Coronavirus in NRW: Positiver Trend setzt sich fort, erste Großstadt mit Inzidenz unter 50

Köln – Nach monatelangem Corona-Lockdown gibt es Pläne zur weiteren Pandemie-Bekämpfung. Wir geben einen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken. (Symbolbild)
Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Der Abwärtstrend bei den in Nordrhein-Westfalen gemeldeten Corona-Neuinfektionen hat sich fortgesetzt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag landesweit bei 103,4.

Am Donnerstag hatte die Kennziffer, die die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, 111,4 betragen.

Letztmals unter der für die Bundes-Notbremse entscheidenden Schwelle von 100 hatte der NRW-Durchschnittswert am 22. März mit 99,6 gelegen.

In 27 der 53 Kreise und kreisfreien Städte ist die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen unter diesen Wert gefallen, der unter anderem Öffnungen der Außengastronomie erlaubt.

Über dem Wert von 165, ab dem es keinen Präsenzunterricht in Schulen geben darf, liegen nur noch Hagen (215,7) und Leverkusen (184,5). Den niedrigsten Wert wies am Freitag Münster mit 35,5 auf.

Den Daten zufolge wurden in NRW binnen eines Tages 2474 Neuinfektionen gemeldet. Am Freitag vergangener Woche waren es 4094 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 20 auf 16.190.

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Update, 14. Mai, 16.49 Uhr: Fast zehn Prozent der NRW-Bevölkerung vollständig geimpft

Fast jeder zehnte Bürger in Nordrhein-Westfalen ist vollständig gegen Corona geimpft. 9,7 Prozent der Bevölkerung hätten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts inzwischen den kompletten Impfschutz erhalten, teilte die Staatskanzlei am Freitag in Düsseldorf mit. Diese Menschen genießen damit wieder mehr Freiheiten. Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und strenge Quarantäneregeln gelten für sie nicht mehr. Vollständig Geimpfte müssen im Einzelhandel oder beim Friseur auch keinen negativen Schnelltest mehr vorlegen.

Die Impfkampagne in NRW erreichte demnach am vergangenen Mittwoch mit rund 277.660 geimpften Menschen einen neuen Tagesrekord. 1,5 Prozent der gesamten Landesbevölkerung seien damit allein an dem Tag geimpft worden. Inzwischen hätten drei Viertel der über 60-jährigen Menschen eine Corona-Impfung bekommen. Die Quote der Erstimpfungen lag den Angaben zufolge am Freitag bei 37,9 Prozent. Mehr als 6,8 Millionen hätten den ersten Impfschutz erhalten.

"Mehr Schutz für immer mehr Menschen - es geht mit großen Schritten voran", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU). Der neue Tagesrekord bei den Impfungen mache Mut. "Mit jeder Impfung bauen wir an der Brücke zu mehr Perspektiven im Sommer."

Update, 14. Mai, 16.28 Uhr: Außen-Gastro: In diesen Kreisen und Städten kehrt ein Stück Leben zurück

Fünf Kreise und zwei kreisfreie Städte machen in Nordrhein-Westfalen den Anfang bei den Öffnungsschritten in der Gastronomie und bei den Hotels.

Wie aus einer Allgemeinverordnung des Landes NRW hervorgeht, können die Lockerungen ab diesem Samstag im Kreis Soest, dem Rhein-Sieg-Kreis, der Stadt Mülheim an der Ruhr und dem Kreis Viersen umgesetzt werden.

Für sie gilt die bundesweite Notbremse mit einem stabilen Wert unterhalb der Schwelle von unter 100 bei den Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen bereits nicht mehr.

Update, 14. Mai, 15.00 Uhr: 2412 Kölner mit Corona infiziert, Inzidenz bei 112,5

Stand heute gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 51.040. (Vortag: 50.869) bestätigten Corona-Virus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 112,5 und die Reproduktionszahl bei 0,82.

321 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 121 Personen auf Intensivstationen. In Kölner Krankenhäusern gibt es aktuell 17 freie Intensivplätze.

