Coronavirus: Südafrikanisches Gericht bestätigt landesweiten Tabak-Bann

Deutschland/Welt - Die Lage rund um das neuartige Coronavirus in Deutschland hat sich in den zurückliegenden Wochen beruhigt. Das ist laut der Bundesregierung und dem RKI zwar erfreulich, jedoch noch kein Grund zur Entwarnung.

Hier weist ein Schild am Strand in Cuxhaven auf die Sicherheitsabstände sowie die vorgeschriebenen Laufrichtungen hin.
Hier weist ein Schild am Strand in Cuxhaven auf die Sicherheitsabstände sowie die vorgeschriebenen Laufrichtungen hin.  © dpa/Sina Schuldt

So ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung weiterhin in vielen Bereichen des täglichen Lebens Pflicht, vor allem beim Benutzen des Öffentlichen Personennahverkehrs und beim Einkaufen.

Doch Schüler können aufatmen: Sie dürfen in weiten Teilen des Landes wieder regelmäßig in die Schule, können aber im Klassenzimmer die Masken abnehmen. Gleiches gilt beispielsweise auch in Cafés und Restaurants, sobald man seinen Platz eingenommen hat.

Um eine zweite Corona-Welle zu vermeiden, ist es weiterhin wichtig, den Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Mittlerweile gibt es in Deutschland insgesamt 194.403 bestätigte Infektionen. Außerdem wurden 8967 Todesfälle und 177.397 Genesene erfasst (Stand 27. Juni, 10 Uhr).

Die USA haben weiterhin weltweit mit Abstand die meisten Fälle - über 2,46 Millionen wurden seit Ausbruch der Lungenkrankheit registriert. 125.039 Menschen sind dort bereits an dieser gestorben (Stand 27. Juni, 10 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt über 9,8 Millionen bestätigte Fälle und 494.408 Todesfälle (Stand 27. Juni, 10 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 26. Juni, 18.05 Uhr: Südafrikanisches Gericht bestätigt landesweiten Tabak-Bann

Im Tauziehen um einen seit drei Monaten geltenden landesweiten Tabak-Bann hat Südafrikas Regierung einen juristischen Erfolg erzielt. Ein Gericht in Pretoria verwarf einen Antrag der in der FITA zusammengeschlossenen unabhängigen Tabakproduzenten auf umgehende Abschaffung des Verkaufsverbots, berichtete der südafrikanische TV-Sender eNCA am Freitag.

Im Kampf gegen das Coronavirus hatte Südafrikas Regierung Ende März eine der weltweit strengsten Ausgangssperren verhängt, die auch einen Alkohol- und Tabak-Bann vorsieht. Der Alkohol-Bann wurde Anfang Juni aufgehoben, der von Tabakprodukten blieb bestehen.

Die zuständige Ministerin begründete das damit, dass Raucher für Komplikationen durch Covid-19 gefährdeter seien. Die Gegenseite hatte angeführt, dass Zigaretten zu den wesentlichen Dingen des Lebens zählten, da Raucher von ihnen abhängig seien.

Ein unabhängig von der FITA eingereichter Eilantrag des Tabakkonzerns BAT auf Abschaffung des Banns wurde überraschend von Ende Juni auf den 5. August verschoben, gab der Konzern am Freitag bekannt.

Nachdem Botsuana einen ähnlichen Bann aufgehoben hat, gilt Südafrika nun als einziges Land auf dem Kontinent, das den Verkauf von Tabak verboten hat. Der Kap-Staat hat 118.375 Covid-19-Fälle sowie 2292 Todesfälle gemeldet.

Familien spazieren am Strand von Muizenberg in Kapstadt. Ein Viertel der in Afrika gemeldeten Fälle entfällt auf Südafrika, gefolgt von Ägypten, Nigeria und Ghana.
Familien spazieren am Strand von Muizenberg in Kapstadt. Ein Viertel der in Afrika gemeldeten Fälle entfällt auf Südafrika, gefolgt von Ägypten, Nigeria und Ghana.  © Nardus Engelbrecht/AP/dpa

Update, 26. Juni, 18 Uhr: Kaum Anzeichen für Übertragung auf Bevölkerung in Kreis Gütersloh

Im Kreis Gütersloh gibt es nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies und nach der Ausweitung von kostenlosen Tests weiter kaum Anzeichen für eine Übertragung des Virus auf die Bevölkerung. Das teilte der Kreis am Freitagabend mit.

Vom 19. bis 25. Juni seien 55 Fälle ohne Bezug zum Tönnies-Stammwerk in Rheda-Wiedenbrück bekannt geworden. An Freitag seien 14 Fälle hinzugekommen, hieß es in einer Presse-Mitteilung. Etwa bei Tests in einem Berufskolleg, eines von insgesamt sechs Testzentren, seien 2937 Menschen auf Corona untersucht worden, von denen waren 9 positiv.

