Coronavirus in NRW: Über 4300 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 125

Köln – Nach monatelangem Corona-Lockdown gibt es Pläne zur weiteren Pandemie-Bekämpfung. Wir geben einen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen in NRW bei 125. (Symbolbild)
Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen in NRW bei 125. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Die NRW-Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4326 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen in NRW bei 125. Damit ist die Sieben-Tage-Inzidenz im bevölkerungsreichsten Bundesland gegenüber dem Vortag (Samstag: 115) erneut gestiegen.

Vor einer Woche - am Ostersonntag - lag die Kennziffer ebenfalls bei 125. Wegen der vergangenen Feiertage und der Schulferien könnten die Corona-Zahlen des RKI allerdings noch nicht vergleichbar mit den Werten vor Ostern sein. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntagmorgen bei 129,2.

In nur noch elf Kreisen und kreisfreien Städten in NRW lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag unter der Marke von 100. Sie ist eine Alarm-Schwelle für besondere Schutzvorkehrungen. Besonders hoch waren die Werte in Remscheid (217,4) und Hamm (206,2).

In der Landeshauptstadt Düsseldorf stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 109,3. Dort hatten die Werte am Freitag die 100er Marke überschritten. Damit war der Sonntag der dritte Tag in Folge über der kritischen Marke. Damit müsste ab Mitte der Woche auch in der Landeshauptstadt erstmals die sogenannte Notbremse ziehen.

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Update, 11. April, 17.21 Uhr: Remscheid ordnet Ausgangssperre und Maskenpflicht im Auto an

Die Stadt Remscheid will ab Dienstag eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr morgens, eine verschärfte Kontaktbeschränkung im privaten Bereich, die Schließung von Park- und Sportanlagen sowie eine erweiterte Maskenpflicht im Auto einführen. Die entsprechende Allgemeinverfügung soll zunächst bis zum 18. April gelten, wie die Stadt am Sonntag mitteilte.

Update, 11. April, 16.12 Uhr: Inzidenzzahl in Köln bei 128,1

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 128,1 und die Reproduktionszahl bei 1,03. 316 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 109 auf Intensivstationen.

Dem Gesundheitsamt wurden zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet: ein 83-Jähriger und ein 76-Jähriger, beide mit Vorerkrankungen. Bislang sind 596 Kölner verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Aktuell sind 3021 Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 11. April, 14.44 Uhr: Düsseldorf droht Covid-Notbremse: Krisenstab tagt am Montag

In Düsseldorf hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen zum dritten Mal hintereinander über dem Wert von 100 gelegen. (Archivfoto)
In Düsseldorf hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen zum dritten Mal hintereinander über dem Wert von 100 gelegen. (Archivfoto)  © Jonas Güttler/dpa

Nach zahlreichen Kreisen und Städten in NRW droht nun auch der Landeshauptstadt Düsseldorf ab kommendem Dienstag die sogenannte Corona-Notbremse.

In Düsseldorf hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen am Sonntag zum dritten Mal hintereinander über dem Wert von 100 gelegen.

Laut Corona-Schutzverordnung müsste das öffentliche Leben damit wieder stärker eingeschränkt werden.

In der Landeshauptstadt lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 109,3. Am Freitag war die 100er Marke erstmals überschritten worden.

Wie es konkret weiter geht, soll laut einem Stadtsprecher am Montag beraten werden. Dann tage der Krisenstab.

Update, 11. April, 14.31 Uhr: NRW-Minister kritisiert Problem in Bundes-Notbremse

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst (45, CDU) hat auf ein Problem im geplanten Gesetz für die "Bundes-Notbremse" hingewiesen, das ihn als frischgebackenen Vater besonders betrifft.

So wären von Ladenschließungen bei hoher Infektionsrate auch Babymärkte betroffen. Aber: "Babys warten nicht #selbsterlebt", schrieb Wüst am Sonntag bei Twitter.

Update, 11. April, 13.54 Uhr: Senior stirbt kurz vor Impfung in Impfzentrum

Ein 93 Jahre alter Mann ist am Sonntagmorgen im Impfzentrum der Stadt Mönchengladbach kurz vor seiner Corona-Impfung plötzlich gestorben.