Dem Gesundheitsamt wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet: eine 67-Jährige, mehrfach vorerkrankt. Bislang sind 673 Kölner verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Aktuell sind 2.412 Bürgerinnen und Bürger der Domstadt mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 14. Mai, 9.47 Uhr: Münster mit niedrigster Corona-Neuinfektionsrate, Gastronomie öffnet

Die Stadt Münster bereitet sich auf die Öffnung der Außengastronomie an diesem Wochenende vor.
Die Stadt Münster bereitet sich auf die Öffnung der Außengastronomie an diesem Wochenende vor.  © Guido Kirchner/dpa

Münster bereitet sich auf die Öffnung der Außengastronomie an diesem Wochenende vor. Oberbürgermeister Markus Lewe sprach am Freitag im WDR-Radio von einem wichtigen Schritt in die richtige Richtung.

"Ich gehe davon aus, dass wir mit der Außengastronomie anfangen werden", sagte der CDU-Politiker. Münster hat nach jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) die niedrigste Corona-Neuinfektionsrate in ganz NRW.

Ab Samstag gilt hier die aktualisierte Coronaschutz-Verordnung. Sie erlaubt unter anderem eingeschränkte Öffnungen der Außengastronomie, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Werktagen unter 100 Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner liegt. Zugang haben negativ Getestete, Geimpfte und Genesene. Innenbereiche dürfen ab einer stabilen Inzidenz unter 50 wieder geöffnet werden.

Münster gehörte bei der Vorstellung der Neuregelung am vergangenen Mittwoch zu den sieben Städten und Kreisen mit stabiler Inzidenz unter 100. Am Freitag lag die Stadt laut RKI sogar bei der landesweiten Bestmarke von 35,5. "Wenn wir unter 50 bleiben - einiges spricht dafür - dann wird es demnächst auch wieder ein lecker gezapftes Bierchen, natürlich mit den entsprechenden Hygienemaßnahmen, in den Gaststätten geben", sagte Lewe.

Münster gehört zu den Projekt-Kommunen in NRW, die Öffnungen erproben. Inzwischen sei die Stadt mit breiter Schnelltest-Infrastruktur, zahlreichen Hygienemaßnahmen und digitalen Möglichkeiten, Kontakte nachzuverfolgen, ganz anders gerüstet als vor ein paar Monaten, sagte Lewe.

Angesichts der Vielzahl der Sicherheitsmaßnahmen sei die Gefahr größer, dass sich jemand auf dem Weg ins Restaurant infiziere als im Restaurant selbst. Zudem gebe es jederzeit die Chance, "wieder auf die Bremse zu treten".

Update, 13. Mai, 15.53 Uhr: Kölner Inzidenzwert sinkt weiter: 119,1

In der Stadt Köln gibt es am heutigen Donnerstag, 13. Mai 2021, den ingesamt 50.869. (Vortag: 50.701) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 119,1 und die Reproduktionszahl bei 0,89. Im Krankenhaus befinden sich derzeit 337 in stationärer Quarantäne, davon 132 Personen auf Intensivstationen. Das bedeutet, dass es in den Kölner Krankenhäusern aktuell 16 freie Intensivplätze gibt.

Dem Gesundheitsamt wurden sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet: ein 90-Jähriger, eine 57-Jährige, eine 72-Jährige, eine 85-Jährige und ein 78-Jähriger. Sie alle waren mehrfach vorerkrankt. Bei einer 75-Jährigen konnten keine Vorerkrankungen ermittelt werden.

Aktuell sind 2555 Kölnerinnen und Kölner mit dem Coronavirus infiziert, teilte die Stadt Köln mit.

Update, 13. Mai, 11 Uhr: Inzidenz in NRW sinkt erneut - Münster unter 50

In Münster ist die Inzidenzzahl unter 50 gesunken. Wenn der Wert stabil bleibt, sind dort weitere Lockerungen möglich.
In Münster ist die Inzidenzzahl unter 50 gesunken. Wenn der Wert stabil bleibt, sind dort weitere Lockerungen möglich.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag nach Angaben Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag bei 111,4.

Am Mittwoch hatte die Kennziffer, die die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche angibt, bei 116,2 gelegen, am Dienstag bei 123,2.