Seit Beginn der Corona-Krise sind 2160 Infizierte (Stand 26. Juni, 0 Uhr) im Kreis erfasst worden. Davon gelten 741 als genesen. 1398 sind demnach noch infiziert (Vortag 1331). Von dieser Gruppe sind 1368 Menschen in häuslicher Quarantäne. 30 Patienten werden in den Krankenhäusern stationär behandelt. 5 Patienten liegen nach den Angaben auf Intensivstationen, 2 werden beatmet.

Gütersloh: Angehörige der Bundeswehr nehmen in einem stillgelegtem Hubschrauber Hangar Corona-Abstriche bei der Bevölkerung durch.
Gütersloh: Angehörige der Bundeswehr nehmen in einem stillgelegtem Hubschrauber Hangar Corona-Abstriche bei der Bevölkerung durch.  © Guido Kirchner/dpa

Update, 26. Juni, 17.53 Uhr: Beherbergungs-Verbot für Touristen aus Infektions-Hotspots auch in Sachsen-Anhalt

Einreisende Besucher aus Landkreisen mit einem hohem Corona-Infektionsgeschehen dürfen in Sachsen-Anhalt vorerst nicht in Beherbergungsbetrieben wie Hotels oder Campingplätzen übernachten. Diese Regelung gelte ab dem morgigen Samstag, teilte das Landesverwaltungsamt als zuständige Behörde am heutigen Freitag in Halle mit. Mehr Informationen dazu erhaltet ihr >>>>hier.

Update, 26. Juni, 17.45 Uhr: Deutschland kann sich laut Merkel höhere Verschuldung erlauben

Angesichts der beispiellosen Herausforderung durch die Corona-Pandemie darf Deutschland nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Europa nicht nur an sich selbst denken. Man müsse in diesen Zeiten vielmehr zu einem "außergewöhnlichen Akt der Solidarität bereit" sein, sagte Merkel der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe) und fünf weiteren europäischen Zeitungen unmittelbar vor Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli.

Sie rief die EU auf, den "starken europäischen Binnenmarkt zu erhalten und in der Welt geschlossen aufzutreten". Merkel verteidigte den von Deutschland und Frankreich angeschobenen Wiederaufbaufonds. In einer solchen Krise müsse man das Notwendige tun, "und das Notwendige ist in diesem Fall etwas Außergewöhnliches". Deutschland könne sich mit seiner niedrigen Verschuldungsrate eine höhere Verschuldung erlauben. 

Es liege im deutschen Interesse, dass der Binnenmarkt stark sei, Europa zusammenwachse und nicht auseinanderfalle. "Was gut für Europa ist, war und ist gut für uns." Allerdings sollte man nicht zu oft die Existenzfrage stellen, sondern seine Arbeit tun.

Die EU-Mitglieder haben hohe Erwartungen an Merkel und die Bundesregierung - insbesondere bei den Verhandlungen über den 750 Milliarden Euro schweren Hilfsfonds und den mittelfristigen Finanzplan von bisher 1,1 Billionen Euro. "Damit Europa bestehen kann, muss auch seine Wirtschaft bestehen." Die Bundeskanzlerin stellte sich den Fragen des Zeitungsverbundes "Europa", dem neben der "Süddeutschen Zeitung" "La Stampa" (Italien), "La Vanguardia" (Spanien), "Le Monde" (Frankreich), "Polityka" (Polen) und "The Guardian" (Großbritannien) angehören.

Nach der Finanz- und Eurokrise sowie der Migrationskrise 2015 sei Europa "noch nicht ausreichend krisenresistent", warnte Merkel. Der Wiederaufbaufonds könne nicht die eigene Wirtschaftsleistung der Mitglieder ersetzen. Die Debatte sollte auch nicht überfrachtet werden, etwa mit dem Wunsch nach Vertragsänderungen oder dem Recht zur Steuerschöpfung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt zur wöchentlichen Kabinettssitzung.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt zur wöchentlichen Kabinettssitzung.  © Hannibal Hanschke/Reuters Pool/dpa

Update, 26. Juni, 17.36 Uhr: Söder fordert Fokus auf wichtige Zukunftsthemen, nicht nur auf Corona

Angesichts der Corona-Krise hat CSU-Chef Markus Söder dazu aufgerufen, wichtige Zukunftsthemen nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Zukunft bestehe "nicht nur aus Corona", sagte der bayerische Ministerpräsident den "Nürnberger Nachrichten" (Samstag).

"Wir haben andere Herausforderungen wie den Klimawandel. Wir erleben Zeiten, in denen demokratische Grundfesten schwer erschüttert werden. Wir sind von den USA und China ökonomisch und technologisch herausgefordert", sagte Söder. Die Frage sei, "ob wir uns nach vorn entwickeln oder wir abgehängt werden". Er fügte hinzu: "Wir werden irgendwann einen Impfstoff gegen Corona haben. Gegen den Klimawandel gibt es keinen Impfstoff, da braucht es mehr. Gegen Rassismus und Antisemitismus gibt es kein Medikament, das sind Daueraufgaben."

