarbeiter, die mit der erkrankten Person bei dem Gastspiel in Friedrichshafen Kontakt hatten, seit Samstag für zwei Wochen in häuslicher Quarantäne, teilte die Intendanz am Sonntag mit. Es handele sich um rund 120 Personen. Der erkrankten Person gehe es momentan gut.

Update, 15. März, 20.12 Uhr: Luxemburg schließt Restaurants und Bars: Bürger sollen daheim bleiben

In Luxemburg bleiben von Montag an Restaurants und viele Geschäfte wegen des Coronavirus geschlossen. Dies teilte Premierminister Xavier Bettel am Sonntagabend nach einer Sondersitzung der Regierung mit. Auch Kneipen, Restaurants, Cafés, Kinos, Diskotheken, Theater, Bibliotheken, Schwimmbäder und Sporthallen sind bis auf Weiteres geschlossen. Allen Bürgern des Großherzogtums wurde "dringend geraten", ohne zwingende Gründe nicht das Haus zu verlassen.

Hotels sind weiter geöffnet, deren Restaurants jedoch nicht. Von den Schließungen ausgenommen sind beispielsweise Apotheken, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Optiker, Tankstellen und Banken.

Unternehmen wurde geraten, möglichst auf Heimarbeit umzustellen und ansonsten ihre Aktivitäten auf ein Minimum zu reduzieren. Auch die öffentliche Verwaltung werde sich entsprechend verhalten.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist im Großherzogtum auf 77 (Stand Sonntag) gestiegen. Zudem gab es einen Todesfall.

Update, 15. März, 20.04 Uhr: Aktueller Stand in Europa

Die Zahl der Infektionen in Italien ist inzwischen auf knapp unter 25.000 gestiegen (Stand 18.44 Uhr). Auch im sonstigen Europa ist ein Anstieg zu beobachten.

Italien bleibt europäischer Spitzenreiter.
Italien bleibt europäischer Spitzenreiter.  © TAG24

Update, 15. März, 20.00 Uhr: Söder: Strengere Grenzkontrollen sind zum Schutz Bayerns notwendig

Die strengeren Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze sind nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder (53) wegen des sich ausbreitenden Coronavirus unverzichtbar. "Zur Sicherheit und zum Schutz Bayerns ist die Einschränkung des Grenzverkehrs zu Österreich notwendig", schrieb der bayerische Ministerpräsident am Sonntagabend auf Twitter. Für Pendler sowie Waren- und Lieferketten bleibe die Grenze offen, damit die Bevölkerung versorgt werde. "Die bayerische Grenzpolizei steht bereit, um Bundespolizei zu unterstützen."

Update, 15. März, 19.53 Uhr: Spahn: Supermärkte, Apotheken und Banken öffnen "auf jeden Fall"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) hat um Verständnis für drastische Maßnahmen geworben, um gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus "das öffentliche Leben herunterzufahren". In der ZDF-Sendung "Berlin direkt" sagte er am Sonntagabend zu den Schließungen vieler Einrichtungen: "Was ich nicht auschließen kann - dass wir zu weiteren Maßnahmen kommen." Spahn versicherte zugleich: "Supermärkte, Apotheken, Banken - die werden auf jeden Fall auf bleiben, die stellen die Grundversorgung sicher."

Der Minister betonte, bei der Coronavirus-Pandemie sei Deutschland noch "relativ am Anfang der Entwicklung". Es werde hierzulande leider auch noch mehr Tote durch die Lungenkrankheit Covid-19 geben. Zu den geplanten Grenzschließungen betonte Spahn, diese seien nötig, um soziale Kontakte tatsächlich so weit wie möglich einzuschränken. Er fügte hinzu, es müsse auch verhindert werden, dass etwa Menschen aus Österreich angesichts eigener Beschränkungen nun "alle über die Grenze einkaufen gehen".

Gesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU).
Gesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU).  © Sonja Wurtscheid/dpa

Update, 15. März, 19.48 Uhr: Wie geht es weiter?

Wie geht es mit der aktuellen Corona-Krise eigentlich weiter: Ebbt die Pandemie ab oder wird alles noch schlimmer? 

Drei mögliche Szenarien dazu findet Ihr >>>hier

 
   © imago images/Kniel Synnatzschkle

Update, 15. März, 19.44 Uhr: 283 bestätigte Coronavirus-Fälle in Berlin

In Berlin hat es am Sonntag nach Angaben des Senats 283 bestätigte Coronavirus-Fälle gegeben - und damit 20 mehr als am Tag zuvor. Im Krankenhaus isoliert und behandelt würden 16 Menschen, alle anderen Betroffenen seien häuslich isoliert, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Sonntagabend mitteilte (Stand: Sonntag, 16.30 Uhr).

161 der Infizierten seien männlich, 122 weiblich. Die meisten Fälle gibt es in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf (54), Mitte (45), Steglitz-Zehlendorf (34) und Friedrichshain-Kreuzberg (30).

Update, 15. März, 19.43 Uhr: Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt in MV auf 50 an

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist am Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern auf nunmehr 50 angewachsen. Am Samstag hatte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock über zwölf neue Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 informiert. Am Sonntag seien fünf weitere Personen positiv getestet worden, hieß es. Inzwischen würden vier der Patienten im Krankenhaus behandelt.

Erstmals wurde auch für den Landkreis Ludwigslust-Parchim ein Infektionsfall gemeldet. Betroffen sei ein 21 Jahre alter Mann, der sich nun in häuslicher Isolierung befinde, hieß es. Die Kontaktpersonen seien ermittelt und informiert worden. Damit wurde nur noch für Nordwestmecklenburg bislang noch keine Coranavirus-Infektion bekannt.

Update, 15. März, 19.42 Uhr: Nürnberg-Profi Nürnberger gibt Entwarnung

Der nach einem positiven Coronavirus-Befund unter Quarantäne stehende Fußball-Profi Fabian Nürnberger hat mit keinerlei Symptomen zu kämpfen. "Mir geht es sehr gut, ich merke bislang keine Anzeichen oder ähnliches vom Virus. Um mich müsst ihr euch auf jeden Fall keine Sorgen machen", sagte der 20-Jährige vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg am Sonntagabend in einem Vereinsvideo. Er habe auch schon ein bisschen trainiert, "um mich da einfach fit zu halten."

Aber nicht jedem gehe es "so einfach wie mir mit diesem Virus", sagte Nürnberger und richtete einen eindringlichen Appell an die Fans: "Versucht, so gut wie möglich, in eurer Wohnung zu bleiben, versucht nur im Notfall nach draußen zu gehen. Ich denke, im Moment ist das das Beste, was wir alle tun können."

Nachdem Nürnberger positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden war, befindet sich die gesamte Mannschaft in häuslicher Quarantäne.

Update, 15. März, 19.38 Uhr: Seehofer äußert sich zu Grenzkontrollen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) hat verschärfte Kontrollen und Einreiseverbote an den Grenzen zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Dänemark und auch Luxemburg angekündigt. "Für Reisende ohne triftigen Reisegrund gilt, dass sie nicht mehr einreisen können", sagte Seehofer am Sonntagabend in Berlin. Die Entscheidung werde an diesem Montag ab 8 Uhr greifen.

"Die Ausbreitung des Coronavirus schreitet schnell und aggressiv voran", sagte er. "Wir müssen davon ausgehen, dass der Höhepunkt dieser Entwicklung noch nicht erreicht ist", so Seehofer. "Deutsche Staatsangehörige haben selbstverständlich das Recht, wieder in ihr Heimatland einzureisen." Ausgenommen seien auch der Warenverkehr und der Verkehr von Pendlern.

Zuvor hatten schon andere EU-Staaten ihre Grenzen weitgehend dicht gemacht, darunter Dänemark, Polen, die Slowakei, Tschechien und Österreich. Frankreich kündigte als Reaktion auf die deutschen Maßnahmen ebenfalls verschärfte Kontrollen an.

Innenminister Horst Seehofer (70, CSU).
Innenminister Horst Seehofer (70, CSU).  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 15. März, 19.34 Uhr: 150 neue Corona-Fälle in Baden-Württemberg

Wie das Ministerium für Soziales und Integration mitteilte, wurden 150 neue Covid-19-Fälle gemeldet. Somit steigt die Zahl der Infizierten auf 977 an. Es gab nun in allen 44 Stadt- und Landkreisen COVID-19 Fälle, so das Ministerium.

Weitere Infos >>> hier.

Update, 15. März, 19.26 Uhr: Irland fordert alle Pubs und Bars zum Schließen auf

Die Regierung in Irland hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle Pubs und Bars im Land aufgerufen, bis Ende des Monats zu schließen. Auch private Partys sollten nicht stattfinden, hieß es in einer Mitteilung der Regierung am Sonntag. In Irland gab es bis Sonntag 129 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2-Infektionen, zwei Menschen sind an Covid-19 gestorben.

Gesundheitsminister Simon Harris äußerte sich enttäuscht über Berichte von Covid-19-Parties in Dublin am Wochenende. "Das ist eine sehr ernste Situation, die weltweit viele tausend Leben gekostet hat", sagte er bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend in Dublin.

Irland feiert am Dienstag den St. Patrick's Day. Doch die üblichen Paraden wurden allesamt abgesagt. Der heilige Patrick (ca. 385-461), war im 5. Jahrhundert an der Verbreitung des christlichen Glaubens auf der "Grünen Insel" beteiligt. Inzwischen gibt es am St. Patrick's Day in vielen Ländern Umzüge.

Dublin: Die Temple Bar, ein Anziehungspunkt für Touristen, wurde aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen.
Dublin: Die Temple Bar, ein Anziehungspunkt für Touristen, wurde aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen.  © Aine Mcmahon/PA Wire/dpa

Update, 15. März, 19.23 Uhr: Aktueller Stand der Dinge

Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist auf 5.795 gestiegen. Weltweit sind inzwischen 167.569 Menschen erkrankt und 76.590 wieder geheilt (Stand 15. März 18.25/19.05 Uhr).

