Konditorei bietet besondere Schoko-Weihnachtsmänner an und erntet gewaltigen Shitstorm

Bad Königshofen im Grabfeld - Das Coronavirus beeinflusst mittlerweile immer mehr Lebensbereiche. Wieso sollte es also nicht auch bei den Weihnachts-Naschereien so sein? Das dachte sich auch ein Konditor aus dem unterfränkischen Bad Königshofen im Landkreis Rhön-Grabfeld. Der Schuss ging jedoch (vorerst) nach hinten los.

Netter "Gag" oder absolutes No-Go? Die Schoko-Weihnachtsmänner mit Mundschutz kamen nicht bei jedem gut an.
Netter "Gag" oder absolutes No-Go? Die Schoko-Weihnachtsmänner mit Mundschutz kamen nicht bei jedem gut an.  © dpa/Nicolas Armer

Wie die Konditorei Heintz auf Facebook mitteilte, biete man seit geraumer Zeit besondere Schoko-Weihnachtsmänner an. Was sie so speziell macht? Mit sogenannter Ruby-Schokolade wurde den süßen Kerlchen - dem aktuellen Anlass entsprechend - einfach ein Mund-Nasen-Schutz verpasst.

Doch was als spaßiger und vor allem zeitgemäßer Gag gedacht war, der die Kundschaft verstärkt zum Kauf von Schoko-Weihnachtsmännern anregen sollte, entwickelte sich in dem sozialen Netzwerk sehr schnell zu einem regelrechten "Shitstorm". Unter dem entsprechenden Beitrag sammelten sich binnen weniger Tage über 2000 Kommentare, die zunächst weitgehend negativer Natur waren.

So hieß es beispielsweise: "Nein danke! Völlig daneben!", "Erschreckend wie viele Menschen das auch noch gutheißen, wenigstens Weihnachten mal für kurze Zeit keine Masken sehen und wenn es nur der Schoko-Weihnachtsmann ist" oder "Das geht gar nicht. Es ist einfach krank. Tut mir leid".

Davon schien sich Konditorei-Chef Herbert Häcker aber scheinbar nicht sonderlich beeindrucken zu lassen. Er selbst sagte: "Ich wollte keinem auf die Füße treten. Das war einfach nur als Gag gedacht" und behielt die Mundschutz-Weihnachtsmänner trotz aller Kritik im Sortiment.

Konditorei in Unterfranken bietet Schoko-Weihnachtsmänner mit Mundschutz an und erntet Shitstorm

Diese Beharrlichkeit zahlte sich schließlich aus. Denn mit der Zeit häuften sich auch die positiven Reaktionen auf das besondere Weihnachts-Naschwerk sowie Ermutigungen, die schlechten Rückmeldungen schlichtweg zu ignorieren.

Titelfoto: dpa/Nicolas Armer

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