Auf die Frage nach der Kanzlerkandidatur der Union sagte Söder, er habe noch nie erlebt, dass jemand zum Kanzler ge- oder berufen werde. "Das ist eine ziemlich ernste Angelegenheit. Ich werde natürlich als CSU-Vorsitzender meinen Beitrag leisten", sagte er. Auf die Nachfrage, ob er also definitiv nicht Kanzlerkandidat werde, bekräftigte Söder erneut: "Mein Platz ist hier. In Bayern."

Es bleibe dabei: "Die CDU wählt ihren Parteivorsitzenden, im Januar werden wir über die Kanzlerkandidatur reden. Alles andere ist Makulatur. Ich habe hier meine Aufgabe. Ich versuche allerdings auch, mitzuhelfen, damit ganz Deutschland eine gute Entwicklung nimmt."

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt zu Beginn einer Kabinettssitzung an seinem Platz in der Bayerischen Staatskanzlei.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt zu Beginn einer Kabinettssitzung an seinem Platz in der Bayerischen Staatskanzlei.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 26. Juni, 17.34 Uhr: Alpaka-Hochzeiten in Deutschland

Wer in Corona-Zeiten heiraten möchte, muss kreativ werden: Eine große Zahl an Gästen ist verboten - für sie können zum Beispiel knuffige Alpakas einspringen. Mehr Informationen dazu erhaltet ihr >>>>hier.

Update, 26. Juni, 17.17 Uhr: Laschet verteidigt Lockdown, hält aber Änderungen für möglich

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat den "Lockdown" für die Kreise Gütersloh und Warendorf verteidigt. Man habe "intensiv abgewogen, ob man einzelne Städte aus dem Kreis aus den Regelungen herausnehmen kann, wofür es viele gute Gründe gibt", sagte Laschet den "Westfälischen Nachrichten" (Münster/Samstagsausgabe).

Die Verabredung der Länder mit der Bundesregierung und dem Robert-Koch-Institut sehe aber bewusst Regeln für das gesamte Kreisgebiet vor. "Für die Zukunft wird man da vielleicht über neue Mechanismen nachdenken müssen", so Laschet. Anlass des Lockdowns ist der massive Corona-Ausbruch im Tönnies-Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück.

In den Kreisen Warendorf und Gütersloh gibt es in vielen Gemeinden Unverständnis darüber, dass angesichts sehr geringer Infektionszahlen alle Gemeinden mit insgesamt rund 600.000 Einwohnern in den Lockdown mussten - auch wenn sie räumlich sehr weit vom Schlachtbetrieb entfernt liegen.

Bisher sieht der Pandemie-Plan nur den Lockdown für ganze Kreise oder Großstädte vor, nicht für kleinere Gebiete. Laschet stellte in Aussicht, dass man durch erhöhte Test-Kapazitäten in der kommenden Woche vielleicht eine "neue Entscheidungsgrundlage" bekommen werde.

Menschen gehen durch die Fußgängerzone. Für die Landkreise Gütersloh und Warendorf gilt seit dem 23.06.2020 nach dem massiven Coronavirus Ausbruch im Schlachthof der Firma Tönnies am Standort Rheda-Wiedenbrück ein Lockdown.
Menschen gehen durch die Fußgängerzone. Für die Landkreise Gütersloh und Warendorf gilt seit dem 23.06.2020 nach dem massiven Coronavirus Ausbruch im Schlachthof der Firma Tönnies am Standort Rheda-Wiedenbrück ein Lockdown.  © Jonas Güttler/dpa

Update, 26. Juni, 17.07 Uhr: Behörden wollen Alkoholverkauf im Schanzenviertel einschränken

In Erwartung eines feierlustigen Partyvolks und einer Kundgebung von Linksextremisten planen die Hamburger Behörden aus Infektionsschutzgründen eine Einschränkung des Alkoholverkaufs im Schanzenviertel. Nach dpa-Informationen soll die Regelung von Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Sonntagmorgen um 8.00 Uhr gelten.

Einzelheiten wurden am Nachmittag noch zwischen dem Bezirksamt Altona und der Polizei abgestimmt. Dem Vernehmen nach soll das Verkaufsverbot für 19 Betriebe gelten, darunter Kioske.

An den vergangenen Wochenenden war es in dem Szeneviertel immer wieder zu großen Ansammlungen gekommen, bei denen viel Alkohol konsumiert und Corona-Regeln nicht eingehalten wurden. Für den späten Freitagabend hatten Linksextremisten zudem zu einer Demonstration am Bahnhof Sternschanze aufgerufen.

Schon am Mittwoch hatte sich die Polizei besorgt gezeigt: "Sollte es zu großen Menschenansammlungen inklusive des Verzehrs von alkoholischen Getränken kommen, werden im Zweifel erneut Alkoholverkaufsverbote ausgesprochen oder sogar Lokale schließen müssen."