Die Zahl der Infektionen ist auf annähernd 5800 gestiegen.
Die Zahl der Infektionen ist auf annähernd 5800 gestiegen.  © TAG24
Weltweit sind 167.569 Menschen infiziert.
Weltweit sind 167.569 Menschen infiziert.  © TAG24

Update, 15. März, 19.13 Uhr: Südafrika lässt keine Ausländer aus Risikogebieten mehr ins Land

Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus lässt Südafrika keine Ausländer aus Risikogebieten mehr ins Land. Präsident Cyril Ramaphosa kündigte am Sonntagabend an, ab dem 18. März würden Reisende aus Risikogebieten wie Deutschland, Spanien, China, den USA, Italien oder Iran nicht mehr ins Land gelassen. Bereits erteilte Visa würden widerrufen. Ähnliche Restriktionen gelten auch für Ausländer, die in den vergangenen Wochen in Risikogebieten waren. Insgesamt 35 der 53 Grenzposten zu Lande würden geschlossen, zwei Seehäfen mit Restriktionen belegt. Versammlungen mit mehr als 100 Menschen sind untersagt. Südafrika hat bisher 51 nachgewiesene Coronavirus-Fälle.

Update, 15. März, 18.53 Uhr: Auszählung der Kommunalwahlen in Bayern

Obwohl in Bayern ab Dienstag Bars und Mittwoch viele Geschäfte schließen, haben sich zur Stunde zahlreiche Menschen in der Messe München versammelt, um dort die Stimmen zur bayerischen Kommunalwahl auszuzählen. Darunter auch viele Lehrer.

Die neuesten Entwicklungen zur Kommunalwahl erfahrt Ihr >>>hier.

Update, 15. März, 18.40 Uhr: Bayern: Ab Dienstag Kinos zu, ab Mittwoch auch viele Geschäfte

Wegen des Coronavirus werden in Bayern ab Dienstag alle Bars, Kinos und Schwimmbäder geschlossen, ab Mittwoch sollen dann auch ausgewählte Geschäfte ihre Pforten dicht machen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen in München.

Demnach bleiben aber trotz der weiteren Ausbreitung von Sars-CoV-2 alle Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogeriemärkte, Banken und Tankstellen weiter geöffnet. Die Grundversorgung werde dadurch aufrechterhalten, hieß es. Gleichwohl bedeuten die Schließungen eine weitere Beschränkung des öffentlichen Lebens in Bayern.

Update, 15. März, 18.38 Uhr: Bundesagentur für Arbeit verzichtet auf persönliche Vorsprache

Zur Bewältigung der Coronavirus-Krise erleichtert die Bundesagentur für Arbeit deutlich den Zugang zu Leistungen wie Arbeitslosengeld und Hartz IV. Hartz-IV-Empfänger müssen während der Krise nicht mehr persönlich bei ihrer Arbeitsagentur vorsprechen, sondern es reicht häufig der telefonische Kontakt, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Sonntag nach einer Sondersitzung des Vorstandes mit. «Eine Arbeitslosmeldung kann auch telefonisch erfolgen. Ein Antrag auf Grundsicherung kann formlos in den Hausbriefkasten der Dienststelle eingeworfen werden.»

Die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt bleibe nur für Notfälle erhalten. Termine müssten nicht abgesagt werden. Ein nicht eingehaltener Termin werde keine Rechtsfolgen nach sich ziehen.

Anträge auf Arbeitslosengeld - die die Bundesagentur wegen des heruntergefahrenen öffentlichen Lebens in Deutschland vermehrt erwartet - können telefonisch oder online gestellt werden. Die Versorgung aller Menschen, die auf Jobcenter oder die Arbeitsagenturen angewiesen sind, sei sichergestellt.

Update, 15. März, 18.33 Uhr: Vierter Corona-Todesfall in Bayern

In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in München unter Berufung auf das Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte.

Damit sind vier Menschen in Bayern nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Mindestens 886 Menschen wurden bislang positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Darin eingerechnet sind die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen. Mit eingerechnet sind zudem drei Bayern, die außerhalb des Freistaats positiv getestet wurden.

Update, 15. März, 18.29 Uhr: Niederlande ordnen Schließung von Schulen und Gaststätten an

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Niederlande die Schließung von Schulen und Kitas angeordnet. Auch Gaststätten müssen demnach schließen. Die Anordnung gelte zunächst bis zum 6. April, teilte die Regierung am Sonntag mit. Für Kinder von Mitarbeitern unverzichtbarer Bereiche, darunter die Gesundheits- und Hilfsdienste, werde eine Betreuung organisiert, kündigte Bildungsminister Arie Slob nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP an.

Die Anordnung zur Schließung von Gastronomie-Betrieben wurde noch am Sonntagabend wirksam. Ebenso mussten Sport- und Fitnessclubs, Saunen, Bordelle und sogenannte Coffee-Shops in denen Haschisch und andere leichte Drogen verkauft werden, umgehend schließen. Bis Sonntag wurden in den Niederlanden 1135 Infektionen mit neuen Coronavirus registriert. 20 Menschen seien bislang an den Folgen von Covid-19 gestorben, teilte das Gesundheitsamt am Sonntag mit - acht mehr als bis Samstag.

Update, 15. März, 18.12 Uhr: Ernährungsministerin Klöckner: Kein Anlass zu Hamsterkäufen

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat die Bürger aufgerufen, Hamsterkäufe in der Coronavirus-Krise zu vermeiden. "In Deutschland haben wir aktuell keine Versorgungsengpässe", sagte die CDU-Politikerin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Ich appelliere daher an die Bürger, ihre Vorräte mit Bedacht, Augenmaß und umsichtig aufzustocken – dann ist genügend für alle verfügbar, die Regale werden zeitnah wieder aufgefüllt" Für Hamsterkäufe gebe es keinen Anlass. "Gerade mit Blick auf die jetzige Situation ist nicht nur die Solidarität der Verbraucher untereinander gefragt, sondern auch Maß und Mitte."

Wichtig sei, nur das zu lagern, was auch normalerweise im Alltag genutzt und verbraucht werde, um nicht Lebensmittel und wichtige Ressourcen zu verschwenden, mahnte Klöckner vor dem Weltverbrauchertag an diesem Sonntag. "Denn unnötige Hamsterkäufe führen leider häufig dazu, dass Lebensmittel letztlich in der Tonne landen." Wer zu viel gekauft habe, könne einwandfreie Waren zur Weitergabe an die Tafeln geben.

Laut Ministerin Klöckner gibt es keinen Anlass für Hamsterkäufe.
Laut Ministerin Klöckner gibt es keinen Anlass für Hamsterkäufe.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 15. März, 18.06 Uhr: Brandenburg zählt inzwischen 84 Coronavirus-Infektionen

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen in Brandenburg ist innerhalb eines Tages um über ein Drittel auf 84 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in Potsdam mit. Die meisten Infizierten gibt es demnach in Cottbus und im Kreis Märkisch-Oderland mit je 13 Fällen, gefolgt von den Kreisen Barnim und Spree-Neiße mit je 10 Fällen. Den größten Zuwachs registrierte der Kreis Märkisch-Oderland: Dort kamen acht Fälle neu hinzu. Noch keine Infektionen haben die Städte Brandenburg/Havel und Frankfurt (Oder) sowie die Kreise Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Uckermark gemeldet.

Update, 15. März, 17.58 Uhr: Niedersachsen stehen weitere Einschränkungen wegen Corona-Krise bevor

In Niedersachsen stehen weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Coronavirus-Krise bevor. Einheitliche bundesweite Regelungen für die auch in Niedersachsen anstehenden Schließungen weiterer Einrichtungen und das Ausweiten von Besuchsverboten sollten am Montag bekanntgegeben werden, teilte die Staatskanzlei am Sonntag mit. Es ist davon auszugehen, dass es dabei auch um ein Absperren der Nordseeinseln für Touristen geht, wie Schleswig-Holstein sie bereits am Sonntag für die Insel in der Nord- und Ostsee verkündet hat. Außerdem geht es um Besuchsverbote in Krankenhäusern und Altenheimen.

Das bundesweite Bestreben ist es, weitere Beschränkungen angesichts der Corona-Epidemie in den Bundesländern möglichst einheitlich und gleichzeitig vorzunehmen, nachdem es zu Schulschließungen eine Vielzahl von Mitteilungen aus den Ländern gegeben hatte. In Niedersachsen tagt am Montag zunächst der Krisenstab der Landesregierung, um sich über den letzten Stand der Dinge zu informieren und das weitere Vorgehen zu beraten. Danach beraten möglicherweise noch die Ministerpräsidenten der Länder untereinander, ehe die Öffentlichkeit über weitere Einschränkungen informiert wird.

Bis Sonntagnachmittag waren dem niedersächsischen Gesundheitsministerium nach eigenen Angaben 287 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im Bundesland bekannt.

Update, 15. März, 17.56 Uhr: Erstes Covid-19-Todesopfer in Ungarn

In Ungarn ist erstmals ein Mensch infolge einer Erkrankung durch das Coronavirus gestorben. Bei dem Opfer handelte es sich um einen 75-jährigen Mann, teilte die Regierung in Budapest auf ihrer Coronavirus-Webseite am Sonntag mit. Demnach sei der Mann mit Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung und einer Lungenentzündung in ein Budapester Krankenhaus gebracht worden und unmittelbar danach gestorben. Im EU-Land Ungarn waren vom Sars-CoV-2-Virus bis Sonntagnachmittag nachweislich 32 Menschen infiziert.

Update, 15. März, 17.53 Uhr: UEFA will Verlegung der Fußball-EM vorschlagen

Wegen der Coronavirus-Pandemie will der Europäische Fußball-Verband nach Informationen des ZDF den Teilnehmern offenbar eine Verschiebung der Europameisterschaft vorschlagen. Die UEFA wolle am Dienstag zuerst den nationalen Ligen und der Vereinigung der europäischen Clubs (ECA) und dann später allen nationalen europäischem Fußballverbänden eine Turnierverlegung empfehlen.

