Coronavirus in NRW: Neue Masken-Regeln in zahlreichen NRW-Städten

Köln – Die NRW-Politik hat auf die steigenden Corona-Zahlen mit neuen Maßnahmen reagiert. Wir geben einen Überblick auf auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Corona-Zahlen bleiben in NRW auf hohem Niveau.
Die Corona-Zahlen bleiben in NRW auf hohem Niveau.  © Friso Gentsch/dpa

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist nach einem stärkeren Anstieg am Vortag wieder leicht gesunken.

Am Freitag lag der Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 63,9. Am Donnerstag hatte er bei 64,3 gelegen. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch 58,0 betragen.

Der Wert gibt Auskunft über die Anzahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Virus binnen einer Woche bezogen auf 100 000 Einwohner. Bei einem Wert von unter 35 hatte die Politik Lockerungen der bisherigen Corona-Einschränkungen in Aussicht gestellt.

Den niedrigsten Wert hatte am Freitag nach wie vor Münster mit 21,3. Auch der Kreis Coesfeld (34,0) und Bielefeld (34,7) lagen unter der 35er-Schwelle.

Seit Donnerstag haben sich laut RKI 1995 Menschen in NRW neu mit dem Coronavirus infiziert. 83 Menschen starben an oder mit dem Virus.

Alle aktuellen Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Ticker-Meldungen bis zum 31. Dezember 2020 findest Du hier.

Update, 26. Februar, 13.11 Uhr: Corona-Werte in Bonn

Der Corona-Inzidenzwert für Bonn ist wieder unter die 60er Marke gesunken.

Bezogen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt er am Freitag, 26. Februar 2021, bei 58,8. Dem Gesundheitsamt wurden in den vergangenen sieben Tagen 193 Neuinfektionen gemeldet, teilte die Stadt Bonn am Freitag mit.

Update, 26. Februar, 13.01 Uhr: Impfungen für Härtefälle

Eine Impfung gegen das Coronavirus ist momentan nur mit Warten möglich. Doch Härtefälle sollen in NRW bald vorgezogen werden können.
Eine Impfung gegen das Coronavirus ist momentan nur mit Warten möglich. Doch Härtefälle sollen in NRW bald vorgezogen werden können.  © Andreas Arnold/dpa

Menschen mit Vorerkrankungen und einem besonders hohen Gesundheitsrisiko können in Einzelfällen bevorzugt in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen geimpft werden.

Das sei aber nur aufgrund von Einzelfallentscheidungen möglich, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag mit.

Voraussetzungen sind ein aktuelles Attest vom Arzt und ein Antrag. "Es gibt Menschen mit Vorerkrankungen, die sich in der Liste der Coronaimpfverordnung nicht wiederfinden", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Alles Infos zu den Härtefall-Regelungen.

Update, 26. Februar, 12.54 Uhr: Viel zu tun für die Richter in NRW

Bei den Verwaltungsgerichten in Nordrhein-Westfalen und am Oberverwaltungsgericht in Münster hat die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr tiefe Spuren hinterlassen. Zwar sind 2020 nach Angaben von OVG-Präsidentin Ricarda Brandts landesweit 13 Prozent weniger Klagen bei den Gerichten eingegangen als im Vorjahr.

Das Minus sei aber wohl auf das Frühjahr 2020 zurückzuführen. Im ersten Lockdown hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge rund einen Monat lang keine Asylbescheide zugestellt. So ging die Zahl der Eingänge mit Asylklagen um 29 Prozent bei den sieben Verwaltungsgerichten zurück, wie das OVG bei der Jahrespressekonferenz mitteilte.

Dafür aber gingen im vergangenen Jahr landesweit zahlreiche Verfahren mit Bezug zur Corona-Pandemie ein. Bei den Verwaltungsgerichten waren das 1473 Fälle, von denen bis Jahresende 938 entschieden wurden oder sich erledigt hatten. Beim OVG gingen 483 Corona-Verfahren ein, von denen bis Ende Dezember 345 abgeschlossen wurden.