Zahlreiche Menschen sind bei gutem Wetter im Schanzenviertel unterwegs.
Zahlreiche Menschen sind bei gutem Wetter im Schanzenviertel unterwegs.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 26. Juni, 16.53 Uhr: Grundlegende Veränderungen im Fleischmarkt von Bundesagrarministerin Klöckner gefordert

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) dringt auf grundlegende Veränderungen im Fleischmarkt, um den ständigen Preiskampf und problematische Bedingungen zu unterbinden. "Es wird keine zweite Chance geben für die gesamte Branche", sagte Klöckner nach einem Treffen mit Branchen- und Verbandsvertretern am Freitag in Düsseldorf. Die Corona-Krise mit dem großen Infektionsausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies sei wie ein Brennglas für die Situation.

Klöckner kündigte an, Gesetzesverschärfungen zur Preisgestaltung und Lebensmittelwerbung mit Lockpreisen zu prüfen. Über eine mögliche Tierwohlabgabe als Preisaufschlag für die Verbraucher wolle sie mit den Partei- und Fraktionsspitzen im Bundestag sprechen. Dazu sei ein übergreifender Konsens nötig. Klöckner warb erneut für ein freiwilliges Tierwohl-Logo für Fleisch aus besserer Haltung.

Zu dem Treffen hatten Klöckner, ihre nordrhein-westfälische Kollegin Ursula Heinen-Esser (CDU) und Niedersachsens Ressortchefin Barbara Otte-Kinast (CDU) eingeladen. Daran nahmen Vertreter von Tierhaltern, Schlachtbranche, Handel, Tier- und Verbraucherschützer teil.

Mit Blick auf die Schließung des Tönnies-Werks wegen des Corona-Ausbruchs sagte Heinen-Esser, für eine Zeit von etwa 14 Tagen sei eine solche Situation für Schweinehalter aufzufangen. Sollte es länger dauern oder erneut Probleme in Schlachthöfen wegen der Corona-Krise geben, sei Flexibilität nötig.

Julia Klöckner (CDU), Bundesernährungsministerin, nimmt ihre Schutzmaske ab. Klöckner hat ihre nordrhein-westfälische und niedersächsische Kollegin zu einem "Branchengespräch" mit der Fleischindustrie eingeladen. Dabei sein sollen Vertreter von Tierhaltern, Fleisch- und Ernährungsbranche, Handel, Bundeskartellamt, Tierärzten und Verbraucherschützern.
Julia Klöckner (CDU), Bundesernährungsministerin, nimmt ihre Schutzmaske ab. Klöckner hat ihre nordrhein-westfälische und niedersächsische Kollegin zu einem "Branchengespräch" mit der Fleischindustrie eingeladen. Dabei sein sollen Vertreter von Tierhaltern, Fleisch- und Ernährungsbranche, Handel, Bundeskartellamt, Tierärzten und Verbraucherschützern.  © Federico Gambarini/dpa

Update, 16. Juni, 16.45 Uhr: USA haben Zusammenarbeit laut WHO-Chef formal noch nicht beendet

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben bisher von den USA kein offizielles Schreiben zur Beendigung der Zusammenarbeit erhalten. Die Entscheidung sei zwar angekündigt, ein formales Schreiben sei aber noch nicht eingetroffen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag bei einer Videositzung mit einem Gremium des Europarats. Er nannte den geplanten Schritt Washingtons bedauerlich.

Tedros sagte, es wäre - wenn überhaupt - besser, wenn die USA eine unabhängige Evaluierung der WHO-Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie abwarteten. So könnte Washington in der Bewertung seine Meinung zur Arbeit der Organisation abgeben und sich an Reformen beteiligen.

Die WHO war in der Coronakrise unter starken Druck der USA geraten. US-Präsident Donald Trump hatte ihr vorgeworfen, zu spät über die Gefahr informiert zu haben und von China beeinflusst zu werden. Die USA haben die Zusammenarbeit mit der WHO jüngst beendet und wollen ihre Beiträge in andere globale Gesundheitsprojekte stecken. Tedros betonte, die WHO habe frühzeitig Alarm geschlagen. Das könnten unabhängige Untersuchungen nun rückblickend bewerten.

Aus dem Weißen Haus hieß es auf Anfrage lediglich, dass die USA nicht vorhätten, ihre Entscheidung zu überdenken. Man ermuntere die Organisation und die Mitgliedsstaaten, auf "dringend nötige Reformen" hinzuarbeiten, sagte ein hoher Regierungsbeamter.

Viele Mitgliedsstaaten sprechen sich für eine Untersuchung aus. Bei der WHO-Jahresversammlung im Mai wurde aber auch deutlich, dass die andauernde Pandemie nicht der richtige Zeitpunkt dafür sei.