Ursprünglich ist die EM, die in zwölf Ländern stattfindet, vom 12. Juni bis 12. Juli geplant. Eine Alternative wäre, die EM im Sommer 2021 auszutragen. Dafür müsste allerdings die FIFA die neu geschaffene FIFA-Club-WM auf Eis zu legen. Eine zweite Möglichkeit wäre die Verlegung der EM in den Spätherbst oder frühen Winter dieses Jahres.

Andreas Rettig, der frühere Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, hatte am Samstagabend im Aktuellen Sportstudio des ZDF gesagt, dass angesichts des Terminchaos in den nationalen Ligen eine EM-Absage im Sommer "zwingend" erforderlich sei.

Update, 15. März, 17.46 Uhr: Auch Frankreich will Kontrollen an deutscher Grenze verstärken

Frankreich will seine Kontrollen zum Nachbarn verstärken, nachdem Deutschland wegen des Coronavirus seine Grenzen teilweise schließt. Man wolle den Grenzverkehr zwischen Deutschland und Frankreich auf das Nötigste reduzieren, teilte das Innenministerium in Paris am Sonntag mit. Frankreich führe bereits gezielte Kontrollen an seinen Grenzen zu allen Nachbarländern durch.

Die verschärften Kontrollen stellten keine Schließung der gemeinsamen Grenze dar. Ziel sei es, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Pendlerinnen und Pendler sowie Warenverkehr sollen demnach weiter passieren können. Frankreichs Innenminister Christophe Castaner und sein deutscher Amtskollege Horst Seehofer (CSU) stünden seit Tagen zu dieser Thematik in Kontakt.

Deutschland will strengere Regeln an seinen Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz einführen. Die Einreisebeschränkungen für bestimmte Personengruppen sollen ab Montagmorgen 08.00 Uhr gelten. Deutsche dürfen aber in jedem Fall aus den Nachbarländern einreisen. Über Einzelheiten will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) um 19.00 Uhr in Berlin informieren.

Update, 15. März, 17.41 Uhr: Sechster Coronavirus-Todesfall in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist eine sechster mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Ein 81-Jähriger, der vor einer Woche positiv auf das Coronavirus getestet wurde, sei am Sonntag gestorben, teilte die Stadt Düsseldorf mit, ohne weitere Details zu nennen.

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Update, 15. März, 17.34 Uhr: Wohl kein Exklusivvertrag in Sachen Impfstoff für die USA

Zwischen den USA und Deutschland ist ein Streit um eine Firma aus Tübingen ausgebrochen, die an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus forscht. US-Präsident Trump wollte die deutschen Wissenschaftler mit hohen finanziellen Zuwendungen in sein Land locken, um sich das Medikament exklusiv zu sichern.

Daraus wird wohl aber nichts, wie TAG24 berichtete.

Update, 15. März, 17.26 Uhr: Auch Grenze nach Dänemark wird geschlossen

Deutschland will sein Grenze nach Dänemark am Montag um 6 Uhr schließen. Dies habe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ihm bei einem Telefonat zugesagt, teilte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Sonntag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur mit.

Dänemark hat seine Grenzen bereits geschlossen.
Dänemark hat seine Grenzen bereits geschlossen.  © Birgitta von Gyldenfeld/dpa

Update, 15. März, 17.22 Uhr: Hamburg untersagt alle Veranstaltungen

Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus werden in Hamburg sämtliche Veranstaltungen untersagt. Dies gelte für alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen unabhängig von der Teilnehmerzahl, teilte der Senat am Sonntag mit.

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Update, 15. März, 17.18 Uhr: Landesregierung in NRW beschließt weitere Maßnahmen im Freizeitbereich

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beschlossen. Noch am Sonntag sollten durch Erlass des Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden, teilte die Staatskanzlei mit.

Update, 15. März, 17.08 Uhr: REWE limitiert Online-Bestellungen für bestimmte Produkte

REWE weist seine Kunden im Onlineshop aktuell darauf hin, dass einige Artikel wegen des hohen Aufkommens nur noch in limitierter Menge bestellbar sind. So wurde beispielsweise die Abgabemenge für "Uncle Ben's Langkornreis" auf sechs Packungen pro Bestellung beschränkt.

Diesen Hinweis bekommen Kunden aktuell im REWE-Onlineshop, wenn sie von einem Produkt außergewöhnlich viel bestellen wollen.
Diesen Hinweis bekommen Kunden aktuell im REWE-Onlineshop, wenn sie von einem Produkt außergewöhnlich viel bestellen wollen.  © Screenshot/REWE Onlineshop

Update, 15. März, 16.57 Uhr: Kiel riegelt Inseln in Nord- und Ostsee für Touristen ab

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will Schleswig-Holstein seine Inseln in Nord- und Ostsee ab Montag früh 6 Uhr für Touristen abriegeln. Das hat die Landesregierung in Kiel beschlossen, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts mitteilte.

Update, 15. März, 16.55 Uhr: Länderspiel Spanien - Deutschland abgesagt

Auch der EM-Test zwischen Spanien und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist abgesagt worden. Das bestätigte ein Sprecher des spanischen Fußballverbandes RFEF der Süddeutschen Zeitung. Das Spiel sollte am 26. März in Madrid stattfinden, fiel aber nun erwartungsgemäß der Coronavirus-Pandemie zum Opfer. Vom Deutschen Fußball-Bund gab es dazu zunächst keine Bestätigung.

Zuvor war bereits das für den 31. März angesetzte Länderspiel zwischen Deutschland und Italien in Nürnberg gestrichen worden. Die Stadt Nürnberg hatte am Freitag Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen untersagt, wodurch eine Absage des Spiels unumgänglich wurde.

Der Weltverband FIFA hatte ohnehin empfohlen, alle Länderspiele im März und April zu verschieben. Die sonst gültige Abstellungspflicht für Profis hob der Weltverband auf. Am Dienstag beraten die 55 UEFA-Mitgliedsländer über weitere Schritte in der Coronavirus-Krise. Eine Verschiebung der EM von diesem Sommer in das Jahr 2021 gilt mittlerweile als wahrscheinlich.

Update, 15. März, 16.52 Uhr: Fünfter Coronavirus-Todesfall in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist eine fünfte mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Eine 84-jährige Frau aus Gangelt mit ernsthaften Vorerkrankungen sei in der Nacht auf Freitag einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Neuss erlegen, teilte der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, am Sonntag mit. Auch in diesem Fall sei die Virus-Infektionsquelle noch unbekannt. "Jede dieser Nachrichten betrübt mich zutiefst. Mein aufrichtiges Beileid gilt der Familie", erklärte der Landrat.

Eine weiter Person in Nordrhein-Westfalen ist am Coronavirus gestorben.
Eine weiter Person in Nordrhein-Westfalen ist am Coronavirus gestorben.  © 123RF Kateryna Kon

Update, 15. März, 16.34 Uhr: HFC-Vorstand fordert Abbruch der Saison

Der Vorstand des Drittligisten Hallescher FC sieht einen Abbruch der Saison aufgrund der Coronavirus-Krise für alternativlos und fordert den DFB zum konsequenten Handeln auf. 'Dieses Hin und Her', diese Salamitaktik, all die Theorien und Eventualitäten sind in den vergangenen Tagen zu Recht kritisiert worden. Der DFB sollte nun für klare Aussagen sorgen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung am Sonntag. "Wir sehen zum Abbruch der Saison in der 3. Liga keine Alternative."

Am Sonntag war bekannt geworden, dass HFC-Präsident Jens Rauschenbach an Covid-19 erkrankt ist. Dem Unternehmer gehe es den Umständen entsprechend gut. Rauschenbach wird am Drittliga-Gipfel am Montag zwischen Clubs und DFB per Videoschalte teilnehmen.

Update, 15. März, 16.20 Uhr: Trotz Corona-Krise: London will Brexit-Übergangszeit nicht verlängern

Trotz der Coronavirus-Pandemie lehnt die britische Regierung eine Verlängerung der Brexit-Übergangsphase "unter allen Umständen" ab. Das teilte eine Regierungssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit.

Wegen des weltweiten Covid-19-Ausbruchs haben Großbritannien und die Europäische Union die geplante zweite Runde der Verhandlungen über ihre künftigen Beziehungen abgesagt. Diese hätte am Mittwoch in London beginnen sollen. Geprüft wird aber nach Angaben der britischen Regierung, inwiefern beispielsweise per Videokonferenz weiterverhandelt werden könnte.

Bei der ersten Runde in Brüssel hatten die Unterhändler bislang wenig Fortschritt erzielt. Doch die Zeit drängt. London und Brüssel haben nur bis Ende Dezember Zeit, um sich auf ein Freihandelsabkommen und die Kooperation in weiteren Bereichen zu einigen, bevor die Brexit-Übergangsphase ausläuft. Ansonsten drohen vor allem der Wirtschaft schwere Konsequenzen.

Großbritannien war am 31. Januar aus der Staatengemeinschaft ausgeschieden, unterliegt aber noch bis Jahresende EU-Regeln. Eine Verlängerung der Übergangsfrist steht nur noch bis Ende Juni offen. Doch der britische Premierminister Boris Johnson lehnt eine Verlängerung vehement ab. Er will die Gespräche sogar vorzeitig beenden, sollte bis zum Sommer nicht ausreichend Fortschritt erreicht sein. Kritiker warnen, die Coronavirus-Epidemie könne genau dann ihren Höhepunkt erreichen.