20 der 53 Kreise und kreisfreien Städte sind mittlerweile wieder unter die Schwelle von 100 gefallen. Bei einer stabilen Inzidenz unter 100 sollen in NRW etwa Öffnungen von Außengastronomie und Campingplatzen erlaubt werden.

Am besten sah die Lage am Donnerstag in Münster aus. Für die Stadt gab das RKI einen Wert von 42,5 an. Bei einer stabilen Inzidenz unter 50 sind weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen möglich. Den höchsten Wert verzeichneten dagegen die Städte Hagen (216,2) und Leverkusen (200,3).

Den Daten zufolge wurden in NRW binnen eines Tages 3947 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 66 auf 16.170.

Update, 12. Mai, 21.02 Uhr: Arbeitgeber-Bescheinigung für Impftermin beim Arzt

Das Land hat eine Musterbescheinigung für Arbeitgeber veröffentlicht, die Berufsgruppen der Priorität 3 für eine Impfung bei einem Arzt vorlegen können.

Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, gehören zu dieser Gruppe unter anderem Beschäftigte bei Polizei, Feuerwehr, Apotheken, Medien oder Energieversorgern. Die Bescheinigung als Nachweis des Anspruchs auf Schutzimpfung sei nur für die Vorlage bei den Praxen der niedergelassenen Ärzte gedacht, betonte das Ministerium.

Arztpraxen können bereits jetzt allen Personen, die nach der Coronavirus-Impfverordnung zu dieser Priorität gehören, ein Impfangebot unterbreiten. Der Impfstoff in den Praxen sei aber noch sehr begrenzt und der Andrang groß, erklärte das Ministerium.

Update, 12. Mai. 19.26 Uhr: Outdoor-Sport ohne Beschränkungen ab Inzidenz unter 50

Ab einer stabilen Inzidenz unter 100 gibt es auch für den Sport Lockerungen der Corona-Regeln. Erlaubt ist dann etwa für Kinder einschließlich einem Alter von 14 Jahren Kontaktsport auf Sportanlagen unter freiem Himmel für Gruppen einer Größe bis 20.

Ältere Menschen könnten dann kontaktfreien Sport mit ebenfalls bis zu 20 Teilnehmern ausüben. Das teilte die Landesregierung am Mittwoch mit. Die Regelungen der neuen Coronaschutz-Verordnung greifen ab dem 15. Mai.

Update, 12. Mai, 18.37 Uhr: Keine Entschädigung für Einzelhändler

Der Einzelhandel hatte im letzten Jahr unter den Corona-Maßnahmen zu leiden. Auch in diesem Jahr sind die Umsatzeinbußen massiv.
Der Einzelhandel hatte im letzten Jahr unter den Corona-Maßnahmen zu leiden. Auch in diesem Jahr sind die Umsatzeinbußen massiv.  © Roland Weihrauch/dpa

Das Land Nordrhein-Westfalen muss Einzelhändlern die Umsatzausfälle nicht erstatten, die diesen während des Corona-Lockdowns im Vorjahr entstanden sind.

Das hat das Landgericht Düsseldorf am Mittwoch entschieden und die Klagen der Betreiber eines Sportladens aus Eschweiler und eines Modegeschäfts aus Bergisch-Gladbach abgewiesen.

Dafür fehle die Rechtsgrundlage, so die Richter. Nach dem Infektionsschutzgesetz werden nur Menschen entschädigt, denen als Erkrankte oder Kontaktpersonen das Arbeiten untersagt wurde.

Außerdem, so die Richter, sei die vom März bis April 2020 behördlich angeordnete Geschäftsschließung zeitlich begrenzt und daher keine Enteignung gewesen.

Update, 12. Mai, 15.53 Uhr: Inzidenz in Köln bei 131,7

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 131,7 und die Reproduktionszahl bei 0,97. 344 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 129 Personen auf Intensivstationen. In Kölner Krankenhäusern gibt es aktuell sieben freie Intensivplätze.

Dem Gesundheitsamt wurden vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet: ein 59-Jähriger, ein 80-Jähriger, eine 88-Jährige und eine 91-Jährige, alle mehrfach vorerkrankt. Bislang sind 666 Kölner verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Aktuell sind 2611 Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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