Tedros warnte, die größte Bedrohung sei derzeit das Fehlen einer globalen Solidarität in der Gesundheitskrise. Die Pandemie könne nicht besiegt werden, wenn die Welt immer stärker gespalten werde. Die WHO rechnet demnach mit einem weltweiten Anstieg der Zahl der Todesfälle in den kommenden Wochen auf rund 500.000. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind schon jetzt fast 490.000 Menschen infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Die Pandemie sei nicht vorbei, sagte Tedros. In vielen Ländern sei immer noch ein starker Anstieg der Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 zu sehen. In anderen Staaten gebe es neue Fälle nach der Lockerung der coronabedingten Beschränkungen, so Tedros.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), spricht während einer Pressekonferenz. Die Coronavirus-Pandemie ist trotz der Entspannung in Europa noch lange nicht vorbei, im Gegenteil.
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), spricht während einer Pressekonferenz. Die Coronavirus-Pandemie ist trotz der Entspannung in Europa noch lange nicht vorbei, im Gegenteil.  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Update, 26. Juni, 16 Uhr: 31 Milliarden Dollar für Kampf gegen Corona bis 2021 nötig

Um der Welt in der Coronakrise rasch Tests, Impfungen und Medizin zur Verfügung stellen zu können, sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis Ende 2021 rund 31 Milliarden Dollar nötig. 

Allein für die Entwicklung von Impfstoffen würden 18 Milliarden Dollar (16 Milliarden Euro) gebraucht, teilten Experten eines Fonds unter dem Dach der WHO am Freitag in Genf mit. Mehr Informationen dazu erhaltet ihr >>>>hier.

Ein Mediziner macht bei einem Mann einen Nasenabstrich während eines Massentests auf einem Markt in Jakarta. Der Kampf gegen das Virus erfordert hohe Geldsummen.
Ein Mediziner macht bei einem Mann einen Nasenabstrich während eines Massentests auf einem Markt in Jakarta. Der Kampf gegen das Virus erfordert hohe Geldsummen.  © Tatan Syuflana/AP/dpa

Update, 26. Juni, 15.50 Uhr: Putenschlachthof in Wildeshausen fährt Betrieb runter

Der Schlachthof Geestland Putenspezialitäten (GPS) in Wildeshausen fährt vor dem Hintergrund einer Quarantäneverfügung für Beschäftigte des Unternehmens schrittweise den Betrieb runter. Der Betrieb soll für zwei Wochen geschlossen werden.

"Es werden keine Puten mehr zur Schlachtung angenommen", hieß es am Freitag in einer Mitteilung des zur Wiesenhof-Gruppe gehörenden Unternehmens. Die Quarantäneverfügung wurde laut GPS am Freitag vom Kreis Oldenburg angeordnet.

Da die Unternehmensgruppe über keinen weiteren Schlacht- und Zerlegebetrieb für Puten in Deutschland verfüge, könnte es in den landwirtschaftlichen Aufzuchtbetrieben nun zu Tierschutzproblemen kommen. "Es müssen gemeinsam und schnellstmöglich Lösungsmöglichkeiten für die Landwirte gefunden werden. Im schlimmsten Fall müssten die Landwirte gesunde Tiere in ihrem Betrieb töten. Dies gilt es jetzt unbedingt zu vermeiden", warnte GPS-Geschäftsführer Norbert Deeken.

Beim niedersächsischen Agrarministerium will das Unternehmen jetzt um Soforthilfe in Form von Sondergenehmigungen für die Schlachtung der Puten in anderen Schlachtereien in Niedersachsen bitten. Am Donnerstag waren im Rahmen von freiwilligen Corona-Tests von den insgesamt 1115 getesteten GPS-Beschäftigten 45 Tests positiv ausgefallen. Die betroffenen Beschäftigten und deren Kontaktpersonen seien umgehend ermittelt worden und bereits in Quarantäne.

Auf dem Gelände vom Schlachthof Geestland Putenspezialitäten wird eine Teststation auf Corona eingerichtet. Unter der Belegschaft des zur Wiesenhof-Gruppe gehörenden Putenschlachthofs in wurde mit einem Corona-Massentest begonnen. Betroffen sind mehr als 1100 Mitarbeiter. Am Dienstag waren zunächst 23 von 50 Mitarbeitern positiv auf Covid-19 getestet worden.
Auf dem Gelände vom Schlachthof Geestland Putenspezialitäten wird eine Teststation auf Corona eingerichtet. Unter der Belegschaft des zur Wiesenhof-Gruppe gehörenden Putenschlachthofs in wurde mit einem Corona-Massentest begonnen. Betroffen sind mehr als 1100 Mitarbeiter. Am Dienstag waren zunächst 23 von 50 Mitarbeitern positiv auf Covid-19 getestet worden.  © Sina Schuldt/dpa

Update, 26. Juni 15.30 Uhr: Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots auch in Hamburg

Für Besucher aus deutschen Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen gilt ab kommender Woche auch in Hamburg ein Beherbergungsverbot. Eine entsprechende Änderung der Corona-Eindämmungsverordnung werde der Senat am Dienstag beschließen, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Regelung tritt einen Tag später in Kraft. Dann dürfen Menschen, die aus Kommunen nach Hamburg kommen, in denen die von Bund und Ländern vereinbarte Höchstgrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten ist, nicht mehr in der Stadt beherbergt werden. Ausgenommen seien Personen mit negativem Corona-Test.