Update, 15. März, 16.18 Uhr: Bundesregierung kümmert sich um gestrandete Deutsche in Marokko

Die Bundesregierung kommt deutschen Touristen zur Hilfe, die in Marokko wegen gestrichener Rückflüge festsitzen. "Das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft Rabat arbeiten gemeinsam mit den Reiseveranstaltern und den EU-Partnern mit Hochdruck daran, Rückreisemöglichkeiten für deutsche Staatsangehörige aus Marokko zu schaffen", erklärte am Sonntag ein Sprecher in Berlin. Für Pauschalreisende seien die Reiseveranstalter der erste Ansprechpartner. "Mit den Reiseunternehmen arbeiten wir auch daran, dass Flug- und Fährverbindungen zur Ausreise für Individualreisende verfügbar sind", hieß es weiter. Dafür setze sich das Auswärtige Amt auch gegenüber der marokkanischen Regierung ein. Reisende seien gebeten, sich über die Website des Auswärtigen Amts und der Botschaft Rabat regelmäßig zu informieren.

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hatte Marokko entschieden, alle Flugverbindungen nach Deutschland, Belgien, Portugal und in die Niederlande zu stoppen.

Update, 15. März, 16.11 Uhr: Regionalzug wegen Corona-Verdachts angehalten

Weil ein Zugbegleiter Symptome einer Coronavirus-Infektion zeigte, ist am Sonntag in Schongau ein Regionalzug gestoppt worden. Das Gesundheitsamt habe alle Passagiere informiert, teilte ein Sprecher des Landratsamts Weilheim-Schongau mit. Der Bahnmitarbeiter habe über plötzliche Krankheitssymptome wie Schüttelfrost geklagt. Ob es sich tatsächlich um eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 handele, müsse der Test eines Rachenabstrichs ergeben.

Da der Zugbegleiter sich sofort in ein Dienstabteil zurückgezogen habe, habe für die Fahrgäste kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestanden, teilte die Behörde mit. Wie viele Menschen in dem Zug saßen, vermochten zunächst weder der Sprecher noch die Bundespolizei zu sagen. Gegen 11.00 Uhr konnten die Fahrgäste die Weiterreise antreten.

Update, 15. März, 16.09 Uhr: Lufthansa holt bis zu 4000 Urlauber zurück nach Deutschland

Mit 15 Sonderflügen will die Lufthansa bis Mittwoch etwa 3000 bis 4000 Urlauber aus der Karibik und von den Kanaren zurück nach Deutschland bringen. Das teilte ein Lufthansa-Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit. Es handele sich um Menschen, die wegen der Reisebeschränkungen als Folge der Coronavirus-Krise sonst nicht hätten zurückkehren können - Feriengäste von den Inseln und Kreuzfahrtpassagiere.

Mehrere Reedereien und Touristikunternehmen hätten die Lufthansa beauftragt, die Urlauber zurückzufliegen. Zu den 15 Sonderflügen kämen noch zwei reguläre Flüge aus der Dominikanischen Republik und Barbados.

Eingesetzt werden Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340. Abflugorte sind Teneriffa, Punta Cana und Barbados. Zielflughäfen sind Frankfurt, München, Hamburg und Berlin. In der Regel fliegen die Maschinen nach Auskunft der Lufthansa zunächst leer in die Karibik oder zu den Kanarischen Inseln. Die ersten Rückkehrer wurden bereits am Sonntag in Deutschland erwartet.

Die Lufthansa will gestrandete Urlauber zurück nach Deutschland holen. (Symbolbild)
Die Lufthansa will gestrandete Urlauber zurück nach Deutschland holen. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Update, 15. März, 16.05 Uhr: Touristeneinbruch auf Mallorca: Airport fast leer

Der ausgerufene Alarmzustand wegen des Coronavirus in Spanien ist seit dem Wochenende auch auf dem Flughafen von Mallorca deutlich spürbar. Wo sich sonst Touristen drängeln und in langen Schlangen vor den Eincheck-Schaltern ausharren, gab es am Sonntag nur wenig Betrieb. Viele Fluggäste trugen Schutzmasken.

Die Regierung in Madrid hatte am Samstagabend landesweit eine zunächst 15-tägige Ausgangssperre verhängt und die Bewegungsfreiheit der Menschen stark eingeschränkt. Urlauber dürfen aber zu ihrem Hauptwohnsitz zurückzukehren. Dennoch enthält das Dekret auch die Vorgabe, den Luftverkehr um mindestens 50 Prozent einzuschränken.

Der Tourismus auf der gerade bei Deutschen beliebten Baleareninsel war wegen der Ausbreitung von Sars-CoV-2 bereits in den vergangenen Wochen drastisch eingebrochen. Die örtlichen Behörden teilten am Sonntag mit, dass bislang 55 Fälle auf den Balearen (Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera) verzeichnet wurden, davon die meisten auf Mallorca - bei landesweit fast 8000 Infizierten.

Der Flughafen von Palma de Mallorca ist fast leer, nachdem der Coronavirus-Alarmzustand erklärt wurde. 
Der Flughafen von Palma de Mallorca ist fast leer, nachdem der Coronavirus-Alarmzustand erklärt wurde.   © Clara Margais/dpa

Update, 15. März, 15.51 Uhr: Auch deutsch-polnische Grenze geschlossen

Nach der Schließung der Grenzen Polens zu Deutschland und anderen EU-Nachbarn wegen der Corona-Krise in der Nacht zum Sonntag haben sich dort lange Staus gebildet. "Der Andrang ist groß, weil viele Polen angesichts der neuen Regelung in ihre Heimat zurück wollen", sagte eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Warschau.

Vor dem Grenzübergang Jedrzychowice an der A4 bei Görlitz gab es durch die Kontrollen sieben Stunden Wartezeit, in Swiecko an der A12 bei Frankfurt/Oder mussten Autofahrer fünf bis sechs Stunden warten, wie es am Nachmittag hieß. Entspannter mit nur leichten Verzögerungen war die Lage laut polnischem Grenzschutz an den Übergängen Olszyna an der A15 in der Nähe von Cottbus sowie Kolbaskowo an der A11 in der Nähe von Pomellen.

Um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu erschweren, hat Polen an 58 Grenzübergängen zu Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Litauen wieder Kontrollen eingeführt. Internationale Flug- und Zugverbindungen wurden ausgesetzt. Polen können in ihre Heimat zurückkehren, müssen aber für 14 Tage in Quarantäne. Ausländer dagegen dürfen nur in Ausnahmefällen ins Land. Diese gelten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und für Diplomaten. Für den Warenverkehr gibt es keine Begrenzungen. In Polen gibt es bislang 119 bestätigte Coronavirus-Fälle und drei Todesopfer.

Auch in Bad Muskau sind die Grenzen dicht.
Auch in Bad Muskau sind die Grenzen dicht.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. März, 15.37 Uhr: Israels Regierung billigt Verordnungen gegen Corona-Ausbreitung

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat Israels Regierung am Sonntag eine Reihe von Verordnungen erlassen. Polizisten und städtische Kontrolleure dürfen etwa Bußgelder gegen Personen verhängen, die gegen Heimquarantäne verstoßen, wie das Ministerium für innere Sicherheit mitteilte. Strafe zahlen müssten auch jene, die gegen ein Verbot von Versammlungen mit mehr als zehn Menschen verstoßen, hieß es.

Um die Ausbreitung des Virus in Gefängnissen zu verhindern, sollten außerdem Verhandlungen über Haftverlängerung ohne physische Anwesenheit der Häftlinge erfolgen. Stattdessen sei eine Video-Übertragung geplant. Auch Besuche in Haftanstalten sollten beschränkt und Gespräche von Gefangenen mit Anwälten möglichst telefonisch erfolgen.

Israel hatte bereits seine Einreisebestimmungen verschärft und Freizeitaktivitäten stark eingeschränkt. Tausende Bürger befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei 200 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

Update, 15. März, 15.22 Uhr: Busunternehmen sollen wegen Ausfällen schnelle Hilfen bekommen

Thüringer Busverkehrsunternehmen sollen wegen Ausfällen durch die Ausbreitung des Coronavirus schnelle finanzielle Hilfen des Landes bekommen. "Wir lassen unsere Busunternehmen nicht im Regen stehen und geben ihnen die nötigen Mittel an die Hand, um finanzielle Einbußen schnell zu überbrücken", erklärte der geschäftsführende Infrastrukturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) am Sonntag.

So sollen die Unternehmen eine Abschlagszahlung "für den Ausgleich im Ausbildungsverkehr" in Höhe von 40 Prozent des zuletzt gewährten Ausgleichs erhalten. Insgesamt liege die Summe für ganz Thüringen bei rund 48 Millionen Euro. Normalerweise bekommen die Firmen die Ausgleichszahlung erst im Mai - für das zurückliegende Jahr. Wegen der Corona-Krise können die Unternehmen bereits ab Montag die Pauschalen beantragen.

Staatssekretärin Susanna Karawanskij habe sich bei einer Telefonkonferenz mit Thüringer Busverkehrsunternehmen einen Überblick verschafft. "Stornierungen im Reiseverkehr und bei den Klassenfahrten belasten die Unternehmen ebenso wie Einnahmeausfälle durch zurückgehende Fahrgastzahlen", hieß es in einer Mitteilung des Infrastrukturministeriums.

Update, 15. März, 15.03 Uhr: Deutschland macht seine Grenzen dicht

Nach Informationen der Bild-Zeitung schließt Deutschland ab Montag 8 Uhr seine Grenzen zu Österreich, der Schweiz und Frankreich.

Darauf verständigten sich am Sonntag Kanzlerin Merkel, Innenminister Seehofer sowie die Ministerpräsidenten Markus Söder (53, Bayern), Winfried Kretschmann (71, Baden-Württemberg) und Tobias Hans (42, Saarland).

Hintergrund ist nicht nur die Eindämmung des Coronavirus, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe aus dem Ausland zu verhindern. Die hatten im grenznahen Raum schon zu Versorgungsengpässen geführt.