Insgesamt nahmen die Corona-Verfahren mit 6 Prozent am OVG und 3 Prozent an allen Verwaltungsgerichten nur einen geringen Anteil an allen Verfahren ein. Dafür war das Interesse der Öffentlichkeit aber umso größer, weil es um Schulöffnungen, Quarantäne, Einreisen, Freizeitsport und Schließungen im Handel oder von Bordellen ging.

Update, 26. Februar, 9.43 Uhr: Eilantrag gegen "Verweilverbot" in Düsseldorf eingereicht

Gegen das "Verweilverbot" in der Düsseldorfer Altstadt und am nahen Rheinufer ist am Verwaltungsgericht ein Eilantrag eingegangen. Die zuständige Kammer will laut einem Gerichtssprecher eventuell noch am Freitag über den Antrag entscheiden.

In Düsseldorf soll um 15.00 Uhr erstmals das "Verweilverbot" in Kraft treten, wonach man in einer bestimmten Zone nicht mehr länger stehen bleiben, sich hinsetzen oder auf eine Wiese legen darf. Die Regelungen gelten auch am Samstag und Sonntag. Die Verwaltung hat bereits damit begonnen, 300 rote Schilder aufstellen, die mit dem Schriftzug "Verweilverbotszone: Bitte gehen Sie weiter" versehen sind.

Update, 26. Februar, 9.10 Uhr: NRW-Städte reagieren mit Masken-Regeln

Nach dem Andrang von Menschenmassen auf Ausflugsziele am vergangenen Wochenende werden die Städte strenger.

An vielen Orten sind mehr Kontrollen angekündigt - vor allem in Parks und Grünanlagen. In Düsseldorf sollen Besucher in der beliebten Altstadt nicht mehr stehen bleiben oder sich hinsetzen.

In Köln und Dortmund gilt am Wochenende Maskenpflicht in einigen Parks.

Düsseldorf hat ein "Verweilverbot" für die Altstadt und das nahe Rheinufer an den kommenden Wochenenden bis zum 14. März verhängt. Den Überblick zu den Corona-Masken in einigen Städten in NRW findest Du hier.

Update, 26. Februar, 6.15 Uhr: Corona-Infektionen in Seniorenheimen deutlich gesunken

Die Corona-Impfungen in Seniorenheimen schreiten voran.
Die Corona-Impfungen in Seniorenheimen schreiten voran.  © Friso Gentsch/dpa

Seit dem Start der Impfungen in den Altenheimen in NRW ist die Zahl der aktiven Corona-Infektionen unter Bewohnern und Mitarbeitern rapide zurückgegangen.

Den jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsministerium zufolge waren zuletzt knapp 750 Bewohner und 430 Mitarbeiter stationärer Pflegeeinrichtungen mit dem Coronavirus infiziert - ein deutlicher Rückgang, der auf die wachsende Zahl von Geimpften in dieser Gruppe zurückzuführen sei.

Auf dem Höhepunkt der Welle an Weihnachten galten noch weit über 5000 Heimbewohner als Corona-Patienten. Schon einen Monat später war die Zahl auf unter 4000 gesunken.

Am 9. Februar wurden bereits weniger als 1000 Infizierte gezählt. Beim Personal ist die Entwicklung ähnlich deutlich rückläufig: Allein im vergangenen Monat ging die Zahl der aktiv infizierten Mitarbeiter in Pflegeheimen um drei Viertel zurück, wie aus den Angaben hervorgeht.