Zugleich müssen sich Hamburger, die aus deutschen Corona-Hotspots heimkehren, dann bei den Behörden melden und in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben, solange sie nicht nachweisen können, nicht infiziert zu sein. Diese Regelung galt bisher ausschließlich für Einreisende aus dem Ausland, die sich zuvor zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen in einem vom Robert Koch-Institut (RKI) eingestuften Risikogebiet aufgehalten haben.

Das Kunstwerk "Mit Fontane zu Tisch von Jessica Dörhöfer steht am Ufer in der brandenburgischen Kommune Plaue. Für Besucher aus einem Stadt- oder Landkreis mit erhöhtem Infektionsgeschehen gilt in einigen Bundesländern ein Beherbergungsverbot.
Das Kunstwerk "Mit Fontane zu Tisch von Jessica Dörhöfer steht am Ufer in der brandenburgischen Kommune Plaue. Für Besucher aus einem Stadt- oder Landkreis mit erhöhtem Infektionsgeschehen gilt in einigen Bundesländern ein Beherbergungsverbot.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. Juni, 15.25 Uhr: Dönerproduzent in Moers mehrere Wochen zu - nur wenige Neuinfizierte

Der Dönerfleischproduzent Öztas in Moers bei Duisburg wird nach einem Corona-Ausbruch an diesem Samstag komplett geschlossen und bleibt mindestens zwei Wochen zu. Das kündigte der Landrat des nordrhein-westfälischen Kreises Wesel, Ansgar Müller, am Freitag an.

Die Zahl der positiv auf das Virus Getesteten im Unternehmen sei bis zum Freitag allerdings nur noch leicht gestiegen, sagte Müller: Sie wuchs von 62 am Donnerstag Gemeldeten um drei Betroffene auf 65 Infizierte Stand Freitag. "Wir haben vorläufig eine etwas entspanntere Situation", sagte Müller. Hinzu kommen 17 Infizierte, die bei einem früheren Test erkannt worden waren.

Alle rund 275 Beschäftigten mit Ausnahme von 17 Urlaubern in dem Unternehmen seien nun durchgetestet, sagte der Gesundheitsdezernent des Kreises, Michael Maas. Nun würden Kontaktpersonen von Infizierten systematisch mit Reihentests untersucht. Dazu würde die Zahl der beauftragten Mitarbeiter verdoppelt. Dabei seien in einem benachbarten Fleischbetrieb von Öztas bereits zwei weitere positive Fälle registriert worden. Der Namen dieses Unternehmen wurde nicht genannt. Rund 250 Infizierte und Angehörige seien in Quarantäne.

Das Unternehmen Öztas kooperiere vorbildlich, sagte Maas. Die Mitarbeiter seien beim Unternehmen fest angestellt und wohnten nicht in Massenunterkünften. Nach Corona-Ausbrüchen bei den Branchengrößen Westfleisch und Tönnies waren die Arbeitsbedingungen dort in den Fokus gerückt.

Tierschützer demonstrieren vor dem Betriebsgelände der Firma Tönnies. Das Unternehmen sorgte mit zahlreichen Corona-Infizierten für Schlagzeilen. Nun stehen die Bedingungen von Fleischproduktionen vielerorts in Kritik.
Tierschützer demonstrieren vor dem Betriebsgelände der Firma Tönnies. Das Unternehmen sorgte mit zahlreichen Corona-Infizierten für Schlagzeilen. Nun stehen die Bedingungen von Fleischproduktionen vielerorts in Kritik.  © David Inderlied/dpa

Update, 26. Juni, 15.19 Uhr: Neuinfektionen unter bulgarischen Erntehelfern in Italien

Im süditalienischen Mondragone hat die Polizei mehrere Gebäude abgeriegelt, weil dort bei bulgarischen Erntehelfern das Coronavirus grassiert. Einige Erntehelfer weigerten sich jedoch, im Sperrgelände zu bleiben, da sie weiterarbeiten wollten. Es kam zu Protesten italienischer Anwohner, wie der Sender RAI berichtete.

In der Nacht wurde laut Berichten der Nachrichtenagentur ANSA ein Auto in Brand gesetzt, das mutmaßlich einem Bulgaren gehört. Vier positiv getestete Bulgaren, die die Zone verlassen hätten, seien aufgespürt worden. 43 Menschen seien in der Stadt rund 50 Kilometer nordwestlich von Neapel infiziert, berichtete der Sender RAI am Freitag. In einem weiteren Fall seien mehr als 60 Mitarbeiter einer großen Lieferfirma in Bologna mit Corona infiziert worden.

An der Unterbringung der Erntehelfer gibt es in Italien Kritik. Die Bulgaren "leben in illegal besetzten Gebäuden und gehören zu den zahllosen Arbeitern, die auf den Höfen im Süden ohne Rechte beschäftigt sind", schrieb dazu etwa der Anti-Mafia-Autor Roberto Saviano in der Zeitung "La Repubblica".

Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza betonte auch mit Blick auf den Ausbruch in Bologna: "Die kleinen Ausbrüche, die in den letzten Stunden gemeldet wurden, zeigen uns, dass die Schlacht nicht gewonnen ist und dass wir in den kommenden Wochen vorsichtig sein müssen."