Die Grenzen zu Österreich, der Schweiz und Frankreich werden ab Montag 8 Uhr geschlossen.
Die Grenzen zu Österreich, der Schweiz und Frankreich werden ab Montag 8 Uhr geschlossen.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 15. März, 14.57 Uhr: Ausgangssperre in Spanien in Kraft getreten

Die knapp 47 Millionen Bewohner Spaniens müssen seit Sonntag möglichst zu Hause bleiben. Zur Bekämpfung der sich rasch ausbreitenden Coronavirus-Epidemie rief die Regierung am Samstagabend eine zweiwöchige Ausgangssperre aus, die um Mitternacht in Kraft trat. Im Rahmen eines sogenannten Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe, wurden auch die meisten Läden geschlossen und der öffentliche Nah- und Fernverkehr um rund 50 Prozent reduziert.

Die Spanier dürfen nur in Ausnahmefällen aus dem Haus. Erlaubt sind Fahrten zur Arbeit, zum Arzt sowie zum Kauf von Lebensmitteln und Medikamenten. Die Bürger dürfen ihr Heim auch verlassen, um Kinder, Ältere und Hilfsbedürftige zu betreuen. Urlauber und andere Menschen dürfen zu ihrem Hauptwohnsitz zurückzukehren.

"Man darf auch den Hund Gassi führen", betonte Sánchez. Zu berücksichtigen sei in erster Linie, dass man nur einzeln und ohne Begleitung auf die Straße dürfe. "Ganz Spanien in Quarantäne", titelte am Sonntag die Zeitung El País, und auf Seite eins von El Periódico war in großen Lettern zu lesen: Eingesperrt.

Die Einhaltung der Anordnungen wird von den Sicherheitskräften überwacht. Man will vor allem Menschenaufläufe in Supermärkten und Verkehrsmitteln verhindern. Falls nötig, kann die Regierung unter anderem Lebensmittel und andere wichtige Güter rationieren und auch beschlagnahmen lassen sowie Interventionen in Fabriken und anderen Produktionsstätten anordnen. Sie kann auch leichter die Armee einsetzen. Im Unterschied zum Ausnahmezustand - der nächsthöheren Notfallstufe - können die Grundrechte der Bürger aber nicht eingeschränkt werden.

Der Alarmzustand war in Spanien nach der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1975 nur einmal ausgerufen worden: 2010 wegen eines Fluglotsenstreiks.

Fast niemand ist mehr in der Stadt unterwegs. Zur wirksameren Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie verhängt Spanien einen zweiwöchigen sogenannten Alarmzustand, der auf die Einschränkung der Bewegungsfreiheit im ganzen Land hinausläuft.
Fast niemand ist mehr in der Stadt unterwegs. Zur wirksameren Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie verhängt Spanien einen zweiwöchigen sogenannten Alarmzustand, der auf die Einschränkung der Bewegungsfreiheit im ganzen Land hinausläuft.  © Zhou Zhe/XinHua/dpa

Update, 15. März, 14.40 Uhr: Wayne Rooney kritisiert Regierung und Fußball-Bosse

Wayne Rooney hat scharfe Kritik an der Politik und den Verantwortlichen der englischen Fußball-Ligen für deren Umgang mit der Coronavirus-Pandemie geübt. "Warum haben wir bis Freitag gewartet? Warum musste erst (Arsenal-Trainer) Mikel Arteta krank werden, damit im englischen Fußball das Richtige getan wird?", fragte Rooney am Sonntag in einer Kolumne der britischen Zeitung "The Times".

Die Entscheidung, den Spielbetrieb zu unterbrechen, sei viel zu spät gefallen, beklagte der 34-Jährige. "Bis dahin hatte man das Gefühl, Fußballer in England wurden wie Versuchskaninchen behandelt", schrieb Rooney. "Der restliche Sport - Tennis, Formel 1, Rugby, Golf, Fußball in anderen Ländern - alles wurde gestoppt, und uns wurde gesagt, wir sollen weitermachen. Ich glaube, viele Fußballer haben sich das gefragt: Hat das irgendwas mit dem Geld zu tun, um das es hier geht?"

Rooney warf der britischen Regierung, dem Fußballverband FA und der Premier League fehlende Führungsqualität vor und kritisierte auch Premierminister Boris Johnson. "Was er zum Sport gesagt hat, war: 'Wir treffen später eine Entscheidung'", schrieb Rooney. "Da dachte man: 'Er ist ausgewichen, er hat der FA und der Premier League die Entscheidung überlassen.' Als die FA und die Premier League auch keine Entscheidung gefällt haben, war ich nicht überrascht. (...) Ich fand es typisch dafür, wie die Dinge im Fußball geregelt werden."

Erst nachdem bekannt geworden sei, dass Arsenal-Coach Arteta sich infiziert habe, hätten die Verantwortlichen gehandelt. Dass zuvor bei drei Spielern von Leicester City über Symptome berichtet worden sei, habe offenbar nicht genügt. Leicester sei offenbar "nicht groß genug, um für Chaos zu sagen", monierte Rooney. "Aber sobald einer der größeren Clubs - Arsenal - betroffen ist, fällt endlich eine Entscheidung."

Wayne Rooney (34) spielt mittlerweile in der 2. englischen Liga bei Derby County.
Wayne Rooney (34) spielt mittlerweile in der 2. englischen Liga bei Derby County.  © Bradley Collyer/PA Wire/dpa

Update, 15. März, 14.27 Uhr: Aktueller Stand der Infektionen und Todesfälle

Weltweit haben sich mittlerweile 162.201 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In Deutschland steigt die Zahl auf 5381 (Stand: 15. März, 14.10 Uhr).

Aktueller Stand der Dinge.
Aktueller Stand der Dinge.  © TAG24

Update, 15. März, 14.21 Uhr: REWE Group widerspricht Gerüchten

Entgegen anders lautender Gerüchte hat die REWE Group am Mittag bekanntgegeben, dass alle REWE- und Penny-Supermärkte weiterhin regulär geöffnet haben. 

Update, 15. März, 14.16 Uhr: Zahl der bestätigten Coronaerkrankungen im Saarland verdoppelt sich

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen im Saarland hat sich seit Freitag mehr als verdoppelt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der bestätigten Sars-Cov-2-Infektionen bis Sonntag (Stand 13.00 Uhr) um 39 auf landesweit 74 Fälle.

Das Gros der Infektionen betreffe den Regionalverband Saarbrücken mit 20 Fällen. Im Kreis St. Wendel seien 15 Personen vom Coronavirus infiziert, im Saarpfalz-Kreis sind es 14. Zehn Fälle sind aus dem Landkreis Saarlouis gemeldet, neun aus dem Kreis Neunkirchen und sechs aus dem Kreis Merzig-Wadern.

Für Fragen wurde eine Hotline unter der Nummer 0681 5014422 eingerichtet, die in der Woche von 7.00 bis 24.00 Uhr und am Wochenende von 9.00 bis 18.00 Uhr erreichbar ist.

Update, 15. März, 14.12 Uhr: Argentinier Garay erster Coronavirus-Infizierter der LaLiga

In der ersten Fußball-Liga Spaniens gibt es den ersten mit dem neuen Coronavirus infizierten Profi. Er sei positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilte der argentinische Abwehrspieler Ezequiel Garay vom FC Valencia am Sonntag auf Instagram mit. Er fühle sich aber gut. "Es ist klar, dass ich das Jahr 2020 mit viel Pech begonnen habe", schrieb er. Der 33 Jahre frühere Nationalspieler war Anfang Februar wegen einer Verletzung am rechten Knie operiert worden. Nach dem Eingriff fällt Garay für den Rest der - vorerst ausgesetzten - Saison der LaLiga aus. 

Ezequiel Garay (r.) beim Champions League Spiel gegen den FC Chelsea.
Ezequiel Garay (r.) beim Champions League Spiel gegen den FC Chelsea.  © Nick Potts/PA Wire/dpa

Update, 15. März, 13.30 Uhr: FDP fordert Barauszahlungen an Kleinstunternehmer

Die FDP hat die Bundesregierung zu schnellen Maßnahmen aufgefordert, um in der Coronavirus-Krise eine Pleitewelle von Kleinstunternehmern zu verhindern. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagte am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur, für Soloselbständige, Freiberufler, Künstler und Freelancer bestehe die Gefahr, dass angekündigte Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung zu spät kämen oder nicht zielgenau wirkten. "Deshalb muss jetzt über ein sofortiges Nothilfeprogramm Liquidität zur Verfügung gestellt werden."

Die ersten notwendigen Maßnahmen wären die Stundung von Steuervorauszahlungen und die Abschaffung der Vorfälligkeit der Sozialversicherung. Es zeichne sich jedoch ab, dass dies möglicherweise nicht reiche. "Deshalb muss die Bundesregierung auch die Möglichkeit von Steuergutschriften oder Barauszahlungen schaffen", sagte Theurer.

"In allen Kommunen und Finanzämtern sollten hierfür umgehend Ansprechpartner benannt werden." Eine Pleitewelle könnte vor allem den Kultursektor in Deutschland nachhaltig beschädigen.

Die Regierung hatte am Freitag ein umfassendes Paket auf den Weg gebracht unter anderem mit unbegrenzten Liquiditätshilfen für betroffene Unternehmen. Ziel all dieser Entscheidungen ist es zu verhindern, dass durch die Corona-Krise Unternehmen in Deutschland in Insolvenz geraten oder Arbeitsplätze verloren gehen.

Update, 15. März, 13.16 Uhr: Absage der Eishockey-WM in der Schweiz immer wahrscheinlicher

Die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz wird aufgrund der Coronavirus-Pandemie immer unwahrscheinlicher. "Die Zeichen verdichten sich, dass das Turnier nicht stattfindet. Aber jetzt wäre es für eine definitive Absage noch zu früh", sagte der Präsident des Weltverbandes IIHF, René Fasel, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. "Ich gehe davon aus, dass wir bezüglich der WM spätestens in zwei Wochen Klarheit haben."

Das Turnier mit der deutschen Nationalmannschaft von Bundestrainer Toni Söderholm und insgesamt 16 Teilnehmern, darunter auch das besonders betroffene Italien, ist eigentlich für den 8. bis 24. Mai in Zürich und Lausanne geplant.