Der alte Mann, der an diversen Vorerkrankungen gelitten habe, sei im Anmeldebereich des Impfzentrums in eine medizinische Notlage geraten, teilten Stadt und Polizei am Sonntag mit.

Update, 11. April, 12.38 Uhr: Neue Verordnung: Abschlussprüfung auch für Schüler ohne Corona-Test

Bei den anstehenden Abiturprüfungen in NRW werden auch nicht auf Corona getestete Schülerinnen und Schüler teilnehmen können. Das geht aus der neuen Coronabetreuungsverordnung hervor, die ab Montag (12. April) gültig ist.

Die neue Verordnung sieht für alle, die in Präsenz am Schulleben teilnehmen, grundsätzlich zwei Corona-Selbstests pro Woche vor. Für Schüler müssen die auch in der Schule selbst unter Aufsicht vorgenommen werden. Nur Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf dürfen die Tests bei ihren Eltern machen, die das entsprechend schriftlich versichern müssen.

Eine Ausnahme von der allgemeinen Testpflicht gibt es für Abschlussprüfungen und Berufsabschlussprüfungen. Die Prüfungen ungetester Personen "werden räumlich getrennt von den Prüfungen getesteter Schülerinnen und Schüler durchgeführt", heißt es in der Verordnung.

Update, 11. April, 12.05 Uhr: Corona-Test vom Arbeitsplatz kann auch im Alltag genutzt werden

Wer in NRW am Arbeitsplatz einen Corona-Schnelltest macht, kann das Ergebnis jetzt auch in seiner Freizeit nutzen.

Wie das Düsseldorfer Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, können Arbeitgeber - wie sonst Ärzte oder Testzentren - nun ebenfalls einen offiziellen Testnachweis ausstellen.

"Mit mehr als 5700 Teststellen landesweit und bis zu 290.000 täglichen Bürgertests hat die Teststrategie in Nordrhein-Westfalen in den letzten Wochen massiv Fahrt aufgenommen", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU).

Update, 11. April, 10.29 Uhr: Noch genug Intensivbetten in NRW frei, Lage aber ernst

Eine Intensivstation in Essen.
Eine Intensivstation in Essen.  © Fabian Strauch/dpa

Trotz steigender Corona-Patientenzahlen stehen in Nordrhein-Westfalen nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums zurzeit noch ausreichend freie Intensivbetten mit Beatmungstechnik zur Verfügung.

Mit Stand Freitag seien es über 510, erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag.

Es bleibe trotzdem weiterhin wichtig, wachsam zu sein: "Wir müssen darauf achten, dass die Zahlen der Infizierten nicht zu stark steigen, damit wir auch künftig ausreichend freie Kapazitäten an Intensivbetten haben", betonte er.

Update, 11. April, 10.19 Uhr: Ramadan in der Pandemie: 15.000 Mahlzeiten für Bedürftige in Wuppertal

Im muslimischen Fastenmonat Ramadan sollen in der Corona-Krise viele der geplanten Veranstaltungen in den Moscheegemeinden virtuell ablaufen. Wie die Türkisch-Islamische Union Ditib ankündigte, werden etwa Predigten oder Lesungen online angeboten.

Der Ramadan, der in diesem Jahr am kommenden Dienstag beginnt, sei auch immer ein Monat besonderer Solidarität, betonte der größte Islamverband in Deutschland.

Gläubige Muslime essen und trinken den ganzen Tag nach Sonnenaufgang nichts. Erst nach Einbruch der Dunkelheit findet normalerweise in geselliger Runde das Iftar-Fastenbrechen im privatem Kreis oder in der Moscheegemeinde statt.

Update, 10. April, 16.00 Uhr: Gesundheitsministerium: Ausreichend Intensivbetten mit Beatmung frei

Trotz steigender Corona-Patientenzahlen stehen in Nordrhein-Westfalen nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums zurzeit noch ausreichend freie Intensivbetten mit Beatmungstechnik zur Verfügung.

Mit Stand Freitag seien es über 510, erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag. Es bleibe trotzdem weiterhin wichtig, wachsam zu sein: "Wir müssen darauf achten, dass die Zahlen der Infizierten nicht zu stark steigen, damit wir auch künftig ausreichend freie Kapazitäten an Intensivbetten haben", betonte er.

Titelfoto: David Young/dpa

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