Italien war eines der Länder, das am schlimmsten vom Coronavirus betroffen war. Seit Ende Februar hat es fast 240.000 Infektionen und fast 35.000 Todesfälle gemeldet.

Menschen nehmen auf Gondeln an der Regatta "Vogada della Rinascita" in Venedig teil. Die Regatta wurde zur Ehrung des medizinischen Personals veranstaltetet, um ihnen für die harte Arbeit während der Corona-Pandemie zu danken. Die Angst vor einer weiteren Infektions-Welle ist groß.
Menschen nehmen auf Gondeln an der Regatta "Vogada della Rinascita" in Venedig teil. Die Regatta wurde zur Ehrung des medizinischen Personals veranstaltetet, um ihnen für die harte Arbeit während der Corona-Pandemie zu danken. Die Angst vor einer weiteren Infektions-Welle ist groß.  © Anteo Marinoni/LaPresse/AP/dpa

Update, 26. Juni, 15.10 Uhr: Sterbefälle im Mai im Durchschnitt der Vorjahre

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland lag im Mai etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Das zeigt eine aktuelle Sonderauswertung zu den Sterbefallmeldungen der Standesämter.

"Die Zahlen im Mai liegen im Bereich des Durchschnitts der Vorjahre", berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden. Im April war die Zahl der Gestorbenen etwa neun Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre gelegen.

Wie wirkte sich die Corona-Pandemie auf die Zahl der Sterbefälle aus? Zur Beantwortung dieser Frage zählt das Statistische Bundesamt vorläufige Sterbefallmeldungen der Standesämter, bevor die regulären Ergebnisse der amtlichen Sterbefallstatistik vorliegen. Aktuell liegt die Sonderauswertung bis 31. Mai vor. Durch Nachmeldungen können sich die Zahlen noch leicht erhöhen.

Bisheriger Verlauf: Von Januar bis März 2020 ist nach der vorläufigen Auszählung "kein auffälliger Anstieg der Sterbefallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren erkennbar". Im April lag die Zahl der Gestorbenen mit derzeit etwa 83.200 gemeldeten Fällen deutlich über dem Durchschnitt. Die Zahlen im Mai liegen nun wieder im Mittel der Jahre 2016 bis 2019.

Nach Kalenderwochen betrachtet sieht man erhöhte Sterbefallzahlen zwischen 23. März und 3. Mai. In der 15. Kalenderwoche (6. bis 12. April) war die Abweichung mit 14 Prozent über dem vierjährigen Durchschnitt am größten. Auch die Zahl der Covid-19-Todesfälle, die beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet werden, erreichte in dieser Woche ihren Höchststand. Seit der 19. Kalenderwoche (4. bis 10. Mai) pendeln sich die Sterbefallzahlen wieder auf Durchschnittsniveau ein.

Ein Coronapatient aus Frankreich kommt im Krankentransportwagen am Bundeswehrkrankenhauses in Ulm an. Die Zahl der Sterbefälle sinkt auf das Durchschnittsniveau - nicht nur in Deutschland, sondern auch in Spanien, Großbritannien und Schweden.
Ein Coronapatient aus Frankreich kommt im Krankentransportwagen am Bundeswehrkrankenhauses in Ulm an. Die Zahl der Sterbefälle sinkt auf das Durchschnittsniveau - nicht nur in Deutschland, sondern auch in Spanien, Großbritannien und Schweden.  © Felix Kästle/dpa

Update, 26. Juni, 15 Uhr: Erste Rechnungen für zurückgeholte Touristen verschickt, diese müssen 200 bis 1000 Euro zahlen

Die Bundesregierung stellt den wegen der Corona-Pandemie aus dem Ausland zurückgeholten 67.000 Touristen 200 bis 1000 Euro für die Flüge in Rechnung. Damit sollen 40 Prozent der Gesamtkosten der beispiellosen Aktion von 94 Millionen Euro gedeckt werden.

Die Kostenbeteiligung der Gestrandeten wird gestaffelt: Für Flüge von den Kanarischen Inseln und Nordafrika müssen 200 Euro gezahlt werden, für das südliche Afrika und die Karibik werden 500 Euro fällig, Rückkehrer aus Südamerika und Asien müssen 600 Euro zahlen, und wer aus Neuseeland und Australien zurückgeholt wurde, erhält eine Rechnung über 1000 Euro.

Das Auswärtige Amt gab diese Preise am Freitag nach der Versendung der ersten 1000 Rechnungen bekannt. Das Auswärtige Amt hatte die Aktion am 17. März zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften gestartet, nachdem viele Länder wegen der Corona-Pandemie kurzfristig Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten. Insgesamt wurden etwa 240.000 Reisende zurückgebracht. Die Reiseveranstalter brachten die Touristen, die bei ihnen gebucht hatten, selbst kostenlos zurück.