Für Dienstag hat der Weltverband eine Telefonkonferenz zu dem Thema angesetzt. Fasel sagte aber, dass es nicht in den Händen der IIHF liege, ob die WM durchgeführt wird oder nicht. "Der Entscheid liegt nicht bei uns, sondern bei Bund und Kantonen. Noch arbeiten wir so weiter, dass ab dem 8. Mai in Zürich und Lausanne gespielt werden könnte. Die Hoffnung stirbt zuletzt."

Normalerweise findet die WM jährlich statt, für das Turnier in der Schweiz wurden bereits mehr als 300 000 Tickets abgesetzt. Etliche andere Turniere hat der Weltverband bereits gestrichen. Die meisten Ligen, darunter auch die Deutsche Eishockey Liga, haben ihren Spielbetrieb bereits beendet. In der NHL ist die Saison unterbrochen. "Ich erwarte keine lange Diskussion, weil die Fakten und die Dimensionen dieses Virus' in der Welt sich noch dramatisch ins Negative wenden werden", hatte der deutsche Verbandspräsident Franz Reindl, der auch im Council der IIHF sitzt, zuvor gesagt.

Die Absage der Eishockey-WM rückt für die DEB-Auswahl von Coach Toni Söderholm immer näher. 
Die Absage der Eishockey-WM rückt für die DEB-Auswahl von Coach Toni Söderholm immer näher.   © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. März, 13.10 Uhr: Handball Bundesliga will Saison nicht abbrechen

Die Handball-Bundesliga (HBL) plant aufgrund der Corona-Pandemie derzeit noch keine Annullierung der Saison. "Wir werden morgen nicht abbrechen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. An diesem Montag (11 Uhr) schalten sich die Geschäftsführer der 18 Bundesliga-Clubs in einer Telefonkonferenz zum Umgang mit der Krise zusammen. Zuletzt hatte die HBL die Saison bis mindestens 22. April ausgesetzt.

"Wir werden morgen unter anderem eine Empfehlung abgeben, wie man die wirtschaftlichen Risiken abmildern kann. Wir werden auch einen Fahrplan für die Spieltagsplanung abgeben", sagte der 55-Jährige. Den HBL-Clubs droht ein hoher finanzieller Schaden. "Viel gravierender ist, dass die Planung für die kommende Saison derzeit in Zweifel steht. Es werden keine Dauerkarten verkauft, auch Sponsoren halten sich zurück."

Bei einigen Clubs könnte das an die Existenz gehen. "Ich hoffe, dass wir alle Clubs im Herbst wiedersehen", sagte Bohmann.

Update, 15. März, 13 Uhr: Krankenpfleger Alexander Jorde klagt über Coronakrise: "Können nicht mehr!"

Der Krankenpfleger Alexander Jorde - bekannt aus einem Fernsehauftritt mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) - hat den Umgang der Politik mit der Coronavirus-Krise kritisiert. "Ich höre in den letzten Tagen immer wieder, wir hätten im Vergleich zu anderen Ländern viele Intensiv- und Beatmungsplätze. Aber keiner fragt nach den Menschen, die die darin liegenden Patienten versorgen sollen", schrieb Jorde in mehreren Twitter-Nachrichten, deren Echtheit er am Sonntag bestätigte.

Schon vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus seien viele Bettenplätze aufgrund von Personalmangel gesperrt gewesen. "Doch was passiert jetzt? Die Personalvorgaben werden aufgehoben." Diese Krise decke auf einen Schlag auf, wovon Pflegende seit Jahren berichten. "Wir sind am Ende. Wir können nicht mehr." Bald würden immer mehr Pflegende selbst infiziert sein und ausfallen. "Dazu werden diejenigen kommen, die keine Betreuung für ihre Kinder haben."

Jorde forderte von der Politik, Kinderbetreuung von pflegerischem und medizinischem Personal sowie die Einhaltung der maximalen Wochenarbeitszeit sicherzustellen. Außerdem sollten bei Mitarbeitern mit längerem direktem Kontakt zu Corona-Patienten täglich Abstriche gemacht werden.

Der Krankenpfleger aus Hildesheim hatte im September 2017 in der "ARD-Wahlkampfarena" für Aufsehen gesorgt. Damals hatte er als Azubi Kanzlerin Merkel zur Rede gestellt und Erfahrungen aus seinem Arbeitsalltag geschildert. Später hatte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit ihm getroffen.

Alexander Jorde legte sich schon 2017 im TV mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an, jetzt klagt er über die Zustände der Krankenpfleger in der Coronakrise. 
Alexander Jorde legte sich schon 2017 im TV mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an, jetzt klagt er über die Zustände der Krankenpfleger in der Coronakrise.   © Stefan Puchner/dpa

Update, 15. März, 13 Uhr: Zehntes Todesopfer in Deutschland

Deutschland verzeichnet das zehnte Todesopfer in Deutschland. Ein Mann aus Bayern ist verstorben. Alle Infos findest du >>> HIER

Update, 15. März, 12.25 Uhr: Kommt Nofallfahrplan beim Regionalverkehr?

Ab der kommenden Woche kann es im Regionalverkehr in der Bundesrepublik zu Einschränkungen kommen. Wie der Spiegel berichtet, könnte auf Notfallfahrplan umgestellt werden. Die Maßnahme soll notwendig werden, weil wohl viele Bahn-Mitarbeiter für ihren Dienst nicht zur Verfügung stünden, da sie Kinder betreuen müssten. Auch Fahrkartenkontrollen könnten wegfallen.

Update, 15. März, 11.55 Uhr: Jetzt sogar Ausgangssperre in Österreich, Kontrollen bereits ab Sonntag

Die österreichische Regierung ruft für das ganze Land Ausgangsbeschränkungen aus. Das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag der Nachrichtenagentur APA. Es gebe schon ab Sonntag Polizeikontrollen. Größere Gruppen, die sich etwa auf Spielplätzen ansammeln, würden aufgefordert, nach Hause zu gehen. Der Landeshauptmann (Ministerpräsident) von Tirol, Günther Platter, formulierte seine Maßnahmen noch drastischer: "Ohne einen triftigen Grund darf niemand seine Wohnung verlassen", erklärte er. Es gebe nur wenige Ausnahmen. Tirol ist vom Coronavirus besonders betroffen.

Kurz präzisierte damit einen neuen Maßnahmenkatalog vom Vormittag. Für Ausnahmen, das Haus zu verlassen, solle es nur drei Gründe geben: je nach Beruf nicht aufschiebbare Arbeit, notwendige Besorgungen oder Hilfe für andere Menschen. Wer im dringenden Fall ins Freie möchte, "der darf das ausschließlich alleine machen oder mit den Personen, mit denen er in der Wohnung gemeinsam zusammenlebt", sagte Kurz.

Platter führte für Tirol ähnliche Ausnahmen aus: "beruflich notwendige Gründe, medizinische Versorgung, Versorgung der Grundbedürfnisse, Rückkehr zum eigenen Wohnort und wenn es berechtigte Gründe zum Verlassen des Landes gibt". Es sei aber erlaubt, Lebensmittel oder Medikamente einzukaufen, Geld vom Geldautomaten abzuheben, zum Arzt zu gehen oder den Hund auszuführen.

Update, 15. März, 11.48 Uhr: Frankreich fährt Fernverkehr wegen Coronavirus zurück

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wird der Fernverkehr in Frankreich schrittweise reduziert. Dazu zählten Züge, Busse und Flugzeuge, sagte Umweltministerin Elisabeth Borne am Sonntag. Fernreisen müssten auf das unbedingt Notwendige begrenzt werden. Es werde aber keinen "brutalen und kompletten" Stopp geben.

Am Montag sollen bei der französischen Staatsbahn SNCF sieben von zehn Zügen fahren, bei der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP fahren 80 Prozent der Metros. Der Betrieb soll dann im Laufe der Woche weiter zurückgefahren werden. Die Tankstellen sollen in Betrieb bleiben, es werde keine Benzinknappheit geben, so die französische Regierung.

Frankreichs Premier Édouard Philippe hatte am Samstagabend die Schließung von allen öffentlichen Einrichtungen wie Restaurants, Bars, Läden, Theatern und Bibliotheken angekündigt. Lediglich Supermärkte, Apotheken, Banken oder Tabakläden sollen geöffnet bleiben. In Frankreich war die Zahl der Coronavirus-Infektionen noch einmal stark angestiegen - sie hatten sich innerhalb von 72 Stunden verdoppelt.

Die SNCF fährt den Fernverkehr aufgrund des Coronavirus zurück. 
Die SNCF fährt den Fernverkehr aufgrund des Coronavirus zurück.   © Marijan Murat/dpa

Update, 15. März, 11.45 Uhr: Zweiter Corona-Toter in Bayern

In Bayern ist ein weiterer Mensch einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus erlegen. Es handele sich um eine 86-jährige Frau aus einem AWO-Seniorenheim, die am Freitag mit Atemnot in das Kemptener Klinikum eingewiesen wurde, wie die AWO Schwaben am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. 

Das Gesundheitsamt Kempten habe das Heim darüber informiert, dass die Erkrankung und der Tod der Frau durch eine Infektion mit dem Virus verursacht wurde. Damit sind in Bayern inzwischen nachweislich zwei Menschen an Covid-19 gestorben. Am Donnerstag war ein Über-80-Jähriger im Klinikum Würzburg der Krankheit erlegen. Bundesweit sind somit neun Menschen an der Krankheit gestorben.

Update, 15. März, 11.25 Uhr: Österreich fährt öffentliches Leben auf Notbetrieb runter

Auch in Österreich wird das öffentliche Leben weiter drastisch eingeschränkt. Das Land müsse wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 auf Notbetrieb heruntergefahren werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag. Es gebe nur noch drei Gründe, das Haus zu verlassen: um zum Arbeitsplatz zu kommen, um notwendige Einkäufe zu machen und um anderen zu helfen. Von einer Ausgangssperre sprach Kurz aber nicht. Basis für die Maßnahmen wird ein Sondergesetz, das das Parlament noch am Sonntag beschließen wollte.