Die Impfungen in den Pflegeheimen in NRW sind laut Landesregierung nahezu abgeschlossen: 180 000 Bewohner haben laut Robert Koch-Institut eine erste Imfpung erhalten, 130 000 hatten am Donnerstag bereits die zweite Dosis

Update, 25. Februar, 18.32 Uhr: Alle Moscheen in Düren wegen Corona-Mutation geschlossen

Nach dem Auftreten der britischen Mutation des Coronavirus sind in Düren alle fünf Moscheen geschlossen worden. In einer Moschee seien acht Fälle registriert worden, berichtete ein Sprecher der Stadt am Donnerstag auf Anfrage. Daraufhin sei zunächst die betroffene Moschee geschlossen worden.

Weil die Behörden befürchteten, dass Gläubige auf die übrigen vier Moscheen ausweichen und das Virus so weiterverbreiten könnten, seien die anderen Moscheegemeinden ebenfalls gebeten worden, ihre Gotteshäuser zu schließen. Dem seien sie auch nachgekommen. Der WDR hatte zuerst berichtet.

Update, 25. Februar, 17.57 Uhr: Zahl der Corona-Fälle bei Miele in Euskirchen leicht gestiegen

Die Zahl der Corona-Infizierten im Euskirchener Werk des Hausgeräteherstellers Miele hat sich nach Auswertung der Reihentests von 500 Mitarbeitern leicht erhöht. Es seien elf bestätigte Fälle hinzugekommen, teilte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag mit. Damit seien im Werk aktuell 18 Beschäftigte bestätigt positiv.

In Teilen des Werks ruht seit Dienstagabend der Betrieb, weil rund 200 Mitarbeiter bis zum 9. März unter Quarantäne gestellt wurden. In anderen Bereichen werde weiter gearbeitet, erklärte der Sprecher.

Gesicherte Erkenntnisse dazu, von wem erste Ansteckungen ausgegangen sein könnten, gebe es nicht. Inwieweit die aktuell bestätigten Fälle zusammenhingen, sei ebenfalls nicht klar. Laut Gesundheitsamt sei in zehn Fällen die britische Mutante nachgewiesen. Die übrigen acht Fälle befänden sich noch in der Diagnostik.

Update, 25. Februar, 16.40 Uhr: Aktuell 1093 Kölner infiziert

In Köln liegt die Inzidenzzahl zum Wochenstart bei 67,3 (Vortag: 69,1). Wie die Stadt mitteilte, sind derzeit 1093 Bürger mit dem Coronavirus infiziert.

Bislang sind in der Domstadt 639 Fälle der mutierten britischen Variante gemeldet worden. Hinzu kommen 172 Fälle der südafrikanischen Mutante.

Am Montag wurden vier weitere Todesfälle gemeldet – ein 77-Jähriger, eine 84-Jährige, ein 90-Jähriger und eine 99-Jährige, die alle mehrfach vorerkrankt waren. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind damit insgesamt 523 Kölner gestorben.

Update, 25. Februar, 14.41 Uhr: Wegen Corona Rekordtief bei Verkehrstoten

Die Corona-Pandemie hat 2020 für ein Rekordtief bei den Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen gesorgt. Nach vorläufigen Zahlen starben im vergangenen Jahr auf NRW-Straßen 430 Menschen - 26 weniger als im Vorjahr.

Das sei der niedrigste Stand von NRW-Verkehrstoten der gesamten vorliegenden Zahlenreihe seit 1980, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag. 1980 waren in NRW im Straßenverkehr noch 2885 Menschen gestorben.

Grund für die seit langem sinkenden Zahlen sind nach Einschätzung von Verkehrsexperten unter anderem bessere Sicherheitsausstattungen der Autos, striktere Promillegrenzen und Tempolimits. 2020 sei als Sondereffekt die Pandemie hinzugekommen, erklärte das Statistikamt: "Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt wurden als im Vorjahr", berichteten die Statistiker.

Die Zahl der Schwerverletzten ging 2020 im Vorjahresvergleich in NRW um gut ein Zehntel auf 12.110 zurück. Insgesamt verunglückten im bevölkerungsreichsten Bundesland gut 67.000 Menschen im Straßenverkehr - 14,4 Prozent weniger als im Vorjahr.