Für Individualtouristen und andere Reisende charterte das Auswärtige Amt selbst Maschinen, die 260 Flüge absolvierten und rund 67.000 Personen aus rund 65 Ländern zurückbrachten. Diese Personen werden nun zur Kasse gebeten. Die Ticketpreise liegen etwa im Bereich günstiger Economy-Tickets für die jeweiligen Regionen.

Unter den 67.000 Passagieren sind etwa 56.000 deutsche Staatsangehörige, 7600 Menschen aus anderen Ländern der EU und 3650 Personen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union.

Touristen stehen am Flughafen. Mehr als 300 Deutsche warten im März auf dem internationalen Flughafen Ninoy Aquino auf einen Lufthansa-Flug, der von der deutschen Botschaft auf den Philippinen wegen der Covid-19-Pandemie gechartert wurde.
Touristen stehen am Flughafen. Mehr als 300 Deutsche warten im März auf dem internationalen Flughafen Ninoy Aquino auf einen Lufthansa-Flug, der von der deutschen Botschaft auf den Philippinen wegen der Covid-19-Pandemie gechartert wurde.  © Alejandro Ernesto//Alejandro Ernesto/DPA

Update, 26. Juni, 14.56 Uhr: Endrunden im Davis Cup und Fed Cup auf 2021 verlegt

Wegen der weiter anhaltenden Corona-Krise finden die Endrunden im Davis Cup und Fed Cup in diesem Jahr nicht statt. Beide Veranstaltungen werden in das kommende Jahr verlegt, wie der Tennis-Weltverband ITF am Freitag mitteilte.

"Wir sind überzeugt davon, dass das in diesen außergewöhnlichen Zeiten die richtige Entscheidung ist, um die Gesundheit aller Beteiligten zu gewährleisten", sagte ITF-Boss David Haggerty. Deutschland wäre sowohl bei den Damen als auch bei den Herren qualifiziert gewesen. Die deutschen Teams sind nun automatisch auch 2021 in Budapest (Damen) und Madrid (Herren) dabei. Die weltweite Tennis-Tour pausiert derzeit noch bis Anfang August.

Ein Tennisball liegt auf dem Platz.
Ein Tennisball liegt auf dem Platz.  © Federico Gambarini/dpa

Update, 26. Juni, 14.50 Uhr: Bulgarien begrüßt erste ausländische Touristen mit Rosen

In Bulgarien sind mit einem Charterflugzeug aus den Niederlanden die ersten ausländischen Urlauber seit dem Ausbruch der Corona-Krise eingetroffen. Tourismusministerin Nikolina Angelkowa begrüßte am Freitag die fast 190 Feriengäste aus den Niederlanden und Belgien am Flughafen der Touristenhochburg Burgas mit Rosen und Folk-Programm. Das ärmste EU-Land Bulgarien setzt auf den Tourismus, der gut 12 Prozent zur Wirtschaftsleistung beisteuert.

Tourismusministerin Angelkowa hofft trotz Corona auf eine erfolgreiche Sommersaison in diesem Jahr, räumte aber ein, dass sie schwierig sein werde. Angelkowa verwies darauf, dass an Bulgariens südlicher Schwarzmeerküste, wo auch Burgas liegt, das Coronavirus sich wenig ausgebreitet habe. Charterflüge aus den Niederlanden soll es vier Mal wöchentlich geben.

Viele große Hotels in den Badeorten wissen noch nicht, ob und wann sie wieder aufmachen, da viele Charterflüge gecancelt wurden - etwa 150 allein für Juli. Es sei noch unklar, wie es bei den Feriengästen aus den großen Märkten Deutschland, Großbritannien und Russland aussehen wird.

Bulgarien wurde bislang relativ wenig von dem Coronavirus getroffen, doch die nachgewiesenen Fälle stiegen insbesondere in den vergangenen zwei Wochen rasant auf nun 4408 an, bei einer Bevölkerung von knapp sieben Millionen Menschen.

Tourismusministerin Angelkowa begrüßte am Freitag die fast 190 Feriengäste aus den Niederlanden und Belgien am Flughafen der Touristenhochburg Burgas mit Rosen und Folk-Programm.
Tourismusministerin Angelkowa begrüßte am Freitag die fast 190 Feriengäste aus den Niederlanden und Belgien am Flughafen der Touristenhochburg Burgas mit Rosen und Folk-Programm.  © jeffrey Groeneweg/ANP/dpa

Update, 26. Juni, 14.44 Uhr: Modekette H&M rutscht in rote Zahlen

Die schwedische Modekette Hennes & Mauritz (H&M) hat wegen der Corona-Krise im zweiten Geschäftsquartal ein deutliches Minus eingefahren.

Im Berichtszeitraum, der bei H&M von Anfang März bis Ende Mai läuft und damit die bisherige Hochphase der Pandemie in Europa umfasste, belief sich der Verlust nach Steuern auf 4,99 Milliarden schwedische Kronen (477 Millionen Euro). Das teilte der Konzern am Freitag in Stockholm mit. Mehr Informationen dazu erhaltet ihr >>>>hier.

Titelfoto: Nardus Engelbrecht/AP/dpa

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