Sport- und Spielplätze müssen geschlossen werden, Restaurants, die schon eingeschränkte Öffnungszeiten hatten, ab Dienstag ebenfalls. Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler sagte, er habe gehört, dass Sportvereine weiter Training für Kinder und Jugendliche anböten. Das dürfe nicht sein. Er drohte mit der Streichung von Subventionen auf Jahre hinaus.

Ab Montag bleiben in Österreich Geschäfte in nicht alltagsnotwendigen Branchen geschlossen. Die Versorgung der Menschen über Supermärkte und Lieferdienste sei gesichert, sagte Kurz. Er kündigte weitere Reiseeinschränkungen oder Flugverbote an.

Die Regionen Paznauntal mit den Touristenorten Ischgl und Galtür sowie St. Anton in Tirol und die Skiregion Heiligenblut in Kärnten standen wegen einer erhöhten Zahl von Fällen bereits unter Quarantäne. Die letzten ausländischen Gäste sollten am Sonntag aus St. Anton abreisen, berichtete Bürgermeister Helmut Mall der österreichischen Agentur APA. Österreichische Touristen durften wie die Einheimischen die Orte nicht verlassen. Bis Samstag waren in ganz Österreich 800 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Gähnende Leere auf dem Wiener Flughafen. In den kommenden Tagen soll es in Österreich weitere Einschränkungen im Flugverkehr geben. 
Gähnende Leere auf dem Wiener Flughafen. In den kommenden Tagen soll es in Österreich weitere Einschränkungen im Flugverkehr geben.   © Ronald Zak/AP/dpa

Update, 15. März, 10.45 Uhr: Regierung ruft alle Bundeswehr-Reservisten auf, sich zu melden

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sieht die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr auch in der Corona-Krise gewährleistet. "Wir planen auf allen Ebenen so, dass wir alle kritischen Bereiche sicher abdecken könnten - auch das, was an Amtshilfe auf uns zukommt", sagte die CDU-Chefin der "Welt am Sonntag". 

"Wir haben gerade auch unsere Reservisten aufgerufen, sich zu melden, um in den Bundeswehrkrankenhäusern und der Sanität mit zu unterstützen. Was immer jetzt gebraucht wird." Kramp-Karrenbauer erklärte, dass es bis Freitagabend 120 begründete Verdachtsfälle und 18 bestätigte am Corona-Virus Erkrankte in den Reihen der Bundeswehr gab.

Ungeachtet der Corona-Krise mahnte Kramp-Karrenbauer, den deutschen Verteidigungsetat zu erhöhen. Das habe auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) Bündnispartnern versprochen, sagte sie der Zeitung. Die außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen würden weiter wachsen. "Die Fähigkeiten unserer Bundeswehr müssen dazu passen."

Annegret Kramp-Karrenbauer beim Besuch der Graf-Haeseler-Kaserne im Saarland. 
Annegret Kramp-Karrenbauer beim Besuch der Graf-Haeseler-Kaserne im Saarland.   © Oliver Dietze/dpa

Update, 15. März, 10.25 Uhr: Frau des spanischen Regierungschefs mit Corona infiziert

Die Ehefrau des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez ist positiv auf das neue Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. María Begoña Gómez (45) gehe es aber gut, teilte die spanische Regierung am Samstagabend weiter mit. Sie und der sozialistische Regierungschef folgten am Amtssitz Palacio de la Moncloa in Madrid allen Anweisungen der Ärzte, wurde betont.

Kurz vor der Bekanntgabe dieser Nachricht hatte Sánchez die Sitzung seines Kabinetts zur Ausrufung eines 15-tägigen Alarmzustands geleitet und das ganze Land de facto unter Quarantäne gesetzt. Die mit dem Virus infizierten Ministerinnen für Gleichstellung und Territorialpolitik, Irene Montero und Carolina Darias, nahmen an der Sitzung nicht teil.

Obwohl er sich wegen der Infektion seiner Lebensgefährtin Irene Montero selbst unter Quarantäne gestellt hatte, nahm der stellvertretende Regierungschef Pablo Iglesias an der Sitzung des sogenannten Ministerrats teil. Sánchez versicherte, bei dem Treffen im Moncloa-Palast seien alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten worden.

Bis Sonntagvormittag war in Spanien nach Angaben der Behörden bei mehr als 6000 Menschen eine Infektion mit dem neuen Virus nachgewiesen worden. Die Zahl der Todesopfer lag knapp unter 200.

Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien, und seine Ehefrau Maria Begona Gomez bei einem Staatsbesuch in London. 
Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien, und seine Ehefrau Maria Begona Gomez bei einem Staatsbesuch in London.   © Alastair Grant/AP/dpa

Update, 15. März, 10 Uhr: 42 Menschen in Berlin nach Club-Besuch mit Coronavirus infiziert

Wie die Gesundheitssenatorin von Berlin, Dilek Kalayci, am späten Samstagabend mitgeteilt hat, haben sich 42 Menschen in Berlin bei einem Besuch in einem Club infiziert. In Folge dessen wurde dann sofort beschlossen, die Clubs und Bars dichtzumachen. 

Update, 15. März, 9.35 Uhr: Vatikan feiert Ostern wegen Coronavirus ohne Besucher

Wegen der Coronavirus-Epidemie hat der Vatikan alle öffentlichen Veranstaltungen zu Ostern abgesagt. Das Osterfest im Vatikan werde in diesem Jahr ohne Besucher gefeiert, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans am Sonntag. Alle liturgischen Feiern der Karwoche fänden "ohne die physische Anwesenheit der Gläubigen" statt. Zu den Feierlichkeiten kommen normalerweise Tausende Menschen aus aller Welt.

Ostern fällt in diesem Jahr auf den 12. April. An dem wichtigsten christlichen Feiertag wird die Auferstehung Jesu nach dessen Hinrichtung am Kreuz am Karfreitag gefeiert. In der Woche vor Ostern - der Karwoche - gibt es mehrere Zeremonien.

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs werden bis zum 12. April die Generalaudienzen von Papst Franziskus und die Angelusgebete am Sonntag weiterhin nur online übertragen. Die Coronavirus-Pandemie betrifft derzeit insbesondere Italien besonders stark.

Papst Franziskus bei der Pfingstmesse 2019 im Vatikan. 
Papst Franziskus bei der Pfingstmesse 2019 im Vatikan.   © Gregorio Borgia/AP/dpa

Update, 15. März, 9.32 Uhr: Auch Estland macht jetzt die Grenzen dicht

In der Corona-Krise macht auch Estland seine Grenzen für Ausländer dicht. "Um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen und die öffentliche Gesundheit zu schützen, hat die Regierung beschlossen, die Grenzkontrollen an der gesamten Grenze vorübergehend wieder einzuführen", erklärte Regierungschef Jüri Ratas in der Nacht zu Sonntag. Die Maßnahme werde ab Dienstag (17. März) in Kraft treten. Nur estnische Staatsbürger und Personen mit einem Aufenthaltsrecht oder Familienangehörigen in dem baltischen EU-Land dürfen dann noch einreisen. Für den Warenverkehr bleiben die Grenzen offen.

An den Grenzübergängen werden nach Angaben der Staatskanzlei in Tallinn Gesundheitskontrollen durchgeführt. Wer nach Estland einreist, muss sich 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Umgekehrt sollten Esten auf Reisen in andere Länder verzichten. In Estland, das bereits den Notstand ausgerufen hat, war die Zahl der Coronavirus-Fälle zuletzt sprunghaft auf 115 angestiegen.

Eingeschränkt werden auch Personenfähren über die Ostsee: Die estnische Reederei Tallink kündigte die Aussetzung der Linien zwischen Riga und Stockholm und zwischen Tallinn und Stockholm an.

Update, 15. März, 9.30 Uhr: Jetzt 263 nachgewiesene Corona-Fälle in Berlin

Die nachgewiesenen Coronafälle in der Hauptstadt nehmen weiter zu. Mit Stand Samstagnachmittag waren in Berlin 263 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, wie die Gesundheitsverwaltung am Sonntag mitteilte. 

150 davon sind demnach Männer, 112 Frauen. Bei einer Person wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt würden 15 Menschen, alle anderen seien häuslich isoliert, hieß es. Die Kontaktpersonen der neuen Fälle würden im Rahmen der Containmentstrategie ermittelt, kontaktiert und isoliert.

Die Mehrzahl der Betroffenen (82) ist der Statistik zufolge zwischen 30 und 39 Jahren alt. Inzwischen gibt es aber auch 20 Fälle von Menschen, die über 60 Jahre alt sind und damit zu einer besonderen Risikogruppe gehören.

Die gemeldeten Zahlen vom Samstag lagen noch bei 216 Fällen (Stand Freitagnachmittag), die vom Freitag (Stand Donnerstagnachmittag) bei 160.

Update, 15. März, 9 Uhr: Dritter Coronavirus-Fall in der NBA

Stephen Curry, Giannis Antetokounmpo, Zion Williamson - in der Coronavirus-Krise zeigen die Stars der NBA ihre Solidarität mit dem Hallen-Personal und wollen die Helfer im Hintergrund finanziell unterstützen. Die stärkste Basketball-Liga der Welt vermeldet unterdessen ihren dritten positiven Test. 

Es handelt sich um einen Spieler der Detroit Pistons. Wie das ehemalige Meisterteam mitteilte, befindet sich der namentlich nicht genannte Profi seit Mittwochnacht in Quarantäne. Medienberichten zufolge hat sich Flügelspieler Christian Wood (24) mit Sars-CoV-2 infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen kann.

Die Pistons haben den positiven Test am Samstag (Ortszeit) erhalten. Der Detroiter ist nach Center Rudy Gobert (27) und dessen Teamkollege Donovan Mitchell (23) von den Utah Jazz der dritte Coronavirus-Fall in der NBA. Die Liga hatte sich unmittelbar nach dem ersten positiven Test zu einer Pause von mindestens 30 Tagen entschieden.

Update, 15. März, 8.50 Uhr: Kommunalwahlen in Frankreich trotz Coronavirus

In Frankreich hat am Sonntag trotz Coronavirus die erste Runde der Kommunalwahlen begonnen. Obwohl seit Mitternacht Restaurants, Bars und Läden im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus bis auf Weiteres geschlossen sind, sollen die Französinnen und Franzosen über die Machtverhältnisse in den Kommunalparlamenten abstimmen. Rund 47,7 Millionen Menschen sind zur Wahl aufgerufen, darunter auch 330.000 in Frankreich lebende EU-Bürgerinnen und -Bürger.

Frankreichs Premier hatte am Samstagabend verkündet, dass die bisherigen Maßnahmen gegen das Coronavirus nicht wirksam gewesen seien. Die Zahl der Infizierten war noch einmal massiv angestiegen. Deshalb gilt nun in Frankreich "Phase 3", die höchste Stufe im Kampf gegen die Pandemie. Das heißt, dass nur noch zum Leben notwendige Einrichtungen wie Lebensmittelläden, Banken, Tankstellen oder Apotheken geöffnet sind. In Paris schlossen zahlreiche Bars um Punkt Mitternacht, vereinzelt kontrollierte die Polizei.

In Frankreich wird nun eine niedrige Wahlbeteiligung befürchtet. Zahlreiche Politikerinnen und Politiker forderten nach der Ansage des Premiers am Samstagabend deshalb die Verschiebung der Wahlen. Doch Philippe betonte, dass es keine wissenschaftlichen Bedenken gebe, wenn Vorsichtsmaßnahmen eingehalten würden. So empfiehlt die Regierung den Menschen, einen eigenen Stift mitzubringen. Auch mit Schutzmaske darf gewählt werden, allerdings nur wenn die Person identifizierbar ist. Ist das nicht der Fall, muss die Maske abgenommen werden, damit die Identität überprüft werden kann.

Die Wahl gilt als Stimmungstest für Präsident Emmanuel Macron - seine Partei La République en Marche ist in den Regionen kaum verankert. Spannend dürfte auch werden, wer sich im Rennen um das Bürgermeisteramt in Paris behauptet - dort tritt die für ihre fahrradfreundliche Politik bekannte Sozialistin Anne Hidalgo noch einmal an und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Konservativen Rachida Dati.

Update, 15. März, 8.25 Uhr: Fußball-Profi Kilian vom SC Paderborn auf dem Weg der Besserung

Luca Kilian, der als erster Profi aus der Fußball-Bundesliga positiv auf den Coronavirus getestet wurde, geht es nach zwei Tagen mit Fieber und Schüttelfrost wieder besser. Das berichtete der Sportgeschäftsführer des SC Paderborn, Martin Przondziono, in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Sonntag).

U21-Nationalspieler Kilian war am Freitag positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Wegen einer Oberschenkelverletzung hätte der Verteidiger aber in dem ursprünglich für Freitag geplanten Meisterschaftsspiel gegen Fortuna Düsseldorf nicht spielen können.

Przondziono sprach in dem Interview auch von den Geschehnissen vor dem Spiel, als es Trainer Steffen Baumgart schlecht ging, "da kamen wir natürlich auf die Thematik: Corona. Wir dachten: Jetzt warten wir mal ab über Nacht. Er hat dann Fieber bekommen, dann nahm alles seinen Lauf". Der Tag sei ihm vorgekommen wie im Thriller.

Baumgarts Test fiel allerdings negativ aus. Ein Teil der Mannschaft ist dennoch in Quarantäne. Insgesamt wurden 45 Personen getestet, die Ergebnisse sollen im Laufe der Woche vorliegen.

Das Vorgehen der Deutschen Fußball Liga, die erst kurz vor dem Spieltag den Spielbetrieb aussetzte, verteidigte Przondziono. "Die DFL hat eigentlich einen sehr guten Job gemacht. Sie wird jetzt verteufelt, nach dem Motto: Ihr wolltet nur Fußball spielen, ihr seht nur das Geld. Aber die DFL hat eine Fürsorgepflicht den Vereinen gegenüber." Paderborn sei auch von finanziellen Einbußen betroffen. "Es ist nur Fußball, aber am Spielbetrieb hängen Arbeitsplätze. Aber der Druck wurde natürlich irgendwann zu groß."

Für das Heimtraining der Spieler haben diese Hanteln und Fitnessgeräte mitbekommen. Am Montag sollten sie mit Spinningrädern beliefert werden. "Zwei Wochen sind auch vom Kopf her eine zähe Zeit. Aber zumindest haben sie die Möglichkeit, sich fit zu halten. Und in zwei Wochen werden sie wieder getestet", sagte Przondziono. Die DFL will den Spielbetrieb vorerst bis zum 2. April aussetzen - so soll es am Montag beschlossen werden.

Paderborns Luca Kilian (vorn) ist nach einem positiven Corona-Test auf dem Weg der Besserung. 
Paderborns Luca Kilian (vorn) ist nach einem positiven Corona-Test auf dem Weg der Besserung.   © Friso Gentsch/dpa

Update, 15. März, 8.15 Uhr: Wie wird sich das Coronavirus entwickeln?

Läuft sich das Virus tot, entwickelt sich aus Corona eine Volkskrankheit oder bleibt es bei einer grassierenden Pandemie? "Für mögliche Szenarien haben wir nicht nur linear gedacht, sondern unterschiedliche Perspektiven und Dimensionen durchgespielt", sagt Zukunftsforscher Dr. Alexander Fink (52). Alle Infos dazu findest Du >>> HIER

Update, 15. März, 8 Uhr: Weniger Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea

Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist zum ersten Mal seit mehr als drei Wochen auf unter 100 zurückgegangen. Am Samstag seien 76 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Die Gesamtzahl der Menschen in dem Land, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8162. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um 3 auf 75.

Die aktuellen Fallzahlen bestätigten den Abwärtstrend bei den Neuerkrankungen in den vergangenen Tagen. Südkorea hatte am Freitag zum ersten Mal seit dem Beginn des Ausbruchs im Januar mehr Genesungen von dem Virus gemeldet als neue Infektionen.

Die Behörden warnten jedoch zuletzt mehrmals vor dem Risiko, dass weitere Virusfälle aus dem Ausland eingeschleppt werden könnten. Sorgen bereiten ihnen auch weiter lokale Häufungen von Ansteckungen. Zuletzt wurden in der Hauptstadt Seoul mehr als 100 Infektionen unter Mitarbeitern eines Call-Centers und ihren Familienangehörigen festgestellt.

Die Mehrheit der neu erfassten Fälle konzentriert sich aber erneut in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region. Mehr als 60 Prozent aller Infektionen in Südkorea entfallen auf Anhänger der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat. Südkorea hatte am 23. Februar die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen.

Update, 15. März, 7 Uhr: Forscher warnen, dass Maßnamen in Großbritannien unzureichend

Fast 250 Wissenschaftler haben der britischen Regierung vorgeworfen, nicht genug gegen die Covid-19-Pandemie zu tun und unnötig Leben zu gefährden. Mit einfachen Maßnahmen könnten Tausende Menschen gerettet werden, teilten die Wissenschaftler aus Großbritannien am späten Samstagabend in einem offenen Brief mit. Es sei möglich, die Geschwindigkeit der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus "dramatisch" zu bremsen. Unkontrolliert könnten sich aber in den nächsten Wochen Millionen Briten mit dem Erreger anstecken.

In Großbritannien sind zum Beispiel Großveranstaltungen noch nicht generell verboten und bisher nur wenige Schulen geschlossen.

Regierungsberater Patrick Vallance hatte die bislang zurückhaltenden Maßnahmen in Großbritannien unter anderem damit begründet, dass eine "Herdenimmunität" gegen das Virus aufgebaut werden müsse. Infizierten sich etwa 60 Prozent der Bevölkerung, dann könnte Schutz für die ganze Gemeinschaft durch Immunität aufgebaut werden, sagte der Gesundheitsexperte kürzlich bei der Vorstellung eines Maßnahmenkatalogs der Regierung mit Premierminister Boris Johnson.

Diesen Ansatz stellte auch die Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Harris, am Samstag infrage. Man wisse noch zu wenig über das Virus. "Es ist noch nicht lange genug in unserer Bevölkerung, um zu wissen, was es immunologisch macht", sagte sie dem Nachrichtensender BBC. "Wir können über Theorien reden, aber im Moment stehen wir wirklich vor einer Situation, in der wir uns mit Taten beschäftigen müssen."

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte in der Nacht zum Sonntag, dass der Regierungsberater Vallance falsch verstanden worden sei. "Herdenimmunität ist nicht Teil des Aktionsplans, sondern das natürliche Beiprodukt einer Epidemie". Ziel sei es, Leben zu retten und den staatlichen Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) zu entlasten. Der NHS ist chronisch überlastet und marode. Die Mängel im Gesundheitsdienst waren auch zentrales Thema im Wahlkampf.

Update, 15. März, 6 Uhr: Corona-Test bei Donald Trump negativ

Bei US-Präsident Donald Trump ist der Test auf das Coronavirus negativ ausgefallen. "Heute Abend habe ich die Bestätigung erhalten, dass der Test negativ ist", heißt es in einem Schreiben von Trumps Arzt, wie das Weiße Haus am Samstagabend(Ortszeit) mitteilte.

Trump hatte sich unter wachsendem öffentlichen Druck auf das Coronavirus testen lassen. Trump sagte bei einer Pressekonferenz am Samstag im Weißen Haus, er habe sich dem Test am Vorabend unterzogen. Trump war am vergangenen Wochenende beim Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago mit mindestens zwei Personen in Kontakt, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

US-Präsident Donald Trump ist negativ auf Corona getestet worden. 
US-Präsident Donald Trump ist negativ auf Corona getestet worden.   © Alex Brandon/AP/dpa

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Titelfoto: Kateryna Kon

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